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verstärker-clipping und lautsprecherdefekte

  • simonstpauli
  • 18. Oktober 2007 um 23:50
  • simonstpauli
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    • 18. Oktober 2007 um 23:50
    • #1

    hier nun der neue thread.

    was steckt nun genau dahinter, wie bekommt man einen lautprecher kaputt und wie nicht.

    im rennen bis jetzt:

    sinus, rechteck und mein halbwissen ;) schule ist auch schon was länger her und urban legends gibt es auch (und vor allem?) in der tontechnik

    für alle, die (wie ich) noch was lernen wollen...

    vorgeschichte:

    http://www.pa-forum.de/phpBB/viewtopic.php?t=65717

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • tobias kammerer
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    • 19. Oktober 2007 um 00:13
    • #2

    Ich gehe jetzt gleich auf die Frage von timotimo unter
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=537906#537906 ein. Was hat vom Clipping den hochtöner zerstört. Ein Rechtecksignal ist die Addition bestimmter vielfacher einer Sinusschwingung. Das kann man auch andersherum sehr schönn sehen, wenn man ein Rechteck mit einer Fourier-Transformation in Sinuse zerlegt. Da der multiplikator von der Grundfrequenz (doppelte Länge de Rechtecks) konstant bleibt, entsteht eine immer höhere Energiediuchte zu hohen Frequenzen hin. D.h. Clippi ng erzeugt einen absolut unnatürlichen Obertonanteil. Somit werden große Teile der Leistung einer Endstufe bei passiven Frequenzweichen an den Hochtöner abgegeben. Selbst Killerhochtöner haben nur 150 Watt Sinus, meine Amps aber ca 1300 Watt an 8 Ohm. wenn da nur die Hälfte beim Hochtöner ankommt, war es das. Das hatübrigens durchaus laut geknallt. Ursache war aber auch ein defekt, der überhaupt so ein Signal losschickte.
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • timotimo
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    • 19. Oktober 2007 um 00:37
    • #3

    Mit dem Rechtecksignal sind wir uns ja einig, das hab ich im anderen Thread ja schon beschrieben.
    Dann ging durch einen defekt die gesamte Endstufenleistung auf den passiv getrennten Hochtöner, wie bei einer Rückkopplung? Also nicht im permanenten Clipping betriebene Endstufe....

  • tobias kammerer
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    • 19. Oktober 2007 um 08:17
    • #4

    Genau, aber das permanente Clipping macht erstmal nichts anderes. Es ist jedoch unwahrscheinlich, daß ein Benutzer so stark ins clipping fährt, daß die Rechteckanteile dermaßen steigen, dann gäbe es da nämlich keinen Unterschied. Der gemeine DJ auf Drogen ist da aber manchmal nicht weit weg (Liebe DJ-s, fühlt euch bitte nicht alle angegriffen, sollte nur ein Scherz sein). Normalerweise enthält man Sinuse mit gekappten Kuppen, somit sinkt die Steilheit der Flanke, was wiederum nichts anderes als weniger Obertöne bedeutet. Die Stärke des Clippings ist also auch entscheidend für die Folgeschäden.
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • simonstpauli
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    • 19. Oktober 2007 um 09:47
    • #5

    also geht es hier um schiere leistung der obertöne?

    ein controller mit sense-leitung kann hier imho recht einfach gegenmaßnahmen treffen.

    jetzt erinnere ich mich mal an den kling&freitag access-controller, der zusätzlich zum limiting noch einen "excursion"-schutz anzeigt. wenn es das ist, was ich denke, weist das auf zu hohe auslenkung des lautsprechers mit verbundenen nonlinearitäten hin. diese sind offensichtlich recht schwierig zu erfassen, da frequenzabhängig.

    zum thema excursion habe ich einen interessanten link gefunden:

    http://www.diva-portal.org/ntnu/abstract.xsql?dbid=1651
    pdf, 104 seiten, 9mb

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • timotimo
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    • 19. Oktober 2007 um 19:49
    • #6
    Zitat von "Tobias Kammerer"

    Normalerweise enthält man Sinuse mit gekappten Kuppen, somit sinkt die Steilheit der Flanke, was wiederum nichts anderes als weniger Obertöne bedeutet.

    Ist, mühselig: Die Steilheit ändert sich nicht, die Kuppen werden doch nur beschnitten..... Wenn Du jetzt die Ausgangs- gegen die Eingangsseite meinst: Die Steilheit der Flanke steigt.

    Klinke mich hier mal aus, Zeitmangel.....

  • tobias kammerer
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    • 21. Oktober 2007 um 19:28
    • #7

    Hallo Timotiomo,
    ich meinte die Steilheit gegenüber einem akademischen Rechtecksignal sinkt. Gegenüber dem Eingangssignal steigt natürlich die Flanke. Leider kenne ich übrigens die Kling und Freitag Funkltion nicht. Im großen und ganzen kann man jedoch sagen, daß gute Limiter bei normaler Musiknutzung eigentlich alles abfangen können. Technische Störgeräusche (Bei meinem letzten Hochtönertod war es ein extrem lautes Klinkenkabelabstecken, das tat auch in den Ohren richtig weh) stellen da leider eine Besonderheit dar, da Ihre musikalische Zusammensetzung sehr ungeschickt für Lautsprecher sein kann. Wenn ich die Seltenheit solcher Probleme sehe, ist der Einsatz von noch größerem technischen Aufwand, wie Senseleitungen, fragwürdig.
    Und hier kann ich auch mal eins meiner Lieblingsthemen, den unnötigen "Markenfetischismus", ansprechen:
    Wer Zeit hat,kann mal ganz viele verschiedene Digitalcontroller ausleihen und folgendes unternehmen:
    Hängt Ihn vor eure Endstufe, überfahrt die Endstufe maßlos (bei abgestecktem Lautsprecher) und regelt solange die Limiter herunter, bis die Cliplampen ausgehen. Nun steckt dieses Setup an die Lautsprecher nd hört euch das Ergebnis an. Die Klangqualität únd erzielbare Lautstärke differiert hier dermaßen je nach Controller, daß man es kaum fassen kann. Sie hängt KAUM mit dem Preis zusammen. Ein Behringer DCX zum Beispiel erreict verblüffend gut Resultate, besser als so manches Markengerät. Mein Liebling ist diesbezogen der EV DX-38 (= Dynacord DSP 244 (oder so ähnlich)). Ein paar Negativkameraden will ich hier garnicht nennen, da man mich dann wohl für verrückt hält.

    Viel Spaß beim Ausprobieren!
    Tobias Kammerer

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