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Preisaufschlag bei Vermittlung durch Agenturen

  • dj berTONe
  • 15. Oktober 2003 um 23:20
  • dj berTONe
    Beiträge
    155
    • 15. Oktober 2003 um 23:20
    • #1

    Meine ehem. Stamm-Agentur aus meinem ehem. Wohnort (200km Entfernung), die auch viele eigene Veranstaltungen macht, hat mir einen Hochzeits-Job vermittelt. So weit so gut. Heute hatte ich ein direktes Gespräch mit dem Kunden und dabei festgestellt, daß
    a) nicht mal die Zeiten vereinbart sind und
    b) die Agentur m.E. einen extrem hohen Zuschlag an den Kunden berechnet (Abrechnung: Ich --> Agentur, Agentur --> Kunde)

    Wieviel Zuschlag haltet ihr für einen Hochzeits-Job (DJ + DJ-Anlage, die Aktiv-PA bestehend aus 1 Sub + 2 Tops kommt von der Agentur) gerechtfertigt? Ich dachte bisher, daß 20% die absolute Obergrenze sind, der Durchschnitt bei 10 - 15% liegt. Die PA rechne ich mal zusätzlich mit max. 70 EUR ein.

    Eigentlich kann es mir egal sein, wieviel die Agentur dem Kunden berechnet. Wenn man aber mit einer simplen Vermittlung rechnerisch mehr Gewinn (nicht Umsatz!) als der eigentlich arbeitende DJ macht, dann frage ich mich, ob ich nicht ins Agentur-Biz wechsle.

  • Mnyut
    Beiträge
    2.329
    • 16. Oktober 2003 um 00:22
    • #2

    Also ich zitiere mal aus einem Booking Newsletter den ich bekomme:

    Zitat

    PROVISION ? - bestimmt immer der Künstler!
    ****************************************

    Sprüche wie: unter 30% mache ich keinen Finger krumm... usw. können Sie als Künstler kalt lassen.

    Wenn der Agent mehr will als Sie Ihm freiwillig geben muß er eben aufschlagen. Damit Ihre Gage jedoch in vernünftige Bahnen läuft, Sie jeder zum gleichen Preis anbieten kann, sollten Sie aus Ihrer Koplettgage (= inklusive Fahrtkosten) einen Betrag in Höhe von 10 - 15 - 20% als Provision für Vermittlung einkalkulieren.

    Bei Eigenvermittlung bleibt Ihnen (als Künstler) dieser Betrag. Damit sind Agenturen nicht benachteiligt und auch gegenüber Direkteinkauf/Direktanfrage des Veranstalters bei Künstler konkurrenzfähig, sie müssen nicht aufschlagen.

    In der Praxis war es bisher immer so, das wenn ich einen Künstler über eine Agentur gebucht habe, immer Gage + 15 % zu Zahlen waren (Zimmer, Farhrt... kommt natürlich noch dazu wenn nicht im Angebot dabei).

    Wenn ich das richtig verstehe bis du in diesem Fall der Künstler und bringst deine "Instrumente" selber mit.
    Ich sehe deshalb die Regelung aus dem Newsletter als richtig an da ich es auch so in der Praxis erlebt habe.

    Hoffe konnte dir weiter helfen.

  • dj berTONe
    Beiträge
    155
    • 16. Oktober 2003 um 01:55
    • #3

    Damit mich keiner falsch versteht: Ich habe der Agentur - soweit man es Agentur nennen kann - meinen Preis genannt, den ich so auch zu 100% erhalte. Die Agentur schlägt gegenüber dem Kunden einen recht hohen Anteil zusätzlich drauf - für fast nichts.

    Mich ärgert vor allem, daß die Agentur in diesem Fall mehr Gewinn als ich einfährt, obwohl sie weniger Arbeit und nicht mal die Eckdaten - sprich Zeiten - selbständig geklärt hat, wie das eigentlich zu erwarten wäre. Zudem kennt der Kunde nur den Gesamtpreis; er wertet somit meinen Preis wesentlich höher.

  • f8274
    Reaktionen
    4
    Beiträge
    4.858
    • 16. Oktober 2003 um 15:50
    • #4

    sieh es doch so: ohne die agentur hättest du diesen auftrag gar nicht bekommen, und ohne agentur wärst du wahrscheinlich auch nicht auf die idee gekommen, einen so hohen preis zu nehmen. also entsteht dir kein schaden. du hast deinen peis ja selbst bestimmt. wenn ihn nun eine agentur mit 1.000,- eur aufpreis verkaufen kann, ist das ihre leistung/können bzw. auch werbeaufwand/kontakte usw.

    gleichwohl zeigt dir dieses beispiel, dass man für unsere mobil-dj-leistungen auch deutlich mehr gage verkaufen kann, und sich eigene marketingmaßnahmen lohnen können (inserieren, eigene website, firmen direkt ansprechen etc.). also: nur zu, und das nächste mal selbst mehr in der tasche haben.

    der agentur solltest du freundlich erläutern, welche angaben du benötigst: eintreffen der gäste, musikbeginn, dauer, wer bekommt die ü-std.-gage, etc.?

  • Michael.dri
    Beiträge
    699
    • 22. Oktober 2003 um 14:55
    • #5

    Habe mal vor ca. 13 Jahren so eine Erfahrung gemacht.

    War noch nicht lange im Geschäft und meine Anlage bestand noch aus hifi-Verstärker - Selbstbau Boxen mit Pizo Hoch & Mitteltöner usw.

    Nun rief mich eine Agentur an: 4 Stunden Musik für eine Firma (100 Personen) was das kostet.

    400 DM habe ich denen genannt. Alles klar, ich bekomme den Vertrag zugeschickt und was steht drin? Meine Gage wurde auf 800 DM erhöht (Freude) und 400 DM bekam die Agentur. Die Firma hat dann 1200 DM + MwSt gezahlt.

    Das Problem war, ich fand mich und meine Anlage eigendlich keine 1200 DM Wert!! Ich habe immer auf jemanden gewartet der kommt und sagt : und wofür haben wir jetzt soviel Geld gezahlt?

    Achja, habe noch 100 DM auf die Hand Trinkgeld bekommen.

    Genausogut hätte sich die Agentur 800 DM selber nehmen können.

    Mittlerweile ist mir egal wieviel sich die Agenturen einverleiben, solange ich das bekomme was ich haben möchte.

    Aber da sieht man wieder wieviel Geld man mit ein paar Telefonaten machen kann :D


    Ps. Ganz hart war eine Agentur, die bei mir eine Karaokeanlage gemietet hat, ich werbe im Internet für die Anlage mit 140 EUR, die riefen an und sagten da kommt morgen von der Firma xyz einer und holt eine Anlage ab, berechnen Sie ihm bitte 250 EUR, das Mehrgeld können sie behalten.

    Habe dann jede Art von Hinweisen auf meine Homepage aus den Titellisten entfernt, das war mir dann doch nicht so ganz angenehm.

    gruß Michael

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