Zitat von "oTon"Noch einmal, Musikalität hat nichts mit Displays zu tun ... auch wenn du es nicht glauben magst.
Es spielt schon eine Rolle, ob man die Welt (egal ob Musik oder ferne Länder) am Bildschirm (reduziert auf eine zweidimenionale optische Wahrnehmung) oder räumlich visuell, räumlich hörend (mit den eigenen Ohren) UND zum Anfassen entdeckt.
Mir schwant, daß die Herangehensweise (d.h. mit welchen Tools - in diesem Fall virtuelle ...) schon zu einer anderen Wahrnehmung von Musik führt, die auch Auswirkungen auf die Arbeit selbst hat. Der Stellenwert der Musik sinkt ... der Stellenwert der technischen Gadgets steigt.
Wenn heute ein "Popstar" den Ton nicht trifft, läßt sich sowas (der Technik sein Dank") beheben. Weiter so ! :?
Mich beschäftigen diese Themen (zumal ich selbst Kinder habe) schon länger ... aber den meisten hier werden solche Gedanken eher unbequem sein. Die musikalische (!!) Qualität ist in den letzten 20 Jahren nicht besser geworden ... der kommerzielle Wahn (und Anzahl der Produktionen) hat dagegen dramatisch zugenommen. Der gleiche Trend ist auch im Freizeit- und Komsumverhalten (technisches Spielzeug, welches meist überflüssig ist) erkennbar.
Mal zum Nachdenken: Der durchschnittliche IQ in Deutschland stieg Anfang des vergangenen jahrhunderts stetig an (ca. um drei Punkte ... zwischen 1953 und 1981 sogar um 17 Punkte ... und damals gab es noch keine Handys mit mp3-Player und computerisierte Arbeitsplätze :wink: ).
Seit Mitte der 90er seigt der IQ nicht mehr, sondern sinkt um durchschnittlich 2 Punkte pro Jahr (Untersuchungen der Universität Erlangen durch Siegfried Lehrl) !
Wer jetzt an PISA denkt ... :roll: