Nachdem ich geschworen habe nie wieder ein Ohringer Teil zu kaufen und fast alle Mischer schon mal im Besitz (DX 1000, DX 626, VMX 1000) oder in den Händen hatte (DJX 700/750) musste ich mich jetzt doch eines besseren belehren lassen bzw. die pure Neugierde hat mich dazu veranlasst mir einen DDM 4000 zu bestellen.
Listenpreis 475,- €
Straßenpreis 295,- €
Direkt als ich das Teil ausgepackt hatte der 1. Eindruck: Völlig überladen!
Der Eindruck trübt sich aber wenn man das Manual zur Hand nimmt und die einzelnen Funktionen nacheinander durchgeht und man kommt zu der Erkenntnis: Da durfte ein eingefleischter DJ-Ingenieur mal machen was er wollte bzw. was alle wollen! Es erscheint plötzlich alles ganz logisch wenn man wirklich alles was der Mixer bietet nutzen möchte und das möche man wenn man es einmal versucht hat!
Eigentlich wollte ich das Teil nur Übergangsweise nutzen bzw. ggf. als zusäzlichen Einsatzmixer. Bisher nutze ich ein UREI 1605 und bin daher was Klang angeht etwas verwöhnt. Jetzt kann ich Euch vorweg sagen: Den geb ich nicht mehr her! Geplant war eigentlich in Zukunft ein DJM 800, aber ich frage mich Ernsthaft: Wofür? Sicherlich wird erst der Langzeittest zeigen ob der DDM 4000 diese Lorbeeren die er meiner Meinung nach verdient hat auch halten kann. Aber vom "Hörensagen" und Erfahrungen anderer soll das Teil auch echt stabil sein!
Für meinen Einsatzzwecke bzw. mein Setup (2 x CDJ 200, Notebook mit M-Audio Torq) ist das der ideale Mixer: Digitale Qualität (Rauschabstand >102 dB!!!) und die MIDI Funktionen absolut Top und easy.
Auch die Funktionen der MIDI Clock mit der man beatgenau die internen Effekte an den Track anpassen kann, der Sampler (den ich wenig nutze) die vielfältigen Benutzerprofile die man erstellen kann und vor allem auch die internen Effekte sind alle absolut Top und zu empfehlen!
Selbst der interne Beatcounter funktioniert 100% genau! Das alleine ist schon Wahnsinn wenn man andere Mixer von Behringer kennt...
Man kann z.B. auch die Kanal EQs konfigurieren wenn einem die werksseitige Einstellung nicht genug, die EQs auch anheben anstatt absenken, die Parameter der Effekte konfigurieren, die Kanalfader in 3 verschiedenen Abstufungen konfigurieren (je nachdem wie die "greifen" sollen) und und und...Die Frage ist wie die das machen bei dem Preis - zu Lasten der Qualität scheint es diesmal nicht gegangen zu sein (zur Langzeitqualität kann man noch nix sagen...)
Der einzige Wehrmutstropfen: Wenn man einige der internen Effekte nutzt, senkt sich die Lautstärke im Signalweg etwas ab - das soll aber lt. Behringer mit einem Softwareupdate behoben werden. Ebenso die Möglichkeit den Effekt vorzuhören bevor ich diesen im Signalweg aktiviere.
Fazit:
+ lässt keine Wünsche offen
+ Qualität TOP - sowohl Verarbeitung/Bauteile als auch Soundqualität
+ PREIS!
- Lautstärke mancher Effekte senkt sich im Signalweg bei Aktivierung etwas ab
- Effekte können nicht vorgehört werden
- das einen keiner Ernst nimmt (der ihn selber noch nicht in den Händen hatte) weil Behringer drauf steht :grin:
Also da hat Behringer echt was getan, auch wenn einem der Name seines neuen Mischers immer noch schwer über die Lippen kommt.
:wink: