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  2. mattias bost

Beiträge von mattias bost

  • DSP Power intern oder Extern ???

    • mattias bost
    • 12. November 2008 um 15:12

    Hmm,

    geht hier wohl im Wesentlichen um PA-Controller(-funktionalität), DSPs stecken nun mal in Controllern UND diversen anderen Geräten.

    Da gibts sicher manigfaches Für und Wider Standalonecontroller oder AMP-Controller, wesentliches ist schon hinsichtlich der Veranstaltungsgröße gesagt. In Großveranstaltungen müßte hinter einen "gigantischem" Standalonecontroller eine indiskutable Einzelverkabelung erfolgen, bei rel. kleinen Gigs ist das Programmieren mehrer Endstufen eigentlich zu aufwendig. Aber warum?

    Ein ganz wesentliches Manko ist doch, daß die verschiedensten Geräte keine "gemeinsame Sprache" sprechen, soll heißen, wenn eine halbwegs einheitliche Bedienung (die natürlich mit der "Gerätemasse" mitwächst) existieren würde, wärs doch dem Anwender Wurscht, ob er AMPs schlau macht oder nen Standalonecontroller. Muß er aber dafür Kabel schmeißen, wird er sichs schon überlegen. Ich bin nun nicht der Anwender, aber mir schwebt so als TOP-Lösung vor, daß ich einen "Steuerrechner" habe, der nun drahtlos das gefundene Equipment in einer intelligenten Oberfläche zum Zugriff bringt, in der der Anwender dann seine "Signalflußkonfiguration" erstellt. Nur Audio geht dabei noch über Kabel (digital oder analog), die "Audiointelligenz" wird den Geräten per Steuerrechner eingehaucht. Ob dann ein Standalonecontroller oder eine Armada intellignete AMPS (oder beides) im Spiel ist, was solls, Hauptsache ALLE sind aus EINER Oberfläche zugreifbar. Bei digitaler Audioübertragung ginge mit Bidirektionalität natürlich alles ohne "Funksignal".

    Klar, gibts noch Probleme, z.B. welcher AMP hängt an welcher Box, aber das ist bei Handeingabe dasselbe, dort kanns ebenfalls schlichte Verkabelungsfehler geben. Aber das liegt an einem weiteren Manko, die Trennung von AMP und Box.

    An anderer Stelle hatte ich, wegen der guten Möglichkeiten akustische Fehler und elektr. mechanische Defekte zu vermeiden, für Aktivsysteme mit DSP-plädiert. Wenn eine Anlage aus solchen in sich geschlossenen Komponenten aufgebaut wird, sind schon einige Fehlerquellen ausschließbar und man kann das beliebig weiterspinnen.

    Für die kleine Veranstaltung ist das kein Widerspruch, dank Dig-Amp. bleiben Gewichte im Rahmen, mittels einfacher Schalter könnte jede Komponente "PiDaumen" angepaßt werden, ohne Steuerrechnerzauber. Da muß nur mal jemand richtig weit und ohne die sich zwangsläufig ergebende Betriebsblindheit ran, sammeln was gewünscht wäre (auch wenns noch so spinnert ist). Ganz Lowbudget wirds nicht gehen, aber wir wollen ja wohl eher über leidlich professionelles Zeugs reden, oder?

    Grüße
    Mattias

  • Erhöhte Feedbackgefahr in ruhigen Räumen, wie kommt das?

    • mattias bost
    • 12. November 2008 um 11:02

    Hi,

    wenns bei etwas (mehr) Schall nicht mehr koppelt, so ist diese Formulierung nicht eindeutig, denn das mehr an Schall kann aus der PA selbst kommen oder durch anderes verursacht werden (Fremdschall). Da gäbs was zu testen.

    PA nur eine Seite ausschließlich die Mics laufen lassen, zweite Seite ausschließlich mit Konserve "Schall" machen. Könnte mir vorstellen, daß das die Rückkopplungsneigung NICHT verringert, da sich hier bei den an der Rückkopplung beteiligten Lautsprechern nur wenig an deren Nullage ändert.

    Womit wir damit bei der Überlegung ankommen, daß die sich abschwächende Rückkopplungsneigung mit den Linearitätsfehlern der LS zu tun hat. Koppeln tuts ja bei Schleifenverstärkung >1 und Phasenlagen von Vielfachen von 360°. Werden nun die Membranen ausgelenkt, so könnte bereits eine sehr geringe Phasenänderung (und laut der manigfaltigen von Klippel beschriebnenen Fehler kann man die wohl erwarten) die Kopplungsbedingungen aufheben, ob bei geringen Pegeln bereits eine Verstärkungsänderung stattfindet, mag sein. U.a. wird schon das sehr frühe (leichte) Auswandern aus Nullagen sich vermutlich eher auf die Phasenverhältnisse auswirken.

    Diese Überlegungen, daß nämlich LS (und ggfs. Mikro?) dabei Änderungen erfahren, müßte durch o.g. Test in Grenzen nachweisbar sein. Obige Versuchsanordnung sollte weniger koppeln, wenn die Konserve über die Seite der PA läuft, welche die Mikros wiedergibt, stärker, wenn die Konserve über die Seite läuft, die nicht die Mikrofone beinhaltet.

    Da es relativ leicht zu testen ist, vielleicht testet du das beim nächsten Mal.

    Grüße
    Mattias

  • Aktivweiche Eckhorn 18

    • mattias bost
    • 10. November 2008 um 15:11

    Naja, von wegen zu großer AMP: Es kann echt beruhigen, wenn man weiß, daß man könnte, wenn man wollte....

  • Aktivweiche Eckhorn 18

    • mattias bost
    • 7. November 2008 um 12:37

    Deine Weiche ist wohl die Reckhorn B1 (nicht F1), oder? Die B1 soll als Ausgangsspannung 10V liefern können, das müßte doch allemal reichen (Eingangsempfindlichkeit LDPA 1600 0,7 bis 1,5V) um den AMP mehr als auszusteuern.

    Grüße
    Mattias

  • Mein(e) KIND brummt (auch)

    • mattias bost
    • 6. November 2008 um 17:00

    Hi,

    Zitat

    periodisch schwankende Gleichstromanteile im Wechselstrom

    Sowas (das Fettgedruckte) nennt man normalerweise WECHSELSTROM. Gleichstromanteile werden sich in den EVN nicht finden, weil dort überall Transformatoren drin sind, die übertragen keine Gleichstromanteile, würden Gleichstromanteile sogar sehr sauer nehmen (Überlastung der Trafos). Und Lasten können keine Gleichstromanteile generieren. Sorry, aber die Klarstellung muß sein, sonst kommt hier Hifi-Voodoo ins Spiel.

    Was aber ein Problem für Trafos ist, das sind die inzwischen erheblichen Oberwellenanteile in den EVN, vorrangig die 3. Harmonische (150Hz Komponenten). Diese werden besonders durch Lasten mit Gleichrichtern stark erzeugt (also fast alles was Netzteile hat und noch keine PFC). Wenn man mal an die Unmenge an PCs denkt... Wenn die 150Hz in den Trafo kommen macht der daraus mechanische 300Hz und die sind deutlich hörbarer als die 100Hz.

    Im Laufe der Zeit kann sich im Trafo durchaus das Blechpaket etwas lösen und dadurch erhebliche Brummgeräusche verursachen, ebenso das Wicklungspaket (das hört man aber eigentlich erst unter Last). Wenns stört kann der "Hobbyfummler" mittels Lacktauchbad Abhilfe versuchen, aber oft bekommt man den Lack nicht überall hin (und stinken tuts danach auch erstmal "schöm").

    Grüße
    Mattias

  • Clipping von Dap P-900

    • mattias bost
    • 5. November 2008 um 10:52

    Hi,

    an der CX2310 sind doch die Ausgangspegel (Gain) einstellbar. Wo stehen diese für Sub und Top? Ferner ist bei ner 120Hz Trennung schon durchaus ordentlich Pegel im Bereich über 120 Hz vorhanden, mein TiefMid (110-600Hz) hat sehrwohl schon mal gleiche oder höhere Pegel als der Sub unter 110Hz. Kannst ja testweise die Trennfrequenz auf 400Hz hochdrehen, dann sollte zuerst (bei gleichem Gain) der Subzweig ins Clippen kommen.

    Zitat

    Wenn ich in die Tops dann mehr Bass rein drehe, müsste sie ja eigentlich
    auch noch früher anfangen zu clippen. Tut sie aber nicht.
    Die Basssignale ignoriert die Endstufe einfach.


    Da versteh ich nun nicht, was du da machen willst.

    Grüße
    Mattias

  • ? db /oct. trennung

    • mattias bost
    • 4. November 2008 um 12:12

    Hi,

    also erstmal, die dB/okt geben die Steilheit an, mit der der Pegel im "Fernbereich" zur Trennfrequenz gedämpft wird, Beispiel: 12dB/Okt bedeutet eine Pegelabsenkung um jeweils 12dB bei Frequenzverdoppelung. Es wird NICHT der Pegel im Sperrbereich FEST um 12dB gesenkt, die Dämpfung ist frequenzabhängig. Im Nahbereich sieht das schon mal anders aus, dort wird die Steilheit (meist) noch nicht erreicht, ist filtertypabhängig UND ist zwangläufig knapp oberhalb der Trennfrequenz auch absolut nur gering.

    Hohe Steilheiten werden, wenns um die reine "Haltbarkeit" geht, insbesondere bei Mittel-/Hochtonhörnern erforderlich, wenn diese dichter an ihre untere Grenzfrequenz ran genutzt werden. Unterhalb deren Grenzfrequenz mögen die nämlich überhaupt keine hohen Ansteuerungspegel (wegen wegfallender akustischer Last + Resonanzfrequenz des Treibers).

    Ferner sind hohe Steilheiten beim Einsatz von Limitern in den Aktivkombis ratsam, da dort sehr hohe Aussteuerungen in einem Nachbarkanal (z.B. Bass zum Mitteltonhorn) die absolute Dämpfung stark herabsetzen können. Nehmen wir z.B. ein 24dB/okt Filter für Bass/Mittentrennung, betrachten dann für den Mitteltonzweig die halbe Grenzfrequenz (abs. Dämpfung dort ca. 20dB) und fahren im Bass 20dB Übersteuerung, so liegt für den Mitteltonzweig dann bei dessen halber Grenzfrequenz 0dB!!! Dämfung vor. Da reichen "hohe" 24dB/Okt eigentlich schon nicht mehr aus.

    Gibt natürlich noch andere Gründe für und wieder, aber hier bei PA gehts erstmal ums schlichte Überleben der Komponenten.

    Grüße
    Mattias

  • Eigtheensound Kit mit 21LW1`400

    • mattias bost
    • 3. November 2008 um 14:58

    Hi,

    na 100Hz geht schon noch mit 300gr mms, machen meine "Billig-GBS-Schüsseln" auch noch ohne Probleme, sogar bis 160Hz rauf (da macht mir mein ungewolltes Doppel-BP-Verhalten den Laden dicht). Wie teuer ist der 21LW1 denn, gibts dafür eventuell 2 18er mit gleichem oder größerem Verschiebevolumen in Summe? 60x80x85cm ist als Box "angemessen", da ginge mit 2 18er sicher auch was, wie weit runter, ist halt die Frage (und deine untere Ziellinie).

    Grüße
    Mattias

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • mattias bost
    • 24. Oktober 2008 um 10:33

    Nochmal zum zurück zum "früher klang alles besser". Könnte es nicht sein, daß seinerzeit bei den Abmischungen den Möglichkeiten der Systeme Rechnung getragen wurde UND der Sound halt als schlicht "richtig" angesehen wurde (sprich Gruppe xy hatte mit Ihrer PA ihren Sound)? Gingen vor 25Jahren Konzerte mit Unmengen(!) an Instrumenten wirlich sauber und differenziert über die PAs? Oder trug man beim "Aufstellen" der Gruppe nicht vielleicht umgekehrt mal den Grenzen der PAs Rechnung?

    Heutzutage wird sich da kaum ein Künstler Einschränkungen auferlegen lassen, auch sind die klanglichen Erwartugnen andere (tiefer runter und oben rum mit mehr Pegel höher rauf). Ich werf mal das "Negativstichwort" des so hochgelobten "warmen englischen Sounds" in den Raum, hab ja selbst so ein Teil mit Vitavox S3. Ohne dickes EQ (das kaum einer an den Teilen macht) fehlen da schlicht die Höhen, der Mangel wird dann schön mit "warm" umschrieben. Inzwischen geht viel "Synthetisches" über die PA, ob sich da ein "Künstler" Gedanken gemacht hat, diese Sounds auch mal VOR der PA bei Volldampf zu hören und ggf. anzupassen? Annodunnemals spielten Gruppen, weil sie die Schwächen kannten, erstmal was aufs Band und hörten sich das dann vor der PA an (vor allem wenn sie noch nicht "groß" waren und alles mehr oder weniger selber machten), heutzutage taucht man kurz vorm Gig auf, die Technik und der Mensch am Mischer wirds schon richten (und wenn der dann schon älter und mit Hörschaden ist...). Ich hab nicht die dicke Konzerthörerfahrung (kleinere unbekanntere Gruppen), was aber immer schnell auffiel, wenn ein Gruppenmitglied am Mischer stand (oder dort "vorbeihörte") wars meistens sehr gut, nie wirklich schlecht, wenn nur die Verleiher mischten kam eher "Unzumutbares" raus.

    Das wißt ihr nun besser, wie stehts heute damit? Wie oft sind die Bandmitglieder auch Zuhörer/Berater beim Mixsetup (machen das gar selbst)? Wenn nicht, wie kommt man als Mixer an den gewünschten Sound, hat man was als Konserve zur Orientierung?

    Technik und deren Fort-/Rückschritte sind das eine, die Umsetzung/Realisierung eines Konzertes ne andere. Wenn sich drauf verlassen wird, daß die Technik und Techniker das schon richten, könnte man schnell verlassen sein.

    Das geht zwar alles nun etwas in "Off-topic", bin mal gespannt, wie ihr das seht.

    Grüße
    Mattias

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • mattias bost
    • 23. Oktober 2008 um 12:06

    Na, das beim Tony Andrews ists schon arg schwammig, wirkt etwas "esoterisch". Liegt z.B. die Abneigung hinsichtlich LA vielleicht dran, daß er die nicht hat? Und aus den Anwenderfehlern (keine echten LA, gepaart mit mangelndem Knowhow über deren Einsatz) konstruiert man mal schnell, daß es nicht geht. Mit Aufkommen der LA gabs anfangs doch immer geschulte Techniker mit. Ohne die kam man gar nicht an LAs ran, warum wohl?

    Ach ja, gleich die böse "Digitalitis" mit ins Boot. Da wirft er Dinge zu einem Ablehnungsmischmasch zusammen, die nix miteinander zu tun haben, mies gemachte mp3s (Sound im Club) mit dem Einsatz digitaler Audiogeräte. Mag sein, daß ein Problem darin liegt, daß heutzutage in einer (preiswerten) Digitalkiste gleich mehrere früher teuere (und damit nicht gekaufte) Geräte implementiert sind und die Anwender des Guten zuviel tun, aber das ist wieder ein Anwenderfehler!

    Dann noch so Behauptungen wie "ein EQ machts nur schlimmer" (seine "alberne" Phasengangsdarstellung eines um 180° startphasenvesetzten Sinus, in die man dann wohl was reininterpretieren soll), da hörts echt auf. Zu jedem Frequenzgang gehört ein entsprechender Phasengang (im allpassfreien System, ein LS sollte das sein). Korriege ich mittels EQ einen fehlerhaften Frequenzgang, so erhalte ich danach nicht MEHR "kaputte" Phase, sondern WENIGER, soll heißen, gleiche Phase über alle Frequenzen.

    Die Art diverser Argumentationen erinenrt mich so etwas an die von meyersound, die in Abrede stellen wollen, es gäbe keine Zylinderwelle bei LA, weil sich Luft anders als Wasser bei der Wellenausbreitung verhält (Aua, aua). Ab da hab ich dann bei meyersound nicht mehr weiter gelesen, wenn dort Grundsätze der Physik (die selbst ich als E-Ing akzeptiere) ignoriert werden, gehts nur noch um Marketingaspekte. Über den ersten BUG zu Anfang, LAs bestünden aus mehreren Rundstrahlern, möglichst dicht angeordnet, da liest man noch (mit Nachdenken) drüber weg, aber diese "Wasser anders als Luft Geschichte"...

    Solche Randaspekte sind für nen LS-Entwickler bedingt relevant, kennen sollte man sowas und sowohl gehörmäßig wie physikalsich bewerten könnnen. Wobei streng auf Statistiken aus der Menge N=1 (sprich man selbst) im Faller einer Beweisführung verzichtet werden muß, da brauchts schon ne Menge Hörer plus Doppelblindtest.

    Nu aber Schluß, Grüße
    Mattias

  • Schausteller und Fahrgeschäfte PA's

    • mattias bost
    • 21. Oktober 2008 um 15:38

    Was mich an den Teilen immer wieder "fasziniert", bei jedem Vorbeigehen schau ich in die Boxen, suchend nach weiß glühenden HT-Treibern. Immer wieder unglaublich, daß diese Teile den bohrenden Höhen standhalten (nicht schön, aber laut).

    Grüße
    Mattias

  • DER "Lautsprecherentwickler"

    • mattias bost
    • 21. Oktober 2008 um 15:33

    Nu muß ich auch noch mal meinen Senf dazu geben, hat mich doch Manfreds Statement, daß ein Studium der E-Technik der, wie auch immer gearteten LS-Entwicklung nix bringt, schon geärgert (aber vielleicht hat Manfred sich umgekehrt über irgendwelche "alles könnenden E-Ings." geärgert).

    Ob nun Physik oder eine Facette der E-Technik, eigentlich bringt beides nicht wirklich was, es sei denn vom Studium (oder aus der allgemeinbildenen Schule) liegt ein gerüttet Maß an Methodik bei Problemlösungen, gutes physikalsiches Grundverständnis (Stromzeugs ist auch Physik!!) und räumliches Vorstellungsvermögen vor. Manfred hat aus seinem Dunstkreis eine Erfahrung, die ihn zu dieser, sehr provokanten Äußerung hingeführt hat. Hast du mal drauf geachtet, ob es nicht eher der Unterschied Uniabsolvent (typisch Physik) zu FH-Absolvent (oft E-Ing) ist? Als letzterer bemängel ich ganz besonders das "Nicht- Vermitteln" von Methodenwissen an FHs aus eigenem täglichem Erleben. Gute FH-Ings werden dabei nur die, die "Methodik" aus der allg. Schule schon mit sich bringen, nur schade, daß den anderen diese notwendige Tür nicht während des Studiums aufgeschlossen wird.

    Andererseits habe ich mit nem Physiker (im Rahmen eines Projektes) schon streiten müssen, daß Asynchronmaschinen motorisch nicht über Drehfeldnennfrequenz hinaus arbeiten können (da zweifelte ich dann an dessen physik. Grundlagenverständis). Wenn ich mich als E-Ing. mit so einem übers Problem/Phänomen des zerstörenden DC-Auswanderns unterhalten sollte, ich weiß nicht. Kommt immer drauf an, mit wem man so zusammen gerät...

    Ansonsten hilft, gebe ich anderen Recht, Querdenken, auch mal stumpfes Probieren und dann Hinterfragen des Ergebnisses (obendrein kann aus Fehlern gelernt werden). Nur (richtig) Geld verdienen wird man als LS-Entwickler leider seltenst, ist ne Enthusiasmussache.

    Wer Kohle sehen will, der sollte am besten die Finger von der Technik lassen, mit "sicherem Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit" kommt man oft weiter (zugegen, eine etwas böswillige Beschreibung für die Wirtschaftsleute). Und auch für die technische Liga gilt, wer nicht gut schnacken kann, kommt nicht weit. Selbst beste Absolventen sind schon auf der beruflichen Strecke hängen geblieben, weil die mehr die 5% vor Augen hatten, die die nicht konnten/kannten, während "Schnacker", die über die 5% die sie konnten/kannten "brillierten", richtig weit kamen. Nur mal so am Rande...

    Sorry, wenn ich jetzt etwas allgemein geworden bin, aber darin liegt ein Aspekt der Anfrage (und der Antworten), Grüße
    Mattias

  • Weichenfrage zu JBL2446/EVM-15L, Hochtonpegel reduzieren

    • mattias bost
    • 6. Oktober 2008 um 11:05

    Ähm, dumme Frage, ist da tatsächlich Schaumstoff ins Horn gestopft, oder was kann man da auf dem Bild sehen? Dann kommen ja gar keine Höhen mehr raus (die der Treiber eh schon "wenig" hat). Hat einer gar versucht auf "mechanischem" Wege eine Pegelanpassung hinzubekommen?

    SRAM hat dir schon den Weg aufgezeigt (von der zusätzlichen Spule in würd auch abraten), aber nimm auf alle Fälle den Schaumstoff oder was das ist raus.

    Grüße
    Mattias

  • 4 Bässe auf einen Schlag defekt - woran liegts?

    • mattias bost
    • 2. Oktober 2008 um 10:55

    Eins bliebe noch, Schwingen der AMPs. Hört man auch nicht, kommt manchmal gepaart mit gewissem DC daher (hatte das mal daheim mit leistungstarken HifiAMPs, wie da DC enstand hab ich nicht durchdrungen). Die HF wird die Spule kaum grillen, das vereitelt das L, aber anteiliger DC könnte Probs machen.

    Grüße
    Mattias

  • ! Big Flame Thread: Lochbox, Doppelspider... ;-)

    • mattias bost
    • 1. Oktober 2008 um 10:51

    Hi,

    sehe ich auch so, Billigsmaterial mit Rechenpower aufzumotzen wird keinen echten Erfolg haben. Zwar mag das für Massenhersteller interessant sein, aber solang es um Kosteneffizienz für den Anwender geht, kann die Devise eigentlich nur lauten gutes bis sehr gutes Material zu verbauen, damits kleiner, vielleicht auch leichter und BETRIEBSSICHER wird und über die Zeit bleibt.

    Die für eine "optimale" Regelung erforderlichen Leistungsreserven stellen in heutiger Zeit dank Class-D, Schaltnetzteil etc. an sich kein Problem dar. Dei dieser Anwendung könnte ich mir vorstellen, daß grad die hohen Impulsreserven (die oftmals Class-D Amps gegenüber der Durchschnitspower haben) gut ins Konzept passen täten.

    Bei diesen Hifi-Lösungen, ich bin das immer wieder erschüttert, mit was für Billigst-Lösungen grad im Hochpreissektor gearbeitet wird (wobei ich das allgemein und nicht explizit zu diesem Thema meine). Da werden "nomale" ICs, die nen knappen € kosten zu superhochwertigen Teilen erklärt, nur weil der Asbach-ICs unter 0,1€ zu bekommen sind. Der hohe Aufwand für eine Regelung ist nur relativ zu sehen, natürlich hält sowas preislich nicht mit den mittelwertigen Produkten mit, aber es gibt Anwender die ja durchaus Geld in die Hand nehmen, und da sollte technisch heutzutag mehr gehen. (Systemkompetenz).

    So, hat jemand mal ne Quelle zu der angesprochenen Forschungsarbeit?

    Zitat

    DC Displacement ist ein limitierender Faktor.

    JA! Aber in mehrerlei Hinsicht:

    - Der übelste ist der recht schlagartige Chassistod (den glücklicherweise nicht alle erleiden).

    - Der nächst folgende die schlichte Pegelbegrenzung, weil das Chassis nicht mehr "mittig" läuft und somit Hub verliert.

    - Dann der damit erhöhte Klirr, Intermodulation

    - Kühlungseinbußen ...

    NATÜRLICH bleiben viele andere Mängel bestehen, Klirr wegen inkonstanten Bl, inkonstanter Federeinspannung...

    Ein Wunder, daß das überhaupt funktioniert und nach Musike klingen KANN.

    Grüße
    Mattias

  • ! Big Flame Thread: Lochbox, Doppelspider... ;-)

    • mattias bost
    • 29. September 2008 um 11:58

    Hi,

    vom "Simulieren des Chassisverhaltens" halte ich, seit ich "Klippel" kennenglernt habe, gar nichts mehr, wie will man denn das zum choatisch neigenden Chassis damit "sicher" fahren.

    Eine Regelung wäre da schon angesagt, diese würde Streuungen der Chassis "wegbügeln" und die Membran (weitestgehend) das machen lassen, was sie soll. Zu berücksichtigen wäre "lediglich" der Frequenzgang sowie Umgebungsparameter (wie z.B. veränderte Strahlungswiderstände infolge Stackens, Aufbaus...). Dann noch ne "Grenze" rein, in die das Chassis nicht kommen darf (wie xmax) und fertig wär das System. Softwarefehler, na ja, solang bei DSP-Lösungen auf Win verzichtet wird und man sich Gedanken auch über "irreguläre" Zustände macht, sollte eigentlich was betriebssicheres gehen. Und ein möglicherweise totes Chassis ist ebenfalls nicht "betriebssicher".

    Wichtig wäre allerdings bei der Regelung mit Absolutgebern zu arbeiten, reine Beschleunigungssonsoren bergen das Risiko eines schleichenden Auswanderns. Wenn schon, denn schon.

    Grüße
    Mattias

  • ! Big Flame Thread: Lochbox, Doppelspider... ;-)

    • mattias bost
    • 29. September 2008 um 11:28

    Hi,

    mal ne ganz andere Frage, die nur bedingt mit den beschriebenen Problem zu tun hat. Gibts eigentlich Systeme die eine geregelte Membransauslenkung beinhalten? Dank DSP-Power sollte sowas heutzutage eigentlich ohne Mängel (von Philips-MFB und co) machbar sein. Damit wären gleich mehrere Fehler behebbar.

    Und noch ne Frage, wie "progressiv" wird denn ne Federeinspannung bei modernen Chassis, bevor die "durchgespannt" ist?

    Grüße
    Mattias

  • ! Big Flame Thread: Lochbox, Doppelspider... ;-)

    • mattias bost
    • 22. September 2008 um 11:25

    Hi,

    da das WE bei mir internetlose Zeit bedeutet, erst heut wieder was von mir. Mir ging im Wesentlichen das Statement von Bernd durch den Kopf, daß ein DC-Tod des AMPS kein Chassis mordet. So vom Gefühl her empfand ich das anders, also wieder Annahmen getroffen und mal gerrechnet.

    Schnappe mir wieder meinen sehr schweren 21er, dessen Kraftfaktor bei 28N/A liegt. Können soll das Teil 1kW/8Ohm (ohne die zu hinterfragen), das bedeutet, daß ne Endstufe so mindestens 120V Railspannung haben muß. Die laß ich nun infolge DC-Todes des AMPS auf die knappen 6Ohm der Spule los, macht 20A, das bringt eine Kraft von 560N (boah). Dies ergibt bei 0,3kg mms eine Beschleunigung von 1870m/s^2. Auf den 10mm Hub (Spule noch voll im Spalt) werden das immerhin 6,1m/s. Die weitere Beschleunigung (Spule generiert ja noch nach den 10mm Kraft) laß ich für weitere Betrachtungen außen vor (Bl nimmt ja auch vorher schon ab).

    Die Energie in der Membran beträgt bis dahin immerhin 11J!! Die Membraneinspannung nimmt an dieser Stelle aber nur wenige mJ auf. Ich bin mir damit sicher, daß ein DC-Tod des AMPs die Membran übern Jordan befördert!

    Mache ich Bernds Betrachtung, die Membran an einen "Anschlag" zu befestigen und dann bei großer Ansteuerung frei zu lassen, so ist die Geschwindigkeit der Membran nach Durchlaufen der gesamten "Kraftstrecke" (grob genähert 20mm) um das 1,4 fache größer, also ca. 8,5m/s. Da waren meine angenommen 20m/s so ganz daneben nicht, im unstabilen Zustand geht da schon die Post ab.

    Ja, ich habe vieles außer Acht gelassen (z.B. Auflastung durch Luft, progressive Federkosntanten), ich wollte nur ne Größenordnungsabschätzung. Zwei Aussagen bringt diese aber schon:

    Ein DC-Tod des AMPS wird reichen, ein Chassis zu killen, die Spule vor den Spalt zu bringen oder hinten alles zu "zerdeppern".

    Ein instabiles Chassis/Gesamtkonstrukt nimmt Energien auf, denen die Einsspannung nicht gewachsen ist (schon gar nicht auf Dauer). Darüber sollte man sich auch im Klaren sein.

    Grüße
    Mattias

    Nachtrag: Sorry, habe einen kleinen Bug eingebaut, mir ist bei der Berechnung der kinetischen Energie i.o. Beispiel der Divisor 2 untergegangen. Somit liegen nicht 11J vor sondern "nur" 5,5J. Retten tut das aber auch nix.

  • ! Big Flame Thread: Lochbox, Doppelspider... ;-)

    • mattias bost
    • 19. September 2008 um 16:18

    Hallo Martin,

    jaein. Ich hab seinerzeit etwas gebraucht, bis ich die "Integrationsproblematik" des sich einstellenden Kraftgleichanteils bei Phasenversatz >90° geblickt habe. Mein Klärungsansatz war schlicht der, daß ich mir einen periodischen Bl(x)-Verlauf auf ein Stück Papier malte (so wie es ein hin- und herschwinger Lautsprecher sieht) und darunter einen Sinusstrom. Multipliziert man für jeden Punkt die beiden Kurven (also bildet die erzeugte Kraft), so ist bis 90° alles in Butter, geht man drüber raus, sieht man sehr schnell an den Umkehrpunkten (mech. Posistion und Stromumkehr), daß sich da Kraftgleichanteile bilden. Erst da hab ich das richtig geschnallt. Sorry daß ich das hier nochmal so bringe, die meisten Mitleser HIER werdens eh verstanden haben.

    Es gäbe nur zwei Wege dies Problem bei der Wurzel zu packen, entweder Phasenlagen nicht über 90° zuzulassen oder einen höchst konstanten Kraftfaktor über den gesamten erreichbaren Auslenkungbereich zu erzielen. Ob letzteres mit einem langen Magnetspalt und sehr kurzer Spule ausreichend machbar wäre (ich nehme an, das meinst du mit underhang), hmm, mag sein, mag nicht. Wenn die sich ergebenden Gleichanteile deutlich unter der Federrückstellkraft halten ließen, eine "intelligente" Hubbegrenzung zum Einsatz kommt (ich denk da an sowas wie "motion feedback", aber nur zur Grenzkontrolle), also mehr als eine Einzelmaßnahme gemacht wird (sprich AMP und Box als "echtes" System), da wäre ein Ansatz drin.

    Ein underhang-Chassis pur wirds kaum retten, da würden wieder fast alle das Teil in die mechanische Grenze drücken (weil die ja höher ist als die durch DC-Collapse gesetzte und erstmal mehr Schalldruck rauskäme).

    Aber dein "ketzerirscher" (*1) Ansatz gepaart mit etwas mehr elektronischer Intelligenz, z.Zt. sehe ich das zumindest als verfolgungswürdigen Weg.

    Grüße, ich mach nun ins WE
    Mattias

    (*1) Waren nicht ganz alte Lautsprecher mit kurzer Spule, langem Spalt aufgebaut? => ketzerisch, weil man dann auf asbachuralte Konstrukte zurückginge.

  • ! Big Flame Thread: Lochbox, Doppelspider... ;-)

    • mattias bost
    • 19. September 2008 um 08:53

    Hi,

    Zitat

    Kurze Gegen"rechnung" 2,5ms für ne halbe Periode entspricht ner Frequenz von (5ms)^-1=200Hz , das ganze bei 20mm dx ist einfach praxisfremd.

    Beruhigt mich ja, daß meine Annahme als weit übers Ziel hinausgeschossen gesehen wird, da das nur bestätigt, daß die Rückwirkung auf einen AMP im Bereich der Instabilität des Chassis NICHT zum von Bernd befürchteten Verschlimmern der Situation führt (selbst die 15J hätten ein Netzteil nicht aus dem Tritt gebracht). Mehr Masse als mms (mitschwingde Luft) wird den Kohl also auch nicht fett machen.

    Frage: Kennt jemand ne Simu, die die Phasenlage von Strom zur mechanischen Auslenkung darstellen kann? Das wäre doch ein elemtarer Aspekt in Anbetracht der, durchaus realen Probleme mit der Instabilität des Chassis. Im Grunde müßte diese Information aus den Übertragungsfunktionen extrahierbar sein und sich neue Optimierungsansätze finden lassen. (klar, dann kommen die Probleme mit sich ändernden Güten, BR-Asymmetrien...). Aber besser als gar nix.

    Grüße
    Mattias

    p.s.: beim Drüberlesen über den thread ist mir aufgefallen, daß ich, obwohl ich das immer "anmecker", selbst (sehr) ungenau formuliert habe. Das extreme DC-Auswandern bei Phasenlagen Strom/mech. Auslenkung muß korrekterweise als Folge der nicht konstanten Antriebskraft, sprich Bl(x) nicht konstant, sondern als Folge des Abfalls von Bl(x) zu den äußeren Auslenkungen hin bezeichnet werden. Ich sprach von Asymmetrien, das ist nicht nur ungenau, sondern falsch. Selbst eine perfekt symmetrische Ausbildung von Bl(x) um die Mittenlage führt bei Phasen >90° Strom zur Auslenkung zum krassen Auswandern (Kollaps).

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