Ich habe vor kurzem eine, wie ich finde, sehr passende Aussage gehört, die ich mal auf das Thema hier adaptiere:
Es wird nicht der Kampf „Tonler“ gegen „KI“ sein, wohl aber „Tonler, der mit KI arbeitet“ gegen „Tonler, der das nicht tut“.
Ich interpretiere die Entwicklung auch eher so:
- Die Bereiche die man schon seit langem versucht autonom zu gestalten (festinstallierte Selbstbedienungsbeschallung) werden durch KI besser
- Bereiche, in denen man aufgrund der Mischung aus Fachkompetenz und social skills auf menschliches Personal setzt, werden durch KI entlastet, so dass man fokussierter arbeiten kann.
Selbst wenn es "vernünftig" wäre, Menschen an Schlüsselpositionen durch KIs zu ersetzen: Wenn die letzten 3 Jahre eines gezeigt haben, dann dass Menschen keine Vernunftwesen sind.
Menschen wollen mit anderen Menschen persönlich interagieren (sonst wären Webkonferenzen schon vor der Pandemie für die meisten Menschen Alltag gewesen) und:
Entscheidungsträger brauchen auch nicht selten einen (etwas fies ausgedrückt) potenziellen Sündenbock. Ist halt oft einfacher als eigene Fehler einzugestehen. Nicht auszudenken was los wäre, wenn die KI dem Star-Regisseur exakt vorrechnen würde, um wieviel % er seine Cues zu früh oder zu spät durchgibt. Oder wenn die KI vorschlägt ihm/ihr "aus Effizienzgründen" einen eigenen GO-Button zu geben.