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  2. simonstpauli

Beiträge von simonstpauli

  • Mikrofone in Kirchen: Feedback?

    • simonstpauli
    • 24. Januar 2015 um 14:56
    Zitat von "verstärkerberserker"

    Danke wora !

    Ich stelle hier die Behauptung auf, dass wora der einzige Betragsschreiber hier ist, der mehr als ein mal individuelle Festinstallationen durchdacht, geplant und ausgeführt hat.
    ...


    Ich denke auch, daß wora hier eine Menge Erfahrung in diesem Bereich hat.

    Ich selbst habe nur ca. ein Dutzend Festinstallationen geplant und durchgeführt, keine davon in Kirchen.

    In diesem beschränkten Horizont hat sich für mich herausgestellt, daß echte Fader und/oder Knöpfe auf lange Sicht sehr viel besser funktionieren als z.B. ein iPad. Früher habe ich gerne ICPs verbaut, heute DCPs. Daran kann man erkennen, daß fast alle meiner Arbeiten in diesem Bereich auf Yamaha-Matrixmischern basieren. Unter dem Strich ist es aber immer gleich: es gibt ein ganz klares optisches und taktiles Feedback für den Bediener: Fader oben -> laut. Das kann man aus der Ferne sehen, bei Knöpfen dann am LED-Kranz. Ich erlaube mir teilweise durchaus einen kleinen "heißen" Bereich am oberen Ende, je nach Zielsetzung. Das kann z.B. heißen: 4 Mikrofone, einzeln sind sie safe, auch wenn der Fader ganz oben ist, bei Nutzung aller Mikrofone bleibt man etwas darunter. Zu viele Szenen verwirren leicht. Auch immer empfehlenswert: eine Dokumentation, die ein Kollege oder man selbst auch nach 5 Jahren noch versteht.

    Touch-basierte Geräte sind auch im Gastro-Umfeld eher ungünstig, mit einem feuchten Finger kann man einen Fader immer noch sehr zielsicher bedienen, ein iPad wird irgendwann "komisch". Und der Akku ist immer dann leer, wenn man es braucht. Oder es wird geklaut, alles schon vorgekommen.

  • High Quality Systems

    • simonstpauli
    • 21. Januar 2015 um 19:44
    Zitat von "marce"

    l'Acoustics ARCS.

    Das bekommt ihr nach dem Scheitern des Hobbies wenigstens wieder zu einem ordentlich Kurs verkauft und es erfüllt ansonsten auch alles an eurern Anforderungen.

    Ach ja - gibt's schon erwähnenswertes Gerödel, das ihr weiter verwenden wollte und das schon vorhanden ist oder startet ihr bei mehr oder weniger 0?


    An ARCS hatte ich auch schon gedacht, ich finde sie großartig.

  • Mikrofone in Kirchen: Feedback?

    • simonstpauli
    • 20. Januar 2015 um 18:00

    1. Was gut helfen kann, die Anzahl der offenen Mikrofone zu reduzieren: Ein Automatikmischer. Mein Liebling ist im Moment der Dugan, z.B. eingebaut in der Yamaha QL-Serie. Das bringt diverse dB GBF (Gain before Feedback).

    2. eine anständige Installation, bezogen auf die szenische Darstellung. Lautsprecher also in Hinblick auf die Quellen und den Raum installieren.
    2a. gute Mikrofone und gute Funktechnik sind ebenfalls eine Basis für Erfolg.

    3. Disziplin auf seiten der Darsteller. Niemals sollte der unter (2) festgelegte Aktionsradius verlassen werden.

    4. Feedbackreduzierung am Pult durch EQ. Hier ist erst einmal der Ausgangs-EQ für die Lautsprechersysteme gemeint.

    5. ein automatisches Feedbackreduktionsgerät kann nur eingreifen, wenn ein Feedback erkennbar entsteht, dieses ist dann immer auch schon hörbar. Also, wie u.A. Volker schon geschrieben hat, letztes Mittel, nicht als Haupt-Waffe einsetzen.

    6. natürlich kann eine sensible Bedienung die Grenze zum Feedback nochmals weiter nach oben verschieben, so sehr wir uns alle Jobs wünschen, ein "Angelernter" kann auch Einiges bewirken, also lasst 2-3 Personen schulen und gebt euer Bestes.

    7. Wunder gibt es in der Beschallung nicht, auch nicht in einer Kirche. Die Physik ist immer präsent und meldet sich im Ernstfall lautstark zu Wort. Ein Ziel kann also sein, Stimmen zu stützen, nicht in dem Sinne zu "beschallen". Siehe (3), gute Quellsignale und siehe (2a) eine gute Abnahme derselben ist der Grundstein zum Erfolg.

  • Fohhnumstieg!

    • simonstpauli
    • 19. Januar 2015 um 11:46

    Ich sehe das genau so wie wora, frei setzbare Trennfrequenzen sind so 90er. Wenn man Betriebssicherheit haben möchte, ist ein Werkspreset mit festen Trennfrequenzen und Limitern Pflicht.

  • Fohhnumstieg!

    • simonstpauli
    • 18. Januar 2015 um 12:29

    Ich habe spontan den Wunsch nach mehr Informationen:

    - warum wollt ihr von Fohhn weg?
    - welche Lautprecherformate setzt ihr ein oder wollt ihr einsetzen?

    Auf der Zielseite fehlt noch:

    - Dry-Hire-Potential in beide Richtungen, was ist in eurem Umfeld vorhanden
    - Service-Potential, wie sind die Wunschhersteller da aufgestellt?

  • I don't need that, 2.0

    • simonstpauli
    • 15. Januar 2015 um 19:04
    Zitat von "gezz-abba"

    Danke, das versteh ich auch nicht, warum ich bei diesem pult nur für kopfhörer und cd player noch einen schrank zusätzlich neben das pult stellen muss...dabei ist das vi4 so schön klein.. nur ein paar audio in/outs onboard und fertig wäre der drops....
    ...


    Na ja, ganz so isses ja nicht. Ein Vi4/6-Surface ist ohne LocalRack ja dumm wie 2 Weißbrote.

    Dann reden wir eher über die Vi2 oder 3000. Anderes Konzept halt.

  • 19" fliegen

    • simonstpauli
    • 14. Januar 2015 um 21:53
    Zitat von "kob1"

    Wie wärs denn mit dem L-CASE von l'acoustics?
    http://www.l-acoustics.com/produkte-l-case-136.html
    Anm.: Ich kenn das Produkt nur von der Herstellerseite, möglicherweise funktioniert es nur in Verbindung mit LA Amps.

    Grüße


    Das ist mir auch spontan eingefallen. In das L-Case kann man natürlich auch andere Geräte schrauben, ich bezweifle allerdings, daß das finanziell sinnvoll ist. Dann hat man ja 3 LA8 in der Ecke rumzuliegen. Crown-Ampracks gibt es auch in flugfähig, aber auch wieder zu groß für die Anwendung.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es auch andere, kleinere Cases gibt, die flugfähig sind bzw. ein Casebauer das so bauen kann.

  • Arbeit im Ausland?

    • simonstpauli
    • 14. Januar 2015 um 18:28

    Denk auf jeden Fall an die A1-Bescheinigung zur Sozialversicherung. Das hat gerade wieder Kollegen erwischt...

    Edit:

    http://www.bsv.admin.ch/vollzug/docume…ry:163/lang:deu

  • Welches Funkmikrofon würdet ihr empfehlen???

    • simonstpauli
    • 12. Januar 2015 um 15:00
    Zitat von "secluded"

    :)

    ...zu dem funkt's bei mir fast nur noch zwischen 554 und 590 MHz ;)
    ...da interessiert mich momentan echt nur DVB-T, LTE-Uploads sind da definitiv nicht zu finden in unserer Region...


    sec


    Und damit bist Du auch bei einer Digitalen Dividende II auf der sicheren Seite. Das Einzige, was ich dann erwarte, ist ein Zusammenrücken der DVB-T-Belegung im unteren Spektrum (unter 710 MHz).

    Da der Bereich inzwischen auch für uns lizensierbar ist, würde ich bei Neuanschaffungen schon jetzt unter 710MHz bleiben und nur bei wirklichen Schnäppchen über 710MHz.

  • Sturm beim Schirennen

    • simonstpauli
    • 11. Januar 2015 um 22:14

    Ich würde mal sagen, dieses Pferd ist tot, alle absteigen... ;)

    Wie schon geschrieben, schade, bei diesem sensiblen Thema schreibt ja kaum jemand freiwillig etwas in ein öffentliches Forum und schon gar nicht zeitnah. Aus vielen anderen Vorfällen können wir nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung lernen, wenn die Rechtsfragen geklärt sind.

    Wie auch immer, es ist wohl eine andere Form notwendig. Eine geschlossenere.

  • Welches Funkmikrofon würdet ihr empfehlen???

    • simonstpauli
    • 11. Januar 2015 um 14:31
    Zitat von "oton"

    Meine Favoriten sind auch ganz klar Shure ab QLX oder Sennheiser ab 500er Serie ... so weh mir es leid tut, das alle anderen Hersteller komplett den Abschluss verloren haben, aber die Realität ist so ...


    Ich finde, WiSyCom ist immer noch vorne. Und die alten Audio Technica sind mir ob ihrer Stabilität auch noch ganz lieb. Shure hat für mich erst mit der R-Serie um Eintritt in die Profi-Funk-Liga gebeten, das dann allerdings vehement. Da sind inzwischen einige nette Systeme am Start.

  • Sturm beim Schirennen

    • simonstpauli
    • 11. Januar 2015 um 10:40

    Schade, das hätte ein interessantes und lehrreiches Thema werden können. Mit Erfahrungen aus erster Hand. Bist etwas früh ausgestiegen, Klaus, aber ich kann es verstehen.

  • Umfrage: Externe Helfer für Digitalpulte

    • simonstpauli
    • 7. Januar 2015 um 20:30
    Zitat von "oton"

    dann wäre Stille, natürlich habe ich mir bei meinen bisherigen Lösungen eine Möglichkeit gebaut, die Inserts über einen zuweisbaren Schalter etc. schnell abschalten zu können, die Gefahr besteht aber natürlich. Bis jetzt ist mir keine "Havarielösung etc.bekannt, ich bin aber auch noch nicht 100% mit dem Soundgrid vertraut.


    No Risk - No Fun ;)

  • Stromverbrauch Funkmikrofone Besprochen

    • simonstpauli
    • 5. Januar 2015 um 19:02

    Ich hab das nie verifiziert, aber als gegeben hingenommen. Normalerweise bedeutet mehr Hub auch mehr Stromverbrauch.

  • Meine Wünsche für das nächste Jahr……

    • simonstpauli
    • 5. Januar 2015 um 18:24

    Hat jemand damals Udo Lindenberg in der Gläsernen Manufaktur mitbekommen? Das dürfte das gewesen sein, was Westernhagen vermeiden will, hoch 2 ;)

    Daß klassische Konzerthallen und Multifunktionshallen nicht gut für Beschallungen taugen ist durchaus ein Grund, dort keine beschallten Konzerte abzuhalten, aber dann würde ich auch Zelte ausnehmen wollen. Ideal ist akustisch ja sowieso fast nur das Outdoor-Areal mit viel Sonne und wenig Wind. Am Ende kann der Mischer wenig machen, wenn das alles mal gebucht ist. Vor Allem, wenn auf der Bühne nicht massiv Lautstärke reduziert wird. Und das erlebe ich eher selten, daß Künstler ihren Bühnensound drastisch zu verändern bereit sind.

  • Welches Funkmikrofon würdet ihr empfehlen???

    • simonstpauli
    • 3. Januar 2015 um 12:45

    1. 100% sichere Funkverbindung ist nicht möglich, der Preisunterschied zwischen 99,99% und 99,9% ist erheblich.

    2. Für Reichweite ist mir immer noch ein klassisches UHF-System am liebsten. bei Festeinbau sogar lieber ein gutes VHF-System.

    3. Für Zukunftssicherheit sollte das unter 694 MHz liegen

    Gute Antennen und Kabel (bei Längen ab 3m besser Aircell 7 oder Ecoflex 10 statt RG58/U), sowie ein stimmiges Split-Konzept sorgen für Sicherheit, meines Erachtens fängt der Spaß bei Sennheiser eW 300 an. Mein Liebling im Mittelpreis-Bereich ist die 2000er-Serie, im Hochpreis-Segment WiSyCom.

    Bei Moderation mag das kaum auffallen, bei Gesang ist der klangliche Unterscheid zwischen den 3 genannten Systemen gut wahrnehmbar.

  • komplizierte Technik einfach erklärt !!

    • simonstpauli
    • 2. Januar 2015 um 14:08

    Herrlich!

  • Musikalisches Live Mischen

    • simonstpauli
    • 1. Januar 2015 um 21:52
    Zitat von "hp"


    So richtig neu ist dies aber auch nicht ...
    Zu Zeiten der Basshörner standen in kleinen Läden
    oder wenn zu wenig Geld für den Beschaller da war oft zu wenig Material .

    Das ergab dann so einen ähnlichen Sound .


    Stimmt. Die Band nimmt auch starken Bezug auf den Blues der 30er, von daher logisch.

    Trotzdem entspricht der Sound eben nicht der Erwartungshaltung der heutigen Zuhörerschaft. Das meinte ich mit diesem Beispiel.

    Auf der anderen Seite gibt es Bands, die versuchen, genau die Soundvorstellung der Zuhörer zu treffen, z.B. Top40 und Coverbands. In dem Geschäft möchte man selten klanglich anecken.

  • Musikalisches Live Mischen

    • simonstpauli
    • 1. Januar 2015 um 19:36
    Zitat von "florina"

    Dass ist wohl wieder eine Kompromiss Frage.
    Oder sehe ich das falsch?
    In dieser Hinsicht ist ja die Frage ob wir MEHR auf das Publikum oder auf die Musik des Künstler/Band eingehen sollten oder?

    Ich hab nicht so viel Erfahrungen wie Ihr, deshalb frag ich euch wie klingt dann das entweder/oder?
    Kann mir jemand ein Beispiel geben? Wie Mischt man DASS es dem Publikum gefällt, oder so, wie es dem Publikum gefallen SOLL?


    Wenn Künstler künstlerisch etwas Neues machen möchten, oder gar einen neuen Stil etablieren, kommt es vor, daß der Sound gegen Hörgewohnheiten stößt und man bewusst dem Publikum nicht das gibt, was es in der Mehrheit hören wollte. In der Hoffnung, daß sich das Publikum später daran erinnert und sagt: "Diese Band hat einen eigenen Sound".

    Dazu kommen jetzt aber noch mehrere Phänomene:

    1. ist das Publikum heterogen (merkt man an Mix-Tips, die sich bisweilen widersprechen)
    2. Lassen sich Gewohnheiten nicht sehr schnell ändern
    3. Kann sich der Künster evtl. nicht so konkret ausdrücken, wie es dem Mischer das Ziel punktgenau anzeigen würde.

    Ich gebe mal ein Beispiel für eine Kommunikation mit einem Künstler:

    Band aus NYC, Mundharmonika-lastig, Rhythmusgruppe Schlagzeug, Tuba (EDIT /Sousaphon), Gitarre.

    Bandleader sagt zu mir "Schöne Subs hast Du hier. Ich weiß, das klingt jetzt komisch, aber mach sie bitte aus."
    Es wird also bewusst auf ca. eine Oktave PA verzichtet. Die alten Fans der Band kennen es, die neuen lernen es kennen, für mich war es eine erst sehr eigenartige, später sehr erhellende Erfahrung. Und ich finde, die Vorgabe passt hervorragend zur Band und macht das Endergebnis besser.

  • Musikalisches Live Mischen

    • simonstpauli
    • 1. Januar 2015 um 16:26
    Zitat von "treibsand"

    Solange es nur um die Präsentation des bestmöglichen Ergebnisses geht, stimme ich euch zu. Das heisst aber nicht zwangsläufig, dass es dem Publikum auch immer gefallen soll.
    Bei FreeJazz frage ich mich manchmal, ob nicht musikalisches Musizieren wichtiger wäre, als musikalisch zu mischen. :twisted:


    Bist Du wahnsinnig? Bei Free Jazz werden 2 Musiker, die grooven, sofort vereinzelt und dürfen nie, nie wieder zusammen auf die Bühne.

    Auch Andy Warhol dürfte in der Factory nicht unbedingt immer auf Publikums-Vorlieben eingegangen sein. Zufrieden ist das Publikum trotzdem. Und da kommt die nächste Ebene, mischen wir jetzt so, wie es dem Publikum gefällt, oder so, wie es dem Publikum gefallen soll. Das ist ein möglicherweise großer Unterschied.

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