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Erfahrungen mit Debitos? Verkauf von offenen Rechnungen

  • illuminati235
  • 19. Januar 2012 um 14:47
  • illuminati235
    Beiträge
    630
    • 19. Januar 2012 um 14:47
    • #1

    Hallo Kollegen,

    wir haben ein paar Fälle von nicht zahlenden Kunden. Dritte/letzte Mahnung versendet, keine Rückmeldung, auch nicht am Telefon, kein Geld.

    Der Betrag ist meistens zu gering, dass das Risiko auf den Rechtsanwalts- und Inkassokosten sitzen zu bleiben, tragbar wäre.


    Nun hat mich jemand auf den Verkauf von offenen Rechnungen hingewiesen. In dem Zuge habe ich das Portal Debitos gefunden. Hier kann man, soweit ich das durchschaue, seine offene Rechnung an den Höchstbietenden verkaufen, der dann versucht das Geld einzutreiben und aus dem Differenzbetrag seinen Gewinn ziehen will.


    Was denkt Ihr über so etwas bzw. wer hat so etwas schon mal gemacht? Selbst wenn ich nur den halben Rechnungsbetrag bekomme, so ist das immer noch besser als ein Ausfall der Zahlung + Rechtsanwaltskosten?

    Gruß
    Noel
    ------------------------------------------------
    Nimmt der Pegel des Meeresrauschens mit 3 oder 6db pro Entfernungsverdopplung ab?
    Ab sofort neu in der Vermietung: 24x MLA Mini

  • tufkaklto
    Profi
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    7.116
    • 19. Januar 2012 um 19:04
    • #2

    Ich hab mal was gehört, das die so 5 - 10 % zahlen, mehr nicht.

    Sonst würde sich das nicht rechnen.
    Bei der Quote haben die nämlich noch Chancen, sogar bei einem Privatkonkurs vom Schuldner etwas Geld zu machen.

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  • david anhäuser
    Verifiziert
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    392
    • 20. Januar 2012 um 09:29
    • #3

    Wer kauft den "nicht" Titulierte Forderungen?????

    Haste nen Link??

  • mringhoff
    Profi
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    6
    Beiträge
    5.262
    • 20. Januar 2012 um 11:31
    • #4
    Zitat von "illuminati235"


    Der Betrag ist meistens zu gering, dass das Risiko auf den Rechtsanwalts- und Inkassokosten sitzen zu bleiben, tragbar wäre.


    Wenn der Betrag so gering ist, dann mache das gerichtliche Mahnverfahren doch selber. Das Kostenrisiko ist gering, der Lernerfolg groß.
    Mahnbescheide zu erlassen ist kein Hexenwerk und bei geringen Forderungen muss man ja nicht immer einen juristischen Beistand haben.
    Das geht ganz einfach online: http://www.online-mahnantrag.de
    Und die Gebühren sind geringer als man denkt: https://www.online-mahnantrag.de/omahn/frs_gerichtsgebuehr.html

    Zahlt der Schuldner immer noch nicht (nach der Zustellung noch 14 Tage Frist), schickt man ihm den "Vollstreckungsbescheid" (im Prinzip dann auch nur noch ein kurzes unterzeichnetes Formular ans Mahngericht schicken). Zahlt er wieder nicht (ebenfalls nach Zustellung 14 Tage Frist), ruft man beim Amtsgericht des Schuldners an und lässt sich dort die Telefonnummer des zugehörigen Gerichtsvollziehers geben. Der versucht dann persönlich beim vorbeizukommen und etwas einzutreiben/pfänden.
    Diese Gebühren sind auch relativ gering. Der Schuldner hat natürlich sowohl beim Mahnbescheid als auch beim Vollstreckungsbescheid die Möglichkeit zu widersprechen, dann kommt es zu einer Gerichtsverhandlung (wenn man will). Die meisten privaten Schuldner kümmern sich um dies nicht mehr, der Mahnbescheid dürfte zwischen den üblichen offenen Rechnungen unbeachtet bleiben und die Fristen verstreichen einfach. Danach hast Du Deinen Titel.

    Bis dahin würde ich in jedem Fall gehen, denn man weiß ja vorher nicht genau, ob es sich lohnt oder nicht. Immer gleich mit dem Argument "kein gutes Geld dem schlechten Geld hinterherwerfen" zu kommen, verhindert auch die Chancen.
    Aus den Erfahrungen aus den vergangenen 10-15 Jahren kann ich sagen: es lohnt sich! - Bis dato gab es mehr erfolgreich abgeschlossene Verfahren als erfolglose.

    Rechtsanwälte und Inkassobüros machen im Prinzip nichts anderes.


    Zitat von "illuminati235"


    Nun hat mich jemand auf den Verkauf von offenen Rechnungen hingewiesen. In dem Zuge habe ich das Portal Debitos gefunden.


    Ein Verkauf von offenen Rechnungen ("Factoring") ist eine Alternative im Forderungsmanagement. Das übliche Factoring läuft eher so ab, daß man eigentlich auch alle (!) Rechnungen einer Firma haben will. Das Factoringunternehmen übernimmt also die komplette Forderungsabwicklung einer Firma. Es wird nur der "Rechnungsdatensatz" übermittelt, die Rechnungsstellung samt eventuelles Mahnverfahren etc. übernimmt das Factoringunternehmen. Die Firma selbst muss sich dann um nichts mehr kümmern (ist ja auch schon viel wert), bekommt aber dann immer nur einen Teil der Forderungen ausbezahlt (z.b. nur 90%, je nach Branche, Forderungshöhe etc.), und zwar unabhängig davon, ob die Forderung einbringlich ist oder nicht, dafür muss man aber eben auch alle Forderungen, also auch die guten verkaufen. Sonst lohnt sich das ja nicht für das Factoringunternehmen. Ärzte machen das zum Beispiel häufiger.


    Debitos - so hab ich das mal auf der Website interpretiert - ist ja nur die Plattform bei der "Vermittlung" des Forderungsverkaufs.
    Da stellt man die Forderung rein und Interessenten bieten mit, falls die sich für Deine Forderung interessieren.

    Wie ich das jetzt aus den dort gezeigten Fällen erkennen kann, wird oftmals auch gar nicht mitgeboten, weil man das schon rauslesen kann, daß hier einer seine uneinbringliche Forderung loswerden will oder wohl andere Dinge dahinter stehen. (niedrige Hauptforderung, hohe Gebühren und Zinsen...).
    Sowas will doch keiner mehr haben.
    Und ich vermute, Debitos macht den Service auch nicht umsonst.... Sieht aus, als ob es das ebay der Forderungen ist.

    Dieses Geld und diese Energie kann ich doch selbst verwenden um das gerichtliche Mahnverfahren durchzuführen.

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

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