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Beiträge von Sound-Klinik

  • Wie siehts denn mit Copyright beim Boxennachbau aus?

    • Sound-Klinik
    • 22. August 2003 um 12:43

    ... man kann sich ja mal ausmalen, was passieren würde, wenn jeder "Hans und Franz" alles abkupfern und vertreiben würde.

    Viele Firmen, die viel Zeit, Know-How und Geld in die Entwicklung neuer Ideen stecken, würden die Aufwendungen nicht mehr 'reinholen können und über kurz oder lang pleite gehen. Und es sind ja wohl schon genug Firmen pleite gegangen (Stihwort: Standort Deutschland ...) in den letzten Jahren, oder ?

    Genauso, wie es Piraterie ist, Musik zu kopieren und zu verbreiten (wovon leben die Musiker wohl - von den Konzerten bestimmt nicht !), finde ich es ebenso daneben, wenn Ideen und langjährige Entwicklungsarbeit (gar nicht zu reden davon, wie lange es dauert, sich ensprechendes Know-How über viele Jahre anzueignen) einfach "geklaut" wird.

    Man sollte mal weiterdenken (Folgen ?) und nicht nur für den Moment, wo man sich zwei Kisten "nachbaut", um Geld zu sparen ...

    Viele Grüsse sendet


    Viele Grüsse sendet

  • EV Box ???

    • Sound-Klinik
    • 22. August 2003 um 12:26

    ... die L-Version (die ohne "Rillen") wurde definitiv in Basshörnern eingesetzt - die B-Version war aufgrund ihrer T/S-Parameter mehr für BR-Kisten optimiert und konnte - soweit ich mich richtig erinnern kann (ist schon ein paar 10 Jahre her ...) - auch mehr "Hub" machen (was ja in einem Horn eher nicht so wichtig ist) ...

    Viele Grüsse sendet

  • EV Box ???

    • Sound-Klinik
    • 22. August 2003 um 10:35

    ... die "alten" Elis hatten eine geschlossene hintere Kammer - sofern das bei der Eli 10 auch so ist, kannst Du probieren, andere Chassis einzubauen (es geht wohl nichts kaputt ...).

    Aber: Wenn die Resonanzfrequenz und Vas deutlich vom 15B abweichen (in der alten Eli war aber - soweit ich mich erinnere - ein 15L drin ...), könnte der Übertragungsbereich sich verschieben und der Wirkungsgrad geringer werden. Auch die Chassis-Güte wirkt sich beim zu erwartenden Wirkungsgrad nicht gerade unerheblich aus.

    Die hintere Kammer wird (i.d.R.) daher - NACHDEM die untere Grenzfrequenz und Übertragungsbandbreite festgelegt wurden - entsprechen dimensioniert.

    Viele Grüsse sendet

  • Was ist Entzerren?

    • Sound-Klinik
    • 22. August 2003 um 10:22

    ... ein Lautsprechersystem kann mit einem passiven Filternetzwerk (=Frequenzweiche ...) entzerrt werden (z.B. MH-Teil oder "Topteil") - einige bauen auch eine - etwas einfacher aufgebaute, bauteilsparende - "Schweineweiche" (welche dann nicht nicht ganz so gut "entzerrt") und entzerren dann (aktiv) mit einem "Systemcontroller", weil man damit nämlich auch noch Geld verdienen kann.

    Begründet wird diese "Innovation" dann (von den Herstellern und Testredakteuren ...) mit "weniger Verlusten" in der passiven Weiche, obwohl in Wirklichkeit sogar diese "einfacheren" Weichen (sehr oft) mit unterdimensionierten Bauteilen (Verluste !!!) bestückt werden.

    Es wäre - insgesamt gesehen - zwar günstiger (wg. Controller !), wirklich zueinander passende LS für eine Box auszuwählen und dann eine passiv entzerrende und etwas aufwendigere (NDR: aufwändigere ...) Weiche zu entwickeln (es geht dann auch ohne Saugkreise ...) - aber:

    Herr Bose hat es allen vorgemacht und mit diesem "Trick" (Controller ...) immer schon viel Geld verdient (... zumal seine Breitbandchassis OHNE nicht so recht klingen wollen ...) - außerdem klingt es ja auch "richtig amtlich", wenn man eine "Prozessoranlage" mit "digitalem Systemcontroller" hat.

    Und das tollste an diesen controllergesteuerten Anlagen überhaupt : Man kann (wenigstens bei einer einzigen Messmikrofon-Position - möglichst im schalltoten Raum ...) einen fast linealglatten Frequenzgang realisieren, um diesen dann in Prospekt abdrucken zu können ...

    Obwohl auf Produkte von Herrn Bose (vielleicht auch zu recht ...) geschimpft wird, folgen andere "amtliche Hersteller" jetzt seinem "Beispiel" und entzerren jetzt auch mit "Controller" (am Besten digital) ...

    Viele Grüsse sendet

  • bandpass horn von conrad...

    • Sound-Klinik
    • 22. August 2003 um 09:14

    trockenbassfetischist
    :zu Deinem Zusatz "erst wenn der letzte ... mit Resonator etc."

    Du hast natürlich recht, daß solche Konstrukte klanglich Nachteile haben. Sie haben aber auch Vorteile wie ...

    a) verhältnismässig geringe Abmessungen und dadurch geringes Gewicht
    b) auch mit einer Kiste "pro Seite" schon (relativ) brauchbares "Fundament"
    c) bei richtiger Konstruktion ordentlicher Wirkungsgrad

    Ich selbst spiele am liebsten mit Vollhörnern (ohne Vent), weil ein Drumset einfach druckvoller, trockener, direkter klingt (es mulscht nicht). Der E-Bass bleibt dabei klarer und man hat auch in halligen Räumen weniger Stress (als z.B. mit "puren" Bandpässen ...).

    Jeder sollte sich "die Karten legen", welche Ansprüche und vor allem: welche Transportmöglichkeiten (!) verfügbar sind.

    Wie Du ja weißt, habe ich letztes Jahr auch ein Horn mit Vent entwickelt (zunächst nur für den Eigenbedarf) und gebaut. Ich bin mittlerweile nicht mehr der einzige, der damit spielt. Vergleiche mit anderen Systemen kann ICH hier (... obwohl ich ja kein amtlicher Hersteller bin ...) nicht publizieren, ohne mir den Vorwurf einzuhandeln, "bloß etwas verkaufen" zu wollen.
    Aber zurück zu "Vents": Natürlich wird eine solche Kiste niemals das Zeitverhalten eines "richtigen" Horns haben können - aber: auch bei Hörnern mit Vent gibt es Unterschiede (ich habe mittlerweile einige Bass-Hybride "amtlicher" Hersteller hier gehabt ...).

    Viele Grüsse sendet

  • bandpass horn von conrad...

    • Sound-Klinik
    • 22. August 2003 um 09:14

    trockenbassfetischist
    :zu Deinem Zusatz "erst wenn der letzte ... mit Resonator etc."

    Du hast natürlich recht, daß solche Konstrukte klanglich Nachteile haben. Sie haben aber auch Vorteile wie ...

    a) verhältnismässig geringe Abmessungen und dadurch geringes Gewicht
    b) auch mit einer Kiste "pro Seite" schon (relativ) brauchbares "Fundament"
    c) bei richtiger Konstruktion ordentlicher Wirkungsgrad

    Ich selbst spiele am liebsten mit Vollhörnern (ohne Vent), weil ein Drumset einfach druckvoller, trockener, direkter klingt (es mulscht nicht). Der E-Bass bleibt dabei klarer und man hat auch in halligen Räumen weniger Stress (als z.B. mit "puren" Bandpässen ...).

    Jeder sollte sich "die Karten legen", welche Ansprüche und vor allem: welche Transportmöglichkeiten (!) verfügbar sind.

    Wie Du ja weißt, habe ich letztes Jahr auch ein Horn mit Vent entwickelt (zunächst nur für den Eigenbedarf) und gebaut. Ich bin mittlerweile nicht mehr der einzige, der damit spielt. Vergleiche mit anderen Systemen kann ICH hier (... obwohl ich ja kein amtlicher Hersteller bin ...) nicht publizieren, ohne mir den Vorwurf einzuhandeln, "bloß etwas verkaufen" zu wollen.
    Aber zurück zu "Vents": Natürlich wird eine solche Kiste niemals das Zeitverhalten eines "richtigen" Horns haben können - aber: auch bei Hörnern mit Vent gibt es Unterschiede (ich habe mittlerweile einige Bass-Hybride "amtlicher" Hersteller hier gehabt ...).

    Viele Grüsse sendet

  • bandpass horn von conrad...

    • Sound-Klinik
    • 22. August 2003 um 08:55

    ... mal eine Anmerkung:

    Als noch mit "richtigen" Hörnern (z.B. das "etwas" unhandliche Martin-Bin ...) gearbeitet wurde, konnte man in gewissen Grenzen verschiedene Chassis "ausprobieren" - einige waren dann lauter, tiefer, trockener etc. - aber es ging meistens nichts (mechanisch !) kaputt.

    In Bassgehäusen, wo mit Vents gearbeitet wird, kann man dagegen nicht einfach ein anderes Chassis 'reinschrauben. Wenn bei einem Hybrid-Horn mit irgendwelchen Vents das Chassis nicht genau "passt", dann kann es mechanisch zerstört werden.

    Einige kennen noch das "gute" alte W-Bin (mit den runden Löchern an der Front). Abgesehen davon, daß es ohne massives EQ-ing nicht zu gebrauchen war, mußten regelmässig die Chassis reconed werden (weichgekocht), weil da alle möglichen (und unmöglichen ...) Chassis 'reingeschraubt wurden. Sicher kam immer auch "irgendwie Bass" 'raus - aber oft nur eine Saison lang ...

    Viele Grüsse sendet

  • bandpass horn von conrad...

    • Sound-Klinik
    • 22. August 2003 um 08:55

    ... mal eine Anmerkung:

    Als noch mit "richtigen" Hörnern (z.B. das "etwas" unhandliche Martin-Bin ...) gearbeitet wurde, konnte man in gewissen Grenzen verschiedene Chassis "ausprobieren" - einige waren dann lauter, tiefer, trockener etc. - aber es ging meistens nichts (mechanisch !) kaputt.

    In Bassgehäusen, wo mit Vents gearbeitet wird, kann man dagegen nicht einfach ein anderes Chassis 'reinschrauben. Wenn bei einem Hybrid-Horn mit irgendwelchen Vents das Chassis nicht genau "passt", dann kann es mechanisch zerstört werden.

    Einige kennen noch das "gute" alte W-Bin (mit den runden Löchern an der Front). Abgesehen davon, daß es ohne massives EQ-ing nicht zu gebrauchen war, mußten regelmässig die Chassis reconed werden (weichgekocht), weil da alle möglichen (und unmöglichen ...) Chassis 'reingeschraubt wurden. Sicher kam immer auch "irgendwie Bass" 'raus - aber oft nur eine Saison lang ...

    Viele Grüsse sendet

  • Elektronischer Aufwand bei PA-Anlagen!

    • Sound-Klinik
    • 22. August 2003 um 08:34

    tonzwerg

    Wenn eine PA in keiner Location ohne Master-EQ zu gebrauchen ist, dann ist mit den LS-Systemen etwas nicht in Ordnung.
    Ein "richtiger" Tontechniker wird einen Master-EQ nur dann - und zwar sparsam - einsetzen, wenn die akustischen Bedingungen (schwingende Holzbühnen, stehende Wellen, ungünstige Aufstellbedingungen ...) es unbedingt erfordern.

    Wenn ein EQ auf jeder Veranstaltung massiv eingesetzt wird, sind entweder die LS-Systeme nicht optimal abgestimmt (was auch heute - wenn auch seltener als früher - noch vorkommt ...) - oder der "Tontechniker" weiß eigentlich gar nicht, was er da macht. Ein EQ ist ein Werkzeug, um Schwächen auszugleichen (... bei einem wirklich guten Mikro wie dem Neumann oder auch beyer OPUS 81 mache ich auch am Kanal-EQ NICHTS !!!).

    Ich arbeite mit einem SEHR linear abgestimmtes System und habe nicht mehr die Probleme, die ich früher (auch mit "amtlichem" Material lt. irgendwelcher Testberichte ...) hatte.

    Hallo, "alte" Hasen: Wieviel "amtliche" Anlagen gab es denn in den letzten 20 Jahren (und von wievielen wird noch ernsthaft geredet, weil einfach auch richtiger Müll dabei war ) ??? Wieviel Geld habt Ihr in den letzten 20 Jahren unnötig für Schrott "versenkt" (wg. eines Testberichts oder weil es halt "amtlich" war ...) ???

    Wenn Mucker und Soundleute - VOR dem Kauf einer Anlage - diese mal unter realistischen Bedingungen (nicht nur im Vorführraum eines Ladens ...) SELBST ausprobieren würden, dann gehen mindestens 50 % der Hersteller pleite ... und man müßte auf Stadtfeste etc. nicht mehr soviel Müll hören.

    Viele Grüsse sendet

  • Limitereinstellung

    • Sound-Klinik
    • 21. August 2003 um 12:59

    ... billige Lösung: digitaler Brickwall-Limiter (geht z.B. mit Behringer Ultramizer - da ist sowas einstellbar ...) - das Limiting ist praktisch nicht hörbar, weil das Ding sowieso mit Zeitverzögerung (Signalprozessing ...) arbeitet. Der DJ kann am Mischer die Summe hochziehen bis er heult und nichts passiert ("... ist der Regler kaputt ? ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Elektronischer Aufwand bei PA-Anlagen!

    • Sound-Klinik
    • 21. August 2003 um 11:14

    ... natürlich geht "ohne" nur, wenn die LS nicht "zum Klingen gebracht" werden müssen. Da ich in den ganzen Jahren (seit 1977 ...) schon über viel Schrott spielen mußte (wovon es auch heute noch - nicht nur gebraucht - jede Menge gibt !), kann ich mir natürlich erklären, warum sich viele einfach nicht "ohne" trauen.

    Noch eine Anmerkung: Ich kenne ja nun etliche Musikerkollegen - der (graphische) EQ hat bei vielen von denen - egal ob Zelt oder Saal - meistens die gleiche Einstellung und: die "Techniker" und Musiker können sich häufig gar nicht mehr erinnern, wer das mal "vor einigen Jahren" so und nicht anders eingestellt hat ...

    Viele Grüsse sendet

  • Elektronischer Aufwand bei PA-Anlagen!

    • Sound-Klinik
    • 21. August 2003 um 08:35
    Zitat von "alter ego"

    In Sachen Multibandkompression ist mir der Aphex Dominator II sehr ans Herz gewachsen - während er im Studio noch in etwa mit dem Höf Dynamic Master gleichzieht, ist er der einzige mir bekannte Multibandkompressor, der einen massiven Gewinn bringt, und bei allen Signalen von Sprache über Livemusik bis zu Konservengedüdel kaum wahrnehmbar ist.


    ... der TC Triple-C bringt einen sehr massiven Gewinn - wenn die Parameter richtig (!) eingestellt sind. Ich war bei dem Preis erst skeptisch (auch aufgrund der negativen Erfahrungen mit dem Ultramizer ...) - aber nach 2 Wochen Probieren (mit Testgerät) und 2 Live-Jobs war ich überzeugt.

    Zitat von "alter ego"


    Zum Thema EQs:
    (...)
    4. bei eigenen Produktionen müssen EQs dabei sein, wenn:
    - Fremdtechniker anwesend sein werden
    - die Location problematisch oder unbekannt ist
    - Lavaliers am Start sind
    - das Pult weniger als 2 semiparam. EQs pro Kanal hat
    - unklar ist, was alles auf der Bühne stattfinden wird; (singende Kleinkinder? Das Gras beim Wachsen verstärken?)

    Alles anzeigen

    ... da ich grundsätzlich (mit eigenen Bands) nur noch über eigenes LS-Material spiele, komme ich ohne EQ aus.

    Ich habe ca. 20 Jahre über "Marken-LS-Systeme" gespielt. Wir hatten auf der Bühne 3 Mischpulte (Master, Keys, Drums), 3 Hallgeräte, Stereo-4fach-Parametric für Front, 2-kanal-2fach-Parametric für Monis, Single-Comps für Gesang, Exciter, fast alles (inkl. Licht) Midi-gesteuert, PPG-System, Kurzweil u.v.m.
    Und ohne EQ war alles nicht zum klingen zu bringen.
    Irgendwann habe ich ein MLSSA gehabt und mir die Sachen mal genauer angeschaut - eigentlich hatten wir überwiegend die LS equalized ...

    Seit etwa 10 Jahren spiele ich nur noch über eigene Systeme und habe diese Probleme nicht mehr. Ich bin froh, diese Materialschlacht endlich hinter mir zu haben und in 1 Stunde aufgebaut und alles eingestellt zu haben.

    Viele Grüsse sendet

  • Elektronischer Aufwand bei PA-Anlagen!

    • Sound-Klinik
    • 20. August 2003 um 13:52
    Zitat von "Frankbärchen"

    Sound-Klinik:
    Multibandkompression habe ich noch nicht probiert, welches Teil setzt Du hier ein?

    ... nachdem es mit dem Ultramizer (zu lange Verzögerung von ca. 15 ms - stört bei perkussiven Sachen wie z.B. Snare ...) nicht so gut klappte, spielte ich erst mit dem Gedanken, einen Finalizer Express zu kaufen und einzusetzen.

    Nachdem ich dann einen Triple-C vorher testen konnte, ist so ein Ding von TC jetzt in meinem Rack (gleich gekauft ...).
    Verzögerung: AD ca. 0,7 ms - DA dto. - mit einer zusätzlichen Verzögerung von 3 ms (interne Signalverarbeitung) arbeitet das Gerät noch effektiver.
    Mit Live-Aufnahmen (DAT-Mitschnitte) hab ich mir die Parameter dann optimiert und abgespeichert, da die Werkspresets nicht optimal für meine Einsätze waren.

    Viele Grüsse sendet

  • Elektronischer Aufwand bei PA-Anlagen!

    • Sound-Klinik
    • 20. August 2003 um 10:28
    Zitat von "wora"

    ich glaube ich weiss, was sound-klinik eigentlich sagen wollte:

    das problem bei vielen technikern ist folgendes:
    wenn ein EQ da ist, wird auch daran geschraubt!

    Oft ist das aber gar nicht notwendig, vor allem wenn man ein toll klingendes system hat und disziplinierte musiker auf der bühne ...

    (...)

    ... der einsatz von dynamikprozessoren ist zwar keine pflicht, aber bei sinnvollem umgang damit kann man doch sehr viel entspannter arbeiten bzw. mehr aus der anlage herauskitzeln.

    Du hast mich richtig verstanden.
    Ein Musikerkollege hat z.B. das Neumann-Gesangsmikro. Die EQ-Regler am Mixer sind alle "flat" und es klingt "vorn" - OHNE Master-EQ !!!

    Zu Dynamik:
    Bei Krawallmucken (d.h. lauter Umgebungslärm durch z.B. besoffene Gäste ...) ist ein Mehrbandkompressor sehr hilfreich - allein schon damit der Hall nicht im Lärm absäuft (durch Verdeckung). Der Klang bleibt durchsichtiger, transparenter und das Nutzsignal hebt sich vom Lärmpegel ab, ohne daß extreme Spitzenpegel "gefahren" werden müssen.

    Viele Grüsse sendet

  • Elektronischer Aufwand bei PA-Anlagen!

    • Sound-Klinik
    • 20. August 2003 um 10:21
    Zitat von "Frankbärchen"

    @Soundklinik
    Ohne EQ im Master geht wohl nur für Freifeld Bedingungen! Wie willst Du denn dem Raum beikommen? & ohne EQ im Monitor bis zu einem gewissen Pegel, und dann? Ist es dann uncool einen EQ einzusetzen? Das ist doch Unsinn. Auch auf der Bühne gibt es oft genug durch den Raum selbst Grund einen EQ einzusetzen.

    ... ich setze auch in einem Raum keinen Master-EQ ein.
    Außerdem: der Direktschall ist wichtig für den Klangeindruck (Gesetz der ersten Wellenfront ...).

    Wenn Du (z.B. mit "Einrauschen") einen Master-EQ auf den Energiefrequenzgang abgleichst, dann klingt es mit Sicherheit (bei guten LS-Systemen !!!) nicht besser. Außerdem bekommst mit bei unterschiedlichen Messmikro-Positionen unterschiedliche Ergebnisse.
    Ich behaupte auch, daß ein Summen-EQ SEHR OFT eingesetzt wird, damit die LS überhaupt "erträglich" werden.

    Ein weiterer Punkt: Mikros werden von vielen "Technikern" irgendwie auf der Bühne verteilt (besonders schlimm: Schlagzeug) und dann wird mit Kanal-EQs (und hinterher mit Master-EQ) "solange herumgebogen", bis es (hoffentlich ?) "klingt", anstatt auf richtige Positionierungen zu achten.
    Beispiel: Ich positioniere z.B. ein Bassdrum-Mikro nie ohne Kopfhörer (bringt mehr als EQ-ing ...).

    Und im Moni-Weg brauchst Du nur dann einen EQ, wenn Du mit tauben Musikern zu tun hast und damit es ggf. erst 12 dB "später" anfängt, zu koppeln (oder wenn Du mit irgendwelchen Schweine-Monis arbeitest, die lausig abgestimmt sind ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Elektronischer Aufwand bei PA-Anlagen!

    • Sound-Klinik
    • 19. August 2003 um 17:48

    Es gibt heute sehr gute Lautsprecherchassis, Hörner etc. - richtig grottenschlechte LS sind seltener geworden.

    Trotzdem gibt es (gerade teure) Lautsprechersysteme, die ohne Controller nicht funktionieren. Sofern der Controller wirksame Schutzmaßnahmen bereitstellt (wg. gelegentlichem Betrieb durch irgendwelche Ton-Trottel) finde ich das ja soweit i.O.

    Ein Trend, denn ich sehr misstrauisch sehe: ohne einen (teuren ...) Systemcontroller vom Hersteller (der LS !) lassen sich viele Systeme nicht betreiben. Mich erinnert das dann irgendwie an Onkel Bose mit seinen Plastik-Dosen ...

    Ihc arbeite mit meiner Party- und Oldieband ohne EQ in der Summe und im Moni - und kenne keine Feedbackprobleme (wir sind alle sehr diszipliniert ...).

    Für "Krawallmucken" setze ich seit einiger Zeit einen 3-Band-Comp ein - um bei "Wettkämpfen" mit DJs (im Wechsel spielen ...) und auf Stadtfesten eine höhere Lautheit bei vergleichbarem Maximalpegel zu erzielen (... auch mit Erfolg).

    Wir sind sehr bequem und haben keine Lust auf lange Aufbau- und Soundcheck-Arien - wir verwenden daher keine Gates für Drums und keine Single-Comps für Gesang und haben trotzdem sehr oft einen besseren Sound als hochaufgerüstete Bands - über die Gründe kann man spekulieren - aber ich glaube, daß es nicht wenige Soundleute gibt, die mit dem ganzen Kram gar nicht richtig umgehen können.

    Obwohl wir wirklich noch ALLES (!) live spielen, werden wir öfter bezichtigt, mit Midi-Gedöns oder MD zu arbeiten ...

    Viele Grüsse sendet

  • Könnten wir uns eigentlich mal endlich einigen?

    • Sound-Klinik
    • 19. August 2003 um 17:16

    ... lustige Diskussion !

    Es geht doch einfach darum, welches Konzept für welche Location (und was für Programm-Material übertragen werden soll) ?

    Dann kommen die Geschmäcker ...

    ... BASS:
    a) Bass knochentrocken (Horn mit max. 15" ...) - Gehäuse groß
    b) Bass (noch) einigermaßen trocken, laut, kompakte Gehäuse (Hybride)
    c) Bass möglichst tief (... 25 Hz o.ä. - kein weiterer Kommentar ...)
    d) "wumms"-Bässe (z.B. Bandpass) ... z.B. für "Geräuschmusik"
    e) exzentrische Sonderlösungen, teuer, exotisch, unhandlich ...

    +++ für mich kommen nur a) und b) in Frage +++

    ... und die Anforderungen an die Reichweite ...

    ... MID-HIGH
    a) kurze Distanzen und geringes Gewicht (12"/1" bis 15"/2" ...)
    b) (noch) kurze Distanzen und schwer (2 x 12"/2" oder 2 x 15"/2" ... nicht mein Geschmack ...)
    c) mittlere Distanzen (Hornsysteme mit 90° hor. oder mehr
    d) größere Distanzen (Hornsysteme unter 90° hor. (ggf. unter 60°)
    e) die in letzter Zeit so umschwärmten Line-Arrays für große Distanzen

    +++ für mich kommen a) bis c) - manchmal d) in Frage +++

    Am flexibelsten und gebräuchlisten sind für Party-, Top40-Bands und DJs sicher BASS-Lösung b) und MID-HIGH-Lösungen a) und b).

    Sicher wird der eine oder andere die Thematik anders kategorisieren - aber ich denke, daß man so die Sache "einkreisen" kann.
    DIE Anlage gibt es jedenfalls nicht - auch eine Befragung wird m.E. keine befriedigende Lösung bringen (... es artet dann nur in Überzeugungsarbeit aus ...).

    Thorgy

    An die Chassisgröße wirst Du die Sache auch nicht "festmachen" können.
    18"er sind in Vented-Systems (BR, BP) etwas träge (obwohl manche diesen "Mulsch" ja mögen") - mit 15" kann man brauchbare BR bauen, obwohl 12"er "bässer" (und trockener) klingen. Kleinere Speaker haben wenig Verschiebevolumen und lassen sich - wenigsten im Bass - nur in (richtigen) Hörnern oder exotischen "Riesenschallwänden" (teuer ...) einsetzen.
    18"er aber sind ein guter Kompromiss in Hybrid-Basshörnern, weil man schon am Hals mehr Verschiebevolumen hat und das Horn dadurch nicht mehr "so lang" machen muß (kleine Gehäusegröße !).

    Viele Grüsse sendet

  • Könnten wir uns eigentlich mal endlich einigen?

    • Sound-Klinik
    • 19. August 2003 um 17:16

    ... lustige Diskussion !

    Es geht doch einfach darum, welches Konzept für welche Location (und was für Programm-Material übertragen werden soll) ?

    Dann kommen die Geschmäcker ...

    ... BASS:
    a) Bass knochentrocken (Horn mit max. 15" ...) - Gehäuse groß
    b) Bass (noch) einigermaßen trocken, laut, kompakte Gehäuse (Hybride)
    c) Bass möglichst tief (... 25 Hz o.ä. - kein weiterer Kommentar ...)
    d) "wumms"-Bässe (z.B. Bandpass) ... z.B. für "Geräuschmusik"
    e) exzentrische Sonderlösungen, teuer, exotisch, unhandlich ...

    +++ für mich kommen nur a) und b) in Frage +++

    ... und die Anforderungen an die Reichweite ...

    ... MID-HIGH
    a) kurze Distanzen und geringes Gewicht (12"/1" bis 15"/2" ...)
    b) (noch) kurze Distanzen und schwer (2 x 12"/2" oder 2 x 15"/2" ... nicht mein Geschmack ...)
    c) mittlere Distanzen (Hornsysteme mit 90° hor. oder mehr
    d) größere Distanzen (Hornsysteme unter 90° hor. (ggf. unter 60°)
    e) die in letzter Zeit so umschwärmten Line-Arrays für große Distanzen

    +++ für mich kommen a) bis c) - manchmal d) in Frage +++

    Am flexibelsten und gebräuchlisten sind für Party-, Top40-Bands und DJs sicher BASS-Lösung b) und MID-HIGH-Lösungen a) und b).

    Sicher wird der eine oder andere die Thematik anders kategorisieren - aber ich denke, daß man so die Sache "einkreisen" kann.
    DIE Anlage gibt es jedenfalls nicht - auch eine Befragung wird m.E. keine befriedigende Lösung bringen (... es artet dann nur in Überzeugungsarbeit aus ...).

    Thorgy

    An die Chassisgröße wirst Du die Sache auch nicht "festmachen" können.
    18"er sind in Vented-Systems (BR, BP) etwas träge (obwohl manche diesen "Mulsch" ja mögen") - mit 15" kann man brauchbare BR bauen, obwohl 12"er "bässer" (und trockener) klingen. Kleinere Speaker haben wenig Verschiebevolumen und lassen sich - wenigsten im Bass - nur in (richtigen) Hörnern oder exotischen "Riesenschallwänden" (teuer ...) einsetzen.
    18"er aber sind ein guter Kompromiss in Hybrid-Basshörnern, weil man schon am Hals mehr Verschiebevolumen hat und das Horn dadurch nicht mehr "so lang" machen muß (kleine Gehäusegröße !).

    Viele Grüsse sendet

  • Um rechnungs formel Konventionelle PA in linearray module

    • Sound-Klinik
    • 19. August 2003 um 14:57

    ... der Artikel ist witzig - ich habe ein paarmal richtig gelacht.

    Der Mann gefällt mir - und zwar besonders seine Abhandlung über "was ein Vertriebsunternehmen so macht und wie dabei argumentiert wird" (z.B. schwere Einstiegsversion, damit man dann auch eine Light-Version auf dem Markt "nach"-schmeißen kann ...) war lesenswert.

    Leider (oder zum Glück für einige Industrieanbieter) gibt es zuwenig dieser "Fossile" - viele "Soundleute" legen nur großen Wert darauf, mit "etwas amtlichem Material" (was immer das zur Zeit gerade mal ist ...) zu "arbeiten" (booh eey - ein Line Array ...) und sich dann einen runterzuh ....

    Ich hoffe, daß meine Anregung (einige Beiträge vorher ...) mit dem "Kran im Bierzelt" auch - von den meisten - als Spaß verstanden (?) wurde ...

    Viele Grüsse sendet

  • Messungen an BR boxen mit passiv weiche.

    • Sound-Klinik
    • 19. August 2003 um 14:16
    Zitat von "stl"

    Eine Frage an die Runde: Warum fragt ihr nicht einmal den Hersteller warum er solch ein Filter vor seinen Chassis gesetzt hat, und warum das Ergebnis so ist wie es ist?

    Warum wird immer über "Gott und die Welt" philosophiert bevor eine Erklärung aus der Feder des "Vordenkers" eingeholt wird?

    Oder sind diese "Fachleute" nicht genehm beim Lösen der Frage nach dem 'WARUM'?

    STL

    Hallo STL,

    ich habe als ehemals angestellter LS-Entwickler in einem Industrieunternehmen mit solchen Lösungen - aus Kostengründen - gearbeitet (bzw. arbeiten "müssen"). Und: es ist betriebssicher und funktioniert !

    Das "Warum" hatte ich mehrfach erklärt (SRAM hatte es wohl trotzdem nicht richtig verstanden ...) - aber vielleicht drücke ich mich ja auch nicht verständlich genug aus.

    Ein Umstand, der von vielen Bastlern und Amateuren nicht immer nachvollzogen wird, ist folgendes:
    Jede Box ist ein Kompromiss und gerade Industrieanbieter neigen dazu, an allen "Ecken und Kanten" Kosten einzusparen (was betriebswirtschaftlich gesehen grundsätzlich auch sinnvoll ist).

    Leider wird dann über solche Kompromisse hier im PA-Forum immer mal wieder endlos geschwafelt, wie man es hätte "noch besser" machen können (z.B. mit passiven Notchfilter zum "Load-matching" ...).

    Nur: auch "auf den ersten Blicke" vermeintlich "saubere Lösungen" haben u.U. auch wieder - abgesehen von höheren Kosten - andere Nachteile oder Risiken (die ja z.T. bereits richtig angesprochen wurden - ich glaub von JF ?).
    Grundsätzlich sind solche Anregungen ja auch in Ordnung - nur (und hier setzt meine Kritik an ...): Wenn die "eigene Philosophie" wie eine Religion oder Weltanschauung immer wieder heruntergebetet wird, dann finde ich sowas irgendwann nervig. Einige Kollegen sind erst zufrieden, wenn alle sagen "Ja - nur Du hast Ahnung und alle anderen sind doof".

    Ich hoffe, niemandem ersthaft "auf den Schlips" getreten zu haben.

    Viele Grüsse sendet

Anstehende Termine

  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Sachkunde für Veranstaltungsrigging nach SQQ2 | Level 1 | Köln

    Donnerstag, 15. Oktober 2026 – Sonntag, 25. Oktober 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Donnerstag, 15. Oktober 2026 – Samstag, 17. Oktober 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 27. Oktober 2026 – Donnerstag, 29. Oktober 2026
  • IT For AVs® | Core · Essentials

    Dienstag, 27. Oktober 2026, 09:30 – Donnerstag, 29. Oktober 2026, 18:00

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