Ich hatte einen Monitorplatz für Henry Rollins Spoken Word Performance. Ein sm58, vier d&B Max in "mach mal laut"
![]()
Was, keine Sidefills?
Ich hatte einen Monitorplatz für Henry Rollins Spoken Word Performance. Ein sm58, vier d&B Max in "mach mal laut"
![]()
Was, keine Sidefills?
Ja, das hatte ich auch schon mal bei einem einer grösseren Personengruppe damals sehr bekannten Nahost-Politiker (zu der Zeit best buddy des dazugehörigen Staatsoberhauptes): da macht man auch eher Monitor, für 1 Mikro auf Stativ, keine Zuspieler - angemessenerweise neben der Bühne. Der FoH-Sound fällt dann höchstens als Beiwerk raus.
Da war doch auch mal was mit 1 Mic + DJ und Heritage 3000 oder so...
Ein Problem ist, dass viele junge Leute glaub gar nicht mehr wissen, wie etwas richtig klingt.
Wer jahrelang nur über die Smartphonequäke oder über BoomBoom Bluetoothkisten Musik konsumiert, hat keinerlei Vorstellung von ordentlichem Klang.
Ja, früher war alles besser:
Alles anzeigenLetztens hatten wir die Chance mal eine gut gepflegte, weitgehend originale QUADRAL Titan 1 zu hören.
…
Um es kurz zu machen: der Hörtest und die nachfolgenden Messungen fielen vernichtend aus - "…
- der Bass spielte eine wunderbare, aufgedunsene One-Note-Samba bei 40 Hz
- übertönt von einem nervigen, quäkenden Mitteltöner und
- gefolgt von irgendetwas, das Zisch drüber macht
Die Messungen bestätigten das Bild, viel Bumm, Quäck und Zisch.
…
Damals (vor über 30 Jahren) ist das offenbar keinem aufgefallen, und das war ja wohl auch Sinn der Sache. Schwer zu glauben aber wahr - die Titan die wir hier vor uns haben zeigt sehr ähnliche "Charaktereigenschaften" (= Fehler) wie die in der STEREOPLAY 12/1981 so hochgelobte Titan 1. Was steht noch gleich im Fazit:
"Mit ihrem offenen und verfärbungsarmen Klangbild im gesamten Frequenzbereich setzt die Titan neue Maßstäbe für eine Passivbox"
Mal ganz zu schweigen von bei Zimmerlautstärke vor sich hin zerrenden Kassettenabspielgeräten, abgenudelten Schallplattentonabnehmern und den allseits beliebten 15/3-Beschallungsmöbeln… 😉
Herzlich willkommen in der wundersamen Welt der Pauschalaussagen.
Median oder Mittelwert?
Wenn ich das also alles richtig verstehe, dann speichert man in einem Makro mehrere verschiedene bedienschritte, die dann hintereinander abgearbeitet werden.
bzw. parallel, aber ja
Interessant ist das vor allem bei Dingen, die mit der Bedienung zu tun haben - Dinge wie "alle Inserts für's Wavesrack an/aus" könnte man auch über Szenen lösen, aber (m.M.n.) weniger komfortabel und evtl. störend, wenn man die Szenen eigentlich für Showabläufe benötigt.
Das erspart aber trotzdem in vielen Fällen nicht das Personal - bis "irgendeine" KI an die Kundenlaptops (die mit den üblicherweise auch noch gesperrten USB-Ports) gelassen wird um die Powerpoint-Präsentation sauber auf die Bildschirme zu bekommen wird noch viel Zeit ins Land gehen...
(Selbst wenn schon längstens die online Microsoft-KI direkt in den Präsentationen herumpfuscht...)
My2Cent für die nächsten Jahre:
AVB (Audio): Kommend im Bereich komplexere Beschallungsverdrahtung (s. Lacoustic/d&b), vermutlich auch Installation (z.B. Tesira), die für den Nutzer „unsichtbar“ bzw. nicht veränderbar sein soll.
Ravenna: Studio/Broadcast
Dante: Mobile/temporäre Infrastrukturen vom Mic/Stagebox bis Pultausgang/Immersive DSP, Ausbau bestehender Installationen (z.B. mit kleinen Dante POE-Lautsprechern), Installationen die von kleineren bis mittleren „Eher der VA-Technik zugehörigen“ Firmen durchgeführt werden.
AES3: nach wie vor tolles und günstiges Übergabeformat von Pult/Immersive DSP an Endgeräte wie DSP Amps (2/4ch) oder Rekorder/Embedder mit überschaubaren Clockingvarianten.
Was m.E.n. viel wichtiger ist und worauf viel zu wenig Wert gelegt wird (gerade bei den ganzen typischen Dante-Installationen die man so vorfindet):
Trennung von mobiler und stationärer Technik (also quasi „vor“ und „hinter“ dem Mischpult.
Ob als AVB/Dante-Bridge, per AES3 oder extra Dantekarte im QL1-Slot oder meinetwegen Analog: Wenn man mal erlebt hat wie in einer nagelneuen Arenainstallation die Beschallung während eines Hockeymatches aussetzt, (vermutlich, da zeitlich passend) weil im Nebenraum ein neues Gerät an‘s Netzwerk gestöpselt wird, weiss man solche „Zusatzinvestitionen“ in ganz neuem Licht zu sehen.
Wurst Werner moin Christian.
Ich muss zegi leider übrigens recht geben, was die Potis angeht (hatte die bei ihm
mal kurz zwischen den Fingern): das fühlt sich an als hätte man beim Zusammenbau die Muttern vergessen. Wäre vermutlich für alle interessierten gut zu wissen, ob da in der Montage noch der letzte Sonntagsdrink nachwirkte oder ob das zum Konzept gehört.
Es geht mir mehr darum, dass Kreativität & Kunst auch mit menschlichen Unzulänglichkeiten zu tun haben kann. Fehler machen, sich wundern, Potential erkennen, optimieren.
Von der KI als Maschine erwarten die meisten von uns hingegen doch eher schnelle Reaktion, Präzision und Wiederholgenauigkeit, einfach angepasst an sich ändernde Umgebungen. Also eher der Dienstleistungsgedanke.
Dass in der Masse nicht das gleiche Potential an Kreativität erreicht wird ist klar, aber wenn in der Masse den Zufällen kein Platz mehr gegeben wird kann auch nichts neues entstehen. Das ist ja jetzt in Sachen Klanggestaltung mit den ganzen Emulationsplugins im Grunde schon genauso.
Frage zur Kreativität: Wäre eine KI - so wie sie aktuell daher kommt - damals auf die Idee gekommen, dass es ein cooler Effekt wäre die Toms extrem nach aussen zu pannen und so beim Fill von links nach rechts wandern zu lassen?
Vermutlich nicht. Dem allgemeinen Storytelling nach war das ein Aufnahmefehler, den man dann drin gelassen hat.
Es galt ja nicht ein Problem zu lösen.
Btw.:
Ich hab das Lied hier am Ende zum Spaß hereingegeben:
Das Lied war durch Autoplay drin und war def. nicht absichtlich gewählt.
Was zum Teufel hängt ihr denn bitte an einen 12-30Hz-Ausgang? Weisst du eigentlich wie viel Luft da bewegt werden muss?
Wie wär‘s wenn man einfach ne KI in jede Endstufe einbaut? (duckundweg)
Der Analyzer sagt: Dauersinustöne unter 40Hz bei Vollausschlag bis 20Hz runter. Da braucht es auch kein „totkomprimieren“.
Ausser Verzerrungen hört man da auf normalen PA-Subs eh nix mehr.
Du drückst auf den Mix Taster der Gruppe und hast die gleiche Funktion wie auf den DCAs. So belege ich sie momentan oft doppelt.
deswegen wäre ich ja dafür, dass man allgemein Gruppen anlegen und in diesen dann jeweils die Funktionalität (DCA, Mute, Audio-Subgruppe, Link/Gang-Gruppe - auch kombiniert) bestimmen kann.
Außerdem ist bei den Ch-Jobs "Move" nicht mehr dabei.
Jetzt sag bloss, du gehörst zu den gefühlten 0.1%, die überhaupt wissen was das macht… 🤣
Mit KI mischen. Als Hilfsmittel in Form von cleveren Tools. Bin ich dabei, keine Frage. Werden wir als Bedienpersonal dadurch für einen Grossteil der Jobs obsolet? Eher nicht.
KI im Intercom das das Dauergebrabbel zwischen Showcaller und Stagemanager oder Video von den relevanten Cues auseinanderhalten und auf die richtigen Teilnehmer zuweisen kann, das wäre z.B. mal was ![]()
Dein Vergleich hinkt übrigens: Das ist eher so "Verbrenner" vs. "Elektro" - KI ist aber das selbstfahrende Auto.
Btw.: vor 20 Jahren gab es übrigens schon das 01V96. 01V war früher, Promix 01 ist bereits 30 Jahre alt.
KI generierte Inhalte werden per se nicht aufzuhalten sein. Ob als Fahrstuhlmusik, Untermauerung von Werbefilmchen (oder gerade der komplette Werbefilm) oder als Propagandamaterial
Das ist ja heute bereits Fliesbandmaterial das gerne ganz bewusst nach dem Bausatzprinzip zusammengestellt wird.
Das krasse an KI wäre ja eigentlich, dass sich ein "gutes" System von alleine weiterentwickelt und perfektioniert.
Und genau davon sind wir ja noch weit weg. Das wäre eine starke KI wie es sie noch nicht gibt.
ich schrieb ja davon, das es während der show einen trouble shooter gibt.
Mit dem kommst du nicht weit, wenn der überall gleichzeitig sein muss wg Kleinkram.
Ich beziehe mich ja auch nicht auf die gesamte Zukunft, sondern vor allem die „5-10Jahre-Aussage“. Die ist m.E. Blödsinn. Partiell mag es die ersten Schritte dahin geben im Bereich Festinstallation oder bessere Feedbackerkennung in Mischpulten u.ä.
Langfristig steht für die Menschheit viel mehr auf der Kippe. Ich denke da erst mal vor allem an so kreative Jobs wie „Sachbearbeiter“. Oder auch Lokführer, wenn die eh immer nur streiken.
Und aktuell bieten wir ja auch kostenlos unsere Dienstleistung als KI-Trainer z.B. bei linkedin an. Allerdings beziehen sich die meisten Fragen mehr auf den Bereich VA-Management. Vielleicht sollten sich die Agenturen eher mal warm anziehen, die kosten eh mehr als n Typ am Pult...