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Electrovoice - vorsätzlicher Betrug?

  • konstantinos tyrovolas
  • 16. Oktober 2007 um 14:14
  • konstantinos tyrovolas
    Beiträge
    12
    • 16. Oktober 2007 um 14:14
    • #1

    Hallo an alle, kann sein dass man bei Euch da Oben vom leidigen Thema EV chassis Wind bekommen hat, für mich war es aber eine teure Entdeckung:
    Auf der Suche nach einem 46cm Tieftöner, sah ich das Datenblatt des EV DL18MT auf der Telex Webseite. Schön hat es ausgesehen: 25Hz Fs, 0,26Qts, jede Menge Messungen, detailierte Doku. Kurz: Vorbildlicher Datenblatt.
    Zu meiner Begeisterung - ich der Idiot- stellte fest, dass besagte Chassis immer noch im Angebot war (ist ein 1992 Modell). Zwar 660 Euro incl. Versand, aber was soll's, ich wollte es haben.

    Auf den Kartons alles prima: Aufkleber vonTelex und EVI audio GmbH mit Ref. und Paket Nr, Datum. Wenn diese kleine Unstimmigkeit mit dem Gewicht nicht waere.....(2 kilo weniger pro Chassis als im Datenblatt angegeben).

    Die Ernüchterung kam beim Ausmessen.
    Gewicht fast 2 Kilo weniger.
    Fs 38,5 kalt, 35 warm. Sollwert 25
    Qts 0,31-0,29 statt 0,26 usw.
    Kurz: Sie verkaufen ein völlig anderes Produkt unter der alten Typ-Bezeichnung.
    Letzte Hoffnung: Ob der Händler die Aufkleber gefälscht hat und mir eine Raubkopie andrehte? Mail an Telex mit allen Daten der Transaktion
    - halbe Stunde Ziffer eintippen-.
    Antwort: Ich solle mich an EVI audio Gmbh, Herrn Roland Kurz wenden. Es sei sicher, dass er eine Lösung finden werde.
    Getan, nach 2 Wochen immer noch keine Antwort.
    Fazit: Vielleicht ist das alles den Profi-Kreisen der BRD bekannt, ich hatte aber Pech, ich wohne 3000 km südlicher.
    Für diejenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: Hüttet Euch von solchen Geschäftspraktiken.

    Frustiert
    Konstantinos Tyrovolas
    Xrysostomou Smyrnis Str. 7
    16452 Bezirk Argyroupoli, Grossraum Athen,
    Präfektur Attiki
    Griechenland
    Tel. 0030-210-9968276

    P.S Stellen Sie sich vor, was hätte passieren können, wenn ich die Chassis ohne zu messen, in meinen Nachbau des DL770 Gehäuses vom selben Hersteller eingebaut hätte - Abstimmfrequenz 25Hz!!!! (im Datenblatt steht ausdrücklich, dass 2 DL18-MT in diesem Gehäuse werkeln)

  • morgen_meister
    Beiträge
    1.235
    • 16. Oktober 2007 um 14:23
    • #2

    Hör mir bloß auf mit EV:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=65481

    ich kann das Wort EV nicht mehr hören, da könnte ich kotzen!

    Und hör mir noch mehr auf mit EVI Audio.
    denen ihr Kudenservice ist unter aller Kanone, die sollten sich schämen.
    Mehrmaliger Versuch Kontakt mit EVI aufzunehmen per Email, nur meine erste wurde beantwortet.
    Hatte sogar an 2 weitere Mitarbeiter geschrieben, keine Antwort.

    Und in meinem Fall hat der Verkäufer einen zimelich langen Bericht geschickt.
    Die Antwort ist nachzulesen und war nur ganz kurz und bündig.

    also ein richtig dickes Problem möchte ich mal nicht haben mit einem Produkt von EV, Dynacord,...

    Schönen Gruß,

    Tobias Schalk
    Ulmenweg 50
    86529 Schrobenhausen

    http://www.partysound-light.de

  • F.A.Bi.A.N.
    Verifiziert
    Reaktionen
    130
    Beiträge
    5.286
    • 16. Oktober 2007 um 15:47
    • #3

    ja, ruft doch mal bei den leuten an?

    p.s.: die lage der resonanzfrequenz verschiebt sich durch´s einspielen, bei sehr hart eingespannten chassis kann das schon mal 20h dauern.

  • audio-pip
    Beiträge
    1.412
    • 16. Oktober 2007 um 17:09
    • #4

    Hallo zusammen,

    also ich kann mich über EVI in Straubingen nicht beschweren. Ich will natürlich nix schön reden. Electro Voice hat seine Preise... :?

    Der gewichtsunterschied ist sehr simpel zu erklären: Einerseits behät sich jeder Hersteller das Recht vor verbesserungen ohne vorherige Ankündigungen durchzuführen. Andererseits kann ich am Magnet Gewicht Sparen indem ich ein hochwertigeres Ferrit verwende.
    Riesen Magnet ist nicht gleich "super Power". Vieleicht noch hier und da den Guss des Korbes überarbeitet und naja schwups 2 Kilo weniger.

    Den Datenunterschied kann man in zweierlei hinsicht begründen, sogar in dreierlei, zum einen Messtoleranzen, zum anderen überarbeitetes Produkt und neue Chassis müssen erst Eingeschwungen werden bevor die Werte Repräsentativ sind. Eine Edelschmiede lässt Ihre Chassis z.B. 5 Tage durchgehent einschwingen bevor diese verbaut werden...

    Aber ich will nix beschönigen... bei unzulänglichkeiten -> Regress .

    ...Sebastian

  • Elektrolurch
    Beiträge
    2
    • 16. Oktober 2007 um 17:54
    • #5

    Hallo

    Schau mal hier bei diesem Link nach.

    http://www.visaton.de/de/forum/pc_auswirkung.html

    Gruß

    Lurchi

  • konstantinos tyrovolas
    Beiträge
    12
    • 16. Oktober 2007 um 18:52
    • #6
    Zitat von "F.A.Bi.A.N."

    ja, ruft doch mal bei den leuten an?

    p.s.: die lage der resonanzfrequenz verschiebt sich durch´s einspielen, bei sehr hart eingespannten chassis kann das schon mal 20h dauern.

    Klar mit dem einspielen passiert das. Aber Fs sinkt nicht um 40% egal wie lange eingespielt wird. I wollte es mit den AES Empfehlung nicht riskieren (50-500Hz bei Nennleistung) und hatte sie 100 Stunden lang mit 5w/6Hz am Generator. Im Warmzustand sank Fs etwa um den üblichen 10%.

    Der Sub, den ich nachbaute, ist bei 25Hz abgestimmt (+6db boost!!!). Wie lange würde da drin das Chassis halten, bevor mir die Membran um die Ohren fliegte??

    Hersteller geben immer an, dass Änderungen ohne Ankündigung moeglich sind. Nicht aber wenn die Funktion beeinträchtigt wird.
    Egal was die behaupten, man tut so was nicht. Es ist fraglich ob es legal ist und Kundenfreunldich ist auch nicht, um es gelinde auszudrücken.

    Vor 10 Jahren hatte ich in einem Mietvertrag unterschrieben, dass ich nach 22.00 Uhr mich nicht duschen darf (Wohnungsnot). Habe mich nie dran gehalten und zurecht, legal war es nicht.

    Ich frage mich nur, was erzählen sie den Kunden, die ihren 770 sub vor z.B.10 Jahren gekauft haben und jetzt Ersatzchassis brauchen.

    Vielen Dank fuer Eure Beiträge
    Konstantinos

    P.S.1 Dass die Chassis offensichtlich Fernöstlicher Herstellung sind stört mich nicht. Nirgendwo auf dem Datenblatt stand, sie seien made in USA.
    Dass sie eigentlich einen optisch ordentlichen Eindruck machen und beide messtechnisch fast identisch sind, tröstet mich wenig, wenn ich sie nicht wie vorgesehen einsetzen kann.

    P.S.2 @ Moderator: Kann ich bei B2B eine Verkaufsanzeige stellen, oder ist die Platform nur für gewerbliche Teilnehmer gedacht?
    .

  • Wolfgang
    Beiträge
    1.377
    • 16. Oktober 2007 um 21:32
    • #7

    Über den Support bei Dynacord/EVI/Bosch kann man sich nun an sich nicht beklagen, eigentlich ist das Gegenteil der Fall...

    Wohl aber über den Umstand, daß für einen LF-Speaker aus den achtzigern mit 63mm-vc das Doppelte des VK eines L18P300 oder 18Sound-Schlachtschiffes aufgerufen wird.
    Bei dringendem Ersatzteilbedarf würde ich einen abgebrannten oder zerrissenen DL18MT steigern, und diesen bei Hrn. Hahn RICHTIG reconen lassen...

    Manuela hat, soweit mir bekannt, die DL18MT in ihren MTL4 durch neuzeitliches ersetzt, das mehr als bedeutend günstiger zu erstehen war.
    Auch der TBF hat seine alten MTL1 (selber Orig.-Speaker) auf deenselben 18XB700 von Manuela umgebaut.

    Gruss
    Wolfgang

    Gruss
    Wolfgang

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 17. Oktober 2007 um 14:48
    • #8

    Moin,

    die gemessenen Daten sprechen Bände und deuten auf massiven Betrug beim teuersten LS-Parameter, dem BL-Produkt hin. Starke Magnetanordnungen und enge Spalttoleranzen sorgen für hohes BL, verursachen jedoch hohe Kosten. So, und nicht anders erklärt sich die Gewichtsverringerung, weniger Magnet, weniger Eisen. Die Chassis sind völlig wertlos, ich empfehle, mit freundlichem Nachdruck schriftlich auf Wandlung zu bestehen. Der Nutzwert der Chassis wurde vom Hersteller erheblich verringert, da ist der Vorbehalt technischer Änderungen bedeutungslos.

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • 20Hertz
    Beiträge
    947
    • 17. Oktober 2007 um 17:54
    • #9

    Ich habe ja wenig Ahnung, aber ....

    Zitat von "Bernd Häusler"

    ... Betrug beim teuersten LS-Parameter, dem BL-Produkt hin .... Die Chassis sind völlig wertlos ...

    EBP laut Datenblatt = 25 Hz / 0,26 = 96

    EBP gemessen = 38,5 Hz (35 Hz) / 0,31 (0,29) = 124 (121)

    (jaja, eigentlich berechnet man den EBP aus Qes und nicht Qts)

    Wenn also die bewegten Massen (Mms) der beiden Lautsprecher ungefähr gleich groß sind, dann hat das "Betrug-Chassis" den größeren Bxl.


    Grüße
    Matthias

  • konstantinos tyrovolas
    Beiträge
    12
    • 17. Oktober 2007 um 20:15
    • #10
    Zitat von "20Hertz"

    Ich habe ja wenig Ahnung, aber ....


    EBP laut Datenblatt = 25 Hz / 0,26 = 96

    EBP gemessen = 38,5 Hz (35 Hz) / 0,31 (0,29) = 124 (121)

    (jaja, eigentlich berechnet man den EBP aus Qes und nicht Qts)

    Wenn also die bewegten Massen (Mms) der beiden Lautsprecher ungefähr gleich groß sind, dann hat das "Betrug-Chassis" den größeren Bxl.
    Grüße
    Matthias

    Alles anzeigen

    Matthias, EBP ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, BL aber schon. Wie Bernd bereits schrieb, es wurde massiv an Motorstärke gesparrt. (Qes 0,34- soll 0,27).

    Allein die höhere Fs ist gefährlich. Wie ich schon geschrieben habe, war DL18-MT auch für den 770TL sub der selben Firma vorgesehen. Da wird bei 25Hz mit +6db Leistung abgestimmt!!

    Vas ist c.a. 300 Lit-soll 580, Qms 2,7-soll 6,6.

    Messtoleranzen spielen ja eine Rolle, solche Abweichungen aber sind unmöglich. Gemessen habe ich mit meinen HP-einschuben (Generator, millivoltmeter, Frequenzzähler). Waage geliehen vom freundlichen Juwellier um die Ecke.

    Kurz: Es handelt sich um ein mittelmässiges 08/15 Chassis, im gegensatz zum Original.

    Ich werde doch auf Wandlung bestehen, obwohl ich mich in nachteiliger Lage befinde: Versand kostet 80 Euro und den Händler, von dem ich kaufte gibt es nicht mehr. (Insolvent seit ca 1 Monat)

    Hoffe zumindest, dass andere nicht in die gleiche Falle tappen, Chassis kostet bei Thomann 350Euro!!! (jetz erklärt sicht, warum bei diesem Händler neben der Produktbezeichnung ´Daten auf Anfrage`steht, und das nur bei den EV chassis!!! Er versucht zumindest auf die Schlamperei des Herstellers aufmerksam zu machen. Das spricht für ihn, meiner Meinung nach.

    Verärgerte Grüße
    Konstantinos

  • 20Hertz
    Beiträge
    947
    • 17. Oktober 2007 um 20:45
    • #11

    Hallo Konstantinos,

    poste doch bitte mal die kompletten Datensätze beider Chassis (Katalogangaben + eigene Messungen). Bei den TSP ist es so, daß fs und Qes unmittelbar zusammenhängen: steigt fs, steigt auch Qes (und umgekehrt). Es ist also völlig sinnlos, wenn man nur einen Einzelparameter betrachtet und nicht den kompletten Datensatz. Zwei wichtige (Primär-)Paramter dürfen sich jedoch unabhängig von der Messmethode und dem Alterungszustand des Lautsprechers nicht ändern: Mms und Bxl.

    Wenn Dein Gehäuse auf 25 Hz abgestimmt ist (Kinosub?), wird die Membran dort maximal bedämpft. Die Freiluftresonanzfrequenz (fs) spielt da keine große Rolle mehr. Sowas lässt sich aber leicht simulieren, wenn ich die entsprechenden Gehäusedaten von Dir bekomme.


    Grüße
    Matthias

  • 1313
    Beiträge
    63
    • 17. Oktober 2007 um 21:10
    • #12

    ich denke, das chassis ist noch nicht weich genug geklopft (was ja nicht sein kann, nach deiner einspielorgie) oder durch lagerung zu hart geworden.

    passt doch alles zusammen: vas ist geringer, die güte höher, fs höher.
    ich habe mal eben die tsp verglichen, sind absolut schlüssig. und kein funken weniger BxL, im gegenteil!

    ich habe ne simu gemacht vom tl770 gehäuse (aber ohne bassboost). einmal mit tsp nach datenblatt (schwarze linie), einmal deine tsp (rot).

    und nu hör auf zu heulen :wink:

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 18. Oktober 2007 um 02:36
    • #13

    Moin,

    ich bin fürs direkte BL-messen mit Gewicht. 3 Kilo Zucker, Ein Schattenzeiger oder Laserpointer, ein Amperemeter, ein stellbares Netzgerät; Zucker und Saft eben ;) . Bei der indirekten Ermittlung des BL summieren sich die Fehler bis zu grobem Unsinn.
    Aber es geht noch krasser:
    http://www.electrovoice.com/download_document.php?doc=1576
    Geiles Datenblatt-Tuning :D
    BL messen, Mmd wiegen, dann niedrige Reso in TS-Rechner einsetzen (da stehen viele drauf), wunderbarerweise verringert sich der QTS (jetzt kaufen alle)
    Daß die CMS unrealistisch ist hätte ich beinahe übersehen, so eine windig weiche Aufhängung verbaut auch EV nicht (-mehr) ;)

    Von diesem ominösen DL18MT geistern viele Versionen rum. Das dürfte wohl die Version sein, die Konstantinos Tyrovolas erstanden hat. Nicht EVM sondern Vietnam EVX-Korb mit Vietnam Magnet (mit der tiefgezogenen Polplatte, nicht die ebene Alte).
    http://www.electrovoice.com/products/305.html
    Seite und Datenblatt (Link links unten) widersprechen sich beim Gewicht...

    @ 20Hertz: Ok, ich war vorschnell und oberflächlich

    @ Konstantinos Tyrovolas: schade, daß EV merkwürdige Daten angibt, Also miss den BL UND den R_e direkt (siehe oben) dann zeigt sich ob es ein Downgrade ist. Einen 18" mit einer derart weichen Aufhängung für 24 Hz willst Du garnicht haben, zerstört sich mit ungehindertem DC-Offset selbst ;) . Ich hab zwei alte DL18MT hier, ultraweiche Schaumsicke, die laufen DC- Mäßig bis an die Polplatte...peng... Muß doch glatt mal messen ob das Datenblatt noch :D passt...

    @ all: ein höheres BL als im Datenblatt halte ich für sehr unwahrscheinlich, und tippe auf Ungenauigleiten bei der Messung. Darum empfehle ich die direkte Messung (siehe oben)

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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    Der Bass CB18S ist der Beste

  • konstantinos tyrovolas
    Beiträge
    12
    • 18. Oktober 2007 um 20:19
    • #14

    Erst mal vielen Dank für Eure Mühe.
    Ich wäre nie auf die Idee gekommen, TSP zu messen, wenn es die Unstimmigkeit beim Gewicht nicht gäbe. Ich bin kein Experte in Sachen Chassis Parameter, mir ist es lieber, wenn ich mich auf die Herstellerangaben verlassen kann. In diesem Sinne danke 20Hertz für die Aufklärung.

    1313: Ist das AJhorn? Du hast Recht, ich habe es auch simuliert, die Unterschiede zwischen Datenblattwerte und meine sind marginal. Trotzdem heule ich weiter :oops: :Überall in der Literatur lese ich, man solle nie eine BR-box unter der F-reso des Treibers abstimmen. Da wo die max. Auslenkung bei der simu ist, liegt die gemessene Resonanz Freq. des Treibers. Das dürfte nicht gerade gesund und klirrmindernd sein.

    bernd häusler: Nett von Dir, dass Du Dich damit auseinandergesetzt hast. Irgendein Hinweis (link), wie ich Bl direkt messen kann?

    Werte:
    Soll gemessen
    Fs 24 38,5
    Qes 0,27 0,34
    Qms 6,6 2,7
    Qts 0,26 0,31
    Vas 300 580
    Re 6 Ohm 5,95
    Gehäuse: 439 L. 2 Chassis drin , 2 ports 12x4 cm, Tunnellänge 2cm.

    Ich habe die Messungen auch mit den Tektronics Geräten eines Freundes wiederholt, mit sehr guten Übereinstimmung. Trotzdem: Kein Anspruch auf 100prozentige Richtigkeit, Geräte waren zwar kalibriert gekauft, seitdem aber sind 3 bzw 4 Jahre vergangen.
    Abweichungen um 50% (Fs), 100% (Vas) halte ich trotzdem für unwahrscheinlich.

    Als ich das erste Mal Fs maß, fragte ich bei deutschen und amerikanischen Foren, ob es üblich ist, dass Fs nach dem einspielen um 40% sinken kann, bekam keine eindeutige Antwort, nur auf der Visaton Seite gibt es ein entsprechendes Beispiel. Daher das lange einspielen fast bis an die (lineare ) Xmax Grenze.

    Nochmal Danke
    Konstantinos

    Zumindest das, war Ihr freiwillig gemacht habt, habe ich vom Kundendienst der EVI audio erwartert. Von wegen: immer noch nichts zu hören.

  • Wolfgang
    Beiträge
    1.377
    • 18. Oktober 2007 um 21:53
    • #15

    geht jetzt nicht speziell gegen einen bestimmten speaker, aber gerade bei der gelegenheit sollte man wieder einmal darauf hinweisen, daß die "thiele-small-parameter" eher als grobe ! schätzeisen herhalten sollen, was mit dem treiber anzustellen ist. der glaube an 5 nachkommastellen ist da völlig fehl am platz.

    nochmal speziell zum dl18mt: dieses chassis ist an sich ja auch kein "moderner" speaker, vielmehr ist das ding aus den evm's weiterentwickelt worden. man hat da die vc verlängert und die membrane etwas stärker gemacht, wie man es für den 4er stackbetrieb in einem bandpass-sub eben brauchte.

    schade, daß man bei ev nicht die innovations- und qualitätskraft der 80er beibehalten hat. was man nach wie vor ganz gut brauchen kann, sind bestimmte hf-treiber (dh3, nd6 z.b.). aber auch in diesem metier haben die italiener diese vormals legendäre fa überholt 8)

    gruss w

    ps. zum bl-messen:

    BL = F/I, also z.b. definierte kraft f auf membrane (mit caprisonnen oder tetrapacks, f=9.81*masse [N] ). dann dc anlegen (kurz), bis die membrane die vorher markierte ruhelage erreicht hat. strom [A] notieren und in obige formel einsetzen,es entsprechen teslameter der einheit newton/ampere.

    übrigens ist das ebp (fs/qts) proportional zu bl² / m.

    Gruss
    Wolfgang

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 18. Oktober 2007 um 22:12
    • #16

    Moin,

    BL messen? ganz einfach:

    Chassis mit Membrane oben auf den Tisch stellen, mit Lichtschatten (die Sonne macht scharfe Schatten :) "bewegt" sich aber)/Laserpointer eine Markierung unten am Konus halbwegs rechtwinklig zur Membranbewegung anpeilen. Das ist die Nullage. Mit etwas Geschick sind hier Genauigkeiten unter einem halben Millimeter drin. Dann ein Gewicht in den Konus legen, die Membrane sollte etwa den halben bis ganzen x- max einsinken, dazu sind bei 18" etwa 3 kg Zucker nötig, die ich in eine Plastiktüte umgefüllt habe. Jetzt mit Gleichspannung (stellbares Netzgerät) Strom durch die Schwingspule schicken, und mit einem Amperemeter den Strom messen. 3 Kilo Zucker haben unter Erdgravitation: 3*9,81=29,43Newton. Wenn der Saft... äh... Strom groß genug ist um die Membrane wieder zurück zur Nullage zu bringen erbringt der Antrieb genau die dafür nötige Gegenkraft, also 29,43Newton. Das BL-Produkt, Newton pro Ampere, N/A. Also BL = 26,43N/ z.B. 0,8A = 33,03N/A das wäre schon ein sehr starker Antrieb. Ist kein stellbares Netzgerät vorhanden klappt das auch mit Festspannung (5V vom Computer, 6V Akku) Bei 5-6V fließt bei einem 8ohm-Chassis etwa 1 Ampere (messen!) und dann das Gewicht erhöhen bis die Membrane zur Nullage runtergedrückt ist, dann Gewicht wiegen, Kraft ausrechnen...

    Das ist eine simple sehr genaue Methode, die methodischen Fehler reduzieren sich auf die Genauigkeit der Waage, des Meßgerätes und der Sogfalt beim Wiederfinden der Nullage, also sehr überschaubar.

    viel Spaß!

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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  • konstantinos tyrovolas
    Beiträge
    12
    • 22. Oktober 2007 um 19:03
    • #17

    Erst mal herzliches Dankeschön an Bernd Häusler für die ausführliche Anleitung. Messung wurde wie folgt durchgeführt:
    2 kilo Zucker (gewogen mit der Waage des Physik-Labors unserer Schule, Bereich 200-2000 gram, Genauigkeit 0,5 gram.
    Digitales Multimeter +-2% , laser pointer.
    Größte Schwierigkeit: Den Punkt auf dem Konus genau wieder in den belichteten Bereich bringen.
    Ergebniss: Sicherlich über 19,5 und unter 21. In beiden Fällen ist es deutlich, die Markierung wird nicht wie in der Ruhelage belichtet. Für die Werte dazwischen kann ich nicht sooo sicher sein, mir scheint 20,6 der richtige zu sein. Werde mit einem genaueren Fluke und stärkerer Brille wiederholen.
    Datenblatt: 22,5.
    Ist das jetzt übliche Serienstreuung,
    liegt es daran, dass das Chassis kalt war (Hersteller messen nach einer Periode unter max. power, 50-500 Hz pink noise, manche geben 2 Stunden an, andere nichts),
    ober hat der Hersteller wie bei Fs die Daten geändert? Die angebliche 25Hz waren der Hauptgrund, weshalb ich das Chassis gekauft habe :cry:

    Viele Grüsse
    Konstantinos

    P.S
    Ich frage mich, ob diese umögliche Taktik auch bei anderen (namhaften) Hersteller vorgekommen ist, oder es handelt sich um ein Privileg der Idioten wie ich, die EV Produkte kaufen.
    Und im allgemeinen: Wie stark streuen TSP üblicherweise? Aber dazu starte ich lieber ein neues Thema.

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 22. Oktober 2007 um 23:00
    • #18

    Moin,

    Moment, ohne eine genaue Messung des Gleichstromwiderstands der Schwingspule R_e (bei 20°C vor dem Versuch) ist die Angabe des BL unvollständig, und nicht zu beurteilen.

    Das BL-Produkt ist wie der R_e und die Mmd eine Chassiskonstante, die unabhängig vom Einspielzustand ist, und tatsächlich von kartonfrischen bis zu völlig zerspielten Chassis unveränderlich ist.
    Den Spruch eines Vertrieblers zum bemängelten BL/R_e: "Erst Einspielen, dann messen, dann meckern" habe ich schon live erlebt ...töricht sowas...

    Bei der beschriebenen hochwertige Ausrüstung ist tatsächlich die Ablesung bzw. das Wiederfinden der Nullage der größte Ungenauigkeitsfaktor. Mehr Gewicht hilft, manche Dioden/Linsen-Laser lassen sich nachfokussieren, oder man schattet den halben Strahl nahe am Chassis ab, um eine scharfe Strahlkante bei reduzierter Blendung zu erhalten. Auch eine sehr scharfe Markierung, z.B. mit einer waagrechten Klebebandkante hilft.

    Für die Genauigkeit der Messung spielt der eventuell durch Erwärmung zunehmende R_e keine Rolle, denn nur der gemessene Strom fließt in die Berechnung ein.

    Herstellerangaben, tja, wer nicht nachmisst...

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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  • konstantinos tyrovolas
    Beiträge
    12
    • 23. Oktober 2007 um 19:43
    • #19

    Guten Abend, habe vergessen zu schreiben: Re 6 Ohm (Pontavi Wh2 Messbrücke, mit °frischen° Widerständen auf 1% kalibriert). Stimmt mit dem Datenblatt überein.

    Habe eine Antwort von EV Europe bekommen, mail Adresse soll ein Problem haben. Ich werde sie zur allgemeinen Information ins Forum stellen.

    Nochmal danke
    Konstantinos Tyrovolas

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