Eine wichtige Meldung an die Firmen, die in der Veranstaltungsbranche arbeiten und direkt oder indirekt mit dem Thema Sozialversicherungsbetrug zu tun haben:
Gestern gab es über 60 Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen süddeutschlandweit im Rahmen Scheinselbstständigkeit/Sozialversicherungsbetrug!!!
Bei der gestrigen Aktion ging es um eine große oberbayrische Arbeitnehmerüberlassung und deren frühere Firmen.
Mit Beschluss ist vom 22.11.2011, gestern war der 13.12.2011, der Zoll hat erfolgreich bei den 60 Objekten gleichzeitig um ca. 6 Uhr zugeschlagen, ohne das vor diesem Zeitpunkt in der Branche etwas bekannt wurde.
“in dem beschluss steht, das es sich laut den bisherigen ermittlungen um einen sozialversicherungsbetrug von ca. 900.000 euro handelt seit dem 1.1.2006! Die Hausdurchsuchungen haben die jetzt gemacht, um noch mehr Beweise gegen die Firmen zu finden, ich denke aber, das sie auch zusätzlich Info´s zu anderen Firmen suchen. Andere Firmen wird es auch bald treffen mit der Beschuldigung des Sozialversicherungsbetruges.
Wir Auftragnehmer können allerdings nur deswegen belangt werden, weil wir, trotz des wissens des Betruges seitens der Auftraggeber, Jobs angenommen haben. Also wirds uns nicht so hart treffen.”
Der Beschluss ließ zu, das der Zoll auch Handys, PC´s, Datenspeichergeräte, Rechnungen, Terminkalender, Stundennachweise, Kontaktdatenbücher, etc. beschlagnahmt.
ES wurde restlos alles mitgenommen, was nach Veranstaltungsbranche aussah.
Blöderweise ist der Zoll berechtigt, alle Räumlichkeiten der Zielperson zu durchsuchen, auch Auto´s, Büro- und Privaträume (Keller und Dachböden eingeschlossen), auch von Mitinhabern des Geschäfts.
Zieht zur Not einen Anwalt hinzu !!!
In der Befragung, bei der es um eine frühere Deggendorfer Firma ging, fragten die auch nach Partnerfirmen, Namen von Kollegen und deren Arbeitsverhältnisse.
Ihr seid berechtigt zu sagen, ihr könnt euch an diese und jene Sachen nicht mehr erinnern, bevor ihr unschuldige Personen mit reinzieht.
Auch wenn es um Dinge geht, die erst zwei oder vier Wochen alt sind.
Und noch zum Schluss: VERGESST BITTE zu erwähnen ob oder wie oft ihr von Autraggebern Bargeld für Diensleistungen erhalten habt. Ich habe gestern Abend mit einem Kollegen und Zielperson des Zoll´s telefoniert, bei dem sie das Konto eingefroren haben, weil er angab, öfter in bar ausgezahlt worden zu sein.