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Vorführraum isolieren

  • KlangTerrorist
  • 23. Januar 2004 um 11:47
  • KlangTerrorist
    Beiträge
    5.988
    • 23. Januar 2004 um 11:47
    • #1

    Wir sind dabei einen kleinen Vorführraum für unsere Anlage aufzubauen. Im Raum wird nie über längere Zeit Krach gemacht. Ab und zu halt mal 5min oder so. Aber es stört halt massiv.
    Er hat die Maße:
    Breite: 320
    Tiefe: 480
    Höhe: 260

    Geht um Frequenzen unter 200hz der Rest stört nicht weiter.

    Vorher war in dem Raum nichts gemacht und das Halbe Haus hat gedröhnt. Jetzt sind an allen Wänden schwere Gipskartonplatten und es ist immernoch nicht viel besser. Paar DB´s hats schon gebracht aber noch nicht genug. Was könnte man da machen??
    Sind eigentlich nur 1 Wand, die Decke und eine Tür die man noch isolieren müsste.

    Also mal noch du den Wänden und so:
    1.Wand: mit Fenster Stahlbeton geht nach außen: Draussen hört man nichts.
    2.Wand: mit Tür normale Backsteine: Im nebenstehenden Raum hört man es ein bisschen aber es stört nicht weiter.
    3.Wand: Schwere Steine: geht zum Nachbarn und man hört es ein zimmer weiter bei ihm das dröhnen.
    4.Wand: Schwere Steine schlecht verfugt: geht zum Keller, also stört auch nicht weiter.
    Boden: Estrich, dann OSB dann PVC. drunter wohnt niemand mehr, also stört auch nicht weiter.
    Decke: schwere Steinplatten. drüber ein Wohnraum. den Dröhn hört man extrem. sogar noch einen Stock drüber.

    Was könnte man unter die Boxen stellen, was vielleicht was bringen könnte?? Im Moment ist das ja so: Estrich, drüber OSB Platten, darüber dicker PVC und dann unter den Boxen nochmal OSB das es keine abdrücke gibt. Was könnte man da besser machen??
    Und nein das ist noch nicht alles so fertig. Das Material liegt aber da. und ist dann so ca bis mitte nächster Woche so ausgeführt.
    Was gibt es da noch für Möglichkeiten den Dröhn wegzubekommen.
    Würde Styropor oder Molton helfen??
    Oder eher abgehängte Decken oder ähnliches??

    Edit: Bilder sind auch vorhanden und werden öfters ergänzt wenn sich was tut: ftp://ftp.noetec.at/images/KlangTe…%20Vorfuerraum/

    6 Mal editiert, zuletzt von tufakt (24. Januar 2004 um 23:05)

  • chb
    Beiträge
    895
    • 23. Januar 2004 um 12:18
    • #2

    du kannst unter über neben zwischen, ... was auch immer die boxen stellen, was immer du willst - dein problem ist nicht der körperschall, sondern die durch die luft übertragene schallenergie.

  • chb
    Beiträge
    895
    • 23. Januar 2004 um 12:32
    • #3

    nachtrag: um einen raum wirksam vor allem im bassbereich zu isolieren, gibts eigentlich nur die raum-in-raum-lösung - wird dann aber relativ eng in eurem hörraum und vielleicht etwas teuer :lol:

  • KlangTerrorist
    Beiträge
    5.988
    • 23. Januar 2004 um 12:36
    • #4

    Das man den Bass nicht ganz wegbekommt ist klar. Aber ein bisschen dämpfen kann man ihn ja bestimmt noch und wenns auch nur 20% sind. Jede verbesserung hilft.

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 23. Januar 2004 um 14:09
    • #5

    Hallo KT,

    normalerweise ist unter dem Estrich eine Trittschalldämmung. In sehr vielen Kellern wird KEINE Trittschalldämmung eingebaut. D.H. Deine LS stehen direkt auf dem Beton, übertragen durch PVC,OSB und Estrich, wird Schall durch den Beton ins ganze Haus übertragen.

    Zu Lösen, hat chb schon erwähnt, geht nur durch Raum-in-Raum.

    Ich würde den ganzen Raum mit Trittschalldämmung verkleiden, die Decke zusätzlich mit Noppenschaum, und die Wände zusätzlich mit Teppich (die Gibskarton)verkleiden.
    Den Fußboden auch nochmal, mit Trittschalldämmung und darüber OSB.

    Daruf zu achten ist, dass Schallbrücken vermieden werden. Also die Sachen Kleben ( Bauschaum, PU-Schaum, etc.) nicht Schrauben.

    Natürlich kommt es auch darauf an, wie lange Du den Raum für diese Art benutzen willst. Aber ich denke, dass dies eine kostengünstige Alternative ist.

    Gruß Reini

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • milchschnittae
    Beiträge
    77
    • 23. Januar 2004 um 14:28
    • #6

    hmmm... ne vernünftige Dämmung geht auch anders... ist allerdings relativ aufwendig und ka, wie teuer es ist... und zwar sollte man es so machen, wie es in jedem schlechten Film bei Schalldichten räumen gezeigt wird..., an die Wände müssen diese komischen Platten (bei Conrad heißt es z.B. Profilplatte), die gibt es auch nur als Matten, allerdings denke ich mal, dass das weniger bringt... Wenn man darunter dann noch irgend ein Flies-Zeug oder son Wärme-Isolier-Zeug für das Dach macht, dann müsste das eigentlich sogar ne ganze Menge bringen

  • Online
    Marcel
    Reaktionen
    427
    Beiträge
    2.348
    • 23. Januar 2004 um 15:36
    • #7
    Zitat von "milchschnittae"

    und zwar sollte man es so machen, wie es in jedem schlechten Film bei Schalldichten räumen gezeigt wird..., an die Wände müssen diese komischen Platten

    Hmm, nicht dass du jetzt schall"dicht" mit schall"tot" verwechselst ;) Da werden ja gerne die "Eierkartons" an den Wänden gezeigt :D

    Vielleicht ganz interessant: http://www.musik-produktiv.de/service/02_extras/schallschutz.pdf

    Von Rigips gibt es auch Spezialbauanleitungen und Bauteile zur Schalldämmung. Wenn ich mich recht erinnere besonders für die Decke. Wird aber wohl auch nicht billig werden. Davon gabs auch ein PDF, mal auf der Rigipsseite suchen ;)

    CU
    Marcel

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 24. Januar 2004 um 02:36
    • #8
    Zitat von "milchschnittae"

    son Wärme-Isolier-Zeug für das Dach macht, dann müsste das eigentlich sogar ne ganze Menge bringen

    viel Spass beim velegen :D:D

    und überlegt wie mann die so ohne weiteres an die Wand und Decke bringt? :-?

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • jeff
    Profi
    Beiträge
    421
    • 24. Januar 2004 um 14:02
    • #9

    du solltest überlegen die boxen vom boden zu entkoppeln.

    das geht zum beispiel mit sylomer (kuksu google). das ist ein spezialkuststoff der die weiterleitung von schall verhindert.

    das zeug musst du aber berechnen. (halb so wild dafür gibts tabellen.)

    das sähe dann so aus das du auf den boden sylomer legst darauf dann eine holzplatte und darauf zum beispiel 2 lagen gewegplatten. darauf dann die boxen.

    du brauchst zur berechnung die gewichte von platte, gewegplatten und box. berechne das mit einer schwehren box. wenn du dann mal leichtere draufstellst kannst du das gewicht ja wieder erhöhen indem du was dazustellst.


    die ganzen schaumstoff und rockwoolgeschichten taugen eigentlich nur zum nachhalldämpfen des raumes. auf das was den raum nach aussen verlässt hat das weniger einfluss.


    grüße

    meine rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt und unterliegen der VG wort

  • chb
    Beiträge
    895
    • 24. Januar 2004 um 15:17
    • #10
    Zitat von "jeff"

    du solltest überlegen die boxen vom boden zu entkoppeln.

    das geht zum beispiel mit sylomer (kuksu google). das ist ein spezialkuststoff der die weiterleitung von schall verhindert.

    das zeug musst du aber berechnen. (halb so wild dafür gibts tabellen.)

    das sähe dann so aus das du auf den boden sylomer legst darauf dann eine holzplatte und darauf zum beispiel 2 lagen gewegplatten. darauf dann die boxen.

    du brauchst zur berechnung die gewichte von platte, gewegplatten und box. berechne das mit einer schwehren box. wenn du dann mal leichtere draufstellst kannst du das gewicht ja wieder erhöhen indem du was dazustellst.


    die ganzen schaumstoff und rockwoolgeschichten taugen eigentlich nur zum nachhalldämpfen des raumes. auf das was den raum nach aussen verlässt hat das weniger einfluss.


    grüße

    Alles anzeigen

    also nochmal, das problem hier ist weniger der körperschall, sondern vielmehr der durch die luft übertragene schall, und da kannst du die boxen entkoppeln, soviel du willst, da gibts nur zwei möglichkeiten: entweder einen raum in den raum hineinbauen und diesen gesamten inneren raum vom äußeren entkoppeln, oder leiser machen.

    grüße
    christoph

  • jeff
    Profi
    Beiträge
    421
    • 25. Januar 2004 um 11:12
    • #11

    einspruch...

    natürlich handelt es sich hier um eine körperschallübertragung. und zwar auf 2 wegen.

    1. Box - boden - flankierende gebäudeteile - in luftschall im raum drüber.

    2. Box - in luftschall - wandlung in körperschall (die decke) - rückwandlung in luftschall im raum drüber.

    eine raum in raum konstruktion ist nichts anderes als eine körperschallentkopplung!

    ich denke variante 1. wird mehr energie übertragen, da weniger verlust durch wandlungen da sind.
    variante 2 überträgt natürlich auch.

    dagegen hilft aber nur die decke schwingungsgelagert abzuhängen. also ein feder masse system zu konstruieren. die wand zum nachbarn kann man entweder auch durch eine schwingungsgelagerte vorastzwand oder durch schiere masse entkoppeln. also ne wand davor mauern. bei tiefen frequenzen braucht man aber ne menge masse!


    große probleme bereiten immer heizungs und wassersysteme die durch das haus laufen und kamine.
    da solltest du mal schauen wo die langlaufen. wenn die hauptwasserleitung oder heizung in/an einer der wände verbaut sind ist das ein wirklich großes problem weil man die entweder umleiten oder auch, durch flexibele schläuche, entkoppeln muss.

    das wird dann sehr aufwändig.


    grüße

    (ps. ich krich den link zum bild nicht auf! der will ein passwort :cry: )

    meine rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt und unterliegen der VG wort

  • KlangTerrorist
    Beiträge
    5.988
    • 25. Januar 2004 um 22:12
    • #12
    Zitat von "jeff"

    (ps. ich krich den link zum bild nicht auf! der will ein passwort :cry: )

    geht auch ohne einfach auf ok klicken

  • chb
    Beiträge
    895
    • 26. Januar 2004 um 07:55
    • #13
    Zitat von "jeff"

    einspruch...

    natürlich handelt es sich hier um eine körperschallübertragung. und zwar auf 2 wegen.

    1. Box - boden - flankierende gebäudeteile - in luftschall im raum drüber.

    2. Box - in luftschall - wandlung in körperschall (die decke) - rückwandlung in luftschall im raum drüber.

    klar ist es im endeffekt dann körperschall, aber nicht in erster linie ausgehend von der box.

    der anteil des von der box direkt auf den boden übertragenen körperschalls ist wesentlich geringer als der über die luft übertragene schall, der dann wände, boden und decke in schwingung versetzt (ja, da hast du dann wieder körperschall), deshalb hast du nicht viel gewonnen, wenn du die box vom untergrund entkoppelst.

    grüße
    christoph

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