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Beiträge von Sound-Klinik

  • Konstruktion wider allen Zweiflern

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 20:42

    ... das menschliche Gehör ist gegenüber Pegelschwankungen bei tiefen Frequenzen wirklich seeeehr unempfindlich.
    Die Sache ist von Leuten, die von Akustik mehr Ahnung als ich haben, untersucht und bewiesen worden - wer es nicht glaubt, soll die entsprechende Literatur wälzen (es gibt schließlich Uni-Bibliotheken ...).

    Hinzu kommen weitere (übrigens auch psychoakustische) Effekte wie z.B. der, daß der Grundton eines Klangs (z.B. Bass-Saite) "wahrgenommen wird, auch wenn der Grundton nicht übertragen wird (... das Gehirn ergänzt anhand der Obertöne den Klang so, daß der Grundton dann praktisch "gehört" wird).

    Ein weiterer - wenig beachteter - Umstand ist der folgende:
    Das Gehör "hört sich" auf überhöhte Basspegel (d.h. Anhebungen) genauso ein wie auf abfallende Basspegel.

    Es gibt diesen Effekt auf Veranstaltungen, wenn alkoholisierte DJs oder Mucker im Laufe des Abends bei stetig steigendem Promille-Gehalt im Bassbereich immer mehr Gas geben und es (genau wie die Gäste) nicht wahrnehmen.
    Nur ein Besucher, der dann zu später Stunde (ggf. nüchtern) in den Saal kommt, bemerkt diesen Wahnsinn und fragt sich, ob "die" denn noch ganz "frisch" sind ...
    Wenn er sich dann aber länger im Saal aufhält, "eicht" sich auch sein Gehör mit der Zeit auf diese Bass-Anhebung.
    Gleiches funktioniert übrigens auch, wenn mit eher "dünner" Wiedergabe gearbeitet wird (d.h. mit "zu leiser" Basswiedergabe) - sonst hätten die Ballbesucher in den 60er und 70er Jahren schließlich keinen Spaß gehabt ...

    Ich hatte diesen Effekt auch schon mal erklärt (... wenn zwei Bands mit unterschiedlicher "Tendenz" bei der Tiefenwiedergabe im Wechsel auf einer Veranstaltung spielen).

    Das Problem ist, daß das menschliche Gehör (übrigens auch das von Tthorsten !!!) nicht objektiv beurteilen kann, wie die tonale Balance wirklich ist. Nur wenn es zu extrem wird, wird es bemerkt - aber es gibt eine recht breite Grauzone, wo wir sowas nicht wahrnehmen können (d.h. da hilft nur: Messen!).

    Generell bin ich - nicht nur bei bei Live-Mucke - der Meinung, daß eine überbetonte bzw. überzogene Basswiedergabe lediglich die Probleme bei einer Tonübertragung verschärft (u.a. Feedback im Bassbereich, insgesamt schwammigere Wiedergabe, unnötig hoher Leistungsbedarf und erhöhte Materialbeanspruchung ...).

    Viele Grüsse sendet

  • AES=RMS???

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 19:25

    http://www.paforum.de/paforum/viewtopic.php?t=12361&highlight=rms

  • AES=RMS???

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 19:00

    ... da das Thema schon lang und breit durchgekaut wurde, bin ich mal auf Crest und "haste-nich-gesehen" nicht explizit eingegangen.

    "Nichtsdestotrotz" ist AES eine Institutiton bzw. "Club der Ahnungsvollen" und RMS (Root-Mean-Squared) eine Rechenmethode, wie man aus einer veränderlichen Messgröße etwas "Brauchbares" ausrechnen kann (hier: aus einer Messgröße durch deren quadrieren und Integration über die Zeitintervalle etc. bla bla).

    Ich hab das Prozedere nun mittlerweile 2 oder 3 mal hier im Forum erklärt ...

  • optimaler sub

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 15:53

    ... das mit den 12"ern ist natürlich auch ein wenig Philosophie - einige haben mit 18"ern - manche auch mit 15"ern schlechte Erfahrungen gemacht, wobei die Ursache manchmal auch in nicht optimalen Abstimmungen zu suchen sind.

    Wenn ich einen 18"er in eine vernünftig konstruierte Hornkiste stecke, wird das Ding im Zeitverhalten vermutlich immer noch besser sein, als 15"er (... vielleicht sogar 12"er ...) in einer Resonatorkiste.

    Die Bedeutung der Chassisgröße wird m.E. oft überbewertet - die Schallführung ist gerade im Bassbereich entscheidend für die erzielbare Übertragungsqualität (wozu auch das Zeitverhalten zählt).

    Wenn man mit extremen Anpassungen (Hörner) arbeitet, kommen natürlich - besonders beim Stacken sehr vieler Systeme - auch mechanische Grenzen zum Tragen. Gerade große "Pappen", die dann mechanisch für solche Belastungen nicht ausgelegt sind, kommen dann schnell an ihre Grenzen.
    Ich denke aber, daß die meisten hier im Forum nicht Mega-Events machen und somit ruhig auch größere Chassis (zumal Hörner dann auch etwas kürzer bei vergleichbaren Abstrahlflächen realisiert werden können ...) in Planungen einzubeziehen.

    Viele Grüsse sendet

  • optimaler sub

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 12:42
    Zitat von "lextrax"

    ...
    ...hybrid kommt für mich eher nicht so in die dose, weniger wegen der berechnung, die ich nicht draufhab (die könnte man zur not noch auslagern), sondern wegen der schieren grösse.

    ... wenn Du mal benötigte Gehäusegröße gegen Leistungsbedarf und erzielbarem Wirkungsgrad aufrechnest, wirst Du mit einer hybriden Lösung besser als mit BR "wegkommen".

    Ich bin ja eigentlich mehr für "richtige" Hörner - mußte aber dann durch eigene "Versuche" feststellen, daß die "Ausbeute" bei - richtig konstruierten - Hybriden schon beachtlich ist. Zudem ist der Klang deutlich trockener als bei BR - auch wenn nicht diese Direktheit eines guten "Vollhorns" erreicht wird.

    BR ist verbreitet, weil es einfach zu berechnen und vor allem: zu bauen ist !
    Auch für Hörner gibt es mittlerweile ja etliche Berechnungsprogramme - wobei dann wohl die Konstruktion (Faltung ...) und die Fertigung DIE großen Hürden sind.

    Nun ja ... ich denke, daß jede Kiste immer ein Kompromiss ist.

  • Gerichtete Bass wieder gabe.

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 12:23
    Zitat von "SRAM"

    ... why ?

    Mit einer einzigen Mikrophon-Membran geht es auch, oder :D

    Gruß SRAM

    ... dann versuche doch mal, mit einer Nierenkapsel eine gerichtete Bassabstrahlung hinzubekommen - der Strahlungswiderstand wird allerdings nicht sehr üppig ausfallen ... :wink:

    Bei einem Mikrofon braucht die Membran nicht sehr groß sein, um eine breitbandige Übertragung hinzubekommen. Ein Druckempfänger ist eine einseitig geschlossene Membran (Druckempfänger) - eine "Acht" ist beidseitig offen (... d.h. reagiert auf Druckunterschiede bzw. - um es korrekt zu benennen: Druckgradienten).
    Die "Niere" ist ein "Mittelding" und ist auf einer Seite offen - auf der anderen Seite teilweise offen.
    "Enge" Nieren (Keulen) haben auf Achse an der Rückseite zudem keine 100 %-ige Auslöschung - diese ist etwa im Bereich bei 270° maximal.

    Aber ich denke, Du weißt was ich meine - oder ? :lol:

  • Gerichtete Bass wieder gabe.

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 12:23
    Zitat von "SRAM"

    ... why ?

    Mit einer einzigen Mikrophon-Membran geht es auch, oder :D

    Gruß SRAM

    ... dann versuche doch mal, mit einer Nierenkapsel eine gerichtete Bassabstrahlung hinzubekommen - der Strahlungswiderstand wird allerdings nicht sehr üppig ausfallen ... :wink:

    Bei einem Mikrofon braucht die Membran nicht sehr groß sein, um eine breitbandige Übertragung hinzubekommen. Ein Druckempfänger ist eine einseitig geschlossene Membran (Druckempfänger) - eine "Acht" ist beidseitig offen (... d.h. reagiert auf Druckunterschiede bzw. - um es korrekt zu benennen: Druckgradienten).
    Die "Niere" ist ein "Mittelding" und ist auf einer Seite offen - auf der anderen Seite teilweise offen.
    "Enge" Nieren (Keulen) haben auf Achse an der Rückseite zudem keine 100 %-ige Auslöschung - diese ist etwa im Bereich bei 270° maximal.

    Aber ich denke, Du weißt was ich meine - oder ? :lol:

  • AES=RMS???

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 10:56

    ... alle LS-Belastbarkeitsmessungen sind quasi RMS-Werte - die AES hat lediglich eine (von vielen anderen ...) Rahmenbedingungen für eine Bestimmung der LS-Belastbarkeit vorgeschlagen (also Signalform, Dauer ...).

    Es wurde bereits mehrfach erklärt (... ich hab es auch schon einige Male gemacht ...), was RMS bedeutet. Wenn das dann klar ist, ist alles gar nicht mehr so schwer ...

  • Gerichtete Bass wieder gabe.

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 10:50

    ... mit einem einzigen Bass-Chassis wird es wohl nicht "gehen" - es gibt Möglichkeiten mit 2 Chassis.

    Eine seitliche Dämpfung durch einen Dipol ist relativ simpel - allerdings erfolgt dann rückwärtig auch eine (und wohl eher unerwünschte ...) Abstrahlung.
    Wenn die rückwärtige Schallabstrahlung im Pegel verringert wird, dann wird auch die seitlich Unterdrückung geringer.

    Eine Möglichkeit ist die Kombination einer (vertikal) gerichteten Abstrahlung nach vorn (vertikales Stacking) und eine weniger gerichtete Abstrahlung nach hinten (z.B. eine einzige Kiste).
    Vorsicht: Wenn die Richtwirkung vorn sowohl vertikal als auch horizontal wirkt (durch mehrere Stacks NEBENEINANDER), erfolgt keine nennenswerte seitliche Auslöschung durch den rückwärtig abstrahlenden (sphärischen) Strahler mehr.

    Fazit: Diese Kombination nutzt die Kombination eines unsymmetrisches Schallstrahlers (vorn) und eines sphärischen Strahlers (hinten).

    ECHTE Cardioide lassen sich daher nur mit der Überlagerung eines Dipols mit einem sphärischen Strahler erzielen - wobei die o.g. Variante für Veranstaltungen in der Praxis wohl ausreichend sein könnte.

    Viele Grüsse sendet

  • Gerichtete Bass wieder gabe.

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 10:50

    ... mit einem einzigen Bass-Chassis wird es wohl nicht "gehen" - es gibt Möglichkeiten mit 2 Chassis.

    Eine seitliche Dämpfung durch einen Dipol ist relativ simpel - allerdings erfolgt dann rückwärtig auch eine (und wohl eher unerwünschte ...) Abstrahlung.
    Wenn die rückwärtige Schallabstrahlung im Pegel verringert wird, dann wird auch die seitlich Unterdrückung geringer.

    Eine Möglichkeit ist die Kombination einer (vertikal) gerichteten Abstrahlung nach vorn (vertikales Stacking) und eine weniger gerichtete Abstrahlung nach hinten (z.B. eine einzige Kiste).
    Vorsicht: Wenn die Richtwirkung vorn sowohl vertikal als auch horizontal wirkt (durch mehrere Stacks NEBENEINANDER), erfolgt keine nennenswerte seitliche Auslöschung durch den rückwärtig abstrahlenden (sphärischen) Strahler mehr.

    Fazit: Diese Kombination nutzt die Kombination eines unsymmetrisches Schallstrahlers (vorn) und eines sphärischen Strahlers (hinten).

    ECHTE Cardioide lassen sich daher nur mit der Überlagerung eines Dipols mit einem sphärischen Strahler erzielen - wobei die o.g. Variante für Veranstaltungen in der Praxis wohl ausreichend sein könnte.

    Viele Grüsse sendet

  • F-Weichen Simulation? RUNDE 2!

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 10:39

    .. der Impedanzverlauf ist nicht verstärkerkritisch - wenn Dir der Klang so gefällt, kannst Du es so lassen (vielleicht probierst Du ja doch noch den Tip mit der Hochtonentzerrung aus ...).

  • F-Weichen Simulation? RUNDE 2!

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 10:39

    .. der Impedanzverlauf ist nicht verstärkerkritisch - wenn Dir der Klang so gefällt, kannst Du es so lassen (vielleicht probierst Du ja doch noch den Tip mit der Hochtonentzerrung aus ...).

  • Tops mit 3x10" oder 6x8" ?

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 10:34

    ... zumindest braucht man dann nicht mehr ins Fitness-Studio ...

  • Tops mit 3x10" oder 6x8" ?

    • Sound-Klinik
    • 8. Februar 2004 um 10:34

    ... zumindest braucht man dann nicht mehr ins Fitness-Studio ...

  • PA Boxen und Sub

    • Sound-Klinik
    • 7. Februar 2004 um 12:23

    ... STOP - völlig falsche Denkweise !

    Daß das Eminence-Chassis einen Peak hat weiß ich selbst auch - hier eine Nahfeldmessung vom Tieftöner (... für alle - auch die mit eigenem Messplatz: der untere Bereich ist aufgrund des verwendeten kurzen Zeitfensters nicht relevant ...):

    Da das in dieser Kiste verwendete Horn aber auch einige "Eigenarten" hat, die zu diesem Bass-Chassis aber "gut passen" - kompensiert sich das dann (Merke: auf die richtige Zusammenstellung kommt es an :D ...).

    Also: Vergesst den Sperrkreis ...

  • PA Boxen und Sub

    • Sound-Klinik
    • 7. Februar 2004 um 12:23

    ... STOP - völlig falsche Denkweise !

    Daß das Eminence-Chassis einen Peak hat weiß ich selbst auch - hier eine Nahfeldmessung vom Tieftöner (... für alle - auch die mit eigenem Messplatz: der untere Bereich ist aufgrund des verwendeten kurzen Zeitfensters nicht relevant ...):

    Da das in dieser Kiste verwendete Horn aber auch einige "Eigenarten" hat, die zu diesem Bass-Chassis aber "gut passen" - kompensiert sich das dann (Merke: auf die richtige Zusammenstellung kommt es an :D ...).

    Also: Vergesst den Sperrkreis ...

  • PA Boxen und Sub

    • Sound-Klinik
    • 7. Februar 2004 um 11:21

    Andreas

    ... schau mal unter http://www.sound-klinik.de unter "Kostenlos" - da ist ein Bauplan einer PA-Kiste mit recht preiswerten Chassis, der a. wirklich funktioniert (also keine gravierenden Verfärbungen oder Feedback-Stress macht ...), und b. auch von der Leistungsaufteilung auf die Chassis recht abschußsicher ist.

    Ich hatte diese Kombination mal als absolutes "Low-Budget"-Projekt entwickelt, um zu zeigen, daß man auch mit sehr preiswerten Chassis recht gute Gesamtresultate erzielen kann (es ist auch eine "ungeglättete" Messung beim Plan dabei) ...

    Viele Grüsse

  • PA Boxen und Sub

    • Sound-Klinik
    • 7. Februar 2004 um 11:21

    Andreas

    ... schau mal unter http://www.sound-klinik.de unter "Kostenlos" - da ist ein Bauplan einer PA-Kiste mit recht preiswerten Chassis, der a. wirklich funktioniert (also keine gravierenden Verfärbungen oder Feedback-Stress macht ...), und b. auch von der Leistungsaufteilung auf die Chassis recht abschußsicher ist.

    Ich hatte diese Kombination mal als absolutes "Low-Budget"-Projekt entwickelt, um zu zeigen, daß man auch mit sehr preiswerten Chassis recht gute Gesamtresultate erzielen kann (es ist auch eine "ungeglättete" Messung beim Plan dabei) ...

    Viele Grüsse

  • Korrekturfaktor für BR-Ports

    • Sound-Klinik
    • 7. Februar 2004 um 11:13

    ... das mit dem "Nachmessen" ist schon o.k. - aber wann ist der Impedanzverlauf denn richtig ?

    Ich nehme mal an, daß Du versuchen wirst, die Impedanzmaxima etwa gleich hoch zu machen - bzw. die Senke auf die Resonanzfrequenz der gleichen Box mit geschlossenem Vent zu trimmen (könnte man so machen, wenn das Volumen ideal ist ...).

    Es gibt aber auch Konstellationen, wo man besser auch das Zeitverhalten überprüfen sollte (also z.B. Zerfallspektrum im Bereich der Abstimmfrequenz).
    Andererseits: Wer nur begrenzte Messmöglichkeiten hat, kann (und sollte vielleicht auch ...) so verfahren.

    Viele Grüsse sendet

  • Korrekturfaktor für BR-Ports

    • Sound-Klinik
    • 7. Februar 2004 um 11:13

    ... das mit dem "Nachmessen" ist schon o.k. - aber wann ist der Impedanzverlauf denn richtig ?

    Ich nehme mal an, daß Du versuchen wirst, die Impedanzmaxima etwa gleich hoch zu machen - bzw. die Senke auf die Resonanzfrequenz der gleichen Box mit geschlossenem Vent zu trimmen (könnte man so machen, wenn das Volumen ideal ist ...).

    Es gibt aber auch Konstellationen, wo man besser auch das Zeitverhalten überprüfen sollte (also z.B. Zerfallspektrum im Bereich der Abstimmfrequenz).
    Andererseits: Wer nur begrenzte Messmöglichkeiten hat, kann (und sollte vielleicht auch ...) so verfahren.

    Viele Grüsse sendet

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