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Beiträge von billbo

  • Wegen der Meise

    • billbo
    • 14. September 2020 um 13:04
    Zitat von Tobias Zw.

    Also, im PKW habe ich StArN-mäßig immer noch den aktuellen ADAC-Atlas mit Innenstadtplänen... der Teufel ist ein Eichhorn, wer weiß, wann wer aus welche Gründen demnächst mal GPS/GLONASS/GALILEO abschaltet...

    Im 'privaten Tourbus' hab' ich noch für alle Fälle einen "Großen Straßenatlas Deutschland". Zustand tiptop und nahezu unversehrt neuwertig, im schicken dunkelbraunen Kunstledereinband. Originalausgabe 1956.

    Macht riesen Spaß, den mal beiläufig einem mitfahrenden Kollegen oder Musiker in die Hand zu drücken. "Hier, kannst du mal eben schauen, wann die nächste Raste kommt und ob wir hier so ungefähr richtig sind?"

  • Geschäftsfeldverlagerungsidee...

    • billbo
    • 13. September 2020 um 13:22
    Zitat von audiobo

    So wird das aber nix mit dem Konjukturaufschwung - dabei haben die sich solche Mühe gegeben, damit du wenigstens bei der Mwst sparen kannst. ?

    Tja, im Ernstfall (und den haben wir ja z. Zt. zumindest für fast alle, die normalerweise von Veranstaltungen leben) beflügeln 50% Abgabenquote allenfalls die do-it-yourself - Konjunktur. Sich heldenhaft dagegen zu stemmen kann dann ganz schnell für bedenkliche Ebbe in der Kasse sorgen.

    Aber sobald die Spalte mit den grünen Zahlen auf dem Kontoauszug sich irgendwann mal wieder zu füllen beginnt werde ich auch wieder tapfer am Bruttosozialprodukt mitwerkeln. Versprochen!

  • Geschäftsfeldverlagerungsidee...

    • billbo
    • 11. September 2020 um 15:50
    Zitat von Tobias Zw.

    Die einen gehen protestieren, schreien Mord und Brand und fordern externe Hilfe, die anderen setzen ihre Talente halt in Bereichen ein, in denen es Geschäft gibt.

    Zitat von skyper

    Bei den "Solo-Selbständigen" frage ich mich zum Teil aber woher diese Lethargie und Erwartungshaltung gegenüber Geldgeschenken von der Regierung herrscht.

    Zitat von audiobo

    Klar, man kann auch z.B. unterqualifiziert arbeitend etwas dazuverdienen - In meinem Fall würde das vllt. gerade einmal die dann notwendigen Betreuungskosten für die Kinder abdecken.

    Eigentlich hat jeder ein bisschen Recht – was allerdings daran liegt, dass das derzeitige Dilemma auf praktisch genau so viele individuell unterschiedliche Lebenssituationen trifft wie individuell Betroffene.

    In der Tat haben auch und gerade eine ganze Menge hauptsächlich jüngere Soloselbständige aus meinem direkten Umfeld und Bekanntenkreis vorübergehend umgesattelt. Einer fährt für 'Flaschenpost‘, einer reinigt Hochhausfassaden, einer verlegt im Akkord Elektroleitungen, einer schafft bei Lidl Logistik, einer hat einen Minigolfplatz übernommen^^, usw. usw.. Die sind und waren sich sehr schnell darüber im Klaren, dass sie (als bislang gut gebuchte 'Freie') vermutlich die Letzten sein werden, die wieder gebraucht werden – sofern ihre bisherigen Auftraggeber bis dahin überhaupt wirtschaftlich überleben.

    Für mich persönlich sieht‘s, knapp 4 Jahre vor offiziellem Rentenbeginn, dagegen ganz anders aus. Einerseits ist 'schackern im Akkord' da keine wirkliche Alternative mehr. Andererseits zahlt sich jetzt die Disziplin vergangener Jahre (nur noch wenig in zukünftigen Elektroschrott, dafür um so mehr in langweilige geschlossene Immobilienfonds u.ä. mit regelmäßiger Ausschüttung zu investieren) in Form eines ansatzweise ausreichenden passiven Einkommens aus. Zusätzlich habe ich das Glück, dass Teile meiner Kundschaft durchaus erfolgreich bemüht sind, zumindest die eine oder andere 'alternative' Veranstaltung durchzuziehen. Insgesamt reicht‘s ganz gut zum Überleben; incl. Aufrechterhaltung der Höchstbeitragszahlungen in die Rentenkasse (diesen Bereich hatte ich über viele Jahre leider sträflich vernachlässigt).

    Außerdem funktionieren trotz fortgeschrittenen Alters Denken und Rechnen noch einigermaßen. Statt irgendwo überqualifiziert und unterbezahlt Stunden zu kloppen, das Geld zu versteuern und den kümmerlichen Rest dann für teure Handwerker auszugeben, erledige ich folglich z. Zt. an Haus und Hof alles mögliche in Eigenleistung, was eigentlich immer schon mal erledigt werden wollte. Vorläufige Erkenntnis: Abwasserleitungen erneuern ist spürbar weniger sexy als Rockbands mischen. Aber zumindest ist es in diesem Fall wirtschaftlich sinnvoll.

    Zusätzlich bin ich es als Selbständiger gewohnt, bei allem immer auch etwaige steuerliche Auswirkungen im Hinterkopf zu behalten. Also habe ich, abgesehen von der eigentlich nicht geplanten (aber sinnvollen) vorzeitigen Realisierung eines schönen Spekulationsgewinns, für dieses Jahr alles stunden lassen, was irgendwie möglich war. Einkommensteuervorauszahlungen sowieso; Krankenkassenbeiträge (außer dem Minimum), IHK, Gewerbesteuervor- und Nachzahlungen – all das ist steuerlich im nächsten Jahr sicherlich bedeutend besser aufgehoben als 2020. Vorausgesetzt natürlich, ab spätestens Mitte kommenden Jahres normalisiert sich die Situation im Veranstaltungsgewerbe wieder nennenswert.

    Aber selbst das kann im Moment ja noch niemand einigermaßen sicher sagen.

    "Leben ist, was sich anstelle dessen ereignet, was wir mal geplant haben." (John Lennon)

    Mit freundlichem Gruß

    BillBo (der seinen derzeit nur höchst sporadisch stattfindenden paar-hundert-Euro Shows hinterhertrauert)

  • Geschäftsfeldverlagerungsidee...

    • billbo
    • 10. September 2020 um 23:35
    Zitat von Tobias Zw.

    Die erwarten immer, dass man ihnen einen roten Teppich bis zu ihrem Pult legt..." -

    Warum sollte unsereins auf die Idee kommen, mit Veranstaltern von Mio Euro Jobs über solche Selbstverständlichkeiten auch noch diskutieren zu müssen?

  • Behringer WING

    • billbo
    • 10. September 2020 um 12:47

    Klar, muss man nicht unbedingt mögen oder gut finden.

    Andererseits: seit nunmehr vielen Jahren bin ich es gewohnt, meine komplette grobe berufliche Jahresplanung aus dem Inhalt diverser Facebook- und sonstiger Internetpräsenzen meiner Kundschaft zusammenzustellen. Muss man auch kein Fan von sein, funktioniert zugegeben aber ganz passabel. Da empfinde ich es beinahe schon als normal, wenn das für Informationen zum technischen Drumherum mittlerweile auch nicht mehr viel anders aussieht. Auch wenn's mitunter mehr aktive Mitarbeit erfordert: insgesamt fühle ich mich so heute durchaus deutlich besser informiert als vor 20 oder 30 Jahren.

    "The times, they are a-changin'" - und leider (oder Gott sei Dank?) tun sie das, ohne uns dafür extra um Erlaubnis zu bitten.

  • Behringer WING

    • billbo
    • 9. September 2020 um 23:43
    Zitat von mfk0815

    wo hast du das her?

    Facebook/ 'Behringer Wing User Group'.

    Zitat von mfk0815

    wie aktiviert man den Test?

    Beim Einschalten 'Home' und 'Meters' gedrückt halten.

    Zitat von mfk0815

    Was kennzeichnet einen positiven Test, als dass man einen „nervösen“ Schirm hat?

    Es werden so lange alle 'Berührungsereignise' gezählt (und mit kleinen Sternchen angezeigt), wie man den Test laufen lässt - sowohl die, die man zum Ausprobieren absichtlich herbeiführt als auch etwaige Fehlereignisse. Letztere sollte/ darf es nicht geben, wenn alles okay ist; kann aber natürlich vorkommen, dass sich nach ein paar Stunden auch mal unbemerkt eine unglücklich aufgeladene Fliege auf den Schirm verirrt oder so was.

    Insbesondere wenn sich mehrere/ viele Fehlereignisse auf einen bestimmten Bereich konzentrieren ist der Schirm defekt. Das sollte man aber auch im normalen Betrieb feststellen - was dann im Zweifel allerdings ganz sicher überhaupt keinen Spaß macht...:rolleyes::D

    Zitat von mfk0815

    Und was macht man wenn man so einen Schirm hat?

    Hardwaredefekt - also austauschen lassen (oder gleicht das Pult umtauschen, wenn's nagelneu ist). In D m.W. über Händler- Gewährleistung in anderen Ländern ist das z.T. anders geregelt (Servicefall beim Hersteller eröffnen).

  • Behringer WING

    • billbo
    • 9. September 2020 um 17:18

    Als ob ich's geahnt hätte.

    Über einen Doppelclick auf die Solotaste für Insert 2 hat noch niemand nachgedacht? Schwach...

    Vermutlich hat U. B. alle fähigen Featuresprogrammierer längst abgeworben =O

    (Aber gut - nach nunmehr 8 Stunden 'Zero Touch Events' ist mein Vertrauen in kapazitive Touchscreens auch wieder ein wenig gewachsen.)

  • Behringer WING

    • billbo
    • 9. September 2020 um 16:37

    Aber offensichtlich auch nur über eine Solo- Taste.

    Da muss also noch ein Trick im Spiel sein, den du dem Entwicklerteam und uns hier mutwillig verschweigst. *finger

  • Behringer WING

    • billbo
    • 9. September 2020 um 13:51

    "Problem": jeder Kanal oder Bus verfügt (abgesehen von den ohnehin vorgesehenen 'Gate'/ 'Comp' Slots) über 2 zusätzliche Insert Plätze.

    Irgendwas ist ja immer - ist schon ein Kreuz in Zeiten, wo 'Features' praktisch nichts mehr kosten.

    Dafür gibt's seit dem letzten Update noch etwas Neues: eine Testfunktion für eine potenzielle 'Nervosität' des Touchscreens. Hintergrund ist, dass wohl mindestens eine Charge von Screens verbaut wurde, die gerne mal von allein losgehen; liebevoll 'Ghostscreens' genannt. Die Tatsache, dass diese Testfunktion jetzt auch öffentlich gemacht wurde, lässt immerhin darauf schließen, dass man im Werk mittlerweile einen Überblick über die Anzahl der möglicherweise betroffenen Geräte hat. Und auch dass genügend Austauschhardware zur Verfügung steht - freiwillig neigt sicherlich kein Hersteller dazu, seine Gewährleistungsabteilung fahrlässig an den Rand ihrer Kapazitäten zu bringen...

    Angeblich trifft das für die eine oder andere frühe Charge zu. 'Meiner' hat Seriennummer 1910.....02 (wenn ich die kursierenden Seriennummern zutreffend deute offenbar der 2. zum Verkauf bestimmte Gerät, der je gebaut wurde8)) und läuft seit ein paar Stunden im Testmodus mit 'Zero Touch Events'. Ich klopf' aber sicherheitshalber mal ein bisschen auf die Holzimitat-Handauflage :/^^.

  • Suche Tensatoren

    • billbo
    • 7. September 2020 um 20:29

    Fachbetrieb für Veranstaltungstechnik --> PA-Verleih

  • L-Acoustics A15/A10 KS21 (Ablöse WiFo ?)

    • billbo
    • 7. September 2020 um 15:47
    Zitat von wora

    je schmaler das lautsprechergehäuse, desto höher ist die frequenz der schallenergie, die um das gehäuse herum gebogen wird und auf der bühne landet - und dann mit den dort befindlichen mikrofonen interagieren kann.

    Selbst das beschreibt das Dilemma nur zur Hälfte. Denn außer dass die Schallanteile unterhalb dieser Frequenz ungehindert Richtung Bühne abgestrahlt werden, gehen genau diese Anteile ja auch in der gewünschten Abstrahlrichtung verloren. Und indem man dem (bewusst oder unbewusst) im Mix entgegenzuwirken versucht, ändert sich das zur Verfügung stehende GBF dann sogar ziemlich drastisch. Genau aus diesem Grund sind 'Stängelchensysteme' untauglich für Beschallungssituationen, bei denen es genau darauf ankommt.

    Bei 57cm Schallwandbreite liegt der -3dB Punkt bei etwa 200Hz. Bei einem 15cm Stängelchen gleich mal bei über 750Hz. Kann man sich ja leicht überlegen was das z.B. für den Versuch bedeutet, einem 2 oder 3 Meter schräg dahinter abmikrofonierten Cello in Zuschauerrichtung außer ein bisschen Kratzen auch noch ein bisschen Ton zu entlocken.

    Was selbstverständlich keinen Hochzeits-DJ davon abhalten wird zu erklären "Bei mir funktionieren die super!" Aber der muss ja auch nicht beschallen - der muss nur laut machen. ;)

  • Behringer WING

    • billbo
    • 4. September 2020 um 23:03
    Zitat von guma

    billbo

    Welches Case nutzt Du für Wing, wenn es mal Gassi darf?

    Das leichteste und einfachste Dings vom T. Eigentlich hatte ich auf was noch leichteres aus Kunststoff spekuliert (gibt‘s manchmal bei den Holländern), aber da tat und tut sich bisher wohl nichts.

    Durch die originelle Formgebung des Gerätes bleibt dahinter und darunter trotzdem jede Menge Platz für diverses Gedöns. Wobei bei mir eigentlich noch nie ein Mischpultcase Gassi gehen durfte, ohne dass ich vorher kräftig daran herumgebastelt und nachgebessert hätte. Fach für Kopfhörer und Talkbackmic (können beide sogar gesteckt bleiben), Schuko-/ USB- Steckdosenleiste, stabiles Aluprofil mit 4x XLR und 2x Ethercon (eine davon durchgeschliffen auf die AES50 A Buchse im Pult, um letztere zu schonen; die andere aufgelöst auf die 4x XLR, um die Spare-Catleitung wahlweise auch für 4x analog nutzen zu können) – alles kein Problem und immer noch richtig viel Platz im Case.

    Dazu ein 25 Euro Multiplexrollbrettchen von Hornbach, welches zufällig genau die richtigen Maße (und erstaunlich vertrauenerweckende 75mm- Rollen) besitzt. Mit 4 Schlossschrauben am Deckel der Bedienerseite befestigt; dann kann man die Angelegenheit zusammen mit dem Lichtkollegen komplett reisefertig machen, noch bevor das Publikum ernsthafte Anstrengungen unternimmt die Halle zu verlassen, oder gar der erste Helfer in Reichweite wäre. Fertig.

    Statt der angedachten 150 Einsätze in diesem Jahr waren‘s bislang knapp 10 – aber das kann und wird sich ja hoffentlich bis zur Rente auch noch mal wieder ändern.

    P.s.: Speichern ist bei mir einfach: ich betreue (hauptamtlich oder als Vertretung) so an die 10 unterschiedliche Acts. Also reichen mir im Grunde genommen 10 Szenen… :)

  • Win-XP auf Win-10 laufen lassen

    • billbo
    • 4. September 2020 um 14:41
    Zitat von secluded

    z.B.:

    https://www.ebay.de/itm/Toshib…-Steuerungen/392925033678


    fertig

    Genau so sehe ich das auch. Hab' z.B. mal so was ähnliches für 25 Euro für des Admins Diskoampel- Programm erstanden. Alles runtergeschmissen, Akku raus und so eingestellt, dass sowohl XP als auch dieses Programm mit 'Strom ein' automatisch starten. Die DJs waren begeistert: "Wow, ein extra Laptop, nur für mich!?"

    Wollen wir zusammenlegen und Wora so'n Ding ersteigern? ^^

    Wora, wärst du bereit die Versandkosten zu tragen?

  • Behringer WING

    • billbo
    • 4. September 2020 um 14:24

    Da haben tatsächlich Viele ein hartnäckiges Verständnisproblem, die gewohnt sind in Effekt Send > Effekt Return zu denken. Dabei ist es eigentlich ganz einfach:

    Die Effekte patcht man grundsätzlich als Inserts in die dazu bestimmten Busse; je nach Geschmack vor oder nach dem Bus EQ. Man kann, wie gewohnt, die Effekt Returns (= den Bus incl. FX) dann auf Inputs routen; z.B. auf die 8 Aux Eingänge (so mache ich es, weil ich bzgl. möglicher Nachbearbeitung der FX Signale manchmal ein bisschen anspruchsvoll bin). Man muss es aber nicht – man hat zusätzlich die Möglichkeit, den Effektbus direkt auf den/ die gewünschten Master zu routen. Dann entfallen die zusätzlichen Nachbearbeitungsmöglichkeiten im Return sowie der gewohnte FX Ret. Fader (die Funktion des letzteren übernimmt dann einfach der Bus Fader); dafür hat man in diesem Fall die (z.B.) Aux-Kanäle für andere Dinge frei.

    Das ist schon das ganze Geheimnis.

    Guma war 'nen Tick schneller, aber jetzt hab‘ ich mir so viel Mühe gegeben...

  • Wegen der Meise

    • billbo
    • 3. September 2020 um 17:14

    Gingen an der Fils und Giengen an der Brenz. Liegen zwar nur etwa eine Stunde Fahrzeit auseinander (na gut, Anfang der 80er mit grenzwertig überladenem 78PS Möbelwagengeschoss 2 Stunden). Aber:

    - in beiden Orten war Schützenfest,

    - in beiden Orten stand ein schönes Festzelt,

    - 'Autotelefon' gab‘s damals allenfalls im Dienstmercedes des Bundeskanzlers.

    Also: Freude über das unerwartet nahezu pünktliche Erreichen des Auftrittsortes, entspanntes Warten auf wen oder was da irgendwann kommen mag.

    Keine 3 Stunden später, noch etwas unausgeschlafen wirkender Festzeltwirt: "Eine Rockmusik? Nein, Jugendabend hatten wir gestern. Heute ist Seniorentag mit Akkordeonorchester."

    Aber Konzerte mit Aufbaubeginn nach Publikumseinlass sind oftmals eh die interessantesten. :thumbup:

  • Behringer WING

    • billbo
    • 3. September 2020 um 00:28

    Fürchtest du als Nichtbesitzer, das Teil demnächst bei Rock am Ring ungefragt vor die Nase gesetzt zu bekommen? :saint:

    Zwar mache ich Anderen gerne mal eine Freude – aber die Sache mit den Hausaufgaben ist zu einem guten Teil der derzeitigen Weltgesundheitslage geschuldet. Und so einige Yamaha– Wälzer der letzten 20 Jahre ruhen - noch immer ziemlich jungfräulich - im heimischen Bücherregal.

    Sieh‘s einfach als eine Art Maos posthumen Teilerfolg: früher™ galt automatisch als Soundgott, wer 'nen XL4 im Lager stehen hatte. Heute ist chinesisches Produktivkapital über verdammt viele mal mehr, mal weniger talentierte Hände verteilt. Und über Erfolg oder Misserfolg entscheiden auf einmal ganz selbstverständlich des Kleinstkapitalisten Fleiß und Geschick.

  • Behringer WING

    • billbo
    • 2. September 2020 um 22:34

    Richtig. Daher, und ausgehend von meinem persönlichen Anwenderprofil, sehe ich auch den fehlenden Editor eher gelassen.

    Bei einem 50.000 ++ Euro Trumm erwarte ich das als Selbstverständlichkeit. Denn das ist die Kategorie, die den tourenden Tonler immer mal wieder ungefragt auf dem einen oder anderen Festival mit 20min. Changeover erwartet. Und da möchte (bzw. muss!) ich mit meinem Setup bis auf die Gains fertig sein, damit die Angelegenheit in Verbindung mit einer ungewohnten Arbeitsoberfläche nicht zwangsläufig zum Desaster gerät. Und so wenig ich das dröge Malen nach Zahlen per Maus und Tastatur auf einem hoffnungslos überfrachteten bunten Bildschirm auch mag – für diese Fälle beiße ich dann im Vorfeld halt notgedrungen in den sauren Apfel namens Offline-Editor.

    Aber hier geht‘s ja um ein geradezu absurd billiges, durchaus treffend als 'Personal Mixing Console‘ beworbenes Werkzeug, für welches der Hersteller nicht mal ein Zwanzigstel der Summe für den stattlichen Festival-Trumm aufruft. Dieses (oder ein vergleichbares) Teil hat heute nahezu jeder halbwegs engagierte reisende Tonler im Kofferraum dabei und entscheidet vor Ort weitestgehend selbst, ob er‘s auspackt oder ob er lieber das örtliche Angebot nutzt.

    Außerhalb der Reisezeit steht‘s dann halt als Fullsize Editor in der Halle oder im Wohnzimmer. Mit dem gewaltigen Vorteil, dass man das Editierte auch gleich mal überprüfen und ausprobieren kann. Macht der Dynamikprozessor tatsächlich das, was ich mir von seinen Zahlen (oder der hübschen Grafik) verspreche? Taugt der XYZ-Hall in der Praxis für die Snare? Ist die von mir konfigurierte Bedienoberfläche wirklich so smart, wie ich mir das vorgestellt hatte, oder lauert da noch erhebliches Verbesserungspotenzial oder gar der eine oder andere echte Stolperstein?

    Genau aus diesem Grund nutzt in der live Tour- und Festivalszene heute kaum noch jemand örtliche Pulte (fly-in Shows und so was mal außen vor). Und das Wing-Ding mit all seinen eingebauten netten Spielereien wird diese Entwicklung noch deutlich beschleunigen.

    Zusammenfassung: wer braucht schon einen Offline-Editor, wenn der benötigte Laptop dafür fast teurer (und nicht wesentlich kleiner und leichter) ist als das echte Pult?

    (Und auch zum fehlenden Manual hab‘ ich deshalb eine leicht abweichende Meinung: so etwas hätte bei all den Möglichkeiten, die diese Geräte mittlerweile bieten, heute eher den Umfang eines stattlichen Lexikons. Und wer die nötige Energie zum selbst Rausfinden und Ausprobieren nicht aufbringt, der wälzt in seiner Freizeit erfahrungsgemäß auch keine zentimeterdicken technischen Dokumentationen oder scrollt sich durch 500 Seiten PDF. So eine Art Online - Stichwortverzeichnis mit dazugehörigen kurzen Erläuterungen wäre vielleicht nicht verkehrt. Aber wie war noch gleich die Sache mit den unschlagbaren Vorteilen des 'Learning by Doing‘? Hier passt das ausnahmsweise mal; und das sogar branchenuntypisch ganz ohne Gefahr für Leib und Leben).

  • Behringer WING

    • billbo
    • 2. September 2020 um 16:41
    Zitat von cloudy

    Bei beiden Lösungsansätzen ist es nun, vllt auch nur für mich, ein Problem, dass ich einen Fader habe, der direkt in diese Gain-Struktur eingreift, da nur Post-Fader an die Outputs geschickt werden kann.

    Genau für solche Spezialwünsche gibt's doch die 'User Signal' Funktion. Da sind die Abgriffspunkte sogar per Default pre. Also:

    - User Signal Input mit dem gewünschter Bus (L, R oder mono L+R; pre oder post) beschicken,

    - gewünschten Output mit dem eingerichteten User Signal beschicken.

    Fertig. Auf diese Weise bekommst du (zur Zeit) z.B. 12 beliebige pre Fader Stereosignale auf beliebig viele Ausgänge.

    Edith: okay, hat sich gerade überschnitten...

  • Behringer WING

    • billbo
    • 28. August 2020 um 08:47
    Zitat von JS-Collect

    C5-COMBINATOR (Multiband-Compressor)

    Zu spät für die epochale Autokinosaison 2020 ;(

  • High pass filter ohne DSP

    • billbo
    • 25. August 2020 um 12:46
    Zitat von Grllle

    Aber gerade dann verstehe ich nicht, warum es so etwas nicht von der Stange zu geben scheint.

    Gibt es doch. Nennt sich Lautsprecher-Controller – da ist alles drin, was man an Schutzfunktionen für den sicheren Betrieb von Lautsprechern benötigt. Und ist heute selbstverständlicher Bestandteil jeder Verstärker-/Lautsprecheranlage oberhalb von 'Küchenradio'.

    Zitat von Grllle

    Musste man Pre-DSP Subs nicht per HPF schützen? Oder hat man es anders gemacht?

    Früher™

    - verstärkte man mit Beschallungsanlagen natürliche Schallereignisse. Kaum eine natürliche Schallquelle (Sprecher, Musikinstrumente) etwa liefert unter 50Hz irgendeinen nennenswerten Signalanteil, den es zu übertragen gälte.

    - war schon das dafür benutzte Mikrofon aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften der erste Lowcut. Und der Ausgangstrafo der Röhrenendstufe der letzte.

    - gab es in Mischpulten durchaus pro Kanal durchstimmbare oder zumindest schaltbare Lowcuts.

    - gab es auch bereits Subsonic-Filter in Form von 1HE 19“ – Geräten. Ich erinnere mich beispielsweise an ein Gerät von MM-Electronics namens EP-130 (oder EP-160?).

    - wurden all diese Gerätschaften in der Regel von (mehr oder weniger) qualifiziertem Fachpersonal zusammengestellt und bedient.

    Heute

    - spielen Laien mit elektronisch erzeugten elektromagnetischen Schwingungen beliebiger Frequenz und Wellenform herum.

    - sind zumindest Hersteller von Lautsprecherchassis über den auf diese Weise generierten stetigen Bedarf an Ersatzlautsprechern und -Cone Kits sicherlich nicht über alle Maßen betrübt. Stichwort: Taschengeldabschöpfung. :)

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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