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Motorsteuerung gehäuse

  • Jarus
  • 26. Februar 2009 um 12:29
  • Jarus
    Beiträge
    81
    • 26. Februar 2009 um 12:29
    • #1

    Hallo,

    Ich muss meine Motorsteuerung erweitern, nur hab ich ihm derzeitigen Gehäuse alu kein platz mehr. Ist 8HE hoch.
    Ich such mich jetzt schon dumm und dämmlich nach 10he oder 12he grossen aluminium industriegehäuse,
    und finde entweder zu kleine oder pc Netzwerkschränke.

    Dafür gibt es Massen weise flighcases in der Grösse. Kann ich die Motorsteuerung nicht einfach ein Flighcase mit Alufront platte bauen?
    Oder muss zwangsläufig das ganze Gehäuse aus stahl/alu sein.

    Wenn ja gibt es Bezugsquellen für industreigehäuse 19" mit 10he z.b ?

    Danke euch schon mal im Voraus.

    Catherine Media Group GmbH

    Dörnbergstrasse 35a
    34289 Zierenberg

  • Beffel
    Profi
    Beiträge
    283
    • 26. Februar 2009 um 15:35
    • #2

    Die Steuerung kannst Du selbstverständlich auch in einem Case unterbringen. ABER!
    Als Brandschutzmaßnahme muss die Verteilung in einem ganzen Metalgehäuse untergebracht sein. Ich habe dazu bisher immer entweder mehrer Leergehäuse umgebaut oder einen normalen Metal-Aufputzschrank auf eine Metalplatte im Case gesetzt. Dadurch kann man alles herausnehmen und hat keine aufwendige Installation im Case.

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
    obbar es bassd schoh!

  • chris neumann
    Beiträge
    146
    • 28. Februar 2009 um 13:56
    • #3

    Tach zusammen,

    wer sagt denn das aus Brandschutzgründen die komplette Verteilung in einem Matallkasten verbaut sein muss?

    Als Vergleich: Ein Haus in Holzrahmenbauweise mit ganz normalen Verteilerkästen aus Kuststoff die ich in die Wände einlasse.

    Die Kästen sind überall zugelassen ausser in Wände die als Brandschutzabschnitt gelten.

    Wieso sollte also eine Motorsteuerung zwingend in einem Metallgehäuse untergebracht sein müssen??? Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich zudem lediglich um die Steuerung ohne Lastteil, was die Gefahr nochmal herunter setzt.

    Lasse mich gerne eines besseren belehren, sehe es aber derzeit keinen Grund dafür das ganze nicht in ein normales Case zu bauen.

    Gruß

    chris

    Kann mir mal endlich jemand einen Elektriker schicken?! Sonst muss ich heute abend wieder die Kerze nehmen.

    (Orginalauszug aus einem Schreiben einer Mieterin an Ihre Wohnungsbaugesellschaft)

  • Beffel
    Profi
    Beiträge
    283
    • 28. Februar 2009 um 17:17
    • #4

    Das ist ganz einfach!
    Es handelt sich in jedem Fall um eine ortsveränderliche Unterverteilung in einem Transportkoffer. Der Einsatzzweck ist für den veranstaltungstechnischen Gebrauch. Du hast bereits selbst darauf hingewiesen, ein normaler Kunststoff-Verteiler darf nicht in Brandschutzwände und/oder zwischen Brandabschnitten eingesetzt werden. Nun ist eine Versammlungsstätte ein Ort mit besonderem Brandrisiko und alle elektrischen Betriebsmittel müssen deshalb zusätzlich zur 0100 auch noch die 0108-Teile berücksichtigt werden. Und hier wird klar gefordert: (DIN VDE 0108 Teil 1 Abschnitt 5.2.2.1) "... Verteiler müssen eine allseitige Verkleidung aus Blech oder stoß- und durchdringungsfesten Isolierstoff mit einer Entflammbarkeit nach DIN VDE 0304 Teil 3von mindestens Stufe BH 1 haben. Sie sind gegen den Zugriff unbefugter zu sichern."

    Ich habe mich vielleicht ein bischen blöd ausgedrückt, aber es geht im wesentlichen darum, dass da ein Teil rumstehen kann, welches im K-Fall umgeschmissen oder beschädigt werden könnte, auch nicht wenns da drin heiß wird. Du wirst kaum einen Hersteller finden, der Dir bestätigt, dass sein normaler Auf- oder Unterputzkasten für mobilen Betrieb und evtl. mechanischer Beanspruchung zugelassen ist. Deshalb ist´s besser gleich ein Metalgehäuse zu machen. Übrigens bei einem Baustromverteiler ist´s aus dem selben Grund ja auch so!


    Edit sagt: sch.... Laptop-Tastatur!!!!! :evil:

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
    obbar es bassd schoh!

  • chris neumann
    Beiträge
    146
    • 28. Februar 2009 um 19:30
    • #5

    Hi Beffel,

    ich wollte mit meinem Vergleich mit dem normalen Verteiler auch nicht sagen das dieser als ortsveränderliches Gerät eingesetzt werden soll... :)

    Aber was ist dann z.B. mit einem Vollgummi Verteiler der z.B. auf Baustellen und im Freien eingesetzt wird?
    Auch dieser hat keinen Metallkern. Ich bin mir mom. allerdings nicht sicher ob er der Klasse B1 entspricht und somit die Forderung erüllt.

    Gruß

    chris

    Kann mir mal endlich jemand einen Elektriker schicken?! Sonst muss ich heute abend wieder die Kerze nehmen.

    (Orginalauszug aus einem Schreiben einer Mieterin an Ihre Wohnungsbaugesellschaft)

  • Beffel
    Profi
    Beiträge
    283
    • 28. Februar 2009 um 19:48
    • #6
    Zitat von "chris neumann"

    Aber was ist dann z.B. mit einem Vollgummi Verteiler der z.B. auf Baustellen und im Freien eingesetzt wird?
    Auch dieser hat keinen Metallkern. Ich bin mir mom. allerdings nicht sicher ob er der Klasse B1 entspricht und somit die Forderung erüllt.

    Normalerweise muss er B1 haben und Gummi ist das auch nicht mehr. Das sind zumeist B1-Gemische.

    Nur zum Verständnis. Ich will kein Oberpolizist sein und ich werde auch keinen hier wegen einer anderen Meinung angreifen. Ich hatte leider schon mit Stromunfällen zu tun und möchte möglichst andere davor bewaren.

    Ich muss aber auch zugeben, dass die VDEs und deren Auslegung nicht immer einfach sind. Zumal man nicht immer klar erkennt was der Hintergund für die Vorgabe nun wirklich ist.

    P.S. Alle von mir direkt oder indirekt erlebten Stromunfälle resultierten aus menschlichem Versagen und Fehleinschätzung und zwei Menschen hat das Ihr Leben gekostet! Und beide habe ich sehr gut gekannt. Da denkt man einfach anders.

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
    obbar es bassd schoh!

  • Beffel
    Profi
    Beiträge
    283
    • 28. Februar 2009 um 19:53
    • #7

    Da fällt mir noch was ein!

    Eine "Schildkröte" wäre natürlich eine passable Lösung, aber da kriegt man meist nicht zuviel auf die Schiene drauf. Und bei Motorsteuerung denke ich eigentlich auch auf Schütze oder sowas.
    Wenn ich da an meine erste selbstgebaute SPS-Kiste denke, dann wären da etliche Gummiverteiler im Case gelandet.

    Ich denke da ist der Bau eines Metalgehäuses billiger und effektiver.

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
    obbar es bassd schoh!

  • Holti
    Profi
    Reaktionen
    5
    Beiträge
    330
    • 28. Februar 2009 um 23:45
    • #8

    Hallo,

    erstens ich hab mich vor einiger Zeit viel mit den Gummigehäusen beschäftigt, sämtliche Hersteller ab geklappert. Resultat, das die ganzen Baustromverteiler (Gummiwürfel) nicht nach B1 gefertigt werden. Es gibt ein paar Ausnahmen aber die sind eher selten und schweine teuer.

    zweitens, warum gibt es den dann diverse Stromverteilungen, die direkt im Case verbaut sind???? :? :? :?

    drittens warum nicht einen Kunststoff Koffer, so wie ihn auch Verlinde Stagemaker verwendet. Hab ich auch genommen. Passt ne Menge rein. Bei uns sind es 4 Motoren. Ich mach mal ne Foto von der Kiste und setzt es hier ein.

    Mfg der Holti der auch weiterhin Gummiwürfel, Case Stromverteilungen und Kunststoff Koffer verwendet....

  • Beffel
    Profi
    Beiträge
    283
    • 1. März 2009 um 07:52
    • #9

    @ holti:

    ich sagte ja, die Verteilungen sollen eigentlich B1 haben. Aber im Zuge der Deregulierung und der kurzen Produkt-Lebenszeiten sieht das draußen Leider anders aus. Zumal wenn nix passiert.
    Ich bin auch überhaupt nicht gegen Verteilungen in Cases. Es geht nur darum, dass grundsätzlich von Verteilungen eine Brandgefahr ausgeht und es eine Sicherheitsnorm gibt, die weitere Folgen aus dieser Tatsache vermeiden hilft.

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
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