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  2. bernd häusler

Beiträge von bernd häusler

  • extreme Kompression aktueller Dancefloorlala

    • bernd häusler
    • 15. Februar 2012 um 06:01

    Moin,

    wir sind numal am Ziel, der 0dBFS-Loudnesswar hat dahin geführt, daß sich alle auf dieser normierten Lautstärke anbrüllen. Ohne musikalisches Arrangement hätte man allerdings nurmehr ein Dauerrauschen. Da ist die Idee, mit der Bassdrum den Mittelhochton "wegzubummsen" ja geradezu dynamisch - ohne technisch dynamisch zu sein. Letztlich markieren solche Effekte sogar die Epoche nach dem Loudnesswar, denn musikalisch betrachtet ist das der Weg zurück zu Musik. Die vielgescholtene Metallica-Konserve markiert für mich den Worst-Case, in jeder Hinsicht Rauschen... und Metallica ist nicht allein, das heutige Popradio rauscht selbst dann, wenn der Sender gut reinkommt :D . Nur sehr wenige Stücke durchbrechen das, eben mit solchen Tricks ;)

    Und zur "Tontechniker-Krankheit" ....sicher verstellen technische Defekte als Stilmittel dem Techniker erstmal den Zugang zur Kunst. Mir hat es mal eine Amateurband auf die Bühne gespült, wie vereinbart deren "Anlage"... ...ich kann Euch versichern, da war nicht ein einziger Ton amtlich, nicht an der Quelle, und auch nicht nach der Kläranlage. Diese Band hat dann Querbeet die Klassiker der französischen Popmusik interpretiert. Hingehört habe ich allerdings erst als ich bemerkte, daß der komplette Saal vor der Bühne war und ausrastete. Mit einem Feuerwerk an Spielwitz haben die geschafft was Techniker (allein) nicht können: Musik veranstalten.

    Technisch haben die sich nur an die ganz wesentliche Grundregel gehalten: Wenn der Sound schlecht ist darf er nicht auch noch laut sein.

    fröhliches Hyper-Hyper wünscht,

    Bernd

  • RCF L10581K equivalent

    • bernd häusler
    • 15. Februar 2012 um 04:26

    Moin,

    Zitat von "maarten deboes"

    es ist vielleicht nicht einfach eine neue/bessere losung zu finden...


    einfach ist es nie, aber es könnte schwieriger sein ;)

    Wenn man mit nur 3 Wegen arbeiten will, dann sollte jeder Weg die gleiche Anzahl an Oktaven machen. 40-80-160-320, 3 Oktaven im Bass, 320-640-1280, 3 Oktaven im Mittelton, 1280-2600-5200-10400, 3 Oktaven Hochton. Deswegen muß man den Bass vergleichsweise hoch trennen. Wenn man stattdessen mit einem Wandler über mehr als 3 Oktaven gehen will, dann muß man irgendwo im Frequenzband Kompromisse eingehen. Du siehst: Dein Vorhaben erfordert keine Kompromisse. Statt einem CB18(S) kann man natürlich auch zwei 18"er CBs mit ziemlich günstigen Ferritchassis aufbauen, das klingt auch bei günstigen Chassis gut. Aber ob das billiger wird? In jedem Fall ist das mehr Transportvolumen. Ein Mittelding vielleicht? Mit dem 18LW2400? da lässt sich auch gut die Spezialschaltung anwenden. Da braucht man dann ungefähr die 1,5-fache Zahl Bässe, verglichen mit CB18(S). Aber Du kommst schon mit einem CB 18LW2400 in den Bereich des bisherigen BR 18GT200 ;)
    Solange Du keine Billig-Disco-Party-Dryhire Kundschaft betreuen musst, brauchst Du über BR garnicht nachdenken. Das bringt Dir keinen Vorteil. BR löst nur eine Aufgabe: viel Schall bei einer Frequenz. Mit CB kommst Du problemlos über 3 Oktaven, und machst Dir nicht durch die mit BR zwangsläufig tiefe Trennung den Mitteltonbereich kaputt.

    Bei der Arbeit am Mischpult entscheidet der "Musik-Frequenzbereich" über die Qualität Deiner Arbeit, das lässt sich mit Bumm bei 40Hz nicht ausgleichen. Um überhaupt erstmal den Klang von CB kennenzulernen genügt jede vorhandene BR - mit zugestopftem Loch. Probiers aus. Nicht mit Bumm-Bumm-Musik, sondern mit Musikstilen die Du tatsächlich mischst.

    Der Mittelton, ich habe zu meiner großen Überraschung rausgefunden, daß der Original-Mittelton mittels "voltage controlled current drive" angesteuert wird :D . Technisch ist das meiner Spezialschaltung ähnlich. Da Du den Mittelton so kennst und gut findest, wirst Du enttäuscht sein, wenn du jetzt einfach Chassis direkt an extremer Dämpfung betreibst. Die Chassiswahl ist schwierig, Du brauchst eine geringe Mms, und nicht viel Hub. Sica Z005701, B&C 10HPL64, Eighteensound 10M600 / 10NMB420 / 10NMBA520 / 10NDA610... ...zur Erklärung was ich meine...

    Hochton, da halte ich mich besser raus, da ist die Wahl groß, aber es macht keinen Spaß. Ein wirklich sinnvoller 1,4" war angekündigt, aber der Saftladen bekommts nicht hin. Du hast also die Wahl zwischen unendlich vielen Blechdeckeln und den coaxialen Ringmembranen. Ehrlich? Das macht alles keinen Spaß....
    Pest, Cholera ...oder echte 4 Wege.

    Egal welchen HT Du wählst, Dein Projekt wird problemlos die Spitzenklasse erreichen, also viel Vergnügen und Erfolg ;)

    Viele Grüße,

    Bernd

  • RCF L10581K equivalent

    • bernd häusler
    • 11. Februar 2012 um 04:23

    Moin Maarten,

    Das Sytem hat zwei ähnliche Nachfolger bekommen, das aktuelle Source G2 und vorher das T98. Ich würde einfach dort anfragen, irgendeine Lösung wird Duran Audio haben. Wenn das nicht hilft rufe vielleicht hier an: http://www.soundprojects.com/ das ist die Firma, die den Vorläufer Deiner T86 unter der Marke Master Blaster gebaut hat.

    Selbst ein Chassis finden wird in Anbetracht der Fortentwicklung der erhältlichen Chassis schwierig, denn: das RCF hat eine "altmodisch" kurze und vom Durchmesser kleine Schwingspule, das erklärt die sehr geringe Mms von um 22 Gramm. Aktuelle Chassis haben regelmäßig eine höher gewickelte, und oft auch größere Schwingspule, und deswegen eher eine Mms von über 30 Gramm (einfach mehr Metall aufgewickelt). Die vertragen zwar mehr Leistung, bringen aber auch dann nicht unbedingt mehr "Power" (Schall), abgesehen davon, daß die Hornauslegung damit verändert wird. Zumindest mit der Original- Aktivtechnik wirds aber erstmal leiser.

    Ich habe einige Male mit der Master Blaster - Version gearbeitet, und auch gigantische Livemixes anderer Techniker damit erlebt. Klingt überdurchschnittlich gut, ohne schwach zu sein. Daher würde ich originalnah bleiben. Wenn Du allerdings ohnehin neu aufbauen willst, dann mit aktuellen Chassis und externen DSPs und Endstufen. Ob das dann ein besseres System wird, ähm... anders?

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Festivalbühne in Indianapolis eingeknickt

    • bernd häusler
    • 10. Februar 2012 um 08:11

    Moin,

    @ Klaus: Das könnte man tatsächlich so konstruieren, damit wird die Union zum (Leih-)Arbeitgeber, und die Hands zu Arbeitnehmern. Wer ist dann Gewerkschaft? Vorsicht Politik....
    Doch genützt hätte es nicht. Wenn das Dach wegen Konstruktionsnängeln eingestürzt wäre läge das im Verantwortungsbereich der erstellenden Firma, nicht bei den Hands, somit auch das Vorhandensein tauglicher Befestigungspunkte für die PSA. Ob die Union nun Siemens-Lufthaken...

    @ Falco: Wer da wem was aufdrückt möchte ich hier nicht diskutieren. Ein guter Vertrag ist ein guter Vertrag (und ich bleibe Freiberufler).
    Gebracht hätte das den Spotfahrern nichts, und auch dem getöteten Hand am Boden nicht, und den getöteten oder verletzten Zuschauern schon garnicht.
    Denn die Verantwortung für den einzig möglichen Vermeidungsweg - die vollständige Evakuierung - lag bei der State Fair, denn die hatten eine nur bis 25mph Wind sichere Bühne bestellt.

    Hier liegt die Ursache: Es ist nicht verboten Konstruktionen zu beauftragen, zu errichten, und über Personen zu betreiben, die der geforderten Statik für feste Bauten nicht entsprechen. Das ist ein schwerwiegender Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht. Die Verantwortung für diese Pflicht liegt, in Person der obersten Chefin, mit Haftung beim Betreiber, in dem Fall beim Bundesstaat IL.

    Eine klare Ansage zum Zeitpunkt der Ansage von Weaver (soll ich die übersetzen?), eine klare Ansage ans Publikum sofort den Bereich um die Bühne zu verlassen, die Unterstützung der Räumung durch anwesende Sicherheitskräfte, und die ebenso klare Anweisung ans Personal, insbesondere die Spotfahrer im Dach, hätte die Situation nur entschärft.

    Diese Ansage hat die State Fair in Person der obersten Chefin vereitelt.

    Anyway, die ganze Diskussion um die Union schneidet den verletzten Hands und den Angehörigen der getöteten Hands ganz real den Zugang zu Entschädigungsleistungen ab.

    Die Verkehrssicherungspflicht muß beim Betreiber der Versammlungsstätte bleiben, denn nur der kann sie mittels Hausrecht auch durchsetzen.


    Viele Grüße,

    Bernd

  • Festivalbühne in Indianapolis eingeknickt

    • bernd häusler
    • 9. Februar 2012 um 15:28

    Moin,

    Zitat von "falcocgn"

    Ein sehr interessanter Ansatz, das örtliche Unnion-Local als für den Arbeitsschutz verantwortlichen Arbeitgeber anzusehen. Eigentlich richtig!

    Aua?

    Da bin ich doch mal gespannt ob mich die IG-Metall vorsichtshalber rausschmeißt, in der ich als Freiberufler immer noch Mitglied bin. Auch wenn "Unions" in den USA sicher etwas anders strukturiert sind, und durchaus Verbänden wie z.B. dem VPLT ähnlich sind, weder VPLT noch IG-Metall sind Arbeitgeber. Ebensowenig ist eine Agentur Arbeitgeber, auch dann nicht, wenn sie im Auftrag Geld eintreibt. Wenn man nun annimmt, daß IATSE Local 30 sowohl Gewerkschaft, als auch Verband, als auch Agentur ist, selbst dann bleiben IATSE Local 30 - Mitglieder Freiberufler. Freiberufler haben nur Auftraggeber, wenn also was schiefgeht, dann müssen mögliche individuelle Verfehlungen auch individuell untersucht werden.

    Ich weiß ja aus anderen Deiner Beiträge worauf Du rauswillst, Falco, und halte das auch für Ehrenwert. Die Lösung ist tatsächlich freiberufliche Arbeit zu verbieten, und so Auftraggeber zu zwingen Arbeitsverträge anzubieten.

    Das ist aber OT, Thema verfehlt, denn es waren ganz klar Angestellte des Bundesstaates Indiana, die für die Folgen des Einsturzes verantwortlich sind.


    Was da in Indianapolis passiert wird dort auch völlig richtig eingeordnet.

    http://www.wthr.com/story/16700246…llapse-findings

    Hier steht ganz klar (unter "related Links" :wink: ) was da passiert ist und warum nicht evakuiert wurde:

    http://www.wthr.com/story/16768889…-stage-collapse

    Related Link:

    http://ftpcontent.worldnow.com/wthr/PDF/hoyestatement.pdf

    Ich kopiere das mal im Volltext, damit es nicht verlorengeht:

    ..........................................................................................
    Transcript of the Testimony of Cynthia C. Hoye -
    30(b)(6)
    Date: January 16, 2012
    Volume: I
    Case: Angela Fischer, et al. v. Mid-America Sound Corp, et al.
    Printed On: February 8, 2012
    Stewart Richardson and Associates
    Phone:317-237-3773
    Fax:317-237-3767
    Email:depo@stewartrichardson.com
    Internet: http://www.stewartrichardson.com
    Indianapolis Evansville Fort Wayne
    120
    1 doing.
    2 Q How did you go about calling for the meeting?
    3 A I informed Margaret Davidson to ask those people --
    4 those people, to ask Eric specifically, Margaret,
    5 Pat Berger, who -- director of administration, who
    6 sent in his behalf Steve Simmerman, who is
    7 president of the fair board, that we would -- and
    8 Margaret asked Annie to be there too to have a
    9 conversation about the impending weather.
    10 Q And what was the source of you learning that there
    11 was a front that might hit about the time of
    12 showtime?
    13 A We had been in contact with the National Weather
    14 Service all day long to get updates about the
    15 weather front that was coming through.
    16 Q Who was doing that?
    17 A Ray Allison, who is in charge of logistics and
    18 safety.
    19 Q What was discussed during the 8:00 to 8:15 meeting?
    20 A The beginning of the conversation was more -- and
    21 let me just describe, it was not a sit-down meeting
    22 like this. Most of us were standing up in this
    23 small trailer, as you identified that trailer
    24 earlier. So it was information gathering and a
    25 request given to Eric to communicate to the act
    121
    1 that, given this information, that our choice was
    2 to delay the concert.
    3 Q What time was Sugarland set to come on stage?
    4 A 8:45.
    5 Q The Sugarland show was to run from 8:45 to 10:15?
    6 A Okay. Yes.
    7 Q A 90-minute show was required?
    8 A Yes. Thank you for the amount.
    9 Q Who made the request to Eric Milby to request the
    10 band to delay the show?
    11 A I believe it was me, and he went down to talk to
    12 the band about the request from the fair to delay
    13 the event, the show.
    14 Q Was Hellen Rollens present in the trailer when all
    15 this took place?
    16 A No, she was not.
    17 Q So Eric Milby, from Dave Lucas Entertainment,
    18 leaves the production trailer to go talk with the
    19 band; correct?
    20 MR. BOHO: Objection. Objection. Assumes
    21 facts not in evidence and incomplete hypothetical.
    22 Eric Milby is a separate contractor. She told you
    23 that. You just threw in something that you didn't
    24 provide foundation for.
    25 A Eric Milby went back to talk to the act about our
    122
    1 desire to delay the concert.
    2 Q How long was Eric gone?
    3 A I don't know the exact time frame.
    4 Q Best estimate?
    5 A Five minutes.
    6 Q Did all of the individuals that you had mentioned
    7 remain in the production trailer while Eric was
    8 gone?
    9 A There were a lot of people that were in and out.
    10 Specifically, Dave Lucas was in and out with his
    11 kids. I think Andy Wilson might have been in and
    12 out. Jo might have been in and out. But Steve
    13 Simmerman remained; Margaret Davidson, Cindy Hoye
    14 remained in the trailer.
    15 Q When you say "Jo," I'm sorry.
    16 A Nahod, also a separate contractor for promotions.
    17 Q The advertising/marketing person; correct?
    18 A (Witness nods head.)
    19 Q Eric Milby came back then; correct?
    20 A Correct.
    21 Q What did he say?
    22 A The conversation then, he described that the lead
    23 singer took 30 minutes to warm up, and there was a
    24 concern about timing because of her need to warm up
    25 and if she warmed up and went on stage but then had
    123
    1 to come back. So there was a lot of conversation
    2 about her needing to warm up.
    3 Q When you say "the lead singer," you're referring to
    4 Jennifer Nettles?
    5 A Yes. The other part of the conversation was that
    6 they were trying to get to Iowa to play the Iowa
    7 State Fair, and so they said they did not want to
    8 delay.
    9 Q When you say "they said they did not want to
    10 delay" --
    11 A What Eric responded back to us is that the show
    12 wanted to go on because they had -- they were
    13 concerned about the jump from Indianapolis to
    14 Des Moines.
    15 Q And when you say "they," you're referring to
    16 Sugarland?
    17 A Yes.
    18 Q Would it be fair to say that you had requested that
    19 the show be delayed but Sugarland had refused,
    20 through Mr. Milby, to delay the show?
    21 A Correct.
    22 Q What happened next?
    23 A There was a conversation ongoing, and timing I am
    24 unclear on. But I was in a conversation with Paul
    25 Poteet and asking him when he thought the storm
    124
    1 would pass, with the idea of them going on at --
    2 the knowledge we had was that the storm was going
    3 to hit at 9:15. And so we had -- I had asked Paul
    4 Poteet to look at the radar and see what would have
    5 happened an hour out, so could we, in fact, get the
    6 show in at 10:15.
    7 Q What did Paul tell you?
    8 A Not very clear exactly what he told me, but what I
    9 saw was that it was breaking up on the back end,
    10 and there was more likelihood on the back end than
    11 the front end given the radar.
    12 Q And you say you saw. Did somebody have a computer
    13 with weather radar on it?
    14 A Bob Williams did and Paul Poteet did.
    15 Q Okay. So Bob Williams of Mid-America had a laptop?
    16 A Correct.
    17 Q Okay. And he had pulled up the weather radar on
    18 his laptop?
    19 A Correct.
    20 Q When you requested to delay the concert event,
    21 would that also have included evacuating people
    22 away from the stage area to some type of shelter on
    23 the fairgrounds?
    24 A If we delayed, we were talking about getting people
    25 out of the venue and then coming back into the
    125
    1 venue when -- roughly 10:15, when we thought the
    2 weather would be more stable.
    3 Q So the plan would have been to open up the gates
    4 and let everyone file out away from the stage area?
    5 A That plan was not discussed at that point.
    6 Q Is that what you intended?
    7 A Later in the evening.
    8 Q Even though you had not discussed the plan at
    9 8:00 or 8:15 when you had this meeting to delay the
    10 show, it was still your intent not to have people
    11 in the Sugar Pit or in the seating around the
    12 track?
    13 A Correct.
    14 Q And just to be clear, Sugarland said no to your
    15 plan?
    16 MR. TRIMBLE: There's more to the story.
    17 A Right. So when we were looking at the radar and
    18 asking about a delay at 10:15, Eric was instructed
    19 to go back down to the act the second time.
    20 Q What time would this have been approximately?
    21 A Ten after eight? I don't know. Somewhere between
    22 8:00 and 8:15. He was instructed to go back down
    23 and ask for a delay again. This time he took Annie
    24 O'Toole with him.
    25 My understanding of what took place was a
    126
    1 conversation that included, What can we do to
    2 convince you to delay; can we pay for extra
    3 stagehands in Des Moines; can we reduce the set
    4 time period. So it was trying to encourage them to
    5 accept what the venue wanted, which was a delay.
    6 Q What happened then?
    7 A Eric came back and said they want to go on.
    8 MR. HUELAT: They what?
    9 THE WITNESS: They wanted to play.
    10 BY MR. BRADLEY:
    11 Q So the second request to delay the show was refused
    12 by Sugarland?
    13 A Correct.
    14 Q When Eric came back from that second request, did
    15 Annie O'Toole also return with him?
    16 A I'm not a hundred percent clear, because when he
    17 came back, he said, They want to play, and I've got
    18 a problem with the State Police; can you help me.
    19 So I'm not sure she was there or not.
    20 Q When you say "a problem with the State Police,"
    21 what do you mean?
    22 A Sugarland's production people were upset that there
    23 were so many State Police officers backstage. He
    24 also -- the way I understand it, the production
    25 person with Sugarland was upset that there were law
    127
    1 enforcement officials that were bringing people
    2 through backstage that were not designated to be
    3 there. And so he asked -- Eric asked me to help
    4 reconcile that situation.
    5 Q When you say the Sugarland "production person," are
    6 you referring to Chris Crawford?
    7 A I don't know for sure. I believe it was him, but I
    8 don't know for sure it was Chris.
    9 Q What did you do then?
    10 A That's when I met up with Captain Weaver, who was
    11 backstage, and asked him if he would help me
    12 reconcile the situation. And we talked and
    13 determined that we would place three State Police
    14 officers closer towards the clay track and then
    15 three State Police officers closer to the half-mile
    16 track so they would not be right in the up-and-down
    17 ramp by the stage.
    18 Q Did you go down into the bunker, then, when you
    19 talked with Captain Weaver?
    20 A I don't usually ever go down into the bunker.
    21 Q So you --
    22 A No. Sorry, no.
    23 Q Okay. Thank you. No problem.
    24 Who would have been, I guess, down in the
    25 bunker at that time?
    ................................................................................
    befragt wurde: http://digital.ibj.com/Olive/ODE/IBJIW/LandingPage/LandingPage.aspx?href=SUJKSVcvMjAwOS8xMS8wOQ..&pageno=OQ..&entity=QXIwMDkwMg..&view=ZW50aXR5

    :shock: abgesehen davon, daß da jemand 30 Minuten braucht um sich die Nase zu pudern, und sich deswegen über anwesende Polizisten beklagt :wink: ...

    ...steht da ganz klar, wer hier taktiert und damit die Sicherheit vernachlässigt hat. Die Kompetenz zur Evakuierungsentscheidung und der Durchführung derselben lag bei Angestellten des Staates Indiana. Und diese hatten vollständige Informationen: Die Schlechtwetterfront kommt - nicht nur auf dem Radar - AUCH MIT AUGEN DEUTLICH SICHTBAR, 25mph Wind gewährleistet die Bühnenkonstruktion, darüber ist zu evakuieren.

    Das Dach kollabierte um 20:50, kurz nachdem...

    "Capt. Brad Weaver, commander of special operations for the Indiana State Police, said he took the stage at 8:45 p.m. to warn the audience of severe weather."

    http://www.youtube.com/watch?v=WQB-N_vfge4

    Davor passierte NICHTS außer Geschwätz ...wie in Duisburg musste die Polizei ran ...und konnte es nicht richten. Denn es gab keinen Plan, was in der Ansage des Polizisten klar erkennbar ist.


    Viele Grüße,

    Bernd


    PS Weiterhin deutliche Aussage von mir: Auch "Fliegende Bauten" müssen den örtlichen Bauvorschriften für feste Bauten (Windlast) uneingeschränkt entsprechen. Jedes Bierzelt, Zirkuszelt... ist so gebaut, nur bei Bühnen wird Blödsinn gemacht. DAS ist ein tatsächlich lösbares Problem.

    25mph, ich fasse es nicht....

  • Membran Reparieren

    • bernd häusler
    • 29. Januar 2012 um 15:11

    Moin,

    Holzleim würde ich auch empfehlen, vielleicht die bessere Qualität nach D3 Spezifikation. D3 steht nur klein drauf, schaue nach "Wasserfest" oder "Laminatleim", da steht dann irgendwo auch D3 drauf. Kaffeefilterpapier ist sicher eine gute Idee, schön lange Fasern, wasserfest gebunden, saugfähig. Zuerst den Riß richten, also eventuelle Fetzen wieder in Form drücken, dann sparsam einpinseln, Flicken auch sparsam einpinseln und zusammendrücken. Holzleim ist relativ hautfreundlich, da kann man die Finger nehmen, lässt sich danach gut mit Wasser von den Fingern rubbeln. Den Flicken nicht zu riesig machen, wenn der 1 cm über Riß und Knickstellen hinausreicht genügt das. Weil das ein Unfall war, und nicht ein Ermüdungsriß, wird das problemlos dauerhaft halten. Hören wird mans auch nicht. Reconen würde ich in dem Fall nicht, eben weil es kein Ermüdungsriss ist, und die Membrane nicht verschlissen und brüchig ist.

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Lavalier-Mikro direkt in Multicore (kein Speiseadapter)

    • bernd häusler
    • 24. Januar 2012 um 14:30

    Moin,

    So sieht das im einfachen Fall aus. Der FET ist in der Kapsel (linkes Kästchen), weil der Schallwandler selbst, wie bei allen Kondensatormikros, eine extrem hoch(mega)ohmige Angelegenheit ist. Selbst bei ultrakurzen Verbindungen (Leiterbahnen) wäre die Signalleitung des Wandlers kaum abschirmbar. Dieser Kapsel-FET macht die erste Impedanzwandlung - in den Kiloohmbereich. Das genügt dann für den Betrieb an hochohmigen, mit Speisespannung (nicht Phantom!) versehenen Eingängen, wie z.B. an Computern, Handys (Headset) ...oder Taschensendern. Der Betrieb an den von uns genutzten Mikrofoneingängen klappt so nicht. Die sind dafür nicht hochohmig genug, und zudem stellen sie eine Phantomspeisung zur Verfügung und sind symmetrisch. Deswegen ist eine zweite Impedanzwandlung nötig, welche die Impedanz des Mikrofonausgangs auf unter 200 ohm bringt, irgendwie symmetriert, und die Betriebsspannung für den Kapsel-FET aus den 48V erzeugt. "Irgendwie" ist eine Anspielung auf die oben gezeigte Schaltung, die lediglich Impedanzsymmetrisch ist, Ader 3 führt kein Signal, hat aber einen näherungsweise gleichen Quellwiderstand. Aufwendigere Schaltungen symmetrieren mit Übertrager, oder einem weiteren Transistor.

    Anyway, es ist also neben der Elektretkapsel auch noch eine Eingangsschaltung nötig, entweder eingebaut in Computer, Handys ...Taschensender, und wo diese fehlt eben als Phantomspeise- >>Adapter<<, der aus der Phantomspeise die Aderspeisung für den Kapsel-FET macht, die Impedanz wandelt und das Signal symmetriert.

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Erfahrungen zum Grenzschalldruck der Kondensatormikrofone

    • bernd häusler
    • 15. Januar 2012 um 10:50

    hmm, o-keyy, ...krass :shock: Danke für die Aufklärung :)

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • bernd häusler
    • 15. Januar 2012 um 10:40

    Moin,

    @stereo & grob:

    Zitat von &quot;oton&quot;

    @stereo: ich panne auch sehr wenig und bin dazu übergegangen, wenn immer es geht, Panning über Laufzeit zu machen. Leider gibt es so etwas integriert bis jetzt nur in Studer Pulten, aber man kann sich mit Stereo-Subgruppen für einzelne Instrumente behelfen, von denen man im Digitalpultzeitalter ja oft ein paar übrig hat. Nur ist das wieder eine Sache, die ein bisschen Vorbereitung erfordert, also nichts für den schnellen Soundcheck.

    Ich gehe da deswegen derzeit "nur" recht grob dran. Ich habe 4 Monogruppen. Je zwei Gruppen laufen als Quasi-Stereogruppe, da mein Mischsystem in Stereogruppen keine unterschiedlichen Zeiten zulässt (ist ja logisch, oder?). Mit den Zeiten experimentiere ich noch, bisher aber immer symmetrisch (muß das endlich mal gangen...). Pegel sind festgelegt auf null Unterschied zwischen Direktrouting und Positions(gruppen)routing. Es gibt also nur 3, schlicht über Routing wählbare Phantome - LMR, bei immer gleichem Pegel auf linkem und rechtem Stack. Das funktioniert jetzt schon so nett, daß ich da dran bleibe, auch wenns nur grob ist. Kann gut sein, daß es feiner keinen Sinn macht, weil ein guter Live-Mix auch schon mono ein guter UND Hörpositions-symmetrischer Mix ist. Ohne diese Basis geht live nichts, schon dafür ist der Arbeitsplan oft sehr eng.

    Man könnte den jeweiligen Eingang auch auf 2 bis auf Zeit Und PAN gekoppelte Kanäle routen. Dann gäbe es nur einen oder 2 zusätzliche Parameter (Zeit), die man auch irgendwann - wenn Wichtigeres erledigt ist - dezent verstellen kann. Da gibts aber reale Grenzen bei den möglichen Gangs, und meine derzeitige Lösung ist für Gastmischer im Festival-Setup leichter ignorierbar.

    @Effekte & grob:
    Die Presets sind mir oft "zu schön" und "dicht". Das macht Live schnell einen Überfluß, der den Lärm verstärkt. Robert Orton (u.A. Studio für Lady Gaga und t.A.T.u.) setzt gerne schlichte Delays ein, um Raum-Illusionen zu erschaffen. Mich fasziniert daran, die gnadenlose Deutlichkeit "rhytmischer Räume", ...habe keinen bessere Bezeichnung für das was er da macht. Ist ja nicht neu, Tom Müller (Hansa) hat da schon 1979 Faszinierendes hergestellt. Aber es ist ganz sicher das krasse Gegenteil von "Raumsoße" und Gnadenhall. Eigentlich suche ich einfach das Mittelding zwischen - für live - überzogen komplexen Räumen und Deutlichkeit. Welche Wege geht ihr da?


    Viele Grüße,

    Bernd

  • Leistungsanpassung, KV2, Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 15. Januar 2012 um 08:16

    Moin Jens,

    Zitat von &quot;Jens Droessler&quot;

    meine "Ignoranz"

    Jens... Herrgottnochmal, repräsentierst Du etwa allein die derzeitige Endstufen und PA-Technik? Oder gehörst Du nur zu den 100%, die das "schon immer so machen" ;-).

    och nöö, doch, och nöö, doch, och nöö, doch...

    Zitat von &quot;Jens Droessler&quot;

    Das Hörnli-System fand ich sehr sehr nett. Klein und doch recht laut. Für meinen Geschmack haben wir dann noch die Tiefmitten angehoben. Ansonsten erschien es mir teilweise schon ZU plastisch... Sehr sehr räumlicher Klang.

    http://www.2sound.de/musiker-forum/…2805-t8552.html

    Wenn Du Lautsprecher bevorzugst, die sich klar und deutlich als Schallquelle outen... (ja, warum tun das so viele Lautsprecher? Weil Klirr sehr scharf ortbar ist, der kommt direkt aus dem Lautsprecher, keinerlei Möglichkeit zu Illusion.) ...dann bist Du bedient, 100% aller PAs klirren zuviel, meine nur etwas weniger zuviel.

    Deswegen steht der Lautsprecher immer neben der Musik, oft davor - im Weg. Ich finde es eben gut, wenn Lautsprecher nicht im Weg stehen, doch dafür müssten sie Klirrfrei sein. Das ist bei BWL-PA-Pegel ausgeschlossen, aber die für meine Spezialschaltung gezeigte Halbierung des K3-Anteils hörst sogar Du, "plastisch" und "räumlich". Wenn Du eher der Typ für Lautsprecherklänge voll auf die Fresse bist, warum nicht, es gibt Live genügend Musikstile wo das sogar Stilmittel ist, von Dissen ganz zu schweigen. Wenn ein klirrarmer Lautsprecher zu klirrarm "wirkt", dann kann man Wunschklirr hinzufügen, und ist nicht auf den Klirr dieser, oder jener Kiste festgelegt.

    Und wenn Du der Erste in 5 Jahren sein willst, der widerlegt, daß ich den Begriff Leistungsanpassung korrekt für meine Spezialschaltung benutze, ja dann tus doch endlich... ist doch mir völlig gleich, "es" halbiert K3, egal wie Du meine Kompetenz Begriffe zu benutzen beurteilst.

    Zitat von &quot;Jens Droessler&quot;

    Dummerweise gibt es aber genauso gut klingende und sich genauso gut messende Systeme mit konventionellem Amping und ohne Übertrager- oder Vorwiderstandsschnickschnack, Bernd.

    Du bist Dummerweise gläubig? Wo denn, hat das irgendwann irgendwo irgendwer gemessen? Wenn ich nicht der Erste bin, der das gezeigt hat - wo denn????

    mannometer, warum beantworte ich perönliche Posings so persönlich, Jens, was ist da los?

    Viele Grüße,

    Bernd


    PS Hier in diesem Thema gibt es ganz sicher ein dummes Posting, vielleicht zwei?

  • Erfahrungen zum Grenzschalldruck der Kondensatormikrofone

    • bernd häusler
    • 13. Januar 2012 um 05:03

    Moin,

    Zitat von &quot;Zacki&quot;

    Hi,

    interessanter Thread. Ich habe schlechte Erfahrungen mit dem AKG C519M gemacht. Siehe hier: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=24&t=83187&p=692081 Dass dieses Mikro für für Blechbläser geeignet sein soll halte ich für einen schlechten Witz. In welchem Bereich bewegen sich den die Eingangsimpedanzen eurer Mikro-PreAmps? Bei allem was ich so in den Fingern hatte waren das so um die 2kOhm. Hier auch noch eine Bericht, den ich damals dem Distri und dem Service in Heilbronn geschickt habe http://www.mediafire.com/?i2q00k6c72nrr0n Reaktion: Null - Schade. Vielleicht war's zu technisch oder unverständlich


    Hast Du mal die Phantomspannung vom ADA800 mit allen Mikrofonen angeschlossen nachgemessen? Deine Beschreibung im verlinkten Thema hört sich fast danach an, als würde das 48V Netzteil zusammenbrechen...

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • bernd häusler
    • 13. Januar 2012 um 02:42

    Moin,

    es gibt sicher Wichtigeres, als Gezänk zwischen Mixer-Ehren zu provozieren. Ich habs schon gesagt, das Problem ist fehlendes Basiswissen, das betrifft beide Fraktionen, und auch die Mischbegabten.

    Stereo

    Ich weiß ja nicht obs wen Interessiert, oder ob Geheimnisse bestehen, aber ich möchte das Feld nicht den armen Seelen überlassen, die zugeben müssen das live mit den PANs zu erledigen. Ich gebe jedenfalls schonmal zu, daß ich live die PANs nicht anfasse, weil Panning eben niemals funktioniert.
    Ebenso werde ich kein Mitleid gegenüber der Studiofraktion empfinden, die nach dem Stand der Lehrmeinung dazu verdammt ist Stereo nur mit den PANs zu gestalten, und denen als größte Koinzidenz-Abweichung die der ORTF-Mikrofonierung gestattet ist.

    Man könnte die Studio-Lehrmeinung auch damit dissen, daß sie dem Decca-Tree mit schneidender Ignoranz begegnet, obwohl bis heute anerkannt herausragende Aufnahmen mit diesem "Tree" aufgenommen wurden. Es muß eben nicht koinzident sein, auch für Vinyl nicht. Wenn man weiß was man tut... . Immerhin kann man aus den Diskussionen und Abhandlungen im Netz zum Decca-Tree wertvolles Basiswissen erlernen. Gut, daß die Studiofraktion das Thema gerade durchzankt, das beschert Lesestoff, den ich gerade mit großem Respekt lese. Die Livemixer schreiben eher garnix, das wäre peinlich ...wenn sie es nicht hier täten, Danke (EDIT auch oton ...hat einfach früher abgeschickt) :wink:

    Wozu braucht man live Stereo, und warum klappt das nicht mit den PANs. Ich würde mal sagen, daß wie immer wenn Tontechnik kreativ eingesetzt wird Erlebnisse geschaffen werden sollen. Für Konserve sind schön über die Stereobasis gepannte Instrumente sicher ein Weg zum guten Erlebniss. Live und Konserve unterscheiden sich hier in Hörposition und Anzahl der Erlebnishungrigen, und im "Störgeräusch". Das führt dahin, daß der größte Teil Unseres (ja, da ist ne Band, jeder Musiker gehört zum "Uns") Unseres Publikums nur einen Kanal mitbekommt (Laufzeit), da ist ein von diesem Kanal weggepanntes Instrument schnell ganz weg. Wenn es nicht im Mix dieses Kanals untergeht, dann im "Störgeräusch". Zumindest ich bestehe aber darauf 90% des Publikums zu begeistern, und dazu will ich die Musik Allen präsentieren. Habe ich eben gerade Laufzeit geschrieben :oops: Ich sag nur Decca-Tree, und jetzt seid Ihr dran :D bitte :wink:

    http://www.uni-koeln.de/phil-fak/muwi/ag/tec/deccatree.pdf

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Leistungsanpassung, KV2, Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 11. Januar 2012 um 22:01

    Moin,

    Zitat von &quot;sebastian&quot;

    Da ich das menschliche Ohr als Messtechnik für entscheidend halte aber von "grober Qualität" stellt sich mir gerade die Frage, wer beurteilt das mit welcher Konsequenz. Ein Computer oder das menschliche Ohr? Ändert sich was in der Wahrnehmung, wenn man das Ergebnis publizieren kann? Ich habe da so meine Zweifel, bin aber keineswegs festgefahren in meiner Meinung.

    Wenn Du einen Unterschied deutlich hörst, und kannst dann meßtechnisch signifikant kausale Zusammenhänge zum Hörerlebnis herstellen, dann ist doch alles prima, oder? Oder willst Du über guten und schlechten Klirr diskutieren?

    Viele Grüße,

    Bernd

  • 1 Jahr mit KV2 Audio und dem ES 1.0 System - Erfahrungen

    • bernd häusler
    • 11. Januar 2012 um 21:49

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=27&t=84695

  • Leistungsanpassung, KV2, Spezialschaltung

    • bernd häusler
    • 11. Januar 2012 um 21:44

    Moin,

    Zitat von &quot;bernd häusler&quot;

    Moin,

    wo hier so nett über die Fußfessel Controlleramp diskutiert wurde... und über "übertriebene" Auflösung digitaler Soundprozessoren...


    Zunächst mal Danke für die Aufklärung der Endstufenbauweise.

    Ich konnte nachweisen, daß Leistungsanpassung zwischen Amp und Lautsprecher den Klirr in der dritten Harmonischen halbiert, so weit, daß man selbst bei Vollpegel Schwierigkeiten bei der Messung bekommt. Anders als bei elektronischen Schaltkreisen benötigt man schließlich zur Messung einen weiteren Schallwandler. Der Klirr von dem ich hier spreche liegt dennoch deutlich über den Werten, die man z.B. bei Endstufen jemals akzeptieren würde. Nicht nur weil man Elektronik leichter im 0,01% Klirr- Bereich messen kann, man hört das auch. Herr Krampera zitiert die richtigen Werte zur Hörbarkeit. Diese Leistungsanpassung lässt sich auf verschiedenen Wegen erreichen:
    AIC
    Spezialschaltung (meine Entwicklung)
    Ausgangsübertrager
    Letztere beide Technologien haben ihren Ursprung in einer Zeit, wo man die Schnittstelle zwischen Lautsprecher und Endstufe noch verstand, verstehen musste, dann kam das Dämpfungsdogma, seither wurde es nur billiger/lauter. Herr Krampera entwickelt auch Instrumentenverstärker, ihm ist also zuzutrauen daß er sich bestens mit der Materie auskennt, sowohl mit Verstärkertechnik, als auch dem Zusammenspiel eines Verstärkers mit Lautsprechern. Es gibt also bei KV2 Audio keine 2 Abteilungen, und schon garnicht 2 verschiedene Unternehmen, die lediglich über eine "Speakon"-Verbindung kommunizieren. Diese integrierte Entwicklung geht deutlich über den hier gescholtenen Systemamp-Gedanken des Wettbewerbs hinaus. Das System KANN nicht genauso klingen, selbst dann nicht, wenn ein fachgerechtes Preset für einen guten Controller über eine Sammlung guter Endstufen, an den gut gebauten KV2 Lautsprecher angeschlossen wird. Die den Klirr reduzierende Wirkung der Leistungsanpassung fehlt dann genauso, wie die auf den Betrieb mit realer Lautsprecherlast optimierte Endstufenschaltung.

    Die Amps von der Stange sind definitiv nicht auf die komplexe Last von realen Lautsprechern optimiert, und werden auch nie mit realer Lautsprecherbelastung gemessen. Dagegen besteht eine breite Einigkeit darüber, daß verschiedene Endstufen auch verschieden klingen. Insbesondere PWM-Ausgangsstufen sehen hier in der Kritik, PWM für komplexe Belastung ist besonders schwierig, aber auch Schaltnetzteile entwickeln mit modulierter Last ein Eigenleben. Diese Betrachtungen sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß eine gute Lautsprecherwiedergabe auschließlich mit dem perfekten Zusammenspiel von Endstufe und Chassis möglich ist. Dieses Zusammenspiel ist mit der beidseitigen Denkweise "Speakonbuchse" unerreichbar. Da ich keine Endstufe entwickeln konnte habe ich meine Seite bis zur Speakonbuchse optimiert, mit Spezialschaltung ist die Lautsprecherlast weit weniger komplex, und die übertriebene Dämpfung der Endstufe von der Stange vom Lautsprecher entkoppelt. Vorteil: jeder hier kann das nachbauen, messen, hören...

    Der Rest sollte zumindest verstehen, daß KV2 der weltweit einzige öffentlich auf dem Markt auftretende Hersteller ist, der tatsächlich integriert entwickelt, und nicht nur Bausteine zukauft und sich auf funktionierende Schnittstellen verlässt. Zumindest für die Schnittstelle Endstufe/Schallwandler habe ich nachgewiesen, daß sich das lohnt, klanglich, und unzweifelhaft meßtechnisch.

    Viele Grüße,

    Bernd

    Alles anzeigen
    Zitat von &quot;wora&quot;

    danke, das dieses thema mal wieder thematisiert wird.
    hier wurde man vor jahren gescholten, wenn man von unterschiedlichem klangverhalten verschiedener verstärker berichtete. da gibt es übrigens eine gewisse analogie zu den mischpulten, die nach meinung einiger techniker auch nicht unterschiedlich klingen.
    aber zurück zum thema.
    lass uns doch mal wissen, wie deine spezialschaltung aussieht.
    reine leistungsanpassung sehe ich erstmal als problematisch an, weil dann im gegensatz zur spannungsanpassung auch die impedanzfrequenzgänge zu frequenzgangwelligkeiten führen könnten. oder hab ich da jetzt einen denkfehler?


    Nö, hast Du nicht, natürlich ändert sich bei einem Lautsprecher der Frequenzgang durch Leistungsanpassung entsprechend dem Impedanzverlauf. Diese Änderung kann auch zu einer Linearisierung führen. Man muß eben integriert entwickeln, Herr Krampera nimmt sich den Luxus das durchzuziehen, ich auch. Bei mir klirrt es deutlich weniger, meßtechnisch und subjektiv, und Herr Krampera ist auch kein Traumtänzer.

    Die gnadenlose Ignoranz, die sich in der Systemamp-Diskussion zeigt macht mich wütend, bei mir ist das Lautsprecherkabel Teil des Systems, dank Leistungsanpassung sind große Längen bei geringen Querschnitten möglich, ohne jeden Einfluß auf die Wiedergabeeigenschaften. Selbst wenn ein Systemamp für 3 Wege nur 10 kg wiegen würde wäre es immer noch Blödsinn den mitzufliegen, oder gar einzubauen. Das ES1.0 und VHD2.0 ist schon konstruktionsbedingt regenfest, denkt darüber nach, wenn die OA-Saison wieder beginnt. Das Kabel-Gebämsel, Strom, Signal, Netzwerk oder RS, zusammen mit Einstellmöglichkeiten an jeder Kiste einer Vertikalansammlung ist schon ohne Regen die Pest. ...und dann klirrts noch wie von Sinnen, und ist nur von aufwendig geschulten Systemern überhaupt betreibbar.

    Viele Grüße,

    Bernd


    PS Herr Wüstner hat schon recht, nur klingen tut seins nicht.

  • 1 Jahr mit KV2 Audio und dem ES 1.0 System - Erfahrungen

    • bernd häusler
    • 10. Januar 2012 um 09:50

    Moin,

    wo hier so nett über die Fußfessel Controlleramp diskutiert wurde... und über "übertriebene" Auflösung digitaler Soundprozessoren...

    Zitat von &quot;bernd häusler&quot;

    Moin,

    und AIC ---- aha ;) gibts da irgendwo Detailinfos :D ?

    Viele Grüße, Bernd

    Zunächst mal Danke für die Aufklärung der Endstufenbauweise.

    Ich konnte nachweisen, daß Leistungsanpassung zwischen Amp und Lautsprecher den Klirr in der dritten Harmonischen halbiert, so weit, daß man selbst bei Vollpegel Schwierigkeiten bei der Messung bekommt. Anders als bei elektronischen Schaltkreisen benötigt man schließlich zur Messung einen weiteren Schallwandler. Der Klirr von dem ich hier spreche liegt dennoch deutlich über den Werten, die man z.B. bei Endstufen jemals akzeptieren würde. Nicht nur weil man Elektronik leichter im 0,01% Klirr- Bereich messen kann, man hört das auch. Herr Krampera zitiert die richtigen Werte zur Hörbarkeit. Diese Leistungsanpassung lässt sich auf verschiedenen Wegen erreichen:
    AIC
    Spezialschaltung (meine Entwicklung)
    Ausgangsübertrager
    Letztere beide Technologien haben ihren Ursprung in einer Zeit, wo man die Schnittstelle zwischen Lautsprecher und Endstufe noch verstand, verstehen musste, dann kam das Dämpfungsdogma, seither wurde es nur billiger/lauter. Herr Krampera entwickelt auch Instrumentenverstärker, ihm ist also zuzutrauen daß er sich bestens mit der Materie auskennt, sowohl mit Verstärkertechnik, als auch dem Zusammenspiel eines Verstärkers mit Lautsprechern. Es gibt also bei KV2 Audio keine 2 Abteilungen, und schon garnicht 2 verschiedene Unternehmen, die lediglich über eine "Speakon"-Verbindung kommunizieren. Diese integrierte Entwicklung geht deutlich über den hier gescholtenen Systemamp-Gedanken des Wettbewerbs hinaus. Das System KANN nicht genauso klingen, selbst dann nicht, wenn ein fachgerechtes Preset für einen guten Controller über eine Sammlung guter Endstufen, an den gut gebauten KV2 Lautsprecher angeschlossen wird. Die den Klirr reduzierende Wirkung der Leistungsanpassung fehlt dann genauso, wie die auf den Betrieb mit realer Lautsprecherlast optimierte Endstufenschaltung.

    Die Amps von der Stange sind definitiv nicht auf die komplexe Last von realen Lautsprechern optimiert, und werden auch nie mit realer Lautsprecherbelastung gemessen. Dagegen besteht eine breite Einigkeit darüber, daß verschiedene Endstufen auch verschieden klingen. Insbesondere PWM-Ausgangsstufen sehen hier in der Kritik, PWM für komplexe Belastung ist besonders schwierig, aber auch Schaltnetzteile entwickeln mit modulierter Last ein Eigenleben. Diese Betrachtungen sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß eine gute Lautsprecherwiedergabe auschließlich mit dem perfekten Zusammenspiel von Endstufe und Chassis möglich ist. Dieses Zusammenspiel ist mit der beidseitigen Denkweise "Speakonbuchse" unerreichbar. Da ich keine Endstufe entwickeln konnte habe ich meine Seite bis zur Speakonbuchse optimiert, mit Spezialschaltung ist die Lautsprecherlast weit weniger komplex, und die übertriebene Dämpfung der Endstufe von der Stange vom Lautsprecher entkoppelt. Vorteil: jeder hier kann das nachbauen, messen, hören...

    Der Rest sollte zumindest verstehen, daß KV2 der weltweit einzige öffentlich auf dem Markt auftretende Hersteller ist, der tatsächlich integriert entwickelt, und nicht nur Bausteine zukauft und sich auf funktionierende Schnittstellen verlässt. Zumindest für die Schnittstelle Endstufe/Schallwandler habe ich nachgewiesen, daß sich das lohnt, klanglich, und unzweifelhaft meßtechnisch.

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Warum Studiomischtechniken nicht Bühnenkompatibel sind

    • bernd häusler
    • 9. Januar 2012 um 13:32

    Moin,

    daß dieses Thema überhaupt diskutiert werden muß kennzeichnet einen Mißstand, der beide Fraktionen betrifft, Studio und Live - fehlendes Basiswissen. So geraten Kochrezepte fürs Studio-Recording in Live-Spielstätten, und umgekehrt. Kochrezepte sind eben kein Basiswissen...

    Ist Live Stereo? Wer diese Frage umfassend beantworten kann erkennt den Unterschied zwischen Studio und Livemix.

    Viele Grüße,

    Bernd


    PS Was ich bis jetzt in dieser Serie gesehen habe hilft allenfalls der Home-Multidreck-Fraktion, allein der Versuch aus den schon bei der Aufnahme mißratenen Schlagzeugspuren einen Mix zu erstellen... putzig. Ich denke mal, daß mit "echter" Multimikrofonie/Bühnenmikrofonierung brauchbare Spuren entstanden wären, ohne das durchhörbare Wohnklo. Ich weiß immerhin einige Kochrezepte gegen unerwünschte "Räume" bei Live-Beschallungen. :D


    PPS Tonknecht: Man mikrofoniert (nicht nur) die Snare dergestalt, daß diese ohne Overheads gut funktioniert. Die Studiovariante mit Overheads als Hauptmikrofone, und Stützen an den Trommeln funktioniert live sehr schlecht, und im Studio auch nur in Räumen, die bereits den für das Ergebniss gewünschten Raumeindruck vermitteln. Blech von oben geht nicht ohne Übersprechen von den Trommeln, was den Trommeln oft unbeabsichtigt einen "engen" Raumeindruck zufügt. Und wenn man deswegen die Overheads derart filtert, daß nur die obersten Obertöne der Becken durchkommen hat man meiner Erfahrung nach zusammen mit dem Übersprechen der Becken auf die ganze Bühnenmikrofonierung schnell einen noch undifferenzierteren Blechhaufen, der den Mix überzischt (insbesondere wenn die PA die Höhen mit 2" macht). Wenn man das Ride nicht extra abnimmt hat man auch verloren, also ist das mein Einsatzzweck des linken Overheads regelmäßig der zurechtgerückte Ersatz fürs wieder fehlende Ride Mikro, und das rechte ist in der Regel einfach aus. Wenn die Crashes wirklich fehlen öffne ich die Gates der Toms etwas (Depth) was mit dem Hypernierenzipfel... Wobei ich die Lösung die Crashes von unten abzunehmen sicher mal probiere. Das ist zumindest meine Strategie mit Overheads umzugehen, ich benutze sie nicht.

    Und Karel hats jetzt auch schon geschrieben :)

  • 1 Jahr mit KV2 Audio und dem ES 1.0 System - Erfahrungen

    • bernd häusler
    • 6. Januar 2012 um 21:31

    Moin,

    Zitat von &quot;rockline&quot;

    Leistungsanpassung der Mid/High und HF Lautsprecher

    und AIC ---- aha ;) gibts da irgendwo Detailinfos :D ?

    Viele Grüße, Bernd

  • Schwachsinnige Lautsprecherverteilung?

    • bernd häusler
    • 4. Januar 2012 um 21:46

    Moin,

    Zitat von &quot;marce&quot;

    Ansonsten scheint es so, daß ihr das System evtl. für was verwenden wollt, für das es nicht eingerichtet ist - Eisdisko. Da die M5 das Eis beschallen und die potenteren Systeme die Ränge kann das wünschenswerte Ergebnis für eine Eisdisko mit dem Setup und der Ausrichtung der PA gar nicht erreicht werden...


    So ist es, steht klar im Referenztext bei Seeburg Zitat: "...Für die Eisflächenbeschallung wurden M5 Downfills eingebaut."
    Das ist eine fachlich völlig korrekte Arenabeschallung. Völlig ausreichend auch für Publikumsläufe mit Musik. Das Problem ist, daß irgendwelche Jungspunde nun Ihre Club-Diskoerfahrungen auf eine Eishalle übertragen wollen.

    Also muß man die Anlage eben fachgerecht betreiben. Wesentlich dabei ist, einfach die Anlage nicht zu überfahren, also fachgerecht zu betreiben. Das ist einem DJ mangels Kompetenz sicher nicht möglich. Also muß der System-Engineer der Arena seinen Job machen, auch wenns mit seiner Zweitkompetenz kollidiert.

    Der Betreiber möchte Publikumsläufe mit Musik, also mach Deinen Job, technician ;)

    Viele Grüße,

    Bernd

  • Erfahrungen zum Grenzschalldruck der Kondensatormikrofone

    • bernd häusler
    • 4. Januar 2012 um 10:01

    Moin,

    Danke!

    Cajon mit Elektretkäpselchen in der Lochebene kenne ich schon von Aufnahmesessions, man sieht sehr schön in der Wellendarstellung eine einseitige Beschneidung der ersten Welle. Da das nur bei einzelnen "Snare"-schlägen auftrat hätte ichs beinahe überhört, draufgebracht hat mich der Musiker mit der Frage, ob sein Mikro nicht clippen müsste. Du beschreibst das als weit aufdringlicher, das geht natürlich garnicht. Auch das Elektretkäpselchen würde ich so nicht kaufen.

    Dein Pultsetup sollte wirklich keinen Anlaß zur weiteren Phantomforschung geben.

    Also hilft nur der Test.

    Bevor hier die Frage auftaucht, ob ich einen Beyerdynamic-Endorsement-Deal eingesackt habe, eigentlich ist es sogar umgekehrt, meine einzige Investition in deren Produkte flog regelmäßig in Kleinteilen über die Bühne, regelmäßig, bis auch das letzte Clip zerplatzt war. Ich werde also (auch ;) ) jedem Beyerdynamicmikro erstmal Gewalt antun, bevor ich ein Weiteres kaufe.

    wora: Der Staub in den Geräten ist jetzt grau, nicht mehr braun, und selbst gestandene Raucher bemerken jetzt endlich, wenn Toilette und Bierpfützen ausdünsten. Ne im Ernst, in der spontanen Kultur kommt auch mal ein Pulverlöscher als Requisit vor, nein, nicht leer, erstmal... Der Staub in den Amps danach war weiß.

    Viele Grüße,

    Bernd

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