@ nojunk: sehr informativ, auch wenn er für audience sicher sm89 und nicht sm98 benutzt hat ![]()
red hot chili peppers, berlin Wuhlheide
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Jack: Ich gehe aber davon aus daß die Peppers schon einen Check hatten. Vor allem wurde das nich besser. Wäre ja nich so wild wenn das die ersten drei Songs so gewesen wäre und der gute Mann dann was getan hätte. Es klang aber durchgängig furchtbar.
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Die Idee hinter Greatfull Dead war ‚Jedem Musiker sein PA-System‘. Also ein Schlagzeug-PA, ein Gitarren-PA, ein Keyboard-PA, usw. Im Prinzip ein ‚BOSE Personalized Amplification System‘ in XXL; geflogen über der jeweiligen Musikerposition auf der Bühne.
Den Sinn darin sah man in dem Bemühen, jedem Zuhörer die optische Wahrnehmung des Geschehens (der Gitarrist steht hinten rechts, also kommt auch sein Ton von hinten rechts) auch akustisch perfekt zu vermitteln.
War halt ein wenig aufwendig, und konnte natürlich auch nur bis zu einer bestimmten Größenordnung funktionieren. Delaylines waren damals noch nicht Beschallungsalltag.
Immerhin einer der ersten ernsthaften Versuche, Gedanken über Laufzeitunterschiede, akustische Ortung, Hörpsychologie etc. bei elektrisch verstärkten Konzerten praktisch umzusetzen.Mit den „doppelten“ Linearrays hat das also nicht viel gemein. Hier strahlen auf einmal wieder zwei gleiche Systeme (die extra dafür entwickelt wurden, dies nicht mehr tun zu müssen) nebeneinander das gleiche Signal in gleiche Richtung ab, allerdings einige (ca. 25) Meter voneinander entfernt. @ Sven M: Geroutet wurde über ein XL88; der diente aber vor allem dazu, die diversen Gastfrontplätze anzuschließen, Rundfunk – und Videoton bereitzustellen, usw. Ansonsten hätten es wohl auch zwei Y – Kabel getan :roll:.
Und dieser Supergau für die theoretischen Physiker an Board scheint in der Praxis ausgesprochen gut zu funktionieren.
Wobei wir dann schnell wieder bei Grundsatzfragen landen: warum empfinden viele (respektierte) Livetonleute konventionelle PA – Cluster als „musikalischer“, angenehmer klingend als das physikalisch korrekte Linearray? Inwieweit sind gewisse Laufzeit – Unkorrektheiten bei der Übertragung von Musikdarbietungen für das menschliche Hörempfinden störend/ vernachlässigbar/ oder vielleicht erwünscht und sogar wichtig?Das unverstärkte Symphonieorchester - live in einer Philharmonie - ist ein unvergleichliches akustisches Erlebnis.
Hängen in zehn Jahren alle Lautsprecherboxen wieder nebeneinander?
Mit freundlichem Gruß
BillBo -
Halt, habe ich mich jetzt verlesen? ich dachte von den fotos her waren es eher 2-4 meter auseinander, und nicht das selbe signal auf beiden systemen?
sonnst wäre es doch mit dem panning wie beschrieben gar nicht möglich oder? oder reden wir von verschiedenen dingen? also mir ging es um das chilli peppers konzept.Es wäre doch mal eine überlegung das greatfull dead system mit einem modernen hornsystem zu probieren, durch die genauere abstrahlung kann man da bestimmt interessante ergebnisse erreichen

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Ich denke BillBo meint das Setup auf dem Sweden Rock Festival.
Ich war auch da und habe eine Band gemixt (auf einer der kleineren Bühnen).
Das Setup auf der Festival Stage schien mir eher den Sinn zu haben, über die grosse Breite des Geländes jeweils ein schönes Stereobild zu erreichen.
Habe jeweils abends Deep Purple und Def Leppard gesehen: absoluter Sahne-Sound, sowas habe ich auf einem Festival wirklich noch nicht gehört! Dagegen war der Sound von Queensryche und Journey wirklich erbärmlich (also relativ gesehen, ohne die Referenz der "Topacts" war es gar nicht schlecht!).Ich stand übrigens auf Höhe FOH, aber zwischen den linken Lines.
Gruß
Marcus -
Du hast Recht, insbesondere bei Def Leppard war’s wie von einem anderen Stern.
Die Tagesheadliner klangen auf dieser Bühne aber fast immer schon noch deutlich besser als die Bands davor; auch in den vergangenen Jahren ohne Outfills. Das liegt m.E. daran, dass dort tagsüber mäßiger bis kräftiger Seitenwind von schräg hinten herrscht, der dann nach Sonnenuntergang nahezu völlig abflaut; das war auch in den letzten Jahren so.
Umso bemerkenswerter fand ich Journey. Gerade weil die es zu ihrer Spielzeit noch spürbar mit allerlei Windsauereien zu tun hatten: das Ergebnis war – von Kleinigkeiten mal abgesehen – für ein Open Air dieser Dimension sehr überzeugend. Das habe ich aus einem einzelnen, einsamen LA unter vergleichbaren Bedingungen so noch nicht gehört.
Okay, noch überzeugender wäre es gewesen, wenn der Mischer z.B. den falsch gesetzten (oder nicht funktionierenden) Hochpass auf dem Hi Hat – Kanal entdeckt hätte....:roll:Aber alleine die Tatsache, dass man solche Details auf einem durchschnittlich luftbewegten Open Air in 50m Entfernung von der Bühne sofort bemerken konnte, spricht Bände für das Funktionieren dieses Beschallungskonzeptes. Und schürt weiter Zweifel, ob ein einzelnes LA für die (Open Air -) Praxis auf Dauer der Weisheit letzter Schluss sein wird.
Auf vom Winde verwehten Open Airs lasse ich da die Hi Hat notfalls auch mal ganz weg, wenn ich den Eindruck habe, dass das nervig unkontrollierbar auf – und abschwellende Gezischel zu sehr von wichtigerem (und noch halbwegs passabel übertragbarem) musikalischen Geschehen ablenkt.Was nutzt im Endeffekt das (theoretisch!) bestfunktionierende Abstrahlverhalten eines Lautsprechersystems, wenn sich in der Praxis gerade deshalb zwischen ihm und dem Ohr des Zuhörers unfreundliche Zufallsereignisse nach Belieben austoben können?
Es lebe die Interferenz!
Mit freundlichem Gruß
BillBo -
hatte die in dortmund gesehen, und ich kann den anderen hier nur zustimmen, da hingen defintiv pro seite 2 lines l´acoustics vdosc
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