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Abstrahlwinkel und Stacking

  • mike j.
  • 23. August 2006 um 08:58
  • mike j.
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    • 23. August 2006 um 08:58
    • #1

    Möchte anhand eines Beispieles einmal wissen, wie das mit den Abstrahlwinkeln, Boxentrapezwinkeln und Stacking funktioniert.

    Wir haben eine Anzahl von Horntopteilen mit einem horizontalen öffnungswinkel von 60° was der Praxis auch recht nahe kommt.

    Das bedeutet das Topteil strahlt mit einem Winkel von 30° gerechnet von der Normalachse nach links und rechts ab.
    Bei diesen 30° hat das Topteil im Grunde ca -3dB vom 0° Winkel, oder sind das -6dB?

    Jetzt stelle ich 2 Tops nebeneinander, wie hier:

    Ist das so korrekt gezeichnet oder muss ich die einen gewissen Winkel kleiner machen, dass sie die "Abstrahlgrenzen", also die -6dB Punkte etwas überlagern (würde für mich jetzt nicht logisch klingen aber deswegen ist ja der Thread da).

    Das Topteil hier müsste nun so einen Trapezwinkel von 30° Pro Seite haben, korrekt? Die meisten haben hier Winkel um 15° herum, also wird hier meinesachtens ein Top dazwischengestellt (die außeren Beiden gerben wieder die 30°). Das dazwischengestellte Top nennt sich dann "Infill" oder "Midfill" oder ist das was anders?

    Was für einen Grund hat das füllen dieses freien Platzes, weil hier gibt es ja Überlagerungen zwischen den Tops oder ist das genau das was ich weiter oben angesprochen habe und 2 Tops nicht 30° jeweils stelle sondern 15° dass sich eben der Abstrahlbereich überlappt?

  • mikee mike
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    • 23. August 2006 um 09:18
    • #2
    Zitat

    Das dazwischengestellte Top nennt sich dann "Infill" oder "Midfill" oder ist das was anders?

    Ich weiß ja nicht ob ich dich nicht richtig verstehe, oder ob du das gleiche meinst .. Ein Infill wird dazu genutzt, von der PA nicht ausgeleuchtete Bereiche abzudecken.

    Angenommen du hast ein eng strahlendes Front PA System, aber eine relativ breite Bühne. Die Besucher direkt vor der Bühne und "zwischen" der Front PA würden somit nicht mehr den Schall mitbekommen, den die Besucher im Winkel der PA Anlage weiter hinten haben. Um diesen Pegel- und Soundunterschied auszugleichen, werden Infills eingesetzt.

    Zitat

    Was für einen Grund hat das füllen dieses freien Platzes, weil hier gibt es ja Überlagerungen zwischen den Tops oder ist das genau das was ich weiter oben angesprochen habe und 2 Tops nicht 30° jeweils stelle sondern 15° dass sich eben der Abstrahlbereich überlappt?

    Ich würde dir ja gerne eine Antwort auf die obige und diese Frage geben, aber irgendwie komme ich mit der Formulierung der Sätze nicht so ganz klar.... :(

  • mike j.
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    • 23. August 2006 um 09:48
    • #3

    Hier einmal eine Zeichnung:

    Welche der beiden Bilder (A oder B) ist korrekt wenn man mehrere Topteile horizontal Clustert oder passt keines.

    Was ich nicht verstehe und ich einmal erklärt haben möchte, Bild A: So wäre es für mich logisch, nur wieso hat das Topteil einen Winkel von 15° und nicht 30°? Mit den 15° würde ich dann Bild B machen, aber da überschneiden sich die Abstrahlbereiche (ich glaub so sieht mans recht gut).

    Hab jetzt nachgeschaut, der Punkt bei 30° oder -30° (also die Grenzen) haben -6dB (in einem Martin Datenblatt abgelesen).

    Einmal editiert, zuletzt von mike j. (23. August 2006 um 09:52)

  • Kracky
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    • 23. August 2006 um 09:51
    • #4

    Zuersteinmal macht deine Idee zwei 60° Topteile nebeneinander zu verwenden nur Sinn wenn du die entsprechende Location hast, also eigentlich sehr breite Halle oder Open Air. Dein Boxentrapezwinkel stimmt in den meißten Fällen auch nicht so das du ehr noch die Tops auseinander drehen muß, so das die von dir gedachte Überlagerung weiter entfernt im Raum erst auftritt und je nach Ausrichtung nicht ganz so negativ wirkt. In engeren Räumen macht das ganze wie schon angedeutet wenig Sinn weil du im allgemeinen ein Rechtwinkliges Raumeck hinter dir hast und somit eine Abstrahlung über 90° destruktiv ist. Nun werden sich einige fragen, ja aber wie ist das mit Infill, den meißt haben wir ein großes Topteil in der PA das schon rund 60° macht, aber zusätzlich noch ein 60°-90° Topteil als Infill, das würde sich dann doch auch mehr als in die Quere kommen, das ganze passiert aber nur wenn sie auf dem gleichen Pegel laufen weil dann das Infill die akustische Achse der PA nach aussen drehen würde womit diese wieder auf Wandreflektionen stößt. Um das zu vermeiden fährt man sowohl den Infill als auch beim Clustering die Lautsprecher neben der akustischen Hauptachse leiser und erreicht damit das diese sich weniger oder garnichtmehr beeinflussen. Beim Infill sagt man so Standartisiert ca. 10-12db leiser wie die PA, bei Clustern gibt der Hersteller Vorgaben.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
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  • Kracky
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    • 23. August 2006 um 09:54
    • #5

    Dein genanntes Infill ist der Lautsprecher der die akustische Hauptstrahlachse hat, um hier negative effekte zu vermeiden werden die zwei äusseren Clusterspeaker im allgemeinen mit 3 db abgesenkt. Vielleicht mal bei großen Herstellern und Clustering nachlesen.

    Ansonsten sind beide Korrekt, nur das in Fall A niemals so weit auseinandergedreht wird sondern es gibt eine Überlappung aber erst viel tiefer im Raum wo die Schallenergie lange nicht so destruktiv ist. Fall B ist ein klassischer Cluster und sofern die Box geeigent ist, auch richtig so, unterliegt dem oben geschriebenen.

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  • mike j.
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    • 23. August 2006 um 09:57
    • #6

    Die art der Location habe ich absichtlich nicht definiert weils allgemein sein soll.

    Das heißt ich drehe die Teile auseinander wie in A abgebildet, würde logisch klingen. Herstellerangaben gibt es keine, da ich selbst der Hersteller bin ;-(. Ich hab hier einfach an ein 60° Top einen 15° Winkel gebaut in der Absicht dass dieser eventuell einen Sinn hat (15° ist genau die Hälfte von 30°, deshalb hab ich mir irgendwie das Bild B meiner Zeichnugn oben überlegt).

    EDIT: das passiert, wenn 2 zur gleichen Zeit schreiben. DAnn ist meine B - Überlegung garnicht so falsch. Ich werde mich in den nächsten Tagen einmal mit dem Messen und gezielt hören mehrer Cluster beschäftigen, das interessiert mich jetzt.

    Mir fällt auch auf dass das Thema "Clustering" und nicht "stacking" heißen sollte, aber egal jetzt.

    Würde ich bei B die äußeren 2 nicht -3dB senken, dann würde eine ziemliche Schweinerei rauskommen würde ich mir jetzt mal denken.

  • Kracky
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    • 23. August 2006 um 10:11
    • #7

    Du redest von einem Eigenbau, mich würde interessieren was für ein Horn du im Hochtonbereich verwendest. Nicht jedes Topteil ist Clusterfähig!

    Das Absenken der äusseren Lautsprecher kann auch mehr sein, ist wie gesagt auch wieder lautsprecherabhänig, ohne wirds wirklich ne böse Interferenzsauerei.

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  • Sound-Klinik
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    • 23. August 2006 um 10:15
    • #8
    Zitat von "Mike J."

    Würde ich bei B die äußeren 2 nicht -3dB senken, dann würde eine ziemliche Schweinerei rauskommen würde ich mir jetzt mal denken.


    ... bei Überlappungen beieinflußt dies (frequenzabhängig ... nur bei sehr tiefen Frequenzen unproblematisch) die Form der "Hauptkeule" und die Intensität der "Nebenkeulen" (Lesetipp: Elementare Schallstrahler) ... ebenso spielen die Abstände der Systeme zueinander eine Rolle.

    Vielleicht zeigt Volker ja einige Bildchen, die sowas illustrieren ... :wink:

  • mike j.
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    • 23. August 2006 um 10:17
    • #9

    Beyma CP380M auf TD245 im BiAmp Betrieb (keine Passivweiche)

  • Kracky
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    • 23. August 2006 um 11:19
    • #10

    Das ist ein CD Horn, diese Hörner haben sich auf dem Markt etabliert weil sie im Hauptanwendungsbereich mit einem Lautsprecher den Vorteile mit sich bringen das der SPL des Speakers im Hochtonbereich bei allen Frequenzen gleichmäßig ist aufgrund der Konstruktion und du somit im kompletten Abstrahlbereich des Hornes eine gleichmäßige Lautstärkenverteilung hast, sobald man aber daran überlegt Clusterfähige Lautsprecher zu entwickeln sollte man CD Hörner vergessen, und wieder zum guten alten radial Horn übergehen, dieses hat nun zwar den Nachteil das in der Einzelanwendung der Hochtonbereich Frequenzabhänig an verschiedenen Hörpsoitionen unterschiedlich laut ist, im Cluster allerdings bringt dieses Vorteile mit sich weil die höheren Fequenzen hier engere Keulen bilden die weiter reichen, somit habe ich weniger Beeinflussung nach aussen hin, ausserhalb der Hochtonkeule und somit weniger schweinereien innerhalb des Clusters vorallem im empfindlichen Hochtonbereich.

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  • mike j.
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    • 23. August 2006 um 11:44
    • #11

    Gut, man lernt nie aus.

    Werde dann auch einmal wegen einem richtigen (PC gestützen) Messystem umsehen, dachte hier an ClioWin.

    So sachen muss man meiner Meinung richtig Messen und dadurch erfahrungen sammeln in dem Bereich. Das ist aber das, was die PA Technik so interessant macht. Ein System klingt so bestens, auch bei nahe Vollast und in verschiedensten Winkeln und dann beim Clustering fangen die ganzen Überlegungen von vorne an. Gibts da auch Literatur über das Thema? SK hat zwar was vorgeschlagen, was ich aber als Buch nicht gefunden habe.

    Zum Thema zurück aber. Mir kommt vor dass der Markt von CD Hörnern überschwemmt worden ist, oder täusche ich mich. Welches Horn mit welchem Treiber wäre (als Beispiel) für das Clustering geeignet?

  • Kracky
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    • 23. August 2006 um 12:06
    • #12

    Was ich so mal gefunden habe ist dieses hier:

    http://www.jblpro.com/pages/tech_lib.htm

    hier vielleicht interessant: JBL Professional Sound System Design

    und das hier:

    http://www.omegav.ntnu.no/~dunker/horns.html

    http://www.meyersound.com/support/technotes/

    bzw.

    http://www.meyersound.com/support/design_reference/toc.htm


    CD Hörner gibt es wie Sand am Meer, Clusterfähige Hörener muß man wohl dem Lautsprecher entsprechend selbst entwickeln, aber vielleicht gibts von Limmer ja was.

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  • Volker Holtmeyer
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    • 23. August 2006 um 13:30
    • #13
    Zitat von "Mike J."


    Wir haben eine Anzahl von Horntopteilen mit einem horizontalen öffnungswinkel von 60° was der Praxis auch recht nahe kommt.

    Das bedeutet das Topteil strahlt mit einem Winkel von 30° gerechnet von der Normalachse nach links und rechts ab.
    Bei diesen 30° hat das Topteil im Grunde ca -3dB vom 0° Winkel, oder sind das -6dB?


    Nomineller Abstrahlwinkel :wink:

    Tops sollten aber immer so dicht wie möglich zueinander positioniert werden. Da ansonsten die Kopplung der beiden Systeme nur noch bei sehr tiefen Frequenzen auftritt. Im Tiefmitteltonbereich kommt es "frühzeitig" (also schon bei relativ niedrigen Frequenzen) zu Interferenzeinbrüchen in der Abstrahlung. Im Hochtonbereich gibt es nahezu keinen Unterschied.

    Und für Manfred hier ein paar bunte Bildchen ... 8)

    In der oberen Reihe haben die Tops einen Abstand von etwa 50 cm zueinander und unten stehen sie direkt nebeneinander.

    Ansonsten hatten wir das Thema doch hier vor Kurzem erst.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

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