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Belastungstabelle für Holzrigg

  • jundc
  • 18. November 2004 um 10:46
  • ukw
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    1.566
    • 20. Januar 2005 um 00:42
    • #41

    Ich will die zuvor gezeigten Bilder nicht schön reden, ABER

    Grundsätzlich zum Thema Holzrigg:

    Ich stelle mich seelenruhig eine halbe Stunde lang unter ein brennenden Aufbau, der von 15 x 15 cm Holzbalken getragen wird.
    Bei gleichem Aufbau mit Alu Tross wäre ich schon nach spätestens 4 Minuten tod.
    An einer 36 cm dicken Holzwand ist nach einer 3 stündigen Beflammung mit 1200°C Gasflammenwand auf der brandabgewandten Seite
    lediglich eine Temperaturerhöhung von 4° C meßbar. Die Stabilität der Zimmerdecke ist nicht beeinträchtigt.
    Information in einem Östereichischen Skihotel, welches in 1600m Höhe einsam an dem Berg liegt und deshalb aus Sicherheitsgründen !!! komplett mit Holz gebaut ist.

    Die alternative Stahlbetondecke gleicher Stärke hat auf der brandabgewandten Seite nach gleicher Beflammungsart und Dauer 168°C
    und die in der Zugzohne liegenden Stahlarmierungen sind statisch unwirksam geworden.
    Teppiche auf der Decke verströmen dann bereits hochgiftige Gase...
    Es besteht Lebensgefahr.

    Was ihr vergesst ist, daß Stahl schon bei Erwärmung über 550°C jede Tragfähigkeit verliert[b]
    Bei Aluminium ist dieser Punkt viel früher erreicht, da der Schmelzpunkt von Alu bereits bei 659°C für reines AL liegt (Tabellenbuch Metall) für Legierungen u.U.[b] geringfügig
    höher.

    Ich nehme an bei etwas über 300°C ist bei Alu Schluß mit Lustig.

    Oder: warum grillen wir unsere Wurst am Lagerfeuer beim Zelten auf einem Stock und nicht auf einem Schweißdraht oder Kupferrohr?
    Metalle sind sehr gute Wärmeleiter.


    Ein befreundeter Statiker sagte mal:"Wenn das World Trade Center aus Holz gebaut worden wäre, hätte es nur eine handvoll Tote gegeben..."

    Des weiteren gilt "Holz spricht bevor es bricht" gemeint ist das "Warnen" des Holzes durch Knack Geräusche. Darum wird auch heute noch in Bergwerken mit Holz gestützt!
    Metallstützen knicken ohne Warnung einfach weg.

    Ich gebe zu, die Warnungen des Holzes vor dem Brechen wird man in Euerm Umfeld nicht hören... das ist ein Nachteil.
    Im Brandfall ist die PA jedenfalls OFF und dem Feuerwehrmann ist es lieb, daß er unter einer Holzkonstruktion steht.
    Er hört das Kacken und hat die lebenswichtigen Sekunden Zeit aus der Gefahrenzohne zu kommen, bevor die Konstruktion zusammenbricht.


    Und warum trotz dieser unbestrittenen Vorzüge das Holz so verteufelt wird??
    Schaut Euch die gigantische Stahl und Beton Lobby an und im Gegensatz dazu die paar Förster und Zimmerleute.
    Dann wißt Ihr warum.

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • Markus Verza
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    • 20. Januar 2005 um 01:34
    • #42

    Holz ist prima, wie du es in deinen Argumenten dargelegst.
    Es gibt ja auch eine Jahrhunderte alte Erfahrung im Konstruktiven Holzbau.
    Auf den Fotos sind aber einige Mängel zu erkennen die eben nicht auf dieser Erfahrung basieren. Kein Zimmerman würde eine Schraube von unten in einen Balken drehen und auf Zug belasten oder mitten auf einen Balken einen 90° Winkel schrauben um einen weiteren Balken anzuschließen.

    Das Problem ist nicht das Holz es ist die Verarbeitung.

  • ukw
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    • 21. Januar 2005 um 01:32
    • #43
    Zitat

    Das Problem ist nicht das Holz es ist die Verarbeitung.

    Das ist richtig, darum sollte nicht mit Holz gebastelt werden. Ich frage mich aber schon, warum nicht mehr daraus gemacht wird.

    Ist Euch die Gefahr der Metalltraversen im Brandfall bewußt?

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • ADMIN
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    • 21. Januar 2005 um 22:24
    • #44

    Für Traversen gebräuchliches Alu hat eine zulässige Spannung (Zug, Druck, Biegedruck) zwischen 80 N/mm² und 145 N/mm² (Lastfall H), in der Wärmeeinflusszone (in der Nähe der Schweissnähte reduziert sich das auf 44 bis 80 N/mm²).

    Holz hat bei Biegung so etwa 7 N/mm², Zug und Druck längs zur Faserrichtung 6 N/mm², Zug Quer zur Faserrichtung 0,05 N/mm², Druck quer 2 N/mm².

    Alu hat ein E-Modul von 70 000 N/mm², Holz längs von 10 000 N/mm², Holz quer von 300 N/mm².

    Alu ermöglicht dünne, gezogene Rohre, bei Holz wird das etwas schwierig (Bambus, aber wie verbinden?)

    Eine Holztraverse mit der Stabilität einer handelsüblichen Alu-Traverse wird einfach sehr, sehr schwer.

    Die Werte für die Alu-Legierung gelten bei Normaltemperaturen. Für erhöhte Temperaturen gilt:

    75° - 95%
    100° - 85%
    150° - 70%
    200° - 50%

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • emsch
    Beiträge
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    • 22. Januar 2005 um 19:45
    • #45

    Habe noch eine Anmerkung / Frage:

    Konnte leider durch die vielen Zitate in Zitaten den eigentlichen Schreiber nicht herausfinden und möchte auch niemandem an den Karren fahren, bin aber über die Aussage:
    Zitat: "...Am Rande: Wenn man nach dem Wortlaut der BGV C1 gehen würde, dann müsste da kein Safety ran, weil die Spiegelkugel ja nicht ortsveränderlich ist (nur mit Werkzeug zu entfernen...). Aber da würde ich sagen: trotzdem! ..."
    gestolpert:

    Die Sicherung mittels Safety bezieht sich IMHO auf die Verbindung Motor / Kugel und hat nichts damit zu tun, ob nur mit Werkzeug oder ohne lösbar. Es muss nämlich einige Unfälle gegeben haben, bei denen sich die Motorwelle durch Verschleisserscheinungen gelöst hat und alles runterkam (ausser der Motorhalterung und dem Motor); bei den neuen "sichereren" Motoren gibt es auf der Welle im Gehäuse einen zusätzlichen Bolzen am oberen Ende, der bei Zahnradbruch die Welle am Durchfallen hindert, und so das Ganze fängt. Auch besteht bei neueren Motoren die Möglichkeit, Schnellverschlussglieder zu verwenden und man ist nicht mehr auf die im Bild gezeigten Schlüsselringe (wieso heissen die wohl so, oder was sagt das über die Sicherheitsanforderungen (aufbiegen,...) aus).
    Denke dass in diesem Fall sowohl die Kugel (zweite Aufhängung?) und auch der Motor ohne die Installation eines Fangnetzes unter der Kugel nicht mehr zulässig sind.

    Grüße emsch

    P.S. Bevor ich das als Antwort bekomme nehme ich´s vorweg:
    Die neuen Motoren / Kugeln bringen nichts, wenn bei der Befestigung des Motors wieder Murks gemacht wird !

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