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Bevor hier die...

  • tufkadib
  • 16. Februar 2006 um 22:21
  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 16. Februar 2006 um 22:21
    • #1

    ... nächste Sau (in Form eines Fernostbilligstverstärkers) durchs Dorf getrieben wird, mal zwei Links über Verstärker zum Lesen:

    http://www.anselmgoertz.de/Page10383/Anse…dt/daga00et.pdf
    http://www.anselmgoertz.de/Page10383/Anse…en_dt/Vdt00.pdf

    MfG

    DirkB

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 17. Februar 2006 um 07:42
    • #2

    Schöner Tread, danke Dirk :P

    Er dürfte inhaltlich jedoch das technische Verständnis der meisten Anwender hier ziemlich auf die Probe stellen.
    Weiterhin wurden sehr unterschiedliche Geräte bewertet, was nicht schlecht aber auch nicht sehr praktisch orientiert ist.

    Prinzipiel läßt das erkennen daß die Hersteller quasi alle dazu bereit sind mit der RMS bis hoch an die technisch zulässige Grenze der Endstufe zu gehen, und sich dann dem Urteil zu beugen keine hohe Peakleistung mehr zu haben da das Lastvermögen des Gerätes quasi ausgereizt ist. (Sine Burst Tests), in Relation zur Versorgung.
    Eine Herstellerphilosophie die dem entgegenspricht ist das Überdimensionieren und Behüten vor Erreichen der technischen Leistungsgrenzen im Dauerlastbetrieb, was mit größeren Kosten verbunden ist und zudem eigentlich ein Gerät präsentiert das deutlich mehr leistet als ausgewiesen. Diese Dinge wuden hier nicht berücksichtigt. Man sieht es überwiegends als kontraproduktiv an einen Amp mit geringerer Dauerleistung als theoretisch verfügbar auf die Kunden loszulassen, obwohl genau darin der Weg verborgen ist die Mitbewerber auf der Strecke zu lassen. Somit kommen dann die "Beuteilungen des oberen Grenzbereichs" zum Zuge, der von solchen Geräten garnicht betreten wird.
    Einfachheitshalber nennen wir sie dann "Exoten".

    Für mich wesentliche Dinge:
    Die V6 wurde hier unter Bezug auf eine weiche kontra harte Netzversorgung beschrieben. Aufgrund ihrer Leistungsklasse hat sie einen deutlich geringeren Spielraum zum ausregeln, zudem ist garkeine Ausregelung vorhanden wenn man dem Text Glaube schenken darf. Die Konsequenzen daraus sind dann offensichrlich dokumentiert und dürften auch die Ursache für die von sehr vielen Besitzern bescheinigte Bass-Schwäche darstellen, die interessanterweise von anderen laut dementiert wird (wir setzen das viel ein und sind stets völlig zufrieden! )
    Gebt dem Kind sein Essen dann hat es auch Kraft zum Boxen 8)
    Ein 300W Ämpchen findet an jedem Schukostecker "Strom in Hülle und Fülle", somit entfallen jegliche Versorgungsengpässe.

    Trotzdem lernen wir daraus: kurze hochbelastbare Kabel zum Bass-Rack.
    Alternativ sind Geräte mit großem Elkopark einzusetzen da diese derartige Schwankungen in gewissen Grenzen auspuffern können.
    Nochmal alternativ solche die mit mehrstufig geregelten SNT die Vorkreisspannung herabsetzen und ein Einbrechen der Versorgung lediglich mit erhöhter Stromaufnahme quittieren, woraus sich konstante Dauerleistung ergibt. 8)

    Für hochprofessionelle PA-Verstärker gibts es noch viele andere Dinge zu berücksichtigen die ebenso nicht Gegenstand der Untersuchungen war.
    Dazu zählt zB der Dauerbetrieb unter Vollast bei hochsommerlichen Temperaturen (mit Protokollierung des Leistungsabfalls! ),
    der Dauerbetrieb bei Frost,
    "Rack of Dead" , de Betrieb auf einem Rüttelgerät mit Beurteilung der Zeit bis zum Ausfall durch mechanische Zerstörung.
    Der Sturz aus 1 Meter Höhe auf harten Steinboden mit anschließendem Funktionstest und Begutachtung auf Brüche und Schäden.
    Über- und Unterspannungsresistenz, Generatorstrom, das Verhalten bei irrtümlich anliegendem Bauerndrehstrom
    Sinnloses Übersteuern, Untersuchung der Folgen.
    Das Lüftungskonzept, ist es ausreichend, sammelt es Dreck, ist es leicht zu reinigen, hat sie Filter?
    EMV und Störstrahlung.
    das Verhalten an Signalen mit schwierigen Phasenverhältnissen,
    Einzelkanalredundanz oder Komplettausfall ?
    und viele Dinge mehr.

    Letztendlich wird so die Spreu vom Weizen getrennt, und der Griff zum "Exoten" stellt sich oft als die beste Lösung der täglichen Probleme dar.

    Im Low Costbereich wirds stets so sein:
    "Watt, Watt, Watt",
    Optische Begutachtung der Bauteile, besonders Durchmesser des Ringkerntrafos und Anzahl der Caps,
    Steht auf den verbauten Fakes "Toshiba" ?
    macht sie gem. der Aussage vieler Forenmitglieder richtig fetten Bass`?
    Es ist eine deutliche Zunahme der Abneigung gegen Geräte von B, O und H erkennbar, letztere bieten bereits ab 80 Euro "PA Amps" an.

    tja, und wie gehts nun weiter?

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 17. Februar 2006 um 08:34
    • #3

    Hallo Manuela,

    schön beschrieben. Wie soll es schon weitergehen? Es werden die zwei pdf gelesen, es wird eine interessante Diskussion geben und der Markt für Nobudget-PA wird völlig einbrechen... :grin:

    Ich schätze mal, spätestens 11.00 Uhr ist dieser Thread überholt von einem, der die nächste noch billigere, noch Wattere und noch viel Bassere Endstufe im Büchsenblechgehäuse anpreist. Sieg des Mittelmaßes auf der ganzen Linie... :cry:

    Wir hatten ja das Thema "Watt" schon mal ausführlich unter einem gewissen Anflug von Nostalgie in dem Thread
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=38313
    behandelt. Wenn sich die Einsicht durchsetzen würde, daß mit effizienten Lautsprechern mehr erreicht werden kann, wäre schon viel gewonnen. Von daher war Dein Tip mit den Community-Lautsprechern neulich hier auch für mich sehr wertvoll.

    MfG

    DirkB

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 17. Februar 2006 um 14:55
    • #4

    stimmt, der Kult Tread "3Watt" von mir :P
    Da gabs ja rege Beteiligung rund um die alten Sachen.
    Was mir da sehr auffiel war der tolle Beitrag vom Stefan bezüglich mutierter Lautsprechergenerationen, da ist wirklich einiges dran, es wird immer leiser.
    Besagte Commyteile wirken diesem Vorwurf massiv entgegen, SLS980 ist hoffnungslos veraltete Technik weil viel zu laut :grin:

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 17. Februar 2006 um 15:31
    • #5

    Bemerkenswert finde ich die bisherige Teilnehmerzahl an diesem Thread...
    :cry:

    MfG

    DirkB

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 17. Februar 2006 um 15:59
    • #6

    Naja, euern Ausführungen ist nichts hinzuzufügen.
    Die Chinaamps werden eben aufs letzte ausgereitzt, das ist beileibe nicht schön, aber marktorientiert. :roll:

    Ich setzte die T.Amps für Kleinbeschallung aller Art ein, weil es wirtschaftlich günstig ist. Sie arbeiten annehmbar für kleines Geld.
    Klar gibt es wesentlich besseres, aber das würde sich für mich nicht rentieren, und da geht es den meisten leuten nicht anders.

    Ich bin aber immer wieder erstaunt über die alten Zeck, Daub etc. Amps, in denen massig Transistoren, gute Elkos und überhaupt großzügig dimensionierte Technik steckt. Auf dem Papier sieht die leistung mickrig aus, wenn sie sich dann aber mal richtig austoben können, erfreut man sich an übergroßem Headroom.

    Gruß
    Thomas

  • Waschhausernst
    Beiträge
    850
    • 18. Februar 2006 um 14:44
    • #7
    Zitat

    Im Low Costbereich wirds stets so sein:
    "Watt, Watt, Watt",

    ...das ist ja auch leider hier im forum, so hab ich immer öfter das gefühl, das hauptkriterium für eine stufe.
    da wird gefragt, bringt sie ihrre leistung auch wirklich über 6 stunden, wird sie nicht zu heiß, sind die kabel auch akurat verlegt... :roll:


    hätte mal ein zwei fragen zu dem ersten link:
    abblidung 3: die verzerrungen sind ja über der eingangspannung aufgetragen.
    welcher bereich ist denn bei normalen musik material entscheident? doch sicher erst ab 0.1V? kann man den weiteren verlauf, besonders nach dem betrag der eingangsspannung, mit dem crestfaktor der musik korellieren?

    abb8: kann daraus allgemein geschlussfolgert werden, dass endstufen mit konventionellen netzteilen im grenzbereich ihr leistung prinzipiell solchen mit schaltnetzteil überlegen sind?

    allgemein: sind klangunterschiede zwischen endstufen (bei bruchteilen ihrer maximalverstärkung) lediglich auf dämpfung, und bei unzulänglicher kalibrierung der verstärkung, auf eben diese zurückzuführen.

    in wie weit sind verzerrungen der stufen in ihren grenzbereichen wahrzunehmen, wenn sich die speaker ebenfalls in ihrem befinden?
    darf man das dann überhaupt noch die stufen mit einbeziehen?

    kann mir jemand mal nen link geben, wo man mal genau über transiente und intermodulationsverzerrungen nachlesen kann?
    stehen die mit dem klirrfaktor in korellation?
    (sorry für die vielen fragen, aber solche sachen wurden in den 3 semestern über grundlagen der elektrotechnik leider nicht aufgegriffen - werd ich dann wohl erst im hauptstudium in den genuss kommen :) )

    gruß, der waschhausernst

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