Mal nebenbei, 100V Säulen sind für solche Anwendungen sicherlich nicht das schlechteste. Schliesslich muss nur etwas Sprache übertragen werden und die auch nicht in Frequenzbereichen, die in den wirklichen Bass Bereich gehen.
Ich hab´ mal in einem Dom -Bad Gandersheim- den Jedermann mit Mikroports und der Domeigenen 100V Anlage beschallt, das ging durchaus zufriedenstellend. Für die Einspielmusiken haben wir vier Boxen hinter den Altar und auf die Empore gestellt und ansonsten liefen alle Dialoge über die 100V Böxlein.
Das Problem ist eher, das im "Normalfall" alle Boxen -meist sind die ja gestaffelt in der Kirche verteilt- an einem Amp hängen und nicht laufzeit kompensiert sind -also kein angepasstes Delay vor jedem Boxenpaar hängt.
Dadurch gibts dann nicht nur eine Sprachquelle, sondern viele -die aber alle gleichzeitig "sprechen"- was die Wiedergabe zusätzlich zum ohnehin überreich vorhandenem Hall undeutlich und schlecht verständlich macht.
Mit der Folge, man möchte es gerne lauter machen um es deutlicher zu bekommen und so hat man wieder das Feedback Problem.
Eigentlich müsste man also das Problem an der Wurzel packen und erstmal die Anlage dahingehend umbauen, was aber das Budget übersteigt.
Ein Richtmikro hilft aber sicherlich, die Sprache besser in den Griff zu bekommen. Der örtliche Händler hier hat einen kompletten Musterkoffer von dem AKG System mit verschiedenen Kapseln und Stativen als Test- und Demo Paket.
Vielleicht gibts bei Euch ja auch so einen Händler, der das hat. Damit lässt sich die ideale Kombination aus Kapsel und Stativ vor Ort am Besten rausfinden.