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  2. mattias bost

Beiträge von mattias bost

  • Voice Coil DC displacement followed collapse

    • mattias bost
    • 24. Januar 2008 um 12:58

    ukw.: hmm, verschiedene Laufzeiten... Das werd ich mal mit meiner Digitalweiche testen, geht da ja hervorragend als Delay einzustellen. Hab mir die Phase bisher nie so als Laufzeit vor Augen gehalten, aber an die 50ms ist schon ne Menge Holz. Andererseits habe ich seit Digitalweiche eine andere, unwerwartet Erfahrung: bei sehr hohen Filterstelheiten (48dB, also 8.Ordnung) interessiert die korrekte akustische Ebene klanglich nicht, zumindest hör ich da bei Verschieben via Delay nichts mehr raus, bleiben die Filter flacher (24db und weniger) kommts deutlich(-er) zum Tragen.

    Grüße
    Mattias

  • Voice Coil DC displacement followed collapse

    • mattias bost
    • 24. Januar 2008 um 12:48

    Hi,

    da hat Bernd im Prinzip schon recht, setzt doch die BR dem DC-Displacement nix entgegen, das muß ALLES das Chassis retten (ob sich die BR-Asymmetrie nutzen läßt, keine Ahnung). Wandert die Membran nun aus (die Größenordnugn ist nun ganz verschieden), so gibts unvermeidlich mehr Verzerrungen, Intermodulationen. Ne Geschlossene Kiste hält zumindest mit dem dabei enstehenden Über/-Unterdruck etwas gegens Auswandern, geht aber auch nur mit 1. wirklich absolut dichten Gehäusen und 2. mit dichten Chassis (also keine durchlässige Dustcap u.ä.).

    BR hat nun wieder den Vorteil der Auslenkungsreduzierung auf der BoxReso, aber darüber und darunter geht der Hub hoch, bei ner Geschlossenen aber auch, es sei denn ein kleines Gehäuse wird gewählt und man will nicht tief runter. Wobei ich in beiden Fällen nur von vernünftig konstrueirten Kisten ausgehe (keine "MiniBoxen" mit "Lärmzuschlag").

    Ich würd sagen, daß man da ohne ausgiebige Simulation bei gleichzeitiger Kenntnis der Chassisschwächen nicht wirklich weiterkommt, wobei ich BR aber als kritischer, weil optimierungsbedürftiger ansehe.

    Nichts desto Trotz, meine neuen Infra-SUBS (2 Stück mit 4*21"ern) laufen als BR mit einer gemeinsamen Schnellewandlungskammer (so das Prinzip im Bass wirklich funktioniert?), Aufbau wie die MTL4 von EV Anfang der 90er. Ich finde die bisher ausgesprochen trocken UND tief, verdrehe ich die Eckfrequenz zwischen Subs und den drüber spielenden ELI-Hörnern zwischen 80 und 200Hz, da ändert sich fast nichts. Jedoch fahren die Subs noch nicht an der Leistungsgrenze(!), da müssen noch 8dB Leistung nachgekauft werden und auch dann bekommen die Chassis nur das, was die Simu grad erlaubt und nicht was der Herstelle behauptet.

    Nun denn, aber lassen wir den Herstellern etwas Chancen auf "plötzlichen" Chassistod, die wollen ja auch (gut) leben.

    Grüße
    Mattias

  • Frequenzgang alte Eliminator 1x15?

    • mattias bost
    • 23. Januar 2008 um 18:05

    Hi,

    habe in meiner WohnzimmerPA seit kurzen für den Bereich 80-600Hz nen gutes altes Eliminator-Horn mit nem EV-15B am laufen. Die erst Problemzonne (Reso bei 270Hz) habe ich per EQ ausgebügelt (hab noch nen F-Gang bis 300Hz von Michael Schnittger), darüber scheints aber ein Löchli zu geben (akustisch und laut TEF-Diagramm, nur das ist nicht quantifizierbar). Hat einer von euch vielleicht so nen Teil mal selbst vermessen oder ne Quelle mit F-Gangmessung weiter rauf?

    Grüße
    Mattias

  • Voice Coil DC displacement followed collapse

    • mattias bost
    • 23. Januar 2008 um 17:50

    Sound-Klinik: Aber so ein paar konstruktive Asymmetrien gibts schon, Zum einen die Mangetisierungskennlinie, auf der im Betrieb ja rauf und runter magnetisiert wird, das konstruktiv asymmetrische Feld vor und hinter dem Luftspalt, vielleicht auch einige andere mechanische Aspekte (Spider?). Da müßte Push-Pull was bringen, ich hab da jemand in der Bekanntschaft, bei dem bisher die Konstrukte immer etwas besser kamen als die "Einzelsysteme" (ich habe nur was gegen diese art der "Materialvernichtung"). Waren leider immer "optimierte Passivsysteme", da wars mit dem Vergleich so ne Sache.

    Gleichzeitig klar, natürlich sind nie zwei Chassis gleich asymmetrisch, fragt sich nur, welche Anteile wie stark wirken und (teilweise!) ausgleichbar sind. Aber bleiben wir bei PA, da sind die Anforderungen anderer Natur, da ist das eh nix.

    Grüße
    Mattias

  • Voice Coil DC displacement followed collapse

    • mattias bost
    • 22. Januar 2008 um 12:43

    Ich komme immer mehr zu der Einsicht, daß ein Lautsprecher gar nicht funktionieren kann :shock: . Für den der den Platz hat und das Gewicht schleppen kann, läufts draus raus eher mit "unteramping" zu arbeiten als die Chassis zu überfahren (was heut eher üblich ist)., wenns um Lebensdauer geht.

    Einzige Abhilfe wär ne aktive Membranauslenkungsregelung, aber da hatte Philips vor langer Zeit seinen Reinfall (was jedoch nicht unerheblich an der preiswerten Ausführung lag). Heutzutage mit DSPs ginge da sicher einiges, das jedoch roadtauglich zu bekommen, naja.

    Grüße
    Mattias

    p.s. push-pull müßte hier gewisse Vorteile bringen, werden damit systembedingte gleiche Fehler leidlich ausgeglichen, ist für PA halt nur zuviel "Zeugs" in der Box.

  • Voice Coil DC displacement followed collapse

    • mattias bost
    • 21. Januar 2008 um 15:10

    Hi,

    da das Thema wieder hochkommt, mich irritieren etwas zwei gegenläufige Messdiagramme bei Klippel. In seiner Grundabhandlung "Loudspeaker Nonlinierties" bekommt er an einen hochwertigen 6" Chassis bei doppelter Reso eine positive Auslenkung, in seiner Anwendungsschrift AN14 "MotorStability" an einem hochwertigen 6" Chassis eine negative. Hmm, irgendwie hat man die blöde Vermutung, in beiden Fällen wäre dasselbe Chassis vermessen worden. Auch verstehe ich seine Grundabhandlung so, daß sich das DC-Displacement, vorrangig bei doppelter Reso einstellend, immer in eine Richtung ergibt. Das kann doch aber nur für ein- und dasselbe Chassis(-typ) gelten, die Asymmetrien müßten doch die Richtung vorgeben. (Warum das nur bei Phasenverschiebungen Strom zu Auslenkungslage >90° geschieht ist schon klar.)

    Ich habe nun mit zwei Chassis versucht das mal nachzuvollziehen. Das eine ist ein Billigst 18er von Monacor (SP450PA), das andere ein leidlich wertiger 15er SP15/300PA (auch Moni). Aufbau mit allem was man so braucht, Skope mit Stromzange, Strobolampe ... Chassis Freiluft mit Sinus betrieben, Ansteuerung erst mit viertel Nennlast, Frequenzbereich Reso bis 3xReso, nix. Dann halbe Nennlast, nischt zu sehen, jedenfalls nichts was ein relevantes Auswandern angeht. Mit Vollast habe ich mich nicht (mehr) getraut, die Chassis werden noch benötigt. Hmm, mach ich da was falsch oder ist man überkritsch, schreibt doch Klippel selbst, daß es durchaus stabile Auslegungen gibt, in AN14 unter "Critical Ratio".

    Ach ja, an einer Stelle, ist mir erst bei wiederholtem Lesen aufgefallen, schreibt Klippel, daß Probleme besonders dann zu Tage treten, wenn Spulenhöhe = Luftspalthöhe ist (Seite 29 "LS-Nonlinearities") und gleichzeitig weiche Aufhängung vorliegt.

    Alles nicht so schlimm? Oder wie kann (einfach) geprüft werden, ob ein Chassis überlebensfähig ist? Am besten anhand der Herstellerdaten, nur der wird nix zu seinen Asymmetrien erzählen.

    Grüße
    Mattias

  • brummen in PA

    • mattias bost
    • 18. Januar 2008 um 14:24

    Hi,

    ihr redet hier immer so schön von verschiedenen Stromkreisen, der Wurmliegt aber weniger in unterschiedlichen Phasen als in der platten Problematik von Brummschliefen über die Schutzleitererdung. Da kannste noch so lang nach gleicher Phase suchen, wenn Boxen(-masse) und Mischpult(-masse) oder angeschlossenes Gerät mit Schutzleiter verbunden sind, wirds immer brummen, bei elektronisch-symmetrischen Anschlüßen dann weniger als bei asymmetrischen Anschluß. Nur ne echte galvanische Trennung via Übertrager hilft da, DJ-Box nur mit Absenkung nicht. Habe das Problem fortlaufend bei Veranstaltungen in unserer FH, muß da oft in mehreren Vorhöfen gleichzeitig wiedergeben (auch Aktivboxen).

    Wenns qualitativ nicht höchste Ansprüche hat, kannste von Monacor so ne Line-Trafo-Kiste nehmen (LTR-106, max. Pegel 5V bei 1% Klirr 40Hz, HändlerEK ca. 80€), die geht ganz gut, ist für max. 4 Kanäle. Hat XLR- und Klinkenbuchsen, nebenbei noch nen Phasenumschalter und Möglichkeit der 2:1 statt 1:1 Übertragung, logischerweise Groundlift. Nachteil nach einigen Jahren, die Klinkenbuchsen sind mit Schaltern und zicken dann schon mal. Will man das vermeiden, aufmachen und Schaltkontakte per Lötbrücke dauerhaft verbinden.

    Grüße
    Mattias

  • link "Vergleich Netzteilkonzepte" gesucht, finde d

    • mattias bost
    • 10. Januar 2008 um 17:51

    Hi Leute,

    ich hatte hier irgendwo mal einen link erwischt, unter dem eine Abhandlung von Klangverhalten von Profi-Amps im Vollast- und Überlastbereich akustisch und messtechnisch gemacht worden war. Auch über googlen find ich den nicht wieder.

    Wenn sich derjenige, der den link hier irgendwann, irgendwo in forum reingestellt hat dran erinnert und den evetuell noch parat hat, DANKE VORAB!

    Grüße
    Mattias

  • Digitale Endstufe 10kw aus 3,6 Stecker

    • mattias bost
    • 13. Dezember 2007 um 11:07

    Hi,

    eigentlich sollte es bei PWM-Netzteilen nicht die große Rolle spielen, aber je nach Investitionsfreudigkeit des Herstellers gibts da sicher Überraschungen. Sofern nicht vor dem PWM-Netzteil die Leistung gespeichert wird, denn im Bereich des Netznulldurchgangs kann auch das PWM-Netzteil aus dem Netz keinen Strom ziehen, braucht es ausreichender sekündärer Pufferung. Bei niedrigen Audiofrequenzen würde dann, wie beim konventionellen Netzteil, aus nur einer Versorgungspufferung die Leistung kommen müssen, bei Hohen dagegen die Endstufe gleichmäßig aus beiden Versorgungpufferungen Saft schlabbern. Wenn zusätzlich eine PFC gefordert ist, wirds aufwendig und teuer, überwiegend die Billigheimer werden dann hier und da sparen. Ein anderer Punkt ist, daß ein Digital-AMP nicht zwingend ein PWM-Netzteil haben muß, kann auch konventionell sein (sicher seltener, aber nicht ausgeschlossen).

    Grüße
    Mattias

  • Digitale Endstufe 10kw aus 3,6 Stecker

    • mattias bost
    • 12. Dezember 2007 um 12:07

    Hallo Stefan,

    vielleicht noch nen Tipp am Rande, so du die Zeit hast: Mach doch ergänzende Messungen mit ca. 30Hz Sinus. So kann man gut erkennen, ob das Netzeil die Leistung auch bei Frequenzen unterhalb der "Nachladefrequenz" von 100hz schieben kann. Da bricht so mancher ganz schön ein, die Netzeile bringen da nicht die VOLLE Leistung auf nur einer Versorgungspannung, was für den Bass aber unverzichtbar ist.

    Grüße
    Mattias

  • Digitale Endstufe 10kw aus 3,6 Stecker

    • mattias bost
    • 6. Dezember 2007 um 14:42

    Na, das ist endlich mal eine erhellende Erkenntnis und läßt die Diskussionen, wie man was messen muß im Keime ersticken, denn nur die Zeitdiagramme sagen wirklich was aus.

  • QSA Digitalendstufe bei ebay

    • mattias bost
    • 4. Dezember 2007 um 11:18

    Das Geballer bei Stromausfall muß aber nicht grundsätzlich aus ner Endstufe kommen, kann auch ansteuerungseitig was an die Wand fahren. Ein AMP mach u.U. erst aus wenn dessen interne Versorgungspannung unter einen vorgegeben Wert gesunken ist. Letzteres macht auch Sinn, um bei kurzen Spannungseinbrüchen keine unnötige Abschaltung zu provozieren. Ist aber "Ansichtssache" und machen nicht alle gleich.

    Habe die Hauerei um die Messungen erst heut gelesen, ist schon abenteuerlich, was hier so steht und behauptet wird. RMS-Leistungen mit kurzen Impulsen. Ha, ha, ha, mit kurzen Impulsen RMS-Werte(!) ermitteln und dann auf höhere Leistungen kommen! Damit bleibt rein "garnix" über, wenn ich z.B. für 8ms Volldampf mit 3kW gebe und für 150ms nichts, so ergibt das als RMS (!) 160W. So ein Blödsinn geht nur mit Digitalmessgeräten, bei denen ich "fragmentale" Zeitspannen messen kann und mir dann was Schönes rauszauber. Nehm ich ein "echtes" RMS-Messgerät (sowas genaues wie die PTB verwendet), dann wird dort streng nach Norm verfahren und mit einem sogenannten Thermotransferstandard gearbeitet. Denn der RMS-Wert ist über die Wärmeleistung der Spannung definiert: Als RMS (Effektivwert) gilt der Gleichspannungwert, der an einem rein ohmschen Verbraucher diegleiche Wärmeleistung wie die anliegende Wechselspannung erzeugt. Und da möcht ich mal sehen, wie man das mit 8ms Signalen geht.

    Natürlich macht man das heut mit modernen Messgeräten, die die äquivalenten Rechenverfahren umsetzen, welche auf den Effektivwert schließen lassen. Nur damit kann ich "Explosionsleistungen in µs-Bereichen" messen, welche anwenderseitig Blödsinn sind, wenn ich für wenigstens eine Sinusschwingung im Tiefenbereich an die 30-50ms Leistung brauche (und mit einer Sinuswelle ists in den Tiefen nicht getan). Halbwegs reelle Werte sind und bleiben nunmal die gute alte Sinusleistung und die Musikleistung, damit ist einigermaßen auf das Leistungsvermögen zurückzuschließen. Nur Musikleistung oder gar Kürzeres in den Stand "RMS" OHNE JEDE ANGABE DER LEISTUNGDAUER zu erheben ist schon dreist (gilt nicht nur(!) für QSA, sondern für andere Hersteller und ebenso diese Schönfärbenormen wie EIAJ und Schlimmeres.).

    Na ja, glücklicherweise darf man heut bestellen und zurückschicken, nur nervt es halt, wenn ich AMPs bald auf gut Glück kaufen muß und nen Messpark brauche, nur um halbwegs realistische Daten zu bekommen, die mir ermöglichen, das Preis/Leistungsverhältnis zu beurteilen.

    Grüße
    Mattias

  • ein 18" vs. zwei 15"

    • mattias bost
    • 23. November 2007 um 12:07

    Stimmt nur so teilweise, denn der max-output wird im Tiefenbereich vom Verschiebevolumen der Membran begrenzt. WENN die Gehäusekonstruktion es zuläßt, an diese Grenz zu stoßen, egal wie, kommt dann deine Betrachtung Oupt/Boxvolumen zum Zuge. WENN es darüber hinaus die Belastbarkeit der Spule zuläßt, geht es durchaus in zu kleinen Gehäusen die Membran mit Gewalt (sprich Leistung) "rauszutreten", obwohl für optimalen Wirkungsgrad/F-Gang ein größeres Volumen nötig wäre. Bei BR-Konstrukten schauts etwas anders aus, da führt ein kleineres Volumen schlicht zu weniger max-Output zu niedrigen Frequenzen hin.

    Grüße
    Mattias

  • Konzept Lautsprecherschutz bei Technoveranstaltungen

    • mattias bost
    • 19. November 2007 um 10:16

    Hi,

    könnte man die Problematik der frequenzabhängigen Kühlung (wg. Hub) nicht zumindest teilweise mittels eines Eqs in den Griff bekommen, bei dem man den bekannten Impedanzverlauf invertiert nachemfindet und das Signal über Side-Chain auf den Limiter gibt? Somit würden Bereiche geringen Hubes stärker ins Limiting eingehen, die großen Hubes nicht. Stellt sich nur noch die Frage, wie die Leistungsgrenze des AMPs (CLipping) in dieser Konfiguretion für den Limiter zu berücksichtigen wäre? Aber vielleicht hat da ja jemand anderes ne Idee.

    Als EQ käme so nen preiswerter "Grafik+Param. EQ" in Frage, Audioqualität wäre schnurz, nur das Thema Ausfallsicherheit spiele sicher ne Rolle.

    Grüße
    Mattias

  • EV DL18MT, Vorsicht TSP stimmen nicht

    • mattias bost
    • 31. Oktober 2007 um 12:56

    Hi,

    ja, aber doch nicht soweit, daß die "Pappe rausfällt", das solls doch nur soweit tun, daß die Lage um den maximalen Punkt von Bxl schwingt (wobei sich da sicher nicht exakt der Maximale ergibt sondern der, der sich beim Durchlaufen des ungleichmäßigen Feldes als "Mittewert" über die Auslenkung ergibt, ähm, wie formuliert ich das besser...?).

    Ich hatte an anderer Stelle mal auf die Problematik Luftpolster unter der Dustcap hingewiese, (weil etliche Chassis mit der Spule vor der Polplatte verreckten). Das Luftpolster wirkt selbst mir ordentlicher Ventilierung noch dynamisch als Rückstellkraft (deshalb kann man die Federsteifigkeit nicht alleinig statisch messen, gibt messtechnisch statisch <> dynamisch andere Werte, wobei die dynamische Federsteifigkeit immer höher gemessen wurde).

    Als Extrembeispiel stelle dir mal ein unbelüftetes 100mm Schwingspulensystem vor, bei dem im Moment des Austritts des Spulenträgers nach vorn das Luftpolster darunter schlagartig Luft holt und beim Wiedereintritt auf ein entspanntes Luftpolster mit dann Atmosphärendruck trifft. Die Spule taucht dann weniger ein, bekommt ihren nächstes "Vorwärtssignal" in einer Position, die dann weiter vorn liegt als beim ersten "Durchlauf", was die Sache für die nächsten Schwingungen nicht besser macht.

    So krass ist es bei den ventilierten Chassis natürlich nicht, aber unter der Dustcap liegen auch dort merkliche Druckunterschiede vor. Man muß sich aber darüber im Klaren sein, daß wir zig Schwingungen pro Sekunde machen und daß ein nur kleines Mehrauswandern bei jeder Amplitude somit schnell in Summe einiges an Weg verursacht. Zumindest weißt ein solcher "Betrieb" die einzig erhebliche Asymmetrie auf, die immer in die Richtung "Membran nach vorn" gerichtet ist, was ja so einige beobachter haben (wollen). Folgerichtig müßten Chassis mit diesen "Stoffdustcaps" gegen solches Überfahren leidlich gesichert sein, da spielts dann am ehesten ne Rolle, wie die BxL-Verteilung aussieht... ALLES IMMER VORAUSGESTZT, DAS CHASSIS WIRD MIT SCHLICHTEN "UNKRITISCHEN" SINUS ÜBERFAHREN.

    EV hatte doch um 90 rum mal damit geworben, das Feld auch nach vorn hin noch halbwegs aufrecht erhalten zu können, um größere Auslenkungen zu realisieren. Könnte mir vorstellen, daß die sich damit auch Ärger eingehandelt haben, wobei ich diese Magnetkonstruktionen nicht genauer kenne.

    Grüße
    Mattias

  • EV DL18MT, Vorsicht TSP stimmen nicht

    • mattias bost
    • 31. Oktober 2007 um 08:47

    Ja Bernd,

    sagte doch, kenn ich, nur geht aus meinem Verständis der Abhandlungen

    - Assessment_of_Voice_coil_peak_displacement_XMAX_02.pdf

    - Assessing_the_large_Signal_performance_of_Loudspeakers_02.pdf

    - Prediction_of_speaker_performance_at_high_amplitudes_01.pdf

    kein ausreichender Effekt hervor, finde bei Klippel "nur" Aussagen zur Auswirkung auf den Klirr und die dort berschriebenen Größenordnungen reichen nicht um ein völliges Auswandern der Membran zu verursachen. Die mir bekannten Abhandlungen bei Klippel befassen sich nicht mit Chassis im Grenz- besser gesagt Überlastbereich (ist auch klar, da das weder klanglich noch lebensdauermäßig sinnvoll ist).

    Ich verwehre mich aber hier mal gegen pauschale Aussagen wie "kompletter Unsinn" ohne konkrete, am besten quantifizierte Gegenargumente, ein platter Verweis auf Fremdliteratur reicht da nicht. Will damit aber nicht sagen, daß ich nicht auslernen mag (wäre in meinem Umfeld auch eine "tödliche" Einstellung).

    Warum benennst du nicht das Signal, welches bei dir Probleme macht? Das könnte ne ganz schlichte die Ursache sein, zu niedrige Frequenzanteile bei BR, ohne das Schmutzeffekte bemüht zu müssen.

    Mal zu meinem "kompletten Unsinn":

    1. Nehmen wir mal ein Sinussignal, welches über einen AMP gegeben an einem Chassis einen Hub von +-4mm ("Sinusdächer") macht und nehmen mal an, daß die dafür notwendige RMS-Spannung am Chassis 28,2Veff ist.

    2. Dasgleiche Sinussignal wird vor dem AMP gleichgerichtet und dann aufs Chassis gegeben. Hub ist dann am Chassis +1,4mm und -2,6mm. der Effektivwert aber nur 12,3V, oder dessen Leistung ca. -6dB gegenüber 1.

    3. Jetzt bringen wir an das Chassis die gleiche Leistung wie unter Fall 1, also 28,2Veff, so erhalten wir einen Hub am Chassis von +3,2mm und -5,7mm (und das sind schon mal 50% mehr auf der negativen Seite als bei gleicher Leistung mit Sinus!).

    Bei allen Betrachtugne sind Schmutzeffekte ganz außen vor gelassen.

    Ist ja aber alles "kompletter Unsinn"...

    Und so ein gleichgerichtetes Sinussignal ist eine ganz einfache Signalkonditionierung für elektronisch generierte Musiksignale (gern als "Frequenzverdoppler" genommen) , da kann man noch ganz andere Sachen machen.

    Grüße
    Mattias

  • EV DL18MT, Vorsicht TSP stimmen nicht

    • mattias bost
    • 30. Oktober 2007 um 11:23

    Hi Bernd,

    Nachtrag: Mit was für einem Signal genau wandern dir die EVs nach hinten aus? Hattest das so beschreiben, daß du ne SINUS drauf hast und dann irgendeinen "gespielten Ton" draufgibts, der die Probs macht. Kannst du dessen Signalverlauf hier posten/beschreiben? Ohne Kenntniss dessen reden wir nur aneinander vorbei.

    Grüße
    Mattias

  • EV DL18MT, Vorsicht TSP stimmen nicht

    • mattias bost
    • 30. Oktober 2007 um 10:49

    Bernd: Was genau meinst du? An der Abhängigkeit Mittellage zu Singnalform gibts nix zu rütteln, da zauber ich dir mit synthetischen Signalen (und bei moderner Mucke ist das ja der Fall) alles hin. Und damit haben die meisten doch ihre Probleme (Ausfälle).

    Und: Ja ja,

    den Klippel kenne ich, im Hörzentrum Oldenburg arbeite ich (ab und zu) sogar mit nem Klippelmesssytem. Und nun kommen wieder Asymmetrien im Magnetfeld etc ..., nur ganz einfache vollmechanische Ursachen sieht irgendwie keiner und die im Signalverlauf (s.o.) auch nicht. Wenn ich irgendwann mal wieder nen Chassis zum Opfern habe, werde ich das erstmal mit SINUS deutlich über den Maxhub jagen, sodaß der Spulenträger aus der Polplatte rauskommt (wird sich dann alles nach vorn verschieben) und, so das Chassis heil bleibt, danach ohne Dustcap dasselbe machen (wird sich kaum verschieben). Aber vorm nächsten Sommer komme ich (wegen Hausausbaus) leider zu nix Experimentellem.

    Nenn mir doch bitte auf welchen "Schmutzeffekt" unter den Klippelsschen Aussagen du genau raus willst, der das DC-Auswandern verursachen soll. Habe nämlich nix "ins Auge springendes" vor selbigen.

    Grüße
    Mattias

  • drehteller für winkelmessungen

    • mattias bost
    • 29. Oktober 2007 um 17:11

    Box um 90° drehen...

    Plus Denksport: Welche 90° wohl?

  • EV DL18MT, Vorsicht TSP stimmen nicht

    • mattias bost
    • 29. Oktober 2007 um 17:07

    Hi Stefan,

    "die" meinen hier was anderes mit DC-Offset als das was man normalerweise darunter verstehen würde (sprich Gleichspannung am Amp-ausgang). Ging in einem anderen thread mal drum, daß bei den Chassis je nach Musikmaterial (Kurvenform) ein "Auswandern" aus der Mittenlage zu beobachten ist. Stell dir mal nen elektronisch generiertes Material vor, bei dem das Nutzsignal wie ein gleichgerichter Sinus aussieht. Als Mittellage wird sich das arithmetische Mittel einstellen (so wie auf nem Scope mit AC-Kopplung, der AMP wird ja auch AC-gekoppelt, hoffentlich), die Endlagen werden jedoch stark asymmetrisch ausfallen ("Sinusdach" = geringe Auslenkung, die "Umkehrspitze" wird viel Auslenkung machen). Optisch wirkt das wie ein Auswandern aus der Mittellage, wenn die Spule dabei dann zusätzlich aus dem Luftspalt austritt wirds ne weitere Verschiebung aufgrund der dann asymmetrischen Rückstellkraft des Luftpolsters unter der Dust-cap geben.

    Aber allein schon ohne Auslenkung über xmax wird die Spule eine unterschiedliche Kühlung erfahren, je nach "Polaritär" eines solchen bzw. ähnlichen Signals (obwohl das kritische Ende eigentlich das im Magnetkern ist, wegen des geringen Luftaustausches an dieser Stelle).

    Bernd: um diese üble Grenze etwas zu kennen, müßte ein Hersteller mit problematischen Signalen arbeiten, deren Leistung in RMS noch verträglich wäre, dessen Spitzen aber mechannisch böse Auslenkungen machen. Nur welcher Hersteller wird das machen, da er nur schlechtere Werte bekommt. Und die Boxenkonstruktion spielt erheblich mit (am ehesten sind Hörner mit der typischerweise geringen Auslenkung unterhalb xmax dagegen gesichert, es sei denn ... )

    Grüße
    Mattias

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