Eine kurze Frage an die Entwickler: die hier gezeigten Entwicklungen zeigen häufig den Amplitudenverlauf bei 2.83V oder etwas mehr oder etwas weniger. Berücksichtigen hier die Entwickler dieser Bauvorschläge auch den Anteil der Powerkompression der mehr beanspruchten Low-Mid driver, die über ihren Arbeitsbereich 2 bis 8 dB über den thermischen Impedanzanstieg verlieren? 1.4" Treiber sind in etwa mit 2 dB betroffen.
Sind diese Meßergebnisse dann aussagefähig für den akustischen Output bei unseren üblichen 120 dB Pegeln oder ca. 70 V ??
Powercompression vs. Frequenzgang @ 1 Volt
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Aufruf zum Selbstversuch:
5 min Dauerbetrieb mit bandbreitenbegrenztem rosa Rauschen bei halber Dauerbelastbarkeit, dann Messung bei gleicher Signalspannung. Abschliessender Vergleich mit den 2.83V/18°C Messungen duerfte Aufschluss geben.
[OT] Ich hab mich mal lange gewundert, warum ein weitverbreiteter Bauvorschlag bei gehobenerem Pegel doch deutlich anders klang als bei moderater Leistungszufuhr. Ergebniss: erschreckend. Abhilfe: neue Abstimmung, aktiv, dynamische EQs; keinesfalls als gut zu bezeichnen [/OT]
Gruss
SvenP.S. Koennte man nicht mittels einer Strommitkopplung ueber dem Treiber dem generellen Pegelabfall durch thermische Widerstandserhoehung schildbuergerlich entgegenwirken?
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mir sind da 4 mögliche ansätze bekannt:
1. box so abstimmen, dass sie unter vollast klingt, sprich den hochtöner grundlegend im pegel absenken (aber ob das toll ist ?)
2. treiber kühlen : dem tieftöner eine möglichkeit geben seine wärme nach draussen zu fördern (gab hier mal ne lösung mittels alurohr zur rückwand aus alu). hochtöner kann man ja schön mittels aluhorn kühlen.
3. dynamischen widerstand verwenden => hatte wolfgang mal beschrieben mit sofitte + widerstand parallel zum hochtöner um die unterschiede auszugleichen
4. vorwiderstand verwenden, dieser nimmt im grunde auch verlustleistung auf und die schwingspule muss weniger davon wegschaffen
idealer weise kombiniert man die kühlung mit dem dynamischen widerstand und kommt vielleicht annähernd zu einem system das unter jeder last ähnlich klingt

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Dein Posting gestern hat mich gleich dazu bewogen, dass ich mich gestern mit dem Dyn EQ ein bissl rumgespielt habe. Derzeit nur grob nach Gehoer, weil ich im Lager nicht endlos lange bei hohen Pegeln rumexperimentieren kann.
Aber DAS is es glaub ich.
Natuerlich nur fuer aktive Trennung, wobei zumindest Bass und Top heut eh jeder aktiv trennt.Dann muss man nicht zwischen Setups rumswitchen.
Passiv is halt sicher ein Krampf. Das wuerde Dirks Ansatz mit erklären. Ist halt sein Weg.
cu
martin -
du hast den ultradrive ? dazu muss ich dir die info geben, dass sich der treshold vom dynamischen eq, nach dem eingangspegel vom UD richtet und nicht nach dem was du an den ausgängen angezeigt bekommst....
darum gabs hier auch des öfteren die info im forum, dass leute das teil arbeiten höhren, noch lange bevor der "eingestellte treshold" erreicht wurde....
ich benutze den dynamischen eq bei einem konstrukt als bassanhebung, die sich mit erhöhtem pegel reduziert.... davon verspreche ich mir eine hubverminderung im kritischen bereich
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Jo, dank fuer die Info

Ich halt das fast fuer die elegantere Lösung als passiv, auch weil ich dann das, was zb ein Vorwiderstand macht, am Dyn EQ nachbilden kann (in Bezug auf die Response) und bzgl Kühlung befass ich mich seit dem Blumentopfdesaster mit diversen Heatpipes, von denen ich hoffe, dass sie die Abwaerme flott aus dem kleinen CB Gehäuse abfuehren.
Und das was dann wirklich an veraenderter Wiedergabe unter Volllast bleibt, wieder mit dem Dyn EQ geradebuegeln.Der Dirk hat sicher insofern recht, dass solche Sachen im Eifer des Gefechts zuwenig beruecksichtigt werden, die paar Perfektionisten hier mal ausgenommen. Ich hab mit meinen verschiedenen Setups hier ja auch eher patschert reagiert.
Coole Sache jedenfalls.
danke
martin -
ich berücksichtige sowas in der form, daß ich
1) nichtlineare widerstände in der weiche verwende
2) setup=linear verwende für theater+lesung
3) setup=badewanne verwende für laut
übrigens hatte da hk-audio etwas ähnliches im programm (r-serie, linear pro): da wurde mittels relais entweder bei leise ein kleiner widerstand in den signalweg geschaltet, bei laut-betrieb zieht dann das relais an und schaltet um vom kleinen widerstand auf einen kleinen c.
dadurch hat man leise eine lineare abstimmung, laut aber eine badewanne. hieß das nicht dynalign oder so?gr/w
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schöner wär ja schon wenn man im passivbetrieb mittels eines ntc ? ab gewissen pegeln diverse saugkreise zuschalten kann, die auf die unschönen bereiche wirken.... das würde dann aber auch sehr aufwendig.... so gern ich ja passiv trenne, würde ich bei diesen entzerrungen auch auf den controller setzen
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saugkreis ist nix für breitbandige senken...
eher könnte man sich einen sperrkreis vorstellen, der durch eine lampe überbrückt wird...
gr/w
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Moin,
bis 8dB, Dirk, wie soll das gehen? Rechne die Temperatur aus.
bevor mögliche 3dB thermisch stattfinden passieren andere Dinge...Was ihr hört ist nicht thermische Powercompression.
DC-Displacement gibts auch bei HT-Treibern
, wenn sich die Schwingeinheit vom Phaseplug wegbewegt gibts eine größere Vorkammer, das bandpasst kräftig
. Zum Plug hin hat auch Folgen, jeder Treiber hat seine Richtung...
Die Zusammenhänge zwischen DC-Displacement, tiefer Treiberreso, und Tieftrennwahn mit Quarter-Wave-Optimierung im Pisaland... ...hoffnungslos...
Wer nichtmal seinen Pappen zuschaut kommt natürlich nicht drauf.Gruß
PS schlecht designte Weichen... Gleichmäßig hoher Dämpfungsfaktor geht passiv garnicht. Durch DC-Displacement verschobene Nullage, da bekommen Phasenwinkel eine ganz neue "Richtung", und passive Filter ungeahnte Wirkung.
PPS dynamische Controller-EQs? , Pest oder Cholera?
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Ich lese einige interessante Stellungnahmen und Meinungen. Offenbar ist jedoch erkennbar geworden, dass dieser Aspekt bisher sehr unbeobachtet blieb. Vielleicht habe ich da ein Detail ins Spiel gebracht, der einen erfolgreichen Hersteller ausmacht. 99% aller Profi´s übersehen diesen Aspekt völlig. Somit sind diese Profi´s eigentlich Amateure. Sie liefern uns Produkte, die in der Praxis nicht funktionieren. Das ist der Grund, warum ich Frequenzschriebe nicht veröffentliche, da nicht mal Profi´s interpretieren können, was hier passiert. Auch Michael Ebner hat vor 3 Jahren von meiner 6.5" Box einen vernichtenden Schrieb gedruckt, wobei diese Box allerdings klanglich das Beste war, was in diesem Forumtreffen vorhanden war, was dann auch Diskussionspunkt mit einigen Anwesenden wurde.
Es ist nicht meine Aufgabe, allen hier neue Erkenntnisse zu verschaffen, jedoch sollte jeder für sich erkennen können, dass über 90% aller tollen Frequenzschriebe der Hersteller seltsame akustische Ergebnisse erzeugen können. "Wysiwyg= what you see is what you get" ist hier sicherlich sehr verfehlt.
Sorry an viele, denen ich jetzt weh getan habe.
Eine tolle Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht euch euer
Dirkp.s. Lösungen mit Soffiten oder Halogenlampen sind sehr kontraproduktiv, da sie dynamische Killer sind und nicht linear die Powerkompression des Midspeakers kompensieren werden.
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Um Bernd's Hinweis auf Seuchengefahr ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen, mit dynamischem EQ meine ich hauptsaechlich steilflankige Kuhschwanzfilter (man entschuldige den Begriff) bei niedrigstmoeglicher (oder hoechstmoeglicher, je nach Anwendungsfall) Eckfrequenz. Eine Messung des Schallpegels ueber dem Eingangspegel mit entsprechend bandbreitenbegrenztem rosa Rauschen (um sich realer Leistungsverteilung wenigstens auf ein paar Kilometer zu naehern) sollte einige erste Erkenntnisse ueber die Kompression und den Wirkungsgradverlust ergeben. Den gilt es dann fuer jeden aktiven Weg individuell auszugleichen.
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"Klang" ist eine physikalisch nicht definierte Grösse und damit originär nicht diskussionsfähig.
Die Technik ist voll von Produkten, die in einer messtechnisch normierten Umgebung bestenfalls mittelmässige Ergebnisse erzielen würden, aber im Alltag einwandfrei funktionieren.
Andersrum gilt das übrigens auch...
Die Tatsache, das ein Produkt in der Praxis nicht funktioniert, ist kein Indices für eine mangelnde Professionalität.
Die Professionalität erwächst aus dem Umgang mit dem Mangel.
Oder:
Manchmal ist die zweitbeste Lösung die bessere.
Wer das erkennt, ist ein echter Profi. -
och menno.... der Bernd nimmt einem immer mehr den spass am passiven trennen

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@ mechwerk:
super beitrag! -
Danke.
Ein Hamburger nimmt keine Orden an.
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@ Mechwerkandi,
schönes statement von dir. Aber muss sich ein Gast auf einer Veranstaltung akustisch foltern lassen? Was sagt Herr Knigge dazu, der ja selbstredlich beste Manieren fordert? Warum also nicht eine Knigge PA? Das ist aber mißt und wird immer kritisiert. Schön, dass es die 95% gibt.
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@ Dirk:
Auch Du kannst trotz exzessivstem Weihrauchschwenken den Begriff "Klang" nicht verbindlich nachvollziehbar definieren.
Und bevor Du Herrn Knigge als maßgebliche Grösse zitierst, solltest Du Ihn vielleicht erst mal lesen.
Sein Buch "Über den Umgang mit Menschen" beinhaltet weit mehr soziologische Grundzüge und Überlegungen als Benimmregeln.Aber das führt zu weit weg.
Ein Profi wird immer auch mit eher mittelmässigem Material ein gutes Ergebnis erzielen.
Die Verwendung hochwertigeren Materials führt dagegen nicht zwingend zu einem besseren Ergebnis.Abgesehen davon halte ich die mangelnde Kompetenz des darbietenden Künstlers oft für die grössere Folter...
Insofern bin ich mit meinen 90% ausgesprochen glücklich.
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@ Mechwerkandi,
sicherlich assoziert Knigge heute mehr den Begriff des guten Benehmens. Aber ich möchte gar nicht so tief in diese Ebene der besten Lautsprecherentwickler gehen, da hier viele Jahre der Anerkennung liegen. Sollen die anderen ihren Weg gehen. Leider ärgert mich der Sachverhalt, dass es hier so viele Amateure gibt, die so gläubig sind und den Entwicklern folgen, die nach Schulbuchtheorie ihre tollen Ergebnisse veröffentlichen. Und mehr als 70% ärgern sich über unrespektable Ergebnisse.
Somit bleibt dieses Forum für mich ein Start für Amateure.
mfg
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Ich kann mir nicht helfen, aber ich werde den Verdacht nicht los, dass hier aus der Ermangelung an messtechnischem Equipment und entsprechendem Know-how aus der Not eine Tugend gemacht wird. :roll:
Überdies erschließt sich mir Dirks Signatur nicht recht. "DLL" oder "x-max" ist doch (zumindest in Bezug auf Rider-Tauglichkeit) auch nichts anderes als Selbstbau. :lol:
Zum eigentlichen Thema: Man kann einen Lautsprecher so designen, dass er bei moderatem Pegel unter reproduzierbaren Bedingungen einen linearen Frequenzgang zeigt, oder man kann ihn so basteln, dass er in Extremsituationen einen linearen Frequenzgang hat. Im ersten Fall kann sich durch die Power-compression der Frequenzgang ändern; im zweiten Fall ist der Frequenzgang bei normalen Lautstärken in jedem Falle verbogen. Da ist halt die Frage, was man möchte. :?
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