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  2. simonstpauli

Beiträge von simonstpauli

  • Verschiedene XLR-Längen? Welche Kabel zur Aktiv-Box?

    • simonstpauli
    • 17. Oktober 2024 um 08:47
    Zitat von floger

    wora Also ich kenne selfpowered Systeme unter der Bezeichnung Aktivboxen. Was du beschreibst sind aktive und passive Trennung / Frequenzweiche.

    Das ist ein bißchen verwirrend.

    Ich habe die Begriffe "aktiv" und "passiv" auch so gelernt wie wora. Die Bedeutungsverschiebung kam später. Wir haben einfach nicht so schnell ein deutsches Wort für "selfpowered" gefunden.

    Das Problem dabei: die sehr hilfreiche Unterscheidung zwischen Aktiv- und Passivtrennung (nebst vielfältiger Hybrid-Varianten) kann nicht mehr so gut beschrieben werden. Den sprachlichen Kampf haben wir aber inzwischen verloren, denke ich.

    Fun Fact: Es gab mal in einer Firma Lautsprecherkabel mit den Markierungen "P" und "A" für "Passivkabel" und "Aktivkabel", das waren 2-polige und 4-polige Speakonkabel, als Speakon noch was Neues war. Diese Markierungen stammen noch aus der Zeit, heute verstehen das viele Menschen nicht mehr.

  • Mu-Fu-Mikros: Welche Mikrofone lassen sich (gut) für mehrere Zwecke/Signalquellen verwenden?

    • simonstpauli
    • 14. Oktober 2024 um 14:36
    Zitat von guma

    :?:

    Ja, ich bin alt.

    Es war ein 32-Kanal-Pult, Marke hab ich vergessen, ohne Phantomspeisung. Das Netzteil konnte keine 48V und es gab keine Schalter zum Aktivieren, weder in den Kanälen noch global. Ich hab damals auch ein blödes Gesicht gemacht. Leider gibt es keine Fotos davon. Wahrscheinlich gab es auch noch keine Fotoapparate...

  • Mu-Fu-Mikros: Welche Mikrofone lassen sich (gut) für mehrere Zwecke/Signalquellen verwenden?

    • simonstpauli
    • 14. Oktober 2024 um 14:24
    Zitat von mischpultschorsch

    Ich mache mich jetzt unbeliebt - AKG C1000. Mit das universellste Mikro, meiner Erfahrung nach.

    Stadtfest, in der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurde der FOH geklaut. Ich bekam ein Ersatzpult, allerdings konnte das keine Phantomspeisung. 9V-Batterien hatte der Kollege an der anderen Bühne noch, so daß ich 4 C1000 und auch aktive BSS-DI-Boxen betreiben konnte. Nice.

  • Gehörschutz beim Traversenbau

    • simonstpauli
    • 8. Oktober 2024 um 18:44
    Zitat von niggles

    Die Geheimwaffe für renitente Trusspins ist eine umgemodelte 500er Montierspitze. Mit der Flex so weit kürzen dass der Aussendurchmesser der Spitze noch gut ins Innenloch des verwendeten Trussystems passt und mit dem Kugelaufsatz auf dem Dremel die Spitzenfläche hohl schleifen. Gerade ansetzen, ein kräftiger gezielter Schlag und das wars. Das elende Gerengel mit dem Hammer *in* der Truss (Zwangshaltung!) und dem Kopf direkt daneben wenn's mal wieder klemmt braucht wirklich niemand.

    Auch eine gute Strategie, wenn es hart auf hart kommt.

    Mein Punkt ist aber ja der, daß renitente Trusspins ein Anzeichen dafür sind, daß vorher VIELES schiefgelaiufen ist. Der Pin hätte in den meisten Fällen gar nicht reingetrieben werden dürfen.

  • Gehörschutz beim Traversenbau

    • simonstpauli
    • 7. Oktober 2024 um 18:07
    Zitat von falcocgn

    Wie wäre es, statt Metallhammer mal einen Schonhammer zu verwenden? Das dämpft gewaltig und mit den Kugeln im Kopf erhöht sich die Aufschlagskraft.

    Ich empfehle außerdem, beim Dengeln eine Schutzbrille zu tragen. Bei einem Kunden bekam ein neben dem Dengelnden stehender Kollege einen Metallsplitter ins Auge.

    Ich hab es mal so gelernt:

    Gummihammer zum Pin-Eintrteiben. Eintreiben nur bis zu dem Punkt, an dem der Pin fest sitzt und der Sicherungssplint gesetzt werden kann. (es gibt Menschen, die den Pin komplett versenken wollen, habe ich den Eindruck)
    Kupferhammer zum Pin-Austreiben.
    Max. 3 Schläge bis zum Erfolg, wenn mehr nötig wären ist etwas faul.

    So weit zur Theorie.

    Dann kam da noch diese Zange auf. Die funktioniert in der Theorie ebenfalls super.

    In der Praxis dengele ich ungern Traverse, daher halte ich mich vornehm zurück, trage meinen Gehörschutz und gebe schlaue Ratschläge von der Seitenlinie. Das kommt in der Crew immer super an. ;)

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 5. Oktober 2024 um 20:48
    Zitat von wora

    Moskau ist doch genauso ein spielball der großen mächte, die nicht in europa verortet sind.

    ein starkes europa ist ihnen ein dorn im auge, aber man hat erkannt, wie man es ziemlich einfach beeinflussen kann... man muss hier nur die ultra-rechten mit allen mitteln stärken, der rest erledigt sich dann fast von alleine.

    und Moskau ist dabei leider sehr nützlich, denn es rechnet sich wohl chancen aus, selbst wieder mehr einfluss zu bekommen. da es sich aber vor allem von einer der großen wirtschaftsmächte abhängig gemacht hat, lässt es sich später wiederum auch schön ausbremsen...

    das ist meine meinung dazu.

    Guter Punkt.

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 5. Oktober 2024 um 11:49
    Zitat von wora

    ja, die jahrelange arbeit in propaganda und massenhaften fakes scheint sich langsam auszuzahlen.

    europa wird zunehmend destabilisiert.

    die lachenden dritten sitzen nicht in europa.

    Wieso? Moskau liegt doch in Europa.

  • Gehörschutz beim Traversenbau

    • simonstpauli
    • 4. Oktober 2024 um 15:05
    Zitat von test

    wenn man die bolzen nicht mit dem 2kg hammer und unter verwendung von krummen pins, mit aller gewalt rein haut, ist das eigentlich nicht so laut. ist zumindes mein empfinden.

    mit dem gehörschutz hast du aber generell recht. was dagegen spricht ist wieder die kommunikation untereinandener.

    ich habe dann ohrstöpsel mit antischall im ohr :)

    Ich verwende angepassten Kind-Gehörschutz mit 15-20dB Dämpfung. So ertrage ich das Truss-Geklopfe und kann trotzdem noch einigermaßen kommunizieren. Wenn ich meinen Gehörschutz mal vergessen habe und auf Oropax zurückgreifen muß, klappt das mit der Kommunikation nicht so gut.

  • Geräteausfall - wie oft passiert es wirklich?

    • simonstpauli
    • 25. September 2024 um 21:55
    Zitat von doublefish

    Ich stehe auf'm Schlauch...
    Warum sind nun die Amps gestorben?

    Nullleiterabriß -> Sternpunktverschiebung -> Überspannung.

    Da ich die Amps zeitversetzt eingeschaltet hatte, gab es entsprechend direktes Feedback. Was der positive Aspekt war.

  • Geräteausfall - wie oft passiert es wirklich?

    • simonstpauli
    • 24. September 2024 um 17:38

    Bei Amprack fällt mir auch noch eine Geschichte ein.

    Rack mit 3 Amps, versorgte eine PA-Seite einer großflächigen Beschallung. Das andere Rack dementsprechend ca. 150 Meter entfernt.

    Stromversorgung 16A CEE rot, Aufteilung auf 3x Schuko.

    Ich schalte auf der anderen Seite an, immer mit 2 Sekunden Abstand. Amps an.

    Dann die "eine" Seite. An - An - An - Puff - Puff - Puff. Rauchwölkchen und strenger Geruch und ein ganz komisches Gefühl. Zum Glück war ein lokaler Kollege dabei, der von einer lokalen Firma ein Ersatz-Amprack besorgen konnte. Die EP5/NL4-Thematik habe ich auch irgendwie gelöst.

    Das ist übrigens eine schöne Aufgabe für Azubis. Warum sind die Amps gestorben?

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 23. September 2024 um 19:25

    Ich kann mir vorstellen, daß VHF wieder spannend wird. Shure hat ja schon das ULX-D in dem Bereich am Start nebst passendem Antennensplitter.

  • Geräteausfall - wie oft passiert es wirklich?

    • simonstpauli
    • 23. September 2024 um 19:22

    Da fällt mir noch ein, bei dem Gig mit der defekten Mastersektion am Tonpult hatten wir auch diverse andere Ausfälle. Etliche Mac 500, CityColor, ein 18000 ANSI-Lumen BARCO-Projektor (Leuchtmittel geplatzt, da ging gar nichts mehr, weil die Splitter Einiges kaputt gemacht hatten) und mehrere Amps. Gelöst haben wir es irgendwie. Video hatte ein heißes Backup, allerdings mit weniger Helligkeit. Licht kam irgendwie klar. Und es gab weniger Monitorwege.

    Grund waren temporäre Überspannungen über 250V.


    Dann hatte ich noch vergessen, eine SD12 am Monitor mit einem komischen Problem. Nach einiger Zeit Knackser, scheinbar korrelierend mit der Temperatur der Engine. Stellte sich im Nachhinein als Engine-Problem heraus. Mein FOH-Kollege hat mich nach dem Soundcheck dazu gebracht, auf sein FOH-Pult zu wechseln, eine Digico S31. Das war ein wilder Ritt, weil schon Einlass war und ich mir grob 10 Wege aus dem Kopf Hinschrauben musste. Die Band war im Boot und am Ende war wohl alles super. Aber schon stressig.

  • Geräteausfall - wie oft passiert es wirklich?

    • simonstpauli
    • 23. September 2024 um 13:38
    Zitat von DerAudioingenieur

    Hi Leute,

    immer mal wieder wird ja diskutiert (insbesondere mit Digitalmixern oder Amps), das man ja immer ein Konzept (wie auch immer haben sollte), was im Fall der Fälle passiert, wenn mal was ausfällt und wie man dann die Show weiter fährt.

    Ich wollte mal hier offen in die Runde fragen, wann / wie / wo euch es mal passiert ist, das irgendein kritisches Gerät mal ausgefallen ist und wie es danach weiterging und wie ihr vermutet, dass der Fehler zustande kam.

    Erzählt gerne eure (schlimmsten) Geschichten.

    Ich bin gespannt...

    Ich hab ganz gerne bei FOH/Monitor-Kombinationen einen rough-Mix auf dem Monitorpult parat und Aux-Wege auf dem FOH-Pult für einen rudementären Monitormix frei, so daß im Falle eines Ausfalls eines Pultes auf dem verbliebenen Pult die Show weitergefahren werden kann. Gebraucht habe ich das in 30 Jahren genau ein Mal. Es beruhigt mich aber, das in der Hinterhand zu haben.
    Das beinhaltet auch, daß der Split analog ist, wenn die Stagebox der SPF ist, hat man da nicht viel gewonnen.
    Öfter ist es passiert, daß ein Pult vor der Show ersetzt wurde, wie das PM5D, welches beim Update die Stromzufuhr verlor (Ersatzpult) oder das Soundcraft Venue mit der sich zerlegenden Strom-Verteilerplatine (Pult als 24-er nutzbar). Überhaupt Netzteilprobleme bei Analogpulten. Heute nicht mehr so häufig. Die Soundcraft Vi4,. bei der die Gain-Kontrolle um 8 Kanäle verschoben war. Quasi unbenutzbar dadurch, neues Local Rack vor der Show.
    Oder Teile des Pultes unbenutzbar waren, wie die Mastersektion eines Analogpultes, wobei aber noch einige Gruppen funktionierten (über Gruppen gefahren). Oder die Midas Pro2C, bei der durch einen Firmware-Fehler Gains nach einer gewissen Zeit nicht mehr steuerbar waren (Festival-Gains genutzt).

    PA: Bevor ein Amp ausfällt, ist erstmal die Kabelverbindung dran. Je nach Sicherheitsbedürfnis kommen bei mir 1-4 Layer zum Einsatz, im Maximum Dante Primary, Dante Secondary, AES-EBU, Analog.
    Wenn ein Amp ausfällt, kommt es entweder zum Ersetzen oder zum Re-Patch mit Abwerfen unwichtigerer Wege. Mir selbst ist das während der Show ganz früh in der Karriere passiert, da hatte ich noch keine guten Strategien. Lüfterausfall war sehr häufig, dagegen halfen Zwangslüfter aus dem Baumarkt.

    Den höchsten Redundanzgrad habe ich mal erlebt bei einer Pressekonferenz eines Autobauers. Alles doppelt. Also wirklich alles. Ton, Licht, Video, komplett doppelte Systeme auf unterschiedlichen Stromversorgungen. Dazu kam eine A-Crew und eine B-Crew, die nicht gemeinsam essen gehen durfte. Was ich auch erlebt habe: A-Venue und B-Venue. Also auch alles doppelt, aber nicht an einem Ort. Gerne genommen bei Open-Air-Veranstaltungen, die Regen-Option.

  • Dante Setup (Ableton Live, SQ5, Seeburg)

    • simonstpauli
    • 22. September 2024 um 11:39

    Ich kenne es von Theatershows so, dort 4 Spuren in Ableton, die Shows werden für 4 feste Häuser und Touren angelegt, Spur 1/2 - Front, Spur 3/4 - Monitor. Das ist für Alle klar ersichtlich, in den festen Häusern fest eingerichtet und auf Tour einfach umzusetzen. Wenn es mal Spezial-Positionen gibt, z.B. Lautsprecher in der Kulisse, landen die auf den Spuren ab 5 und sind entsprechend beschriftet und dokumentiert.

    Insofern finde ich den Ansatz gut, das Verteilen der Spuren auf die Lautsprecher schon direkt in Ableton zu machen, mit festem Routing im Pult. Am Pult würde ich mit post-Fader-Mixen arbeiten, so daß Lautstärken einfach zu regeln sind.

  • was ist ein guter Monitorsound?

    • simonstpauli
    • 17. September 2024 um 08:16
    Zitat von gert

    Tower of Power können das komplett ohne Soundcheck. Bei denen ist das Intro so gespielt das jeder 10 Takte zum einstellen hat. Geht echt super.

    Nile Rodgers macht das ähnlich.

    Wie die Routine aussieht ist egal. Sie muss nur abgesprochen sein.

    Das ist auch gut. Einen Soundcheck-Song haben auch die Arkells, das ging super auf Festivals.

    Bei den Busters sehe ich die konsequente Anwendung von den Basics:

    Die Band spielt ein paar Takte. Dann Stop. Der Reihe nach werden Monitorwünsche geäußert. Wenn dann beispielsweise der Gitarrist sagt, er braucht mehr Keyboards 1, dann spielt der Keyboarder 1 so lange, bis der Gitarrist zufrieden ist. Und so weiter. Wenn alle durch sind, wieder ein paar Takte zusammen.

    Das haben nicht viele Bands drauf, komischerweise.

  • was ist ein guter Monitorsound?

    • simonstpauli
    • 17. September 2024 um 02:04
    Zitat von lisa f.

    Wir haben hier eine Sessionband, alle auf IEM, mit je nach Show und Besetzung bis zu 14 Strecken. Ohne Monitormensch. Ohne Selbstmischen. Ich frag die das nächste mal, wie die das so erfahren.

    Das ist sportlich. Die Strategie interessiert mich.

    Mir fallen spontan "The Busters" ein. Eine Ska-Band. Die sind auf Wedges und haben eine der besten Routinen, den Soundcheck zu machen. Überaus diszipliniert und fokussiert. Wenn es hart auf hart kommt, können die bei fertigem Linecheck und fittem Monitormensch in 5 Minuten locker einen super Monitormix auf die Beine stellen. Am FOH ist dann auch alles easy, gab ja genug Zeit mit Signalen.

  • was ist ein guter Monitorsound?

    • simonstpauli
    • 17. September 2024 um 01:28

    Für Kompression habe ich ein schönes Beispiel.

    Auf einem Festival, große Bühne, Band komplett auf Wedges. Keyboard für die Keyboarderin unbearbeitet. Für alle Anderen massiv komprimiert. Das passierte in dieser Extremform auf Ansage, im Kleinen versuche ich das aber schon lange so zu machen. Also im eigenen Weg ohne Kompression, um die Kontrolle über das eigene Instrument zu ermöglichen, auf allen anderen Wegen (in dem Fall dann leicht) komprimiert. Das ist allerdings eine Gratwanderung. Kommunikation ist da wichtig. Siehe unten.

    Zum Thema, ob die Qualität der Monitormixe abgenommen hat: Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich so ist. Es fallen ja auch viele Bands raus, die entweder einen eigenen Monitormenschen dabei haben oder die Mixe gleich selbst fahren. Dann ist es für die übrigen Fälle auch immer eine Frage der Kommunikation. Was ist wohl die Essenz, was wird benötigt. Ein paar Basics sind klar, aber selbst auf die ist nicht immer Verlaß. Nächste Frage, sind die Ansprüche größer geworden? Über einen längeren Zeitraum betrachtet sicherlich.

  • Sehr kompakt und Self powered

    • simonstpauli
    • 12. September 2024 um 08:12

    Die Meyer Sound Labs - UPM fällt mir spontan ein.

  • Signalübertragung

    • simonstpauli
    • 12. September 2024 um 07:33
    Zitat von floger

    SDI läuft doch über BNC?!

    Und für Ethernet gäbe es z.B. M12. In der Industrie schon lange Standard.

    Ich frage mich, warum M12 nicht auch in unserer Branche benutzt wird. Zu teuer? Zu inkompatibel mit weit verbreiteten Stecksystemen (RJ45)?

  • was ist ein guter Monitorsound?

    • simonstpauli
    • 11. September 2024 um 22:07
    Zitat von wora

    kann man das irgendwie definieren?

    ich hatte in letzter zeit nicht wenige musiker auf der bühne, die sich nach dem gig bedankt haben und mir dann berichteten, dass "der monitorsound heute endlich mal wieder richtig gut" war.

    aussagen wie: "gestern war es total furchtbar, man hat sich selbst kaum gehört" und "im soundcheck war alles noch gut, aber beim gig war dann alles ganz anders" sind dabei keine ausnahme. vor kurzem wurde mir sogar berichtet: "letzte woche hatten wir zwei techniker, die mit ihren pulten gar nicht klar gekommen sind"... offenbar gab es da probleme mit dem speichern der soundcheck-einstellungen.

    und mir scheint, dass sich das in letzter zeit wirklich häuft.

    an meiner arbeitsweise habe ich in den letzten jahren kaum etwas geändert. es scheint also so zu sein, dass die qualität drum herum insgesamt nach unten geht. das finde ich bedenklich, denn so bringen wir die musiker immer mehr gegen unsere zunft auf.

    deshalb meine frage:

    hat sich da mittlerweile irgendwas an der arbeitsweise geändert, das ich nicht mitbekommen habe?

    wie sind denn eure erfahrungen zu diesem thema?

    Alles anzeigen

    Ich definiere es mal aus meiner aktiven Zeit als Musikerin.

    Ich hab mich dort hingestellt, wo ich alle anderen gut hören konnte. Meinen Gitarren-Amp so laut gemacht, daß er sich gut einfügt. Auf meinem Mix war idealerweise genau meine Stimme drauf, möglichst nur mit Low Cut bearbeitet. Falls die Main Vocals nicht aus der Mitte klar genug ankamen, auch die einen Touch. Manchmal etwas High Hat, weil ich SR stand. Insgesamt sehr Basic und eher akustisch bühnenbasiert.
    Für unseren Schlagzeuger hatte ich damals einen 6-Kanal-Split gebaut, damit er mit einem Powermixer seinen Mix selbst mischen konnte. Ich meine, er hatte Kick, Bass und die 4 Stimmen auf dem Pult. Er hat selbst auch gesungen.

    Heutzutage würde ich das Ganze noch auf mehrere Mixe verteilen, damit die Ortung stimmt.

    Und als Technikerin:

    Auf dem Pult für sehr gut nachvollziehbare Pegel sorgen. Ich mache das Folgendermaßen: Der jeweilige "me"-Kanal ist auf dem jeweiligen Mix auf 0dB. Dementsprechend auf den anderen Mixen niedriger. Gains werden an diesem Punkt so gezogen, daß sich möglichst genau diese Konstellation ergibt. So habe ich einen sehr guten Überblick, wer was auf dem Mix hat. Das bedeutet auch, daß Mix-Outputs ggf. angepasst werden müssen. Laute Mixe eben auch im Mix Master hochschieben.

    1. Priorität auf "me", also der Selbstkontrolle
    2. Priorität auf tonales und rhythmisches Zusammenspiel. Also: was wird an Platz X benötigt, um mit den Anderen zusammen zu spielen. Das kann individuell sehr unterschiedlich sein, die Kunst ist es, herauszufinden, was diese Elemente sind.

    Nutzung von Multi Mix Monitoring bei konventionellen Mixen (Stereo oder mehr), Panorama (Stereo oder Klang, wenn verfügbar) bei In-Ear-Mixen. So kann die Bühnenlautstärke bzw. die Lautstärke auf den Ohren reduziert werden, die Klarheit des Monitorings wird verbessert.

    Beide Methoden aus Sicht eines Einzelgigs, auf Tour werden die Arbeitsweisen anders.

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

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