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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Hörner falten und das Bastelhorn im speziellen :-)

  • martin
  • 5. Dezember 2007 um 23:01
  • N-Dee
    Beiträge
    932
    • 16. Februar 2008 um 04:11
    • #21

    Bezüglich Extremhub in der Simu: Hornresp rechnet mit linearem Antrieb und linearer Einspannung. In der Praxis wird der Antrieb aber spätestens ausserhalb von XMax nichtlinear (nimmt ab), die Einspannung ist progressiv und greift mit zunehmender Auslenkung stärker (auch schon vor XMax). Insgesamt wird daher sicherlich (weit) weniger Hub als in der Simu zu beobachten sein.
    Wirklich gut schlafen kann man mit dieser Erkenntnis allerdings nicht, denn bei extremen Auslenkungen nimmt der Verschleiss zu und ein gewisser Offset der Membran zur Nulllage ist zu beobachten (kommt nur bei anhaltenden Signalen und großen Auslenkungen zu tragen, bei kurzen Peaks sorgt die Einspannung für schnelle Nulllagenfindung).
    Und zu guter letzt: zu viel Bedämpfung ist auch nicht gut, denn bei zu großem Überhand und hoher Leistung läuft man dann Gefahr, dass einem die Schwingspulenenden abkokeln. Das aber wie gesagt tendentiell ebenfalls bei anhaltendem Signal, kurze Peaks wie bei Live-Musik üblich sind da wohl eher unproblematisch.

    Greets,
    Andy

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 16. Februar 2008 um 12:59
    • #22

    ... um das Verhalten eines LS-Chassis vollständig simulieren zu können, müßten weitaus mehr Chassisparameter berücksichtig werden (darunter Membraneigenschaften etc.).
    Ebenso müßten die Simulationsprogramme weitaus komplexer aufgebaut sein. Eine Simulation ist immer nur so gut/genau, wie das verwendete Modell.

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 18. Februar 2008 um 01:41
    • #23

    Moin,

    vielleicht wird der simulierte Hub tatsächlich nicht erreicht... ...vielleicht.

    Die Datenblattangaben zum BL können um 0-40% nach unten abweichen, das sollte man aber nachmesen, denn es gibt Chassis mit 0% Abweichung, sogar preiswerte.

    Die Simulation kann fehlerhaft sein, aber! Füttert man Hornresponse mit nachgemessenen tatsächlichen Treiberdaten und betrügt sich nicht selbst bei Stackgröße und Raumwinkel, stimmen die Hübe recht gut.

    Es wurde angemerkt, daß Treiber die simulierten Hübe nicht erreichen weil die Einspannung oder der endliche Antriebsbereich das unmöglich macht. Ich rate dringenst das nicht als Argument für Überlastbarkeit herzunehmen. Der sichere dauerhafte Betrieb endet spätestens dort wo die Spule nicht mehr voll im Spalt ist, jedenfalls bei allen über Reso betriebenen Konstruktionen.

    Die leichte Tiefbassschwäche von Hörnern ist sehr relativ, zum mittleren Bassbereich derselben ;-). Verglichen mit BR auch, denn die übliche Portkompression kehrt vermeintliche Vorteile für BR bei Großsignal um.

    Ich rate dazu, den BL und R_e nachzumessen und die TSPs mittels TspCheck zu korrigieren und dann mit den realen Stackgrößen und Raumwinkeln zu simulieren, Achtung, dazu sollte man mit Multichassis und zusammengefasstem Horm simulieren, also aus geplanten 2 Hörnern mit je einem Treiber ein Horn gleicher Länge, aber doppelter Mund- und Halsfläche machen. Dann ermittle man die Spannung bis zu der die Auslenkung innerhalb des Spule/Platte-Hubes bleibt und stelle mit Multimeter am Endstufenausgang und Sinussignal (ohne Lautsprecher!) den DSP-Limiter entsprechend ein. Auch wenn man die Ansprechzeit kurz wählt werden die Chassis noch kurze Hubüberschreitungen schlucken müssen, und die Endstufe sollte das auch mit Last ohne Clippingansätze mitmachen. Wer nun glaubt er verschenkt Performance sollte immer Ersatzchassis und Werkzeug dabeihaben ;)

    Gruß


    @ Martin: ich würde über Lösungen zum Betrieb der Hörner im Centerstack nachdenken, Cases? Kleine Malergerüste? Das lohnt sich durch erhebliche Gewinne bei der Hornladung, 4 Hörner in der Mitte dürften etwa 2*3=6 Hörner esetzen.
    Im imperialen Maßraum ist der Begriff "6 feet horn" eine feststehende Größe, das sind 1,83 Meter - mittlere Hornlänge. Das entspricht einem Schneckenhorn mit 80*80 cm Grundfläche...

    @ Wasserkocher: >>natürlich ist das Packmass grösser, dafür ist es regen- und bierfest<<
    >>ausserdem ist das Packmass nicht das alleinige Mass der Dinge, ein Sprinter lang/hoch oder 7,5to ist eher überladen, als volumenmässig ausgelastet, und so ein Horn muss nicht besonders schwer sein im Verhältnis zu seiner Grösse<<
    >>Hörner sind konstruktionsbedingt ziemlich solide<<

    !

    Nimmt man die Earthquake-Bauweise her, und spart sich Gitter(befestigung) und Schaum, dann ist der Aufwand eher ähnlich als größer, doch das Ergebniss resistenter gegen "Umwelteinflüsse".

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • Peerless
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    1
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    4.334
    • 18. Februar 2008 um 13:05
    • #24

    und wer möchte kann ja auch noch Glasfaser mit verbauen :) was machen denn eure compoundforschungen martin ?

    http://www.ae-rental.de

  • martin
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    • 18. Februar 2008 um 13:24
    • #25

    Tja, der Holzsandwich. Der is ne coole Sache, ich kenn das Material noch vom Bootsbau. 2 Lagen biaxiales Gelege (360er) erhoehen bei einer 6mm Sperrholzplatte die Biegesteifigkeit um etwa den Faktor 3. Das is ganz ordentlich.

    Wie genau man das auf Boxen umlegen kann, da arbeit ich noch dran.
    Bei den aktuellen Multiplexpreisen in A muss man sich ein wenig umsehen. In den letzten jahren hat sich halt viel bei den Verstaerkungsfasern getan und ich ueberleg noch, was ich drauflaminiere.
    Ich schau mir das die naechsten Wochen noch genauer an.

    Zuerst mal ordentliche Bassboxen bauen. Bernds centerstack variante is ganz interessant, ich denke aber ich nehm da dann auch andere Chassis und lass die PS weiterhin im low budget BR werken. Nur ordentlich abstimmen muss ich noch. Dann gibts fuers erste 15mm OSB + 2x 480er Biax Boxen. Oder je nachdem, was bei den "Biegetests" so rauskommt ne andere Kombination.

    Und dann muessen doch mal 4 Hoerner her. Muss direkt mal schauen, wie das mit dem Hub im 4er Stack so aussieht...

    bis dann :D

    martzin

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 18. Februar 2008 um 13:34
    • #26
    Zitat von &quot;Bernd Häusler&quot;

    Die leichte Tiefbassschwäche von Hörnern ist sehr relativ, zum mittleren Bassbereich derselben ;-).


    Richtig - es ist immer eine Frage des Standpunktes. Viele verwechseln höhere Effizienz im Nutzbassbereich mit Tiefbass-Schwäche, obwohl eine halbwegs funktionierende Hornkiste bei gleicher Eingangsleistung womöglich INSGESAMT mehr als BR (und CB :) ) bringt.

    Zitat von &quot;Bernd Häusler&quot;

    Verglichen mit BR auch, denn die übliche Portkompression kehrt vermeintliche Vorteile für BR bei Großsignal um.


    Irgendwann wächst der akustische Output halt nicht mehr linear mit der zugeführten Leistung ... Messungen der Sensitivity bei einigen Watt geben nur einen Teil der ganzen Wahrheit wieder ...:wink:

  • bernd häusler
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    833
    • 18. Februar 2008 um 18:36
    • #27

    Moin,

    @ Martin, wenn Du tatsächlich über Laminate nachdenkst, dann brauchst Du die Kollisionsfestigkeit (Schlagzähigkeit) von Birke-Mulitiplex natürlich nicht, aber das irre Gewicht von OSB auch nicht. Denke mal über Tischlerplatte nach, leichte Holzstäbe zwischen einfachem Deckfurnier. Zumindest in Stabrichtung sehr belastbar, und wenn Du laminierst übernimmt das Laminat ohnehin alle Zug und Druckspannung aus Biegekräften. Zudem ist es recht günstig. Auch günstig ist Fichte/Tanne 3- Schicht- Sperrholz, ebenso leicht. Wenn Du was aus Pappel bekommst für günstig Geld, leicher gehts kaum.

    Glasfaser wird durch Anprall an Ecken leicht überlastet, und ist zersplittert sehr handunfreundlich. Kevlar ist da besser, zumindest als Deckschicht verwenden an Kanten und Ecken weil teuer. Auf Flächen reicht Glasfaser völlig.

    wobei, das Geschmaddel ist... , hmmm, ich nehme das nur für spezielle Gehäuseformen, die mit Holz nicht möglich sind...


    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

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    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
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  • Peerless
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    • 19. Februar 2008 um 09:37
    • #28

    wo wir gerade beim speziellen sind :) Hat jemand Erfahrungen inwiefern man mit Bauschaum eine schwingende Wand beruhigen kann, wenn man diese flächig einsprüht (soll keine Streben ersetzen, lediglich dazu wirken) ?

    http://www.ae-rental.de

  • ukw
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    • 19. Februar 2008 um 11:37
    • #29

    So etwa 10 cm dick aufgetragen? Das bringt wenig, da der Schaum kaum zug- + druckfest ist.
    Was man machen kann ist einen Zwischenraum auffüllen. Dann wird die Wand steif.

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • bernd häusler
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    • 19. Februar 2008 um 16:20
    • #30

    Moin,

    Wand mit Bauschaum beruhigen? Naja, wenn man gleichzeitig eine Volumenreduktion anstrebt sicher besser als nichts, aber Bauschaum ist weder schwer, noch energieverzehrend. Besser ist Auslegeware, gründlich angetackert, nicht flächig geklebt, die hat ein gewisses Gewicht und verzehrt Energie durch relative Bewegung zwischen derselben und der Wand. Zudem vermindert sich die Schalldurchleitung, es entsteht ein teilentkoppelter Sandwich.

    Gruß

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  • Peerless
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    • 19. Februar 2008 um 20:14
    • #31

    interessant :) man lernt doch immer was dazu

    http://www.ae-rental.de

  • tufkasr
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    310
    • 20. Februar 2008 um 02:45
    • #32

    Zum Thema Bauschaum - das funktioniert ganz hervorragend. Ich schaeume tote Bereiche im Horn vollstaendig aus (ohne anzunaessen). Der Schaum soll nicht den Schalldurchgang daemmen sondern ueber vollflaechige elastische Bettung die Daempfung des anschliessenden Bauteils erhoehen. Schaeum einfach einen Testhohlraum aus und mach den Vorher-Nachher-Klopftest.

  • tufkajck
    Profi
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    • 20. Februar 2008 um 08:46
    • #33

    Welchen Schaum nimmstu denn da? Wir hatten dochmal jemand, dem es Boxengehäuse gesprengt hat weil der Schaum sich beim trocknen ausdehnte.

  • martin
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    • 20. Februar 2008 um 09:03
    • #34

    Morgen,

    Mir hats eine Platte rausgerissen, weil ich zu frueh zuschraubte. Der Schaum muss lang haerten koennen und das moeglichst bei hoher Luftfeuchtigkeit, sonst machts nach einer Woche plötzlich Knacks und man hat nen Riss im Holz. Das war allerdings auch kein Multiplex, sondern ein OSB Proto, der dann an der Stirnseite eingerissen ist.

    Überzeugt hat mich der Schaum eher nicht. Beim klopfen hat man den Eindruck, die Box is tot, tatsaechlich waren dann die Messungen nicht sehr berauschend und es gab diverse durch das Gehäuse verursachte Problemstellen. Ein simples Trennbrett knapp hinter dem Chassis klappte da schon besser.
    Hohlräume in Hoernern ausschäumen wuerd ich dennoch wieder machen. Eine fast komplett zugeschäumte CB allerdings brachte nicht die erhofften Ergebnisse.

    cu
    martin

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 20. Februar 2008 um 15:09
    • #35

    2-Komponenten Schaum verwenden.

    Der billige, 1-komponentige, treibt noch nach Tagen nach.

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