Moin,
wir sind numal am Ziel, der 0dBFS-Loudnesswar hat dahin geführt, daß sich alle auf dieser normierten Lautstärke anbrüllen. Ohne musikalisches Arrangement hätte man allerdings nurmehr ein Dauerrauschen. Da ist die Idee, mit der Bassdrum den Mittelhochton "wegzubummsen" ja geradezu dynamisch - ohne technisch dynamisch zu sein. Letztlich markieren solche Effekte sogar die Epoche nach dem Loudnesswar, denn musikalisch betrachtet ist das der Weg zurück zu Musik. Die vielgescholtene Metallica-Konserve markiert für mich den Worst-Case, in jeder Hinsicht Rauschen... und Metallica ist nicht allein, das heutige Popradio rauscht selbst dann, wenn der Sender gut reinkommt
. Nur sehr wenige Stücke durchbrechen das, eben mit solchen Tricks ![]()
Und zur "Tontechniker-Krankheit" ....sicher verstellen technische Defekte als Stilmittel dem Techniker erstmal den Zugang zur Kunst. Mir hat es mal eine Amateurband auf die Bühne gespült, wie vereinbart deren "Anlage"... ...ich kann Euch versichern, da war nicht ein einziger Ton amtlich, nicht an der Quelle, und auch nicht nach der Kläranlage. Diese Band hat dann Querbeet die Klassiker der französischen Popmusik interpretiert. Hingehört habe ich allerdings erst als ich bemerkte, daß der komplette Saal vor der Bühne war und ausrastete. Mit einem Feuerwerk an Spielwitz haben die geschafft was Techniker (allein) nicht können: Musik veranstalten.
Technisch haben die sich nur an die ganz wesentliche Grundregel gehalten: Wenn der Sound schlecht ist darf er nicht auch noch laut sein.
fröhliches Hyper-Hyper wünscht,
Bernd