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Beiträge von Sound-Klinik

  • Reactance Anulling

    • Sound-Klinik
    • 23. Dezember 2003 um 14:44

    ... das ist eine ältere Methode für einen Impedanzausgleich - eine etwas fortschrittlichere und komfortablere ist aus dem Jahr 1978 und stammt von W. Marshall Leach (veröffentlicht im Journal der AES).

    Es gibt davon auch eine gut lesbare Übersetzung vom Michael Gaedke (Ende der 80er Jahre ...), die aber bei der Frontkammerberechnung einen klitzekleinen Fehler hat ... :lol: - nur ein Tip: es geht dabei um Caf ...)

    Zu Hybriden: Da hier mehrere Konstruktionsprinzipien zusammen kommen (und sich auch noch beeinflussen :-? ), ist eine analytische Betrachtung heikel (... schon die Berechnung von non-vented Hörnern ist viel Rechnerei, wenn man - fast - "alles" berücksichtigen will ...).
    Die Rechenverfahren berücksichtigen allerdings nur unzureichend (oder gar nicht) die Einflüsse zu kurzen Hörner und die "Knicke".

    Für die Basshybriden arbeite ich (... und andere sicher auch ...) mit einem Näherungsverfahren. Ich hab darüber bisher auch keine Literatur gefunden.

    Viele Grüsse sendet

  • Berechnung des Strahlungswiderstandes von Stacks

    • Sound-Klinik
    • 23. Dezember 2003 um 09:24
    Zitat von "Farad"

    ...
    Die Formel für den Strahlungswiderstand und somit auch für Pak ist bekannt. Sie lautet allgemeingültig:

    Pak=Z*v²

    mit:

    Z=(pi^3*p0/c)*r^4*f^2
    v= H*f*pi

    p0=1,18; c=344; f:Frequenz; r=Effektiver Membranradius

    Dadurch lässt sich Pak allgemeingültig für einen beliebigen Lautsprecher ohne Resonnatorunterstützung berechnen.

    Wie siehts jetzt aus, wenn zwei Lautsprecher dasselbe Signal abstrahlen

    Alles anzeigen

    ... bei zwei LS wird es schon kompliziert. Wenn Du es Dir wirklich antun willst, sowas auszurechnen, dann mußt Du berücksichtigen, daß Z (besonders im Nahfeld) komplex ist - oder anders: Schalldruck und Schallschnelle sind nicht in Phase und werden erst mit wachsendem Abstand immer "gleichphasiger" (bzw. immer "mehr" ebene Welle ...).

    Die Schallschnelle ist eine vektorielle Größe (... d.h. hat also neben ihrem Betrag auch eine Richtung ...), mit der sehr unhandlich zu rechnen ist - besser nimmst Du dann zum Rechnen den Schalldruck.

    Außerdem: Deine erste Gleichung beschreibt die akustische (Schall-) Leistung und nicht den Strahlungswiderstand ...
    (wegen: P = p*v, weil Z = p/v ist p = Z*v ... eingesetzt in erste Gleichung ergibt dann Deine obige Gleichung)

    Der Strahlungswiderstand = spezifische Schallimpedanz = Wellenwiderstand (um mal einige "gängige" Begriffe zu nennen ...) z.B. für Kugelwellen - ist:

    Z = rho * c * (i * k * r)/(i * k * r -1)

    ... wobei rho die Dichte, c die Schallgeschwindigkeit, k der Wellenvektor (=2*phi/Lambda ...), i die imaginäre "Einheit" (Wurzel aus -1) und r der Abstand ist.

    Viele Grüsse sendet

  • Nicht möglich einen Plan für ein Hybridbass zu bekommen ?

    • Sound-Klinik
    • 23. Dezember 2003 um 08:50
    Zitat von "chb"

    ...
    soundklinik ist da glaub ich spezialisiert. aber pläne wird der vermutlich auch nicht einfach so rausrücken, warum auch?

    ... ein Plan alleine würde auch nichts nützen, weil diese Kisten immer für ein bestimmtes Chassis gerechnet werden - Chassis mit anderen Parametern "klingen"dann nicht oder gehen - wenn es "überhaupt" nicht passt - mechanisch sogar eher kaputt ...

  • Nicht möglich einen Plan für ein Hybridbass zu bekommen ?

    • Sound-Klinik
    • 23. Dezember 2003 um 08:50
    Zitat von "chb"

    ...
    soundklinik ist da glaub ich spezialisiert. aber pläne wird der vermutlich auch nicht einfach so rausrücken, warum auch?

    ... ein Plan alleine würde auch nichts nützen, weil diese Kisten immer für ein bestimmtes Chassis gerechnet werden - Chassis mit anderen Parametern "klingen"dann nicht oder gehen - wenn es "überhaupt" nicht passt - mechanisch sogar eher kaputt ...

  • 2 Weg Frequenzweiche

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 22:21

    ... willst Du für einen Hochtöner etwa ein neues Gehäuse bauen ?

    Bei Hochtönern wirst Du Dich wohl eher auf die Resonanzfrequenz und Gesamtgüte beschränken müssen :) .

    Viele Grüsse sendet

  • 2 Weg Frequenzweiche

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 22:21

    ... willst Du für einen Hochtöner etwa ein neues Gehäuse bauen ?

    Bei Hochtönern wirst Du Dich wohl eher auf die Resonanzfrequenz und Gesamtgüte beschränken müssen :) .

    Viele Grüsse sendet

  • Reactance Anulling

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 22:15
    Zitat von "Wolfgang"

    " Beim Reactance Annulling [......]Horn und Treiber optimal aneinander angepasst [......], läßt sich aber grob auf eine einfache Formel bringen: Man wählt die Größe der Rückkammer so, daß die Einbauresonanz in etwa mit der OBEREN! angestrebten Grenzfrequenz zusammenfällt."

    ... wo hast Du das denn her ?

  • Reactance Anulling

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 22:15
    Zitat von "Wolfgang"

    " Beim Reactance Annulling [......]Horn und Treiber optimal aneinander angepasst [......], läßt sich aber grob auf eine einfache Formel bringen: Man wählt die Größe der Rückkammer so, daß die Einbauresonanz in etwa mit der OBEREN! angestrebten Grenzfrequenz zusammenfällt."

    ... wo hast Du das denn her ?

  • Reactance Anulling

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 22:13

    ... es geht dabei um den Impedanzausgleich bei der unteren Grenzfrequenz. Man kann dies durch Variation des Frontkammervolumens machen - oder auch (nach dem Verfahren von Leach) durch Modifikation der Hornkonstante (also Veränderung der Trichtergeometrie).

    Viele Grüsse sendet

  • Reactance Anulling

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 22:13

    ... es geht dabei um den Impedanzausgleich bei der unteren Grenzfrequenz. Man kann dies durch Variation des Frontkammervolumens machen - oder auch (nach dem Verfahren von Leach) durch Modifikation der Hornkonstante (also Veränderung der Trichtergeometrie).

    Viele Grüsse sendet

  • Berechnung des Strahlungswiderstandes von Stacks

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 21:50

    ... eine Anmerkung zu "6 dB" und "Strahlungwiderstand":

    Wenn statt einem System zwei Kisten hingestellt werden und auf Achse ein Schallpegelgewinn von 6 dB auftritt, liegt das erst mal nicht am erhöhtem Strahlungswiderstand, sondern an konstruktiver Interferenz - und es wird (Energieerhaltung !) Bereiche geben, wo der Schallpegel dann auch geringer als bei einer einzelnen Kiste sein wird (höhere Richtwirkung !).
    Denn: Wenn überall 6 dB Gewinn wäre, dann hätten wir eine Vervierfachung der akustischen Leistung (die Debatte hatten wir ja schon mal ... :D )

    Eine Erhöhung des Strahlungswiderstandes führt IMMER zu einer Verringerung der (elektrischen !) LS-Impedanz - d.h. sowohl eine bessere Schallführung (also z.B. Horn statt BR) als auch eine gegenseitige Beeinflussung der LS-Chassis (z.B. durch Stacking) wird die elektrische Impedanz reduzieren.

    Ein Herr M. Leach hat für sowas sogar mal (vor einigen Jahrzehnten - erschien im AES-Journal ...) ein Modell entworfen, womit man sowas (bei Hörnern) ausrechnen kann.

    Viele Grüsse sendet

  • Endgültige Klärung der Leistung/Crestfaktor-Frage

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 21:35

    ... noch eine Anmerkung: Bei BR-Kisten wird etwa 97 ... 99 % der eingespeisten Leistung in Wärme umgesetzt - bei (noch transportablen Bass-) Hörnern werden es einige Prozent weniger sein - "gängige" Mittelhochtonhörner dagegen erreichen auch Werte unter 90 %.

    Viele Grüsse sendet

  • Endgültige Klärung der Leistung/Crestfaktor-Frage

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 21:31

    ... die Angabe eines Crestfaktors macht nur Sinn, wenn das Signal einigermaßen gleichmässig ist (z.B. Rauschen) - sonst würde das Drehen am Volumen-Regler ja auch den Crestfaktor verändern.

    Der Crestfaktor gibt lediglich das Verhältnis aus dem Spitzenwert und dem Effektivwert der Messgröße.

    Bei einem Musiksignal würde ich nicht den Begriff Crestfaktor verwenden, sondern besser von Dynamik reden.

    Zur Leistung von Lautsprechern:

    Man unterscheidet eine thermische und eine mechanische Komponente.
    Die mechanische schenke ich mir hier mal - also zur elektrischen.
    Die elektrische Belastbarkeit eines Lautsprechers läßt sich - auch zerstörungsfrei - wie folgt messen:

    1. Re bestimmen und sich schlau machen, aus welchem Material der Schwingspulendraht ist (Kupfer, Alu ...) und Z bestimmen (z.B. bei 1 kHz ... woraus dann L errechnet wird).

    2. Lautsprecher längere Zeit in einem Raum legen und vor Messbeginn die Umgebungstemperatur messen.

    3. Leistung draufgeben (...geht auch mit einem Sinuston) und mit vernünftigen (Echteffektiv- ... falls es auch mal Rauschen sein soll) Messgeräten gleichzeitig die angelegte Spannung und den Strom messen - aus dem Quotienten ergibt sich Z. Aus Z (und Kenntnis von L) kann der momentane Re errechnet werden - Kenntnis von Re ist Berechnungsgrundlage für Schwingspulentemperatur (Draht-Widerstand ist temperaturabhängig - ich hab hierzu ein kleines Programm für einen Pocket-PC geschrieben, wenn ich mal die Lautsprecherbelastbarkeit messe ...).

    4. Leistung erhöhen und messen - Rechnen - Leistung erhöhen und messen - Rechnen ...

    5. Moderne Schwingspulenmaterialien können Temperaturen über 200° C aushalten - bei Klebern sieht es manchmal anders aus.

    Über 180° würde ich wohl nicht gehen ...

    6. Wenn die Schwingspulentemperatur einigermaßen konstant (wenigsten 15 Minuten ...) bei der max. zulässigen Temperatur angekommen ist, hat man die (thermisch zulässige) max. Dauerleistung ermittelt. Diese Leistung sollte auch der Mittelwert von Musik nicht überschreiten, sonst wird der LS ggf. "wärmer" ...

    Wenn die Umgebungstemperatur höher ist und/oder der LS in einem (thermisch besser isolierten) Gehäuse eingebaut wird, singt die Belastbarkeit.

    Viele Grüsse sendet

  • 2 Weg Frequenzweiche

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 21:02
    Zitat von "Clyde"

    ...
    Als masse habe ich 42g. genommen, leider kann ich nicht auf 0,xg. abwiegen, aber das wird doch nicht sooo schlimm sein, oder?

    Wenn Du auf 1 gr. genau wiegen kannst, dann hast Du bei 100 gr. einen Fehler von 1 % - selbst bei 30 gr. wird der Fehler praktisch zu vernachlässigen sein, weil die Knete (wenn sie denn nicht hartgefroren ist ...) auch noch ein wenig Eigenbewegung hat.

    Nichtsdestotrotz ist die "Testmassen"-Methode einfacher (und wohl auch genauer ...) zu handhaben, weil man nicht so leicht für mehrere Chassis eine (wirklich dichte !!!) Testkiste mit einem definiertem Volumen realisieren kann.

    So "by the way": Ich hab für sowas die Taschenwaage CM 320-1 von KERN (misst bis 320 gr. ... und auf 0,1 gr. genau ... :) ).

    Viele Grüsse sendet

  • 2 Weg Frequenzweiche

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 21:02
    Zitat von "Clyde"

    ...
    Als masse habe ich 42g. genommen, leider kann ich nicht auf 0,xg. abwiegen, aber das wird doch nicht sooo schlimm sein, oder?

    Wenn Du auf 1 gr. genau wiegen kannst, dann hast Du bei 100 gr. einen Fehler von 1 % - selbst bei 30 gr. wird der Fehler praktisch zu vernachlässigen sein, weil die Knete (wenn sie denn nicht hartgefroren ist ...) auch noch ein wenig Eigenbewegung hat.

    Nichtsdestotrotz ist die "Testmassen"-Methode einfacher (und wohl auch genauer ...) zu handhaben, weil man nicht so leicht für mehrere Chassis eine (wirklich dichte !!!) Testkiste mit einem definiertem Volumen realisieren kann.

    So "by the way": Ich hab für sowas die Taschenwaage CM 320-1 von KERN (misst bis 320 gr. ... und auf 0,1 gr. genau ... :) ).

    Viele Grüsse sendet

  • phantonspeisung

    • Sound-Klinik
    • 22. Dezember 2003 um 11:10

    Hallo Oliver,

    es gibt schon einige gravierende Unterschiede zwischen pre-polarized und extern-polarized:

    Elektretkapseln neigen bei Temperaturänderungen - und besonders bei Luftfeuchtigkeit - zu starken Veränderungen ihrer Empfindlichkeit.
    Selbst recht sehr gute Elektretmessmikros (wie z.B. das MBC-550) wird im Laufe der Jahre empfindlicher und sollte regelmässig überprüft werden. Die Empfindlichkeit nimmt im Laufe einger Jahre in der Grössenordnung 1 ... 2 dB zu !
    "Richtige" Kondensatormikrofene altern - bei richtiger Lagerung - dagegen kaum und ändern ihre Empfindlichkeit (statistisch gesehen ...) im Laufe einiger hundert Jahre nur um 0,1 ... 0,2 dB

    Ein weiterer Unterschied ist das Klirrverhalten. Die Max-SPL-Messungen sollte man nicht mit Elektretkapseln machen, weil diese "von Hause aus" schon mehr Klirranteile haben (z.T. im einstelligen %-Bereich).

    Extern polarisierte Mikros haben daher schon (bis auf den Preis :-? ) einige Vorteile.

    Viele Grüsse sendet

  • phantonspeisung

    • Sound-Klinik
    • 21. Dezember 2003 um 14:19

    Hallo Oliver,

    wenn ich von Bruel&Kjaer Messmikrofonen (!!!) rede, dann meine ich Mikrofonkapseln wie z.B. Modell 4133 (die Legende schlechthin ...) oder das neuere 4191 - und das sind ganz sicher keine Elektretmikrofone !

    Viele Grüsse sendet

  • Phase-Checker für Lautsprecher-Leitungen

    • Sound-Klinik
    • 21. Dezember 2003 um 14:12

    In der Praxis treten gelegentlich die berühmt-berüchtigten Phasendreher (in Leitungen) auf.

    Wer sowas schnell mit ein wenig Komfort überprüfen will ... und sowas gerne selbst aufbauen will - hier ist eine recht einfache, aber in der Praxis sehr gut funktionierende Schaltung:

    Die Schaltung zeigt mit vier LEDs an, ob alle vier Kontakte in einer LS-Leitung mit Speakonsteckern korrekt belegt sind.

    Man könnte die Schaltung auch noch für Mikrofonleitungen erweiteren, indem man von Buchse 1 den 1+ auf XLR female 2 und den 1- auf XLR female 3 legt - dann noch von Buchse 2 den 1+ auf XLR male 2 und den 1- auf XLR male 3 ... und schon lassen sich damit nicht nur LS-Leitungen sondern auch symmetrische XLR-Leitungen auf Phasendreher überprüfen.

    Die Werte der Vorwiderstände hängen von den verwendete LEDs und der benutzen Versorgungsspannung ab.

    Viele Grüsse sendet

  • Phase-Checker für Lautsprecher-Leitungen

    • Sound-Klinik
    • 21. Dezember 2003 um 14:12

    In der Praxis treten gelegentlich die berühmt-berüchtigten Phasendreher (in Leitungen) auf.

    Wer sowas schnell mit ein wenig Komfort überprüfen will ... und sowas gerne selbst aufbauen will - hier ist eine recht einfache, aber in der Praxis sehr gut funktionierende Schaltung:

    Die Schaltung zeigt mit vier LEDs an, ob alle vier Kontakte in einer LS-Leitung mit Speakonsteckern korrekt belegt sind.

    Man könnte die Schaltung auch noch für Mikrofonleitungen erweiteren, indem man von Buchse 1 den 1+ auf XLR female 2 und den 1- auf XLR female 3 legt - dann noch von Buchse 2 den 1+ auf XLR male 2 und den 1- auf XLR male 3 ... und schon lassen sich damit nicht nur LS-Leitungen sondern auch symmetrische XLR-Leitungen auf Phasendreher überprüfen.

    Die Werte der Vorwiderstände hängen von den verwendete LEDs und der benutzen Versorgungsspannung ab.

    Viele Grüsse sendet

  • BMS4590 unterschiedlicher klang

    • Sound-Klinik
    • 20. Dezember 2003 um 19:07

    Hallo Wolfgang,

    mit "nach vorn" ist immer die Richtung des Schallaustritts gemeint.
    Speziell bei einem Horntreiber ist dies die Membranseite, die zum Hornhals zeigt.

    Viele Grüsse sendet

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