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  2. Sound-Klinik

Beiträge von Sound-Klinik

  • Messprotokoll VDE 702

    • Sound-Klinik
    • 26. Oktober 2008 um 17:36
    Zitat von "Bassfan"

    Gerade bei IT-Geräten kann es zu defekten bei Messung der Isolationswiderstände kommen, wenn man mit 500V prüft. Laut letzter Schulung, welche bei mir vor zwei Wochen war, darf man die Isowiderstände auch mit einer Spannung von 250V prüfen.


    Darum gibt es ja auch - wie bereits angemerkt - Isolationsmessgeräte mit noch geringeren Prüfspannungen:

    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... könnten manche Schaltkreise womöglich Schaden nehmen (für Telekommunikationsgeräte gibt es z.B. auch spezielle Isolationsmessgeräte mit geringeren Prüfspannungen - ein Beispiel wäre das FLUKE-1587T).


    Generell sollte man auch nicht vergessen, warum es solche Vorschriften gibt: Es geht zunächst mal darum, Gefährdungen oder Unfälle zu vermeiden (... der nächste Punkt wäre dann die Haftungsfrage, WENN doch etwas passiert).
    Wer z.B. mit defekten Dreifachverteilerdosen unterwegs ist (schon häufig gesehen), bringt sich und andere in Gefahr. :?

    Und wer (auch mit intaktem Material ... alle mit Aufklebern und Prüfprotokollen versehen ... :) ) dann die Stromversorgung an einem Veranstaltungsort (wo man es nicht so "genau nimmt") nicht prüft, geht ebenso erhebliche Risiken ein. Ein wenig gesunder Menschenverstand (Vertrauen ist gut ... Kontrolle ist besser !) kann nie schaden. Ich habe mir daher schon sehr früh angewöhnt, keinem Elektriker "blind" zu vertrauen. :wink:

  • Summen-EQ

    • Sound-Klinik
    • 24. Oktober 2008 um 14:12
    Zitat von "Tobias Kammerer"

    Also nur um ein bißchen zu widersprechen:
    Die Grundraumresonanzen eines jeden normalen Raumes (ergeben sich aus den Dimensionen) sind praktisch garnicht positionsabhängig (außer natürlich die periodischen Auslöschungen aufgrund Ihrer Phasenlage, die verteilen sich aber auch sehr gleichmäßig).


    Du scheinst mich nicht verstanden zu haben: Es geht um die Anregung durch Mikrofonierung / ggf. akustische Intrumente mit Tonabnehmern ... und die ist auf manchen (kleineren) Bühnen sehr wohl positionsabhängig*. Man sollte sich dann in solchen Fällen nicht hinreissen lassen, den Sound im Saal global zu verbiegen. :wink:


    * ebenso, wie die Positionierung von (Bass-) LS-Kisten (Stichwort: Wandabstand !!)

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 24. Oktober 2008 um 13:59
    Zitat von "Mechwerkandi"

    ... erwarte allerdings aus dem technischen Fortschritt der letzten 30 Jahre und den hier oft beschriebenen Fachwissen der Nutzer eine radikale Abnahme der grottigen Darbeitungen.

    Und das ist definitiv nicht so...
    ...
    Mangelnde Kompetenz wird durch Masse kompensiert. Nicht-downloadbare Lösungsansätze gelten als zu kompliziert und werden abgelehnt.


    Da gebe ich dir mal uneingeschränkt Recht. :)

    Zitat von "terrine"

    Umso moderner das Equipment (egal ob Auto oder PA), desto schwieriger wird die Wartung.
    Oder anders ausgedrückt: Mit Computern werden Probleme gelöst, die man vorher nicht hatte.


    Darum arbeite ich am liebsten mit LS-Systemen, die schon ohne EQ bzw. Controller funktionieren (Endstufe 'ran .. und klingt !). Je weniger 19"-Gerümpel, desto schneller ist alles aufgebaut / eingestellt / ... / abgebaut. :wink:

    Ich bin immer wieder verwundert, wieviel Zeug (d.h. LS-Kisten UND Elektronik ...) manche Bands in Biergärten oder auf kleinen Dödelbühnen bei Stadtfesten aufbauen, um dann einen richtigen "Kack"-Sound zu produzieren (erst vor einigen Wochen in Bremen-Vegesack wieder mehrfach erlebt ... :? ) ... und so mancher Besucher verzog schmerzhaft das Gesicht bei der gebotenen "Plärre" ...

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 23. Oktober 2008 um 21:59
    Zitat von "DerNub"

    also mir hat mein Physikstudium für ´s Lautsprecher basteln eigentlich nur
    insofern Vorteile gebracht als das ich nun mehr oder weniger rechnen kann.
    ...
    ... es gab hier auch keine Vorlesung zu Akustik und/oder Hydrodynamik...


    ... nix mit Euler und Co. .. und keine Sachen von Lüst gelesen ????

  • Summen-EQ

    • Sound-Klinik
    • 22. Oktober 2008 um 21:21
    Zitat von "Günter Berthold"

    Habe ich die nicht, weil die vorgegebene Anlagenkonfiguration das nicht hergibt, komme ich mit dem schmalbandigen Filter des meist immer vorhandenen Master-EQ am sichersten zum Ziel. Und störende Einzelresonanzen z.B. des Raumes machen sich bestimmt bei mehreren Instrumenen/Stimmen bemerkbar.


    Bei "Kasperletheater"-Bühnen (diese Theaterbühnen mit niedrigen Decken in manchen Kneipen) kann ggf. ein Mikro (oder mikrofoniertes akustisches Instrument - gilt auch für Drums) aufgrund seiner Aufstellung/Position eine "Problemfrequenz" haben, welche bei anderen Quellen dagegen unproblematisch ist.
    Ist sicher nicht grundsätzlich die Regel, aber durchaus möglich.

    Soll heißen: Es gibt keine allgemeingültigen "Kochrezepte" (... obwohl Vollparametric sicher effizienter und gezielter - dadurch weniger "hörbar" - sein kann ...). :wink:

  • Summen-EQ

    • Sound-Klinik
    • 22. Oktober 2008 um 09:35
    Zitat von "guma"

    Nein schlimmer, die Raumakustik wird jetzt mit Kanal-EQs bearbeitet. :evil:


    ... mit welchem Hörabstand als Maßstab ? :D

    Wenn ich Langeweile hab, schreib ich mal eine Abhandlung über Eigenschaften von Räumen, Abstrahlverhalten (und in welchen F-Bereichen ... je nach Konstruktion und Größe der Kisten) - aber vermutlich gibt es sowas auch schon (und sowas sollten einige "Tontechniker" dann mal lesen :) ). Nur kurz soviel:

    1. Grundsätzlich sollte klar sein, daß man Reflektionen und Nachhall in Räumen nur mit geeigneten Lautsprechersystemen und eine korrekte Ausrichtung minimieren kann. EQs verändern das Übertragungsverhalten im gesamten Raum (d.h. auch - wo es ggf. unnötig ist - im Nahfeld !).

    2. Das Übertragungsverhalten (Direktschallfeld !!) der verwendeten Lautsprechersysteme sollte sich mit wachsendem Hörabstand wo wenig wie möglich ändern (... es wird sich ändern - aber Punkt 1. sollte angemessen berücksichtigt werden !).
    Wenn die (hörpositionsabhängigen) Änderungen im Raum sehr groß sind, müssen andere Lautsprechersysteme gewählt werden ... oder der Raum ist für Veranstaltungen dieser Art ungeeignet.

    3. Durch die Überlagerung von Direkt- (Lautsprecher !) mit Diffusschall (Raum !) verändert sich das Übertragungsverhalten mit wachsendem Hörabstand. Korrekturen per EQ minimieren keine Raumreflektionen, sondern können überlagerungsbedingte Verfärbungen (aber nur lokal - d.h. begrenzt für bestimmte Hörpositionen/-abstände) minimieren. Letzteres nenne ich Schadensbegrenzung. :wink:

    4. Wenn der Diffusschallanteil einen gewissen Wert übersteigt, kann kein EQ dieser Welt die Übertragungsqualität retten (und "Antihall"-Geräte gibt es nicht). Die Sprach-Silbenverständlichkeit wird dann "unter aller Sau" sein. 8)

  • Summen-EQ

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2008 um 21:53

    Diskutiert ihr immer noch ernsthaftig über Summen-EQs (im Ring stehen sich parametrische und grapische EQs unbarmherzig gegenüber ...) als "All-in-one-tool" für raumakustische "Schweinereien" (bzw. "Sauereien") ? :D

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2008 um 21:44
    Zitat von "unknown_artist"

    Wer sprach in diesem Kontext von dir? Ich bin da eigentlich recht wenig vorurteilsbehaftet, aber wenn du dich angesprochen fühlst, bitteschön :D


    Du sprachst von "deutschen Physikern" ... :wink:

    Zitat von "unknown_artist"

    Du weißt doch, wer sich mehr oder weniger wild pöbelnd in Threads bewegt bekommt hin und wieder schon mal eins auf den Sack, so ist das im Leben nun mal ...


    Ich finde diesen Thread sehr informativ, seit "die mit Strom" sich mehr angesprochen fühlen ... :D

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2008 um 19:30
    Zitat von "unknown_artist"

    ... weils so schön ist, die Simulationen treffen sogar noch erheblich besser die Wirklichkeit als die überschlägige Rechnung mit Rechenschieber und Vereinfachungen (!), schon gemein das sich Schall in real existierenden Konstruktionen nicht immer bis ins Detail so verhält wie berechnet.


    Wie kommst du eigentlich darauf, daß ich grundsätzlich versuche, analytische Lösungen zu berechnen ... und dann alles solange vereinfache, bis es mit einem Rechenschieber funktioniert (ich hab sogar schon einen elektronischen Rechenschieber mit "Wurzelziehen" :D ) ?

    Und: Numerische Verfahren gab es auch schon vor FEM ... :)

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2008 um 19:08
    Zitat von "unknown_artist"

    Jaja, die Physiker aus der Steinzeit, mittlerweile reicht für das meiste ein qualitatives verständnis, mittels FEM etc lässt sich da eigentlich schon einiges reißen.


    Mit finiten Elementen und Konsorten braucht man jetzt also keine theoretischen Grundlagen mehr, um Systeme zu modellieren ? :wink:

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 21. Oktober 2008 um 13:22
    Zitat von "HippeliPA"

    ... die Liebe zur Musik, sind wohl fast wichtiger als irgendwelche Studiengänge. Fakt ist, selbst wenn man alle benötigten Studiengänge hat, wird man ohne ausreichende Kreativität nicht auf wirklich neue Sachen kommen.


    Das hast du völlig richtig erkannt.

    Zitat von "HippeliPA"

    Es gibt ja auch renomierte Entwickler welche behaupten das zuviel theoretisches Wissen einer kreativen Arbeit entgegenstehen.


    Aber nur, wenn jemand theoretisches Wissen ohne genügend Praxisbezug/-erfahrung hat.
    "Theorie "an sich" schadet nicht ... aber es reicht auch nicht !

    Zitat von "HippeliPA"

    Man muss auch mal den Mut haben etwas total beklopptes auszuprobieren, wofür es noch keine Formeln gibt.


    ... oder man macht sich die "Formeln" (d.h. Berechnungsmodelle) für andere/kreative Ansätze einfach selbst (aber sowas geht wieder nicht ohne Theoriekenntnisse !) ... einfach drauflosbauen/-sägen erzeugt nur unnötig viel Brennholz ... 8)

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 20. Oktober 2008 um 22:24
    Zitat von "Demtröder"

    Die Aussage, dass jemand der nur "was mit Strom" studiert hat dazu nicht in der Lage sein soll, ist wie bereits festgestellt billigste Polemik!


    Das sehe ich total locker: Der weitere (und inhaltlich gehaltvollere) Verlauf dieser Diskussion war mir diese kleine "Stichelei" allemal Wert (obwohl ich "Lautsprecherentwickler" aus der "was mit Strom"-Schiene kennengelernt habe, die von Akustik wenig Ahnung hatten ...). :D

    Ansonsten fand ich deinen Beitrag ebenfalls recht ergiebig. :wink:

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 20. Oktober 2008 um 22:02
    Zitat von "00Schneider"

    Der Physiker muss sich das elektrische erarbeiten, der E-Techniker das physische ...


    Da hatte ich es "gut": Mein zweites Leistungsfach (nach Physik) war Elektrotechnik. In den Fortgeschrittenen-Praktika an der Uni hatte ich in Meßtechnik meinen Mitstudenten dadurch eingiges voraus. :)

    Zitat von "00Schneider"

    Das ist alles so verschieden und individuell, das weiß man erst Jahre später ob man sich richtig entschieden hat.


    Da ist was dran.
    Ich arbeite (obwohl es mir großen Spaß macht) z.B. nicht nur im Bereich Lautsprecherentwicklung, sondern habe in den letzten Jahren auch Entwicklungs-Projekte u.a. in den Bereichen Signalhörner für Schiffahrt, Ultraschallwandler und im Lärmschutz gehabt.

    Durch meine langährige Musikertätigkeit liegt mir sehr viel an der Entwicklung "pflegeleichter" und transportabler Beschallungslösungen. Die Physik hat mich aber schon sehr viel früher interessiert (konkret seit dem 8. Schuljahr :wink: ).
    Ich finde Physik total spannend (leider sind manche Lehrer nicht in der Lage, dies in den Schulen richtig "rüberzubringen" bzw. zu vermitteln).

    Zitat von "Christoph Urbanietz"

    Ich hab mich da auch mal umgehört und wenn man Lautsprecherentwicklung wirklich zum Ziel hat, ist ein Physik-Studium anscheinend schon nicht schlecht.... Werde ich ja sowieso machen ...


    Auch wenn du später keine Lautsprechersysteme entwickelst - es lohnt sich. Und laß dich in den ersten Semestern nicht von E-Dynamik und Statistische Physik abschrecken (... irgendwann sieht man "Land"). :D

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 20. Oktober 2008 um 21:05
    Zitat von "Christoph Urbanietz"

    Es braucht also kein Physik-Studium um Boxen zu Bauen, aber man bekommt viel Grundlagen Wissen zu diesem Zweck einfach mitgeliefert. Naja die Grundlagen im Studium sind meistens noch grundlegender ...


    Lautsprecherentwicklung allein wäre auch langweilig (und war bei mir nicht der Anreiz zum Physikstudium) ... :wink:

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 20. Oktober 2008 um 20:34
    Zitat von "00Schneider"

    Och menno, und ich dachte schon ich könnte... werd ich halt den Rest meines Lebens mit SMD-Bauteilen auf Platinen rumspaxen...


    ... du kannst. Jeder könnte ein Lautsprecherentwickler werden (etwas mit Strom, etwas Mechanik, etwas Hydrodynamik, ...). :D

    Zitat von "00Schneider"

    ... ich kenne keinen E-Techniker der so unverschämte Behauptungen von sich gibt. Man muss nicht um jeden Preis polarisieren, ...


    1. bin ich kein E-Techniker und 2. polarisiere ich nicht um jeden Preis (ist aber manchmal der Auslöser, damit eine Diskussion inhaltlich "in die Gänge" kommt). :D

    Zitat von "00Schneider"

    Mit den "Basics" eines E-Technik-Studiums kann man sehr wohl einiges im Lautsprecherbau anfangen.


    "Anfangen" ja (... und dann z.B. "Meyer-Neumann" lesen !).

    Zitat von "00Schneider"

    Dass man mit einem Diplom in der Tasche nicht automatisch befähigt ist den Beruf auch wirklich auszuüben gilt für jedes Studium.


    Richtig. Und in manchen "Buden" lernt man (vielleicht), einen Überblick über "das Ganze" zu bekommen ... in anderen bleibt man Zeit seines Lebens ein Fachidiot - Eigeninitiative ist also gefragt. 8)

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 20. Oktober 2008 um 18:23
    Zitat von "sebastian"

    ... welche hier präsente "Bude" würde/kann denn so ein Jahresgehalt bezahlen? Gerne auch für ein bisschen mehr als "rumlöten".


    1. Wenn sich die Aktivitäten deutscher Vertriebe weiterhin auf den Vertrieb von in Schwellenländern (billig) produzierten Waren verlagert, bald sicher nur noch wenige. Außerdem habe ich nicht nur von "rumlöten" gesprochen. Weiterhin glaube ich kaum, daß eine Firma mit hohem Innovationspotential einem frisch eingestellten Ingenieur ihr komplettes Know-How offenlegt. :wink:

    2. Und wenn sich weiterhin immer weniger junge Menschen für Ingenieurs- oder naturwissenschaftliche Studiengänge interessieren (es gibt darüber beängstigende Statistiken !!!), sind wir irgendwann selbst Schwellenland mit einem Heer von "Vertriebsingenieuren" ... zum Klinkenputzen für "Made in China". 8)

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 20. Oktober 2008 um 16:31
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Es ist nicht die Aufgabe von Redakteuren in Fachzeitschriften, den Lesern Kompetenz zu vermitteln.
    Das ist bestenfalls Aufgabe der Autoren ...


    ... wobei aus bereits beschriebenen "Interessenkonflikten" hier kein wirkliches Interesse besteht. :wink:

    Zitat von "Mechwerkandi"

    ... ist nicht in der Lage, ein marktgängiges System zu entwickeln, weil ihm der betriebswirtschaftliche Hintergrund fehlt.


    Wenn "marktgängig" mit "großen Stückzahlen" gleichgesetzt wird, sicher nicht - zumal hierzu auch noch entsprechend viel (zu investierendes) Kapital erforderlich wäre (Materialbeschaffung, Werkzeugkosten etc.).
    Und ob Massenfertigung und Vertrieb über Internetplatformen wirtschaftlich wirklich der Weisheit letzter Schluß ist, werden wir in den nächsten Jahren (beim einen oder anderen "Hersteller" ...) noch sehen. :)

    Wenn es dagegen um die Entwicklung und Fertigung (ich fasse z.B. selbst keine Kreissäge an, sondern lasse von Profis per CNC fertigen ...) robuster und hochwertiger "Werkzeuge" geht: Da sehe ich auch als diplomierter Physiker überhaupt keine Probleme. 8)

    Ich schätze weiterhin meine Unabhängigkeit (von Schlipsträgern ... und auch von Banken :D ) und mache - selbstbestimmt ! - einfach "mein Ding" ... UND finde, daß es mittlerweile einfach zu viele Produkte mit ausschließlich "betriebswirtschaftlichem Hintergrund" gibt. 8)

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 20. Oktober 2008 um 13:46

    1. Wer als frischgebackener Ing. in eine "angesagte" Firma einsteigt, die Lautsprechersysteme entwickelt, dem wird nicht das Wissen vermittelt, um eigenständig neue Lautsprechersysteme zu entwickeln. Wieso sollte eine Firma sowas tun (die wären schön blöd !) ?

    Die Wirklichkeit: Einige landen in der Qualitätssicherung ... andere messen Chassis (Wareneingangskontrolle) ... andere dürfen Prototypen aufbauen (F-Weichen löten und anschließen).

    2. Wer Nachrichtentechnik, E-Technik, Ton-Technik oder "sonstwas mit Strom" studiert hat, ist gar nicht in der Lage, Lautsprechersysteme zu entwickeln bzw. die Anforderungen an ein System (Raumakustik, Abstrahlverhalten, mechan. und elektr. Belastbarkeit, Eigenschaften der Bauteile und Chassis in Grenzsituationen etc.) zu verstehen.

    3. Auch in erfolgreichen Firmen ist das Halbwissen (gerade in den Grundlagen) oft erschreckend. "Glücklicherweise" werden diese Firmen aufgrund ihrer Marktposition und wegen ihres Anzeigenbudgets in Fachzeitschriften dann NICHT "in die Pfanne gehauen" (und so mancher Redakteur wären dazu aufgrund seiner "Kompetenz" auch gar nicht in der Lage :D ) ... und manchmal korrelieren die gezeigten Meßergebnisse so gar nicht mit den (tendenziell positiven) redaktionellen Textbeiträgen. :?

    These: Wenn auch nur 30 % der User wüßten, was in dieser Branche WIRKLICH abgeht, würden so manche "gehypte" Produkte (weil - gemessen an der Performance - völlig überteuert !) kaum noch Abnehmer mehr finden. Dies gilt gleichwohl im "Geiz-ist-Geil"- und im "Amtliche-Hersteller"-Segment.

    Nur wird das nie passieren - denn: Je dümmer die Kunden gehalten werden, desto leichter kann man denen regelmässig wieder neue Spielsachen andrehen (das gilt natürlich genauso für andere Produkte wie Computer, Handys und andere "Spaßelektronik-Artikel" ...). :wink:

    Wer sich ernsthaft das Wissen erarbeiten will, sollte sich meine Literaturtipps (unbedingt zu empfehlen: Meyer-Neumann !!!) auf der SK-Website zu Herzen nehmen (und besser Physik anstatt "was mit Strom" studieren ...). :idea:

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 19. Oktober 2008 um 14:38
    Zitat von "MIKE"

    Nur alle sind ohne Promo und Vermarktung einfach nix.


    Sofern sich der Status und die Leistungsfähigkeit von Verleihfirmen primär über den Bekanntheitsgrad des verwendeten Material definiert. Mich interessiert die akustische/technische Seite eben mehr als das Marktgeschrei und durch Werbeanzeigen finanzierte Testberichte. :wink:

    Jeder muß den Weg wählen und gehen, der ihm richtig erscheint.
    Ich könnte nicht als Entwickler in einer von Schlipsträgern bestimmten (d.h. nach "wie auch immer" erzielter, purer Gewinnmaximierung strebenden ...) Bude - und sei sie auch noch so erfolgreich, was Verkaufszahlen angeht - arbeiten.
    Zumal: Gerade die Produkte, die in sehr großen Stückzahlen z.B. in Internetkaufhäusern verkauft werden, sind (aus Entwicklersicht) selten DIE technologische Highlights.

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • Sound-Klinik
    • 17. Oktober 2008 um 14:50
    Zitat von "HippeliPA"

    Das Fängt mit "voice of the theatre" an.
    Über legändere Hornkonstrukte wie "Martin-Bin"


    Das ist lange her ... heutzutage wird aber häufig altes (bewährtes) kopiert und bekommt einfach einen anderen Namen verpaßt. "Fachredakteure" lassen sich dann darüber aber nicht aus, weil ihnen sonst die Anzeigenkunden wegbleiben würden. Denn: Je dümmer die Leserschaft gehalten wird, desto besser funktioniert die Geldmaschinerie (diesen "Dummbleiben-lassen"-Trick kannten schon die alten Römer ...). :)

    Zitat von "HippeliPA"

    Fakt ist um einen Richtigen "Treffer" zu landen muss man Dinge erstmal komplett anders angehen, um auf richtige Fortschritte zu stossen. Allerdings ist es trotzdem ein Glücksspiel mit aussergewöhnlichen Produkten zu punkten.


    Je lauter die Werbung, desto "amtlicher".
    Das war früher schon so und ist heute (in vielen Bereichen - z.B. bei Handys, Flachfernseher, Spielkonsolen oder Automobile etc.) nur ausgeprägter und schriller geworden.

    Zitat von "HippeliPA"

    Selbst technologischer Vorsprung sind keine Garantie für Erfolg.


    Das ist auch nicht neu. Schon früher wurden Ideen geklaut und vermarktet ... heute noch weitaus extremer (Stichwort: Fernost). :wink:

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