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Beiträge von billbo

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 3. Dezember 2020 um 13:22

    Neuigkeiten zur Soforthilfe und deren (teilweiser) Rückzahlung, Bundesland NRW:

    Die dazu erhaltene Nachricht besagt, dass die Aufforderung zur Abrechnung und Rückzahlung in den Januar verschoben wird. Gleichzeitig gibt es aber alternativ auch die Möglichkeit, das sofort zu erledigen. Somit kann man also wählen, ob und wie das ganze steuerlich 2020 oder 2021 relevant wird.

    In meinem Fall: da mein Einkommensteuersatz 2020 (wegen beibehaltener hoher Sozialabgaben) bei 0% liegen wird und ich als unverbesserlicher Optimist davon ausgehe, dass sich das 2021 wieder ändert, verbuche ich die gesamten 9000 Euro in diesem Jahr als Einnahme und verschiebe die Rückzahlung aufs nächste Jahr.

    Aber wer weiß – vielleicht trägt das ja lediglich dazu bei, dass für nächstes Jahr ebenfalls 0% fällig werden? :rolleyes:

    Auf jeden Fall fühlt sich das für mich steuerlich gesehen 'richtig herum' an.

    Meinungen?

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 27. November 2020 um 23:08
    Zitat von secluded

    Möbelwagen

    ^^

    Einige waren damals dabei. Und die anderen waren eben nicht dabei. frech*

    Und überhaupt: wer 'The Who‘ noch mit Keith Moon live erlebt hat, der erhebe seine Stimme. Der bedauernswerte Rest möge sich derweil in Demut üben und ehrfurchtsvoll schweigen. *finger

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 27. November 2020 um 15:29
    Zitat von Walgesang

    Ich denke das sowohl unsere als auch die "Veranstaltungswirtschaft" als Ganzes deutlich diverser ist als viele denken

    Und genau deshalb wird die Szene auch nicht untergehen, sondern sich relativ schnell wieder erholen. Wenn auch in so manchen Fällen komplett neu sortiert und aufgestellt.

    Dafür sind unter den heutigen Chefs einfach viel zu viele, für die es vor 40 Jahren ganz normal war, nach 'nem Zwanzigstundentag nachts um halb vier bei Minusgraden auf der Autobahn mal eben noch die geplatzten Hinterreifen des überladenen altersschwachen Möbelwagens zu wechseln. Solche gehen wegen ein bisschen Pandemie nicht so schnell kaputt.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 26. November 2020 um 19:50

    Na ja - ich bin ja eher interessierter (und faszinierter, weil keine Ahnung davon) Beobachter. Aber immerhin trägt's dazu bei, dass ich mir bis auf weiteres keine Sorgen um meine gemütliche beheizte Werkstatt machen muss.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 26. November 2020 um 19:34
    Zitat von audiobo

    Und da gibt es dann auch wieder ganz neue Akteure aus anderen Bereichen (Installation/IT-Dienstleistungen), die sich leider mit dem Audio-Personalbedarf für den Schrank voll Headsets, Dolmetschereinbindung, Intercom, mehrsprachige Sendestreams und konzentrierter Ablaufprobe/Sendekontrolle noch nicht so richtig auseinander gesetzt haben und plötzlich liegt dann doch wieder das geliebte Thema „Budget“ auf dem Tisch :rolleyes:

    Witziger Weise machen die solche Veranstaltungen u.a. seit einiger Zeit regelmäßig für einen der größten deutschen IT- Dienstleister (mehrere tausend Mitarbeiter; Komplettlösungen für Banken, Versicherungen, E-Commerce, E-Mobilität und so was). Die Chefs dort wissen offensichtlich am besten, dass es mit ein bisschen Software und IT-Wissen allein nicht getan ist, sondern dass irgendjemand auch die praktische Arbeit damit anständig erledigen muss. :P

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 26. November 2020 um 12:02
    Zitat von treibsand

    Demzufolge müssten die Konferenzumsätze stark steigen, während der Anteil an Stadtfesten im November deutlich unterdurchschnittlich sein müsste.

    Ich kann dir versichern, dass es zumindest in meinem direkten Kollegenumfeld genau so ist (auch wenn‘s mich persönlich leider nicht oder höchstens indirekt betrifft – aber ich will ja auch lieber coole Bands mischen statt Geld zu verdienen). Die typische VT-Universalbude, die sich jahr(zehnt)elang mit Stadtfesten, Bühnenbau, Tanzschulevents, drittklassigen Galajobs und ähnlichem Kram über Wasser gehalten hat, betreut plötzlich die Corporate Identity Events börsennotierter Konzerne. Und da wird nicht über Stunden- oder Tagessätze diskutiert – die sind froh darüber jemanden gefunden zu haben, der so etwas stemmt und dabei gewohnt ist auch richtig zu arbeiten.

    Jahrelang durfte ich die liebevoll boshaft veräppeln, wenn ich auf dem Weg zum Flughafen oder Luxusnightliner noch kurz beim Gerüststangen laden vorbeigeschaut und lässig mit dem Handgepäck gewunken habe. Jetzt lachen die - und ich gönn‘s ihnen.

    Zitat von wora

    die tatsache an diesen videokonferenzen ist aber leider, dass sich die leute ohne unsere mithilfe einfach selber geholfen haben. viele haben schnell gelernt, wie sie sich auf ihren laptops und iPads irgenwelche kommunikations-software installieren und haben sich dann einfach ohne jede weitere vorbreitung zu großen gruppen zusammengeschaltet.

    Klar gibts die Liga der Zoom Meeting Selbstfahrer ("Das krieg ich auch mit meinem Handy hin“). Aber ein, zwei Nummern darüber geht‘s um 'mal eben‘ zu veritablen Fernsehstudios umgebaute Mehrzweckräume. Incl. professioneller Ausleuchtung, Akustikstellwänden, Ton- und Bildregie im Nebenraum, echtem oder virtuellem Greenscreen, 4-9 Kameras, einem Rack voller Lavalier- oder Headsetsendestrecken, In Ear für Moderator und Produktionsleitung, virtueller Einbindung der Niederlassungsleiter Shanghai und St. Petersburg, mit Video/ Beschallung/ Stehtischen/ Kaffee/ Tee/ Schnittchen ausgestattetem Foyer für die Referenten und sonstige Beteiligte in Wartestellung, usw. usw.

    Das ist 'ne ganz andere Welt. Und im Moment halt eine mit viel Bedarf und wenigen Dienstleistern, die sich das zutrauen und auch tatsächlich hinkriegen. So ähnlich muss es wohl (leider weit vor meiner Zeit;() im Konzert- und Tourneebereich ausgesehen haben, als man mit Boxenstapeln und Rockenroll noch richtiges Geld verdienen konnte.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 25. November 2020 um 21:23
    Zitat von HenrySalayne

    Nein, das ist aber eine Korrelation und keine Kausalität.

    Das kann ich mangels Marktkenntnis nicht beurteilen. Aber ich drück‘s mal so aus: die Tatsache, dass aufgrund einer Notlage binnen kürzester Zeit weltweit sämtliche Konferenz- und ähnliche Industrieveranstaltungen statt wie vorher im gemütlichen Sitzungssaal plötzlich in auf vielfältige Art und Weise realisierter räumlicher Distanz zueinander stattfinden (müssen), hat sicherlich nicht ein weltweites temporäres Überangebot an komplexen Videoregie und -verteilsystemen zur Folge.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 25. November 2020 um 17:28
    Zitat von HenrySalayne

    Das liegt aber nicht an der Konferenztechnikern, sondern einfach an der aktuellen Marktsituation. ;)

    Äh, ja. Und die Marktsituation ist wie sie ist, weil es gerade keinen so nicht vorhergesehenen Bedarf an professionellen Multibildschirmlösungen für kaum zu bewältigende komplexe Konferenzveranstaltungen gibt? :/*finger

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 25. November 2020 um 14:07

    Hmm, mal überlegen.

    Zitat von treibsand

    Weil?!?

    - es sich bei Konferenzen nicht um Publikumsveranstaltungen, sondern in aller Regel um betriebs-/ konzern-/ behördeninterne Arbeitstreffen o. ä. handelt?

    - Die, Corona hin, Lockdown her, selbstverständlich trotzdem stattfinden (müssen)?

    - Für die deshalb derzeit selbstverständlich besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten, die u. a. mit erheblichem technischem Mehraufwand einhergehen?

    - Weshalb die darauf spezialisierten Kollegen zur Zeit eine regelrechte Boomphase erleben?

    Könnte ja sein.

    Versuche beispielsweise mal, bestimmte multibildschirmfähige Grafikkarten zu erwerben. Unverbindliche Lieferzeit: 1. oder 2. Quartal 2021 (hab‘ ich null Ahnung von, ist aber Kollegen aus der gemeinsam genutzten Halle gerade genau so passiert.) Dass das Bürgermeisterbüro dort anruft und anfragt, ob die schöne Konferenzsprechstellenanlage nächste Woche wohl für 2 Tage frei ist, oder ob sie ihre Ratssitzung (die wegen der Auflagen in der leerstehenden Stadthalle statt im Ratssaal stattfinden muss) lieber auf einen anderen Termin legen sollen, gehört mittlerweile fast schon zum Tagesgeschäft.

    Pech für mich und meine derzeitige Auftragslage, dass ich mit diesem Teil der Branche praktisch nie etwas zu tun hatte. Gut für mich, dass die Gestalter der Novemberhilfe (und hoffentlich auch der Dezemberhilfe:saint:) das offenbar verstehen.:thumbup:

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 25. November 2020 um 11:05
    Zitat von Volker

    ... und daher bekommt man als Veranstaltungstechnikbude garnix.

    Kann man so pauschal sicher nicht stehen lassen.

    Hier der entscheidende Auszug aus den ganz offiziellen 'Richtlinien für die Gewährung von Corona-Novemberhilfen (Hervorhebungen von mir):

    Zitat

    (1) Antragsberechtigt sind unabhängig von dem Wirtschaftsbereich, in dem sie tätig sind, Unternehmen einschließlich Sozialunternehmen (gemeinnützige Unternehmen) gemäß Buchstabe C Ziffer 2 Absatz 3 sowie Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb, wenn ...

    c) ihre wirtschaftliche Tätigkeit vom Corona-bedingten Lockdown im Sinne von Buchstabe C Ziffer 2 Absatz 9 wie folgt betroffen ist:

    (i) Unternehmen und Soloselbständige, die aufgrund der auf Grundlage des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten (direkt Betroffene),

    (ii) Unternehmen und Soloselbständige, die nachweislich und regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen (indirekt Betroffene),

    (iii) Unternehmen und Soloselbständige, die regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen (über Dritte Betroffene). Diese Antragsteller müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie im November 2020 wegen der Schließungsverordnungen auf der Grundlage der Ziffern 5 und 6 des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vergleichsumsatz im Sinne von Buchstabe C Ziffer 2 Absatz 8 erleiden, (iv) Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten werden als direkt betroffene Unternehmen angesehen, ...

    Bedeutet: sofern meine Umsätze (nicht nur im November 2019, sondern vor Corona eben regelmäßig) zu min. 80% aus derzeit untersagten Publikumsveranstaltungen rekrutierten (ist bei mir, so wie wohl bei vielen bislang praktisch ausschließlich im Tournee-, Konzert- und Kulturveranstaltungsbetrieb Tätigen zweifelsfrei nachweisbar sogar zu annähernd 100% der Fall), bin ich antragsberechtigt.

    Dass das nicht für alle im Bereich Veranstaltungstechnik tätigen Unternehmen gelten kann ist aber natürlich auch klar. Wer für gewöhnlich die Hälfte seiner Umsätze aus Stadtfesten und die andere aus Konferenzbeschallungen generiert hat hier wohl tatsächlich Pech.

  • Ethik und Job

    • billbo
    • 23. November 2020 um 17:38
    Zitat von ThoSchu

    Und dann gibt es noch Buchungen mit grober Täuschung, bei der sich erst im Laufe des Tages herausstellt, wer Ross und Reiter ist. So mir geschehen.

    Vor Jahrzehnten hatten wir auch mal das Vergnügen: per Telefon und Vorkasse engagiert für eine 'Privatveranstaltung mit Livebands‘. Crew: ein britischer Workingclass Hippie namens Dave (mit Matte, Billy Bragg T-Shirt und Davidstern um den Hals) und ein weißer Rastafari mit Verbindungen zur linksalternativen Reggaeszene. Im Laufe des Nachmittags stellte sich so nach und nach heraus, dass Frisuren und Szenesymbole der übrigen Akteure da so gar nicht zu passen wollten. Nach kurzer Krisensitzung mit dem (ebenfalls überrumpelten) Hallenvermieter und der um Rat gefragten Polizei (war noch die Zeit, als nicht unbedingt jeder ein Handy hatte) wurde beschlossen, die Sache irgendwie durchzuziehen, um unnötigen Stress zu vermeiden. Und aber am nächsten Tag bei der Schlussabrechnung dem Veranstalter freundlich erklärt, dass wir wohl doch nicht die richtige Firma für seine Events sind.

    Irritationen mit 'Links‘ gab‘s dagegen höchstens mal am 1. Mai, zur großen Zeit der 35-Stunden-Woche Demos. Dorthin fuhr man auf direktem Wege von 'Tanz in den Mai‘ aus dem Nachbarort zum Aufbau. In vollem Bewusstsein, dass am Tag der Arbeit keiner der seitens der Gewerkschaft für morgens um 6 zugesagten Helfer erscheinen, geschweige denn auch nur einen Finger krumm machen würde. Aber immerhin waren die Kabel ja noch warm.

    Wenn dort dann um 12:00 mittags von allen Seiten die Transparente mit '"35 Stunden sind genug!“ eintrudelten, lautstark die Ausbeutung der Arbeiterklasse durchs skrupellose kapitalistische Unternehmer- und Bonzentum festgestellt wurde und sich das anschließende fröhliche Beisammensein entgegen aller Abmachungen bis zum Sonnenuntergang zog, schaute man doch schon mal heimlich auf die Uhr und dachte "35 Stunden? Ja, passt – aber irgendwie bin ich bei euch vielleicht trotzdem ein bisschen falsch.“

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 21. November 2020 um 11:43

    Also meine Stammkundschaft, sowohl die örtliche als auch die tourende, scharrt ungeduldig und voller Tatendrang mit den Hufen.

    Kollege Treibsand sieht das ganz richtig. Die große Schwäche der nicht am öffentlichen Subventionstropf hängenden Veranstaltungsszene – das ständige Lavieren (müssen) irgendwo zwischen unverhofftem Reichtum, Hang zur Selbstausbeutung und wirtschaftlichem Desaster – ist gleichzeitig auch eine ihrer großen Stärken. Wer ständig hart am Wind segelt, für den ist ein Jahr totale Flaute in erster Linie ein Langeweileproblem.

    Es wird früher oder später eigentlich aussehen wie immer: einige werden entnervt aufgeben oder haben es bereits. Ein paar Althippies auf und neben der Bühne gehen in den Ruhestand. Andere werden davon profitieren und die Lücken auffüllen. So manch ein vertrautes Gesicht wird das machen, was er schon immer gemacht hat; bloß die GmbH heißt plötzlich anders. So manch ein Kulturverein denkt längst darüber nach, wann und wie man am besten welche potenziellen Sponsoren für den Neustart anbaggert. Und ein paar kreative Geister werden ganz neue Ideen zu verwirklichen versuchen; heißt ja nicht umsonst 'Kreativbranche‘.

    Und das Publikum? Selbst nach dem zweiten Weltkrieg gingen die Leute sofort wieder zum Konzert oder ins Theater. Allein schon deshalb, weil dort geheizt wurde; weshalb konsequenter Weise mancherorts der Eintritt auch per Brikettwährung gezahlt werden konnte.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 20. November 2020 um 13:51

    Faszinierend ist ja, dass das Phänomen Emergenz (viele objektiv dumme Einzelteile oder -organismen können zusammen ein zumindest scheinbar intelligent agierendes Ganzes ergeben) beim Menschen auch umgekehrt funktioniert: viele zumindest offiziell intelligenzfähige Individuen können zusammen offensichtlich eine strunzdumm agierende Masse ergeben.

    Zitat von marcoboy

    Wer glaubt das mit der Impfung das alte Leben zurückkommen wird enttäuscht sein, denn viele weitere vom Menschen verursachte Probleme warten bereits.


    Die Kultur wird eine andere sein, auch weil vieles verschwunden ist.

    Jepp - gestern war's ein bisschen anders als heute, und morgen wird's schon wieder ein bisschen anders sein. Und übermorgen erst recht. Das nennt sich Leben. Mach was draus. ;)

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 19. November 2020 um 20:42

    Von einer ‚Durchimpfung‘ (bis hin zur vielzitierten Herdenimmunität) sind wir auf jeden Fall noch ziemlich weit entfernt, allein schon aus logistischen Gründen. Aber darum geht es eigentlich auch weniger.

    Wenn jedoch diese Impfkampagnen einigermaßen intelligent gestaltet werden (davon gehe ich fahrlässig optimistisch mal aus), dann bedeutet das, dass zunächst neben dem medizinischen Personal die Risiko- und Hochrisikogruppen den Vortritt haben. Das wird dazu führen, dass sich die Zahl der schweren bzw. tödlich verlaufenden Fälle sehr viel schneller verringert als die Zahl der Infizierten insgesamt. Und wenn Übersterblichkeit und Überlastung der Intensivmedizin/ der Gesundheitssysteme kein Thema mehr sind, dann wird es auch zügig zu einer Rückkehr zur Normalität kommen. In der man jedoch noch für längere Zeit mit punktuellen (räumlich und zeitlich) Einschränkungen rechnen muss.

    Jetzt muss es bloß noch so kommen… :/

    Guma, du bist

    a) medizinisches Personal,

    b) regelmäßig auf ominösen Veranstaltungen mit potenziell hoher Virusbelastung unterwegs,

    c) ein alter Sack. Also dreifach – Hochrisikokandidat.

    Machst du dann bitte mal den Anfang?

  • WING -> S16 -> SD16

    • billbo
    • 17. November 2020 um 13:57
    Zitat von videochris

    Ich hatte am Sonntag den Super-GAU:

    Zitat von videochris

    Wie macht das die Mehrheit hier? Ich glaube eher, das man heute nicht mehr so konsequent damit umgeht, da das Thema "Brummschleife" im Digitalzeitalter wohl nicht mehr so akut ist.

    Jeder(!) klassische FOH – Aufbau bekommt seinen Strom aus dem für die Beschallung zuständigen Stromverteiler. Der in aller Regel auf/ neben/ unter der Bühne platziert ist. Über einen separat abgesicherten Stromkreis, an dem absolut nichts(!) anderes hängt, über dessen Zustand ich so gut wie irgend möglich Bescheid weiß, und dessen Sicherung sich jederzeit frei zugänglich an einem mir bestens bekannten Ort befindet. Und das ist, endlich darf ich das Wort auch mal benutzen, absolut alternativlos. Einzige Ausnahme: ich docke mich als Gast an eine bestehende Infrastruktur (Festival, ordentliches Konzertvenue mit professioneller technischer Betreuung) an, bei der ich berechtigt davon ausgehen kann, dass das eben dort genau so geregelt ist.

    Und das ganze nicht nur wegen andernfalls eventueller unerwünschter Potenzialunterschiede, sondern wegen Betriebssicherheit. Wenn ich einen 'Profi‘ sehe, der für sein Pult nach dem Prinzip Zufall irgendwo im Saal nach Strom sucht, weiß ich sofort, mit wem ich‘s da zu tun habe.

    "Warum war denn mitten in der Show auf einmal der Ton weg?" "Ich war zu faul, für eine ordentliche Systemverkabelung zu sorgen, die Steckdose in der Wand da drüben ging auf einmal nicht mehr, und ich habe niemanden gefunden der sich damit auskennt." Geht absolut gar nicht!

    Aber weil gerade so schön im Motz-Modus*finger, hätte ich auch noch eine andere Frage: wenn man schon ein Pult mit mehreren AES50 Anschlüssen zur Verfügung hat – warum verkabelt man dann eine Stagebox neben dem Pult und eine Stagebox an der Bühne auf die potenziell fehleranfälligste Weise als 'Daisy Chain‘, anstatt einen Port für die eine und einen anderen Port für die andere zu benutzen?

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 14. November 2020 um 19:59
    Zitat von Volker

    aber alle Kosten für Halle, LKWs, Sprinter,

    Hast du deine Fahrzeuge abgemeldet?

    Bei den großen Nightlinerfirmen stehen zur Zeit hunderte abgemeldete Luxusbusse auf der Wiese (so jedenfalls vor ein paar Monaten, wie's da jetzt genau aussieht weiß ich mangels aktueller Kontakte nicht); anders als bei den Truckingfirmen kann man da ja nicht mal eben auf Kartoffeltransport umsatteln. Und jeder einzelne davon produziert alleine durch Rumstehen jeden Monat einen fünfstelligen Buchverlust. Abschreibungen sind ja bislang von keinem Hilfspaket abgedeckt.

    Angesichts solcher Zahlen kommen einem die eigenen wirtschaftlichen Probleme dann fast schon niedlich vor...

  • möglichst einfache Software für Mehrspuraufnahmen

    • billbo
    • 14. November 2020 um 14:21
    Zitat von guma

    Problem bei unserer Recorderkarte mit etwas Mischpult drum rum wird mittelfristig sein, dass SDHC Karten noch altertümlicher sind als Labtops. Gut, dass es nur eine Steck-Karte ist und Du nicht gleich das ganze Pültchen wegschmeißen mußt.

    Wenn man da stattdessen irgendwann 'ne 16TB SSD - Lösung reinstecken kann soll's mir auch recht sein. :)

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 14. November 2020 um 14:09
    Zitat von TasteBerlin

    Im Wortlaut ändert sich voraussichtlich noch etwas: von "indirekt Betroffenen" zu "mittelbar Betroffenen", was spitzfindig klingt, aber durchaus bessere Einbindung z.B. von Beschallungsfirmen und Tontechnikern erlaubt.

    Zitat von meister_k

    Jetzt sieht das ganze ja schon wesentlich besser aus.

    Genau diese Präzisierung wurde jetzt vorgenommen, und die Wäscherei als Beispiel musste der üblichen Praxis in der Veranstaltungsbranche weichen. Zitat BMF:

    Zitat

    Antragsberechtigt sind auch Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen.

    So pervers das auch erscheinen mag: der offizielle Lockdown darf jetzt gerne noch länger dauern. Denn meine Kundschaft kann und wird (flächendeckend!) in den nächsten Monaten (noch) keine Tourneen und Konzerte durchführen, da das wirtschaftlich ganz einfach nicht machbar ist; ganz egal ob Lockdown oder 'nur' strenge Hygienerichtlinien. Aber der Unterschied zwischen 1000 Euro Überbrückungshilfe und 75% Umsatzausfallentschädigung kann durchaus gewaltig sein.

    Die angekündigten 'nennenswerten Hilfen'

    Zitat von Marian Humann

    Nennenswerte Hilfen in Aussicht: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/corona-hilfen-105.html

    für die kommenden 6 Monate (max. 5000 Euro insgesamt, sofern ich das richtig verstehe) sehe ich dagegen eher als freundlichen Symbolismus, denn das reicht gerade mal für die Krankenversicherung. Besser als nichts - aber jeder Festangestellte in Kurzarbeit steht damit immer noch deutlich(!) besser da. Ist jedoch immerhin ein Hinweis darauf, dass meine persönliche Einschätzung zum weiteren Verlauf (harter Winter > Beginn der Impfungen > allmähliche Entspannung zum Sommer hin > so etwas wie Normalisierung unter Vorbehalt im Herbst) nicht so weit von dem entfernt liegt, wovon derzeit auch die politischen Entscheidungsträger ausgehen.

    Bleibt zu hoffen, dass sich die klitzekleine einjährige Einkommenslücke bis dahin durch den einen oder anderen Alternativauftrag zumindest ansatzweise etwas auffüllen lässt. Auch wenn Videokabel aufwickeln nach Streamingkonferenzen jetzt nicht unbedingt zu den erfüllendsten beruflichen Tätigkeiten zählen mag. ^^

  • möglichst einfache Software für Mehrspuraufnahmen

    • billbo
    • 13. November 2020 um 00:14

    Ich erledige so was mit 'nem lächerlich billigen Behringer 64-Spur Recorder. Pult ist auch gleich mit eingebaut.

    Ach so, Pult hast du schon? Okay, dann musst du wohl mit altertümlichen Laptoplösungen rumbasteln....

    (Sorry, could not resist. Corona Lockdown Koller? =O)

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • billbo
    • 12. November 2020 um 15:10
    Zitat von treibsand

    Nicht jeder Kram, den das BMF veröffentlicht, macht auf den 2. Blick wirklich Sinn...!

    Aber da sie's nun mal genau so veröffentlicht haben erlaube ich mir als Nicht-Jurist, den Begriff 'faktische Verhinderung meiner Gewerbeausübung' genau so zu verstehen, wie er a) dort steht, und b) sich dies tatsächlich auf die Ausübung meines Gewerbes auswirkt.

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