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  4. Selbstbau und Reparatur Technik

Brauche Hilfe bei Endstufenreparatur 3rd Generation HP 1000

  • Kulturbanause
  • 20. Februar 2011 um 23:04
  • Kulturbanause
    Beiträge
    10
    • 20. Februar 2011 um 23:04
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich hab von nem Kollegen 2 uralte und leider auch defekte Endstufen bekommen und will nun versuchen, die wieder fit zu kriegen.Natürlich habe ich keinerlei Unterlagen zu den Geräten.

    Ich habe zwar ein bisschen Praxis in Meßtechnik (Oszi und Multimeter) und auch dat ein oder andere Gerät wieder zum laufen gekriegt, aber hatte bisher noch keine Endstufe unter, von daher wärs super, wenn ich von euch n paar Tips bekommen könnte.

    Folgendes hab ich bisher gemacht:

    -Sichtkontrolle: auf allen 4 Ansteuerplatinen ist ein Widerstand (ich nenn ihn mal Rx) abgeraucht (siehe Bild, rote Ellipse)

    - der danebenliegende Zementwiderstand ist auf der Seite knackig braun, Widerstand ausgelötet und ohmisch gemessen: 1,4 Ohm Beschriftung: 210-044 1RO 10%r
    Laut Datenblatt: 1,0 Ohm 7W

    -oberhalb des abgerauchten Widerstand sind auch 2 1N4007-Dioden, die auch viel Wärme abbekommen haben (bei einer Platine), die messen sich laut Diodenprüfer aber OK (werde sie aber trotzdem ersetzen)

    -ich hab die End- und Vorstufentransistoren mal in der Schaltung mit dem Diodenprüfer gemessen und messe da zumindest keinen glatten Durchschuß

    -die Lüfter laufen

    -die Endstufenrelais funktionieren, der Kontakt misst sich 0,0 Ohm (ich habe zum messen 24V kurzfristig auf die Relaisspule gelegt)

    -Schaltplan der Endstufen erstellt (Bild 2)

    Bild 2:


    Jetzt meine Fragen:

    1. hat einer zufälligerweise Schaltungsunterlagen von den Dingern und würde die mir für lau oder billig zur Verfügung stellen?

    falls nicht: ne Idee wo ich suchen kann (bei Google hab ich nix gefunden)

    2. kann jemand aus Erfahrung sagen, wofür das Netzwerk Rx + Kondensator in Reihe auf Masse bzw. Parallelschaltung Spule und Zementwiderstand in Reihe zu Lautsprecher + sein könnte (siehe Schaltplan).

    3. wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, das nicht nur Rx, sondern zusätzlich was abgeraucht ist, was mit bloßen Auge nicht erkennbar ist? Ich habe an einer Platine, wo Rx sich nicht völlig in seine Bestandteile aufgelöst hat, mal am Ende und Anfang der Widerstandsbahn gemessen. Wert:16 Ohm

    4. am Kühlkörper sind pro Platine 2 schwarze Zylinder mit jeweils 2 Anschlussfahnen montiert.
    a) KNE NT 101 ist im Schaltplan mit Y beschriftet. Widerstand: 0Ohm
    Ich vermute folgendes: Dat Teil ist ne Temperatursicherung, die bei Auslösung hochohmig wird und dadurch das Relais abfällt. Liege ich da richtig?
    b)F 60C 82 713 89R liegt parallel zum Lüfter an 230V.Widerstand: >99MOhm
    Ich vermute folgendes: Dat Teil ist ne Temperatursicherung, die bei Auslösung niederohmig wird und dann die Schmelzsicherung auslöst.Obwohl mir dat n bisschen komisch vorkommt.
    Hat jemand ne bessere Erklärung?

    Ich hoffe es kann mir jemand helfen.Ich fänd es schade die Dinger verschrotten zu müssen.

    Schönen Gruß, Stefan

    pleite aber glücklich

  • Kulturbanause
    Beiträge
    10
    • 20. Februar 2011 um 23:37
    • #2

    Nachtrag:

    ich bin zu doof zum Bilder einbetten, hab jetzt aber den ganzen Kram als Download in meine Dropbox geschmissen (RAR-Archiv), hier der Link:http://dl.dropbox.com/u/9755097/Endstufenreparatur.rar

    Ausserdem hab ich gesehen, dat ich im Schaltplan n Fehler gemacht habe:

    Da der TC 4001 nur 14 Anschlüsse hat, lauten die korrekten Bezeichnungen 1,8,14

    pleite aber glücklich

    Einmal editiert, zuletzt von Kulturbanause (21. Februar 2011 um 21:37)

  • Kulturbanause
    Beiträge
    10
    • 21. Februar 2011 um 21:34
    • #3

    Nachtrag 2: Ich hab noch mal ein bisschen rumgegooglet und weiß jetzt zumindest, dat Rx und der 100n Kondensator gegen Masse dat Boucherot-Glied sind.Jetzt stand in dem Artikel aber, das das Teil nur abrauchen dürfte, wenn man eine Frequenz oberhalb des Arbeitsbereiches der Endstufe mit voller Amplitude dadurch jagt, was bei funktionierender Vorstufe bzw. Tiefpass garnicht möglich sein dürfte.

    Ich geh mal nicht davon aus, dat mein Kollege aus reiner Zerstörungswut da irgendein hochfrequentes Signal in die Endstufe eingekoppelt hat.Wahrscheinlicher ist, dat er irgendwelche Schrottboxen da drangeklemmt und diese dann mit Rechtsanschlag gequält hat.
    Wie er meinte, hat er die Dinger damals wohl für Juze-Punkkonzerte genutzt, von daher würde dat mit den Schrottboxen wohl hinkommen.

    Aber dat erklärt immer noch nit, warum der Widerstand abgeraucht ist.

    Bitte sacht mal wat dazu.

    Schönen Gruß, Stefan

    pleite aber glücklich

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 28. Februar 2011 um 19:39
    • #4

    Hallo,

    die schwarzen Dinger sind in der Tat Thermoschalter. Um die brauchst Du Dich aber jetzt erstmal nicht kümmern. Zunächst alle (!) Halbleiter prüfen, und zwar im ausgelöteten Zustand.

    MfG
    DirkB

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 1. März 2011 um 08:28
    • #5

    3rd Generation...
    Vor Jahren hatte ich mal so ein Ding hier in der Werkstatt, strikter Doppel-Mono-Aufbau, 3HE(?), Konvektionskühlung.
    Wir haben ewig nach passenden Endstufentransis gesucht, als wir die hatten, sind beim Testen nach 5 min Dauervolllast die NT Kondensatoren hochgegangen.
    Das Teil ist dann der Entsorgung zugeführt worden, im Nachhinein war das wohl das Beste.

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