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  2. simonstpauli

Beiträge von simonstpauli

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 7. November 2022 um 14:22
    Zitat von lisa f.

    in der Regel ist das bei mir die Spare Strecke - denn bei den meisten Produktionen die ich betreue wird es das Kabel nicht tun.

    Aber deswegen haben wir backup, extra Mikros, extra freie Frequenzen etc.

    ...

    Das stimmt, inzwischen gibt es viele Funk-Anwendungen, die ohne Funk gar nicht möglich wären.

    Dennoch gibt es viele Momente in denen ich denke "wäre es nicht besser, wenn wir das ohne Funk machen würden?".

    Ich erinnere mich an einen Schlagzeuger, begnadeter Musiker mit feinem Gehör. Er beschwerte sich über den schlechten Klang seines In-Ears. Die Funkstrecke war eine 2000er Sennheiser. Ich schlug vor, das Ganze verkabelt zu lösen, weil er sich tatsächlich nur ein Mal während der Show vom Schlagzeug wegbewegt hat, um mit der Chefin vorne zu stehen und Congas zu spielen, was entspannt über Wedges zu lösen gewesen wäre. Oder halt drahtlos.
    Er hat es abgelehnt, weil er Angst hatte, in dem Moment zu vergessen, seine In-Ears rauszunehmen bzw. umzustecken. Und das trotz Backliner. Immerhin habe ich es versucht. Ich bin mir sicher, daß die klangliche Erfahrung deutlich besser gewesen wäre.
    Das zeigt, wie allgegenwärtig Funktechnik schon geworden ist, daß oft der Gedanke an kabelgebundene Lösungen nicht der erste ist.

    Es gibt noch andere Beispiele von sich kaum bewegenden Schallquellen, die an sich nur drahtlos versorgt werden, weil es schick und möglich ist.

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 2. November 2022 um 13:45
    Zitat von wora

    IDN, heute erlebt:

    gasttechniker hat ein mischpult dabei, welches nur über WLAN zu bedienen ist.

    ich sage mittags noch: "oh, du mischst tatsächlich nur über laptop?"

    "ja, warum?"
    "ich brauche halt richtige fader, damit ich meine augen auf der bühne lassen kann. ausserdem ist mir das zu unsicher"
    ende des dialogs, er schaut mich ab dem moment gar nicht mehr an... ist aber auch egal, ich habe mit der produktion heute nichts zu tun.

    eine stunde später:

    in unserer halle, in der ich heuite tätig bin, gibt es ein einziges WLAN, das sich aber in einem anderen hallenteil befindet. ich habs auf der bühne gemessen, dort erscheint das signal mit -73dB pegel.

    trotzdem schafft es das mischsystem des gasttechnikers nicht, sich dauerhaft mit der stagebox zu verbinden, es verliert ständig den kontakt.

    zum glück hat sein lichtkollege noch eine GLD im bus... also wir diese aufgebaut, kurz bevor die band eintrifft.

    mit richtigen fadern - und es funktioniert.

    also, mein heutiges IDN: mischpulte, die nur über WLAN zu bedienen sind

    Alles anzeigen

    Das ist schon sportlich, ein Mischgerät mitzubringen, welches sich ausschließlich über WLAN bedienen lässt. Erste Grundregel im Funk: Kabel-Backup bereithalten. Die wird inzwischen sehr häufig gebrochen, auch bei Funkmikrofonen und Funk-In-Ear. Ist aber immer noch aktuell und beachtenswert.

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 29. Oktober 2022 um 22:24

    wora:

    Du solltest eine Nebenkarriere als Reporter in Betracht ziehen. Ich sehe da ein großes Talent!

  • Funkfrequenzkoordination

    • simonstpauli
    • 26. Oktober 2022 um 18:30
    Zitat von wora

    es wäre natürlich schön, wenn man die "sünder" wirklich bekommen würde. wir hatten mal auf der Cebit ein problem und haben das damalige BAPT (vorgänger der RegTP :) ) angefordert. die sagten uns damals: "ach, bis wir den gefunden haben... sie haben ihre frequenzen ja angemeldet (das war damals nötig) - wir erlauben ihnen hiermit, auf andere frequenzen auszuweichen".

    damit hat mal also die koordinierung auf das "opfer" abgewälzt - und hatte selber weniger arbeit. das dürfte eher die realität sein als einen "täter" zu identifizieren und den verstoß zu ahnden.

    meine rerfahrung ist jedenfalls die:

    die bands kommen und bauen ihr zeug auf - und niemand von der band fragt, ob heute noch andere funkstrecken am start sind, die sie evtl. stören könnten...

    Das Aufspüren habe ich ja beschrieben, das funktioniert mit einem mobilen Scanner tatsächlich ganz gut. Das muß die BNetzA nicht mehr leisten.

    Bezüglich der Bands, hier hilft Aufklärung. Unter Anderem, daß aufgrund der Allgemeinzuteilung des Frequenzbereichs für drahtlose Mikrofone die Pflicht zur Koordinierung besteht:

    Aus der Allgemeinzuteilung für das Spektrum 470-608 + 614-698 MHz ("Brot-und-Butter-UHF"):

    "1.5 Frequenznutzungen von drahtlosen Mikrofonen genießen keinen Schutz vor Störungen gegenüber anderen Frequenznutzern drahtloser Mikrofone. Die Frequenznutzer sind verpflichtet, die jeweils im Einzelfall notwendige Abstimmung über den örtlichen Frequenzeinsatz durchzuführen."

    "3.4 Beim Zusammentreffen mehrerer Nutzer finden Einsatzkoordinierungen unter den Frequenznutzern vor Ort statt. Bei größeren Ereignissen kann diese Koordinierung von einer zentralen Stelle, z.B. vom Organisationsbüro des Veranstalters oder eines von diesem Beauftragten übernommen werden."

    "3.6 Der Frequenznutzer ist für die Einhaltung der Zuteilungsbestimmungen und für die Folgen von Verstößen, z. B. Abhilfemaßnahmen und Ordnungswidrigkeiten verantwortlich."

  • Funkfrequenzkoordination

    • simonstpauli
    • 25. Oktober 2022 um 11:25

    Ich hatte mal ein sehr nettes Gespräch mit einem Mitarbeiter bei der RegTP (heute BNetzA). Der war seit den 80ern auf einem Peilwagen und später in der Koordinierung bei Großveranstaltungen, ich hab ihn beim Anmelden von Funkstrecken im Büro getroffen. Die Anmeldung ging schnell, wir haben danach noch eine ganze Weile gesessen und Anekdoten ausgetauscht.
    Er meinte, die einzige Chance, wirklich alle zu erwischen, die potentiell senden könnten, ist harte Security. Es hätte bei ihm genau ein Mal geklappt, beim G8-Gipfel in Heiligendamm. Da hat er sich die Journalisten immer beim Sicherheitscheck gekrallt, den sie sowieso über sich ergehen lassen mussten. Und es gab an sich nur zwei Wege zum Tagungsort, den Molli (sehr zu empfehlen, da mal mitzufahren) und den Seeweg.

    Ansonsten ist es mühsam. Akkreditierung funktioniert halbwegs, je nach Klientel. Was auch hilfreich ist: Störsendersuche mit mobilem Scanner und Richtantenne. Mit Strafen, die vorher vertraglich festgelegt werden. Mit entsprechender Kleidung setzt man als Abteilung Koordination auch direkt ein Zeichen. Das kann sich auf bestimmten Veranstaltungen über die Jahre etablieren, daß am Ende alle wissen: "Keine gute Idee, unangemeldet zu funken". In Deutschland ist es auch eine Frage, ob man nach einem solchen Vorfall überhaupt noch Funkstrecken betreiben darf. Also streng genommen nicht, weil die Pflicht zur Koordinierung mißachtet wurde.

  • Amptown ???

    • simonstpauli
    • 17. Oktober 2022 um 19:34
    Zitat von e-on

    Versteh ich nicht, wie man so ein großes, altes, absolut Up to Date Unternehmen gegen die Wand fahren kann. Vergleichbare Firmen schaffen es ja auch durch die derzeitige Situation.

    (Werden meine Amptown Cases jetzt im Preis steigen ?) :D

    Bei ca. 150 auf der Payroll muß man schon ordentlich Umsatz erwirtschaften, um die Struktur an sich am Laufen zu halten.
    Einer der Hauptkundenkreise (Kreuzfahrtreedereien) befindet sich in einer heftigen Krise, nachdem in den Jahren davor sehr fett gelebt wurde. Das trifft etliche Medientechnik-Zulieferer seit 2020 hart. Neuinvestitionen liegen da gerade nahe Null.
    Im zweiten Hauptgeschäftszweig, der Musical-Welt, läuft es gerade auch nicht so üppig.
    Dazu kommt ein gewisser Brain Drain im Zusammenhang mit dem Aufkommen kleinerer, agilerer Mitbewerber, die das inzwischen auch ganz gut machen.

    Ich denke schon, daß es möglich ist, so eine Firma kurzfristig in die Zahlungsunfähigkeit zu manövrieren. Das Bessere war schon immer der Feind das Guten.

    (Amptown Cases ist eine völlig andere Firma mit einem völlig anderen Kundenkreis. Die Cases werden sicher teurer werden, aber aus anderen Gründen)

  • I want more of...

    • simonstpauli
    • 16. Oktober 2022 um 17:53

    IWMO: Orchesterkaraoke. Ich hatte die Ehre und Freude, diese außergewöhnliche Veranstaltung am Monitorpult zu betreuen.
    Damit würde ich auch auf Tour gehen (aufgrund von einigen Faktoren eher unrealistisch...)

    https://kampnagel.de/produktionen/j…hesterkaraoke-7

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    Mein Star des Abends: Die Karaoke-Maschine!

    EDIT: Und die Überraschung des Tages habe ich auch auf YouTube gefunden.
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  • Amptown ???

    • simonstpauli
    • 16. Oktober 2022 um 17:40
    Zitat von alexanderjoseph

    Amptown insolvent?

    https://www.rws-verlag.de/aktuell/newsti…nzantrag-72797/

    ASC, um es etwas genauer zu machen.

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 2. Oktober 2022 um 01:10
    Zitat von lisa f.

    IDN fast 2 Tage strömender Regen und Helfer die erst 1 Stunde nach Ende Show bei uns eintrudeln. Gna. Ach wie schön sind Open Airs… Zur Vorspeise gab’s am Aufbautag noch einen brennenden Generator. (der redundante Genie). Fa hat dann über Nacht alles getauscht, was dazu führte dass wir alles abschalteten und sich das Gerümpel am Show morgen über Kondensation beschwerte. Außerdem ist mir eine D12 gestorben (zum Glück nur mein Cue Wedge) und vegetarisches warmes Essen gab‘s auch nicht. Alter Schwede. Ich glaube ich hab nächstes Jahr ganz dringend was anderes zu tun.

    Oha, das ist ja ganz schön viel auf einmal.

  • Zukunftsfähige Energiewirtschaft aus Veranstaltungstechnikersicht.

    • simonstpauli
    • 17. September 2022 um 11:33
    Zitat von TomyN

    Die Aufgabe der Netzstabilsierung (N-1) ist eine Aufgabe der Netzbetreiber. Da geht es erstmal nicht um 'lohnt sich'. Wenn jemand mit Stromspeichern Geld verdienen will, dann muss er halt schauen, ob es geht. Eine Garantie für's Geldverdienen gibt's halt aktuell nur bei der Stromerzeugung, egal ob der Strom gebraucht wird oder nicht.

    Es geht immer um "lohnt sich". So funktioniert unser Wirtschaftssystem und also auch das Stromnetz samt Erzeugung und Laststeuerung. Speicherkraftwerke verdienen ja grundsätzlich an der Spreizung des Preises, die immens hoch ist. Bei der Einspeicherung kann er negativ sein, bei der Ausspeicherung ist er auf dem Maximum des Tages. Nur bleibt davon eben bei Anwendung der EEG-Umlage nicht genug übrig, um die Strukturen aufzubauen. Ohne EEG-Umlage würde es sich sogar für Elektroauto-Fahrer innerhalb kurzer Zeit rechnen, das Netz mit zu stabilisieren.
    Grundsätzlich war und ist die EEG-Umlage ein tolles Instrument, um die Erzeugung von Erneuerbaren Energien zu unterstützen, sie ist aber hinderlich bei der Integration der EE ins Stromnetz, dafür brauchen wir zwingend Speicher, die wir seit vielen Jahren schon hätten bauen können. Dann hätten wir jetzt das Strompreisproblem durch teures Gas nicht. Also überhaupt nicht.

    Was für mich unter dem Strich ein IDN ist: Märkte mit Fehlanreizen.

    Märkte optimieren sich sehr effizient im Rahmen der Vorgaben. Und wie diese Vorgaben gestaltet sind, so entwickeln sich die Märkte.
    Ein Beispiel ist die doppelte EEG-Umlage für Speicherkraftwerke.
    Ein weiteres die Slot-Vergabe an Flughäfen. Die hat in der Pandemie dafür gesorgt, daß Tausende Flüge leer durchgeführt wurden, damit die jeweilige Fluggesellschaft ihre Spots nicht verliert.
    Wenn wir genau hinschauen, finden wir noch viel mehr solcher Beispiele.

    Alternativ könnten wir beim Strom von der Marktwirtschaft weggehen und mit Staatsunternehmen arbeiten. Tatsächlich würde ich das für Bereiche der Daseinsvorsorge bevorzugen, Strom, Wasser, Gesundheit, öffentlicher Transport (Bahn, ÖPNV). Ist eine Überlegung wert, nachdem die Versuche der Privatisierung bis jetzt nicht so gut gelaufen sind.

  • Zukunftsfähige Energiewirtschaft aus Veranstaltungstechnikersicht.

    • simonstpauli
    • 16. September 2022 um 20:22
    Zitat von TomyN

    Wobei es durchaus schon Situationen gab, bei denen man den 'Aufladestrom' 'nachgeworfen' bekommen hat. Zahl man dann auch für den aus seinem 'E-Auto Grid' 'rückgespeisten' Strom EEG Umlage?
    ...

    Genau so ist es, man zahlt EEG-Umlage beim Aufladen und man zahlt EEG-Umlage beim Rückspeisen ins Netz. Das ist so bekloppt, daß man sich das zunächst gar nicht vorstellen kann, aber es ist die aktuelle Rechtslage in Deutschland. Würde man das ändern, könnte man mit Elektroautos das Netz stabilisieren und es würde sich für die E-Auto-Besitzer finanziell lohnen. Technisch ist das machbar (der SION z.B. soll die nötige Technik für bidirektionales Laden bereits an Bord haben, erste Versuche dazu liefen bereits erfolgreich), wirtschaftlich derzeit nicht.

  • Zukunftsfähige Energiewirtschaft aus Veranstaltungstechnikersicht.

    • simonstpauli
    • 14. September 2022 um 10:13
    Zitat von TomyN

    Nun ja, der Umgang mit dem Thema Speicherung von aus regenerativ gewonnenen Strom erscheint mir ähnlich. Erstmal fröhlich die Produktion ausbauen, das Speichern wird schon irgendwann kommen.

    Fun Fact: Speicherkraftwerke müssen EEG-Umlage bezahlen. Doppelt. Sie gelten beim Einspeichern als Verbraucher und beim Ausspeichern als Erzeuger. Daher lohnt es sich nicht sehr, solche Speicher zu bauen. In anderen Ländern geht da mehr, siehe Australien, Hornsdale power reserve:
    https://pv-magazine-usa.com/2020/05/20/hor…g-expectations/

    Das ist in Deutschland eine wirtschaftspolitische Entscheidung gegen Speicher, die wir hoffentlich sehr bald ändern. Wir brauchen Speicher dringend.

  • IBC 2022 / What's new

    • simonstpauli
    • 11. September 2022 um 21:14
    Zitat von ThoSchu

    Die IBC nähert sich dem Ende. Ich konnte dieses Jahr leider nicht hin, bin aber gespannt, wie es Teilnehmen gefallen hat und was es zu sehen gab.

    Ich bin gerade darüber gestolpert:

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    Sieht super aus. Damit könnte ich auch meinen Traum vom Home-Office verwirklichen. (vollmodulares Konzept mit wirklich getrennten Einheiten DSP und control surfaces)

  • Das Thema "Wir brauchen Bass!"

    • simonstpauli
    • 13. August 2022 um 00:47

    Ich hatte mal eine Band auf der Bühne, Old school blues mit Harp, Sousaphone und so. Der Bandleader kam zu mir und sagte: "You have nice subs. Can you switch them off, please? You won't need them." Ich war erst skeptisch, hab mich aber darauf eingelassen. Schließlich spielte der Mono-Hang Main PA bis 80Hz runter. Und es war eine Ohren-öffnende Erfahrung.

  • I want more of...

    • simonstpauli
    • 13. August 2022 um 00:41

    IWMO: GSL als PA beim Monitor-Mischen. Von den 18-er Hangs kam auf der Bühne quasi nix an. Gut, die Sidefills müssen potenter sein, weil sie tatsächlich mal relevant benutzt werden können. (Wacken Faster/Harder)

  • Portable 230 V-Batterie für den FOH-Platz. Würde das Sinn machen und eventuelle sogar Probleme beheben?

    • simonstpauli
    • 15. Juli 2022 um 13:39
    Zitat von HenrySalayne

    Das ist tatsächlich vorgesehen. Aber auch wieder maximal unkonkret.


    Das hatte ich nämlich auch noch im Hinterkopf. Die jetzt präsentierte Lösung ist - gelinde gesagt - weit davon entfernt.

    Klar. Veranstaltungen sind ökologisch nicht nachhaltig, aber Nachhaltigkeit hat ja noch zwei weitere Säulen.

    Problematisch ist besonders der häufig unnötige Einsatz von Generatoren. An vielen Veranstaltungsorten wäre genug Leistung aus dem Netz abrufbar, trotzdem bestehen viele Produktionen auf eigne Infrastruktur gespeist mit eigenen Generatoren.

    Anstatt containerweise Akkus anzukarren, könnten hier Akkus ergänzend zur bestehenden Infrastruktur als Fall-Back eingesetzt werden. Stationär spricht m. E. n. nichts gegen die 2nd-Life-Anwendung von alten Akkus; auf Tour sind aber degradierte Akkus nur totes Gewicht, was unnötig durch die Gegend gefahren wird.

    Alles anzeigen

    Das mit dem Rabatt für Low Carbon Travel der Fans hatte ich übersehen. Finde ich gut.

    Degradierte Akkus bedeutet im Automobil-Bereich nicht unbedingt schlechte Akkus. So ein Pack kann durchaus noch 90% der Nennkapazität haben. Allerdings ist das Gewicht wirklich ein Thema, hatte ich noch nicht so auf dem Zettel.
    Wahrscheinlich wäre die beste Lösung im Moment, auf Landstrom zu setzen und den Verbrauch massiv zu reduzieren. Letzteres machen Coldplay ja.

  • Portable 230 V-Batterie für den FOH-Platz. Würde das Sinn machen und eventuelle sogar Probleme beheben?

    • simonstpauli
    • 14. Juli 2022 um 21:36

    HenrySalayne:

    Grundsätzlich ist da schon Einiges dabei.
    Wenn wir die komplette Show aus dem Akkupack fahren, können wir den Akku vorher mit Solar laden (ab Ankunft Produktion). Brauchen also idealerweise weniger Generatorstrom. Die BioFuels sehe ich auch als mäßig relevant an.

    Die Wristbands, naja, da kann man sehen, woher Coldplay kommen. Die wurden ja vorher schon eingesetzt, jetzt zu 80% reused. Konsequent wäre weglassen gewesen. Vielleicht eine Handy-App, die Lichtshow auf den sowieso schon vorhandenen Geräten macht.

    Leider wird am wichtigsten Punkt nicht angesetzt. Das ist die Anreise der Gäste. Die hat den größten Impact. Anreize für Zuganreise, ein Bonussystem vielleicht. Wenn schon mit dem Auto, dann Fahrgemeinschaften.

    Alles so Dinge, aber irgendwo muß man ja anfangen.

    Ein Artikel, der das Ganze noch etwas umfassender beleuchtet (interessant auch der Blick auf das Tourgeschäft, als Covid19 noch China-exklusiv war)

    https://www.popsci.com/story/environm…rt-sustainable/

    Unter dem Strich ist unser Geschäft grundsätzlich schlecht für die Umwelt, machen wir uns da nichts vor. Reduktion ist das Einzige, was wir machen können. Und große Akkus mit Möglichkeiten, irgendwann vielleicht komplett auf Generator-Strom zu verzichten, finde ich da spannend. Gerade, wenn es eine 2nd-life-Anwendung ist.

  • Portable 230 V-Batterie für den FOH-Platz. Würde das Sinn machen und eventuelle sogar Probleme beheben?

    • simonstpauli
    • 14. Juli 2022 um 21:21
    Zitat von instagrid

    Solche Großspeicher sind schon ne coole Sache. Im Prinzip ist eigentlich alles was hilft Generatoren auf Verbrennerbasis abzulösen eine gute Sache. Auch die Idee recycelte Batterien einzusetzen ist super. Die Nutzungsszenarien dafür sind begrenzt, aber wenn die Anforderungen an die Leistung nicht zu hoch ist und ausreichend Altgeräte zur Verfügung stehen, dann weshalb den Batterien nicht ein 2. Leben ermöglichen? :) Der Rollerhersteller unu macht es z.B. so, dass Batterien die nicht mehr den Anforderungen an eMobilität gerecht werden - insb. beim Thema Ladungshaltung - in Solarfarmen integriert werden.

    Was uns bislang halt immer gefehlt hat, ist dass die Speicher tragbar sind (nicht mit Kran oder Gabelstapler, sondern einfach mit einer Hand), möglichst robust sind (z.B. unempfindlich gegen Staub oder Witterung) und dass über eine möglichst universelle Schnittstelle (Schuko bzw Neutrik powercon true) alles funktioniert, was sonst an einer normalen Steckdose betrieben wird. Das scheint auch einigen anderen gefehlt zu haben verlegen*

    VG

    Martin

    Tatsächlich hatte ich einen ziemlich coolen Instagrid-Moment.

    FOH im Aufbau, Strom war aber schon "nice to have" an dem Punkt. Aus irgendeinem Grund war an der Bühne ein kurzfristiges Ausstecken des FOH-Stroms sinnvoll/nötig.
    Also kurz ein Instagrid geholt, anstelle des Feststroms von der Bühne genutzt, die Umsteckzeit über die FOH-USV gepudert. Bühne konnte machen, was sie wollten und FOH hatte durchgehend Strom.

  • Portable 230 V-Batterie für den FOH-Platz. Würde das Sinn machen und eventuelle sogar Probleme beheben?

    • simonstpauli
    • 14. Juli 2022 um 18:33
    Zitat von secluded

    Ich kann mich an 'ne Reportage im TV erinnern, die glaub' ich auch um die ging... - haben die nicht auch autarke Beleuchtungsmasten mit Solar und Akku zum einfach hinstellen !?

    Das kann angehen. Das Konzept ist ziemlich weitreichend.

    https://sustainability.coldplay.com

  • Portable 230 V-Batterie für den FOH-Platz. Würde das Sinn machen und eventuelle sogar Probleme beheben?

    • simonstpauli
    • 14. Juli 2022 um 17:24
    Zitat von julian knödler

    Bredenoord macht das schon länger https://www.bredenoord.com/de/mieten/hybr…ie/battery-box/

    In Verbindung mit der Sonne auch für ganze Festivals machbar https://www.bredenoord.com/de/mieten/hybr…le-solar-plant/

    Stell das ganze eine Woche vor Festival auf, lade ein paar der Container damit und das Ding läuft so grün, dass sogar die grünen als Sponsor auf dem Platz stehen wollen :)

    Tatsächlich ist das die erste Tour, bei der ich von solch einem Konzept gelesen habe. Gibt es noch andere?

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