Zitat von "TubeTom"Mal eine kleine Frage: Wie viel Ohm hat das SK212 Top?
... unter /daten/plaene/Sound-Klinik habe ich auf dem Forums-Server eine Impedanzmessung vom SK-212 abgelegt. Die Datei heißt:
Impedanz_SK-212.pcx
Zitat von "TubeTom"Mal eine kleine Frage: Wie viel Ohm hat das SK212 Top?
... unter /daten/plaene/Sound-Klinik habe ich auf dem Forums-Server eine Impedanzmessung vom SK-212 abgelegt. Die Datei heißt:
Impedanz_SK-212.pcx
... und schon die Reihenfolge, in der verschiedene Systeme gehört werden, hat Einfluß auf die Bewertung ... weiterhin die Hörerfahrung der Anwesenden.
Weiterhin: Auch wenn ein System mit (... womöglich auf CarHifi optimiert/gemasterten ...) CD-Produktionen gehört wird, kann der Live-Betrieb dann völlig anders aussehen.
Ebenso spielt die (Hör-) Umgebung eine gravierende Rolle: Es gibt Systeme, die aufgrund ihres unkontrollierten Abstrahlverhaltens in manchen "Problemräumen" einfach schaurig klingen ... outdoor oder in stark bedämpften Räumen dagegen vielleicht ganz "passabel".
Es gibt noch viele Punkte, die man hier ansprechen könnte (z.B. daß verschiedene Bass-Systeme nicht direkt nebeneinander aufgestellt werden dürfen, weil dies Auswirkungen auf die Performance hat).
Zum Verständnis: Wenn ich LS-Systeme abstimme, benutze ich z.B. Chart-Mucke nur, um den Grad der Lästigkeit abzuschätzen. Zum Hören/Beurteilen verwende ich audiophile Aufnahmen (z.B. Sheffield Lab) oder sauber produzierte Aufnahmen (... allerdings dann mehr aus der Jazz-, Fusion- und Klassik-Szene) oder auch schon mal eigene DAT-Aufnahmen von Naturinstrumenten (aufgenommen mit Neumann-Mikrofone ...).
Es ist immer ein Wechselspiel zwischen (konzentriertem !) Hören und Messen (ohne Dazwischengequatsche wie z.B. in Osnabrück: "... der Titel klingt doof - leg doch mal DEN Titel auf ..." :roll: ).
Dies nur mal als Anregung ... :wink:
Zitat von "Fear-Rockshow"Würde sich das SK212 Top nicht besser mit 3 Bastelöhörnern vertragen pro Seite. Ich persönlich kann, wenn ich den Bass voll ausfahre, dem Top max. 2/3 der Leistung geben, welche ich den Bässen spendiere. Generell ist das ja ziemlich wurscht wie viel ich da jetzt drauf klopfe aber das SK212 geht DERMASSEN Laut, das ist schon nicht mehr feierlich..
... für Outdoor-Locations und etwas "bassigeren" Vorlieben/Klangvorstellungen wären 3 Bässe sicher o.k.
Zitat von "-Schrecki-"Was mit an den "American Original" Körben nicht gefällt, ist, dass diese innen nicht entgratet sind, man kann sich schnell mal schneiden.
... man nehme: gelbe Latex-Handschuhe - innen Textil - für Garten und Bau ... :wink:
Zitat von "paboy"Wenn das "Blech" richtig konstruiert is (Zugfestigkeit) und das Stahlblech aus höherwertigem Flußstahl besteht (wie bei fast allen Chassis) is das hochfest.
Meine Aussage bezog sich aber nur auf die Emi Kappas und wenn man mal Chassis gesehen hat bei denen sich der Korb verzogen hat (vom einschrauben?) dann denkt man anders darüber.... :wink:
... und die Kappas haben Deiner Meinung nach also "minderwertige", billige Blechkörbe ? :roll:
Zitat von "paboy"Das sind halt Chassis mit einer begrenzten Verarbeitungsqualität (siehe Blechkorb der sich öfter verzieht) usw....
... wo hast Du den diesen "Quark" (oder besser: "Blech" :lol: ) her, daß Stahlchassis sich "verziehen" ?
Es gibt zahlreiche PA- und Instrumentalboxen, wo keine Gußkörbe verbaut werden ... mit denen alles andere als nett umgegangen wird ... und wo die Stahlkkörbe sich auch nach über 10 Jahren (oder mehr) nicht "verzogen" haben.
Und wenn Du eine Box mit (hochwertigeren ... :wink: ) Gußchassis aus einem LKW oder von einer Laderampe würfelst ... und die Kiste dann richtig auf's Pflaster "aufknallen" läßt, könnte sich beim Antrieb (Zentrierung) auch etwas verschieben ... oder in Einzelfällen der Gußkorb einen Riß bekommen ... oder (selbst schon erlebt:) der Magnet "abfliegen" ... ![]()
Ich hatte vor etwa 15 Jahren für einen Industrieanbieter PA-Systeme entwickelt, in denen z.T. Stahlchassis von Ciare verwendetet wurden. Trotz Verkauf mehrerer hundert Systeme hatte sich da bei den Körben nie etwas verzogen ...
ZitatThey are typically younger, less experienced members of the community and are being raised in a digital world. They feel they are entitled to answers for mearly having access to the resource. If the answer isn't the one they were looking for some get argumentitive even though they have not one basic clue as to the subject matter. This "info on demand" phenomenon is one of the great benefits of the Internet. It's also an achilles heel when used in a disrespectful manner.
... das mit den Informationsabstaubern ("... wer hat mal schnell einen Bau-/Weichen-Plan für ...") ist ja auch hier häufig zu lesen.
Und solange es immer noch (genügend ...) User gibt, die solche Fragen dann beantworten (bzw. dies auch können ... :wink: ), ist die Welt in Ordnung.
Schlimm wird es dann manchmal, wenn die zumeist jüngeren Kollegen (wie oben auch beschrieben) nicht ihre gewünschte (eingeforderte, beanspruchte !) Antwort erhalten ... :?
Zitat von "Kai Reiss"Bitte ließ Dir den Thread noch mal von vorne durch, und überlege dann noch mal sehr genau wer hier nicht auf Argumente eingeht.
... habe ich gemacht - Ergebnis: Du gehst auf Argumente, die Dir nicht passen, häufig gar nicht ein ... :wink:
Zitat von "Kai Reiss"Für mich ist dieses Thema hier beendet - Du beschallst weiterhin deine Oldiebands und ich eben andere Dinge.
... wenn Du denkst oder den Eindruck erwecken willst (... etwa ein rhetorischer "Trick" ???), daß ich nur Oldiebands beschalle, solltest Du vielleicht einmal etwas genauer lesen ... :wink:
Zitat von "Kai Reiss"Zuletzt möchte ich allerdings noch ein Zitat aus dem PA-Forum anfügen, welches auch gut zu dieser "Diskussion" passt ...
... daß ausgerechnet Du, der auf das Ausfüllen von Profilen soviel Wert legt, anonyme Postings hier als "Beweislast" heranziehst ... :grin:
... und gleichzeitig Postings anderer Kollegen z.B. in diesem Thread, die auch nicht so ganz Deiner Meinung sind, einfach ignorierst ... :?
Aber lassen wir das: Ich beschalle (nicht nur ...
) meine Oldieband, wie ich es für richtig halte ... und Du machst weiterhin konsequente "Aktivbeschallung" (... und alle beschallten glücklich bis ans Ende ihrer Tage ...). :wink:
Zitat von "HP"Ja , man kann auch mit kleinen Stack´s arbeiten .
aber hört Euch das vorher an und nehmt den DJ mit........
... zumal gerade jüngere DJs "gewisse" Hörgewohnheiten haben (... die durch "HiFi-Anlagen" für EUR 70,- ... finanziert durch das Konfirmationsgeld ... geprägt wurden ... :wink: ).
Zitat von "HP"Für mich sind Kleinstack´s immer nur eine Notlösung :? .
Hörner bedeutet Alles oder nichts.
Nur dann haben Hornanlagen die Eigenschaften ,
womit sie aktuellen Konzepten überlegen sind.
... nennen wir es besser "Kompromiss", denn in vielen Lokalitäten lassen sich schon aufgrund der begrenzten Aufstellmöglichkeiten und Vorstellungen/Erwartungen der Veranstalter und Wirte einfach keine Großstacks aufstellen.
Vor 15 ... 20 Jahren wollten wir mal in Bremen-Vegesack (der Laden heißt "Strandlust" ...) einige Shearer-Bässe 'reinrollen ... der Wirt ist fast durchgedreht ("... seid Ihr wahnsinnig ?") ... ![]()
Zitat von "TubeTom"Naja, ich würde gerne nochmal versuchen, die Diskussion auf das Thema zurück zu lenken. Vielleicht könnt ihr mir ja sagen, welche Systeme ihr bei Live einsetzts.
Wenn Du MICH fragst (d.h. Liveband) ...
A. Indoor bis ca. 250 Personen:
2 x 12"/1"-Tops mit 1 ... 2 x 18"-Basshybrid (oder 2 ... 4 x 18"-BR-Kisten ...)
B. Indoor bis ca. 500 Personen:
2 x 12"/1"-Tops mit 2 x 18"-Basshybride (gelegentlich auch 2 ... 4 x 15"-Hörner (d.h. ohne Vent)
C. Kleinere Zelte (ca. 500 Personen):
s.o. (allerdings dann immer 4 x 15"-Hörner ... nicht 2 ...) - alternativ könnte ich mir auch sehr gut 2x12"/1,4"-Tops (z.B. die SK-212 - Selbstbau !) - wg. der größeren Reichweite - vorstellen ...
D. Zelte (800 ... 1500 Personen), Stadtfeste:
Horntops (2x10"-Horn/1,4", 80° hor.) mit 18"-Basshybride - Konfiguration mit 1 Top und 2 ... 3 Bässe pro Seite
E. Stadtfeste, Marktplätze, große Zelte (1500 ... 3000 Personen):
Entweder große Horntops (2x12"-Horn/1,4", 60° hor.) mit großen (!) 15"-Basshörnern (ohne Vents) oder 18"-Basshybride - Konfiguration entweder 1 Top und 2 ... 3 Bässe pro Seite oder doppelte Anzahl (z.B. Schloßplatz Oldenburg o.ä. Plätze ...) - Beschreibung des Systems (welches wir uns dann leihen !
) hier: http://www.zb-holzsysteme.de/beschallung/service.htm - unter "Touringssystem" ...
... und die Punkte B. bis D. (seltener E.) sind wohl auch der Bereich, in dem sich die meisten Top40-Bands bewegen.
Was stört Dich eigentlich daran, daß einige (mich eingeschlossen) lieber mit passiven Systemen arbeiten ?
Du gehst auch auf Argumente (EIN Beispiel: Falls der Verstärker ausfällt, kann nicht "umgeswitcht" werden) gar nicht ein, sondern singst das hohe Loblied auf Aktivsysteme.
Sicher gibt es Anwendungen, wo Aktivsysteme praktisch sind ... aber es gibt (m.E.) noch mehr Anwendungen, wo dann passive Systeme klar im Vorteil sind - gleiches gilt für 100V-Technik.
Und warum ich das so sehe, habe ich (und auch einige Kollegen, die Deine Meinung AUCH NICHT TEILEN !!!) hier dargelegt.
Ich sehe an Deiner Argumentationsweise eher, daß Du hier einen gewissen "Anspruch" auf Allgemeingültigkeit bei Deinen Statements siehst (Moderator-Bonus ???).
Daher mein Vorschlag:
Beschalle Du doch bitte alle Locations ausschließlich mit Aktivsystemen (vielleicht wirst Du dann auch irgendwann einige negative Erfahrungen machen ...
) und gestatte mir, diese Wahl individuell nach den entsprechenden Erfordernissen zu treffen.
Zu Deiner Frage "Erfahrung mit Aktivsystemen" an mich:
Ich spiele seit Mitte der Siebziger Jahre in Bands und mache bis heute Musik in Oldie- und Top40-Bands - in den letzten Jahren weniger häufig (oft Aushilfen) als in den 70ern, 80ern und 90ern - und ich habe dabei recht häufig (mehr in den 90ern und in diesem Jahrzehnt ...) über Aktivanlagen gespielt.
Es gab dabei einige sehr nervige Ausfälle (teilweise durch Verarbeitungsmängel wie z.B. billige Anschlußmöglichkeiten, Abschalten durch Überhitzung der Endstufen !!!). Es waren auch immer anlagen "amtlicher" Hersteller (keine Versandhaus-PAs) !
Es mußte dann fast immer telefoniert werden, um Ersatzsysteme zu beschaffen (Wirt/Veranstalter sauer, Gäste warten/stellen Fragen ...). Ich brauche diese gemachten Erfahrungen nicht unbedingt zu wiederholen. ![]()
Auch kenne ich mehrere (!) Bands, die dann (warum wohl ?) von Aktivsystemen wieder auf Passivsysteme umgestiegen sind, weil es (gerade im Sommer !) Probleme mit überhitzten Endstufen (Abschalten, Defekte ...) gab.
Weitere Probleme (Brummschleifen, mehr Einstreuungen durch Licht in die Audioleitungen Mixer->Aktivsysteme ...) will ich hier jetzt nicht weiter ausführen.
Soviel zu meinen Erfahrungen mit Aktivsystemen ...
Zitat von "HP"Laß uns doch jetzt diesen ewigen Streit über Hörner beenden :?
... ich möchte mich gar nicht mit Dir streiten. :wink:
Zitat von "HP"In unseren Ansichten liegen wir eigentlich gar nicht so weit auseinander.
Auch ich arbeite lieber mit Hörnern, aber ich lehne BR´s nicht grundsätzlich ab .
Wenn Du mit BR´s absolut nicht leben kannst , nun gut , dann akzeptiere ich das.
... ich lehne BR doch nicht ab (dies trifft bei mir dann ggf. eher auf kaskadierte Bandpässe zu ...).
Ich würde "völlig hemmungslos" BR (und sogar CB) für HiFi-Systeme und Beschallungen in "kleineren" Räumlichkeiten einsetzen. Eine BR unterstützt den Treiber (Erhöhung der Bedämpfung) eben nur im - relativ schmalen - Bereich der Abstimmfrequenz.
Es gibt nun mal Systeme, die bei vergleichbaren Abmessungen im Nutzbereich (ich rede nicht von "Tiefbass") einfach mehr leisten als BR-Kisten.
Wer dann unbedingt ultratiefe Bässe aus kleinen Gehäusen benötigt, wird sich Bandpässe oder tiefabgestimmte BR-Kisten bauen ... die Prioritäten liegen bei Live-Jobs (wenigstens bei mir) aber etwas anders.
Oder "technisch" gesprochen:
Ich würde bei begrenztem Transportvolumen eher auf "Tiefbass" (Pegel im Bereich 30 ... 40 Hz) verzichten als auf den (musikalisch wichtigeren ...) Bereich um 65 ... 150 Hz. Solche Bass-Systeme machen dann auch weniger Probleme bei der Ankopplung von (kleineren ...) Mittelhochton-Systemen.
Zitat von "HP"Eine Horn zu entwerfen ist eine Rechenaufgabe und keine Zauberei, auch wenn das jemand gleich ganz anders darstellt.
... nur für den Fall, daß Du doch mich meinst: Das SK-Bastelhorn ist etwa zwischen Teepause und Abendbrot anlässlich eines Threads von SRAM entstanden (Zauberei war diesmal aufgrund der begrenzten Zeit nicht im Spiel ... vielleicht aber beim nächsten Mal ... :lol: ).
Zitat von "HP"Mein erstes Horn habe ich als Schüler "entwickelt"
... sowas hatte ich fast vermutet ...
Zitat von "HP"Abgestrahlte Tiefbässe werden von den Begrenzungsflächen (Wand) reflektiert und erhöhen sich um 3 db im Pegel ,
in der Ecke habt Ihr dann 6 db mehr Pegel im Tiefbass.
Frage an den Experten: Und bei Aufstellung auf dem Boden (... ist auch EINE Begrenzungsfläche ...), d.h. wenn ich die Hochständer für die Bässe vergessen haben sollte ? :wink:
[Humoreinlage]
Wouw ...
... "der Imperator schlägt zurück":
[/Humoreinlage]
Zitat von "Kai Reiss"Vorweg: bis auf ein Toolcase sowie ein paar Outboards besitze ich kein eigenes Material.
... verstehe ...
Zitat von "Kai Reiss"Was den Einsatz bzw. deren Häufigkeit anbelangt, so wage ich zu behaupten mit mehreren hundert Showtagen in den letzten Jahren mit selfpowered Syteme doch eine gewisse Erfahrung gesammelt zu haben.
... und aufgrund dieser "Erfahrungen" sind Aktivsysteme jetzt grundsätzlich besser ? :?
Zitat von "Kai Reiss"Meine Erfahrungen zeigen mir, das selfpowered Systeme deutlich flexibler einsetzbar ist - speziell wenn man nicht nur Oldiebands mit zwei LS links und rechts neben der Bühne beschallt sondern durchaus etwas komplexere Beschallungen durchführt.
... dann hast Du ja Deine Dir eigene Philosophie in der Beschallungstechnik entdeckt und gefunden. :grin:
Sei mir aber bitte nicht böse, wenn ich (aus bereits dargelegten Gründen) trotzdem auch weiterhin nicht "auf Gedeih' und Verderb" mit Aktivsystemen arbeite. Außerdem würdest Du Dich schwer wundern, wieviel komplexere Beschallungen (Kirchen, Sportanlagen, Theater, Gastro ...) sogar ich schon geplant habe. ![]()
Zitat von "Kai Reiss"Was hat die 100V Technik für die Pferderennbahn in Hinterdudelby mit dieser Diskussion zu tun?
Möchtest Du mir jetzt erzählen das man mit 100V Technik sehr flexible Shows beschallen kann und man deshalb gleich diese anschaffen sollte?
Auch hier sei angemerkt, das man mit aktiven Systemen sehr gut auch große Plätze oder Sport Arenen beschallen kann - ein Mehraufwand zu Systemen mit externen Amps ist nicht vorhanden (und auch hier spreche ich aus Erfahrung).
Die beschriebene Großveranstaltung in "Hinterdudelby" (oder nennen wir es richtigerweise: Rastede) ist alles andere als trivial zu beschallen und wurde in den Jahren zuvor von verschiedenen Beschallungsfirmen mit ähnlichen "Philosophien" wie der Deinen betreut (... aber Du hättest es sicher besser hinbekommen !).
Es gab Jahr für Jahr gravierende Probleme mit der Sprachverständlichkeit und mit Anwohnern (Lärm) - seit 3 Jahren nicht mehr !
Zitat von "Kai Reiss"Kai (der grad letzte Woche die Beschallung für ein bekanntes Jugendmagazin in der Schleyerhalle Stuttgart mit selfpowered Systemen geplant und durchgeführt hat)
Glückwunsch. ![]()
Zitat von "Tobias Zw."Ich glaube, ein überdimensionales Tonkünstlerego ist in genau so vielen Fällen für einen suboptimalen Klang verantwortlich wie beratungsresistente Musiker und schlechte Arrangements.
... "schlechte Arrangements" wäre mein 3. Punkt (leider vergessen ... :wink: ) gewesen. Es ist immer wieder "herrlich" wenn Gitarren und Gesang in einem schmalen F-Bereich sich gegenseitig das Leben schwer machen ... oder diese "speziellen" Keyboarder, welche jeden Song völlig überinstrumentieren, um "ihre" tollen Sounds (möglichst alle auf einmal) "irgendwie" unterzubringen ... :?
Zitat von "ukw"
Du kannst als Vergleich einen Bildschirm mit "Rotstich" heranziehen.
Alles hätte einen roten Schimmer. Die Betrachter würden sich auch daran gewöhnen und sagen " es sieht ja immer so aus" ...
...
Mach dazu mal einen Hörtest (Blindtest) und staune über das Ergebnis.
Nicht alle Aufnahmen enthalten werksseitig Reflüxsound :wink:
... der gleiche Effekt läßt sich beobachten (oder hören ...), wenn bei Hörvergleichen mehrerer LS-Systeme die Reihenfolge geändert wird: Die Beurteilung der verschiedenen Systeme ändert sich dann z.T. gravierend, weil sich die Zuhörer auf einen "bestimmten Sound" eingehört (geeicht) haben.
Erfahrene Verkäufer nutzen diese Eigenschaft des menschlichen Gehörs dann auch gezielt aus, um einen Kunden auf ein bestimmtes System "zu beraten" (was dann mit der Auswahl "passender" CDs bei weniger hörerfahrenen Kunden auch fast immer klappt !) ... :wink:
... es ist doch ganz einfach:
Wenn ein Gitarrist auf der Bühne ein solches "Rohr" fährt, daß in einem kleinen Zelt der Gesamtsound leidet, ist der Musiker "am Zug" (etwas ZU ÄNDERN !!!) ... nicht der Tonmensch ! ![]()
Das Arbeiten mit professionellen Musikern (sofern diese - hoffentlich - noch nicht taub sind !), ist i.d.R. einfacher und stressfreier als mit "Möchtegern-Profis".
Es kann aber doch nicht sein, daß die "arme Sau" am Mischpult alle "Zicken" der Mucker ("ich hör mich nicht" - "dann mach die Gitarre leiser" - "dann hör ich DIE aber nicht" ... :wink: ) ausbaden muß !
Ich selbst kenne nun ja BEIDE Seiten zur Genüge - mein Fazit:
1. Fehlende (Lautstärke-) Disziplin bei den Muckern ist ein - leider - sehr häufig anzutreffendes Problem.
2. Ein weiteres Problem ist, wenn Tontechs ihre Soundvorstellungen "auf Gedeih und Verderb" zur eigenen Selbstverwirklichung durchdrücken.
Zitat von "HP"Du machst das Einschwingen / Ausschwingen im Bassbereich
für das Erkennen eines Instrumentes verantwortlich :shock: ?
... nicht speziell im Bassbereich (bitte genau lesen und nicht hineininterpretieren !). Der "obere" Bassbereich hat dagegen gravierende Auswirkungen auf das deutliche Erkennen/"getrennte" Hören von Bass und tiefgestimmten perkussiven Instrumenten (z.B. Bassdrum, tiefe Standtoms ...). Diese Problematik kenne ich selbst aus der Praxis zur Genüge.
Zitat von "HP"Für das Erkennen eines Instrumentes ist immer der Anfang der Hüllkurve ausschlaggebend !
... bei Streichinstrumenten und einigen Holzblasinstrumenten ggf. auch das - apprupte - Ausklingen (dto. E-Gitarre - bei gewissen Spieltechniken !) ... bei Triangel und Becken gebe ich Dir natürlich weitgehend recht ... :lol:
Zitat von "HP"Ich verstehe natürlich, daß Du Deine Konstrukte positiv darstellen möchtest, aber gerade dafür wäre eine objektivere Betrachtung dienlicher.
... es geht hier um den simplen Vergleich eines "zu kleinen" Horns mit einer BR (und beide Konstrukte verkaufe ich gar nicht !). Mir geht es um die grundlegenden Eigenschaften und Grenzen beider Konzepte ... :roll:
Zitat von "HP"Eine BR Kiste erzeugt nun mal mehr Tiefbass als ein Bastelhorn im Singlebetrieb.
... sicher bei entsprechender Abstimmung durch den Resonator. Aber ob tiefabgestimmte BR-Kisten klanglich wirklich für jede Musik der bessere Weg sind, bezweifel ich einfach mal ... :wink:
Zitat von "HP"Heutigen Anwendern/Zuhörern ist dieser Tiefbass wichtig, ...
... aber eben auch nicht allen.
Manche legen dann auch auf eine etwas differenziertere Wiedergabe des Nutzbassbereiches einigen Wert ... :wink:
Ich empfinde das Mischen von Livebands über tiefabgestimmte "Mulschkisten" als nervig und anstrengend - und wer diesen Sound dennoch mag, soll sich doch BR- oder BP-Kisten hinstellen (ich muß damit ja nicht arbeiten
) ...
Zitat von "HP"Übrigens, die meisten Bässe aktueller LA´s sind Reflexkisten. Ich frage mich schon die ganze Zeit, was professionelle Anwender, die täglich damit arbeiten zu dieser Diskussion hier sagen würden.
Nicht wenige Anwender und Hörer sind speziell mit der Basswiedergabe (und z.T. der Wiedergabe der Low-Mids) solcher Systeme unzufrieden. Es gibt auch viele Diskussionen zu diesem Thema ("Suchen"-Funktion benutzen !).
Ich weiß auch nicht, warum Du jetzt ausgerechnet hier mit "Reflexkisten in LA-Systemen" argumentierst (etwa: dann muß es ja "toll" sein ? :? ) - und: Von "Kaputtlachen" (gerade bei den Profis, welche auch die Grenzen/Probleme kennen !) kann da wohl eher nicht die Rede sein. ![]()
tubetom
... vielleicht solltet Ihr euch einfach mal verschiedene Systeme - idealerweise unter Praxisbedingungen - selbst anhören und dann entscheiden, welches Systeme Euren Klangvorstellungen entspricht und bei dem sich dann eine Anschaffung wirklich lohnt.
Denn: Kein Lautsprechersystem mit transportfreundlichen Abmessungen ist akustisch in allen Belangen ideal und daher immer mit gewissen (klanglichen) Kompromissen behaftet. Gerade bei der Wahl eines Bass-Systems spielt dann auch noch der Übertragungsbereich (wie tief trennen ???) bei den Tops ein erhebliche Rolle.
Vielleicht besteht für Euch ja auch die Möglichkeit, verschiedene Systeme mal für einige Jobs auszuleihen, um dann auf diese Weise das für Euch optimal geeignete System herauszufinden. :wink:
Zitat von "Thomas"naja mitlerweile heißt ja alles hybrid, da es sich besser verkauft.
dabei sind 90% davon nicht wirklich was anderes als ne bassreflexkiste mit etwas anderem port.
... da ist sicher etwas dran ... nur: Wenn ein System - bezogen auf 1W/1m - dann doch Schallpegel zwischen 103 ... 106 dB erreicht, ist es sicher keine "normale" BR-Kiste mehr.
Solche Werte lassen sich in der Praxis - bei kompakten Gehäuseabmessungen - nur mit "Mischformen" (=Hybride), bei denen wenigstens zwei Ansätze gut aufeinander abgestimmt sind (... also entweder BR und Horn ... oder Horn und lambda/4-Resonator ... oder BR und lambda/4-Resonator ... und es gibt auch noch weitere Möglichkeiten ... :wink: ).
Die Unterscheidung (Trennung der Spreu vom Weizen) kann z.B. einfach durch eine Messung der elektrischen Impedanz vorgenommen werden ... oder durch eine Absolut-SPL-Messung ... oder durch direktes Vergleichen mehrerer Systeme (einfach LS-Stecker umstöpseln ...).
Da ich selbst ja ein LS-Anbieter bin, halte ich mich mal mit Statements ein wenig zurück, welche der angebotenen System "auf dem Markt" denn nun "richtige" Hybride sind. Aber die o.g. Merkmale sollten wohl ausreichen, es selbst herauszufinden ... ![]()
Zitat von "HP"Du schreibst selbst , daß dann die tiefen Freqenzen angehoben werden müssen.
... "müssen" habe ich - in diesem Zusammenhang - gar nicht geschrieben - zumal: schon bei zwei "zu kleinen" Hörnern würde ich auf sowas in der Praxis wohl eher verzichten ...
Zitat von "HP"Genau das ist aber der springende Punkt !
Welchen Sinn macht es , bei einem Bastelhorn die tiefen Frequenzen anzuheben, wenn eine Reflexkiste diesen Wirkungsgrad ohne Anhebung liefert ?
... auch wieder sehr pauschal - hier die Begründung:
Bei 100 ... 150 Hz ist sicher ein Horn lauter ... bei 35 Hz vermutlich eine einzelne BR-Kiste.
Viel entscheidender ist dann, bei welcher Frequenz die Systeme gleiche Pegel liefern.
Je tiefer diese liegt (d.h. wo sich die beiden Messungen schneiden ...), desto eher spricht dies dann für ein ("zu kleines" ...) Horn ... falls die Frequenz dann "zu hoch" ist, spricht dies dann eher für eine BR-Kiste.
Hinzu kommen die gestellten Anforderungen/Erwartungen, "wie tief" es denn für den Praxisbetrieb wirklich sein muß/sollte.
Vielleicht noch mal etwas Grundsätzliches über "Klang":
Es wird immer sehr viel Wert auf den Amplitudenfrequenzverlauf gelegt - dies ist auch ein wichtiges Merkmal.
Aber: Das Erkennen eines Klangs/Instrumentes geschiegt auch durch die "Hüllkurve" (Einschwingen, Ausschwingen) ... die älteren Keyboarder, die noch mit alten Analogsynthis selbst Klänge "gebaut" haben, wissen sicher sehr genau, was ich meine.
Hierzu für die "jüngeren" nur mal EIN Beispiel: Wenn man den Klang eines Cellos mit der Hüllkurve eine E-Basses versieht, "erkennen" wir kein Cello, sondern einen E-Bass, obwohl das Spektrum dem eines Cellos entspricht !
Tontechs, die selbst keine erfahrenen Musiker sind bzw. sich mit solchen Dingen (Klangsynthese ...) nie auseinandergesetzt haben, kennen solche Zusammenhänge leider nicht und reduzieren die Beurteilung einer PA dann ausschließlich auf Messungen des Amplitudenfrequenzverlaufs ...
Zitat von "Hörnli"Aber der Singlebetrieb eines Bastelhorns ist genausowenig der Hit wie eine BR an dessen Stelle
... bei PA-Systemen hat man es jedoch immer mit einem Kompromiss aus erzielbarer Performance, Kosten und Transportvolumen zu tun.
Zitat von "Hörnli"Viertelwellenresonatoren werden erst musikalisch, wenn sie wenigstens in der Nähe eines relevanten Strahlungswiderstandes betrieben werden. Davor klingen sie zwar toller als BR, aber das ist nun wirklich subjektiv ...
... ein Horn mit entsprechender Trichterlänge verhält sich schon ein wenig anders, als ein lamba/4-Rohr mit konstantem Durchmesser und gleicher Länge (... wovon Du Dich gerne durch Messungen des Schalldrucks in unterschiedlichen Abständen vom Treiber - einmal in einem Rohr und einmal in einem Trichter - gerne selbst überzeugen kannst ... :wink: ...). Auch der Einsatz einer Druckkammer (Schnelletransformation) ist dabei nicht gerade bedeutungslos. ![]()
Zitat von "Hörnli"... und einer 18" CB.... hoppla da war doch was....
... ich habe keine Zweifel, daß man - entsprechend abgestimmt - eine richtig gut klingende CB bauen kann. Nur wird ein solches System aufgrund der begrenzten Abstrahlfläche deutlich ineffizienter als viele andere Konzepte (mit konstruktiven Merkmalen, die den Strahlungswiderstand - wenigstens in Teilbereichen - verbessern) sein. CB funktioniert - in einem PA-System - nur in Großarrays.
Überhaupt finde ich es schon sehr naiv, zu glauben, daß viele namhafte Hersteller, die auf hybride Konstrukte setzen, alle nur Idioten sein sollen, die von akustischen Grundlagen "nichts begriffen" haben sollen ... ![]()