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Wie verhält sich eine Membran im Horn?

  • bernieserver
  • 9. März 2008 um 03:54
  • bernieserver
    Beiträge
    352
    • 9. März 2008 um 03:54
    • #1

    Hallo,

    ich habe mal ne theoretische Frage:

    Membranresonanzen im Mittelton treten ja durch stehende Wellen in der Membran zwischen Sicke und Spule oder beim Aufbrechen der Membran bei hoher Frequenz auf.

    Wennn man die Membran nun stark hornbelädt, also der Wellenwiderstand ( die Luftlast ) stark erhöht wird: treten dann diese Resonanzen immer mehr in den Hintergrund? Denn diese werden doch stark von der Luftlast bedämpft... oder nicht?

    Wie sieht es mit der Membranmasse aus?
    Wenn man ein Chassis stark beläd müsste eigentlich vom Verhältnis Luflast <-> Membrangewicht her die Membranmasse beim Wiedergabeverhalten (Trägheit / Impulsverhalten ) eine immer geringere Rolle spielen.

    Nähert sich also die Membranen immer mehr einer Idealen Membran mit unendlicher Steifheit und Masselosigkeit an?


    Gruß

    Bernhard

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 10. März 2008 um 00:35
    • #2

    Moin,

    Zitat von &quot;bernieserver&quot;

    Hallo,

    ich habe mal ne theoretische Frage:

    Membranresonanzen im Mittelton treten ja durch stehende Wellen in der Membran zwischen Sicke und Spule oder beim Aufbrechen der Membran bei hoher Frequenz auf.

    Wennn man die Membran nun stark hornbelädt, also der Wellenwiderstand ( die Luftlast ) stark erhöht wird: treten dann diese Resonanzen immer mehr in den Hintergrund? Denn diese werden doch stark von der Luftlast bedämpft... oder nicht?

    Die Partialschwingungen finden innerhalb der bewegten Masse statt, ohne Kopplung an den Strahlungswiderstand. Da ist mit einem Horn nichts zu ändern. Schau Dir Fabians Hochtontreiber- Messungen an, da schwingt ungedämpftes Blech obenrum auch mal 50 Perioden lang nach, trotz optimaler Hornladung. Pappe und Sicke zehren die Energie schneller auf.

    Zitat von &quot;bernieserver&quot;

    Wie sieht es mit der Membranmasse aus?
    Wenn man ein Chassis stark beläd müsste eigentlich vom Verhältnis Luflast <-> Membrangewicht her die Membranmasse beim Wiedergabeverhalten (Trägheit / Impulsverhalten ) eine immer geringere Rolle spielen.

    ja, allerdings ist die Bewegte Masse real nie gering genug, bleibt also dominierend, und beginnende Antriebs-Fehlanpassung begrenzt den Wirkungsgradanstieg.

    Zitat von &quot;bernieserver&quot;

    Nähert sich also die Membranen immer mehr einer Idealen Membran mit unendlicher Steifheit und Masselosigkeit an?

    naja, die Membrane wird mechanisch stärker belastet was mehr Energie in die Partialschwingungen umleitet, der Antrieb ist endlich, Hörner sind nie ideal...

    viele kleine Membranen unterhalb der Reso... mit einer Flächensumme im Bereich guten Strahlungswiderstands...

    Gruß

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • Jens Droessler
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    9.074
    • 10. März 2008 um 22:22
    • #3

    Unter-Reso KÖNNTE im Mitteltonbereich (danach hat er gefragt, denke ich) ein Problem werden. Dennoch helfen auch hier viele kleine Pappen. Schade, dass das teurer ist...

  • bernieserver
    Beiträge
    352
    • 11. März 2008 um 01:01
    • #4

    Hi,
    gute Antworten!

    Meine Idee war 3 6.5 zöller oder 5 noch kleinere in einer Reihe vertikal anzuordnen ( evtl. gecurved ) und dann das Horn drumherumbasteln. So vermute ich eine bessere Widergabe als wenn ich ein 8-er Midhorn bauen würde und hätte so auch eine etwas höhere obere Grenzfrequenz auch ohne Phaseplug, da das Horn dann enger am akustischem Zentrum beginnen kann. Ich denke so kann ich einen guten seidigen 1 Zöller an einem kleinem Horn betreiben, das ich dann sogar evtl. in das Midhorn hineinbauen kann ( ins obere Drittel )

    Auch kann man durch das Curving sicherlich die Richtwirkung in der Vertikalen an dem jeweiligen Geschmack anpassen
    Das Horn ansich ist eine reine Mitteltonanwendung ab 400Hz aufwärts.
    Was denkt ihr? ist bei anständiger Bauweise auch ohne Phaseplugs eine sehr gute Widergabe bis zu 3khz oder mehr drin?

    Bei der Treiberwahl bin ich halt jetzt erstmal am Anfang.
    Ich dachte an hifikmässig klingende Treiber im Kleinstpappenmittenbereich und achte dabei auf Impendanzanomalieen überhalb der Reso, die auf interne Treiberresos hindeuten.

    http://profesional.beyma.com/ENGLISH/pdf/de…p?pdf=605Nd.pdf
    (der sieht echt sexy aus. Was sagen die Hornexperten? )
    http://profesional.beyma.com/ENGLISH/producto.php
    (der selbe mit ferritmagnet)

    http://www.eminence.com/pdf/alpha-6a.pdf
    (recht hohe reso, wohl kein kurzschlussring drinne)

    http://www.bcspeakers.com/index.php?sez=1&categoria=1&id_descrizione=2&prodotto=1&id_descrizione_prod=3
    http://www.ciare.com/oem_new/pdf/6.38MR3.pdf
    (sehr ungleichmässig im Impendanzverlauf)

    Da die meisten PA-pappen aber relativ viele haben, wollte ich halt erstmal fragen ob das im Horn eine Rolle spielt. Scheinbar schon.


    Gruß

    Bernhard

  • F.A.Bi.A.N.
    Verifiziert
    Reaktionen
    130
    Beiträge
    5.286
    • 11. März 2008 um 01:57
    • #5
    Zitat von &quot;bernieserver&quot;

    ist bei anständiger Bauweise auch ohne Phaseplugs eine sehr gute Widergabe bis zu 3khz oder mehr drin?


    ja, aber leider nur _genau_ auf achse.

  • bernieserver
    Beiträge
    352
    • 11. März 2008 um 02:45
    • #6

    hmm das ist blöd. denn für 6 treiber nen phaseplug... :)


    Aber ich dachte, das wird schon mit dem abstrahlverhalten wenn die aussenwände nur nahe genug am zentrum sind. daher auch kleinere treiber...

    aber ich habe da eh ne idee. da gibt es was das nennt sich galenderholzspitze ( die auf den Pfosten als Verzierung sind ) Die sind schon rund und haben eine meist zulaufende spitze. Die könnte man ja leicht modden und dann als phaseplug nehmen. mal schauen ^^

    Gruß

    Bernhard

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