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Beiträge von simonstpauli

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • simonstpauli
    • 5. Dezember 2020 um 23:47
    Zitat von HenrySalayne

    Wie zeigt man denn die Wirksamkeit eines Corona-Impfstoffes?

    Phase-3-Studie.

    Man impft viele Menschen, Größenordnung ab 10000 in mindestens zwei Gruppen jeweils mit dem Impfstoff-Kandidaten und mit einem Placebo.
    Es gibt auch Studien mit mehr Gruppen, in denen zusätzlich Dosierungen und/oder Abstände für Impf-Sequenzen getestet werden, sowohl auf Wirksamkeit als auch auf Verträglichkeit.

    Danach wartet man darauf, daß sich Menschen aus diesen Gruppen infizieren (kann dauern...)
    Und am Ende schaut man, wie viele sich infizieren und erkranken und wie schwer die Verläufe sind. Wenn Moderna also eine Wirksamkeit von 95% angibt, heißt das, daß es in der Impf-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe nur 5%, tja was (Infektionen, Erkrankungen, schwere Verläufe), müsste man in der Studie genau nachlesen, gab.

    Deshalb mein Einwurf mit den ethischen Bedenken, Risikogruppen bei bereits zugelassenem Impfstoff ein Placebo zu geben. Wenn überhaupt, wird das so gemacht, daß bei einer Zulassung alle Teilnehmer der Placebo-Gruppe diese verlassen können und den Impfstoff bekommen.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • simonstpauli
    • 5. Dezember 2020 um 21:32
    Zitat von ThoSchu

    Und Du glaubst, dass Russland, China o. Ä. sich daran halten?

    China kann seit Monaten keine Impfstoff-Studien machen, weil es kaum Fälle gibt. Die müssten Jahre warten, bis sie genügend Infizierte haben. Ich meine, die haben in ihrer Not ca. 1 Million Arbeiter geimpft, die im Ausland arbeiten, damit sie überhaupt irgendwie an Daten rankommen. Die sind aber auch wieder nicht Risikogruppe. Also gleiches Problem wie bei den Studien aus den USA.

    Und nein, ich denke nicht, daß China oder Russland Risikogruppen Placebos geben würde, wenn eine Impfung zugelassen ist und allgemein Wirksamkeit besitzt. Die würden einfach impfen nach dem Motto "irgendwas wird es schon bringen" Und später vielleicht Vergleichsstudien mit mehreren Impfstoffen machen, um den Besseren herauszufinden.

  • Erfahrungen mit OpticalCon Quad

    • simonstpauli
    • 5. Dezember 2020 um 21:24
    Zitat von wora

    wir haben uns da von der firma Klotz beraten lassen, die uns dann zu einer installateurfirma vermittelt hat, die eng mit Klotz zusammen arbeitet...

    hmmm.

    die idee mit OpticalCon ist aber auf unserem mist gewachsen, weil die kosten für Fibrefox anschlüsse einfach sehr hoch sind. da ist das letzte wort noch nicht gesprochen, aber es könnte halt gut zu unserem bedarf passen.


    was die kompatibilität mit touring-gewerken angeht:

    ich schätze es wird immer gelegenheiten geben, wo der vor ort installierte anschlusstecker nicht passt. man kann es wohl kaum allen echt machen.

    die meisten locations, die ich so kenne, bieten lediglich ein paar kupfer-netzwerkverbindungen per RJ45. das ist der standard.

    Alles anzeigen

    Ich fand es im Longstay-Touring teilweise hilfreich, Strecken mit LC-Buchsen vorzufinden. Die kann man mit Pigtails auf quasi jedes Multimode-System adaptieren.
    Von der Steckverbindung her sehe ich keinen Vorteil von OpticalCon, die Steckzyklen sind identisch, wenn ihr mechanisch halbwegs geschütze Orte für die Patchfelder habt, spricht überhaupt nichts gegen LC.
    Fiberfox ist da auch mit Kanonen auf Spatzen, weil ihr am Ende öfter adaptiert und den Vorteil von Fiberfox, die Robustheit, verliert.
    Weiterer Vorteil von LC: Die Komponenten sind Standardware beim IT-Händler, Pigtails etc sind schnell, einfach und preisgünstig zu beschaffen.

    Also ein Patchpanel, was für mich Vieles abdecken würde:

    4 Doppelfasern LC Multi Mode (Luxus: Pigtails LC-LC, LC-Fiberfox)
    4-8 Kupfer-Netzwerk
    4-8 XLR analog
    4 BNC

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • simonstpauli
    • 5. Dezember 2020 um 21:11
    Zitat von HenrySalayne

    Für die Zulassung eines Impfstoffes muss dessen Wirksamkeit gezeigt werden.

    Die Wirksamkeit, was die Erkrankung bei Infektion betrifft, ist für einige Kandidaten nachgewiesen. Ob Infektionen verhindert werden können (aktiv wie passiv) können diese Studien nicht oder nur sehr begrenzt zeigen.

    Ein Nachweis der Wirksamkeit für Menschen aus Risikogruppen wird schwierig bis unmöglich werden.

    Die waren in den allermeisten Studien zur Zulassung nicht beteiligt.
    Nach der Zulassung eines oder mehrerer Impfstoffe ist es aber ethisch nicht mehr möglich, mit Menschen aus Risikogruppen Studien durchzuführen, weil es dafür eine Placebo-Gruppe geben müsste.
    Es könnte also maximal Studien geben, die verschiedene Impfstoffe vergleichen, was nur begrenzte Erkenntnisse ermöglicht. Und klinische Vergleichsstudien vorher - nachher. Wo dann auch wieder viele Faktoren reinspielen, die nur mit viel Aufwand teilweise rausgerechnet werden können.

    Das wird ein wissenschaftlicher Blindflug, der der Geschwindigkeit der Impfstoffentwicklung geschuldet ist.

  • Erfahrungen mit OpticalCon Quad

    • simonstpauli
    • 5. Dezember 2020 um 10:07
    Zitat von wora

    wir sind gerade dabei Multimode fasern zu verlegen, weil wir bei allen strecken deutlichst unter 500m bleiben. manche wege sind sogar nur 30m, die längste strecke wird um die 100m haben. singlemode ist hier noch nicht nötig.

    natürlich könnten wir das auch mit normalen CAT leitungen machen, aber mit glas fühlen wir uns da einfach für die zukunft sicherer aufgestellt. es ist wirklich viel arbeit, die kabel in unserem haus zu verlegen, das will man nicht alle 10 jahre machen. stellenweise muss man die leitungen wirklich von einbaulampe zu einbaulampe über die decke schieben...

    weil wegen der corona-lage nicht ständig veranstaltungen sind, ergreifen wir jetzt die chance, diese arbeiten in ruhe durchführen zu können.

    zudem legen wir immer 8fach LWL leitungen, also 4 netzwerke in einem kabel.

    zwei davon sind für Audio und Video vorgesehen, der rest ist spare. wir werden Cisco switche mit SFP modulen einsetzen, die in kleine cases kommen. diese werden dann dort im haus angeschlossen, wo sie für die jeweilige VA gebraucht werden.

    an den bodentanks soll dann erstmal nur eine buchse mit opticalCon Quad angebracht werden. das ist einfach effektiver, weil wir immer zwei getrennte netzwerke haben wollen. die OpticalCon Quad einbaubuchsen kommen auch mit den LC steckern vom kabel klar, weil diese hier nicht als doppelstecker ausgeführt sind.

    und an den racks, in denen die switches untergebracht sind, soll es jeweils eine peitsche von LC auf OpticalCon geben.


    kompatibel zu anderen stecksystemen muss es nicht unbedingt sein. für fremdproduktionen stellen wir dann die switche mit ihren RJ45 buchsen zur verfügung - zur FOH position legen wir zusätzlich eine doppelleitung CAT7. das sind dann 6 unabhängige netzwerke.


    zunächst dachte ich ürigens auch spontan an fiberfox.

    doch als wir die preise für die Fiberfox erfahren haben war schnell klar, dass das mit den geplanten 14 anschlusspunkten im haus ziemlich teuer wird. deshalb schauen wir uns gerade nach alternativen um.

    Alles anzeigen

    Wenn ihr schon Kabel verlegt, ist es leider schon zu spät für Firefly. Das hätte Dir gefallen. Ich hab das erst nicht geglaubt, aber die brauchen nur eine Faser pro Netzwerk. Sowohl bei den eigenen Switches als auch bei den SFP-Modulen für Standard-Switche.
    Und haben wirklich gute Lösungen für Video-Übertragungen.
    Und in jedem 4-er Kabel sind 6 Fasern, 2 als Spare.

    Aber nun seid ihr auf Multimode, dann ist es so.

    Meine Abneigung gegen das Verriegelungssystem von OpticalCon basiert auf mehreren konkreten Erfahrungen. Es ist mechanisch anderen Systemen (die genannten Firefly, HMA und Fiberfox) unterlegen. Wenn man es einsetzt, ist es wichtig, daß die Blenden, auf denen die Einbaubuchsen sitzen, wirklich stabil sind.
    Kauft direkt ein Messgerät für die Dämpfung und ein Putzset mit. Später werdet ihr es brauchen. Penibler Einsatz von Schutzkappen versteht sich von selbst.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • simonstpauli
    • 4. Dezember 2020 um 20:51
    Zitat von billbo

    Neuigkeiten zur Soforthilfe und deren (teilweiser) Rückzahlung, Bundesland NRW:

    Die dazu erhaltene Nachricht besagt, dass die Aufforderung zur Abrechnung und Rückzahlung in den Januar verschoben wird. Gleichzeitig gibt es aber alternativ auch die Möglichkeit, das sofort zu erledigen. Somit kann man also wählen, ob und wie das ganze steuerlich 2020 oder 2021 relevant wird.

    In meinem Fall: da mein Einkommensteuersatz 2020 (wegen beibehaltener hoher Sozialabgaben) bei 0% liegen wird und ich als unverbesserlicher Optimist davon ausgehe, dass sich das 2021 wieder ändert, verbuche ich die gesamten 9000 Euro in diesem Jahr als Einnahme und verschiebe die Rückzahlung aufs nächste Jahr.

    Aber wer weiß – vielleicht trägt das ja lediglich dazu bei, dass für nächstes Jahr ebenfalls 0% fällig werden? :rolleyes:

    Auf jeden Fall fühlt sich das für mich steuerlich gesehen 'richtig herum' an.

    Meinungen?

    Alles anzeigen

    Für mich würde es davon abhängen, ob eine relevante Rückzahlung zu erwarten ist und ob und wenn ja in welcher Höhe Zinsen anfallen.

    2021 sehe ich noch nicht so optimistisch. Etwas wird gehen (Theater, Konferenzen, Hauptversammlungen), aber bestimmte Bereiche (Messen, Touring, B2C-Events allgemein) werden lange noch nicht auf 2019-Niveau sein. Bei Festivals weiß ich noch nicht, was meine Glaskugel mir sagen wird. Es gibt ja schon ein paar Konzepte in der Pipeline...

  • Erfahrungen mit OpticalCon Quad

    • simonstpauli
    • 4. Dezember 2020 um 16:20

    Ich kenne nur die Duo aus dem Touring und ich hasse sie hauptsächlich wegen ihrer unzuverlässigen Verriegelung. Einziger Vorteil in meinen Augen: die Kompatibilität mit LC. Dem Quad traue ich diesbezüglich auch nicht mehr zu, weil wahrscheinlich das selbe schwächliche Verriegelungssystem verwendet wird.
    Das klingt ein wenig wie ein Rant, ist es auch, weil ich es so unnötig finde, an dieser Stelle nicht konsequent zu sein. Federn haben im Feld an dieser Stelle nichts verloren.

    Ich bevorzuge wirklich robuste Systeme wie HMA, Fiberfox oder Firefly (wobei das Single Mode ist, aber sehr ausgefuchst, gerade für Video- und Datenverbindungen (Gigabit Ethernet über EINE Faser)

    Wenn es aus Kundengründen der Quad sein soll: immer auf die Verriegelung achten.

  • All Pass Filter in Kanalzügen

    • simonstpauli
    • 26. November 2020 um 20:24
    Zitat von phlownd

    Für manch (übereifrigen) EIN-Käufer kann das aber durchaus relevant werden. Ich höre schon die Fragen:

    • Gibt es kein Pult ohne xyz? Brauchen wir diese Funktion?
    • Ich hab mich schlau gemacht: Hersteller abc hat deutlich günstigere Preise, nur ein paar Features weniger. Können wir hier nicht sparen?

    Genau DAS ist der Knackpunkt.

    Im Verkaufstraining gibt es einen Punkt der heißt "den Kunden nicht aus dem Abschuß rausquatschen", also ihn nicht mit Features verwirren, die er nicht braucht oder für nicht wichtig hält.
    Ein auf maximale Feature-Dichte konzentriertes Marketing ist nicht optimal, wenn man mit Einkäufern zu tun hat. Das sollte also auf der Anwender-Ebene bleiben.

  • All Pass Filter in Kanalzügen

    • simonstpauli
    • 25. November 2020 um 20:12
    Zitat von wora

    vielleicht ist die funktion ja eher für studioanwendungen gedacht?

    ich denke, wenn so eine funktion da ist, muss man sie ja nicht zwingend nutzen.

    aber den verkäufern hilft das vielleicht, denn man kann dann sagen: wir haben das. ob es später benutzt wird oder nicht, ob es vorteile bringt oder nicht, ist dem marketing im endeffekt ja schnuppe. die müssen pulte verkaufen, das ist ihre aufgabe. und was ist für techniker als potentielle kunden besser geeignet, als eine üppige featureliste? ;)

    Eine üppige Feature-Liste ist ein zweischneidiges Schwert.

    Wenn zu viele Features dabei sind, die man selbst nicht braucht, kann auch der Gedanke aufkommen, daß man diese Features bezahlen muß, ohne sie zu nutzen. Und in den allermeisten Fällen bezahlen ja die Mischer die Mischer nicht selbst.


    Ganz so einfach ist Marketing dann doch nicht.

  • All Pass Filter in Kanalzügen

    • simonstpauli
    • 22. November 2020 um 11:09
    Zitat von audiobo

    Warum nicht? Schliesslich ist das, was wir in den Eingängen mit musikalischen Signale anstellen keine ausschliesslich technische, sondern auch immer eine geschmackliche Angelegenheit.

    im Studio werden so ja auch immer wieder bereits seit langer Zeit verschiedene Mikrofone am Gitarrenamp angeglichen. Ich schätze mal, dass hier auch der Ursprung für die Implementation in Digitalpult liegt.

    Da ist auch was dran. Aber auch dann gilt: Einzelkanal-EQ nach der Benutzung des Allpass-Filters nicht mehr anfassen.

    Ich werde das sicherlich mal ausprobieren, wenn ich die Gelegenheit dazu habe.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • simonstpauli
    • 19. November 2020 um 19:37

    Meine Glaskugel sagt übrigens:

    Nächstes Jahr werden nach und nach Impfstoffe verfügbar, anfangs zunächst nur für Hochrisikogruppen und Personen mit großem Ansteckungsrisiko. Für die breite Bevölkerung kann ich mir 2021 keine Impfungen vorstellen.

    Daher denke ich, daß wir im Sommer Outdoor-Versuche machen können, die wir 2020 versäumt haben. Also auf breiter Front Veranstaltungen mit relativ strengen Hygienekonzepten. Im Herbst erwarte ich eine abgeschwächte Version des Herbstes 2020 (3. Welle), mit Glück können wir Veranstaltungen in sehr kontrollierten Umgebungen mit strengen Hygienekonzepten realisieren. Spielstätten müssen anders betrieben werden, als sie es gewohnt sind. Theaterbetrieb mit ständigen Stück-Umbauten ist völlig out in einer Pandemie. (es gibt tatsächlich noch Theater, die das so durchziehen wollen). Man kann ein Stück aufbauen und zwei Wochen spielen, dann eine Woche TE und Endproben für das neue Stück und das dann spielen.

    Internationales Touring sehe ich für 2021 nicht. Nationales sehr begrenzt. Touren sind im Hygienekonzept relativ schwer umzusetzen. Wenn man die Kohorten-Denke konsequent umsetzt, kommt es an vielen Stellen zu Momenten, in denen man feststellt: "So richtig sinnvoll ist das alles nicht". Z.B. bei der local Crew. Helfer für die Tourcrew? Quasi unmöglich. Die Tourcrew ist eine Risiko-Kohorte und muß von anderen Kohorten strikt getrennt werden.

    2022 kann ich mir eine Verfügbarkeit von Impfstoffen für die Bevölkerung vorstellen. Und somit dann auch ab dem Frühjahr eine relative Normalität.

  • All Pass Filter in Kanalzügen

    • simonstpauli
    • 19. November 2020 um 18:46
    Zitat von guma

    Jupp der Trick, wie man das ohne Messen einsetzt, ist mir auch unklar.

    Jemand Ideen dazu?

    mslr?

    TomyN?

    Mir auch.

    Trial and Error ist da nach meiner Einschätzung nicht zielführend.

    Mit Messen hingegen kann es ein hilfreiches Tool sein, wenn man ein paar Dinge beachtet:

    - zwei korrelierte Signale addieren.
    - bei beiden Kanälen den Kanal-EQ fertigstellen
    - kein Dynamic-Processing auf den Kanälen (außer Gates)
    - beide Kanäle mit einem Allpass auf einem der Kanäle und ggf. zusätzlich Delay auf einem der Kanäle in Phase bringen
    - weiteres Processing (show-EQ, Dynamics) auf einer Gruppe, nicht in den Einzelkanälen.

    Könnte ich mir auf einer Tour vorstellen, wenn ich es hinkriege, zwei Mikrophone sehr konsistent an die gleichen Stellen zu platzieren und trotzdem Zeit für tägliche Kontrollmessungen bleibt.

  • Corona-Virus und seine Auswirkung auf unsere Branche

    • simonstpauli
    • 6. November 2020 um 11:54
    Zitat von wora

    dazu muss man aber auch sagen, dass die VA branche da auch zum teil selbst dran schuld war, weil einfach die wenigsten ihre funkstrecken ordentlich angemeldet hatten!
    dazu fällt mir eine kleine parallele ein, die ich letztes jahr mal bei uns erlebt habe:

    bei uns gibt es seit jahren einen skandal mit durch PFC verseuchtes grundwasser. bei einer öffentlichen gemeinderatssitzung bot die stadt an, einige tausend euro für die bürger bereit zu stellen, damit sie das wasser von ihren eigenen brunnen testen können.
    daraufhin meldete sich ein ziemlich erboster bürger über das rückfragemikrofon und beschwerte sich lautstark, dass die bereitgestellten mittel hinten und vorne niemals reichen würden, um alle brunnen zu testen.

    die antwort eines fachmannes der stadt hatte dann eine ziemliche wucht, so dass sich der herr ganz still wieder auf seinen stuhl setzte: "also nach meinen unterlagen sind bei uns im landkreis 30 brunnen gemeldet, dafür genügen die bereitgestellten mittel ganz locker"

    (die zahl habe ich jetzt erfunden, ich weiß sie nicht mehr, aber sinngemäß stimmt es).

    wenn also die meisten brunnen offenbar ohne genehmigung gegraben wurden - woher sollte das amt dann wissen, wie viele brunnen es wirklich betrifft?

    ich hoffe ihr versteht, worauf ich hinaus wollte. so ähnlich war es ja auch mit den funkmikrofonen.


    ansonsten stimme ich deinem beitrag im groben aber durchaus zu. wir werden offensichtlich nirgends wirklich ernst genommen.

    aber man kann sich auch von der selbständigkeit lösen und trotzdem in der branche bleiben.

    so hatte ich ja das glück, zufällig rechtzeitig in eine festanstellung gewechselt zu haben: städtischer veranstaltungsbetrieb, öffentlicher dienst, urlaub, weihnachtsgeld, lohnfortzahlung im krankheitsfall. dazu wertschätzung der geleisteten arbeit - und, was wirklich nicht zu unterschätzen ist: unglaublich tolle kollegen!

    es geht also schon, auch innerhalb der branche finden sich plätze für gut ausgebildete kollegen.

    allerdings könnte es im moment gerade ein schlechter zeitpunkt für eine bewerbung sein.

    Alles anzeigen

    Genau so ist es nach meinen Hintergrundinformationen bei der Digitalen Dividende I gelaufen.

    Die RegTP hat geschaut, wie viele Primär- und Sekundärnutzer in dem Frequenzbereich angemeldet sind.
    Primärnutzer war ja das analoge terrestrische Fernsehen, da konnte man durch Umstieg auf DVB-T das Spektrum effektiver nutzen.
    Bei den Sekundärnutzern kam man auf eine recht geringe Zahl an angemeldeten Funkstrecken, konnte also diesen Feequenzbereich guten Gewissens freigeben.
    Dazu kam auch, daß die Entscheidung auf der WRC 2007 für einen sehr großen Kreis an Ländern getroffen wurde, in denen die Belegung des Frequenzbereiches noch entspannter war. Deutschland hätte also sehr gewichtige Argumente vorbringen müssen, um diese Entscheidung zu verhindern.

  • 15 min Mix Challenge

    • simonstpauli
    • 6. November 2020 um 11:48
    Zitat von erdna

    Sooooo weit weg ist man dann von 15 Minuten aber auch nicht mehr. Es sei denn, man mixt Bad Religion...
    Lass mal rechnen: 1:30 für rough, 4min für den ordentlichen Mix + 2 Songs à 4 Minuten zum verfeinern: 13:30...8)

    Ich denke, dass die Ziele bei einer 1,5min und einer 15min Challenge verschiedene sein könnten/sollten:
    1,5 min für einen Mix der live funktioniert und 15 min für einen Mix, der so gut ist, dass man ihn ins Vinyl schneiden möchte.

    Aber eine gute Idee. Ich probiere mal mit den Multitracks (die ich noch nicht gehört habe) wie weit ich in 90 Sekunden komme!

    Genau so. Worauf ich hinaus will ist die Priorisierung beim Mischen, um an Realbedingungen heranzukommen. Wenn man das oft genug übt, kommt man auch auf feinere Methoden in der persönlichen Pult-Vorbereitung.

  • 15 min Mix Challenge

    • simonstpauli
    • 5. November 2020 um 21:19

    Ernst gemeinte Frage: 15 Minuten muß ein Schreibfehler sein.

    Eine Challenge wären 1,5 Minuten für den Roughmix und maximal einen Song für einen ordentlichen Mix. Dann noch mal zwei Songs zum verfeinern.
    Pult vorbereiten nach Tracksheet, gerne auch mit allen Schikanen, was auch immer sinnvoll erscheint, um schnell arbeiten zu können. Jeder hat ja so seine Vorlieben und Ankerpunkte.
    Linecheck für die Kanal-Gains. Und Go!

    Tatsächlich habe ich mal aushilfsweise für eine kanadische Band zwei Festival-Mixe gemacht. Auf den Festival-Pulten.
    Die hatten tatsächlich einen Festival-Start-Song. Fängt mit E-Piano und Gesang an und baut sich nach und nach auf. Und nach knapp 2 Minuten hat man den Bandmix ganz entspannt fertig, der dann zu 99% das ganze Set über funktioniert. Natürlich mit entsprechender Vorbereitung.

    Wenn man die 1,5-Minuten-Challenge gemeistert hat, kann es einen Schritt weiter gehen.

    Nach 1 Minute kommt der Meßingenieur und teilt mit, daß jetzt schon die Lautstärkereserve für die nächste halbe Stunde aufgebraucht ist und ab jetzt "Rückwärtsmischen" angesagt ist. Nach 2 Minuten kommt der Manager und findet, daß es nicht genug drückt, nach 3 Minuten die Freundin vom Gitarristen, die ihr Herzblatt nicht zu laut genug findet.
    Ziel: ohne Wasserschaden am Pult und ohne Prellungen am Körper vom FOH zum Backstage kommen.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • simonstpauli
    • 31. Oktober 2020 um 11:58
    Zitat von skyper

    https://www.stern.de/wirtschaft/new…lg-9473104.html

    Vielleicht hat ja der eine oder andere Kollege was davon...

    Von uns Solo-Selbständigen hat wohl kaum jemand etwas von diesen speziellen Hilfen (75% vom Vorjahres-November-Umsatz), weil die erst mal nur für direkt Betroffene gelten.
    Wir sind ja überwiegend Dienstleister für direkt oder indirekt betroffene Firmen.

    Beipiel: Meine abgesagte Theatertour. Die geschlossenen Theater, in denen wir Vorstellungen gespielt hätten, könnten diese Förderung bekommen. Ich als Dienstleister nicht. Mein Geschäft wurde ja nicht untersagt, es läuft nur im November noch schlechter als seit März sowieso schon.

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 22. Oktober 2020 um 19:40
    Zitat von ThoSchu

    Aktuelle Zahlen gibt es doch immer hier: https://www.intensivregister.de/#/intensivregister

    Und der Verlauf stimmt mich nicht besonders zuversichtlich.

    Die Intensiv-Belegung steigt derzeit mit ca. 7% (Wochenmittel), bei gleichbleibender Steigerung ist in 30 Tagen die (theoretische) Kapazitätsgrenze erreicht, in 44 Tagen die Grenze inclusive Notfallreserve.
    Da reden wir natürlich von rein theoretischen Kapazitäten weil die Belegung regional ist und sicher nicht jedes als frei gemeldete Intensivbett mit ausreichend Personal versehen werden kann und/oder auf einer Corona-Station stehen kann.
    Diese Zahlen sind also der Best Case, da wir davon ausgehen können, daß hier keine nennenswerten Reserven mehr aktiviert werden können.
    Wenn ich jetzt einrechne, daß die Intensivbelegung den Neuinfektionen ca. 10 Tage nachläuft, müssen wir in allerspätestens 2 Wochen das Infektionsgeschehen unter Kontrolle haben. Eher eine Woche.

    Die Tabelle: Beatmet, Intensiv, relative Änderung Intensiv (Wochengemittelt), freie High Care Betten, wie lange bis alle Betten belegt sind, Notfallreserve, freie Betten inclusive Reserve, wie lange bis alle Betten inclusive Reserve belegt, Anteil Intensiv an aktiven Fällen.

    Zweite Tabelle: Vergleich erste Welle.

    In der Grafik habe ich die Skalen so gewählt, daß bei 5% der aktiven Fälle auf Intensiv/Beatmet sich sie Kurven schneiden. Während der ersten Welle kann man schön den Nachlauf sehen. Es gibt ein paar Datenartefakte durch Datenbankumzug (ein paar Tage fehlen komplett, von mir interpoliert) und mehrfache Änderung des Meldesystems.

    Bilder

    • Intensiv - Tabelle.webp
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    • Aktive Fälle - Intensiv - Verlauf.webp
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    • Intensiv Erste Welle - Tabelle.webp
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      • 996 × 1.836
  • Covid 19 - GESPIELTE Veranstaltungen

    • simonstpauli
    • 18. Oktober 2020 um 14:49
    Zitat von monithor

    wir haben nicht nur ein kapazitätsproblem, sondern zusätzlich auch ein vertrauensproblem. wir haben versuchsweise zwei shows mit einer showband als nachholshows aus dem märz gespielt. beide locations mit einer kapazität von 1500/1600. wir hatten in beiden einen vorverkauf von ca. 1400. genehmigt waren jeweils fast 800. die sorge um gerechte verteilung der plätze war überflüssig. gekommen sind jeweils unter 400. ab 600 hätte sich das sogar gerechnet. so aber....

    wir bräuchten eigentlich dringend eine kamgagne, die event von event abgrenzt. und das muss zuallererst dem herrn spahn beigebracht werden.

    Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich hatte gehofft, daß das Reeperbahnfestival als Leuchtturm des Vertrauens dienen kann, aber die Chance wurde medial nicht vollständig genutzt, finde ich.

  • Covid 19 - GESPIELTE Veranstaltungen

    • simonstpauli
    • 18. Oktober 2020 um 10:47

    Ich war jetzt 2x mit einem Theaterstück unterwegs.

    Neben den üblichen Maßnahmen im Publikum und auf und hinter der Bühne fand ich die Handhabung einer Szene bemerkenswert, in der es um Nähe ging. Eine Tanz-Szene. Dafür wurde in das Stück das Aufsetzen von Masken und Handschuhen eingebaut.

    Diese Art der Inszenierung wird sicher bei neuen Stücken in Fleisch und Blut übergehen.

  • COVID-19 (Corona) - Abgesagte Veranstaltungen / Messen - wie finanziell mit umgehen?

    • simonstpauli
    • 1. Oktober 2020 um 17:32
    Zitat von wora

    was war das denn für ein system? wäre sowas auch geeignet, um längere konzerte zu fahren, also z.b. openairs mit vielen bands, oder ist das eher was für eine abendveranstaltung?

    so ganz uninteressant finde ich sowas jedenfalls nicht.

    Ich hatte jetzt mehrfach Hörer von Silent Events aus Hamburg. Die kommen aufgeladen in 100er-Kisten. Bis zu 3 Sender, Je nach gewünschter Kanalanzahl. Mit der Aufladung hatte ich vor Ort nie zu tun, weiß aber auch nicht, wie lange die Akkus halten würden. Müsste mal fragen. Die Funkübertragung läuft über das 865-er ISM-Band, da sehe ich bei größeren Anwendungen einen Flaschenhals. In der Halle in Hamburg und am Strand in Grömitz gab es da keine Probleme, aber ich kann mir durchaus Umgebungen vorstellen, in denen es nicht leicht wird, einen freien Kanal zu finden. Es gibt ja nur drei.

    Metallica haben ihr Antarktis-Konzert übrigens auch mit einem Kopfhörer-System gespielt.

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    26. September 2026 um 20:14
  9. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  10. 13. - 14. Oktober | Live Mixing Workshop mit Jörn Müller in Köln

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:30
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