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Beiträge von bernd häusler

  • 2x12"/1,4" Forumsprojekt "PAF212"

    • bernd häusler
    • 31. Dezember 2007 um 18:43

    Moin,

    @ martin:
    bei hohen Frequenzen: die Membrane kämpft ausschließlich gegen die eigene Masse, kein Hub, kein Einfluß der Luftfeder. In diesem Bereich setzt die Membrane jedoch den von hinten auftreffenden Reflexionen aus dem Gehäuse wenig Widerstand entgegen. Man "hört" also die Größe der Box, den Klang des Hohlkörpers hinter der Membrane. Dem kann man durch Gehäusegestaltung entgegenwirken, wie ich das beim Fliegetop gemacht habe, und leider auch unbrauchbare Gehäuseabmessungen bauen, wie es Erich passiert ist. Er hatte ein kegelförmiges Kleinstvolumen hinter dem Kappa. Für Quader gilt, je größer desto tiefer die Klangfärbung im Partialschwingungbereich.

    Im unteren Bereich, sagen wir bis zu ersten Partialschwingung, die bei 12" zumeist um 450 Hz liegt stellt die Membrane eine Barriere dar, Reflexionen in der Box beeinflussen die Wiedergabe sehr breitbandig, extreme Peaks entstehen hier nicht. Ausnahme ist eine Reflexion genau auf der ersten Partialschwingung.

    "Ventiliert" man nun die Box, dann fehlt diese Barriere und die Reflexionen treten auch in diesem Bereich sehr "peakig" nach außen. Subjektiv mag dieser Effekt ein Gegengewicht zum Partialschwingungsbereich bilden, also den unvermeidbaren "Bergrücken" im Partialschwingungsbereich einige "Bergrücken" im Grundton hinzufügen.

    Da Du ja den "Gewinn" Deiner CB bei Einbau-Resonanz nicht nutzt kannst Du diese Resonanz natürlich mit einem größeren Gehäuse nach unten verlegen. Wo ich bei einer Trennung mit 48dB/oct zwischen 12" und Horn nur Vorteile sehe, trenne ich zwischen Bass und 12" etwas flacher. Im tiefen Bereich ist das Gehör weit empfindlicher für Groupdelay (Zeitauflösung) und der 12" spielt vergleichweise präzise. Dort kann man eine extrem steile Trennung schon mal schwingen hören.

    @ unknown_artist: jetzt habe ich begriffen, Du meinst eine Reduktion der artefaktbedingten Bandbreite des Resonators durch geschickte Bedämpfung der vagabundiernden Wellen im Innern der Box. Die Strohhalmlösung von Peer ist eine beachtliche Version des Variovent. (Variovent = nicht zischende Undichtigkeit) Wo ein Variovent hauptsächlich die Resonanzgüte einer geschlossenen Box reduziert, bleibt mit den Strohhalmen eine definierte, bedämpfte, damit breitbandigere, BR-Resonanz erhalten.


    ______________________________________________________________


    Mir ist natürlich die Gratwanderung zu Offtopic aufgefallen. Solange man die CB-Reso nicht nutzt kann man wohl die Gehäuseabmessung an praktischen Gegebenheiten orientieren. Kompakt ist natürlich Trumpf einfache Konstruktion auch. Großartig wäre, wenn die Gehäuseschrägen genau der funktionierenden Arraybildung entsprächen, das macht den Aufbau und die Vergurtung einfacher. Die Chassiswahl ist natürlich eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sowohl der 18S, als auch der B&C haben Ihre Qualitäten. Hier empfehle ich den Herstellern/Vertrieben mit konsistenten Angeboten mitzuhelfen. Sobald die Gehäuseabmessungen feststehen gilt es eine passive Abstimmung zu finden, hier entscheidet sich wie gut die Box eingesetzt werden kann, und damit die Akzeptanz. Wie ich aktiv trennen würde ist bekannt, aber passiv ist eine echte Herausforderung. Die Frage welche Kompromisse die Box "gut" machen gilt es zu klären. Ich persönlich lege großen Wert auf eine gute Dämpfung des Off-Band-Noise, und eine unter Grenzlast funktionierende Trennung . Leider sind viele subjektive Effekte meßtechnisch wenig auffällig. Ich habe "große" Erwartungen an Fabians Hochlast-Klirr-Messungen der kompletten Box. Fabians Meßlabor ist zumindest im Forenzusammenhang einzigartig, und auch PP-Messungen zeigen, daß nur wenige Hersteller wissen was Vollast ist.

    so, und jetzt gehe ich lochfrei ins Neue Jahr, schützt Euer Gehör, Knaller machen schnell Berufsunfähig.

    Gruß

  • 2x12"/1,4" Forumsprojekt "PAF212"

    • bernd häusler
    • 31. Dezember 2007 um 01:52

    Moin,

    @ Fabian: warst ja mal wieder schneller... Das ursprüngliche Meßsignal war Sequenzlänge 64k, Abtastrate 48kHz, wenn ich das vom verlinkten Signal (vielen Dank :D ) mit 128k und 48Hz zurückrechne waren das 1,35 Sekunden für den Sweep. Wir hatten ja hinter den Kulissen überlegt woher nun der merkwürdige K3- Klirr kommt. Da der aktuelle (Klirr-) Meßsweep 128k, 16kHz etwa 8 Sekunden dauert... ...da ist bei der ersten Messung was anderes passiert als DC-Displacement, und daß das Einwobbeln bei allen 3 Chassistypen die gleiche Wirkuing hatte, naja, ...ich glaube nicht.
    1,35 Sekunden... vielleicht war das doch zu wenig Information für eine artefaktfreie Auswertung? 1,35 Sekunden, da ist nicht viel Information drin?

    Ist ja nichtmehr so wichtig, die jetzigen Messungen sind ja ok.

    Dennoch möchte ich vorschlagen zumindest einen weiteren Vergleich mit kurzem (128k, 16kHz etwa 8 Sekunden) und zusätzlich einem erheblich verlängerten Sweep zu machen. Geht das mit Farina? Die Aufenthaltszeit im DC-kritischen Bereich ist auch bei einem 8 Sekunden Sweep relativ zu gängigen Musiksignalen sehr kurz. Für BR wirds ausreichen, für unvermeidbare Undichtigkeiten an CBs, hmmm. Das DC-Problem mit Musik ist ja, daß sich der mittlere Nullagenfehler in die Luftfeder einprägt, spätestens nach einigen Minuten Musik. Bei BR gehts gleich voll daneben, aber auch schneller zurück. Was besser klingt und länger durchhält?

    @ all: Mag sein, daß Euch das DC-Displacement noch nicht so brutal verfolgt wie mich. Das hat mit Betriebsstunden zu tun, und der auch bei mir vorhandenen Neigung zu BWL-Maximierung. Hätte es nicht wiederholte Berichte von bitteren Chassiszerstörungen u.a. hier im Forum gegeben, die durchweg darauf zurückzuführen sind, ...ja... ...dann wäre ich allein...
    Den alten Hasen sei gesagt: zu Zeiten der "guten alten" Musik war die Lebensdauer von Chassis akzeptabel. Doch den ersten Bericht über einen unerkärlichen Ausfall nach mehr als einem Jahrzehnt problemlosen Betriebs habe ich auch schon. Neuere Partymusik...


    Gruß

    PS

    Zitat von "unknown_artist"

    So, dass der Hub im unteren Einsatzbereich der Box halbwegs breitbandig reduziert wird.
    PS.Man kann die Filterfunktion eines Ports verbessern, bei Box mit Loch ohne Inhalt halt eher schlecht...


    Wie willst Du das machen? Variovent?

  • 2x12"/1,4" Forumsprojekt "PAF212"

    • bernd häusler
    • 31. Dezember 2007 um 00:44

    Moin,

    Dann wirds Zeit Fabian zu Vergleichsmessungen mit Loch zu überreden ;) . An einem vergleichenden Zerfallspektrum und an einer ebenso vergleichenden Klirrmessung wird sich zeigen was da zu hören ist. Die originaltreue Wiedergabe verbessert sich >>im Topbetrieb<< durch BR sicher nicht.

    Für die Krachfraktion, die sich eine "entspannter" lärmende Box wünscht hier meine Tipps: Der Trick ist, daß der verspätete Schall aus dem Boxinneren erheblich zum >>subjektiven<< Lautheitseindruck beiträgt, auch bei einer 60Hz Notfullrange Top-Abstimmung wird es im Mittenband von 120Hz (übliche Trennung) bis zur oberen Trennung subjektiv erheblich lauter als CB. Die lautestmögliche Topbox hat Ports in Brettstärke vorne in der Schallwand und eine 130Hz Abstimmung für 120er Trennung.

    @ unknown_artist: Wie würdest Du einen Port zur Verringerung von Intermodulationsverzerrungen im Toppbetrieb auslegen?

    @ Martin: Wenn Du laute Veranstaltungen noch lauter Beschallen willst stimme gleich konsequent auf 130 Hz ab, mit Ports in Schallwandstärke vorne. Es gibt für jedes Bedürfniss die passende Lösung, erst krachige 2", jetzt wenigstens konsequenter Resonator. Mag sein, daß ich mich in Deinen Notwendigkeiten geirrt habe. Über DC-Displacement brauchst Du erst nachdenken, wenn die Einspannung reißt, der resultierende Klirr bringt Dich dem Ziel zunächst näher. Übrigens, wenns dann um 130Hz unerträglicht hupt und dröhnt hilft ein Filter im Controller, das schafft zusätzlichen Headroom.
    Dem Klang von "Sängern", die ihr Mikro, Korb in der Faust, schon vor dem ersten Refrain zugespien haben, tut ein solches Topkonzept definitiv nicht schaden,

    Bin ich froh, daß ich mit irrsinnigen Gastspielen und deren Knöppedrehern nix mehr zu tun habe :wink:

    Gruß


    PS: meine Sylvesterbeschallung läuft ohne Loch... ...guten Rutsch Euch allen, kommt gut ins neue Jahr.

    PPS schützt Eure Ohren! (Knaller/Loch-Blech-Boxen) Bitte!

  • 18" Basslautsprecher.. Es "wummst" nicht rich

    • bernd häusler
    • 30. Dezember 2007 um 13:02

    Moin,

    ohne Meßausrüstung gibts "nur" behelfsmäßige Möglichkeiten das festzustellen.

    Grundsätzliches Ziel ist im Bereich der Trennfrequenz eine Summierung der Schallabgabe zu erreichen und Bass und Top gleichlaut zu bekommen. Einfach gesagt, die Membranen sollen gleichzeitig in die selbe Richtung schwingen. Da dies nicht automatisch durch richtige Polung gegeben ist, weil verschiedene Lautsprecher relativ zum Anregungssignal eine unterschiedliche Phasenlage haben, und eventuell auch unterschiedliche Entfernungen zum Hörer, ist das leicht kompliziert.

    Ich skizziere mal einen Testaufbau mit "Haushaltsmitteln". Du brauchst ein gewöhnliches Mikrofon, ein Mischpult mit Pegelanzeige, und eine selbstgebrannte Test-CD mit Sinustönen. Zunächst stellst Du einen Bass, und ein Top aufeinander, und das Mikrofon dazwischen, sodaß es vom Bass und von 10" gleich weit weg ist. Am besten natürlich im Freien, wegen der Reflexionen. Dann brauchst Du 3 Töne, einen genau auf der Trennfrequenz und zwei ca. 30 Hz drunter und drüber. Die machst Du Dir z.B. mit dem Computer und brennst die auf CD. Nun stellst Du einzeln das Top mit dem Trennfrequenzton und dem höheren Ton, bzw. den Bass mit dem Trennfrequenzton und dem tieferen Ton an der Weiche ungefär gleich laut ein. Ablesen kannst Du das über die Pegelanzeige des Mischpults, an welches das Mikrofon (und sonst nichts) angeschlossen ist. Jetzt lässt Du Bass und Top zusammen spielen. Erster Test ist welche Polung mit dem Trennfrequenzton die stärkere Pegelanzeige bringt. Dann kannst Du je nach Weiche noch Feintuning an Delay oder Phase vornehmen. Ziel ist, bei verpolten Lautsprechern den kleinstmöglichen Pegel auf der Mikrofonanzeige zu haben, und richtig gepolt den größtmöglichen. Du wirst schnell merken, daß das nur ungefär klappt, und doch wirds danach besser spielen, als versehentlich falsch gepolt.

    Vorsicht: Sinustöne haben viel Energie, mache die Tests mit sehr niedrigen Pegeln knapp über Umgebungslärm, Lautsprecher und Ohren werden es danken.

    Gruß

  • 18" Basslautsprecher.. Es "wummst" nicht rich

    • bernd häusler
    • 29. Dezember 2007 um 06:18

    Moin,

    Nach meinen groben Annahmen:

    Boxvolumen : 170 Liter
    Portfläche 2*12 : 226cm²
    Portlänge : 7 cm
    Tuning : 45 Hz

    zumindest nicht grob falsch.

    @ Jannik Strakeljahn: Hattest Du andere Subs schonmal zum Vergleich im selben Raum danebenstehen? Ich Frage, weil ich eher die Abhörsituation (kleiner Raum mit ungünstigen Maßen z.B. , ungeeignete Trennung zu den Tops wurde zu recht schon erwähnt) als Ursache Deiner Enttäuschung vermute. Eigentlich ist das ein gaaanz gewöhnlicher BR-Sub mit "amtlichem" Chassis. Der sollte also das tun was ein 18" BR Sub nunmal kann. Daß der Lowcut der Endstufenmodule vielleicht zu hoch greift könnte sein, ich habe den original TW eher mit einem kleineren Volumen, und einer Abstimmung eher über 50 Hz in Erinnerung. (war nicht toll)

    Gruß

    Gruß

  • 18" Basslautsprecher.. Es "wummst" nicht rich

    • bernd häusler
    • 27. Dezember 2007 um 22:30

    Moin,

    hihi, die "klassischen" K&S TW-Endstufen, selbige habe ich schon benutzt, allerdings mit der "TW-Originalbox". Diese Aktivsubs wurden auf Bitte zumindest eines Vermieters erheblich kastriert, um die Chassislebensdauer zu verlängern. Der Limiter greift weeeiiit vor 800 Watt. Da brauchst Du wohl die Serviceunterlagen, um das rückgängig zu machen. Überprüfe auch die Konstruktion der Box hinsichtlich der BR-Tuningfrequenz, vielleicht ist da was verrutscht

    Gruß

  • King vs. Leach oder Wo bitte resonieren Sie?

    • bernd häusler
    • 26. Dezember 2007 um 18:12

    Moin,

    Wolfgang Klippel nennt es DC-Displacement, Ich habe es dabei belassen, in der Hoffnung, daß jemand die Suchmaschinen bedient :roll:

    @ SRAM: darüber bin ich erst gestern "gestolpert":
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=66082

    Zitat von &quot;SRAM&quot;

    und man diese nicht mutwillig in extremste Auslenkungen (da wirds nämlich so richtig nichtlinear) treibt.

    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;

    Tatsache ist , das im Grenzbereich betriebene Lautsprecherchassis sich wohl eher unkalkulierbar verhalten, zumal es ja auch noch eine Vielfalt an unterschiedlichen Einbau- und Betriebsszenarios gibt.


    Wenn wir hier nicht in einem Beschallungsforum wären... ... zumindest auf die Möglichkeit den Schwingspulenüberhang voll zu nutzen wird jeder Nutzer von Beschallungslautsprechern bestehen. Die Regel ist eher mehr.
    Sicher kann man mit M-förmigen BL-Kurven einen kleinen Hubbereich realisieren, der oberhalb der Reso zur Selbstzentrierung führt. Doch der Hub-Bereich ist klein, oder die Maßnahme inakzeptabel Verlustreich. "Vor und nach dem "M" ist das Papier dennoch weiß...", das geht schief, wenn man Beschaller ranlässt...
    Die "Lautsprecherentwickler" bestehen engstirnig und stur auf einer Chassisnutzung beidseits der Resonanz (-en :wink: )... ...wer löst also das Problem? Zumal ein Lautsprecherentwickler die Frage nach nötigen Stackgrößen eher neutral beurteilen wird. Also bauen Chassisentwickler Doppelspider ein, die hart wie ein Anschlag die sofortige Zerstörung verhindern, der Lautsprecherentwickler baut eine Kiste drumrum die sich bei wenigen Watt gut mißt und mit ausgesuchter Musik kundengerecht klingt... ...und der Beschaller lässt die BR (was sonst :D ) klirren.

    Zitat von &quot;martin&quot;

    Um mal wieder das eigentliche Thema anzukratzen - bei den CB Tops hab ich den Eindruck, dass das schon ne Menge hilft, der Widerstand durch die Luftfeder ist beachtlich. Eigentlich hatte ich jetzt bei den Bässen gehofft, dass ich durch die geschlossene Rückkammer beim Horn auch so hinkriege. Is aber scheinbar nicht so? Warum klappts hier nicht?


    Beim Horn hilft die geschlossene Kammer in gleichem Maße, es sei denn man nutzt die simulierte Hubreduktion vollends zur Leistungs(über)erhöhung und spielt dann crestfreies Signal. Aber sowas klappt ohnehin nur mit CUR.

    Gruß

  • King vs. Leach oder Wo bitte resonieren Sie?

    • bernd häusler
    • 25. Dezember 2007 um 20:34

    Moin,

    @ N-Dee: gute Zusammenfassung.

    Zitat von &quot;N-Dee&quot;

    Einzige Gegenmaßnahme ist die mechanische Einspannung, die bevorzugt progressiv wirken sollte, d.h. mit zunehmender Auslenkung überproportional stärker, um dem Versatz entgegenzuhalten.

    Doch diese "Gegenmaßnahme" wirkt nicht dem Klirr entgegen, denn die Membrane schwingt dann mit verschobenem Nulldurchgang sowohl im Bereich des nichtlinearen Antriebs, als auch zusätzlich im Bereich einer stark nichtlinearen (progressiven) Feder.

    Gruß

  • King vs. Leach oder Wo bitte resonieren Sie?

    • bernd häusler
    • 25. Dezember 2007 um 19:39
    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;

    @ Alex:
    "Albern" ist sicherlich nicht das richtige Wort.


    aber "Hitlers Schuld" trifft?

    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;


    Die anhaltende Veränderung der Nullage ist mehrfach beobachtet und wohl sogar gefilmt worden.


    kann jeder mit primitivsten Versuchsaufbauten selbst...

    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;


    Sicher ist auch, das die geschilderte Veränderung allein aus mechanischen Gründen nur durch eine DC Komponente verursacht werden kann, denn der Lautsprecher alleine würde immer in eine Position zurückschwingen, in der sich die Kräfte an der Membranaufhängung aufheben.


    dann ist jedoch nichts zu hören :wink:

    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;


    Diese DC Komponente muss sehr erheblich sein, ein paar Watt reichen da nicht aus,


    falsch, um das zu erkennen :roll: reicht ein 9V-Block, oder in Deinem Segment eine AA :D

    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;


    und sie kann nicht vom Verstärker herrühren, weil der üblicherweise kein DC verstärken kann.


    richtig

    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;


    Was passiert mit Chassis in einem passiven Netzwerk, wo die Kapazitäten gegen Gleichspannung einen ~ hohen Widerstand bilden?
    Es muss möglich sein, durch ein passend ausgelegtes Filter DC Komponenten kurzzuschliessen.

    Ist so etwas mal untersucht worden?

    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;


    ...meiner Funktion als forschender Techniker...

    Zitat von &quot;Mechwerkandi&quot;


    Sind u.U. vielleicht die Symptome richtig erkannt, aber die Ursachen falsch eingeschätzt worden?


    Die elektrodynamische Ursache ist trivial aber stringent

    Gruß

  • King vs. Leach oder Wo bitte resonieren Sie?

    • bernd häusler
    • 23. Dezember 2007 um 13:21

    Moin,

    Zitat von &quot;Ansch&quot;

    ... und Klirrmessungen durchgeführt. Achso, die Auslenkung betrachten wir natürlich auch.
    Was werden wir sehen?

    DC-Displacement, mit Klirr als Folge.

    Kolbenstrahler, die Membrane verhält sich als Kolbenstrahler, solange sie nicht bricht. Eigenresonanzen der Membrane sind zumindest ganz am unteren Frequenzende nicht zu erwarten.
    Hier darf man mal über die Ursachen der Kräfte nachdenken. Ohne Horn werden Die Kräfte in der Schwingeinheit von der eigenen Masse bestimmt, solange die mechanische Auslenkung nicht an die Grenze gerät ist die kritischste Stelle der Übergang vom Spulenträger zur Membrane. Wenn die Auslenkung die mechanischen Vorgaben überschreitet werden weitere Teile der Schwingeinheit belastet. Hat Das Chassis eine progressive Spider wird diese selbst, und als Folge der starken Feder wieder der Übergang Spulenträger/Membrane überlastet, der die Kräfte aus der Massenträgheit abfängt . Wird die Schwingeinheit von einer progressiven Sicke "eingefangen" ist die Membrankante gefährdet. Es gibt natürlich auch immer noch Chassis wo die Schwingspule die Polplatte küsst oder diese aus dem Spalt geschleudert wird und den Rückweg nicht findet.

    Jetzt kommt mit dem Horn Strahlungswiderstand, und mit der Rückkammer eine Luftfeder hinzu. was passiert? Solange die Antriebskraft nicht erhöht wird nichts, woher auch? Durch geminderten Hub nimmt die Massenbeschleunigung ab, und die Luftdruckkraft zu, die Summe bleibt gleich, der Angriffspunkt ähnlich.

    Jetzt erhöht der Praktiker die Leistung um alte Klirrwerte wieder zu erreichen... äääh, mehr PAK für die Aufwände für Bau und Transport des riesigen Horns zu erhalten. Spätestens jetzt tritt DC-Displacement massiv auf, mit den beschriebenen Lastfällen die zwar nur einseitig auftreten, aber auch bei Frequenzen wo Auslenkungen theoretisch sehr klein sind, auch nach Leistungserhöhung noch keine Beachtung auf sich ziehen.

    Hier kommt das Märchen her, ein Horn belaste die Membrane durch Strahlungswiderstand mehr als ein Direktstrahler ;) kaputt geht die Schwingeinheit nach wie vor durch die selben Failure-Modes. Durch eine Belastung, auf die kein Hornguru und keine Simulation eingeht. Einseitige Hubüberschreitung als Folge von DC-Displacement.

    Was werden wir also sehen? Nichts, denn der Treiber werkelt im Dunkeln?

    Die Wirkung auf das Klirrverhalten...

    Gruß

  • Powercompression vs. Frequenzgang @ 1 Volt

    • bernd häusler
    • 20. Dezember 2007 um 02:02

    Moin,

    bis 8dB, Dirk, wie soll das gehen? Rechne die Temperatur aus.
    bevor mögliche 3dB thermisch stattfinden passieren andere Dinge...

    Was ihr hört ist nicht thermische Powercompression.

    DC-Displacement gibts auch bei HT-Treibern :D , wenn sich die Schwingeinheit vom Phaseplug wegbewegt gibts eine größere Vorkammer, das bandpasst kräftig ;) . Zum Plug hin hat auch Folgen, jeder Treiber hat seine Richtung...
    Die Zusammenhänge zwischen DC-Displacement, tiefer Treiberreso, und Tieftrennwahn mit Quarter-Wave-Optimierung im Pisaland... ...hoffnungslos...
    Wer nichtmal seinen Pappen zuschaut kommt natürlich nicht drauf.

    Gruß


    PS schlecht designte Weichen... Gleichmäßig hoher Dämpfungsfaktor geht passiv garnicht. Durch DC-Displacement verschobene Nullage, da bekommen Phasenwinkel eine ganz neue "Richtung", und passive Filter ungeahnte Wirkung.

    PPS dynamische Controller-EQs? , Pest oder Cholera?

  • King vs. Leach oder Wo bitte resonieren Sie?

    • bernd häusler
    • 18. Dezember 2007 um 22:21

    Moin,

    FF hat den Artikel zuerst verlinkt ;)

    Die erste Frage ist, was er mit einer Simulation, die wie Hornresponse auch "nur"ebene Flächen simuliert und nicht realistisch gebogene, bei einem "Fullrange" - Horn simulieren will ;) . Vielleicht will er mit der "tiefgelegten" Treiber/Rückkammer Resonanz etwas mehr "Grundton" und eine sanfte Flanke zaubern?
    Eine virtuelle Resonanz des Treibers in der Rückkammer, also ohne Horn davor, wird wohl nie sinnvoll auf der unteren Grenzfrequenz des zusammengebauten Horns liegen. Jedenfalls nicht bei Basshörnern, die ja noch seltener über Ihrer unteren Grenzfrequenz abgefiltert werden, als Mitteltonhörner. :D

    Gruß

  • Hi, was ist das für ein Lautsprecher ist das?

    • bernd häusler
    • 18. Dezember 2007 um 03:06

    Moin,

    Zitat von &quot;FF&quot;

    Bernds Erfahrungsschatz

    *urgs* auf die Entdeckung des DC-Displacement als erschreckend limitierenden Faktor im LAUT-sprecherbau hätte ich gerne verzichtet. Aber man kommt absolut nicht mehr daran vorbei. "Schuld" sind die Fortschritte in der Musik-Produktionstechnik. Aber auch früher schon hats geklirrt und nicht lang gehalten ;)
    Die einzige Lösung ist... ...bekannt.

    Hörner, hmmm, alle Theorie ist grau, denn der ideale Hornmund für heutige tiefe Frequenzwünsche... . Schon immer gab es Bass-Hörner, die sich nicht an die Theorie der EBP-Gurus hielten, und doch Liebhaber fanden. Das LAB von Tom Danley, dem größten Schlitzohr im Lautsprecherbau aller Zeiten, ist der aktuellste Vertreter. Die Fragen: "Wie zwirble ich ordentlich viel Bass unten aus einem zu kleinen Horn", und "was soll ich mit einem gnadenlosen Output um 80Hz", werden vom gängigen EBP Kriterium schlecht beantwortet ;) . Wie der Viertelwellenresonator arbeitet...

    hier:
    Horn Theory Articles
    In diesem Paper, Seiten 17-20 (zum EBP, bzw. Bl-Produkt ;) :(
    http://www.quarter-wave.com/Horns/Front_Horn.pdf

    Beachtlicher Artikel, danke für den Link!


    Und dann macht das DC-Displacement alle kaputt :cry:

    Gruß

  • Hi, was ist das für ein Lautsprecher ist das?

    • bernd häusler
    • 17. Dezember 2007 um 18:55

    Moin,

    zu Basshörnern empfehle ich Das Simulationsprogramm "Hornresponse" von David McBean.
    Zum DC-Displacement die Veröffentlichungen von Wolfgang Klippel.
    Doch zum Bau wirklich leistungsfähiger klirrarmer Basslautsprecher kommt man um eine gründliche Recherche im WWW zum den Thema: ÖrpZ/URPS nicht herum.
    Dann erklärt sich auch warum ich guten Gewissens meinen Stall Beta 15 zur Hornverwendung anbiete. Der Nutzen vermeintlich besserer Chassis bleibt weit hinter dem hohen finanziellen Aufwand, auch für nötige riesige Endstufen zurück.

    FF: Bitte betrachte eine Lautsprecherkonstruktion umfassend und benenne ein "besseres" Chassis.

    Gruß

  • Hi, was ist das für ein Lautsprecher ist das?

    • bernd häusler
    • 17. Dezember 2007 um 05:22

    Moin,

    ja!

    Gruß

  • Hi, was ist das für ein Lautsprecher ist das?

    • bernd häusler
    • 16. Dezember 2007 um 22:42

    Moin,

    @ FF: nö, da habe ich nichts verwechselt. Der Beta 15 hat eine sehr leichte Mms von 60 Gramm und hält im Gegensatz zu Chassis von höchst nahmhaften Herstellern den angegebenen BL ein. Zusammen mit der groß ausführbaren Rückkammer beim vorgeschlagenen Horn passt das, die Einschränkung hatte ich genannt, kein Grund nochmal auf der 50er Schwingspule rumzutippen.

    Übrigens, auch ein Chassis mit 100mm Schwingspule bringt nicht mehr klirrfreien Output, da ist das DC-Displacement im Weg. Zudem kannst Du ja mal hochrechnen wieviel N/A bei der üblichen wesentlich höheren Mms ein "Hornchassis" braucht, um in einer dann notwendigerweise wesentlich kleineren Rückkammer den selben akustischen Output zu liefern. Das für allenfalls 3dB mehr Pak aus doppelter Eingangsleistung - im günstigsten Fall.

    Also erst rechnen dann tippen... die Rückkammer nicht vergessen! Und ein käufliches Chassis nennen... ;)

    Gruß

  • Hi, was ist das für ein Lautsprecher ist das?

    • bernd häusler
    • 16. Dezember 2007 um 04:31

    Moin,

    ah so, falsch verstanden ja, doch ich habe auch hier keine treffende Antwort aus der Ferne. Für einen ungefähren Test müsstest Du das Chassis ausbauen, in ein geschlossenes Gehäuse einbauen, und mit einem Sinuston etwa halber Einbauresonanz betreiben. Wann der Hubgrenzen-Klirr einsetzt hört man unterhalb der Reso recht genau, und mit ein wenig Erfindergeist kann man den Hub recht genau messen. Bei gleicher Gelegenheit kann man auch das DC-Displacement entdecken, einfach mit einem Sinuston bei etwa 1,5- facher Einbaureso. Vorsicht, immer nur wenige Sekunden probieren, und Schwingspule danach wenigstens eine Minute abkühlen lassen!

    Gestört habe ich einen Hund, dessen Herrchen die Polizei auf die Suche schickte... ...um genau zu sein.

    Nö, nicht Maha ;)

    Selbstbau-Online, nein. Öffentliche Überlegungen viele. Ich kann Experimente mit geschlossenen Direktstrahlern sehr empfehlen und beteilige mich aus diesem Grund nicht mit dem 108ten Vorschlag einer Resonatorfurze. Der CB18 ist nicht mehr möglich ...Stichwort nervenaufreibend... momentan verfolge ich den URPS, da loht sich dieser Aufwand.

    Du fragst nach meinem Urteil über A&D- Chassis. Solange Du "nur" Erfahrungen sammeln willst ohne Geld auszugeben, warum nicht.

    Ich habe eine größere Zahl Eminence Beta 15 günstig abzugeben, bei nicht zu hohen Maximalleistungen in diesen Hörnern?:
    http://www.2sound.de/musiker-forum/kiss-basshorn-t12228.html
    Natürlich gibt es Chassis, mit denen sich da bei doppelter Leistung 3dB mehr rausholen lassen.

    Gruß

  • Hi, was ist das für ein Lautsprecher ist das?

    • bernd häusler
    • 15. Dezember 2007 um 05:31

    Moin,

    Zitat von &quot;Wolf&quot;

    bitte nicht pauschalisieren.

    na, eine ungerade Teilung von Speichen und Befestigungslöchern ist ein simpler Hinweis, daß eine Gußform für 6 Speichen und 6 Löcher auf 8 Löcher "aufgebohrt" wurde. Ich bleibe dabei, das als statischen Unfug zu bezeichnen. Ohne Zweifel lassen sich auch stabile Körbe mit 3 Speichen und 3 Löchern zaubern, aber 3 Speichen und 4 Löcher zu optimieren wäre schon wieder höchst kompliziert.... Zudem ist die Schallwand nie unendlich steif, 8 Löcher sind nicht ohne Grund weit verbreitet ;)


    daniel dräger

    A&D, hmmm, kein seriöses Datenblatt?... ...keine Ahnung, es ist schon nervenaufreibend genug bei den "amtlichen" Herstellern zu einem Projekt passende Chassis zu finden, Hier ist es mir gelungen:
    http://www.proaudio-technik.de/axxent_NOX-Serie.html

    Nachbau schwierig... sorry

    >>unendlichen Beobachtungsgabe abschätzen, wie viel Hub<<
    jessas, wie denn? Ich kann Dir erklären warum das niemand auf der Welt kann (DC-Displacement), und warum das ausschließlich beim URPS möglich ist

    Aber Du kannst ein Fenster und Beleuchtung einbauen, ich habe das mal gemacht, war lehrreich ;)

    Für welche Aufgabe suchst Du denn ein 15" Chassis?

    Gruß

  • Hi, was ist das für ein Lautsprecher ist das?

    • bernd häusler
    • 12. Dezember 2007 um 19:13

    Moin,

    na, ich wollte damit nicht sagen, daß dieses Chassis Deinen Job nicht macht. Lediglich bei den üblichen brutalen Betriebsweisen in der kommerziellen Beschallungstechnik und so manchem DJ hätte ich bedenken.

    6 Löcher oder 8, Du transportierst den Bass ja nicht, und solange er dicht anliegt brauchst Du Dir keine Sorgen machen, wenn sich das nicht sichtbar verzogen hat und zwischen den Löchern nicht mehr anliegt. Zudem sitzen bei Dir die Löcher an den Speichen.

    ich finde es eben beachtlich wie schwer es offenbar ist, einfachste lange bekannte mechanische Erkenntnisse im Chassisbau einzusetzen. Jeder Eisenbieger weiß, daß 8 Löcher und 6 Speichen Blödsinn sind. Diesen T- Korb möchte ich nicht nachmessen, nachdem er einmal gut festgeschraubt ist, bzw. die Box mal einen Stoß bekommen hat. Eine Verschraubung fern der Speiche im dünnen Korbrand verzieht den Rand mehr, als wenn das Loch vom Speichenansatz verstärkt wird.

    Hier wieder der kommerzielle Beschaller beigezerrt, der möchte natürlich kein unsinniges Gewicht schleppen und für den gibt es Hersteller die sinnvoll gestaltete leichte Körbe einsetzten. So hält das auch dann, wenn mal wieder die Lautsprecher auf dem LKW rumpurzeln.

    Ruft der Einkäufer vom T beim Lieferanten an: "Wir hätten gerne 2 Löcher mehr zum gleichen Preis",...-:"ok, kein Ploblem" :D

    Gruß

  • Hi, was ist das für ein Lautsprecher ist das?

    • bernd häusler
    • 11. Dezember 2007 um 19:52

    Moin,

    bei einem Blechkorb muß man mangels Materialstärke den Abstand zwischen Spider und Luftspalt irgendwie anders erreichen. Bei kleinen Magneten und Spulen (HiFi) bleibt noch genügend Platz, um den Magneten zu befestigen, und mittels einer Stufe im Blech den nötigen Abstand für die Spider einzubauen. Bei größeren Spulendurchmessern/Magneten geht das nicht bzw. wird instabil. Cup steht im Amerikanischen auch für Becher, mit dem Rand ist die Cupspider becherförmig, der Rand stellt den Abstand der Spider zwischen Magnet/Luftspalt ein. Allerdings ist dieser Spiderform schwierig eine symmetrische Federkraft beizubringen, darum baut man bei Gußkörben den Abstandhalter in den Korb ein, und benutzt gerade Spider.

    So gesehen ist eine schwierige Cupspider in einem Gußkorb Unsinn. Die hohe Kunst des Billigchassisbau ist nun gerade, die bei Zulieferern erhältlichen Einzelteile (z.B. billig aus Überbeständen) irgendwie zu einem Chassis zusammenzubauen, das beim Käufer bestehen kann, über Netzhökerei verkauft 14 Tage lang? So gerät natürlich schnell eine Cupspider in einen Gußkorb, passt schon... billige 6- Loch Körbe im Angebot, weil alle Profis nur 8- Loch- Körbe einkaufen, her damit...

    der beim T hat 6 Speichen, aber 8 Löcher, statischer Unsinn, aber wenns gerade mit den anderen Teilen zusammenpasst... und billig ist... die Spider ist gerade, immerhin...

    Vermutlich wird sich nicht herausfinden lassen in welchem der Container die Restbestände waren, von denen Du eines gekauft hast. Vielleicht kam aber das Schiff auf dem der Container mit den T- Chassis war aus der selben Richtung ;)

    Gruß

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