Hallo Wora und Benjamin,
um gleich ein bißchen Öl ins Feuer zu gießen. Ich bin mir absolut sicher und habe das an anderen Stellen in diesem Forum schon zigmal diskutiert (da gibt es definitiv zwei Lager), daß es absolut Maßgebliche Klangunterschiede im Digitalbereich gibt. Diese Erkenntnis ziehe ich einerseits aus dem für eine sinnvolle Beurteilung nötigen technischen Background (sowohl E-technik, als auch Kenntnisse über Psychoakustik, Akustik allgemein und tiefe Programmierkenntnisse), andererseits aus unzähligen Vergleichstests und Messungen unter sinnvollen Laborbedingungen. Diese Ergebnisse werden dann gerne von den Gegnern der Theorie als Hirngespienste abgetan, obwohl die Gegner in der Regel noch NIE einen ernsthaften Versuch durchgeführt haben und in der Regel auch nicht die technische Ausstattung haben um sinnvolle referenzbedingungen zu schaffen oder einfach nur Dinge durchzumessen. ICH HABE DAS!
Folgende Dinge sind mein derzeitiges Fazit über die vorhandenen Klangunterschiede:
1.: Wandler klingen durch die Bank unterschiedlich, teilweise sogar unfassbar schlecht, denn streng genommen kostet ein vernünftiger Wandler heute kaum Geld, trotzdem gibt es Produkte mit grauenhaften Ergebnissen. In der Liga der I-Live sollte der Wandler eine untergeordnete Rolle spielen im Vergleich zur Konkurrenz (aber wer weiß? - bisher nicht von mir getestet)
2.: Die Algorhythmen zur Klanglichen Änderung sind regelrechte Geheimnisse. Wann etwas gut oder schlecht klingt, entzieht sich jeder Logik und baut in der Regel auf Erfahrungswerte der jeweiligen Hersteller (Stichwort Soundguru...). Im Besipiel von Wora spielt das keine Rolle, da das Signal ja unbearbeitet bleibt. (alles Linear, kein Effekt).
3.: Jetzt wird es heikler: Die Summierung der Signale passiert in den Geräten auf unterschiedlichste Weise und beeinflusst tatsächlich den Klang!
4.: Jetzt kommt der Knaller: Je mehr Signale vorliegen, desto auffälliger werden die Klang- und Qualitätsunterschiede. Für einen Mathematiker klingt das im ersten Moment völlig unlogisch, da der Output von SIgnal aus Kanal rechnerische in keinster Weise von Signal zwei beeinflusst wird. Es gibt darüber auch wissenschaftliche Erhebungen, die zu folgender Theorie (klingt sehr logisch, ist nicht bewiesen, es gibt aber lustige Tests, die diese Theorie stützen): je mehr Klänge unserem Gehör vorliegen (damit meine ich nicht das Ohr, sondern mehr unser Hirn), desto besser kann es die Klänge gegeneinander referenzieren und somit Fehler ausfindig machen. Auch hängt der Testverlauf maßgeblich von der Art des gehörten Signales ab, da wir bei vielen Signalen besser geschult sind als bei andern. Dies sind natürliche Klänge (da wir die auch außerhalb des Proberaumes kennen) und an oberster Stelle SPRACHE. Allein wegen Musikgeschmäckern, können sogenannte Vergleichstests von Equipment zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen. Wer seine Anlagen mit Hardcoresound vergleicht, wird zu keinen sinnvollen Aussagen kommen (Außer: Ja das ist laut und das knallt), weil es ja keine Vorlage in der Natur gibt, wie eine E-Gitarre zu Klingen hat. Selbst technische Vollnieten können sehr gut Klangqualität beurteilen, wenn Sie selbst z.B. Naturmusiker sind (Klassik, Jazz, auch Blasmusiker).
5.: Was sich tatsächlich addiert, sind die Klirrspektren, die aus Resonanzen (z.B. im Wandler) entstehen. Da es sich um Resonanzen handelt, sind diese auch nur da, wenn auch Signale anliegen.
...also ich kann mir vorstellen, daß der Wora Recht hat.
Viele Grüße
Tobias Kammerer