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Beiträge von Sound-Klinik

  • Dämmung

    • Sound-Klinik
    • 7. August 2003 um 17:13

    ... es heißt Dämpfen und NICHT Dämmen !!!

    Mit Polyesterwatte wird gedämpft (... es wird Schallschnelle absorbiert ...) - Dämmen dagegen bedeutet, wenn man ein Gehäuse möglichst schallundurchlässig macht (also keine mitschwingenden Wände ...).

    Noppenschaum bringt in Sachen "Dämpfen" weniger und dient mehr dazu, Reflektionen an der Rückwand (im Mitteltonbereich) zu verringern. Bei PA-LS ist dies aber weniger ein Problem - diese Problematik tritt eher bei "den mehr elastischen" HiFi-Membranen (z.B. Polypropylen usw.) auf, wo die an der Rückwand reflektierte Schallwelle durch die (nicht so "harte") Membran tritt und mit dem gerade von der Membran abgestrahltem Schall interferiert.

    ... ach ja: eine richtig berechnete BR- (PA-) Kiste braucht i.d.R. nicht mit DÄMPFUNGSMATERIAL befüllt werden.

    Viele Grüsse sendet

  • XMAX

    • Sound-Klinik
    • 7. August 2003 um 16:52

    ... bei BR-Systemen wird der max. Wert - besonders bei tiefer Abstimmung und ohne HP-Filter (mit der "richtigen" Musik) - schnell erreicht. Bei höherer Abstimmung (auch besser mit HP-Filter ...) hole ich im Nutzbereich (d.h. wo auch in der Musik noch etwas "passiert") meistens mehr heraus.

    Bei Hörnern (richtig konstruiert) wird der Bass i.d.R. weniger stark ausgelenkt.
    Xmax ist daher bei Basshörnern weniger ein "Qualitätsmerkmal".

    Wichtig zu wissen wäre auch noch, daß bei zu dünnen LS-Leitungen der max. Wert schneller erreicht wird - Grund: die Endstufe kann den Treiber nicht mehr "bremsen" bzw. bedämpfen (Stichwort: Dämpfungsfaktor ...) und: es wummert.

    Viele Grüsse sendet

  • XMAX

    • Sound-Klinik
    • 7. August 2003 um 16:52

    ... bei BR-Systemen wird der max. Wert - besonders bei tiefer Abstimmung und ohne HP-Filter (mit der "richtigen" Musik) - schnell erreicht. Bei höherer Abstimmung (auch besser mit HP-Filter ...) hole ich im Nutzbereich (d.h. wo auch in der Musik noch etwas "passiert") meistens mehr heraus.

    Bei Hörnern (richtig konstruiert) wird der Bass i.d.R. weniger stark ausgelenkt.
    Xmax ist daher bei Basshörnern weniger ein "Qualitätsmerkmal".

    Wichtig zu wissen wäre auch noch, daß bei zu dünnen LS-Leitungen der max. Wert schneller erreicht wird - Grund: die Endstufe kann den Treiber nicht mehr "bremsen" bzw. bedämpfen (Stichwort: Dämpfungsfaktor ...) und: es wummert.

    Viele Grüsse sendet

  • distanzstangen

    • Sound-Klinik
    • 7. August 2003 um 16:43

    ... Richtig - die K&M-Distanzstange mit M-20-Gewinde hat einen Außendurchmesser von 35 mm - und ist TÜV-geprüft ... (Thema: Haftung !)

    Viele Grüsse sendet

  • distanzstangen

    • Sound-Klinik
    • 7. August 2003 um 16:18
    Zitat von "Thomas Knappich"

    ja, die wackelei kann ich auch nicht ab;
    bei mir gibts nur noch K&M mit M20 auf der einen Seite

    die viereckigen, zusammengequtschten Stangen mag ich auch nicht, die passen nicht überall rein !

    Genau !!
    Bloß nichts "Selbstgebasteltes" auf Veranstaltungen !

    Die Distanstangen mit M20-Gewinde (unten ...) von K&M nehm ich auch und bin sehr zufrieden damit (wackelt dann nur noch oben ein wenig ...) - ganz übel find ich mit Steck-Flanschen oben UND unten (also OHNE M20-Gewinde) ... - wenn man abbaut, fliegt einem u.U. dabei die Stange vor die Füsse.

    Viele Grüsse sendet

  • 100V Übertrager an Transistor Endstufen?!

    • Sound-Klinik
    • 4. August 2003 um 18:39
    Zitat von "ThomasK"


    ... und wenn, könnten auch wirklich richtige Lautsprecher es nicht mit den tiefen Lagen unserer Orgel aufnehmen ;)

    ... Du willst doch nicht ernsthaft eine Kirchenorgel in der Kirche mit Mikros abnehmen und über die LS schicken ????

    Viele Grüsse sendet

  • 100V Übertrager an Transistor Endstufen?!

    • Sound-Klinik
    • 4. August 2003 um 18:39
    Zitat von "ThomasK"


    ... und wenn, könnten auch wirklich richtige Lautsprecher es nicht mit den tiefen Lagen unserer Orgel aufnehmen ;)

    ... Du willst doch nicht ernsthaft eine Kirchenorgel in der Kirche mit Mikros abnehmen und über die LS schicken ????

    Viele Grüsse sendet

  • falsche interpretationen von clustern

    • Sound-Klinik
    • 4. August 2003 um 14:07
    Zitat von "wora"

    ich selber nutze ja nur selbst gebaute systeme, aber bei den großen herstellern muss es doch zum clustern ihrer systeme empfehlungen geben?
    oder überlässt man das völlig dem user?

    ... ich habe mehrfach das Richtverhalten von Systemen gemessen und bei dieser Gelegenheit festgestellt, daß manche Systeme eben nur sehr bedingt "clusterfähig" sind.

    Die Überlappung zweier "nebeneinander" angeordneter Systeme sollte dort sein, wo der Schalldruck - gegenüber der 0°-Achse - um ca. 6 dB abgefallen sein. Dies funktioniert allerdings nur dann richtig, wenn keine "Nebenkeulen" auftreten (... dann kann der Schallpegel nämlich außerhalb der 0°-Achse bei bestimmten Frequenzen auch mal wieder ansteigen ... manchmal ein altes Konusproblem ...).

    So würde ich es machen (falls die Hersteller nichts brauchbares anbieten ...): wenigstens alle 10° (bei 0° beginnen ...) die Frequenzverläufe (reflektionsfrei !!) messen und dann selbst entscheiden, was sinnvoll in Clustern benutzt werden kann.

    Viele Grüsse sendet

  • falsche interpretationen von clustern

    • Sound-Klinik
    • 4. August 2003 um 09:28
    Zitat von "e-on"

    Das ganze Thema hier wurde von Wora hier als clustern von Hörnern eröffnet. Jetzt seit ihr bei Line Arrays......

    Hallo e-on,

    die Problematik ist - akustisch gesehen - die gleiche. Bei Clustern versucht man, Systeme so zu konstruieren und nebeneinander anzuordnen, daß es dabei u.a. keinen zu Einbrüchen (Interferenz ...) etc. kommt. Diese Cluster kennt man in der Ela-Technik übrigens schon seit vielen Jahrzehnten (Schall-Ampel, Zentralbeschallung usw.)

    Bei Arrays versucht man, durch die vertikale Annordnung mehrerer Systeme, eine Linienförmige Abstrahlung (wg. Reichweite ... 3 dB bei Verdopplung ...) zu verwirklichen, die möglichst bei allen Frequenzen funktioniert. Auch hier gibt es übrigens "Vorbilder" in der Ela-Technik: (Kirchen-) Schallzeilen, die (... aber nur im interessierendem Sprachbereich ("Quack-Sound" ...) - wenn überhaupt - nur einigermaßen "funktionieren".

    Gemeinsames Problem: Mehrere - gleiche - Systeme sollen zusammen und dicht nebeneinander (bzw. übereinander ...) so abstrahlen, ohne daß es dabei zu Klangverfälschungen (durch Interferenz) etc. kommt

    Und: Wenn sich einige "Tontechniker" mal ein wenig mehr mit dieser (m.E. sehr wichtigen !!!) Problematik auseinandersetzen würden, würden weniger Probleme bei Beschallungsaufgaben anfallen. Die Praxis zeigt aber gerade doch, daß es entweder nicht verstanden wird oder viele nicht besonders interessiert (siehe einige Beiträge im Forum ...).

    Viele Grüsse sendet

  • 100V Übertrager an Transistor Endstufen?!

    • Sound-Klinik
    • 4. August 2003 um 00:26
    Zitat von "Adam Selene"

    ... Und die 8"/1"-Boxen hätten von einem HP bei 60Hz bestimmt auch profitiert (oder tun sie es sogar)

    Die ISAs haben zuschaltbare HP-Filter, die (... schon allein wegen der Membrangröße von 8") den Lautsprechern etwas mehr "Luft" verschaffen ...

    Viele Grüsse sendet

  • 100V Übertrager an Transistor Endstufen?!

    • Sound-Klinik
    • 4. August 2003 um 00:26
    Zitat von "Adam Selene"

    ... Und die 8"/1"-Boxen hätten von einem HP bei 60Hz bestimmt auch profitiert (oder tun sie es sogar)

    Die ISAs haben zuschaltbare HP-Filter, die (... schon allein wegen der Membrangröße von 8") den Lautsprechern etwas mehr "Luft" verschaffen ...

    Viele Grüsse sendet

  • Gibt es sowas: Drahtlose Minischwanenhalsmikrofone f Sprache

    • Sound-Klinik
    • 3. August 2003 um 23:10
    Zitat von "ThomasK"

    ... einen Taschensender anbringen und ebenso ein kleines Mikrofon mit Richtcharakteristik. Ich glaube 'mal von Beyer kleine Klemmkondensator Mikrofone für Streichinstrumente gesehen zu haben. Aber Kondensator scheidet aus (Spannungsversorgung drahtlos?!) und wie gesagt die Quelle ist Sprache und dank Leseentfernung wird auch eine gewisse Richtcharacteristik benötigt.

    Kleinmikrofone würde ich in einer Kirche nicht empfehlen.
    Kleine Kapseln - auch Richtmikrofone - haben gerade bei tiefen Frequenzen nur eine geringe Richtwirkung. Auch die kleinen "Bleistifte" von Sennheiser (sieht man oft im Fernshen bei Polit-Promis ...) sind aus o.g. Grund nicht zu empfehlen.
    In einer Kirche ist gerade bei tiefen Frequenzen die Nachhallzeit recht lang und es gibt dann eher Feedbackprobleme.

    Eine passable Lösung wäre ein Richtrohrmikro (z.B. K6-Serie von Sennheiser) mit aufgestecktem Handsender (ich glaube Sennheiser Evolution 500er-Serie - die dürften Phantompower haben ...). Als Empfänger eignen sich auch die 100er Evolution Receiver (sind preiswerter ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Linearer F-Gang WIRKLICH das beste?

    • Sound-Klinik
    • 3. August 2003 um 22:49

    ... am besten klingen Systeme, die einen ausgewogenen Frequenzverlauf haben - und das möglichst über einen sinnvollen Abstrahlwinkel.

    Messungen mit Rauschen/Sweep etc. zum "Einstellen" der Anlage sind nicht ganz unproblematisch, weil der Raum u.U. (zu ...) stark mit in die Messung einfließt. Klangbestimmend ist dabei sehr wesentlich der Direktschall (Gesetz der ersten Wellenfront ...).
    Auch wenn ich mich wiederhole: Eine erstklassige Konzertgitarre für EUR 20.000,- klingt im Wohnzimmer UND auf dem Scheißhaus exzellent (also unabhängig vom "Raum" ...) - eine billige Wanderklampfe klingt überall wie eine Wanderklampfe.

    Ich fahre meine Soundanlage (Partyband und Oldieband - jeweils Live und keine Sequencer-Mucke !) jedenfalls komplett ohne EQ (...sowohl "vorne" als auch Monitor ...) und habe in praktisch jeder Location einen exzellenten Sound - und NIE Feedbackprobleme. Bei Live (besonders Krawallmucken wie Stadtfeste etc.) baue ich ggf. Multiband-Kompression mit ein, damit leise Parts (Hall ...) nicht im Mix absaufen.

    Bei größeren Veranstaltungen (2000 ... 8000 Leute) leihen wir uns dann etwas passendes (... auch von mir entwickelte Systeme ...) von einem gut befreundetem Verleihunternehmen - Betrieb natürlich auch ohne EQ ...

    Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Ich bin nicht kategorisch "gegen EQ" - nur: für Zeltmucken, Stadtfeste und halbwegs "normale" Saalbetriebe brauche ich sowas einfach nicht - denn: Viele Probleme lassen sich mit vernünftiger Aufstellung lösen.
    Komplizierte und verwinkelte (Schweine-) Hallen können u.U. EQ zum "erträglich-machen" oder zur Feedbackunterdrückung erfordern - aber auch hier gilt die alte Mixer-Weisheit: "He who equalizes less equalizes best ..."

    Viele Grüsse sendet

  • 100V Übertrager an Transistor Endstufen?!

    • Sound-Klinik
    • 3. August 2003 um 22:29
    Zitat von "Adam Selene"

    ... Übrigens habe ich gerade vor 5min 100V Audioübertrager der 200W-Klasse von Talema in der Hand gehabt. Das sind auch Ringkerne, also nix mit verschachtelten Blechen.

    Adam

    Hallo Adam,

    in den ISA-Endstufen sind - soweit ich mich richtig errinnere - auch Ringkerne.
    Es kommt bei 100-V-Übertrager auf das richtige Kernmaterial und wie gewickelt wird an. Richtig gute Übertrager sind daher auch nicht nur für Sprachübertragung geeignet - leider sind gute Übertrager nicht ganz billig.

    Ich hab für eine Beschallungsfirma a. vor einem halben Jahr 8"/1"-Lautsprecher entwickelt, die mit einem Umschalter auf niederohmig (8 Ohm), 100 V und 70 V geschaltet werden können. Er beschallt damit (mobil) Sportveranstaltungen, Musiktage etc. und hat davon derzeit 12 Kisten. Als Übertrager sind richtig gute (Hauffe-) Übertrager 'reingekommen - wie gesagt: nicht billig ...

    Wenn man Musik auf diese Kisten gibt und mal mit 100 V und mal niederohmig hört sind die Unterschiede praktisch nicht zu hören. Auch messtechnisch tut sich nur bei sehr tiefen Frequenzen (und seeeeehr hohen ...) etwas. Der Beschaller betreibt das Ganze übrigens mit einer QSC ISA 500T.

    Viele Grüsse sendet

  • 100V Übertrager an Transistor Endstufen?!

    • Sound-Klinik
    • 3. August 2003 um 22:29
    Zitat von "Adam Selene"

    ... Übrigens habe ich gerade vor 5min 100V Audioübertrager der 200W-Klasse von Talema in der Hand gehabt. Das sind auch Ringkerne, also nix mit verschachtelten Blechen.

    Adam

    Hallo Adam,

    in den ISA-Endstufen sind - soweit ich mich richtig errinnere - auch Ringkerne.
    Es kommt bei 100-V-Übertrager auf das richtige Kernmaterial und wie gewickelt wird an. Richtig gute Übertrager sind daher auch nicht nur für Sprachübertragung geeignet - leider sind gute Übertrager nicht ganz billig.

    Ich hab für eine Beschallungsfirma a. vor einem halben Jahr 8"/1"-Lautsprecher entwickelt, die mit einem Umschalter auf niederohmig (8 Ohm), 100 V und 70 V geschaltet werden können. Er beschallt damit (mobil) Sportveranstaltungen, Musiktage etc. und hat davon derzeit 12 Kisten. Als Übertrager sind richtig gute (Hauffe-) Übertrager 'reingekommen - wie gesagt: nicht billig ...

    Wenn man Musik auf diese Kisten gibt und mal mit 100 V und mal niederohmig hört sind die Unterschiede praktisch nicht zu hören. Auch messtechnisch tut sich nur bei sehr tiefen Frequenzen (und seeeeehr hohen ...) etwas. Der Beschaller betreibt das Ganze übrigens mit einer QSC ISA 500T.

    Viele Grüsse sendet

  • 100V Übertrager an Transistor Endstufen?!

    • Sound-Klinik
    • 3. August 2003 um 20:46

    ... es gibt preiswerte 100-Volt-Übertrager, die gehen erst bei 70 ... 90 Hz" los und übertragen je nach Qualität bis 12 ... 15 kHz.

    Es gibt ebenso bessere Übertrager, die einen Bereih von 30 Hz bis 20.000 Hz abdecken (... in allen Leistungsklassen in Spitzenqualität - auch mit Anzapfungen für 70-V bzw. 50 V - von Hauffe).

    Preiswert und gut sind auch die ISA-Endstufen von QSC.
    Vorsicht: Standardmässig sind diese Teile mit 100-V-Spartrafos ausgerüstet, was aber meistens kein Problem ist. Falls doch (gemeinsame Masseverbindung in der Installation ?), bei der Bestellung unbedingt angeben, daß die Endstufen mit Übertrager geliefert werden, bei denen die Wicklungen galvanisch getrennt sind.
    Die Endstufen sind sehr robust und die 100-V-Übertrager sind auch musiktauglich !

    Viele Grüsse sendet

  • 100V Übertrager an Transistor Endstufen?!

    • Sound-Klinik
    • 3. August 2003 um 20:46

    ... es gibt preiswerte 100-Volt-Übertrager, die gehen erst bei 70 ... 90 Hz" los und übertragen je nach Qualität bis 12 ... 15 kHz.

    Es gibt ebenso bessere Übertrager, die einen Bereih von 30 Hz bis 20.000 Hz abdecken (... in allen Leistungsklassen in Spitzenqualität - auch mit Anzapfungen für 70-V bzw. 50 V - von Hauffe).

    Preiswert und gut sind auch die ISA-Endstufen von QSC.
    Vorsicht: Standardmässig sind diese Teile mit 100-V-Spartrafos ausgerüstet, was aber meistens kein Problem ist. Falls doch (gemeinsame Masseverbindung in der Installation ?), bei der Bestellung unbedingt angeben, daß die Endstufen mit Übertrager geliefert werden, bei denen die Wicklungen galvanisch getrennt sind.
    Die Endstufen sind sehr robust und die 100-V-Übertrager sind auch musiktauglich !

    Viele Grüsse sendet

  • falsche interpretationen von clustern

    • Sound-Klinik
    • 3. August 2003 um 20:29
    Zitat von "Jack"

    ... Meiner Meinung nach entstanden deshalb die 2. Generation "ein-Bisschen-Line-Arrays" ...

    Hallo Jack,

    wie ja bekannt ist, gibt es einige "Nicht-so-ganz-Line-Arrays".
    Über den Grund, warum es sowas gibt, könnte man spekulieren (meine Meinung: es ist irgendwie auch gerade "in", ein Line-Array zu haben ...).
    Das Problem bei solchen "halben" Line-Array-Systemen, wo nur in einem begrenzen Frequenzband eine halbwegs zylinderförmige Abstrahlung realisiert wird, ist jedoch folgendes:

    In einer bestimmten Entfernung (sagen wir mal 10 m, um eine "Hausnummer" zu nennen ...) ist die Übertragung einigermaßen "flat" eingestellt - bei kleineren Abständen wird dieser Bereich leiser - bei größerem Abstand (wg. 3 dB bei Abstandsverdopplung) fällt dieser Bereich dagegen nicht so stark ab wie der "Nicht-Line-Array-Bereich" - und erst in "großer Entfernung" geht alles in einen Punktstrahler (d.h. 6 dB ...) über - mit einer Betonung des Bereiches, der im Nahbereich zylinderförmig abgestrahlt wird.

    Man könnte - sofern keine riesigen Distanzen überbrückt werden sollen - das Ganze auch "positiv" einsetzen:
    Nehmen wir mal an, ich würde bei einem System ausschließlich den Präsenzbereich mit zylindrischer Abstrahlung konstruieren, dann würde im Nahbereich der berühmte "Badewannenfrequenzgang" auftreten ("ein "rundes, volles" Klangbild ...) - in einem "Sollabstand" wäre die Übertragung dann linear - ... und in größerer Entfernung würde der Präsenzbereich überbetont werden (verbesserte Reichweite für Sprachübertragung ...).

    Fazit: Der Klang wäre recht entfernungsabhängig (was er i.d.R. aber auch bei Punktstrahlern (über größere Entfernungen ...) teilweise auch ist (Reichweite der Bassübertragung etc.).

    Viele Grüße sendet

  • falsche interpretationen von clustern

    • Sound-Klinik
    • 2. August 2003 um 12:35

    ... bei 800 Hz hast Du eine Wellenlänge von ca. 43 cm - ich denke, daß bei üblichen Schallwandabmessungen schon hier nicht mehr die Bedingungen einer einzigen Schallquelle gegeben sind (... nimm mal die Mitte der beiden Membranen - geh aus der 0°-Achse raus und rechne an einigen Hörpositionen mal die Laufzeitdifferenzen aus - tja, bei halber Wellenlänge Differenz erfolgt Auslöschung ...) ...

    ... oder mehr praktisch: Stell mal eine gut konstruierte Box (meinetwegen 15"/2") in Hörposition und mache Messungen bei 0°, 15° seitlich und 30° seitlich - und dann wiederhole mal das Ganze mit zwei nebeneinandergestellten - gleichen ! - Systemen. Du wirst Dich wundern, wie anders plötzlich alles ist ...

    Noh interessanter wird es, wenn Du drei (oder mehr) Systeme nebeneinander stellst (... oft auch bei höheren Frequenzen !) ...

    Viele Systeme, die als "Clusterfähig" angepriesen werden, sind es in der Praxis nicht (... da nützen auch keine abgeschrägten Seitenwände, obwohl es ja "hübsch clustermässig" aussieht).

    Generell halte ich für Musikübertragungen den Einsatz solcher "einfacher Cluster-Systeme" für nicht ganz unproblematisch - für reine Sprachübertragungen in Eissporthallen und Schwimmstadien funktioniert es dagegen ganz ordentlich.


    Viele Grüsse sendet

  • falsche interpretationen von clustern

    • Sound-Klinik
    • 2. August 2003 um 10:22

    .. grundsätzlich könnte man sagen, daß Mischformen aus direktabstrahlendem und Horn (z.B. 12"-Konus + 1"-MH-Horn) sich nicht nebeneinander betreiben lassen.
    Grund: Ein Konus neigt dazu, bei sehr tiefen Frequenzen sehr breit (u.U. kugelförmig) und mit wachsender Frequenz immer enger abzustrahlen.

    Sicher kann man durch eine geschickte Auswahl der Lautsprecher den Effekt (etwas) minimieren - aber ganz vermeiden läßt sich sowas nicht.

    Ein gut konstruiertes Horn dagegen kann - wenigsten über einige Oktaven - recht konstante Abstrahleigenschaften besitzen.

    Daher: Nur komplett mit Hornsystemen bestückte (Punktstrahler-) Systeme eignen sich für den "Nebeneinanderbetrieb". Bei Mischformen aus direktabstrahlenden Systemen kommt es bei tieferen Frequenzen zu Überlappungen, bei höheren Frequenzen zu "toten Punkten".

    Ich hab vor zwei Jahren für eine Verleihfirma ein System entwickelt, wo zwei 12"er (mit Druckkammer und Horn) mit einem 1,4"er Horn kombiniert wurden. Das Abstrahlverhalten ist über mehrere Oktaven - besonders im Bereich der menschlichen Stimme (wo Fehler schon früh gehört werden ...) - sehr konstant und macht dadurch keine Probleme beim "Nebeneinanderbetrieb".

    Mit direktabstrahlenden Konuslautsprechern funktioniert sowas praktisch nie - obwohl man diese "Cluster" regelmässig in Zelten, auf Stadtfesten usw. bewundern kann.


    Viele Grüsse sendet

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