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Anschlagmittel für MPT-tower Prolyte

  • jaan2204
  • 18. Oktober 2006 um 10:37
  • jaan2204
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    • 18. Oktober 2006 um 10:37
    • #1

    Hallo!

    Welche Anschlagmittel verwendet ihr zur Sicherung beim MPT-Tower von Prolyte bzw. vergleichbaren Towern?

    Waren insbesondere Anschlagketten mit Verkürzungsklau geeinget bzw. ausschließlich notwendig und wenn ja, welche Länge bzw. Hersteller?

    Kann jemand sagen, wo derartige Anschlagmittel zu einem günstigen Kurs zu erwerben sind?

    mfg
    andré

  • lambda-halbe
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    • 18. Oktober 2006 um 10:58
    • #2

    Hallo,

    wir verwenden eine einsträngige Anschlagkette von RUD. Diese ist einen Meter lang.
    Man kann bei den MPT Towern einen zweiten Bolzen (so wie der über den die Umlenkrolle geführt ist) einbauen.
    Den führen wir dann durch den O-Ring der Kette. Diese ist mit verriegelndem Kettenkürzer ausgeführt. Ist schnell und sicher.
    Bei Bühnendächern muß dann noch eine Sicherung gegen Kräfte nach oben eingebaut werden. Die Art der Ausführung steht dann aber im Baubuch:-)

    RUD Ketten gibt es z.B. bei RST in Hagen oder bei RUD

    Stephan

  • jaan2204
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    • 18. Oktober 2006 um 11:48
    • #3

    Hallo!

    Was bedeutet Sicherung nach oben? Einfach einen Halfcoupler drüberschrauben oder? Für eine Sicherung braucht man also zwingend beim Tower den 3 Bolzen, oder kann ich die Sicherung auch irgendwie direkt über das Top legen?

    mfg
    andré

  • Hami
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    • 18. Oktober 2006 um 12:20
    • #4

    Natürlich kannst Du auch einfach eine Kette drüberhängen. Dafür gibt es z.B. fertige Systeme mit durchsichtigem, verschiebbarem Schutz aus Plastik (ja, man kann die ganze Kette überprüfen!).

    Nur wie gesagt: wenn Wind druntergreifen kann, muss man auch gegen Abheben sichern.

    Wo kauft oder mietet Ihr so etwas, wo man Euch nicht einmal die Handhabung erklärt???

  • jaan2204
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    • 18. Oktober 2006 um 14:09
    • #5

    die, die sowas haben, fahren bei uns mit selbstsichernden Motoren und ich wollte hier nur mal die verschiedenen Möglichkeiten abchecken, da Motoren für uns zu teuer sind...

    Wie lang sollte erfahrungsgemäß einen Anschlagkette sein, damit man auch noch bequem die Unebenheiten des Untergrundes ausgleichen kann, was sich ja dann oben in unterschiedlichen Abständen zu den Tops auswirkt?

    Wo liegen da so die Erfahrungswerte?

    mfg
    andré

  • Volker
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    • 19. Oktober 2006 um 20:30
    • #6

    Hallo!

    Unsere Kette (eine Rud Kette mit verschiebbarem durchsichtigem Spezialkunstoffteil dran) wird oben über den Tower gelegt.
    Du mußt folglich von der Länge her genug Kettenmaterial haben um diese vom Sleeveblock über den Tower und wieder zum Sleeveblock zu führen. Da das ganze nicht viel Spiel haben darf, muss ein Kettenverkürzer dran sein (es sei denn Du fährst das Ding immer auf die gleiche Höhe, was aber schon problematisch ist, wenn ein oder zwei Tower, aus welchen Gründen auch immer, nur etwas höher stehen als die anderen (nebenbei, wir richten Mehrtowersysteme vor dem Hochfahren mit einer Laserwasserwaage aus!).
    Zurück zum Thema: Unsere Ketten sind 3 Meter lang.
    Wenn Du jetzt mit Handkettenzügen arbeitest mußt Du die Länge nicht haben. Wir arbeiten allerdings mit Motorzügen ( Verlinde SM 10 ) und der Motor wird als Kletterzug verwendet (damit er nicht während der Veranstaltung unten am Basement hängt). Er wird also an der Traverse angeschlagen, die Kette dann über das Top zum Sleveblock geführt und mittels Schäkel befestigt. Da der Motor folglich über der Truss, aber unter dem Top hängt, muss bei uns auch dieses Stück mit der Sicherungskette überbrückt werden.
    Die Version mit dem Bozen und der kurzen Kette, die ein Vorposter beschrieben hat, funktioniert zwar grundsätzlich auch, aber es sollte auch hier ein Kettenkürzer verwendet werden.
    Ich habe mal für uns entschieden, dass eine Kette über den Tower (nach persönlichem Empfinden) sicherer ist, als ein Bolzen am Topteil. Einmal unterstellt es käme zu einem Riss der Trägerkette, wäre die Kraftauswirkung auf das Topteil deutlich geringer, vor allem aber nicht seitlich versetzt.
    Der Spezialkunststoff, der die Kette schweineteuer macht, ist nötig, da streng genommen die Last ja nicht im Motor, sondern in der Kette hängen muss. Stahl auf dem Aluprofil würde den Doppel-T-Träger im Topteil zerstören, wenn eine nicht unerhebliche Belastung dranhängt.

    Nebenbei: ich überlege gerade 4 Ketten und 4 Motoren zu verkaufen umd auch auf C1 Motoren umzusteigen, weil mich das sichern nervt. Wenn Du ein gutes Angebot machst kannst Du das Set evtl. haben.

    Viele Grüße,
    Volker

  • jaan2204
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    • 21. Oktober 2006 um 11:40
    • #7

    Was mich bei deiner Variante noch einmal interessieren würde:

    Die Kette der Motoren läuft beim Topteil bei dir über beide Rollen. Wenn du das Teil hochgefahren hast, wo legst du dann die Sicherungskette hin? Auch über beide Rollen (sozusagen auf die Motorkette drauf) oder einfach quer zur Kette über das Topteil, wobei doch dann durch den extremen Knick an den Kanten des "T-Trägers" enorme Kräfte auf einen minimalen Punkt auftreten müßten, oder????

  • Volker
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    • 23. Oktober 2006 um 16:37
    • #8

    letzteres, also quer.
    Extreme Kräfte im Normalbetrieb verhindert diese extrem teuere Kunststoffummantelung. Extreme Kräfte im Fall des Abreissens des Motorzuges treten vielleicht auf und verformen den Doppel-T-Träger, aber hier geht es in erster Linie ja mal darum, dass nix runter auf Personen fällt (und jeglicher Zug nach unten wird durch den Tower abgefangen, nicht durch die Verbinder, die einen Kragarm halten.

    Viele Grüße,
    Volker

  • Christoph
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    • 24. Oktober 2006 um 19:30
    • #9

    N`abend zusammmen,

    wir benutzen 8mm Korotherm Kette mit Verkürzungsklaue. Angeschlagen wird die an einem 25mm-Bolzen der in dem schon beschriebenen Loch steckt. Für Indoor GS-Systeme reichen meiner Meinung 1m Ketten aus. Wir habe 2m und 3m Ketten weil
    a) unser Bühnendach durch seine Bauweise (Pultdach) hinten 70 cm tiefer hängt.
    b) man so Outdoor besser nivelieren kann.
    Zur Sicherung gegen Abheben reichen laut Aussage des prüfenden TÜV-Manns die eingebrachten Windverbände.

    Grüße

    Christoph

    Christoph Ginzel
    Meister für Veranstaltungstechnik

    COMA media GmbH

    cginzel@comamedia.de

  • jaan2204
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    • 25. Oktober 2006 um 14:40
    • #10

    Was mich dabei noch interessieren würde:

    Laut Aussage eines Trussvertriebes darf ich am Top oben direkt keinen Handkettenzug anschlagen, sondern muss die dafür konstuierten Handkettenzüge verwenden, welche am Basement angeschlagen werden soll. Die Kette wird dann wie gehabt über die beiden Rollen geführt.

    Warum darf ich nicht einen normalen Handkettenzug direkt am Top, z.B. an dem Bolzen anschlagen und die Sicherungskette über die Rollen bzw. quer zum den Rollen legen? :?

    Weil mit der Methode könnte man handelsübliche Kettenzüge mit langer Steuerkette verwenden, welche woanders auch noch einmal Verwendung finden könnten.

  • Christoph
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    • 25. Oktober 2006 um 14:54
    • #11

    Tach zusammen,

    von nicht dürfen kann hier nicht die rede sein.
    Der einzige Grund der mir einfällt ist, das der Vertrieb seine Yale-Kletterzüge verkaufen will :D

    Grüße

    Christoph

    Christoph Ginzel
    Meister für Veranstaltungstechnik

    COMA media GmbH

    cginzel@comamedia.de

  • jaan2204
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    • 25. Oktober 2006 um 18:09
    • #12

    also könnte man es genaus so machen, wie beschrieben und hat damit dann auch keine Probleme. Vielleicht noch einmal zu näheren Verständnis:

    1. Den Kettenzug direkt am Sicherungsbolzen anschlagen oder gibt es eine bessere Stelle bzw. eine bessere Variante den Kettenzug am Top anzuschlagen?

    2. Die Sicherungskette über die beiden Rollen lagen und links und rechts am Sleeve verschrauben oder kennt auch da noch jemande eine bessere Variante?

    mfg
    andé

  • Christoph
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    • 25. Oktober 2006 um 18:56
    • #13

    Das Problem bei der von Dir bevorzugten Variante ist, daß der Anschlagpunkt am Sleeve-Block direkt unter besagtem Bolzen im Top vom Kettenzug "besetzt" ist. Hier kannst Du ohne viel Gefummel keine Sicherung mehr anbringen.
    Ich habe auch schon GS-Systeme mit HKZs gebaut, das sieht dann so aus:
    -HKZ in bereits angesprochenen Bolzen anschlagen
    -Auf der kurzen Seite des Top-Pulleys nimmst du die Rolle raus, sodaß nur der Bolzen überbleibt.
    Daran wird die Kette zum Tothängen angebracht.
    Ich habe den Kettenzug nachträglich eingebaut. Das heißt erst den Tower bauen und hochkippen, dann hochklettern und Zug einbauen (Einen 7m Tower mit eigebautem HKZ hochzudrücken war mir einfach zu schwer :D ).
    Ich persönlich finde das Sichern durch über das Top gelegte Ketten nicht so schön. Das ist aber eine ganz persönliche Meinung und sollte nicht als Allwissen betrachtet werden.
    Viele Wege führen nach Rom...
    Schicke mir doch mal deine e-mail Adresse dann bekommst Du Fotos von mir.

    Grüße

    Christoph

    Christoph Ginzel
    Meister für Veranstaltungstechnik

    COMA media GmbH

    cginzel@comamedia.de

  • jaan2204
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    • 25. Oktober 2006 um 20:54
    • #14

    muss die Rolle unbedingt ausgehangen werden? Kann ich die Kette nicht in Form einer Schlaufe einfach um die Rolle legen und beide Enden am Top anschlagen?

  • Hami
    Profi
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    • 26. Oktober 2006 um 09:28
    • #15
    Zitat

    Ich persönlich finde das Sichern durch über das Top gelegte Ketten nicht so schön. Das ist aber eine ganz persönliche Meinung und sollte nicht als Allwissen betrachtet werden.

    ...es ist aber die vom Deutschland-Vertrieb propagierte Art, somit also m.E. über jeden Zweifel erhaben. Und wirklich unästhetisch (falls sich "nicht schön" darauf bezog) sieht das auch nicht aus. Nicht also, dass hier ein unerfahrener User verunsichert wird. "Nicht schön finden" kann ja in diesem Forum so einiges heißen :wink:

    Möglichkeiten gibt es zig, ganz klar!

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