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Beschädigungen durch Kunden

  • djobi
  • 29. Oktober 2007 um 13:23
  • djobi
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    • 29. Oktober 2007 um 13:23
    • #1

    kurz: wo fängt (Sach-)Beschädigung an, wo hört Verschleiss auf?

    Beispiele:
    Kunde bringt frisch lackierte Lautsprecher zurück, LS sind vermackt / Frontschaum defekt ..
    Leuchtmittel kaputt ..
    Kabel dreckig und versifft ..

    Klar, wenn in ner 6er Bar ein Leuchtmittel stirbt ist das Pech .. wenn die ganze Bar tot ist vermutlich falsche Handhabung.

    Nen Kratzer an der Box ist ok, kann passieren, der Frontschaum in Fetzen imho nicht.

    Wie geht ihr damit um?
    Wann und wie stellt ihr dem Kunden, gerade Privatkunden, so Sachen in Rechnung?
    Abzug von der Kaution ist möglich, aber Kaution ist bei mir auch begrenzt.

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
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  • tufkaleho
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    • 29. Oktober 2007 um 13:58
    • #2

    Meine Erlebnisse sind bisher folgende:

    Das Material wird ja irgendwann zurückgegeben. Bei DryHire im Lager oder wen die eigene Crew das Mat nach der VA abbaut.
    Ich bleibe mal beim Lager. Wird das Material zurückgegeben wird es an Ort und Stelle auf äusserliche beschädigungen geprüft, ein vollständiger technischer Check dauert und dafür ist in der Regel in diesem Moment keine Zeit.
    Also äusserlich alles ok, geht das Material noch nicht ins Regal zurück sondern bleibt erstmal neben "liegen" bis man es komplett gecheckt hat.
    Ist das Material bei der Rückgabe äusserlich beschädigt gehts los.
    Was ? Warum ? Wann ? Durch wen ?
    Transportschäden sind schnell ausgemacht, zahlen tut der der es Transportiert hat. Sei es jetzt Kunde oder Spedition.
    Bei "kleineren" Beschädigungen wie Macken oder Kabel ab, kriegt der Kunde die Reperatur in Rechnung gestellt. Fertig.
    Was Leuchtmittel, kleine Kratzer und kleinigkeiten angeht die sich mit ein paar Minuten arbeit und Ersatzteilen bis zu 20€ beheben lassen, würde ich von einer Anrechnung absehen, sofern dies nicht häufiger passiert.

    Lacht mich aber aus dem Case heraus z.b. ein total versiffter Movinglight an, welcher auf nem OpenAir offenbar draussen gestanden hat ohne Schutz, wirds richtig lustig.
    Dann wird alles stehen und liegen gelassen und die Möhre im beisein des Kunden geprüft der kriegt dann auch sofort die Rechnung dafür, bzw sieht seine Kaution nicht wieder.

    Dafür haben viele Firmen Reperatur und Checklisten für jedes einzelne Gerät. EasyJob&Co sind ja eh weit verbreitet, somit braucht es nur ein paar Klicks und man weiss welches Gerät, welche Ausfälle bisher hatte. Damit wird dem Kunden auch schon der Wind aus den Segeln genommen wenn er kommt "das war aber schon vorher so gewesen ..."

  • mringhoff
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    • 29. Oktober 2007 um 15:49
    • #3
    Zitat von "djobi"

    kurz: wo fängt (Sach-)Beschädigung an, wo hört Verschleiss auf?

    ein fließender Übergang...
    Die Grenze der Toleranz verschiebt sich mit der Wichtigkeit des Kundens, bzw. mit der Mietumsatzhöhe.
    In diesem Toleranzrahmen fallen auch kleinere Beschädigungen und Verluste, die auch eindeutig auf den Kunden gehen (zerdepperte Leuchtstoffröhre, verlorene Mehrfachsteckdose etc.), wie beim Leopold liegt das bei uns je nach getätigtem Mietumsatz so bei 10-20,- EUR


    Zitat von "djobi"

    Wie geht ihr damit um?
    Wann und wie stellt ihr dem Kunden, gerade Privatkunden, so Sachen in Rechnung?


    Werden bei der Rückgabe Schäden festgestellt, dann haben wir zwei Methoden:
    kleinere Sachen mit überschaubarem Wert rechnen wir überschlagsmässig gleich ab (so unter 100,- EUR), falls der Kunde das in bar dabei hat, bzw. gewillt ist, das gleich zu bezahlen.

    Andere Schäden werden natürlich erstmal erwähnt, evtl. im Lieferschein vermerkt und vom Kunden gegengezeichnet.
    Danach geht das in Reparatur (entweder durch uns selbst oder extern) und die anfallenden Kosten werden ganz normal in Rechnung gestellt (und darauf gehofft, daß der Mieter das pünktlich zahlt...). Je schneller das geschieht, desto mehr Verständis wird da aufgebracht.
    Wenn ein Schaden länger zu beheben dauert, dann versuchen wir vorab die Kosten in Erfahrung zu bringen, damit wir mit dem Kunden möglichst schnell abrechnen können.

    Ist da ein Kunde nicht kooperativ, weisen wir ihn darauf hin, daß wir auch Mietausfälle durch eine Reparatur haben und uns aber überlegen, ob wir nicht diese kulanterweise unberücksichtigt lassen.... :)

    Eine Kautionsverrechnung bzw. -zurückbehaltung ist natürlich immer gut.

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  • tufkaleho
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    • 29. Oktober 2007 um 15:58
    • #4
    Zitat von "mringhoff"

    Andere Schäden werden natürlich erstmal erwähnt, evtl. im Lieferschein vermerkt und vom Kunden gegengezeichnet.

    Dokumentation ist das A und O. Damit steht man auch bedeutend besser vor Gericht oder der Versicherung.

  • djobi
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    • 29. Oktober 2007 um 16:13
    • #5
    Zitat

    ein vollständiger technischer Check dauert und dafür ist in der Regel in diesem Moment keine Zeit.


    Gut, das ist natürlich noch ein anderes Problem!
    Eine Möglichkeit wäre die Kaution erst nach diesem ausführlichen Check zurückzuzahlen - das mögen verständlicherweise die wenigsten Kunden. Wer wartet schon gerne aufs Geld?

    Zitat

    Ist da ein Kunde nicht kooperativ ... falls der Kunde das in bar dabei hat, bzw. gewillt ist, das gleich zu bezahlen.


    Und das ist wohl das Hauptproblem: das Problem "Kunde".
    Wo ziehe ich die Grenze, damit der Kunde vll noch mal wieder kommt, wo rechnne ich meinen Schaden ab? Wie einsichtig ist der Kunde, wie komm ich im Schadensfall an mein Geld wenn der Kunde nicht einsichtig bzw. zahlungswillig ist?

    Mir gehts hier vorrangig um typische Partyanlagen, die ohne Personal vermietet werden, aber natürlich auch nicht viel Geld bringen.

    Deswegen interessieren mich auch durchaus noch andere Meinungen!

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  • rockland
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    • 29. Oktober 2007 um 19:04
    • #6

    Auf dem Lieferschein steht, dass alle Teile voll funktionsfähig, sauber und ganz übergeben wurden. Da man üblicherweise vorm Kunden kurz das eine und andere Case auf macht, damit er sieht, dass er auch das bekommt, was er wollte und eventuelle Hinweise zu Bedienung usw. gegeben werden, sieht er auch dass alles sauber usw. ist.
    Den Lieferschein zeichnet er gegen. Darauf steht dann auch, dass alle Schäden und Verschmutzungen ab Lager voll auf seine Kosten gehen.
    Ich fühle mich dabei zumindest auf der sicheren Seite.
    Wenn dann dreckige Kabel zurück kommen oder irgendwas kaputt ist, muß man halt selbst abschätzen, ob man´s berechnet.

    Und zu ner 6er Bar gehört auch ein Ersatzleuchtmittel, nur mal nebenbei bemerkt !!
    Bisher bin ich noch nie in die Verlegenheit gekommen, irgendwas in Rechnung stellen zu müssen.
    Man sieht halt über Kleinigkeiten auch hinweg. Immerhin ist es eine Materialvermietung, und wenn ich das mit mir nicht vereinbaren kann, dass dort Laien mit arbeiten, darf ich halt nix mehr dry-hire´n.

  • Micromann
    Beiträge
    1.622
    • 29. Oktober 2007 um 20:22
    • #7

    und zu solchen hinweisen wie von Rockland gehört auch das mandarauf hinweist das die LMs nur Kalt bewegt werden dürfen weil sie sonst kaputt gehen (könnten).

    zusätzlich ist es eigentlich auch sinnvoll seine Leuchtmittel zu markieren. Somit kann man dann auch nachprüfen ob da jemand Leuchtmittel vielleicht muttwillig vertauscht hat oder z.bsp. das Reserveleuchtmittel unterschlagen möchte.


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • djobi
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    • 29. Oktober 2007 um 21:52
    • #8

    Klar weise ich die Leute auf die Bedienung bzw. den Umgang hin, aber man kann ja nicht jeden Regler und jede Eventualtität erklären ...

    Zitat von "Micromann"

    auch sinnvoll seine Leuchtmittel zu markieren.


    jup, die Idee kenn ich. Beim Partyflower mit dem 1,99 Birnchen ist mir das wurscht, aber teurere Brenner macht durchaus Sinn.

    Zitat

    Man sieht halt über Kleinigkeiten auch hinweg


    und da setzt ja meine Frage an: Wo hört bei euch die Kleinigkeit auf?

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  • DSLmedia
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    509
    • 30. Oktober 2007 um 00:14
    • #9
    Zitat von "Micromann"


    zusätzlich ist es eigentlich auch sinnvoll seine Leuchtmittel zu markieren. Somit kann man dann auch nachprüfen ob da jemand Leuchtmittel vielleicht muttwillig vertauscht hat oder z.bsp. das Reserveleuchtmittel unterschlagen möchte.

    Sparelampen die nicht zurück kommen werden berechnet, da kann sich der Kunde die was weiss ich wo hin stecken.

  • mringhoff
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    5.262
    • 30. Oktober 2007 um 08:48
    • #10
    Zitat von "DSLmedia"


    Sparelampen die nicht zurück kommen werden berechnet, da kann sich der Kunde die was weiss ich wo hin stecken.

    Micromann meint ja nicht, daß einer gänzlich eine Lampe behält, sondern daß er sie gegen eine defekte austauscht. Das wird hin- und wieder wohl von pubertierenden HKS-Firmen im Dryhire gemacht....

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  • mringhoff
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    5.262
    • 30. Oktober 2007 um 09:09
    • #11
    Zitat von "djobi"

    und da setzt ja meine Frage an: Wo hört bei euch die Kleinigkeit auf?

    Wie schon ja erwähnt, ist das abhängig von Kunden und Umsatz, bei Dryhirejobs für 50,- EUR wird natürlich eine zerschlagene Schwarzlichtröhre berechnet, falls einer für 500,- EUR Material gemietet hat, kommt das doch etwas unangebracht rüber, wenn wir noch 5,- EUR
    nachverlangen...

    Außerdem hängt das (leider) auch mit der entsprechenden Nachweisbarkeit ab. Wenn z.B. ein defekter CD-Player zurückkommt, der keine merklichen äußerlichen Schäden aufweist und der Kunde erzählt "der ist einfach ausgefallen, das kam total blöd auf der Party, will dafür auch keine Miete zahlen... etc." und ein anderer sagt mir: "sorry, der ist uns beim Aufräumen runtergefallen, jetzt ist er defekt, aber lass uns das über die Versicherung regeln..."
    Was will man machen? Selbst wenn man im Inneren des Gerätes angebrochene Teile findet, kann es ja gut sein, daß das evtl. schon vorher war und dann zu einem anderen Zeitpunkt seinen Dienst quittiert hat.

    Verschmutztes Equipment, v.a. Kabel:
    wir haben einen kleinen DIN-A5-Zettel, dort stehen div. Hinweise für die Kabelverlegung etc. drauf, unter anderen auch groß und fett, daß die Kabel nicht mit preiswerte (Paket-)Klebebändern festgeklebt werden dürfen etc. und daß im Falle einer Verschmutzung 5,- EUR pro lfm an Reinigung in Rechnung gestellt wird.
    Diesen Zettel bekommen alle potentiellen Kandidaten mit mehr als 2-3 Kabel in der Kiste mit und es scheint zu helfen...
    Kommt es dennoch zu einem Verschmutzungsfall auf längeren Strecken, bieten wir den Kunden an, diese selbst zu reinigen und wieder zu bringen. Damit der das auch bald wiederbringt, verlangen wir dafür noch eine ordentliche Kaution mind. in Höhe des Neuwerts.

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