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  1. PA-Forum
  2. simonstpauli

Beiträge von simonstpauli

  • was ist ein guter Monitorsound?

    • simonstpauli
    • 11. September 2024 um 21:49
    Zitat von lisa f.

    @all, weil es nervt und grade in diesem Thread wieder viel ist.

    Warum schreibe ich „Monitorfrau“?

    Weil es mir furchtbar auf den Senkel geht von „Monitormännern“, „Soundmen“, „Tonmännern“ zu lesen und hören.

    Es schließt uns nicht männlichen Techniker:innen komplett aus. Als gäbe es uns nicht. Und dann kommt die idiotische Erklärung „ja, aber ich mein doch alle Monitor - äh, wie sagt man denn da“?

    Also gebe ich mit manchmal bewußt keinerlei Mühe, geschlechtsneutrale Sprache zu finden.

    Und natürlich meine ich mit „Monitorfrau“ alle Monitormenschen.

    Sprache und Kultur sind eng verknüpft.

    Alles anzeigen

    Ich versuche seit einiger Zeit Dave Rat nachzueifern. Er nutzt schon sehr lange konsequent das Wort sound human.

    Ich denke, Monitormensch, FOH-Mensch, Tonmensch sind Wörter, die einfach zu benutzen sind und überhaupt kein sprachliches Problem darstellen. Also die geschlechtsneutrale Sprache muß nicht gefunden werden, die ist bereits hier. Sie muß nur benutzt werden.

    Das generische Femininum passt für mich auch.

  • Plötzliches Störsignal Sennheiser Funk-Setup

    • simonstpauli
    • 10. September 2024 um 22:05
    Zitat von secluded

    L-Band des Satelliten-Telefons nicht vergessen...

    ...bestimmt hatte der Bassist so was in der Hosentasche, uzm auch auf dem letzten Dorffest für seine Fans erreichbar zu sein ^^

    ...nicht zu vergessen, daß das alte GSM E-Netz auch bei 1.800 MHz läuft - ist ja wegen Fahrstühlen / Aufzügen immer noch aktiv ;)

    Sind Satelliten-Telefone solche Nebenband-Schleudern? Eher nicht im Vergleich zu Smartphones, die deutlich mehr Bandbreite übertragen wollen.


    GSM 1800 = LTE 1800, was die Frequenzen betrifft. Schließlich ist LTE nur eine Evolutionsstufe von GSM. Also 1710-1785 und 1805 - 1880.

  • Inverter/Wechselrichter 12V= auf 230V~

    • simonstpauli
    • 10. September 2024 um 02:11
    Zitat von karel noon

    Also der Instagrid macht das geforderte locker. Vermutlich sogar zwei oder drei mal an einem Tag :) je nach genauer spannungsaufnahme der PA.

    Ist aber natürlich nicht günstig.

    Mit einem Instagrid hab ich schon mal eine Band auf einer kleinen Festivalbühne durchgezogen, weil der Hauptakku der Stromversorgung nicht mehr so voll war. Plan A war komplette Solar-Versorgung, es war an dem Tag aber zu bewölkt.

    Da hing eine kleine PA (ein Doppel 18" Sub, 2x4 Doppel 8"-"Linearray"-Tops"), Backline und Frontlicht dran.

    "Nice to have"-Subs (2 weitere) und Effektlicht auf dem zweiten Instagrid. Die Band spielte ca. 1 Stunde, davor Soundcheck. Hat easy gereicht.

  • Plötzliches Störsignal Sennheiser Funk-Setup

    • simonstpauli
    • 10. September 2024 um 00:37
    Zitat von stb

    Die Sennheiser 1g8 Strecken arbeiten ja gerade im Bereich 1785 - 1800 MHZ, also in der genannten "Lücke". Hat bisher auch immer gepasst..

    Gestern wieder: Ein Moderator, der mit der Handfunke in

    der Hosentasche sich lustig von dannen machte => Knacks, Peng, Brizzel. Also der Beweis, dass es ein "Reichweitenproblem" ist.

    (Ja, er bestand darauf, dass das Mod-Mic, auch, wenn er nicht auf der Bühne ist, NICHT gemutet wird, da er es selber aus- und anschalten wollte, weil er auch aus dem Off sprechen würde.) :rolleyes:

    Die Allgemeinzuteilung für 1.8G-Strecken ist aktuell bis Ende 2025 befristet. Neben uns gibt es noch 2 Nutzungen: militärischer Funkdienst und SRDs (short range devices, z.B. Hörhilfen)

    1785 - 1805 MHz, ich würde es auf 1787 - 1804 MHz eingrenzen. (Mehr Schutzabstand zum LTE-Uplink, weil die Sender "schmutziger" sind. Vielleicht sogar 1787 - 1794, weil die SRDs im Bereich 1795 - 1800 zugelassen sind und ich keine Idee habe, wie stark solche Geräte verbreitet sein können.

    Ein Reichweitenproblem ist es generell. Bei der dreifachen Frequenz zu gängigen UHF-Systemen müssen deutliche Abstriche gemacht werden, die technisch nicht mit einem sinnvollen Budget aufgefangen werden können. Was dazu führt, daß die Strecken wesentlich weniger fehlertolerant sind im Vergleich zu UHF- oder gar VHF-Strecken. Den Effekt gab es schon mal beim Übergang von VHF zu UHF. Gewohnheiten mussten durchbrochen werden, sowohl beim Setup der Strecken als auch beim Handling auf der Bühne.
    Im speziellen Fall sollte aber der Squelch dafür sorgen, daß die Strecke zwar abreißt, aber dann direkt empfängerseitig gemutet wird. Geräusche sollten da nicht hörbar sein.

  • Plötzliches Störsignal Sennheiser Funk-Setup

    • simonstpauli
    • 9. September 2024 um 19:27
    Zitat von lisa f.

    Es gibt eine Lücke von 1785 bis 1805,

    Danach die folgenden Downlink Blöcke:

    1805-1835 Telekom

    1835-1855 O2

    1855-1880 Vodafon

    Daduch dass es Downlink Blöcke sind die immer present.

    1880-1920 ist die DECT Band Lücke. Fröhlich aufgegriffen von den Intercom Herstellern, zB. Riedel Bolero oder Clearcom Freespeak. Und Sennheiser hat mind. ein System in dem Bereich.

    1805-1880 kannst Du eigentlich nur im entfernten Alpental oder im Bunker irgendwas zum Laufen bringen. Oder genau die Block Lücken nutzen.

    Unter 1785 und über 1920 gibt es die Uplink Blöcke, völlig unbrauchbar sobald Publikum im Haus ist. Mach mal ‘n Peakhold Scan über ein 2 Stunden Konzert…

    Alles anzeigen

    Guter Punkt, das ist festzuhalten:

    LTE Downlink UND Uplink absolut meiden. In der benutzten Koordinations-Software einfach direkt die Bereiche sperren ist am Einfachsten. Vor Allem, weil man die Uplink-Aktivitäten in der Regel bei der Einrichtung nicht so gut auf dem Scan sieht.

    Überhaupt: Scan und Koordination empfehle ich auch bei vermeintlich "kleinen" Gigs.

    Kleine Anmerkung: LTE 1800 Uplink ist 1710-1785. Ab 1920 ist schon wieder ein Downlink eines anderen Bandes (LTE 2100).

    Es bleibt spannend in Deutschland/Europa. Vor Allem, weil die Allgemeinzuteilung im UHF-Bereich bald ausläuft (Ende 2030) und das Militär auf Spektrum schielt und erhebliche Ressourcen im Bereich 470 bis 694 MHz fordert.
    1.8 oder gar 2.4 GHz-Systeme sind physikalisch bedingt im Grunde Spielkram. Kann man machen, wenn Betriebssicherheit überhaupt keine Rolle spielt.
    VHF ist auch unklar, was die Zukunft betrifft. Eventuell eine Lücke für uns, weil das Band für Datenanwendungen nicht so attraktiv ist (geringere Bandbreite).

  • Plötzliches Störsignal Sennheiser Funk-Setup

    • simonstpauli
    • 8. September 2024 um 18:40
    Zitat von stepu

    Moin,

    Funksysteme ohne Scansoftware zu nutzen ist ja immer wie fahren im Nebel...

    Bei der Frequenzauswahl würde ich immer alle LTE Bereiche ausklammern (in Shures Workbench kann man die als auszulassende Frequenzbereiche anlegen, das geht bei Sennheiser WSM glaub ich auch).

    Wer hier mal liest, findet die LTE Bereiche, in denen Mobilfunkanbieter sich rumtummeln KÖNNEN:

    https://www.lte-anbieter.info/ratgeber/frequenzen-lte.php

    Ich habe es oft morgens, das noch kein LTE Anbieter sendet, im Laufe des Tages aber schon! Die schalten sich nach Bedarf an! Deswegen scannen, mehrmals.

    Bei 1800MHz gibts LTE, im 800er Band hast du nur sinnvoll Platz von 821-832MHz (ISM 863-865 würde ich auch erst mal weglassen, wenns ohne geht).

    Andere Probleme (Antenne zuhalten, Platzierung der Antenne usw.) muss man dann durch Testen rausfinden...


    VG Stefan

    Alles anzeigen

    Beim LTE ist noch zu beachten (abgesehen davon, daß man den Bereich ja sowieso absolut nicht nutzt), daß im Uplink (LTE 800: 832-862 MHz) beim Scan erstmal wenig zu sehen ist, wenn wenig Endgeräte auf dem Platz sind. Diese senden weniger sauber und sind näher an unseren Antennen als die Basisstationen. Deshalb sind sie oft störender.
    Also in der Regel beim initialen Scan. Die Downlinks (791-821 MHz) sehe ich in der Regel auf meinen Scans.

    Antennenpositionierung kann man lernen, ist am Ende mit Geometrie zu lösen, wenn man die Physik dahinter verstanden hat. Im Grunde reichen ein paar wenige Grundlage: (Inverse Square Law, Interferenz, Intermodulation, Polarisation, 1. Fresnelzone).

    Und Antenne zuhalten kostet etliche dB, führt in der Regel zu Dropouts. Übrigens auch ein gern genommener Fehler bei In-Ear-Empfängern, insbesondere non-diversity. Antennen, die an Haut anliegen. Wenn das noch funktioniert: Showtime, Schweiß -> Dropouts. Also: Antennen weg vom Körper, Hände weg von Antennen.

  • Plötzliches Störsignal Sennheiser Funk-Setup

    • simonstpauli
    • 4. September 2024 um 14:11
    Zitat von stb

    Ich erlaube mir mal, das hier auszugraben und mein aktuelles Problem dran zu hängen:

    Wir hatten am WE bei der Show plötzlich dauernd Störungen (lautes Knarzen und Knacken) in der Leadvocal-Strecke (Sennheiser EWG4 1g8). Beim Soundcheck, dem Nachmittagsprogramm und bei der Vorband lief alles ohne Probleme. Als Abend der Platz voll war und unsere Show los ging fing es an. Ein Problem könnte teilweise die Entfernung gewesen sein. Der Sänger begab sich ca 30 Meter ins Publikum und hat dort auf einer Leiter :rolleyes: performt. Des weiteren ist mir aufgefallen, dass er (auf der Bühne) schon mal die Antenne der Handfunke zugehalten hat. Auch dabei trat manchmal dieses Knarzen auf.

    Es liefen noch mehrere Strecken im gleichen Band und im E-Band (InEars). Da war aber alles gut. Ach ja die Sennheiserfunken liefen mit abgesetzten Richtantennen.

    Hinterher war natürlich "die Technik" schuld: Ihr hab da was verstellt. Heute morgen beim Soundcheck war das ja noch nicht!

    Jetzt die Frage: Was war das denn? Hat jemand eine Erklärung für mich?

    Klingt nach einem ziemlich normalen Verhalten bei 1,8 GHz. Vor Allem die Entfernung und das Zuhalten der Antenne.

    Daß es ohne Publikum noch funktioniert, ist auch normal. Ein Mensch kann bis zu 20 dB Dämpfung des HF-Signals bewirken, wenn er sich innerhalb der 1. Fresnelzone befindet. Das kann schon den Ausschlag geben.

  • 4-Kanalendstufe, 6 LS, geht das?

    • simonstpauli
    • 2. September 2024 um 08:11
    Zitat von robert müller

    Und wenn du die Bühne von der Bühnenkante aus mit Monitoring bespielst? Da könnte sich ja (ja nach Aufbau) trotzdem mittig vor der Bühnenkante ein Sub befinden, der dann für Publikum und Bühne gleichermaßen das Low-End liefert. Man versucht das ja normalerweise zu vermeiden, aber in deinem Fall könnte es gewünscht sein. Dann hast du aber das Problem mit den Delayzeiten und den feedbackanfälligen Mikros nicht (außer vielleicht im Tiefbereich, aber Mikros werden ja normalerweise sowieso mit Lo-Cut betrieben).

    So würde ich das auch denken, an der Nulllinie die Beschallung für das Publikum und ebendort auch das Monitoring. Keine Laufzeitprobleme, weniger Verfärbungen nahe der Nulllinie.

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 1. September 2024 um 20:56
    Zitat von guma

    Da ihr ja alle hart im Nehmen seid und frei von Illusion, vertragt ihr sicher auch das GUMAsche Kulissenmodell vom Altern und den Krankheiten:

    Die Segnungen der modernen Medizin in Gestalt von Prävention und Intervention haben dazu geführt, dass man allerhand Infektionskrankheiten, an denen man früher zeitig verstorben wäre, die Leukämie, den Darmkrebs, die Koronarsklerose u.s.w. überlebt. Nach diesem Überleben geht allerdings der nächste Vorhang zur nächst beschisseneren Krankheit auf und hinter dem letzten Vorhang lauert die Demenz von der Laien glauben, dass wäre ja nicht so schlimm, weil man „nichts mehr mit kriegt“.

    Ich allerdings frage mich nach 36 Jahren Medizin immer öfter ob ein paar Jahre früher schnell am Infarkt gestorben zu sein nicht besser wäre als jahrelang 'bei guter Pflege' zuhehmend dement mit eitrig schmerzhaftem Arsch gegen Decke zu starren.

    Nix für ungut aber bei 'Beiträgen zur Gesundheitspolitik' lassen nicht nur Gesundheitspolitiker gerne mal etwas Realitätssinn vermissen.

    Danke, das Kulissenmodell ist sehr eindrücklich.

    Demenz ist ein formidables Arschloch, wenn ich diese Ausdrucksweise mal verwenden darf. Ich konnte sie an meiner Oma beobachten, da war ich noch ein Jugendlicher. Und jetzt immer wieder an Patienten. Und Deine Frage ist ja rhetorisch, denke ich.

    "Friedwald statt Pflegeheim" ist meine Devise. Solange ich noch die Möglichkeit habe. Leider ist das Verhältnis zum Tod und zum Sterben in Deutschland ziemlich gestört, was darin mündet, daß im Bereich der Sterbehilfe auch rechtlich einige Hürden bestehen. Das bringt mir dann so Fälle vor die Nase wie den Bewohner eines Pflegeheims, der mir sagte "Ich lass mich nicht gegen Corona impfen. Hab sowieso keine Kraft mehr, um zu leben. Vielleicht klappt es mit dem Sterben ja auf diesem Weg." Für mich völlig verständlich und traurig, daß er diesen Weg gehen musste.

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 1. September 2024 um 13:22
    Zitat von hp

    Naja , ich finde die Entwicklung auch auffällig ...

    Auch der Gesundheitszustand allgemein wirft Fragen auf .

    Über die Gründe kann man nur spekulieren .

    Die Gründe sind relativ klar. Da muß nicht viel spekuliert werden. Es ist aber so, daß Menschen eher ungern auf medizinisches Personal hören, vor Allem wenn es den Lebenswandel und die Gesundheitsvorsorge betrifft.

    Was haben wir denn so im Alter?

    Krebs
    Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    Diabetes

    Dann noch Depressionen (eine erst zu nehmende Todesursache),
    Lungenkrankheiten
    Demenz (tötet schlußendlich auch körperlich)

    Alles Krankheiten, gegen die wir als Individuum und als Gesellschaft mehr tun könnten, wenn wir wöllten.

    Andererseits ist die Lebenserwartung so hoch, daß diese Krankheiten mehr Relevanz bekommen. Es gibt halt keinen Seniozid mehr, wie noch bei einigen Wikinger-Stämmen. (bewusst ohne moralische Wertung, rein vom medizinischen Standpunkt betrachtet)

    Unter dem Strich steht bei mir:

    Eigenverantwortung

    Optimierung Gesundheitswesen (weg von der Gewinnorientierung, hin zum Gemeinwohl, wie das am Besten genau aussieht, müssen sich Experten überlegen)

    Erhebliche Verbesserung der psychologischen Versorgung. Im Moment wird Menschen im Grunde erst geholfen, wenn es schon fast zu spät ist.

    Anbindung des Rettungsdienstes an das Gesundheitswesen. Hier fehlen wichtige Schnittstellen. (faktisch gehört der Rettungsdienst samt Krankentransport zur nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr und untersteht der jeweiligen Landes-Behörde, in der Regel Innenbehörde)
    Vernetzung Rettungsdienst und KV-Notdienst, Notaufnahmen und Notfallpraxen.

  • Simultane Stereo- und Monomixe

    • simonstpauli
    • 31. August 2024 um 19:27
    Zitat von Circumbendibus

    Tut mir leid wenn ich mich gerade unbeliebt mache und ein Klugscheisser bin, aber genau das ist es ja eben nicht. Es ist die Kombination aus einem Abhängig vom Grad des Panning stärker werdenden und sich leicht in der Frequenzverschiebenden Shelvingfilter oberhalb von ca. 1000 Hz und einem minimalen Delay von bis zu 0,7 Millisekunden, ebenfalls Abhängig vom Grad des Pannings. Eben sehr(!) vereinfacht das, was beim Verschieben einer Schallquelle auf der Azimuthebene vor einem Kopf passiert.


    Das ganze ist durch diesen Shelvingfilter gerade erst Monokompatibel, da dadurch die Kammfilter nicht mehr so stark ausgeprägt sind, ganz ohne Nachteile bleibt es natürlich auch nicht.

    Nichts für ungut :S

    Dass das vom DSP-Aufwand überschaubar ist, bleibt natürlich trotzdem bestehen und falls du Kontakte zu Entwicklungsabteilungen hast nutze die bitte gerne!

    Hey, Du machst Dich bei mir gerade sehr beliebt, weil ich wieder was gelernt habe.

    Wie wirkt sich der Shelvingfilter auf äußere Hörpositionen im Vergleich zu einem Monomix aus? Es ist spannend, wie man das dann am Besten umsetzen würde.

    Ich leg mir das mal auf Wiedervorlage.

  • Simultane Stereo- und Monomixe

    • simonstpauli
    • 30. August 2024 um 12:31
    Zitat von audiobo

    Meiner bescheidenen Meinung nach orientiert man sich in vielen Punkten immer noch zu sehr an Analogkonsolen.

    Entweder aufgrund von fehlender Weitsicht (Scheuklappen/Tellerrand-Symptom) oder genau umgekehrt: als Masterplan, damit man die nächsten 20 Jahre immer mal wieder was neues zu bieten hat. Man muss sich nur das Thema M/S-Matrizierung anschauen.

    Gerne unter dem Vorwand, dass mehr Funktionen das Gerät ja nur komplizierter machen würden.

    Aber als nächstes wird natürlich erst einmal die KI-Kuh durch's Dorf getrieben...

    Stimmt.
    Daß Intensitäts-Stereo live nicht funktioniert, ist doch lange bekannt.
    Und z.B. DiGiCo könnte das ja mit einem Fingerschnipsen umsetzen mit ihrer Architektur, stelle ich mir jedenfalls vor. Jeder Kanal ist sowieso schon stereo möglich, man muß nur auf einer Seite ein Delay einsetzen. Ich glaube, ich muß mal mit Leuten telefonieren.

  • Simultane Stereo- und Monomixe

    • simonstpauli
    • 30. August 2024 um 08:50
    Zitat von ioTon

    Gabs ja schon!

    Ok, nicht Brot & Butter Mischpult, aber Gold & Diamant Mischmaschiene:

    Pandora panning

    https://www.fast-and-wide.com/equipment-rele…pandora-panning

    Zu schade, daß sich das nicht durchgesetzt hat. So komplex kann es ja nicht sein. Interessieren sich die Mischpult-Hersteller nicht für Stereo? Ist es den Käufern egal? Ist es den Anwendern egal?

  • Simultane Stereo- und Monomixe

    • simonstpauli
    • 29. August 2024 um 21:09
    Zitat von yamaha4711

    ...
    Ortung
    ....

    Interessant wird es hier:

    Man müsste in diesem Fall das Panorama nachführen, denn die Akteure (Theater) laufen ja auf der Bühne hin- und her. Wenn das fixe Mikrofonpositionen sind, OK (kann man ja dann fix pannen), aber wenn Mikro an Person ist, dann wirds knifflig. Dasselbe gilt (bei Liveband) dann für Gitarren mit Funk, wenn die wild über die Bühne rennen oder eben der Sänger. Allerdings gibt es hierfür gar auch eine Lösung, doch die ist sicher nicht im Budget.

    Spontan erinnert mich das an TiMax.

  • 4-Kanalendstufe, 6 LS, geht das?

    • simonstpauli
    • 24. August 2024 um 09:00
    Zitat von Dango

    ...
    Konkret in's Auge gefasst habe ich Seeburg X1/X2 und Gsub1201 Bässe. Da gibt es ja verschiedene Varianten (aktiv, passiv, aktiv/passiv gemischt). Ob ich bei der passiven Variante wirklich die Systemendstufen haben wollen würde, weiß ich noch nicht, vielleicht was etwas Günstigeres und dann einen externen DSP.

    ...

    Das ist ein interessanter Ansatz.

    Bei den selfpowered-Systemen hast Du eine Systemendstufe, warum dann nicht bei den Systemen mit externer Endstufe genau die gleiche Strategie fahren? Alleine die Limiter so einzustellen, wie es in einer guten Systemendstufe geregelt ist, dauert einige Treiber. Den Verlust der Treiber in der Entwicklung zahlt man natürlich bei der Systemendstufe mit, aber das ist es in meinen Augen definitiv wert. Alternative ist, man verzichtet auf Pegel. Dann zahlt man wieder zu viel für die Lautsprecher.

    Ansonsten:

    Monitoring hinter der Bühne und mit Sub? Das ist ebenfalls interessant. Es würde dazu zwingen, die Haupt-PA auf die Bühnenhinterkante zu verzögern. Und das Ergebnis im Raum ist in hohem Maße vom Monitoring abhängig.
    Kann man machen, ist aber sehr ungewöhnlich.

  • Windanfälligkeit aktueller Line-Array Systeme (besonders L-Acoustics)

    • simonstpauli
    • 22. August 2024 um 18:10
    Zitat von cen-music

    Leider haben 90% der Beiträge hier nichts mit dem Eingangsthema zu tun ;) Egal, war ein Versuch...

    Sorry. Es ist auch mit mir etwas durchgegangen.

    Also ein Versuch BTT:

    Was ist jetzt anders? In der Horizontalen bei gleicher Hardware nichts.
    In der Vertikalen betreiben wir mehr "Rechnerei", um die Coverage im Idealfall, also ohne Windeinfluß, noch gleichmäßiger hinzubekommen.

    Welcher Wind ist am schlimmsten? Ich vermute fast, daß es vertikal wirkende Windanteile sind, weil wir dort wesentlich engere Pattern haben. Und dann würde sich auch eine Änderung erklären, selbst wenn die Hardware gleich bleibt.

    Vergleich dazu auch das Ablaufen einer Coverage vorne/hinten und on-axis/off-axis. Die Veränderungen sind vorne/hinten drastischer, off-axis wird erst dann böse, wenn ein weiteres System ins Spiel kommt.
    Da komme ich auf einen Gedanken und Einwurf: Wo sind FOHs üblicherweise platziert? Dead center? Das wäre dann eine extrem seitenwindanfällige Position. Die Auswirkungen wären stärker als im Großteil der Publikumsbereiche. Phasing des Grauens, wenn der Wind leicht von links nach rechts und zurück dreht.
    Und die Anfälligkeit für Höhenwind ist sowieso vorhanden, allerdings eher von der Entfernung zur PA abhängig.

    Nächste Frage, können wir den relevanten Windanteil quantifizieren? Es könnte ja z.B. am FOH eine steife Brise wehen, auf dem Weg von PA zum FOH aber Windstille herrschen und umgekehrt. Darauf aufbauend die Frage, was ist dann die gefühlte Windstabilität wert?

  • Windanfälligkeit aktueller Line-Array Systeme (besonders L-Acoustics)

    • simonstpauli
    • 20. August 2024 um 23:29
    Zitat von TomyN

    Naja, man kann die Richtungspresets ja vorberechnen und je nach Windrichtung abrufen. Das sollte eigentlich (wenn das Array Beamstearing kann) schon heute kein größeres Problem sein.

    Nur ist Wind ja eine komplexe Erscheinung. Da gibt es Wirbel etc. Das bedeutet, daß Wind auf unterschiedliche Teile des Arrays unterschiedlich wirkt.

    Ich denke, das würde eher die negativen Effekte von Beamsteering herausarbeiten. Nämlich daß es immer genau nicht passt und sich auf dem Weg zur Unzulänglichkeit noch entsprechend schlecht anhört..

    Wie schon angedeutet denke ich, daß wir Stand heute nicht ansatzweise die DSP-Leistung haben, um diese Phänomene in Echtzeit beschreiben oder gar beherrschen zu können.

  • Windanfälligkeit aktueller Line-Array Systeme (besonders L-Acoustics)

    • simonstpauli
    • 20. August 2024 um 20:06
    Zitat von AlphaC

    Ähm... Joa... Und dann das "Beamsteering" in Echtzeit steuern je nach Böe, für eine riesige, dreidimensionale, in sich wabernde Luftmasse vor dem Array... Spannendes Konzept. Schon das Erfassen dessen mit Sensorik ist sehr ... ambitioniert. Und dann die Rechenleistung für das Echtzeitprozessing.

    Im Tieftonbereich sicherlich machbar. Siehe Christian Frick mit seinen Sub-Antischall-Arrays. Alles darüber dürfte wohl am Processing scheitern.

  • L-Acoustics L2

    • simonstpauli
    • 15. August 2024 um 23:52
    Zitat von VTLS

    moin. wenn das so schlimm ist wie du sagst (und die vorschusslorbeeren hast du) warum gibt es dann so wenige systeme mit 0,3 oder 0,5° winkeln am markt? die hersteller müssten doch auch schon auf den trichter gekommen sein?

    Mir fällt da spontan die SL-Serie von d&b ein. Mit Compression Rigging sind die 0° auf sehr elegante Weise nicht mehr 0°.

  • Neues UHF-Ungemach im Anmarsch

    • simonstpauli
    • 14. August 2024 um 12:57
    Zitat von yamaha4711

    Frag doch bei der BNetz, am besten wöchentlich, damit die ordentlich was zu tun bekommen. Die koordinieren das doch alles.

    Per eMail habe ich zur Fußball-EM sowohl bei der BNetzA als auch beim NDR angefragt, welcher Kanal für den 5G-Broadcast-Testbetrieb benutzt wird. Der NDR hat zeitnah geantwortet, auf die BNetzA warte ich bis heute. Die haben wohl einen Spamfilter...

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