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Beiträge von Sound-Klinik

  • Messungen der Prot geschwindigkeiten an unterschiedlichen B

    • Sound-Klinik
    • 18. November 2003 um 22:14

    Wenn Du die Vents etc. messen willst, wird es wohl schwierig mit der Reproduzierbarkeit.

    Im Nahfeld einer Membran (wenige Zentimeter ...) wirst Du eine fast ebene Welle messen - irgendwann wird es dann sphärisch.

    Und je nach Boxengeometrie, Lage der Vents und Boxenaufstellung wirst Du dann - etwas weiter weg - "irgendwas" messen.

    Was willst Du denn mit solchen Messung herausfinden - etwa, wie man den optimalen Vent designt ?

    Es gibt dann auch noch ein Messverfahren, wo in der Box selbst gemessen wird, um die Übertragungseigenschaften zu untersuchen (steht wohl in irgendeinem AES-Artikel) ...

    Viele Grüsse sendet

  • Messungen der Prot geschwindigkeiten an unterschiedlichen B

    • Sound-Klinik
    • 18. November 2003 um 21:28
    Zitat von "tthorsten"

    Etwas bearbeitet die Gretchen frage eben welches BR konstrukt ist das effizientest welches koppelt am besten an die luft an und ist damit am lautesten und weitreichendsten und wie kann mann das messtechnisch belegen.

    Hallo Thorsten,

    das kann man allgemein gar nicht klar beantworten, weil es mehrere Einflußgrößen gibt, die hier Auswirkungen zeigen.

    1. BR-Ports strahlen bei den gängigen Abmessungen kugelförmig ab - die Größe der Schallwand und Position der Ports beeinflußt - ebenso wie die Aufstellung der Box - das Abstrahlverhalten und auch den erzielbaren Strahlungswiderstand.

    2. Eine "richtig" abgestimmte BR-Box verringert im Bereich der Resonanzfrequenz den Hub der Membran (... Phasenumkehr durch Resonator), wodurch der Anteil der Schallabstrahlung durch den Port sogar dominieren kann.

    3. Zu kleine Querschnitte führen zu Strömungsverlusten - können aber bei kritischen Abstimmungen auch mal - positiv - eine (zu hohe) Güte des Gesamtsystems herabsetzen (... was dann - unfreiwillig oder nicht - als Pfuschlösung im HiFi-Bereich gelegentlich als zusätzliche Dämpfung eingesetzt wird ...).

    4. BR-Boxen sind generell - was die schallabstrahlende (aktive) Fläche angeht - immer "zu klein" - der Einsatz vieler BR-Boxen verändert das Verhalten einer einzelnen Box im Stack (... sowas müßte also beim Design - eigentlich - berücksichtigt werden ...).

    Ich selbst bin aus o.g. (und noch anderen ...) Gründen daher von BR-Kisten - obwohl sie recht einfach zu berechnen sind - für den PA-Bereich in den letzten Jahren eigentlich ganz abgerückt.
    Es gibt einfach effizientere und klanglich bessere Wege, eine gute Basswiedergabe zu erzielen.

    Mein BR-Fazit: Für "zu Hause" und Partykeller = o.k ! - für Zelte, Stadtfeste etc. = zu hoher Leistungsbedarf und zu wummerig !

    Viele Grüsse sendet

  • lautstärke bei live-auftritten

    • Sound-Klinik
    • 18. November 2003 um 21:03

    ... ich bleibe jedenfalls bei Veranstaltungen mit meiner Party- und Oldieband immer weitgehend "im Rahmen", um Ärger zu vermeiden.

    Außerdem könnte ich mich wohl im Ernstfall vor dem Kadi ganz sicher nicht "rausreden" mit Floskeln wie "das hab ich ja gar nicht gewußt" ...

    Viele Grüsse sendet

  • Gut und unbekannt?!?

    • Sound-Klinik
    • 18. November 2003 um 08:33

    Die letzten Beiträge zeigen mir, daß es schon einige Kollegen gibt, denen die Problematik klar ist (und sowas gibt einem ja irgendwie noch "Hoffnung" ... :wink: ).

    Die Sache mit dem "Markenzwang", weil (große ...) Kunden ein bestimmtes System einfordern ... und das Argument "Wiederverkauf" nützt letztendlich nur industriellen Großanbietern von Lautsprechersystemen.

    Verleiher werden dann durch diesen Automatismus gezwungen, sich ständig neues (z.T. überteuertes ...) Zeug zu kaufen, weil sie sonst Produktionen (ab einer gewissen Größe) nicht mehr bekommen würden. Die Industrie profitiert davon in immer kürzeren Intervallen, weil ständig etwas neues (und angeblich "noch-nie-dagewesenes" ...) präsentiert wird und dann als quasi "neuer Standard" (auch durch freundliche Unterstützung von "amtlichen Fachzeitschriften") definiert wird.

    Auch kleine kleine Verleiher (UND auch Musiker ...) sind durch diese Strategie mitbetroffen: "Amtliche Lautsprecherhersteller" schieben dann preiswertere (oder etwa billige ?) und "abgespekte" System des "neuen Standards" nach (z.B. Line-Arrays für "Arme" - zu teilweise unverschämten Preisen ...).

    Am meisten profitieren dabei die großen LS-Anbieter - die großen Verleiher müssen ständig investieren - kleine Verleiher versuchen mit den "Billigvarianten" irgendwie mitzuhalten - Hauptsache mal wieder "was Neues".

    Aber: Manchmal spielen Verleiher dieses (auf die Dauer und über die Jahre teure ...) Spiel - wenigsten im Bassbereich - nicht mehr so einfach mit.
    Es gibt (nicht nur kleine !) Firmen, die mit individuellen, maßgeschneiderten Lösungen (Stichwort: Basshybrid mit ventangekoppeltem Horn ... auch mal mit 16 ... 20 solcher Systeme) auf Tour gehen. :)

    Viele Grüsse sendet

  • Gut und unbekannt?!?

    • Sound-Klinik
    • 17. November 2003 um 20:51

    ... wie wäre es denn, wenn die Mehrheit der Mucker und Soundleute mal damit beginnen würde, mit den eigenen Ohren zu hören ?

    Ich behaupte folgendes: Wenn jeder Anwender ein System - für den geplanten Zweck - auf einer praxisgerechten Location ausprobieren würde, dann würden wohl etliche dieser "amtliche" Firmen (... und auch weniger amtliche ...) pleite gehen.

    Warum kaufen "Soundleute" immer noch geschönte "Badewannenboxen" im Laden, nur weil die mitgebrachte CD "schön rund" klingt (... und fallen dann auf einem RICHTIGEN Gig mangels Durchsetzungsvermögen etc. voll auf die Schn...) ?

    Es geht doch nicht darum, ob irgendein Sound-Guru seinen Segen zu einem System - z.B. in einem dieser Zeitschriften - gibt.
    Was wirklich zählt (oder zählen sollte ...) ist doch, ob ein System für den geplanten Zweck tauglich ist ... oder das System ist es eben nicht.

    Dieses ganze Marken-Geschwafel bringt NICHTS - genauso gibt es aber auch jede Menge Spinner im Nischenbereich.

    Der m.E. einzige Weg ist: Immer nur SELBST und UNTER PRAXISBEDINGUNGEN ein System ausprobieren - alles andere ist vergleichbar mit Lottospielen und Pferdewetten ("ich hab da einen 100%-igen Tip ...").
    Auch wenn ich System irgendwo höre, muß das - auch wenn der Sound Müll war - nicht unbedingt am Material gelegen haben.
    Viele raffen die Zusammenhänge aber nicht - denn sonst würde man nicht ständig (auch hier im Forum ...) hören "... also, ich hab das System xyz gehört und es klang scheiße" ... ein anderer sagt dann das Gegenteil (weil der Soundmann es diesmal vielleicht besser in den Griff bekommen hat ?) ...

    Verallgemeinerungen (bekannt kontra unbekannt) werden jedenfalls keine Antworten bringen, weil es es einfach zuviele Einflüsse gibt und es eben kein Patentrezept gibt.
    Vertraut doch einfach mal Euren eigenen Ohren - am besten auf einer "richtigen" Veranstaltung (und einem hoffentlich "talentierten" Soundtechniker ...) !

    Viele Grüsse sendet

  • Cardiod Loudspeaker - wer weiß was?

    • Sound-Klinik
    • 17. November 2003 um 16:24

    Cardioidstrahler:

    es geht mit zwei LS, bei durch unterschiedliche Schallführungen vorn eine Addition, hinten dagegen teilweise Auslöschung stattfindet. Besonders in halligen Räumen ist eine solche Abstrahlquarakteristik sehr praktisch.

    Wer Messungen von so einem (passiven !!!) Ding mal sehen will, findet dies unter http://www.bettersound.de/presse/cardioid.pdf (... ein zweiseitiger Artikel mit einigen Infos und zwei MLSSA-Messungen).

    Mit zwei in getrennte - geschlossene Gehäuse- eingebaute Chassis (eines vorn, das andere auf der Rückseite) und getrennter (Digitalcontroller-) Ansteuerung funktioniert es nicht optimal, weil beide Systeme bei tiefen Frequenzen kugelförmig abstrahlen. Eine "Niere" läßt sich damit nicht erzielen.

    Viele Grüsse sendet

  • Cardiod Loudspeaker - wer weiß was?

    • Sound-Klinik
    • 17. November 2003 um 16:24

    Cardioidstrahler:

    es geht mit zwei LS, bei durch unterschiedliche Schallführungen vorn eine Addition, hinten dagegen teilweise Auslöschung stattfindet. Besonders in halligen Räumen ist eine solche Abstrahlquarakteristik sehr praktisch.

    Wer Messungen von so einem (passiven !!!) Ding mal sehen will, findet dies unter http://www.bettersound.de/presse/cardioid.pdf (... ein zweiseitiger Artikel mit einigen Infos und zwei MLSSA-Messungen).

    Mit zwei in getrennte - geschlossene Gehäuse- eingebaute Chassis (eines vorn, das andere auf der Rückseite) und getrennter (Digitalcontroller-) Ansteuerung funktioniert es nicht optimal, weil beide Systeme bei tiefen Frequenzen kugelförmig abstrahlen. Eine "Niere" läßt sich damit nicht erzielen.

    Viele Grüsse sendet

  • Wer kann und würde einen Frequenzgang messen?

    • Sound-Klinik
    • 14. November 2003 um 08:36
    Zitat von "slayer"

    Die EQ-Einstellung ist aber nicht nur von der Box abhängig, sondern auch vom dazu gehörenten Raum. Das Messen muss da für jede Location erneut machen. Ich denke ein geschultes Ohr ist immer besser...

    Hallo,

    auch wenn diese Einstellung verbreitet ist und oft weiterempfohlen wird, klingt es in der Praxis eher scheußlich.

    Grund: Für den "gehörten" Klangeindruck ist immer der Direktschall verantwortlich (... ich verkneife mir an dieser Stelle mal mein Beispiel mit der Konzertgitarre im Konzertsaal, Wohnzimmer und im "Scheißhaus" ...).

    Bestenfalls kannst Du im Bassbereich (Resonanzen) raumakustische Stör-Einflüsse etwas abmindern.

    Ein LS, der ohne Raumreflektionen ein ausgewogenes Übertragungsverhalten (Direktschall) bietet, klingt in jedem Raum neutral - und wenn Du sehr weit von den Boxen "weg" gehst, mußt Du sowieso mit Delaylines (oder gleich mit anderen LS-Konzepten wie Arrays) arbeiten.

    Falls Du Raumeinflüsse (stehende Wellen etc.) auch im Bereich von etwa 400 ... 6.000 Hz mit einem EQ ausregelst , klingt es vor den Boxen (d.h. im Nahbereich) i.d.R. richtig besch...

    Viele Grüsse sendet

  • Wer kann und würde einen Frequenzgang messen?

    • Sound-Klinik
    • 14. November 2003 um 08:36
    Zitat von "slayer"

    Die EQ-Einstellung ist aber nicht nur von der Box abhängig, sondern auch vom dazu gehörenten Raum. Das Messen muss da für jede Location erneut machen. Ich denke ein geschultes Ohr ist immer besser...

    Hallo,

    auch wenn diese Einstellung verbreitet ist und oft weiterempfohlen wird, klingt es in der Praxis eher scheußlich.

    Grund: Für den "gehörten" Klangeindruck ist immer der Direktschall verantwortlich (... ich verkneife mir an dieser Stelle mal mein Beispiel mit der Konzertgitarre im Konzertsaal, Wohnzimmer und im "Scheißhaus" ...).

    Bestenfalls kannst Du im Bassbereich (Resonanzen) raumakustische Stör-Einflüsse etwas abmindern.

    Ein LS, der ohne Raumreflektionen ein ausgewogenes Übertragungsverhalten (Direktschall) bietet, klingt in jedem Raum neutral - und wenn Du sehr weit von den Boxen "weg" gehst, mußt Du sowieso mit Delaylines (oder gleich mit anderen LS-Konzepten wie Arrays) arbeiten.

    Falls Du Raumeinflüsse (stehende Wellen etc.) auch im Bereich von etwa 400 ... 6.000 Hz mit einem EQ ausregelst , klingt es vor den Boxen (d.h. im Nahbereich) i.d.R. richtig besch...

    Viele Grüsse sendet

  • bis zu welcher frequenz bässe mono betreiben ?

    • Sound-Klinik
    • 14. November 2003 um 08:17
    Zitat von "jeff"

    ich frag mich eh warum die jungs die ihren kopletten kofferraum nebst rückbank zur box umbauen nicht auch bleich die heckklappe zuschweißen? :D

    dann klappert das teil wenigstens nichmehr.

    Weil dann dein "Kick" (... Klappern der Heckklappe :wink: ) mehr da ist ...

  • bis zu welcher frequenz bässe mono betreiben ?

    • Sound-Klinik
    • 14. November 2003 um 08:11
    Zitat von "Fossi123"

    (...) Vielmehr ist mir aufgefallen das bei Umschaltung von Stereo auf Mono, auch bei rechts/links Aufstellung subjektiv mehr Druck ankommt.

    Es kann sein, da im Stereomix tieffrequente Anteile einiger Stimmen bzw. Instrumente nicht genau gleichphasig (korrelliert) auf beide Kanäle gehen und die Auffsummation bei Monobetrieb (= beide Bässe bekommen exakt gleiches Signal) dann anders verläuft als im Stereobetrieb (die Raumpositionen beider Bässe sind unterschiedlich und die Aufsummation läuft dann - akustisch im Raum - u.U. etwas anders.
    Insgesamt dürfte der Unterschied aber nicht sehr groß sein, weil in professionellen Studio normalerweise Wert auf Monokompatibilität (auch wg. Rundfunk !) gelegt wird.

    Gelegentlich tritt dieser Effekt bei traditionell ausgeführten M/S-Orchesteraufnahmen auf, wenn bei (stark zugemischten) Stützmikrofonen keine Laufzeitkorrektur vorgenommen wird.

    Viele Grüsse sendet

  • bis zu welcher frequenz bässe mono betreiben ?

    • Sound-Klinik
    • 14. November 2003 um 08:04
    Zitat von "Jens Droessler"

    Im Auto hab ich einen 12er im geschlossenem Gehäuse, getrennt bei 99Hz mit 48dB/Okt. und man hört sehr deutlich, dass der von hinten kommt...... und der liegt WEIT unter den Verzerrungen, den ein üblicher 18er erzeugt...

    ... vielleich klappert die Rückenlehne Deines Rücksitzes ... :lol:

  • bis zu welcher frequenz bässe mono betreiben ?

    • Sound-Klinik
    • 13. November 2003 um 12:42
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Hm, hattest du nicht mal geschrieben "Mehr Bass ist besser"?! :wink:

    Hallo volker,

    Du spielst sicher auf den Artikel in der "Beschallung & Technik" an - allerdings hab ich da mehr meine (irgendwie aber auch begründete ...) Ablehnung gegenüber Bandpässen und - zumindest bei größeren Beschallungsaufgaben - auch gegenüber BR "kundgetan". :)

    Da ich selbst ja immer noch gelegentlich selbst aktiv Musik mache und (noch ...) nicht halb taub bin, ist mir der übrige Frequenzbereich genauso wichtig.
    Ich finde es schade, daß viel mehr Wert auf einen "tiefen" (oder was auch immer ...) Bass gelegt wird, und "oben herum" manchmal das hinterletzte Zeug vor sich hin trötet. :(

    Da ich ja meinen Rücken - soweit möglich - schone (d.h. ich schleppe KEINE großen Kisten - mehr - durch die Gegend ...), verwende ich bei Club- und Biergartenjobs sowieso eher kleine Systeme - und hier ist es dann eben wichtig, daß die Bassteile ein wenig "höher laufen" (können sollten).
    Ich trenne übrigens meine 12.1 und 15"- bzw. 18"-Bässe auch bei Stereobetrieb "erst" bei 160 Hz (... und meine Basshybride schaffen das ja auch locker !).

    Viele Grüsse sendet

  • bis zu welcher frequenz bässe mono betreiben ?

    • Sound-Klinik
    • 13. November 2003 um 10:58

    ... kommt auf die Größe der Tops an - bei kleineren Systemen (8" ... 10")würde ich schon höher trennen (bis max. 200 Hz - je nach "Kleinheit"), weil sonst im Bereich 120 ... 150 Hz ein Loch im Übertragungsbereich auftritt.
    Es gibt sogar zahlreiche "Kompaktanlagen" von Industrieanbietern, die solche Einbrüche leichtfertig in Kauf nehmen ...

    Die Ortbarkeit von Bässen durch Verzerrungsprodukte (also "Obertöne" ...) spielt sicher eine Rolle - obwohl dies durch den von den Tops abgestrahlten Schall grössenteils auch verdeckt wird.

    Oft wird jedenfalls zu tief getrennt (... oft, weil die Bassteile es "nicht bringen" ...) und der untere Sprachbereich leidet dann stark darunter.
    Ich bin ja ein absoluter "Gegner" tiefabgestimmter "Dröhnkisten", mit denen sich nur unter Verwendung recht großer Topteile überhaupt eine akzeptable Wiedergabe der unteren Mitten erzielen läßt.

    Aber die lieben Hörgewohnheiten ... viele "Soundleute" bewerten ja die Klangqualität einer PA nur nach den Wiedergabeeigenschaften unter 80 Hz ...

    Viele Grüsse sendet

  • Wann lohnen sich Line-Arrays ?

    • Sound-Klinik
    • 13. November 2003 um 10:09

    Ich werde in letzter Zeit öfter gefragt, ob ich mich denn nicht (auch) mal mit der Thematik "Line-Arrays" befassen will.

    Nun ... da ich mich seit "einiger Zeit" wirklich damit beschäftige, will ich mal einige Anmerkungen zum (vertikalem) Richtverhalten von Line-Arrays machen:

    Im Gegensatz zu einem sphärischem Strahler nimmt bei einem (theoretisch unendlich langen und "idealen") Array die abgestrahlte Wellenfront bekanntlich ja eine zylindrische Form an. Da sich die Fläche linear mit dem Abstand vergrössert, fällt der Schalldruck bei jeder Verdopplung des Abstandes nur um 3 dB.
    ... soweit zur Theorie und dem Wunschdenken.

    In der Praxis ist die Länge eines Arrays immer endlich.
    Auf die Problematik, auch bei sehr hohen Frequenzen einen wirklich idealen Linienstrahler zu realisieren (Stichwort: Wellenformer), gehe ich hier (erst) mal nicht ein ...

    Ist die Länge eines Arrays im Verhältnis zur abgestrahlten Wellenlänge zu "kurz", wird die Abstrahlung kugelförmig (also "sphärisch" ...) und der Schalldruckabfall pro Abstandsverdopplung beträgt dann schließlich 6 dB.
    Auch bei größeren Abständen wird die Wellenfront - bei endlich langen Arrays - immer irgendwann für alle Frequenzen kugelförmig.

    Strahlt ein endlich langes Array den kompletten Frequenzbereich ab, tritt der oben beschriebene Effekt bei tiefen Frequenzen (größere Wellenlänge ...) erheblich früher als bei hohen Frequenzen ein.

    Um bei gleicher Distanz etwa identische Krümmungen der Wellenfronten (und damit "vergleichbare" Reichweiten) im gesamten Übertragungsbereich zu bekommen, müßte die Länge des Arrays zu hohen Frequenzen - am Besten kontinuierlich - abnehmen (... und zu tiefen Frequenzen hin zunehmen).

    Da "kontinuierlich" wohl in der Praxis nicht zu realisieren ist, müßte man (... meine Einschätzung ...) wenigstens drei verschiedene Systeme einsetzen.

    System Nr. 1: gesamten Frequenzbereich ab 150 ... 200 Hz *
    System Nr. 2: Bereich von 150 ... 200 Hz * mit flachem Pegelabfall ab etwa 3 kHz
    System Nr. 3: Bereich von 150 ... 200 Hz * mit flachem Pegelabfall ab etwa 800 Hz

    * im Array mit entsprechender Schallführung - also nicht eine einzelne "Kiste" ... - für den Bereich unter 150 Hz würde ich "Bassarrays" vorsehen.

    Einige Systeme Nr. 1 müßten dann in die Mitte des Arrays plaziert - Systeme Nr. 2 weiter außen - und ganz außen kommen dann die mit der Nr. 3.

    Ohne diese Maßnahme läßt sich das Übertragungsverhalten nur in einem begrenzten Hörbereich optimieren. Entfernt man sich dagegen von den LS, überwiegen die hohen Frequenzen, weil tiefere Frequenzen zunehmend immer weniger zylindrisch abgestrahlt werden.

    Sollten meine Anmerkungen bereits zum Allgemeinwissen gehören, bitte ich diesen Beitrag zu entschuldigen.

    Viele Grüsse sendet

  • Bassreflex Cardioid

    • Sound-Klinik
    • 11. November 2003 um 17:22

    ... auf jeden Fall gilt:
    Wenn man mit (eigentlich zu) geringer Abstrahlfläche bei tiefen Frequenzen eine Richtwirkung erzielen will, geht das nur über Auslöschungen an der Rückseite, wodurch der Strahlungswiderstand (hinten) verschlechtert wird.

    Bei bestimmten Locations kann es aber dennoch sinnvoll sein, sowas zu machen. Die Sache funktioniert bandbegrenzt recht einfach - bei größerer Bandbreite macht einem die Geometrie (Abmessungen etc.) ggf. einen "Strich durch die Rechnung" ...


    Viele Grüsse sendet

  • Monitorsound-Tips

    • Sound-Klinik
    • 7. November 2003 um 14:24
    Zitat von "Thomas"

    (...) wundert mich doch eins. warum setzen sich in ear systeme nicht großflächig durch?

    da kriegt dann jeder den pegel den er haben will, der sänger oder die sängerin hören sich auf jedenfall...

    sehe da fast nur vorteile. und besser aussehen tut es auch.

    ... zum letzten Punkt: Udo Jürgens hatte mal auf einer Tournee In-Ear genutzt - hinterher stand dann in einer Klatsch-Zeitung, "ob er denn jetzt schon ein Hörgerät braucht ..." - Danach hat er meines Wissens nie wieder sowas gemacht.

    In-Ear hat nicht nur Vorteile. Insbesondere ist das Richtungshören stark beschränkt (man hort entweder alles "im Kopf" oder "etwas mehr links" bzw. "rechts".

    Bei einer NICHT-krawallorientierten Band können einzelne Instrumente (Gitarren- und Bassamps, Schlagzeug ...) durch das räumliche Hören besser geortet werden und damit ebenso auch leisere Stimmen (Floor-Monitor - teilweise direkt ...) "herausgehört werden" (... in der Psychoakustik nennt man sowas den "Cocktail-Party-Effekt", weil man auch weiter entfernt stehende Personen "verstehen" kann, obwohl um einem herum auch gequatscht wird ...).

    Ein weiterer Punkt ist der, daß es auch eine Frage der "richtigen" Einstellung ist.
    Ich selbst kenne Musiker mit In-Ear-Monitoring, bei denen ich - wenn ich mich neben denen stellen - keinen Monitor mehr brauche ...

    Viele Grüsse sendet

  • Monitorsound-Tips

    • Sound-Klinik
    • 7. November 2003 um 12:22

    ... noch mal generell:

    Die einzige vernünftige Lösung ist, daß die Musiker auf der Bühne ihre Lautstärke auf ein vernünftiges Maß reduzieren - alles andere ist Schadensbegrenzung und verschlechtert nicht nur den Moni-"Sound" (Kontrolle ...), sonder auch den Gesamtsound (Übersprechen ...).

    Wenn sowas konsequenz eingefordert wird (... ich weiß, es gibt da so "Brit-Pop-Bands" ...), kann dieser ganze Equalizer- und Feedbackdetection-Wahnsinn unterbleiben und erspart allen Beteiligten unnötigen Stress und technisches Wettrüsten.

    Gerade gesangsbetonte Bands (mehrstimmiger Gesang ...) können auf einer lauten Bühne gar nicht sauber intonieren - es klingt sonst immer mal ein wenig "daneben", weil auch (guter !) Gesang eine gewisse Dynamik hat und daher nicht immer "gleichlaut" ist.

    Es gibt (leider) zuviele Krawallmucker, die nach mehr als 20 Jahren "Musik" machen nicht nur ihr eigenes (!) Gehör bereits grössenteils abgeschossen haben - nur: die sollten besser im Übungskeller bleiben und dann hier ihr Resthörvermögen vernichten (... dann habe alle anderen endlich Ruhe vor diesen "Beknackten").

    Ich mache jetzt seit über 30 Jahren Mucke und weigere mich konsequent, mit solchen Leuten gemeinsam auf der Bühne Musik zu machen, weil mir mein Gehör für solche Krawallorgien zu schade ist.

    Viele Grüsse sendet

  • subvorschläge bitte ;-))))

    • Sound-Klinik
    • 6. November 2003 um 12:18

    ... noch eine kleine Anmerkung zum Thema "Tiefbass":

    Hier gehen die Klangvorstellungen und Definitionen oft weit auseinander.
    Manche empfinden schon eine "Uff-uff"-(BP-) Kiste mit Pegelüberhöhung bei 70 Hz als "echten Tiefbass".

    Daß auf vielen Tonträgern richtig tiefe Frequenzen oft gar nicht (mehr) mit nennenswerten Pegeln vertreten sind (... darum werden ja manchmal von einigen Fetischisten auch Bassexciter eingesetzt ...), und daß diese Frequenzen - um Kompatibilität mit Ghettoblastern sicherzustellen - bereits beim Mastern eliminiert wurden, ist nicht nur vielen DJs oft gar nicht klar.
    Von der verbliebenen Dynamik bei "tanzbaren" Scheiben rede ich besser gar nicht erst.

    Selbst wenn ein Bass-System unter 70 Hz zum "Sinkflug" ansetzt, ist auch ein tiefes "H" (ca. 30 Hz = tiefe Seite bei 5-Saiten-Bässen) noch gut zu hören, weil das menschliche Gehör gegenüber Pegelschwankungen im Bassbereich sehr lausige Höreigenschaften hat.

    Es gibt wohl keinen anderen Frequenzbereich, wo soviel Blödsinn geschwafelt wird - viele "Soundleute" bewerten die Qualität einer Soundanlage an den Wiedergabeeigenschaften unter 100 Hz und merken nicht einmal, wenn sie sich ein plärriges Mittelhochtonsystem kaufen (Hauptsache es sind "Bässe da" - lieber zuviel als zuwenig ...).

    Viele Grüsse sendet

  • subvorschläge bitte ;-))))

    • Sound-Klinik
    • 6. November 2003 um 12:04

    ... einfach andere Boxen "dazustellen" funktioniert nicht - auch unterschiedliche BR-Systeme mit unterschiedlichen Abstimmfrequenzen klingt i.d.R. nie optimal (die Resonatoren "vertragen" sich nicht ...).

    Und von Kombinationen BR mit Bandpässen oder Hybridboxen kann ich nur abraten - durch die z.T. extremen Unterschiede bei den Gruppenlaufzeiten fängt man sich immense Probleme ein.

    Beste Lösung:
    Ein "in sich" stimmiges System mit gleichen Bass-Systemen, wo die Addition einwandfrei funktioniert und keine unangenehmen Nebeneffekte durch unterschiedliche Resonatorabstimmungen und Gruppenlaufzeiten auftreten ... alles andere ist m.E. pure Geldverschwendung.

    Viele Grüsse sendet

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    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
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  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Donnerstag, 15. Oktober 2026 – Samstag, 17. Oktober 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

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  • IT For AVs® | Core · Essentials

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