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Änderung der Prüfungsordnung - der "Turbo-Meister"

  • Tobias Zw.
  • 13. März 2008 um 17:08
  • Tobias Zw.
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    • 29. Juni 2009 um 12:00
    • #21

    Nein - was ich für sinnvoll halte wäre eine umfassendere, tiefergehende Ausbildung der Meister und die Vermittlung von mehr Wissen.

    Weiterhin bin ich der Meinung, dass Menschen mit zu wenig Erfahrung die Zulassung zur Prüfung erhalten - da sollte m. E. auch die Latte höher gehängt werden.

    Es gibt, auf Deutsch gesagt, einfach zu viele Nasenbären, die zwar einen Schein, aber sonst nix haben.

    Mir ist egal, wie jemand gut wird - aber gut muss er sein... ;)

    MfG TZw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Kracky
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    • 29. Juni 2009 um 13:00
    • #22
    Zitat von "Tobias Zw."

    Nein - was ich für sinnvoll halte wäre eine umfassendere, tiefergehende Ausbildung der Meister und die Vermittlung von mehr Wissen.

    Weiterhin bin ich der Meinung, dass Menschen mit zu wenig Erfahrung die Zulassung zur Prüfung erhalten - da sollte m. E. auch die Latte höher gehängt werden.

    Es gibt, auf Deutsch gesagt, einfach zu viele Nasenbären, die zwar einen Schein, aber sonst nix haben.

    Mir ist egal, wie jemand gut wird - aber gut muss er sein... ;)

    MfG TZw.

    Ambitioniertes Ziel, aber wenn wir mal ehrlich sind, es gibt doch in allen Sparten genügend sogenannter Fachidioten. Sorry, das klingt jetzt hart aber es entspricht der Wahrheit. Leute die sich jahrelang durch irgendwelche Schulen kämpfen, sich Bibliothekenweise Wissen an eignen um dann in der Praxis zu versagen, meist werden eben solche Personen auch noch aufgrund ihrer Qualifizierung (Zettel) zum Vorgesetzten, aber wenn du nur eine Weile mit so jemandem zusammen gearbeitet hast merkst du sehr schnell das er eine Vollpfeife ist die wirklich am besten in einem Büro eingesetzt wird, da steht man dann wenigstens nicht im Weg. Einfach nur die Messlatte höher zu hängen ändert aber daran nichts, das ist keine Hürde für einen Gehirnathleten, der beißt sich da durch, der durchschnittliche Praktiker, der wirklich fähig ist, der bleibt an dieser Hürde hängen, weil lernen nun mal nicht sein Hauptaugenmerk ist. Ich habe es täglich mit Technikern und Meistern zu tun, alles schulisch ausgebildete Häuptlinge die mir, der nun schon 17 Jahre im Betrieb Indianer ist jeden Tag meinen Job erklären wollen aber eigentlich garnicht wissen von was sie da reden. Ich habe da inzwischen ein dickes Fell und bin auch nicht der, der um eine Antwort verlegen ist aber ärgen tu ich mich trotzdem drüber.
    Du siehst, Wissen ist zwar Macht, aber nichts zu wissen macht auch nichts. Ich könnte mir sehr gut vorstellen wenn die Bedingungen und die Kosten um einen Meister zu machen sich im Rahmen halten würden, hätten wir weitaus mehr Meister die aus dem Bereich der Praktiker kommen und die dann nicht nur was im Kopf haben, sondern die dazu auch noch einen wirklich guten Job abliefern.
    Sieh es doch mal aus der anderen Sicht, jemand der nun schon ewig in seinem Beruf tätig ist, der ist zum einen zeitlich gebunden und es ist auch schwer die Motivation auf zu bringen all das fallen zu lassen um sich diesem beschwerlichen Weg zu stellen, glaubst du wirklich es macht da Sinn noch mehr Steine in den Weg zu legen?
    Die, die eh nur schulisch unterwegs sind, die tuen sich hier weitaus leichter, sie haben weniger zeitliche Bindung, stecken meist noch sehr gut im Lernprozess und viele davon sind noch jünger und haben eben finanzielle Unterstützung, für die ist es weitaus einfacher deine hochgelegte Latte zu überqueren und zum Schluß haben wir dann wieder einen hochintelligenten Häuptling mehr, der mit seinem immensen Wissen glänzt, aber auf der Baustelle nicht zu gebrauchen ist.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • WoMü
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    204
    • 3. Juli 2009 um 00:12
    • #23

    Ich muss hier Kracky widersprechen.

    Zum einen wirst du nicht Meister, in dem du dich einfach durch eine Schule quälst und lernst. Diejenigen, die das meinen landen ganz schnell auf dem Boden der Tatsachen. Ohne Praxiswissen geht da nicht besonders viel.

    Zitat: "... Einfach nur die Messlatte höher zu hängen ändert aber daran nichts, das ist keine Hürde für einen Gehirnathleten, der beißt sich da durch, der durchschnittliche Praktiker, der wirklich fähig ist, der bleibt an dieser Hürde hängen, weil lernen nun mal nicht sein Hauptaugenmerk ist."

    Wenn dieser durchschnittliche Praktiker so gut ist, wie du schreibst, dann braucht er ja auch Nichts zu lernen, sondern hat die Vorschriften alle so intus, das er dir blind sagen kann, in welcher Vorschrift was und wo steht und wie er es umzusetzen hat.

    Der Meister (oder "Verantwortliche für Veranstaltungstechnik") ist eine zwischengeschobene Verantwortungsebene, die den Kopf hinhält, wenn etwas schief geht. Diese Leute müssen auch keinen "geilen Ton oder noch geileres Licht" machen, das ist auch gar nicht ihre Aufgabe. Sie müssen lediglich die Wahrung und Einhaltung der Sicherheitsstandards garantieren. Nicht mehr und nicht weniger.

    Und dieses ganze (entschuldige) Gesülze von (Zitat) "Technikern und Meistern ..., alles schulisch ausgebildete Häuptlinge die mir, der nun schon 17 Jahre im Betrieb Indianer ist jeden Tag meinen Job erklären wollen aber eigentlich gar nicht wissen von was sie da reden..." finde ich schon etwas zu simpel. Wenn sie dir jeden Tag deinen Job erklären müssen, dann würde ich mich fragen, ob du manche Abläufe in deinem Betrieb nicht verstehst oder dein Kurzzeitgedächtnis nicht mehr so gut ist, weil du alle Sachen von einem auf den anderen Tag wieder vergisst. Verneinst du dies beides, dann frage ich mich, warum du nicht schon lange zumindest deinen Techniker gemacht hast, denn mit deinem Fachwissen müsstest du das doch mit links erledigen und kannst dann "diesen Leuten zeigen wo der Hammer hängt."

    Zum Thema zeitliche Gebundenheit nur soviel:

    Ich kenne Leute jenseits der 40, die die Meisterprüfung abgelegt haben, und das, obwohl sie gleichzeitig mit ihrem Job eine Familie zu ernähren und noch einige andere Dinge parallel zu erledigen hatten und auch altersmäßig nicht zu denjenigen gehören, denen das Lernen besonders leicht fällt.

    Diese Sprüche kommen meistens von diejenigen Leuten, die nicht den Mut haben sich diesen Prüfungen zu stellen und jetzt um die Jobs weinen, die sie deshalb nicht mehr bekommen. Die Vorschriftenlage ist seit mehr als 10 Jahren bekannt und diese Zeit hätte jeder nutzen sollen sich entsprechend vorzubereiten.

    Da du aber, wie du ja selbst schreibst, dieses Gewerbe nur nebenbei betreibst kann ich dein Weinen auch verstehen. Es wird in Zukunft immer mehr Veranstalter geben, die wissen welche Verantwortung sie tragen und an wen sie diese abgeben können. Und ohne den Nachweis eines "Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik" wirst du wohl nicht zu diesem Personenkreis gehören und wenn, dann höchstens als Indianer unter irgendeinem Häuptling.

    Ich gebe Tobias voll Recht.

  • Mirko
    Verifiziert
    Beiträge
    354
    • 1. Oktober 2009 um 20:01
    • #24

    Hallo allerseits,

    recht verwundert musste ich heute im VPLT-Magazin von der mittlerweile neu verabschiedeten Meisterordnung lesen.
    Immerhin gab es keinerlei Hinweise in diversen Telefonaten mit der IHK.

    Diese neue Verordnung ohne Fachrichtungen soll nun parallel zur bisherigen mit den drei Fachrichtungen bis 2015 gelten, bis dahin soll über den weiteren Fortgang entschieden werden. Persönlich bin ich der Meinung, das wenn schon neu geregelt, dann mit einer ein einheitlichen Linie.

    Sonst endet die Sache Sache dann so:
    Person 1: "Guten Tag, ich bin Herr Mustermann, Meister für Veranstaltungstechnik gemäß VO 1997"
    Person 2: "Guten Tag, ich bin Herr Mustermann, Meister für Veranstaltungstechnik gemäß VO 2009"


    Mit freundlichen Grüßen

    Mirko

    Schon ewig in der Branche tätig, Meister für VT.

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