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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Schnelligkeit von Basslautsprechern

  • karl-alfred_roemer
  • 10. April 2008 um 23:03
  • siedfleisch
    Beiträge
    379
    • 15. April 2008 um 10:39
    • #21
    Zitat von "Lok1414"

    Wenn ich mich richtig erinnere (über 30 a zurück ..) war es damals eine Philips-Box, die in Elektor modifiziert wurde. Ziel war es, durch die Nachregelung nicht nur einen linearen, sondern auch tieferen Bass aus dem eigentlich zu kleinem Gehäuse zu reproduzieren.

    Der Schaltplan in dem verlinkten PDF ist auf jeden Fall von Elektor.

    Viele Grüße
    Lok1414


    Das, was Elektor dort gebracht hat, ist im Prinzip die Nacherfindung des von Philips verwendeten MFB-Prinzips. Damit wurde es dem Bastler möglich gemacht, ansonsten unerschwinglich teure, aktiv geregelte (Bass-) Systeme selber zu bauen. Die MFB-Boxen waren da schon einige Jahre alt, IIRC sogar schon wieder vom Markt verschwunden.

    Die simple Stromgegenkopplung per Fühlwiderstand wird ebenfalls oft in Aktivboxen verwendet, um die Basswiedergabe untenrum ein bisschen zu pushen. Geht natürlich, wie bereits erkannt wurde, zu 100% auf die Belastbarkeit des Chassis.

    -sf-

  • mattias bost
    Reaktionen
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    644
    • 15. April 2008 um 12:10
    • #22

    Ach ja,

    diese unsägliche Stromgegenkopplung, die ist nicht totzubekommen. Paradoxerweise verwenden in der Hifi-Ecke einige dies Prinzip, aber nen Eq oder sonstige "frequenzgangunlineare" Elemte lassen die nicht rein. Aber die "Stromquellen", die nichts anderes als eine Frequenzgangüberhöhung zu höheren Impedanzwerten machen, die schon, weil ja der Strom angeblich die Musik macht, und der muß stimmen (haha).

    Grüße
    Mattias


    p,s.: Weiß eigentlich jemand, warum die MFB-Boxen von Philips so schlecht geklungen haben (sollen)? Wurden ja auf recht breiter Ebene verissen, seinerzeit hatte ich die leider nicht zu Ohren bekommen.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 15. April 2008 um 15:03
    • #23
    Zitat von "Jonnytrance"


    Ich glaube es heist Servodrive.


    Jetzt hab ich, heist Sigma-Drive. So ein Amp erreichte Dämpfungsfacktor von über 9000.

  • Jens Droessler
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    9.074
    • 15. April 2008 um 15:32
    • #24

    SigmaDrive heißt es bei einem Hersteller, bei anderen heißt es wieder anders. Das Einzige, was hier getan wird, ist den Regelkreis auszudehnen bis an die Lautsprecher, anstatt nur innerhalb des Amps. Das erfordert pro Lautsprecher schonmal 4 Adern (die üblichen zwei hin, und eben zwei als Sense zurück). Vorteile bringt es nicht viele, denn das Prinzip geht davon aus, dass der Dämpfungsfaktor nur aus Endstufen-Innenwiderstand und Leitungswiderstand besteht.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 15. April 2008 um 16:09
    • #25

    Genau, wird von Hersteller zu Hersteller anders genannt.
    Man braucht noch zusätzliche Leitungen mitm selben Querschnitt.

    "„Sigma Drive Typ B" für erweiterte N FB-Wirksamtkeit
    Die negative Gegenkopplung (NFB) führt einen Teil des verstärkten Ausgangssignals mit umgekehrter Phase an den Eingang zurück - bei richtiger Dosierung ein äußerst wirksames Verfahren zur Auslöschung der Verzerrungskomponenten. Sigma Drive Typ B erweitert die Wirksamkeit der Gegenkopplungsschleife bis an die Endstufen-Ausgänge. Dies bedeutet, daß nicht nur die z.B. vom Netzteil ausgehenden Verzerrungen ausgemerzt werden, sondern selbst der Einfluß der Schutzrelais, Spulen, Lautsprecher Wahlschalter und der Verdrahtungsimpedanzen.
    Sigma Drive Typ A ist die verbesserte Verion und erreicht ein Dämpfungsfaktor von 9900."

  • Jens Droessler
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    9.074
    • 15. April 2008 um 16:56
    • #26

    Naja, die einzigen "Verzerrungskomponenten", die da ausgelöscht werden können, sind die, die durch zu geringe Dämpfung entstehen können. Nur sehe ich da zwei Probleme:
    1. Bei großen, schwermembranigen Lautsprechern vermindert hohe elektrische Dämpfung das Über-/Nachschwingen höchstens. Gegen die Masse kommt man mit dem bisschen "Kurzschluss" nicht an. Es macht keinen merklichen Unterschied, da die mechanische Dämpfung weitaus mehr dazu beiträgt.
    2. Bei kleinen Lautsprechern sind die Gewinne ebenfalls marginal, da diese mit leichten Membranen kaum über-/nachschwingen. Auch hier ist eher die mechanische Dämpfung von Bedeutung.

    Alles in allem ist das eher was für die Marketing-Abteilung als von Nutzen für den Anwender...

    Und wie gesagt, der Dämpfungsfaktor besteht nicht nur aus Endstufe und Kabel....

  • mattias bost
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    644
    • 16. April 2008 um 08:53
    • #27

    Hallo,

    Jens: Da regt sich grundsätzlicher Widerspruch in mir, da die wesentliche Komponente bei der Bedämpfung des Membrannachschwingens (bzw. zügigem Einschwingens) die elektrische Dämfung ist, denn diese ist wesentlich höher als die mechanische. Die Qes sind üblicherweise zwischen 0,25 bis 0,4, während die mechanischen Qms >> 1 sind. Die Membranmasse spielt da nicht die Rolle, entscheidend sind nur die "Verluste", die der Antrieb (der macht am meisten) und die Aushängung machen. Meine (rel. kleine praktische!) Erfahrungwelt geht vielmehr dahin, daß die Qm von schwermembranigen Chassis kleiner sind als die von Chassis mit leichten Membranen.

    Die sense-Leitungen zur Spannungsmessung an den Lautsprechern machen ggf. schon Sinn, vor allem bei den gern verwandten 4*irgendwas Boxen, die dann nur "2Ohm" haben. Da machen die schnell vorhandenen 0,1Ohm Übergangswiderstände Kabel/Stecker schon was aus.

    Beispiel: Qm=3, Qe= 0,28, Qt=0,256, Box "2Ohm" sind teilweise nur 1,5Ohm im Imedanzminimum. Daraus ergibt sich dann Qe=(1,5Ohm+0,1Ohm)/1,5Ohmx0,28 => Qe=0,299, Qt=0,272. Da rettet das Qm nix. Dies Beipiel nimmt eine Endstufe mit unendlicher Dämpfung an, reale kann man leicht mittels Nachrechnens deren Innenwiderstandes ins Qe "reinbekommen".

    So fürs techenische Gewissen ists mit sense besser, ob das akustisch was macht, das möge jeder selbst beurteilen. Wenn man weiß daß es besser ist, hört man das ja gern mal...

    Grüße
    Mattias

  • wtfits
    Beiträge
    641
    • 16. April 2008 um 14:16
    • #28

    :D

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