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Überfahrbarkeit von Kabeln z.B. H07RN-F?

  • Matthias M.
  • 3. August 2004 um 10:28
  • PMN-Concepts
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    • 8. August 2004 um 00:57
    • #21

    frage ist ob sowas gerade verfügbar ist... nächster minuspunkt: noch schwereres Handling...
    aber es stimmt: 5g6 ist angemessen

  • Matthias M.
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    • 10. August 2004 um 09:00
    • #22

    Stephan Graeske: Das war nicht so ganz ernst gemeint :) Das habe ich eigentlich mehr aus Verzweiflung geschrieben, weil ich es nicht 100% verstanden hatte. Aber nun habe ich nochmal intensiv drüber nachgedacht und konnte es mir auch mit meinem beliebten "Wasseranalogon" veranschaulichen ;) Es zählt ja am Verbraucher der Spannungsunterschied zwischen Ein- und Ausgang (wie die Druckdifferenz für den Antrieb einer Turbine zählt und nicht nur der Eingangsdruck) und wenn man auf dem Rückweg auch noch einen Widerstand hat, wird der Spannungunterschied (="Druckdifferenz") einfach kleiner am Verbraucher.

    Das Problem mit dem Kabel ist ja, dass ich das 5G4 habe und kein 5G6 habe, wie Du auch bereits vermutet hast, PMN-Concepts. Es ist (bzw. war) ja keine kommerzielle VA, sondern privat. Und da muss ich schauen, dass ich mit dem zurecht komme, was ich habe (wenn's technisch vertretbar ist).

    Aber die Party ist für dieses Jahr jetzt eh rum und es war supergeil. Die Stromverteilung war erstmals nahezu perfekt und trotz etwa 3 Stunden Regen von 17:00 bis 20:00 Uhr (Südhessen/Odenwald) letzten Samstag ist der 3-polige FI, an dem alles hing, nicht geflogen. Und darauf bin ich verdammt stolz, weil's doch ca. 30 Steckdosen auf der Wiese waren. Aber ich habe sehr viel Sorgfalt aufgewendet und alle Mehrfachsteckdosen mit Kabelbindern so angebracht (hochgebunden), dass sie feuchtigkeitsgeschützt waren und freie Verbindungsstellen mit Plastiktüten abgedichtet. Nicht schön, aber wirkungsvoll (natürlich war die Lichtanlage während dem Regen eingepackt und die PAR's unter einem Pavillon, bis der Regen aufhörte und die Party richtig losgehen konnte) Ich habe auch die Verlegestrecke des 5G4-Kabel auf der Wiese mit Band abgespannt, damit z.B. während des Auf- und Abbaus keiner das Kabel überfährt. Wäre wirklich schade um das gute 140 m lange Stück.

    Mein neues 10-fach Switchpanel hat sich auch absolut bewährt und die Verkabelung am DJ- und LJ-Pult war erstmals 100% ordentlich. Allerdings hatte ich mir auch noch rechtzeitig einen Schwung 10 m lange H07RN-F 3G1,5 Kabel bestellt, mit denen ich eine sehr gute fachgerechte Verkabelung machen konnte.

    Ich bin kein Profi, aber ich lerne Jahr für Jahr dazu und inzwischen kann sich der Kram sehen lassen :)

    Matthias

  • HKL
    Beiträge
    379
    • 10. August 2004 um 17:23
    • #23

    Halt, ich glaube da haben wir noch viele Halbwahrheiten.
    Die Berechnung des Querschnittes und des Spannungsverlustes bei Einphasenwechselstrom induktiv oder kapazitiv belastet:
    dU = 2*L*P/K*A*U => dU = 2*L*I*cosfi /K*A => I = dU*K*A/2*L* cosfi

    A=2*L*I* cosfi / K* dU

    dU = 3% von 230V = 6,9V

    Die Berechnung des Querschnittes und des Spannungsverlustes bei Dreiphasenwechselstrom induktiv oder kapazitiv belastet:
    dU = Wurzel3*L*P/K*A*U => dU = Wurzel3*L*I*cosfi /K*A

    A=Wurzel3*L*I*cosfi /K*dU

    dU = 3% von 400V = 12V

    beim cosfi wird's schon schwieriger den muss man schätzen: Viele ohmsche Verbraucher cosfi 0,9; viele Motoren, Trafos, Drosselspulen, usw. cosfi 0,8

    Wenn man nun den Gesamtstrom ausgerechnet hat kann ziemlich sicher den benötigten Querschnitt ausrechnen.

    dU = Spannungsunterschied in V
    A = Leiterquerschnitt in qmm
    K= Elektrische Leitfähigkeit in m/Ohm *qmm
    L= einfache Leiterlänge in m
    cosfi, U, P und I ist klar.

    Da Du 5G4 verwendet hast, und Du eine symmetrische Aufteilung der Verbraucher auf die drei Phasen vorgenommen hast, kannst Du getrost diese Berechnugsmethode zu Grunde legen. Wenn Du jetzt die Formeln betrachtest, wird ersichtlich, dass der Faktor der Leitungslänge nicht zweifach zu berücksichtigen ist. Wir haben Dreiphasenwechselstrom der im Idealfall, alle drei Phasen symmetrisch belastet, keinen Strom im Neutralleiter zum fliessen bringt. Sicherlich ist das bei einer Aufteilung mit reinen Einphasenverbrauchern nicht optimal hinzubekommen. Aber dennoch ist dieser Fakt vernachlässigbar klein.
    Abschliessend kann ja jeder mal ein paar Berechnungen durchführen und feststellen dass die Problematik des Spannungsfalls bei den meisten Anwendungen mit Dreiphasenwechselstrom keine Problematik ist.
    Matthias M.
    War dort wirklich ein 3 pol. FI eingebaut????? Diese werden nur in speziellen Applikationen eingesetzt, die keinen Neutralleiter benötigen z.B. Frequenzumformer.
    Wenn damit allerdings normale 230V Steckdosen gespeist werden müsste er vierpolig sein.
    Grüsse Holger

  • Matthias M.
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    • 10. August 2004 um 18:01
    • #24

    oups, ich meinte natürlich einen 4-poligen FI, sorry.

    Deine Ausführungen, Holger, sehen fundiert aus. Aber meinst Du wirklich, man kann bei einer derartigen Aufteilung wie bei mir von einer symetrischen Belastung der 3 Phasen ausgehen? Ich hatte die 3 Phasen für Ton, Licht und Sonstiges getrennt. Ich weiß nicht, wie die Stromaufnahme verläuft, aber ich denke, z.B. beim Amp wird doch vor allem bei den energiereichen Bassschlägen Strom gezogen und dann max 2000 W (wobei die 4 Subs und 2 Tops je 400 W RMS haben und ich den Amp max. 70% aufgedreht hatte). Die Leistung der 8 Par56 hängen stark vom aktuellen Programm ab und kann zwischen 300 und 2400 W schwanken und Effekte und Nebel werden ab und zu dazu geschaltet und können nochmal bis zu ca. max 1700 w draufpacken. Die 2 Kühltruhen und die Zapfanlage ziehen dagegen eher kontinuierlich Strom. Na ja, wenn man solche wechselnden Zustände hat, muss man sich die Extremfälle anschauen. Die Wahrheit liegt dann irgendwo dazwischen.

    Auf jeden Fall Danke für die ausführlichen Infos.

    Matthias

  • HKL
    Beiträge
    379
    • 11. August 2004 um 16:55
    • #25

    @ Matthias, sollte auch kein gemecker sein. Soll nur helfen, mit zwei einfachen Formeln eine relativ stabile Energieversorgung auf die Beine zu stellen.
    Dann macht die Party doppelt Spass. :wink:
    Holger

  • Matthias M.
    Reaktionen
    6
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    474
    • 11. August 2004 um 18:11
    • #26

    Wieso Gemecker? Hab' ich doch gar nicht so aufgefasst. Vielleicht kam es dann meinerseits falsch rüber :)

    Matthias

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