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Beiträge von audiobo

  • I don't need that, 2.0

    • audiobo
    • 4. März 2017 um 04:14

    Dann habe ich scheinbar bisher Glück gehabt... Wenn Zusatzmaterial geordert werden soll, sollte die Dispo dafür aber vorher auch mal das Telefon in die Hand nehmen. Bei "uns" im Clb waren das damals aber eh meist DJ -Sets, der Laden war schon ganz gut ausgestattet.

    Vielleicht war ich als Freelancer aber auch einfach nur nicht oft genug da um mich an Kleinigkeiten aufreiben zu können. ? Die festen Jungs waren da tatsächlich schon nörgeliger...

  • Diskussion über Arbeitszeiten

    • audiobo
    • 4. März 2017 um 03:32

    Was mir noch eingefallen ist: es gibt ja hier auch das Prinzip des unselbstständigen Freelancers - Die meisten Firmen drücken sich allerdings davor solche zu beschäftigen, weil der administrative Aufwand zu hoch ist. Ich könnte mir allerdings vorstellen dass die ein oder andere Handagentur auf der Basis arbeitet. Von den Jungs sehen auch nicht immer alle topfit aus...:rolleyes: Allerdings gibt es auch ein paar, die immer erst mal von der anderen Seite der Grenze anreisen und nicht selten danach auch wieder heim müssen.

    Im übrigen hatte ich in meiner Welt bis jetzt noch nie den Eindruck ich würde jemanden nerven indem ich einen Auftrag nicht annehme. Meistens kommt die Anfrage ja sowieso einfach zu spät. Was eher u.U. passiert ist ein dämliches Timing, wenn die Anfrage/Buchung zuerst recht undefiniert war und man 3 Tage vorher erst in der Crewinfo die Zeiten erfährt. In dem Fall habe ich tatsächlich auch schon den einen oder anderen Job kurzfristig an einen Kollegen abgeben können oder zumindest Stunden einsparen, also früher gehen oder später anfangen. Man muss nur darüber reden und es darf natürlich kein Dauerzustand sein.

  • Vom „Glück gehabt“ zur professionellen Gefährdungsbeurteilung

    • audiobo
    • 4. März 2017 um 03:06

    Ich finde vor allem den Abriss der letzten 25 Jahre sehr interessant - vor allem da es auch aufzeigt wie sich der Informationsfluss verändert hat und was das schon bewirken kann. ?

  • I don't need that, 2.0

    • audiobo
    • 4. März 2017 um 02:59

    Was bitte ist euch denn eigentlich in der Vergangenheit schlimmes passiert dass ihr so am abkotzen seid über (die praktisch immer veralteten) Bühnen-Aufbau-Informationsblätter?

    10 Jahre lang Maultrommel statt Schlagzeug und Protools statt Sänger?

    Mir sagt ja so ein Schrieb folgendes:

    - wie viele Leute (ungefähr) werden auf der Bühne stehen?

    Daraus abgeleitet ergibt sich:

    - brauche ich eher 4 oder eher 8 Monitorwege (immer plus 2 unangekündigte IE)

    - hat mein Stagerack noch auf der Bühne Platz oder stelle ich es lieber daneben (auch wenn ich dann u.U. öfter die Treppe benutzen muss)

    - hat es viel akustischen Kram (= Mikros und Stative) oder viel elektronisches (= potenzielle Steckerleistenorgie, Steckdosen an jeder (un)denkbaren Position notwendig)

    Interessanterweise hat das viele Jahre genau so recht gut funktioniert - Stands und Mics vorbereiten (also auf Stativ an die Seite stellen), spart schon mal bis zu 'ner halben Stunde (je nach Menge und Verpackung), eine umfangreiche Unterverteilungs-/Stromverkabelung 5-10 Minuten - wenn was zu viel ist, kein Problem die Zeit zum wiedereinpacken findet sich IMMER, wenn was fehlt ist das halt noch schnell dazu gestellt.

    Ob da jetzt 2 oder 5 Toms am Drumset hängen ist mir sowas von Wurscht - heutzutage muss man ja keine Kompressoren oder Gates mehr patchen. Solange das Pult genug Kanäle für solche Spielchen hat ist fast alles egal.

  • Yamaha CL/QL/R - v4.1.0 - Update

    • audiobo
    • 3. März 2017 um 23:11
    Zitat von yamahaproaudio.com

    and patch window effect type and channel name displays.

    ...finde ich mal ganz grosses Kino :)

  • Diskussion über Arbeitszeiten

    • audiobo
    • 3. März 2017 um 11:25

    Und ich kenne im Gegenzug sehr viele Festangestellte die sich permanent von der unterschwelligen Angst, dass sie ihre Anstellung verlieren könnten, dazu verleiten lassen doch mehr zu arbeiten als sie müssten. Viele sind sich der gesetzlichen Grundlagen überhaupt nicht bewusst oder scheuen die Auseinandersetzung. Da ich mich vorletztes Jahr wegen einer unrechtmässigen Kündigung in der Familie damit auseinandersetzen musste habe ich dort etwas Einblick erhalten.

    Ghettos gibt es in beiden Fällen und in beiden Fällen basieren sie auf unzureichender Kenntnis von Arbeit-/Auftragnehmer und gleichfalls fehlendem Wissen oder gar Vorsatz bei Arbeit-/Auftraggeber.

    Kontrollieren lässt sich das nicht. Selbst die Grossen der Branche tauchen scheinbar nicht richtig im Focus der zuständigen Ämter auf. Also entweder ist es dann eher ein Glücksfall oder aufgrund unglücklicher Umstände.

    Dem (deutschen) Auftraggeber, der meint ich dürfe nur exklusiv für ihn arbeiten, würde ich genau oben erwähnten Fragebogen zur "Feststellung des Sozialversicherungsstatus" (und zwar die richtige Version) vorlegen mit dem Kommtar "Ich arbeite ja wirklich gerne für euch, ist cool und so, aber ihr solltet eure Haltung dazu noch einmal überdenken, nicht nur bei mir. Wenn ihr mich fest haben wollt, kein Thema, dann aber bitte richtig."

    Allerdings habe ich eher das Gefühl, dass es in dieser Hinsicht viel besser geworden ist, gerade auch aufgrund des ganzen Ärgers der letzten Jahre.

    Btw. wird man hier in der Schweiz seit einiger Zeit beurteilt, wenn man sich selbstständig machen will. Bei mir hiess es dann "Zu wenig Direktkunden, kein nennenswertes Material, blabla, geht nicht." (Ich war ja neu im Land) Und dann: "Gründen sie einfach eine GmbH oder Kommanditgesellschaft, da können sie genau so schaffen wie sie es wollen. Ich weiss, das macht überhaupt keinen Sinn, aber so sind die Regeln nun mal."

    Diese Beurteilung wurde übrigens - im Auftrag der SVA (Sozialversicherungsanstalt) - von der SUVA durchgeführt, welche sich hier in der Schweiz u.a. massgeblich für Unfallprävention am Arbeitsplatz verantwortlich zeichnet.

  • I don't need that, 2.0

    • audiobo
    • 2. März 2017 um 18:10
    Zitat von treibsand

    Stagebox am Schlagzeug, 8er Subcore StageRight, 8er SL, Case mit ausreichend Stativen hochkant in Einzelrohren auf der Nebenbühne bei ausreichend gefüllten Mikrokoffern.

    4-5 Monitore an der Bühnenkante + Drumfill auf 5 Wegen.

    Und dann isses doch die Folklore Gesangstruppe, die 10 Gesangsmikros plus ein paar halbhoch stehende Kondenser für irgendwelche exotischen Saiteninstrumente und ein paar Trommeln mit Schlabberfell benötigt (= 2x Unterverteilung an der vorderen Bühnenkante)

    Wenn ich das vorher weiss, bin ich beim GetIn schon zu 85% mit dem Soundcheck fertig, der Rest ist eher homöopathisch denn richtige Arbeit. Dann kommen alle schneller ins Catering.

    Und ein Blick in die Bühnenanweisung dauert nicht so lange wie das - nur mit einem Namen bewaffnete - Durchforsten von Youtube, Facebook und Konsorten wenn man gerne wissen würde welcher Art die Kapelle am Abend überhaupt ist.

  • I don't need that, 2.0

    • audiobo
    • 2. März 2017 um 11:57
    Zitat von treibsand

    "Bandrider braucht man einfach mal garnicht!" Zumindest in der Liga unter 500pax.

    Also mir zeigt ein Rider (auch veraltet) selbst im kleinen Rahmen, ob ich doch noch eine Unterverteilung mehr brauche und wo ich diese sinnvollerweise schon vor GetIn auf der Bühne hinwerfe - sobald die Kisten der Band auf der Bühne stehen wird`s umständlich und gerade in diesem kleinen Rahmen steht meist viel zu früh viel zu viel (inkl. sich unterhaltender Menschen) auf der Bühne herum.

    Auch eine frühe Einschätzung bzgl. Anzahl der benötigten grossen und kleinen Stative spart mir später Zeit.

    Die Inputliste war vor allem analog hilfreich, da konnte man besser einschätzen wie viel Platz noch auf dem Pult für die Vorband mit ihren 3-4 extra Keyboards/Percussion/Gitarren bleibt.

    Zitat von treibsand

    Die Nachwuchskollegen schreien alle ständig nach Ridern, was ihnen aber nix nützt, weil sie damit nicht umgehen können...

    drum müssen sie´s lernen ;)

    Ist doch gut.

  • Diskussion über Arbeitszeiten

    • audiobo
    • 2. März 2017 um 03:04
    Zitat von billbo

    Seit kurzem habe ich durch Zufall einbisschen Einblick in die 'artverwandte' Filmbranche. Dort läuft'setwas anders als bei uns, aber tendenziell ebenfalls stark inRichtung Eigenverantwortung. Fast alle Mitwirkenden dort sindAngestellte auf Zeit, mit auf die Dauer einer ganz bestimmtenProduktion abgestimmten befristeten Arbeitsverträgen.

    Naja, gerade auch die Film- und Nachrichtenbranche ist vor einiger Zeit bzgl. Scheinselbstständigkeit ja mal ordentlich rangenommen worden. Was zur Folge hatte dass sich einige freie Kameraleute jahrelang mit der DRV vor Gericht prügeln mussten und man auf einmal von seinen Kunden einen schlechten Abklatsch des Fragebogens zur "Feststellung des Sozialversicherungsstatus" vorgelegt bekam - eine höchst fragwürdige Angelegenheit, aber nachvollziehbar wenn ein grosses Medienhaus von jetzt auf gleich alle Fotografen entlässt und als Freiberufler/Selbstständige weiterhin fast zu 100% beschäftigt.

  • Diskussion über Arbeitszeiten

    • audiobo
    • 2. März 2017 um 02:57

    Warum muss das jetzt eigentlich wieder in dieser unsinnig nervigen Selbstständig/Unselbstständig-Diskussion, deren hauptsächlicher Hintergrund in einer vom Staat mangelhaften Gesetzgebung bzgl. Renten- und Sozialversicherungen in Verbindung mit praktisch nicht vorhandener Informationspolitik für Gewerbe-Frischlinge zum genannten Thema liegt, ausarten? Was hat das bitte mit den Arbeitszeiten für einen DIREKTEN Zusammenhang?

    Ich sehe regelmässig (auch sehr junge) Angestellte in unserer Branche, die sich die Stunden nur so um die Ohren hauen und dann mit den Augenlidern auf Halbmast in den Transporter steigen... übrigens auch zuletzt bei deutschen Firmen, als ich mit denen noch zu tun hatte.

    Zum Thema "Angestellte haben ein geregelteres Arbeitsumfeld" kann ich mittlerweile nur noch lachen:

    http://www.srf.ch/news/wirtschaf…eiden-aber-mehr

    http://www.srf.ch/news/wirtschaf…en-ueberstunden

    http://www.srf.ch/sendungen/kass…eglichen-stress

    Als hier vor 2 Jahre der Franken-Mindestkurs von der Nationalbank aufgehoben wurde gab es so eine Panik dass sich Angestellte im industriellen Bereich offiziell bereit erklärt haben ohne Lohnerhöhung länger zu arbeiten.

    Privat habe ich aktuell daheim einen mittlerweile doch erheblichen Diskurs über Arbeitszeiten (annähernd 7 Tage/Woche über 2 1/2 Monate, kein Ausgleich), Stress, fehlende Konzentrationsfähigkeit usw. Wobei diese Punkte nicht auf meiner (selbstständigen) Seite anfallen - klar gibt es mal lange Tage, aber ich nehme mir immer die Freiheit für einen Ausgleich. Dem 20stünder-Auftrag, der heute reinkam, stehe ich so völlig entspannt gegenüber - ich kenne halt den PL, der immer etwas mehr einplant und bzgl. der Heimfahrt kann ich im Zweifel noch den Familienjoker ausspielen. Auch kommt in diesem Szenario keine Höhenarbeit vor.


    Wollt ihr die Menschen wirklich vor sich selbst schützen? Dann verbietet bitte erst einmal jeglichen privaten Einsatz von PKW für den Arbeitsweg, Alkohol und Twitter/facebook-Kommentarfunktionen...

    Hat denn noch jemand hier echte Ideen wie man zu lange Arbeitszeiten mit hohem Gefährdungspotenzial, unabhängig davon auf welcher Basis abgerechnet wird, vermeiden kann?

  • Diskussion über Arbeitszeiten

    • audiobo
    • 27. Februar 2017 um 10:11
    Zitat von ThoSchu

    Wenn jeder, der die Kriterien der Selbstständigkeit nicht erfüllt, Angestellt werden würde, läge die Verantwortung eine Ebene höher, also einfacher zu kontrollieren.

    Dann muss aber auch rigoros kontrolliert werden - ein Grossteil der Arbeitszeitverstösse, die ich so erlebe, werden von Angestellten begangen !!!

    Man lebt für die Firma und in der Branche ist ja eh alles anders. Herzblut im Job ist alles... X/ Ich kann auch die Stellenausschreibungen in denen "Flexibilität" ein wesentliches Qualitätsmerkmal des Bewerbers darstellt mittlerweile nicht mehr sehen.

  • Diskussion über Arbeitszeiten

    • audiobo
    • 26. Februar 2017 um 23:46

    Zu dieser Milchmädchenrechnung hätte ich allerdings noch 1-2 Einwände:

    1) Wie soll die Abbaucrew davon leben können? Mehrere Abbauten pro Abend sind eher unrealistisch, da die meisten auf den selben Zeitraum fallen dürften. Bleiben noch verschiedene Arbeiten über den Tag verteilt, ob sich das positiv auf das Schlafverhalten auswirkt wage ich zu bezweifeln (die gröbsten Schnitzer, allem voran der Sekundenschlaf hinterm Steuer, habe ich bei den Leuten erlebt die den ganzen Tag von einem Job zum nächsten hetzen)

    2) Wenn wir uns über Sicherheit unterhalten, müssen wir uns auch über Qualifikation unterhalten - Qualifikation und Mindestlohn in einem Satz unterbringen zu wollen ist wiederum gewagt.

  • I don't need that, 2.0

    • audiobo
    • 22. Februar 2017 um 14:40
    Zitat von wora

    ach herrjeh, ist es wirklich schon so weit gekommen?

    Das war vor über 10 Jahren schon so - damals waren die Pulte allerdings noch zu 99% analog - was mit dem integrierten 7-Band-Master-EQ, dem zusätzlichen Vitalizer und einem Alesis Midiverb völlig gereicht hat zum weiteren Verunstalten der schlecht gespielten Abfolge von schrägen Tönen, von den Protagonisten selbstbewusst "Musik" genannt...

  • Unfall in Stuttgart

    • audiobo
    • 22. Februar 2017 um 10:50
    Zitat von ThoSchu

    Man kann auch bei Einhaltung aller UVVs leider nicht jedes Unglück verhindern.

    Naja, aber wenn man sich z.B. allein so anschaut wie viele Kollegen trotz IPAF-Schein entgegen des Schulungsinhaltes ohne Sicherung und evtl. zu später Stunde auf dem voll ausgefahrenen Cherrypicker unterwegs sind... :-/

    Tragisch aber alle Mal, umso mehr wenn es da nicht den Ausführenden selber erwischt.


    Wie ThoSchu schon schrieb: passt auf euch auf - und eicht eure Jungs darauf zu achten was über ihren Kopfen so passiert. Auch gewerkeübergreifend.

    Wir arbeiten nun mal nicht 2-dimensional.

  • I don't need that, 2.0

    • audiobo
    • 20. Februar 2017 um 05:56
    Zitat von wora

    dem ersten schlag konnte ich nicht ausweichen, der kam von schräg hinten. hab ich einfach nicht gesehen.

    In diesem Moment wünscht man sich doch den FoH ganz hinten in der Ecke an der Wand - oder eine Etage höher hinter einer dicken Glasscheibe :D

    Ansonsten: Willkommen im Club der Karneval/Fasching/Fasnacht-Geschädigten - wenn du magst, ich kenne da noch Leute die damit ihren Hauptumsatz im Jahr machen - ich selber bin ja seit einiger Zeit aus der Nummer ein wenig raus... :D

  • Midas MR-18 Preispolitik

    • audiobo
    • 19. Februar 2017 um 15:42
    Zitat von gert

    Allerdings gibt das Material schon auch ein wenig Einblick in den Anbieter! Es wird ja dann nicht nur beim Pult gespart, sondern auch beim Kabel, Case, Mikrostativ, Lautsprecher etc. Und in der Summe der kleinen Nervereien ist dann der Gig meist doch Mist.

    Naja wenn ich an letzte Woche denke, hat das Pult oder die Lautsprecherauswahl wirklich nicht besonders viel damit zu tun ob der Gig nervt oder nicht. Was nutzen einem die d&b-Arrays im Dach mit Rechnersteuerung wenn die R70 fratze ist? oder eine VI, wenn die Stecker der 4er Billig-XLR-Stränge an den (eher Oberklasse-) Funkstrecken aus der Buchse rutschen? das 3fach Amprack, wenn es zu Einzelamps umdisponiert wird und dann der Stromverteiler fehlt? Nagelneues Y, wenn die neuen male->female-NL4-Linkkabel nicht dabei sind? 12er Submucos, wo mangels female-Auflösung eine male-Auflösung mit XLR-Genderchanger gepackt wird - ohne zu beachten dass auch die Tourlock-Seite eine Richtung hat? Usw. Daily Dispo Terror...

    Ich weiss aber was du meinst - der kleine Garagenverleiher mag nach der ganzen Technik nicht auch noch in eine gute Unterverteilung investieren. Allerdings schützt auch die Anwesenheit eines Grosspultes davor nicht. Aber das hatten wir ja schon in zahlreichen Riderdiskussionen...

  • Midas MR-18 Preispolitik

    • audiobo
    • 19. Februar 2017 um 14:00
    Zitat von wora

    allerdings ist es meiner erfahrung nach so, dass leute, die bereit sind wesentlich mehr geld zu investieren, auch oft die leute sind, die sich viel tiefer mit der materie beschäftigen und daher oft wissenstechnisch im vorteil sind.

    Jein. Einerseits hast du recht: Jemand der sich mit der Materie beschäftigt, ist eher bereit für sein persönliches Wohlfühlsetup mehr Geld in die Hand zu nehmen als jemand, der nur was für "mal eben laut-leise" braucht.

    Allgemein erlebe ich es in meiner Welt aber oft genau anders:

    Die grossen, teuren Pulte sowie viele "Standards" werden doch eher von Firmen gekauft hinter denen ein oder mehrere Investoren stecken, teilweise wird auch finanziert. Der Grund für die Neuanschaffung liegt dabei oft genug in Ausschreibungen, Systemgedanken und Finanzierungsmodellen begründet. Die Benutzung widerum obliegt Angestellten und Freelancern, die mit keinem Cent an der Anschaffung beteiligt sind. Das Grundwissen derer bzgl. Signalfluss, Pegelstrukturen, Harmonie- und Frequenzverteilungen ist dazu noch sehr breit gefächert.

    Im unteren bis mittleren Bereich (sagen wir mal bis max. zur PM5D-Klasse) sieht das etwas anders aus, da gibt es mehr "persönliche" Investitionen, meist abseits sogenannter "Industriestandards" wie CL5. Also von X32 über SI Performer, GLD, SD9, PRO irgendwas usw. bis zur dlive. Ob sich dort jemand das bessere und teuere Pult leisten kann hängt nicht nur von der Qualität seiner Arbeit und dem dazugehörigen Auftragsvolumen ab, sondern auch ob er/sie ein halbwegs fähiger Kaufmann ist und nicht u.U. durch unglückliche Umstände (Unterhaltszahlungen, Insolvenzverfahren, Unfall, etc.pp.) kaum etwas vom Einkommen bzw. den Einnahmen übrig bleibt.

    Tatsächlich sehe ich keinen "Wissensvorteil" bei jemandem der eine fette All-in-One-Kiste nutzt gegenüber demjenigen, der sich ein preiswertes System mit Spass am Experimentieren und Hinterfragen zusammenstellt (siehe WW damals mit SAC und guma aktuell mit dem X32-Editor/MixingStation). Was nicht im Umkehrschluss heissen soll dass die Bediener von Dickschiffen nur Idioten wären.

    Ich sehe es eher so, dass man mit den billigen Produkten halt viel eher den Massenmarkt derer, für die es ein mehr oder weniger notwendiges Übel darstellt, sowie den Einsteigersektor erreicht. Das war früher auch schon so, damals konnte man den Preisunterschied allerdings noch viel stärker an der Funktionalität messen.

    Eigentlich ist es wie bei den Musikern: Eine teure Gitarre macht noch keinen guten Gitarristen, ein guter Gitarrist klingt mit (fast) jeder Gitarre.


    bzgl. der billigen Mitbewerber würde ich mehr in Richtung Personal (Qualifikation) und vllt. Materialzustand schauen als auf die Preisschilder der Hardware. Zumindest hier ist das oft der weit ausschlaggebendere Faktor, auch indirekt im DryHire (Personalkosten (Lager, Dispo, Aquise, Geschäftsführung), Raummiete, Fahrzeugunterhalt).

  • Midas MR-18 Preispolitik

    • audiobo
    • 19. Februar 2017 um 09:46

    Andererseits ist nicht jeder der sich ein teureres Mischgerät leisten kann automatisch der bessere Mischonkel...;)

  • Midas MR-18 Preispolitik

    • audiobo
    • 18. Februar 2017 um 10:49

    Und zack - vorbei der Traum vom echten Tablet-Midas zum Behringer-Preis:

  • Digico S21

    • audiobo
    • 18. Februar 2017 um 01:24
    Zitat von wora

    ich hab das pult noch nicht mal in der freien wildbahn gesehen...

    Ich habe bis jetzt weder S21 noch dlive und selbst ein Midas Pro nicht zum selber bedienen vor der Nase gehabt - selbst dieses ominöse ultraprofessionelle Behringer X32 erst einmal, das war vor 4 Jahren oder so - mannmannmann, muss ich ein schlechter Tönler sein... :D

    Zurück zum Thema: wie sind eigentlich die Preamps so? (duckundweg...;) )

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