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  2. simonstpauli

Beiträge von simonstpauli

  • Konzert in der HH Elphi wegen defektem Mischpult abgebrochen

    • simonstpauli
    • 11. Januar 2020 um 18:01
    Zitat von zegi

    ...

    Und konsequenterweise müsste dann auch das Personal so vorhanden sein, dass jemand die Show fahren könnte, wenn der FOH oder der Lichtmensch plötzlich dank Norovirus ausfällt.

    ...

    Guter Punkt.

    Sowas hatte ich schon. Es war alles redundant. Also alle technischen Systeme, das heißt, wir haben zu einer bestehenden Tonanlage eine weitere dazugebaut, von vorne bis hinten. In den anderen Gewerken sag es ähnlich aus Und es gab natürlich zwei Crews, die nicht zusammen gegessen haben. Das hatte natürlich seinen Preis, den der Kunde gerne bezahlt hat, weil ihm die Veranstaltung sehr wichtig war.

  • Konzert in der HH Elphi wegen defektem Mischpult abgebrochen

    • simonstpauli
    • 11. Januar 2020 um 15:06
    Zitat von niggles

    Pult oder Stagebox im Lager ausserhalb der Location ist kein Backup, ebensowenig wie die extra Ethercon-Trommel die noch aufgerollt im Case hinter der Bühne steht. Wenn Reserve für den Ausfall von Komponenten vorgehalten wird muss die erstens zeitnah in Betrieb genommen werden können und zweitens vor der Show mindestens schon mal mit dem tatsächlichen Showsetup getestet worden sein. Also gab es *kein* Backup.

    ----

    Bei einer Show mit solcher Öffentlichkeitswirkung kann man sich aber schon mal die Frage stellen ob der Zusatzaufwand für ein zweites Pult, zweite Stagebox und zweite Leitung angesichts des finanziellen Schadens bei einem Abbruch wirklich so ins Gewicht gefallen wäre.

    Natürlich gab es kein Backup. Nenn mir eine Show dieser Größenordnung, die mit redundanten Pultsystemen fährt. Die Anzahl bewegt sich meiner Erfahrung nach im Promille-Bereich. Aus genannten Gründen.

    Die Öffentlichkeitswirkung kommt alleine daher, daß der Abend ausgerechnet in der Elbphilharmonie stattfand. Andernfalls hätte das niemanden über das Maß des umgefallenen Reissacks interessiert. Ich hoffe, daß die Presse-Hysterie bezüglich der Elbphilharmonie mit den Jahren langsam nachlässt, das ist schon nicht mehr schön.

  • Konzert in der HH Elphi wegen defektem Mischpult abgebrochen

    • simonstpauli
    • 5. Januar 2020 um 18:03
    Zitat von gert

    Fakt ist: Keiner weiß was, und der oder die was weiß, sagt nix.

    Ist genauso nützlich wie diese ganzen Unfall Threads.

    Ich würde auch nix sagen, wenn ich mehr wüsste. Was möglicherweise der Fall ist ;) Das Pultmodell tut hier z.B. nichts zur Sache, der Vorgang hätte mit (fast) jedem Modell genau so passieren können.

    Nur so viel:

    1. Die Fixierung auf die Location ist völlig fehl am Platz, die Elbphilharmonie hat damit nichts zu tun, außer der Tatsache, daß der Ausfall in deren Saal passiert ist.

    1a. Die Hausanlage war sicherlich völlig intakt und in der Lage, Notfalldurchsagen zu reproduzieren. Und zwar redundant.

    2. Man hat sich für einen Show-Stop und gegen eine Backup-Lösung (wie auch immer geartet, Hauspult, Miete, whatever) entschieden. Wer das entschieden hat, hat sicherlich alle Möglichkeiten abgewogen und sich für eine Wiederholung als bessere Variante als einen suboptimalen Mix oder eine längere Wartezeit nach einer sowieso schon erfolgten Unterbrechung entschieden. Das finde ich völlig in Ordnung und gut begründbar.

    3. Vollständige Redundanzen sind bei solch kleinen und unwichtigen Produktionen relativ unüblich. Man beschränkt sich oft auf redundante Netzteile und Multicore-Verbindungen, die beiden am Meisten von Ausfall betroffenen Teile eines Pultsystems. Weitergehende Redundanzen gehen schnell ins Geld und das will kaum jemand bezahlen, vor Allem in Anbetracht der Seltenheit von Show-Stops durch Pult-Komplettausfälle.

    3a. Wichtige Produktionen gibt es in meinen Augen in unserer Branche generell kaum. Krankenhäuser sind wichtig. Eine sauber ablaufende Evakuierung ist wichtig. Wasserversorgung ist wichtig. Dort brauchen wir Redundanzen. Bei einer reinen Spaß-Veranstaltung nicht. Es stirbt oder verhungert niemand, wenn eine Show mal abgebrochen wird.

  • Behringer WING

    • simonstpauli
    • 6. Dezember 2019 um 12:55
    Zitat von wora

    aha, das pult wird tatsächlich mit einer beta version ausgeliefert?

    sehr mutig.

    Wieso? Wenn es vorher bekannt ist, sehe ich da kein Problem.

    Microsoft praktiziert das so ja auch schon lange. ;)

  • Sennh. Ew100 G3 Verbindungsabrüche. Keine Lösung?

    • simonstpauli
    • 6. Dezember 2019 um 10:57

    Zum Thema Umfequentierung:

    Zitat von steffen r

    nachdem G3 nicht mehr produziert wird (seit 2017 ? ) würde ich sagen das dies von Sennheiser für die 100er nicht mehr gemacht wird


    Es kommt auf den konkreten Lagerbestand an HF-Modulen an. Wenn die alle sind, kann eine Strecke nicht mehr umgebaut werden. Dazu am Besten direkt in Barleben nachfragen, die wissen aus erster Hand, ob noch was geht.

  • Sennh. Ew100 G3 Verbindungsabrüche. Keine Lösung?

    • simonstpauli
    • 2. Dezember 2019 um 21:45
    Zitat von glen

    Sqelch auf Mid ist ausreichend und kann das Problem beseitigen.

    Absolut.

    Es sollte eigentlich jedem klar sein, daß der Squelch auf den niedrigsten möglichen Wert eingestellt werden sollte. Das ist absolutes Grundwissen.

    Wenn ich den Squelch auf einen höheren Wert stelle, muß ich einen guten Grund dafür haben. Den kann ich hier nicht erkennen.

    Also: Squelch auf LOW! Nur, wenn es Probleme mit RF-Einstreuungen gibt, über das Hochsetzen des Squelch überhaupt nachdenken.

    Ist bei ausgeschaltetem Sender der Empfangsbalken unter dem Squelch-Wert? Ja? Super! Nein? Andere Frequenz wählen.

    (Diesen Test gerne auch unter Realbedingungen machen, also mit Publikum während der Veranstaltung, wenn kein Scanner vorhanden)

    Und checken, was der Grund für den schwachen Empfang ist.

    Das betrifft nur die Taschensender? Sind die Antennen frei und ohne Hautkontakt? (Letzterer dampft massiv und verstimmt die Sendeantenne zusätzlich)

    Sind die Empfangsantennen in Ordnung? (Ja, auch eine 2003 kann defekt sein, ist mir selbst schon passiert, von heute auf morgen)

    Ist die Verkabelung in Ordnung?

  • Sennh. Ew100 G3 Verbindungsabrüche. Keine Lösung?

    • simonstpauli
    • 2. Dezember 2019 um 04:34

    Mal ganz nüchtern betrachtet:

    Der Squelch ist zu hoch eingestellt. Wenn der Empfangspegel unter den Squelch-Wert sinkt, wird das Audiosignal gemutet.

    Grundsätzlich Squelch auf Low, wenn kein hohes RF-Grundrauschen vorhanden ist. Ansonsten wird ohne Not die Reichweite massiv gesenkt.

    Dann kann man weitere Aspekte der Drahtlosübertragung analysieren:

    Warum ist die Empfangsstärke nicht höher? Antennensystem überprüfen. Sender überprüfen. Erste Fresnelzone frei?

    Wie sieht die RF-Umgebung aus? Frequenzscan (z.B. mit RF Explorer) plus Frequenzmanagement.

  • Warum bei machen Shows ein Fön im Toolcase hilfreich sein kann...

    • simonstpauli
    • 4. November 2019 um 16:30
    Zitat von julian knödler

    Mal rein hypothetisch ... wäre es möglich, bei einem vorhandenen Monitorpult, heute ist ja alles digital und hängt irgend wie zusammen, den FOH einfach auf die Monitor Kiste umzurouten? :/

    Rein praktisch habe ich das zu Analog-Zeiten schon gemacht. FOH-Pult war aus dem Spiel und ich habe auf dem Monitorpult einfach noch einen Stereo-Weg mehr gemischt.
    Heutzutage kann man (vorausgesetzt, es liegen alle relevanten Inputs an und es ist noch ein Stereo-(oder auch nur ein Mono-)Bus frei) sogar per Remote relativ komfortabel von einer Position vor der PA aus mischen, das Vergnügen hatte ich damals nicht.

    EDIT:

    Einfach so das Monitorpult für einen bereits programmierten FOH-Mix nutzen bedarf einer komplexen Vorbereitung, kann man machen, habe ich aber noch nicht beobachten können. Ein ausgedientes FOH-Pult habe ich dagegen schon als Backup auf der Bühne gesehen. Falls es zum Ausfall gekommen wäre, hätte der Kollege dann den Vorjahresmix auf der alten Kiste fahren können.

    Generell gibt es diverse Stufen von Redundanz, die meistens aber eben nicht zum Einsatz kommen, weil es zu teuer ist.

  • Großbeschallung Bühne 5000+ ohne Linearray - 2019 noch zeitgemäß? Aktuelle Systeme?

    • simonstpauli
    • 25. Oktober 2019 um 17:48
    Zitat von mattias bost

    Einen Diskussionspunkt "Punktstrahler" zu "Linenstrahler" vermisse ich hier noch. Und zwar deren Windempfindlichkeit, was den Frequenzgang am Hörplatz angeht.

    Ganz übel fiel mir dies vor Jahren bei problematischen Wetter auf der PLS auf. Langes Array (keine Ahnung mehr welches, ist aber physikalsich unrelevant) und dynamsich zerfetzender Frequenzgang. Klar waren die Bedingungen schwierig, zumal durch die Häuserfronten erst recht verwirbelte Luft vorlag, aber ganz mieses Ergebnis. Einer meiner Studenten berichtete ähnliches Problem dies Jahr beim WOA.

    Konstruktiv würde ich hier einer "Punktquelle" den Vortritt lassen, da hört man zwar auch etwas den Windeinfluss, aber nicht ansatzweise so kritisch. Was sind da eure Erfahrungen, grad wenn man im Bereich weiter Beschallungsdistanzen zwischen langem Array und delayed Punktquellen (oder kurzen Arrays) unterwegs ist.

    (Hier handelt es sich also um eine anwendungsfallbezogene Entscheidung)


    Grüße

    Mattias

    Alles anzeigen

    Interessant. Beim WOA ist mir diesbezüglich nichts zu Ohren gekommen. Soo viel Strecke mussten die Main-Hangs auch gar nicht machen, bei 2 Delay-Lines. Ich selbst saß ein paar Meter hinter der PA, hab dementsprechend sehr wenig davon gehört (das GSL ist wirklich angenehm ruhig nach hinten). Das Slapback-Echo von den Videowalls auf Höhe der ersten Delay-Line war allerdings etwas nervig.

    Zum Thema höhere Windanfälligkeit:

    Ich denke mir das folgendermaßen zusammen: höhere Directivity sorgt dafür, daß sich Verwehungen stärker auswirken. Wenn jetzt also ein Windstoß die komplette Abstrahlung eines Line-Array-Hangs beispielsweise nach unten drückt, passiert etwas, was der normale Zuhörer ansonsten durch schnelles Zulaufen auf die PA erleben würde. Sowas macht während einer Veranstaltung ja normalerweise niemand. Die erhöhte Präzision eines Line-Arrays ist bei starkem und stark wechselndem Wind tatsächlich ein Nachteil. Was auch dringend vermieden werden muß ist, daß sich der Hang aufschaukelt.

    Ein einzelnes großes Hornsystem (Jericho z.B.) ist da gemütlicher, aber auch weniger präzise.

    Horn-Cluster liegen irgendwo in der Mitte. Je nach Rigging kann das dann auch arg in die Hose gehen, wenn sich die Elemente gegeneinander bewegen.

  • 1 USB Eingabegerät an 2 PCs?

    • simonstpauli
    • 20. Oktober 2019 um 01:38

    Perfect Cue kann das. Also per USB mehrere Rechner triggern.

  • Großbeschallung Bühne 5000+ ohne Linearray - 2019 noch zeitgemäß? Aktuelle Systeme?

    • simonstpauli
    • 14. Oktober 2019 um 09:33
    Zitat von wora

    es ist vermutlich geschmackssache, aber dieses system habe ich nicht ein einziges mal gut klingend erlebt. selber drüber gemischt habe ich allerdings nur ein einziges mal, und da hatte mir der örtliche beschaller das pult sehr suboptimal ans ende der halle gebaut... damals musste ich, das weiß ich seltsamerweise noch, bei 3-4kHz recht viel rausziehen.

    es gab jedenfalls viele gigs, die ich über 402 gehört habe. und ich habe damals wirklich nicht verstanden, warum so viele kollegen dieses system gut fanden. deshalb würde ich es, aus der persönlichen erfahrung heraus, nicht als gut funktionierend einordnen.

    402 klang nur in wirklich kompetenten Händen als Cluster-System gut. Der Systemer von Tool hat damit mal die Sporthalle in Hamburg in den Griff bekommen. Ebenso konnte man mit dem System auch grandios scheitern. Das hast Du dann offenbar immer erlebt.

  • DAUsicheres Funkmikrofon

    • simonstpauli
    • 3. Oktober 2019 um 09:37
    Zitat von robert müller

    Was mir dazu noch einfällt:

    Bei den EW-G3-Strecken der 300er und 500er (also die mit Netzwerkport) habe ich selbst schon festgestellt, dass die sich bei um die 750MHz selbst stören können. Und zwar habe ich hier 2 Racks mit je 10 dieser Funken drin (also EM300G3), Netzwerkswitch und Antennenverteilung. BNC-Anschlüsse hinten im Rack auf 19"-Blende.

    Wenn ich da nun einfach die kurzen mitgelieferten Stummelantennen draufstecke und scanne, sehe ich nen schönen deutlichen Peak bei 750MHz (bin mir grad nicht sicher, aber geht auf der RF-Anzeige im WSM so bis ca. 20dB). Das verschwindet sofort, wenn ich abgesetzte Paddel benutze und ein paar Meter (2-3) zwischen Rack und Antennen bringe.

    Da mir das damals ein Rätsel war, hab ich einen der Empfänger mal ohne alles andere bei meinem Arbeitgeber in der EMV-Kammer vermessen. Letzten Endes stellt sich heraus, dass das eine Oberwelle des Ethernet-Anschlusses im Empfänger ist. (Grundfrequenz Ethernet ist AFAIK 125MHz.)

    Ist extrem schwach, aber ich habe seitdem gelernt, dass sich das in einem Rack durchaus läppern kann.

    Daher: War dein Sender vielleicht auf 750MHz rum unterwegs? Das kann mit Stummel am Rack wie gesagt schon mal Probleme machen.

    Alles anzeigen

    Guter Punkt.

    Bei "Netzwerkswitch" bin ich hellhörig geworden.

    Auch wenn es hier keine Relevanz hat:

    Netzwerkswitche können auch in unseren Nutzbereich streuen. Und zwar ziemlich massiv. Seitdem ich das ein Mal erleben durfte, prüfe ich akribisch, ob das der Fall ist, bevor ich einen Switch nah an Empfängern verbaue. Generell ist Abstand hier eine gute Vorgehensweise. Bei mir haben damals 15cm gereicht.

    Die Ethernet-Schnittstelle als Störsender ist natürlich krass und bedenkenswert. Stört die auch ohne Datenübertragung, wenn kein Netzwerkkabel gesteckt ist?

  • RCF FiRPhase Technologie

    • simonstpauli
    • 11. September 2019 um 10:54
    Zitat von mattias bost

    Wesentliches Merkmal beim Vergleich FIR/IIR wäre zunächst die Feststellung, wie gut die Frequenzgänge in dem Vergleich übereinstimmen. Da mit FIR eine höhere Frequenzauflösung zu mittleren und höheren Frequenzen hin möglich ist als mit IIR dürften sich her schon einige Unterschiede ergeben. Und das Gehör reagiert nunmal am empfindlichsten auf Frequenzgangunterschiede.

    Um echte Aussagen zur klanglichen Wirkung von Phasenkorrekturen treffen zu können, müßte ein und dieselbe Frequenzgangentzerrung einmal mit und einmal ohne Phasenkorrektur auf ein und demselben System gehört werden (bei FIR technisch machbar). Was nicht pauschal heißen soll, dass hier nicht Unterschiede hörbar sein könnten. Allerdings kann keine fundierte Aussage zur ursächlichen klanglichen Wirkung getroffen werden, wenn zwei Parameter (Frequenzgang/Phasengang) auf einmal gegenüber einer IIR-Entzerrung verändert werden.

    Soll aber nicht heißen, dass FIR nun nichts bringen soll.

    Womit wir wieder bei der relativen Phase sind, die viel wichtiger ist. Wahrscheinlich auch deshalb macht sich kaum jemand die Mühe, die Auswirkung von absoluter Phase zu untersuchen.

  • Die österreichische Legende lebt

    • simonstpauli
    • 11. September 2019 um 10:49
    Zitat von wora

    diese firma zu unterstützen ist sicher nicht die schlechteste idee. ist jedenfalls sinnvoller als Samsung-AKG weiter zu unterstützen, die die alte AKG belegschaft einfach "entsorgt" haben. das rächt sich hoffentlich.

    ich hab kurz überlegt, ob ich mir ein pärchen OC18 zulegen soll, aber ich hab schon so viele mikros...

    Hat nicht schon Harman damals etliche Mitarbeiter von AKG "entsorgt"?

    Unter dem Strich bleiben hier einige Kaufargumente. Ich hab das mal im Hinterkopf.

  • RCF FiRPhase Technologie

    • simonstpauli
    • 9. September 2019 um 18:50

    Der (für mich) Hauptvorteil wurde ja von RCF bereits genannt:

    Alle Lautsprecher mit dieser Technologie sind im Feld einfacher kombinierbar. Relative Phase ist um Größenordnungen wichtiger als absolute Phase.

  • Sub-Arc-Wäscheleine

    • simonstpauli
    • 7. September 2019 um 20:22
    Zitat von skyper

    Nimm doch ein Elastikseil, und mach regelmäßig Markierungen dran. Subs an äußerster Position links und rechts stellen, und das Seil mit benötigter Anzahl Markierungen dazwischen spannen. Abstand ist dann immer gleich, auch ohne Zollstock und Taschenrechner...

    Idee des Monats! Find ich super.

  • Livebands in kleinem Club mischen

    • simonstpauli
    • 3. September 2019 um 21:07
    Zitat von Tobi85

    Das geht halt nur, wenn du die Band kennst.

    Ich weiß meistens nur, wann jemand kommt.

    Das würde ich gar nicht mal als in Stein gemeißelt betrachten. Ich hatte auch schon sehr fruchtbare Gespräche mit mir bis dahin unbekannten Bands dahingehend. Es ist harte Arbeit, aber ich hab ja auch gute Argumente. Im Allgemeinen möchten Bands auch einen guten Sound. Und der wird sogar auf der Bühne besser, wenn die Gesamtlautstärke gesenkt wird. Und ich habe die Techniken schon vor meiner Techniker-Laufbahn im Grundsatz erarbeitet (Gitarre und Gesang in einer Rockband). Mein 20W-Röhrenamp stand auf einem Stuhl und angewinkelt neben mir, meine Bühnenposition ergab sich aus den Lautstärken der Band-Kollegen und auf meinem Wedge war genau mein Gesang. Minimaler Schalldruck von der Bühne, maximale Freiheit für unseren Mischer, bestmöglicher Sound.

  • Livebands in kleinem Club mischen

    • simonstpauli
    • 2. September 2019 um 05:35

    Es erinnert mich an die erste Band, mit der ich als Bandmischer unterwegs war. Es waren die 90er, es gab einen Inkel-Powermischer, zwei 15/3 und einen Monitor.

    Auf dem Pult hatte ich die Gesänge (ich meine, es waren 3) und die Bassdrum.

    Wir haben damals eine Vorgehensweise entwickelt, die sehr effizient war. Wenn ein Instrument auf der Bühne zu laut war (oder auch zu leise, auch das kam vor), ging ich auf die Bühne und regelte die Lautstärke. Hauptsächlich betraf das Gitarrenamps.

    Beim Schlagzeuger ging es nach ein paar Gigs tatsächlich zu 99% um die HighHat. Das haben wir dann mit dem sogenannten "bösen Blick" gelöst. Der Schlagzeuger konnte an meinem Blick erkennen, wenn er bei der HighHat vom Gas gehen musste.

    Dazu gehört natürlich eine Menge Vertrauen. Ich fand, es hatte sich gelohnt. Die Band auch. Und das Publikum und die Veranstalter meistens auch.

  • In-Ear

    • simonstpauli
    • 26. August 2019 um 13:32
    Zitat von wora

    wie gehst du hier vor?

    ich versuche da gerne, die bühnenpositionen nachzubilden. das ist für die mittig stehenden musiker sehr einach zu realisieren, aber bei den aussen stehenden ist das eine knifflige aufgabe. ich habe da noch kein schlüssiges rezept gefunden. beschwert hat sich aber auch noch keiner ;)

    Führungssignale mittig. Andere Musiker nach Bühnenposition. Gitarren und Keyboards so breit, wie der Musiker es wünscht. Achtung! Extreme Panorama-Positionen können nicht von allen In Ear Systemen gleich gut übertragen werden.

    Low Cut und High Cut intensiv nutzen.

    Zu viel LowEnd macht die Mixe matschig ohne hilfreich zu sein, zu viel HighEnd kann den Pilotton stören und das Stereo-Image zusammenbrechen lassen.

    Die Level auf dem Mixen sind ein bisschen Gefühlssache und Betriebsgeheimnis ;)

    Im Prinzip muß ich bei einem vorbereiteten Mix nur noch Gains ziehen und ein paar minimale Anpassungen vornehmen. Das bedeutet, wenn die Mixe sinnvoll sind, daß ein Input, wenn er im Mix für den entsprechenden Musiker passt, auch automatisch in den anderen Mixen funktioniert.

    Atmos! Wichtig. Auf DCA legen, so daß man die fahren kann. Zwischen den Songs fürs Gefühl ordentlich aufziehen, während der Songs fast ganz weg.

  • In-Ear

    • simonstpauli
    • 25. August 2019 um 19:55
    Zitat von Loloverde

    Howdy

    Wir müssen hier auch vom Zeitaufwand sprechen, den man benötigt, um einen guten InEar Mix zu machen. Der Aufwand ist mit Stereo nochmal höher.

    Einer meinen besten, konstruktivsten Soundchecks hatte ich mit einer Profi Metalband, deren 7 Stereomixe nach zwei Stunden standen. Da kamen dann während des Auftritts keine Änderungswünsche mehr.

    Wenn dann der Amateurschlagzeuger 5 Minuten vor dem Soundcheck frägt, ob es auch Stereo geht, habe ich das auch mal kurz und knapp verneint und nur ein XLR gelegt.

    Hierzu muß ich erläutern, daß ich im Saal Mono mische. Je breiter der Saal, desto mehr Mono. Darum kann ich das Panorama nicht einfach für das IEM übernehmen.

    Gruß

    Rainer

    Alles anzeigen

    Da muß ich Einspruch einlegen.

    Mein letzter Monitormix (grob 6*Stereo-InEar, 6*konventionell) war akribisch vorbereitet, ich habe beim Linecheck nur die Gains gezogen und leichte Anpassungen vorgenommen (InEar-Mixe bereite ich mit Level und Panorama immer vor, bevor überhaupt ein Stück Backline auf der Bühne steht.

    Das geht dann schon mal in einer halben Stunde für eine 3-Piece-Band plus Orchester (Metal, Profis, Veteranen) Noch ein paar Änderungen für den Dirigenten (tatsächlich hatte ich keine Zeit, die Streicher und Bläser vor dem Gig zu hören) und dann lief das.

    Daß die In-Ear-Wege stereo waren, war für den Erfolg dieser Operation unerlässlich. Und natürlich ist das Panorama je nach Weg unterschiedlich.

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