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  2. simonstpauli

Beiträge von simonstpauli

  • Hat da jemand Krach mit seinen Monitorleuten ??

    • simonstpauli
    • 10. August 2016 um 09:48
    Zitat von "oton"

    klingt nach einem klassischen Arschloch ... die Dichte ist ja unter Musikern nicht besser als unter der Allgemeinbevölkerung ... mein Beileid Herr Tepfer ;) ... aber wie ich gesehen habe hattest du ja auch nette Kollegen am Start ;-))


    Alles gut, der Herr hat ja nicht mit mir gesprochen. Und sein Backliner, der beim Soundcheck die Wünsche des Chefs übermittelt hat, war nett. Ich denke auch, daß Viktor und Simone ganz anständige Mixe hatten, die haben mit mir geredet. Und mein persönlicher Mix war auch gut.

    Sowas amüsiert mich inzwischen eher. Da steht wirklich amtliches Zeug und eine entspannte Crew, auch am letzten Showtag (Schichtbetrieb). Die vom FOH-Mann übermittelten Standards waren schon vorbereitet, als die Backliner auf die Bühne gingen, dem Tom hab ich auf Wunsch spontan noch einen zweiten Monitorweg nur für die Gitarre hingebaut. Wenn man aus diesen Voraussetzungen keinen anständigen Monitormix hinbekommt, wundert es mich auch nicht mehr, warum diese Band keinen Monitormischer dabei hatte. Wer so durchs Leben gehen will, wird von mir sicher nicht aufgehalten. Es ist aber so, als wenn man einen Ferrari mietet und dann nur im ersten Gang und mit E85 fährt. Völlig sinnlos. Die Meckerei beim Interview ist dann das endgültige Armutszeugnis.
    Andererseits fände ich es spannend, mit genau dieser Band einen amtlichen Tour-Monitorsound zu schrauben. So als Sport. Es ist sicher möglich, wenn man sich mal zusammensetzt und das von Grund auf erarbeitet.

  • Hat da jemand Krach mit seinen Monitorleuten ??

    • simonstpauli
    • 9. August 2016 um 21:00
    Zitat von "billbo"

    (Alte Crewweisheit aus dem letzten oder vorletzten Jahrhundert)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Genau.

    Und wer beim Soundcheck die Zähne nicht auseinanderkriegt, der kann keinen Kuschel-Sound erwarten. Es gab immerhin 2 Wege alleine für den Herren in der Front, plus Sidefills. Da wäre was gegangen, wenn er keinen Standard möchte. Nur, woher soll der lokale Monitorer das wissen?

  • Hat da jemand Krach mit seinen Monitorleuten ??

    • simonstpauli
    • 9. August 2016 um 20:44
    Zitat von "Dosenfutter"

    Monitoring hängt immer an 2 Seiten. Daß ausschließlich nur eine Seite schuld ist, kommt selten vor. ;)


    Das kann ich so unterschreiben. In der Tat hätte er einfach nur den Mund aufmachen müssen. Wenn das einer beurteilen kann, dann ich ;)

  • Prozeßanpassung in der Digitalpultpraxis

    • simonstpauli
    • 8. August 2016 um 22:37

    Gerade wieder am Monitorplatz erlebt, User Layer sind überbewertet. Wenn man einen Festivalpatch auf einem PM5D auflegt, weiß man sehr schnell, was wo liegt. Und der reisende Band-Monitorer in der Regel auch. Faustregel hier: Alle Kanäle, bei denen die Displays hell leuchten, sind im Spiel, Drums kommen vorne, Vocals hinten, Fader hoch macht lauter, Fader runter leiser. ;)
    Bei den Outputs ist es ab und an sinnvoll, Layer zu bauen, in denen die wichtigsten Wege direkt erreichbar sind. Bzw. ich hab mir für eine Band 2 Layer gebaut, in denen die wichtigsten Wege immer anlagen und dann wechselseitig die Sidefills oder die Center-Out-Wedge (spontan dazugekommen, weil der Sänger so viele Wedges auf der Bühne gesehen hat) und mein persönlicher Mix.

  • Mängelhaftungsrecht Lieferant > Unternehmer > priv. Endkunde

    • simonstpauli
    • 1. August 2016 um 08:57
    Zitat von "e-on"

    also ich bin kein Händler der Stückzahlen macht, von daher gibts auch keinen Topf.
    Ich mache u.a. auch Installationen, auch bei Privatleuten. Ansonsten stehe ich hinter
    Mischpulten. Im konkreten Fall möchte Dr. Pillermann ein Großbild Heimkino mit Dolby Atmos 7:2:4.
    An der Beweislastumkehr von 6 Monaten ändert sich ja nix, weder bei mir gegenüber dem Lieferanten,
    noch beim Doc gegenüber mir. Dennoch stehen ihm 2 Jahre Mängelhaftung zu, ich bekomme aber nur eins.


    Dann ist das Risiko vielleicht zu hoch, um als Händler für private Endkunden zu agieren? Du brauchst den Topf. Gewinn und Risiko, immer dran denken. Es wird auch Wagnis und Gewinn genannt. Wenn die Kalkulation seriös ist und dann der Preis zu hoch ist, oder bei einem für den Endkunden akzeptablen Preis der Wagnis-Anteil zu niedrig ist, kann man den Verkauf oder die Installation eben nicht machen.
    Der Wagnis-Anteil beinhaltet sowohl die Gewährleistung / Mängelhaftung, als auch weitere, noch unbekannte Kosten.

    Es gibt übrigens noch den Unternehmerregress, ein Einstieg findet sich hier:
    https://www.it-recht-kanzlei.de/Thema/gewaehrl…l?page=8#sect_0

  • Mängelhaftungsrecht Lieferant > Unternehmer > priv. Endkunde

    • simonstpauli
    • 31. Juli 2016 um 19:36

    Ich denke, das ist jetzt einfach mal das unternehmerische Risiko.

    1. Jeder Händler kann theoretisch mit Herstellern jegliche Art von Mängelhaftung vereinbaren, die über das gesetzliche Maß hinausgeht. Andererseits stehen Händler natürlich auch im Wettbewerb zueinander, so daß Hersteller darauf nicht eingehen müssen.

    2. Verlagert sich nach 6 Monaten die Beweislast in Richtung des Endkunden. Andererseits stehen natürlich auch im Verhältnis zum Endkunden die Händler im Wettbewerb, also wird Kulanz hier zum Kundenbindungsinstrument.

    Am Ende kommt die Formulierung "Gewinn und Risiko" zu Ehren, denn aus diesem Topf kommt letztlich die Leistung des Händlers, wenn er sich das Geld nicht vom Hersteller wiederholen kann.

    Noch ein Gedanke: Wie oft kommt ein Mangel nach mehr als einem Jahr vor? Einer, der tatsächlich auf ein bereits beim Verkauf mangelhaftes Produkt zurückzuführen ist?

  • A&H dLive

    • simonstpauli
    • 29. Juli 2016 um 11:48
    Zitat von "voetter1"

    Na dass das 1:1 übernehmen von Parametern nicht funktioniert ist mir klar.
    ABER das wäre ein Argument andersrum - wenns am Midas oder vorher am AVID plötzlich so geklungen hätte.
    Aber tatsächlich wars ja so, dass die Parameter die wir über Jahre erarbeitet haben und für jeden ok waren - dann mit dem Schritt aufs neue - hörbar "schlechter" waren.
    An den EQ Einstellungen kanns nicht gelegen sein - ich habe eben auf den gesplitteten InEar Wegen keine EQs (bis auf LoCut) - sie wollen ihr Instrument genau so hören wie es reinkommt.
    Darum hab ich die Signale ja gesplittet.
    So kanns nur entweder an den Preamps oder an der internen Signalverarbeitung liegen.
    Und natürlich kann mal eine Band einen schlechten und einen guten Tag haben - aber ob alle 4 dann unisono einen Unterschied im Monitoring feststellen wage ich zu bezweifeln.

    Es wird nix nutzen - ich werde mir einfach ein DLive leihen und dann selber rausfinden an was es liegt.

    Alles anzeigen


    Ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Hatte die dLive in der Tat noch nicht unter den Fingern.

    Was Musiker und Meckern am Monitoring betrifft, genau so äußert sich oft ein schlechter Tag. Und nach meiner Erfahrung kommen dann auch alle zusammen an. Das ist ja genau der Punkt, die Band ist nicht so gut zusammen, das Mikrotiming leidet, das wirkt sich massiv auf den Monitorsound aus.
    Und es gibt bei jeder Band Schwankungen, wie stark sie sind, hängt von der Qualität und der Eingespieltheit der Musiker ab. Plötzlich klingt der In-Ear-Mix auf dem gleichen Pult nicht mehr gut.

  • A&H dLive

    • simonstpauli
    • 29. Juli 2016 um 09:28
    Zitat von "voetter1"

    Also nach 20 Jahren in dem Geschäft trau ich mich jetzt frecherweise behaupten - NEIN - der Fehler stand nicht vorm Pult.
    Ich hole etwas weiter aus:
    Ich hatte knapp 5 Jahre eine ILive-T (mit idr32) - bin dann auf ein AVID S3L gewechselt um anschliessend zur Pro1 zu wechseln.
    Hatte dann für 1 Show eine ILive ausgeliehen, da meine S3 bereits verkauft war - und die Settings die wir vorher 5 Jahre gemeinsam erarbeitet und auf Basis dessen ich auch die S3L konfiguriert habe - geladen und einen Gig hinter uns gebracht.
    Und wir haben einen mehr als fähigen Gitarristen - der hört genau die Unterschiede in seinem In-Ear Mix. Und nicht nur ihm - auch den anderen Musikern - fiel der weit undefiniertere Klang auf den er wieder hatte beim Ilive - und das ganze klang einfach nicht so "musikalisch" der Sänger sagte er kann sich auch nicht so gut hören - obwohl er laut genug ist - aber er steht nicht so im Sound wie auf dem anderen Pult - genau wie früher - nun er kennt ja noch nichtmal die Namen - er hat es halt in seinen Worten ausgedrückt.
    Nun - was hat das mit Midas zu tun wenn ich vom AVID spreche?
    Ich habe dann den nächsten Gig mit der Pro1 gemacht - auf den Settings aufgebaut des AVID bzw. ja dann insgesamt vom ILive. Und nicht nur der FOH Sound war weit "runder" - auch besagte Musikerkollegen lobten den InEar Sound wieder, dass der im Vergleich zur vorherigen Show (mit Ilive) wieder angenehm rund und nicht harsch klingt.
    Da ich immer alle Signale doppelt fahre die ich aufs InEar schicke und da die Settings nicht anpasse - war meine Vermutung es liegt an den Preamps inkl. der Signalverarbeitung bzw. Summierung (FixedPoint vs. FloatingPoint)
    Aktuell liebäugle ich gerade mit dem Kauf einer DM32 - die Features gefallen mir sehr gut - auch der Österreichische Vertrieb war immer großartig im Support - und wenns passend klingt, dann wärs ein Versuch wert. Muß aber auch gestehen, dass ich nur am Kauf einer DM32 - ohne Surface interessiert bin - würde dann mit Director mischen und mir evtl. eine IP8 zuelegen für ein paar Fader.

    Also - solltet ihr zu dem Thema nichts sinnvolles beitragen können ist es erlaubt sich mit blöden Kommentaren zurückzuhalten.

    Alles anzeigen


    Interessant. Meine Erfahrungen sind auch andere. Nämlich, daß Tagesform bei Musikern weitaus mehr Einfluß haben als z.B. Preamps. Beispiel: 2 Gig einer Band, im Wochenabstand, identischer Aufbau, identische Location, identische Setlist. Die beiden Shows klangen aber mal so was von unterschiedlich, beim zweiten Gig war es für mich "Mischen Impossible". Der Gitarrist meinte dann auch folgerichtig nach dem Gig zu mir: "Heute waren wir nicht zusammen".

    Ansonsten tippe ich auf verschiedene Implementationen von Filtergüte bei den EQs. So wie früher bei dem Glaubenskrieg japanische gegen britische EQs.
    Hast Du gemessen, als Du die Settings von Pult zu Pult übertragen hast? Oder ein Migrationstool benutzt, welches die Filtergüten umrechnet?

    Preamps und Summierung machen nach meiner Erfahrung erst dann einen hörbaren Unterschied, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist (Clipping am Preamp, Busclipping oder kurz davor).

  • Kleinster gemeinsamer Nenner in der Digitalpultpraxis

    • simonstpauli
    • 28. Juli 2016 um 19:27
    Zitat von "Marian Humann"


    Es gibt halt grundsätzlich zwei unterschiedliche Arbeitsweisen im Umgang mit Beimischeffekten.
    Ich persönliche lasse meine Sends auf einem festen Level (bzw. weise für bestimmte Stellen Kanäle neu zu) und mische die Returns drauf. Ich kenne viele andere die mit den Sends arbeiten. Ich komme mit letzterem nicht zurecht, gerade in Sachen Tap-Delay :D


    In der Tat ist das ein Punkt, den ich abfrage, wenn ich betreue. Normalerweise habe ich Sends und Returns nicht offen. Dann kann man schnell die gewünschten Fader hochschieben und die anderen auf dem Surface entsprechend platzieren. Oder auch nur mit Mutes arbeiten.

  • Frequenz Scanning

    • simonstpauli
    • 25. Juli 2016 um 13:04

    Ich nutze als Hauptsystem WinRadio. Wie der Name schon sagt, ist die Software für Windows-Rechner gemacht. Gekauft habe ich es damals bei Shure, weil die das auf Lager hatten und die anderen Händler nicht.
    http://www.winradio.com/home/g33wsm.htm

    Mein mobiler Scanner ist der RFExplorer:
    http://j3.rf-explorer.com/
    Dafür gibt es auch Software, ich nutze noch die einfache Windows-Software, es gibt aber auch andere:
    http://j3.rf-explorer.com/40-rfe/article…for-rf-explorer

  • Kleinster gemeinsamer Nenner in der Digitalpultpraxis

    • simonstpauli
    • 25. Juli 2016 um 12:51
    Zitat von "guma"

    Wir hatten ja schon Threads zu 'Default' wobei ich hier mal auf wirklich konstruktive Sachen hoffe und nicht nur das allfällige Genörgel. Männers, auch ich weiß, wie einfach gestrickte Naturen denken. :wink:
    Ich schiebe hier mal ein paar Fragen ein, damit das leichter wird zu verstehen, warum Praktiker-'Keep it simple' durchaus anders sein kann als Hersteller-Default. Der Haken ist doch einfach, dass der echte Hersteller-Default meist zu langsam als Startposition ist:

    wie siehts z.B. aus mit:
    'Mute all inputs' excl. MOD/lala konfigurieren ?
    4 oder lieber 6 FX Engines in die letzten Aux-Busse patchen?
    6 einfache DCAs passend zum "Festivalpatch" (z.B. Drums, Perc, Bass/Git, Key, Voc, FX return) routen oder lieber keine DCAs ?
    Beschriftung?

    u.s.w.


    Alles sinnvoll.

    DCAs bei Festivalpatch gerne, da ist die Belegung ja eigentlich klar

    Am Besten ein Sidedesk für Moderation/Lala und eine anständige Abhöre (klanglich und zeitlich auf PA abgestimmt, wenn es größer wird.
    Am Wochenende hatte ich das gerade wieder, es liefen in der Tat 12 Inputs auf mein Sidedesk auf (in dem Fall Monitor), am FOH dito.
    Das vereinfacht so viele Abläufe, wenn man auf dem Festivalpult wirklich nur die jeweilige Band verarzten muß.

  • Kleinster gemeinsamer Nenner in der Digitalpultpraxis

    • simonstpauli
    • 25. Juli 2016 um 12:01
    Zitat von "guma"

    Da man auch unter 'keep it simple' durchaus Unterschiedliches verstehen kann, wäre hier der Platz für alle Liebhaber dieser Taktik zu beschreiben, wie das pultübergreifend praktisch aussehen soll.


    Ich fang mal an:

    Am FOH, Festival, Festivalpatch:

    Input Patch 1:1
    Keine User Layer (bzw auf einer iLive die Standard-Layer)
    Output nur L/R, keine Subs auf Aux oder andere Spielereien
    Sends und Returns für Effekte fortlaufend
    kein Outboard
    Kanalrouting einfach halten, wenn möglich keine Subgruppen am Anfang

    Dann kann man sich langsam rantasten, User Layer bauen etc.

  • Prozeßanpassung in der Digitalpultpraxis

    • simonstpauli
    • 22. Juli 2016 um 17:28
    Zitat von "billbo"

    Again: Sollte! ;)
    Und damit sind wir auch ganz nah bei Gumas 'Auskennen'. Wer hier mag denn für sich reklamieren, dass er sich mit allen Funktionen aller Pulte (und sonstiger Signalverteilungseinrichtungen), die ihm heutzutage in der Praxis in unregelmäßiger Reihenfolge über den Weg laufen, wirklich auskennt? Also 'auskennen' nicht im Sinne von Google, sondern von flüssigem Beherrschen sämtlicher versteckter Möglichkeiten und Funktionen, ohne sich dadurch vom Ideal des intuitiven Arbeitens unnötig weit entfernen zu müssen?
    Ich selbst für mich ganz sicher nicht, nicht einmal bei meinen 2 oder 3 Lieblingspulten. Es reicht halt meistens irgendwie zur Schadensbegrenzung, und eher selten auch mal für mehr. Das Ganze ist a) ziemlich unbefriedigend (außer man hat ein Faible für gelebten Sarkasmus im Chaos), und b) geht offensichtlich – das lehrt die tägliche Praxis – nicht nur mir so. Jugend forscht und Prinzip Hoffnung überall; ganz gleich ob im Jugendzentrumskeller, im Bierzelt oder auf den größten Festivalbühnen der Welt. (Klar gibt’s immer welche, die alles ganz ganz genau wissen, zumindest im Internet. Aber live begegnet man solchen irgendwie nirgendwo, oder sie kriegen's letztendlich dort im Ernstfall nicht auf die Kette – was dann stets an den 'Umständen' liegt).

    Persönliches Zwischenfazit in Sachen 'Prozessanpassung':
    1.) Keep it simple. Im Zweifel so nah wie möglich am Default (deshalb sind mir Pulte ohne ein solches prinzipiell ein Gräuel).
    2.) Erarbeite dir für häufiger genutzte Gerätschaften und Setups ein paar Bedienungserleichterungen. Und zwar dergestalt, dass nicht nur du sie als solche empfindest, sondern ggfs. auch dein Vertreter oder ein unsicherer/ unerfahrener Gasttech (du wirst irgendwann einen Vertreter brauchen und/ oder einen unsicheren Gastmischer betreuen).
    3.) Richte dich darauf ein dass, sobald du das Gefühl hast ein Pult bestmöglich an deine Bedürfnisse angepasst zu haben, du diesem Pult frühestens dann wieder begegnen wirst wenn du vergessen hast, was du dir damals eigentlich dabei gedacht hast.

    Allseits fröhliches Weiterforschen!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    (@ Guma: in der Zeit, in der ich zu verstehen versuche was mir ein typisches Digico- Popup eigentlich sagen will, habe ich auf anderen Gerätschaften auch schon mal den kompletten Monitormix fertig... :D)

    Alles anzeigen


    Keep it simple ist eine sehr gute Basis, wenn man noch nicht weiß, was geht.

    Was FOH-Betreuung betrifft, bin ich der Meinung, daß ein Betreuer sein Pult besser kennen muß als wenn er das Pult nur bedienen soll. Minimum ist eine fundierte Kenntnis des Patchings (intern und extern) und der Pultoberfläche.

  • D.A.S. Aero 20

    • simonstpauli
    • 22. Juli 2016 um 13:01
    Zitat von "stöff"

    Volker, Du schreibst:

    Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass die Amis inzwischen einen leichten Rückstand auf das Führungs-Duo haben...

    Da gebe ich Dir recht wenn es um das Thema von Verbreitung und Ansehen geht.
    Wenn ich mir aber ein EAW Anya aus technischer Hinsicht ansehe, finde ich bei keinem der Europäer, egal welche Farbe, einen Punkt der dem Ami überlegen ist. Überhaupt frage ich mich, was an den Franzosen so überlegen zu sein scheint. Aus technischer Sicht spielen die Dinger gerade mal im Mittelfeld. Markenfetischismus überall wo es aufrecht gehende Wesen gibt, eigentlich schade... sehr schade.


    Was die Franzosen geschafft haben: Ein komplettes System zu schaffen. Zu dem System gehören für mich dann eine gute Kontrolle über DSP und Amping, aber auch Rental Pool und fähige Systemer. Nicht umsonst konnte man am Anfang die Systeme nicht kaufen, sondern nur mit Systemer mieten.

    In der gewünschten Anwendung ist das aber auch nicht so sehr wichtig. Da würde ich (abgesehen vom Klang) auf ein ordentliches Rigging-Konzept, Service und lokales Ver- und Zumieten achten.

    Zu dem besagten D.A.S. Aero 20: Ich hatte in der Tat noch nie ein System dieser Marke hinter dem Pultausgang. Daher kann ich dazu so gar nix sagen.

  • Prozeßanpassung in der Digitalpultpraxis

    • simonstpauli
    • 21. Juli 2016 um 21:54
    Zitat von "billbo"

    Hätte – könnte – sollte – müsste – wäre. Fakt ist: der Festivalsatz "Überhaupt kein Problem, gib mir schon mal dein File, ich patche dir das auf digitaler Ebene alles genau so, wie du es nachher zum Linecheck brauchst" wird in seinem praktischen Wahrheitsgehalt allenfalls noch vom Häkchen unter "Ich habe die AGB gelesen, verstanden, und erkläre mich mit ihnen in allen Punkten einverstanden" auf irgendwelchen windigen Abo- Internetseiten übertroffen. Zumindest für dieses Jahr kann ich mich bisher jedenfalls an keinen einzigen Fall erinnern, wo das von vorne bis hinten problemlos/ fehlerfrei geklappt hätte (und es gab schon eine ganze Menge Festivals... )
    Beispiel vom letzten WE, respektables Doppelbühnenfestival mit L/C/R Hang im Wechselbetrieb, bei dem je nach Zuschauerandrang auch der Außenhang der gerade nicht bespielten Bühnenseite zugeschaltet wurde: beim zugebilligten 'Zweiminutensystemlautcheck' fällt mir auf, dass der Centerhang das (für meine Bühnenseite korrekte) L – Signal des genutzten Festivalpultes(!) wiedergibt, der Außenhang dagegen ein Summensignal aus L und R abbekommt (keine Ahnung, wo/ wie/ auf welche Weise die unterschiedlichen Festival- und Gastpulte dort vermatrixt/ verpatcht wurden). Okay, Stereo wird überbewertet – trotzdem blöd, wenn man viel mit Pingpongeffekten und Dual Pitch macht. Übermäßig gewundert hat mich der Fehler indes nicht, und die örtlichen (Oberliga-) Kollegen haben's auch blitzschnell lösen können. Bemerkenswert fand ich eher die Tatsache, dass das offenbar bereits zwei Tage lang so lief und niemandem der diversen dort in dieser Zeit tätigen Orts- und Gasttonler (die meisten davon nicht gerade Schülerbandpersonal :roll:) aufgefallen war.... :D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Also wenn ich einen Festival-FOH babysitte ist das zu 100% mein Ziel und klappt bisher auch genau so. Ich weiß jetzt nicht, wo beim Input- und Output-Patch das Problem liegen soll. Man muß sich konzentrieren, mehr nicht. Eher erlebe ich es, daß reisende Crews teilweise abweichende Patch-Pläne haben und ich am FOH für den Bandmischer etwas vorbereite, was auf der Bühne durch wen auch immer torpediert wird.
    Das gleiche gilt für die Systemeinbindung, L/R, ggf. Sub, ggf. Near auf das System zu bringen, ist doch nun wirklich eine Grundfähigkeit, die ein Festival-Systemer beherrschen sollte.
    Das ist ja jetzt keine Raketenwissenschaft, einfachste Matrix-Arbeit. Auch hier gilt, etwas Konzentration und der berühmte Doppelcheck, dann kann da nun aber auch wirklich nichts schief gehen.

    Vielleicht liegt es daran, daß Personal heute ziemlich - äh - preissensitiv - eingekauft wird. Gerade beim Patcher und beim Systemer / Babysitter sollte man da nicht sparen, was die reine Ton-Crew betrifft.

  • Prozeßanpassung in der Digitalpultpraxis

    • simonstpauli
    • 21. Juli 2016 um 17:54
    Zitat von "donut"

    Ja genau! Aber ha, denkste! bei Vi gehts genau so, dort kann ich an jedem Kanalzug einen beliebigen Input anwählen, und auch ein und densleben Input auf zwei Kanalzügen, und zwar simultan und unabhängig voneinander bedienbar, das das Signal noch vor der Engine und nach dem PreAmp gesplittet wird. Es gibt dann zwar nur ein Gain für beide, aber jeder hat noch zusätzlich einen eigenen Trimmer. Jedoch seit meinem Erlebnis mit der A&H d-live verwende ich das neue Wording in Ridern, weil da die Zuweisung von Inputs auf ChannelStrips nur über den TouchScreen per drag and drop möglich ist (es sei denn es belehrt mich jetzt jemand eines Besseren), und dann zwar alles auf zwei Kanalzügen anliegt, aber eben nicht simultan und unabhängig voneinander bedienbar ist. Und der Dienstleister Kollege FoH Beetreuer hat sich echt abgemüht, in jedem Winkel der Konsole nach Patchmöglichkeiten gesucht, das Manual gelesen und einen Experten angerufen. Die Aufgabe blieb unlösbar. Da half nur das Y-Adapter. Wobei digital gepatcht und funktionierend chicker gewesen wäre.


    Noch ein Mal:

    Es waren keine 2 Kanalzüge. Dein Betreuer hatte leider in diesem Punkt keine Ahnung und hat Dir den selben Kanalzug doppelt aufgelegt. Per Drag and Drop kann man das Surface belegen, im Kanalzug kann man den Input auswählen. Es war einfach ein Bedienfehler. Du wolltest 2 Kanalzüge mit dem selben Input, Dein Betreuer hat Dir das nicht umgesetzt.
    Die dLive kann das, was Du willst.
    Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten: Selbst kurz im Handbuch lesen oder dafür sorgen, daß ab jetzt nur noch A-Liga-Betreuer bei dLive-Jobs vor Ort sind.

    Das Ganze kann Dir ja nicht nur auf einer dLive passieren, bei vielen anderen Pulten diverser Hersteller kann man auch Kanalzüge mehrfach auflegen. Sogar bei der antiken PM5D geht das.

    Input Patch sollte ein Betreuer können, wirklich. Egal welches Pult.

  • Prozeßanpassung in der Digitalpultpraxis

    • simonstpauli
    • 21. Juli 2016 um 14:31
    Zitat von "donut"

    Als Audio-Technica Händler hast Du nicht auch Allen&Heath im Programm?
    Vielleicht lag es ja nur an der Software-Version. das ist etwas was ich an DigiDesks wirklich hasse! Jedesmal wenn Du ins Cockpit steigst sind die Pedale anders belegt und Funktionen kommen und gehen je nach irgendeiner CaseSensitivity. Da wird man doch irre.

    Es war eine aktuelle A&H Konsole, neuester Stand. Meine Anforderung war: InputSplitt eines Eingangssignals auf zwei Kanalzüge. Antwort Dienstleister: geht! Praxis: ein Input auf zwei Kanalzüge zu legen geht zwar, jedoch sind beide lediglich ZwillingsRemotes desselben SignalKanals in der Engine, und nicht unabhängig voneinander bedienbar! Also ist nicht das Audiosignal gesplittet, sondern nur die Bedienung gespiegelt. Was für einen Sinn soll das machen?

    Gelegentlich brauche ich auch noch die FX Returns auf den InputFaderbänken, will beim Mischen die Returns an den Finger haben und einen Effekt in einen anderen zu senden,
    das kann auch nicht jede digitale Konsole.


    Da wurdest Du vom Dienstleister schlecht betreut. Du hattest auf dem Pult einfach nur 2x den gleichen Channel Strip aufliegen.

    Was Du wolltest geht auch, 2 Channel Strips, die ihr Signal vom gleichen Preamp bekommen.

  • Prozeßanpassung in der Digitalpultpraxis

    • simonstpauli
    • 21. Juli 2016 um 10:47
    Zitat von "wora"

    ehrlich gesagt kenne ich jetzt kein professionelles digitalpult, bei dem das nicht geht.
    welche krücken sind dir denn da über den weg gelaufen?


    In der Tat habe ich immer 2 Yankees im Koffer. Ich mag es, wenn die Kanäle wirklich unabhängig sind, wenn ich splitte. Zusätzlich gewinne ich Redundanz bei Preamp und AD-Wandler.

  • Die Rechnung als "lohnbescheid" -Ausweisung einzelner Posten

    • simonstpauli
    • 12. Juli 2016 um 18:07

    Ich finde eine Aufschlüsselung nicht gut.

    Erstens sind wir keine Lohnarbeiter.

    Zweitens sind viele Nebenkosten pauschal und nicht prozentual. Eine Aufschlüsselung wäre immer ungenau und mühsam.

    Andere Gewerke schreiben ja auch keine nackten Stunden- oder Tagessätze plus Sozialpauschale plus Mehrwertsteuer. Auf der Rechnung steht der Preis plus Mehrwertsteuer, fertig.

  • M12 X-Coded, Erstatz für RJ45?

    • simonstpauli
    • 12. Juli 2016 um 12:06
    Zitat von "oton"

    Ich bin ganz deiner Meinung, allerdings ist es mit dem RJ45 ein wenig wie mit dem MIDI-DIN Stecker ... eine Verbindung, die um rauen Bühnenalltag überhaupt nichts zu suchen hat, aber trotzdem verwendet wird. Ich finde die "normalen" Netzwerkstecker komplett sinnlos für Bühnenanwendungen, und hatte im letzten halben Jahr auch schon einen Menge Stress damit, aber die meisten kleineren Verleiher sind ja schon zu geizig um wenigstens Ethercon-Stecker zu verwenden ....

    Und die Hersteller müssten dann auch ein paar Euro pro Buchse mehr ausgeben .. ob das hinhaut ... :roll: :roll: :roll:


    Wahrscheinlich geht es sogar eher in die umgekehrte Richtung, und selbst an analogen Submulticores werden RJ45-Buchsen zu finden sein. Das war heute Nacht mein Traum... Shit, war kein Traum, das gibt es ja wirklich schon.

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    23. September 2026 um 10:33
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