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  2. audiobo

Beiträge von audiobo

  • Tischmikrofone Vergleich

    • audiobo
    • 30. Januar 2023 um 00:39
    Zitat von wora

    mikro VOR der PA ist immer eine sehr unschöne situation, in der kein mikrofon wirklich funktionieren muss... da benötigt man mindestens eine sehr ausgeprägte richtwirkung

    Vor allem eine sehr gleichmässige. Ist ja auch schon interessant, dass die Schoeps-Nieren immer wieder mal die Nase vorn haben, auch gegenüber stärker richtenden Mikrofonen.

    Bei den ME36 ist mir ebenfalls schon öfter negativ aufgefallen, wie sehr sich Klangverhalten und (hochmittigfrequente) Feedbackfrequenzen mit wenigen Winkelgrad Unterschied verändern können.

    Das DPA-Konstrukt kenne ich leider noch nicht aus der Praxis, aber der Ansatz „Obenrum Niere - untenrum Hyperniere“ gefällt mir.

  • HD HLS20 vs. KME QH5045 V2

    • audiobo
    • 29. Januar 2023 um 17:53

    Ah ja, 1-Zöller…🤦‍♂️ ist ne Weile her, aber es geht ja ums Konzept, das bleibt auch damit noch bestehen.

  • HD HLS20 vs. KME QH5045 V2

    • audiobo
    • 29. Januar 2023 um 17:41
    Zitat von wora

    da ich die erwähnten interferenzmuster bei nutzung von zwei boxen nicht mehr hören mag bin ich dazu übergegangen, leistungsfähigere einzel-LS mit breiterem abstrahlwinkel zu bevorzugen und diese bei bedarf mit nearfills und/oder outfills zu ergänzen.

    das würde für mich hier eher für die HD sprechen.

    Da gibt es aber durchaus Unterschiede zwischen „irgendwie nebeneinander gestellte Einzel-LS“ und vom Hersteller bewusst arrayfähig konstruierte Konzepte. Siehe z.B. LAcoustic ARCS.

    Die KME nutzen dafür im Hochton ein quer liegendes Kalottenarray, wenn ich mich richtig erinnere.

  • HD HLS20 vs. KME QH5045 V2

    • audiobo
    • 29. Januar 2023 um 12:31
    Zitat von Fux

    Da wird es mit der Abdeckung durch ein Top pro Seite dann etwas mau, bzw. bei zwei nebeneinder kann man entweder so weit anwinkeln, dass sich über die restlichen Frequenzbereich ein schönes Abstrahlpattern ergibt und von 1,5 bis 4,5k eine Lücke in der Abdeckung, oder man winkelt enger, so dass es da passt und nimmt die Überschneidungen in den tieferen und höheren Frequenzbereichen mit mehr Interferenzmustern, aber auch mehr Pegelerhöhung auf Achse in Kauf.

    Hmm, ich meine letzteres hätte ich damals ausprobiert, kam nicht so gut.

    Der Hersteller hat mit dem Gehäuse und der Flughardware den passenden Winkel vorgegeben, daran sollte man sich halten.

  • HD HLS20 vs. KME QH5045 V2

    • audiobo
    • 29. Januar 2023 um 10:18

    Die KME hatte ich mal testweise: Bei Sprache führte ein einzelnes Top pro Seite zu einer sehr guten Sprachverständlichkeit über Distanz (ca. 30m) ohne potentielle Wandreflexionen zu sehr anzuregen.

    Für Musik braucht es aber m.M.n. ein Doppelpack pro Seite, da auch sonst die horizontale Abstrahlung über das Spektrum zu unausgewogen ist.

  • Monitor "einpfeifen" mal anders

    • audiobo
    • 28. Januar 2023 um 22:16
    Zitat von lisa f.

    Nee, aber was ich mir von einem Kollegen abgeguckt habe ist, einen simplen RTA mit zu nehmen um dann die korrekte Frequenz zu ziehen…

    Mit Spectrogramm (z.B. SpectroPro für ios) geht das richtig gut. Trifft exakt und gibt einem mit Pausentaste auch genug Zeit zum ablesen.

    Das mit dem Messmikro hab ich mal probiert, bringt aber nur was, wenn der Hersteller nicht ordentlich gearbeitet hat und man noch irgendwelche fiesen, schmalbandigen Lautsprecherresonanzen wegfiltern muss. Was mittlerweile aber quasi nicht mehr vorkommt.

    Ansonsten, wenn ich die Wedges und deren Abstimmung bzw. die akustische Umgebung nicht kenne gibt es als erstes eine kurze Runde mit Musik aus der Dose - das hilft oft schon mal für breitbandiges Grundtuning.

    Allerdings: Wenn ich eh schon am messen bin und so einen „Sonderfall“ wie Kugelheadset auf Monitor habe, dann mache ich das auch noch schnell mit der Dual-FFT. Funktioniert für den Fall auch ziemlich gut.

  • Fragen zu LV1 - Workflow, Setup, Hardware

    • audiobo
    • 28. Januar 2023 um 16:20
    Zitat von belo

    ...kennt jemand einem Weg das irgenwie sinnvoll zu verlängern. Ziel wäre, ein Delay von bis zu bekommen, um Time Allignment zwischen Mikros (2. und 1. Reihe Chor bei closeMiking) hinzubekommen.

    Bin mir sicher, dass Waves dir gerne noch den Alignmentspezialisten "InPhase" dazu verkauft... ;)

  • Suche Kabeltester mit Kopfhörerverstärker

    • audiobo
    • 22. Januar 2023 um 21:57
    Zitat von guma

    …hat im Gegensatz zum 'Female auf Klinkenkupplung Adapter' Gürtelclip und Lautstärkeregler…

    …braucht aber im Gegenzug für das testen von Geräteausgängen ein kurzes XLR-Patchkabel. Den Gürtelclip habe ich tatsächlich noch nie vermisst.

    (btw.: bei mir erledigt seid vielen Jahren ein und derselbe 4,- -Adapter vom Reichelt diesen Job. Kommt im Handling zwar recht wackelig daher, aber „der gute Neutrik“ hatte schon nach kurzer Zeit irgendwelche Problemchen.)

    Soundbullet hatte ich auch mal im Auge, aber da fehlt mir z.Z. die notwendige Regelmässigkeit in der Anwendung. Für das Geld bekommt man auf der anderen Seite ja schon das ein oder andere Mikrofon oder ein Stream Deck + o.ä.

  • Linetester/Signalanzeige

    • audiobo
    • 18. Januar 2023 um 23:13

    Kopfhörer plus XLR-f > Klinke-f - Adapter ; da hörst du sogar ob die Leitung tatsächlich symetrisch ist oder einbeinig.

  • TASCAM Sonicview Mixer

    • audiobo
    • 18. Januar 2023 um 18:41
    Zitat von JS-Sound

    Ist zwar OT - aber das SQ hat sich die Pegelanzeige ja auch gespart.

    Da gefällt mir die Anzeige im Display deutlich besser als die RGB Anzeige über eine LED....

    Bzgl. Kontrast halte ich dagegen.

    SQ kenne ich (da gibt‘s teilweise ein anderes Problem), ist gut wahrnehmbar - bei den GR-Anzeigen im ScribbleStrip von Yamaha QL/CL hingegen muss ich schon explizit hinschauen.

    Mehrfarbig könnte das beim Tascam funktionieren, sieht aber eher nicht so aus.

  • TASCAM Sonicview Mixer

    • audiobo
    • 18. Januar 2023 um 11:34

    hmm jaaa… beim reinzoomen und genau hinschauen… :/  X/

    Sorry, geht gar nicht.

    Zitat von Pulenk

    Ohne adäquates Kanal-Metering fehlt mir ein wichtiger Anreiz, bei wenig Kanälen nicht das Tablet zu benutzen...

    Auch das scheint den Bildern nach nicht zu helfen.

  • TASCAM Sonicview Mixer

    • audiobo
    • 17. Januar 2023 um 21:49

    Sieht das nur für mich so aus oder haben die es tatsächlich geschafft den grössten Nachteil des 01V96 in ein aktuelles (Live?)-Pult zu implementieren? Wow…

    (die Rede ist von fehlenden Pegelanzeigen pro Kanalzug und nein, eine extra Meteringpage ist kein adäquater Ersatz)

    Aber tolles Marketing-Geschwurbel… :/

  • Clipping vermeiden (Leistung verringern

    • audiobo
    • 17. Januar 2023 um 08:24

    P.S.: Die verschiedenen Arten von Leistungsangaben (Sinus/RMS/Musikleistung/PMPO/etc.) lasse ich an der Stelle mal unkommentiert. Ändert eh nichts an der Ausgangslage.

  • Clipping vermeiden (Leistung verringern

    • audiobo
    • 17. Januar 2023 um 08:21

    Aber 21W sind gegenüber 70W doch nur 30%…

    iron


    Ernsthaft:

    Das Clipping entsteht nicht durch die Fehlanpassung „Leistung Verstärker“ zu „BELASTBARKEIT Lautsprecher“ (dieser hat nämlich keine Leistung, höchstens einen Wirkungsgrad)

    Wie dem auch sei: Das Clipping ab 60%-Reglerweg deutet auf eine Fehlanpassung zwischen Zuspielgerät (CD-Player o.ä.) und Verstärker hin.

    Ist aber auch egal, selbst wenn man das ändert, wird die unverzerrte Maximallautstärke nicht mehr. Aber dann kann man zu leise Quellen wiederum nicht mehr vollaussteuern.

    Wenn mehr Lautstärke dein Ziel ist, brauchst du entweder andere Lautsprecher (evtl. niedrigere Impedanz - ACHTUNG: Verstärkerspezifikation beachten - oder höherer Wirkungsgrad) und/oder einen anderen Verstärker. Wobei, selbst wenn du die 70W ausreizt, kommst du nicht einmal auf die doppelte Lautstärke. Weder messtechnisch und schon gar nicht subjektiv.

  • Damals war alles besser …

    • audiobo
    • 16. Januar 2023 um 12:19
    Zitat von Lesekopf

    Und auf einer rein subjektiven Ebene hat Technik die zwei oder drei mal so alt ist wie ich einfach etwas spannendes.

    Das ist, glaube ich, der springende Punkt

    (Funktionstüchtige) Dampfloks und ähnliche Antiquitäten sind auch faszinierende Geräte, im Alltag möchte aber heutzutage wohl keiner mehr darauf angewiesen sein.

  • Bus in Bus Routing

    • audiobo
    • 14. Januar 2023 um 22:39
    Zitat von robert müller

    Hier käme dann unweigerlich irgendwann die Fehlermeldung "DSP-Ressourcen alle".

    Ja und? Es sollte ja nicht "zusätzlich zu den normalen Mixbussen" sein, sondern die ganze Verwaltung aller Gruppen (und dazu zähle ich auch Mixbusse) würde in diesem Fenster ein Zuhause finden - inkl. Übersichtsanzeige der "Members" einer Gruppe. Die Menge möglicher Gruppen/Sammelschienen sollte natürlich entsprechend der Pultklasse angemessen dimensioniert sein.

    Zitat von robert müller

    Außerdem hätte das andere ungewünschte Auswirkungen, wenn z. B. ein Kanal in der DCA und bereits auf einem anderen Bus ist. Der Send zum Bus wurde ja bisher durch die DCA beeinflusst, und das fiele dann plötzlich weg.

    Das ist dann aber wieder so ein "Wir müssen den User vor sich selber beschützen"-Argument, welches auch schon mal aufgegriffen wird, wenn es um das Thread-Ursprungsthema "Bus-to-Bus-Routing" geht (wg potenziellem internen Feedback). Endet meist in Resignation oder Workaround.

    Da wären wir tatsächlich beim nächsten Vorteil der digitalen Welt: Mit einem einfachen Check der betroffenen Parameter könnte man einen Sicherheitshinweis verknüpfen. (wäre auch nicht mal halb so nervig wie eine "steal patch"-Meldung wenn man im gerade dargestellten Kanal den Inputpatch ändert :rolleyes: )

    Auch geht es nicht um "Entweder-Oder", sondern darum dass man die Funktionen innerhalb einer Gruppe kombinieren kann. Die Herausforderung an das UI ist dann eher, wie man möglichst übersichtlich die Möglichkeit umsetzt, einzelne Members von bestimmten Funktionen auszuschliessen.

    z.B. GRP Vocals:

    Ist sowohl DCA wie auch Mixbus (weil, soll ja noch durch den teuren externen Kompressor laufen oder für einen einfachen Stem-Mitschnitt oder, oder...) und Sidechain-Key für's Ducking der Rhytmusgitarren

    Jetzt sollen aber die Returns der Zumischeffekte (Hall, Delay, DoublingFX,...) ebenfalls mit durch den Mixbus, damit auch sie mit bearbeitet/aufgezeichnet/... werden. Die dürfen aber wiederum keinesfalls durch den DCA beeinflusst werden und im SidechainKey will ich die auch nicht.

    mögliche Lösungsansätze:

    A) ich erstelle 2 Gruppen (1x DCA, 1x Mixbus)

    B) der Softwaredesigner des Pultherstellers hat für einzelne Gruppen-Funktionen in den einzelnen Kanalzügen ein "Opt-Out" vorgesehen.

    Bei dem momentanen Stand der Technik gibt es nur Lösung A und die Sidechain-Geschichte fällt in den meisten Fällen eh unter unter den Punkt "Resignation".

    Zitat von robert müller

    Aber aus der DCA nen Mixbus machen wäre so, wie wenn du aus deinem Paar Hände (manipulieren Dinge) plötzlich einen Magen (verarbeitet Dinge) machen wolltest.

    Das mag vllt. signaltechnisch nicht ganz unwahr sein - aber wir sprechen hier immer noch von einem Werkzeug und da geht es schliesslich idR um eine optimierte "Handhabung" *finger ;)

  • Bus in Bus Routing

    • audiobo
    • 14. Januar 2023 um 01:18
    Zitat von wora

    mir geht es darum, dass digitalpulte mit jedem evolutionsschritt immer auch etwas komplexer werden.

    Nun ja, echte Evolution reduziert aber auch gerne auf das Notwendige und perfektioniert dieses dann. Stell dir mal vor, wir hätten für jede Anwendung ein separates Paar Hände (1 Paar zum essen, 1 zum schreiben, 1 um damit auf Bildschirmen herumzudrücken, 1 zum Autofahren usw.)

    Und jetzt stell dir mal vor, du hättest am Mischpult nur noch 1 Menü für alle Gruppen und jede Gruppe könntest du (auch im laufenden Betrieb) in ihrer Funktionalität erweitern und anpassen:

    - bisherige DCA-Gruppe soll gemeinsam in bestimmten Parametern regelbar sein? - "Create Linkgroup"

    - Link-Gruppe soll doch noch in einen Mixbus gehen? - "Create Mixgroup"

    - DCA-Gruppe soll eine gemeinsame Sidechain-Summe für ExtKey-Inputs erzeugen? - "Create SC-Key"

    - In einem Subgruppen-Mixbus müssen plötzlich 2-3 einzelne Signale im Pegel separat angepasst werden? - "Change to variable send" (und zwar ohne dass dabei alles auf -00 gestellt wird!!)

    - In der Routingübersicht nervt die inhaltlich nicht mehr nachvollziehbare Reihenfolge aufgrund ständig neu formulierter Anforderungen bei den Gruppen und Ausspielwegen bzw. mittlerweile überflüssiges soll ans Ende? - "Rearrange GRP by titel/number"

    Das wäre in meinen Augen Evolution. Analog undenkbar. Digital nur eine Frage des Wollens und sauberer Programmierung.

    Klar geht das auch wie bisher: Immer genügend Busse bereit halten, zur Not irgendeinen Workaround zurecht basteln, akzeptieren dass manches eben nicht geht. Oder dass man für sein bevorzugtes Gruppensetting in 3-4 Menüs herumfuhrwerken muss. Solange die Optik der Vintage-Compressor-Emulation stimmt ist doch alles in Butter und total up-to-date...

  • Danley J3-94 Eigenbau - Schaltung

    • audiobo
    • 13. Januar 2023 um 12:39
    Zitat von oton

    Ich würde es anders formulieren:

    ".... daß der Anteil an Idioten die sich freiwillig das Kreuz kaputtmachen deutlich zurückgegangen ist"

    Sind trotzdem noch genug. Meist auch noch die die‘s erfunden haben und für die der pure Körpereinsatz alternativlos ist.

    Btw.: Ergonomie:

    Der Hirnschmalz mancher Casebauer/Verpackungskünstler hat garantiert auch so manchen Wirbel auf dem Gewissen. (Stahlplatten im Case/Gibo u.ä.)

    Vom Director stacken (mind. zu 2., ab 3x18“ drunter zu 3.) habe ich übrigens nie Rücken gehabt, Reihenweise PS15 o.ä. auf Stativ oder kleinere Club-PA mit schlecht balancierten Griffen hingegen hat zur gleichen Zeit öfter mal seinen Tribut gefordert. Und auch aktuell Groundstack mit V ist jetzt keine ergonomische Überlegenheitslösung.

  • Bus in Bus Routing

    • audiobo
    • 11. Januar 2023 um 22:40

    Entschuldige, ich meinte mit kleinteilig wohl eher so etwas wie "in der Gesamtanwendung zu verstreut zu konfigurieren".

    Ich beschwere mich bei Digico auch nicht grundsätzlich über den Multichannel an sich (wobei die Umsetzung etwas an sich hat, über das ich bei den paar Gelegenheiten fast jedes mal drüber stolpere, weil Parameter dann doch nicht so verlinkt sind wie ich es erwarte (= evtl. nicht eindeutiges optisches Feedback???)), sondern darüber, dass man 2 Varianten implementiert hat, um mehrere Kanäle zu koppeln, anstatt die Gang-Funktion entsprechend zu erweitern. (= Doppelmoppel)

    Zumal das Ganging seit langem herstellerübergreifend eine allgemein bekannte und akzeptierte Funktion ist.

    (Persönliche Anmerkung: Tatsächlich habe ich den Multichannel bei seiner Einführung, als ich öfter an einer SD9/8 stand, ziemlich gefeiert, mittlerweile stehe ich dem Ganzen etwas distanzierter gegenüber.)

    Im Grunde sind das doch typische Software-Usability -Probleme: Es werden - teils aus eigenem Antrieb, teils auf Anwenderwunsch - vom Hersteller immer wieder Funktionen hinzugefügt, die auch meistens Sinn machen, aber leider manchmal eben unnötige Redundanzen und/oder ein Übermass an verstreuten Konfigurationsoptionen und somit Unübersichtlichkeit schaffen.

    Für den XY-Fanboy-Poweruser ist das dann i.d.R. kein Problem, der Gelegenheitsnutzer (des entsprechenden Gerätes, damit ist jetzt nicht der ansonsten gewerkefremde Hausmeister-Hilfstechniker gemeint) hingegen tut sich u.U. ein wenig schwer.

  • Bus in Bus Routing

    • audiobo
    • 10. Januar 2023 um 14:51

    wora Dann will ich mich mal an einer Antwort versuchen:

    Erst einmal: die Grundlage kommt ja aus dem Studiobereich. Wenn man als Mixing Engineer für Tonträgerproduktionen einen Auftrag erhält, dann ist die eigene Arbeitszeit ein kostbares Gut - entweder weil man in Pauschalen abrechnet oder weil man sonst womöglich zu teuer wird.

    Daher macht es Sinn, wenn man sich ein Standardsetup zurechtlegt, in dem bereits alle bevorzugten Mischwerkzeuge vorbereitet auf ihren Einsatz warten.

    Hat man dies über eine Art "Gruppenhierachie" gelöst, kann man die angelieferten Audiospuren (heutzutage oft gefühlte 600 Spuren für eine 3 köpfige Kapelle) in Sekundenschnelle über das Routing der entsprechenden Bearbeitungskette zuweisen. Gleichzeitig hat man alle Optionen für verschiedene Gruppenbearbeitung offen, z.B. Buskompression oder für alle denkbaren Sidechaintricks (z.B. frequenzselektives Ducking), ohne dass jeweils in dem Moment etwas extra hinzugestrickt werden muss.

    Diese Zeitersparnis im eigentlichen Mixprozess hilft tatsächlich dem hier

    Zitat von wora

    man läuft bei mehreren subgruppen hintereinander ja schnell in gefahr, dass man sich im eifer des gefechts verheddert und die signale irgendwie overprocessed werden.

    vorzubeugen, da man sich nicht im falschen Moment mit irgendwelchem technischen Blödsinn oder gar Workarounds beschäftigen muss und damit den Fokus verliert.

    Spoiler anzeigen

    Persönliche Anmerkung: Aus diesem Grund würde ich auch gerne mehr flexiblere (aber gleichzeitig intuitive) Pultkonzepte, auch im niedrigeren Preissegment, auf dem Markt sehen. Wenn ich mir anschaue, was in den letzten 20 Jahren bei der Digitalisierung allgemein passiert ist und was davon auf Audiomischpulte übertragen wurde ist das einigermassen dürftig. Eine Rivage z.B. ist von ihrer Grundstruktur her eigentlich ein anachronistisches Monster.

    Dabei wäre maximale Flexibilität UND Intuitive Bedienung ohne 100 User Makros und Konfigurationsmenüs für ein "Personal Setup" gar kein Hexenwerk, man müsste sich nur von ein paar wenigen festgefahrenen Vorstellungen lösen.

    Hinzu kommt, dass sich in den letzten 20 Jahren das sogenannte "Stem-Mastering" etabliert hat.

    Für dieses exportiert man von seinem Mix nicht einfach nur die Summe für den finalen Bearbeitungsprozess, sondern halt Gruppen, sogenannte "Stems". Auf diese Weise kann der Masteringengineer mit frischen Ohren und (hoffentlich) noch besserer Abhörsituation kleinere Unstimmigkeiten in der Gesamtbalance besser korrigieren, als wenn man nur eine Stereodatei mit "einmal allem" bekommt.


    Zurück zu Livepulten:

    Zitat von guma

    Das Beispiel von Audiobo macht für live nur Sinn, wenn in diesen vielen Gruppen auch sinnvolle Bearbeitung stattfindet. Braucht man es nur, um Kanäle zusammen zu fassen um den Mix zu erleichtern und Strips/Layer zu ökonomisieren, kann man das beispielsweise auch mit DCAs und garantiert latenzfrei abvespern.

    Genau. Natürlich macht das dort nur Sinn, wenn man tatsächlich solche Gruppenbearbeitungen durchführt. Nebenbei gibt es auch noch andere Anforderungen, die die Verwendung von Audiogruppen erschweren.

    Was bei Livepulten z.B. eher für die Verwendung von DCAs spricht, ist:

    1. die Möglichkeit eine Gruppe mit unterschiedlichem Signalrouting zu pegeln (z.B. für Konferenzschaltungen, Monitor, Immersive Sounddesign)
    2. die mittlerweile übliche DCA-Spill-Funktion - durch diese hat man die zugehörigen Kanäle so schnell im Zugriff, dass man viele Einzelsignale gar nicht mehr dauerhaft auf der Oberfläche braucht und auch nicht überlegen muss, auf welchen Faderlayer jetzt was liegt.

    Je nachdem was man also macht ist noch die Verwendung von "Gang/Link"-Funktionen oder Multichannels vllt. der passende Weg. Meiner Meinung sind diese ganzen Funktionen aber auf nahezu allen Pulten zu kleinteilig und zu sehr voneinander separiert, also zeitraubend in ihrer Anwendung und Entscheidungsfindung. (z.B. DiGiCo: "nutze ich jetzt lieber das Ganging oder einen Multichannel?" Diese Frage dürfte erst gar nicht entstehen, da die Funktionalität über weite Teile gleich ist. Also sollte es eigentlich eher auf ein Ganging mit Fold-Option und Parameterauswahl hinauslaufen.)

    Schick wäre z.B., wenn bei Yamaha CL oder auch bei A&H und anderen beim Erstellen einer Link-Gruppe automatisch (oder auch optional im Menüfenster wählbar) eine DCA-Gruppe den beteiligten Kanälen zugewiesen würde und man schon nur durch selektieren des DCA-Masters die verlinkten Parameter regeln könnte.


    wora Eine Gegenfrage zum Abschluss:

    Was machst du denn mit deiner Drum-subgruppe?

    Zitat von wora

    darf ich fragen, warum du für toms und blech eine eigene gruppe verwendest?

    ich bearbeite da immer die einzelkanäle und sende die dann in meine drum-subgruppe. das hat mir in meinem bisherigen leben immer vollauf genügt.

    Wenn du Trommeln und Blech getrennt hast, kannst du mit wenigen Handgriffen die klangliche Balance anpassen, z.B. den Becken etwas Schärfe rausnehmen, den Trommeln hingegen etwas mehr Attack geben. Oder dynamisch etwas aneinander anpassen.

    Alles zusammen komprimieren hingegen finde ich live nicht mehr so den Knüller, irgendetwas geht dann immer unter.

    Aber du hast glaube ich auch oft die besseren Musiker am Start... ;)

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