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Zulassung Meisterprüfung?

  • Harry_
  • 26. Februar 2006 um 19:50
  • Harry_
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    114
    • 26. Februar 2006 um 19:50
    • #1

    Moin

    Ich hab da mal eine Frage an euch. Und zwar geht es um die Zulassung zur Meisterprüfung.
    Hab ich da als junger Mensch (25), der keine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker hat, die Möglichkeit zugelassen zu werden? Ich habe nach dem Abi eine Ausbildung als Mechatroniker gemacht und bin nun am überlegen wie ich beruflich weiter mache. Hab die Veranstaltungsseite bisher nur nebenberuflich gemacht. Fände es gut wenn man irgendwie die Möglichkeit hat trotzdem zur Meisterschule zu gelangen. Die Zulassungsvoraussetzungen sind ja da etwas „schwammig“ formuliert. Hat von euch schon einer Erfahrung in dieser Richtung.

    Danke schon einmal im Voraus.

    Harry

  • Tobias Zw.
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    • 26. Februar 2006 um 20:36
    • #2

    Hi Harry,

    was spricht denn dagegen, erst mal die Ausbildung zur Fachkraft zu machen?

    Allerdings: Nach meinen bisherigen Erfahrungen wird praktisch jeder zur Meisterprüfung zugelassen - die IHKen zeigen da eine gewisse Gleichgültigkeit. Ob Du die Prüfung dann allerdings - sagen wir mal in München oder Darmstadt - schaffen kannst und ob das alles so Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt.

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Harry_
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    114
    • 26. Februar 2006 um 20:51
    • #3

    hi

    Also das mit der Ausbildung zur Fachkraft wollte ich nicht machen.
    Darüber hab ich mir schon den Kopf zerbrochen.

    Was meinst du genau mit:

    "...Ob Du die Prüfung dann allerdings - sagen wir mal in München oder Darmstadt - schaffen kannst und ob das alles so Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt...."

    Erläuter das mal bitte. Evtl. hilft mir das beim Nachdenken.
    Danke

    Harry

  • Tobias Zw.
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    • 27. Februar 2006 um 08:47
    • #4

    Hi Harry,

    wie Du vielleicht mitbekommen hast, mache ich zur Zeit meinen zweiten Meister bei der IHK Darmstadt, habe aber viel Kontakt zu Kollegen, die ihren Meister in Köln und Hannover gemacht haben und habe daher einen - wenn auch unvollständigen - Einblick in die Ausbildungen der verschiedenen Bildungsträger.

    Eines vorneweg: Im Moment gibt es seitens der IHKen die Bestrebung, die Meisterprüfungen inhaltlich zu vereinheitlichen. Noch ist das nicht so: Jede IHK, die Meister für Veranstaltungstechnik prüft, hat ihre eigene Sammlung von Prüfungsaufgaben.

    Beim Vergleich dessen, was mir meine Kollegen erzählt haben und was ich hier in Darmstadt selber erlebe, ziehe ich den Schluß, daß die Ausbildung durch die GFTN an der FH Darmstadt qualitativ etwas höher als bei anderen Bildungsträgern angesiedelt ist, und die Prüfungsaufgaben - die zu einem Teil auch von den GFTN-Dozenten erstellt werde - orientieren sich an diesem Niveau.

    Zu Deinem speziellen Fall möchte ich folgendes anmerken: Die Meisterausbildung ist "technisch" nicht so umfangreich wie viele glauben, weil davon ausgegangen wird, daß jeder Meisteranwärter bereits durch vorherige umfangreiche Berufspraxis das notwendige breite Wissen und die Erfahrung erworben hat. Die Meisterausbildung legt vielmehr sehr großes Gewicht auf rechtliche Themen (Baurecht, gesetzlicher Unfallschutz,... ) Ich habe Mitschüler beobachtet, die meinten, sie könnten ohne große Berufspraxis die Meisterprüfung machen - es endete meist mit einem Reinfall.

    Weiterhin ist das fachspezifische Wissen, das vermittelt wird, sehr speziell. Wenn Du an allen Aspekten der Veranstaltungstechnik interessiert bist (Ton, Licht, AV und Bühne), macht die Ausbildung zur Fachkraft mehr Sinn, da dort - je nach Ausbildungsbetrieb und Berufsschule unterschiedlich stark - alle Aspekte behandelt werden.

    Die Meisterausbildung besteht aus sehr, sehr viel Rechnen. Keine höhere Mathematik, aber Formeln umstellen und die Winkelfunktionen mußt Du im Dunklen mit auf den Rücken gebundenen Händen sehr schnell anwenden können - und das ist noch ein Punkt, an dem viele scheitern. Prinzipiell beherrschen sie zwar die Mathematik, können sie aber nicht rasch und übersichtlich zum Einsatz bringen. Auch hier würde vielleicht ein Berufsschulbesuch helfen, bei dem Du Übung im Fachrechnen bekommst.

    Versteh' micht bitte nicht falsch: Ich will Dir Deine Idee, den Meister "aus dem Nichts" zu machen nicht ausreden, aber ich habe schon einige an der Prüfung scheitern sehen, und das waren oft welche, die die notwendige, geforderte Erfahrung im jeweiligen Fachgebiet unterschätzt haben. Ein Beispiel: Wenn Du Beleuchtungsmeister wirst, bringt Dir niemand bei, wie Du eine Theaterbühne oder ein TV-Studio einleuchtest; es wird vorausgesetzt, daß Du das schon weißt.

    Ich hoffe, ich habe Dich nicht zu sehr desillusioniert. Solltest Du noch Frage haben, stehe ich Dir jederzeit gerne hier, per PN, mail oder ICQ zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Harry_
    Beiträge
    114
    • 28. Februar 2006 um 21:26
    • #5

    Hi Tobias

    Danke erst einmal für deine Antwort.
    Ich denke ich werde mich noch mal bei dir melden.

    Gruß Harry

  • hasenfuß
    Beiträge
    1.142
    • 8. Mai 2006 um 22:02
    • #6
    Zitat von "Tobias Zw."

    Wenn Du Beleuchtungsmeister wirst, bringt Dir niemand bei, wie Du eine Theaterbühne oder ein TV-Studio einleuchtest; es wird vorausgesetzt, daß Du das schon weißt.


    ich habe eher das gefühl, daß es niemanden interessiert
    ob man das kann weil der Meister nicht zum einleuchten
    da ist sondern um die verantwortung für den mist der
    anderen zu übernehmen...

    ______________________________

    meister vt
    gMA operating
    photo
    dj

  • Tobias Zw.
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    27
    • 9. Mai 2006 um 08:09
    • #7

    So würde ich es nicht sehen. Der Meister ist sicherlich ein Kind der feuerpolizeilichen bzw. baupolizeilichen Gesetzgebung, dem dann noch der Mitarbeiterschutz aufgedrückt wurde; aber ein Großteil der Arbeit eines Meisters ist doch nun mal die Durchführung von Veranstaltungen.

    Ich hatte das große Glück, mehrere sehr, sehr fähige Dozenten im Bereich Beleuchtungstechnik bzw. Beleuchtung zu haben, von denen ich sehr viel lernenen konnte. Leider ist es aber so, daß in der Zeit, die in so einem Meisterkurs zur Verfügung steht, manche Aspekte nur gestreift werden können; und da nun mal Baurecht deutlich prüfungsrelevanter <g> als das schöne Beleuchten einer Bühne ist, wird ersteres auch verstärkt gelehrt...

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.
    - der in der "Allg. u. spez. Betriebstechnik"-Prüfung einen Beleuchtungsplan mit Grund- und Seitenriß und kleinen Männchen, Mobiliar und einer kleinen Blumenvase drin gezeichnet hat -

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

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