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  2. hans schuster

Beiträge von hans schuster

  • Theater Beschallung

    • hans schuster
    • 22. September 2008 um 15:18
    Zitat von "mringhoff"

    Für die hinteren Lautsprecher muss unbedingt eine Verzögerung des Signals erfolgen (Delay). Für die meisten ist das selbstverständlich, wurde aber hier noch nicht erwähnt.
    Damit der Schall von vorne und den Delayboxen gleichzeitig auf die hinteren Zuhörer eintrifft, muss man hier unbedingt das Signal entsprechend verzögern. Und wenn man hier noch etwas mehr verzögert als ausgerechnet, dann trifft der Schall von den vordere Lautsprechern um wenige ms zuerst ein, was den Eindruck erweckt, daß der Schall von vorne kommt.
    Unter dem Strich erhöht das alles die Sprachverständlichkeit.

    Und wie! Wenn mans richtig macht. Daher: Bitte daran NICHT sparen und einen geeigneten Prozessor zumieten, sofern nicht vorhanden.

    Zitat von "ewok"

    Fazit: Wenige Mikros, gezielt eingesetzt, Abstand zu den Lautsprechern, Bühnendisziplin

    Fehlende Bühnendisziplin ist ein elementarer Feedbackverursacher bzw. oftmals der Grund für mangelnde Sprachverständlichkeit.

    Bei Theateraufführungen ist es aber leider nun mal so: Entweder die Darsteller haben entsprechende Erfahrungen und haben neben Stimmbildung und Sprachtechnik eine sichere Bühnenpräsenz (also kein Rumgezappel und Rumgehampel beim Sprechen, kontrollierte Kopfbewegungen usw.), oder diese Praxis fehlt.

    Sofern nicht vorhanden, ist es schwierig sich technisch auf die Signalquellen, also die Sprecher einzurichten. Das betrifft Positionierung der Mikrofone und auch Pegelanpassung in den Eingängen des Mixers. Da kommt es häufig bei der Aufführung zu heftigen Überraschungen, die Akteure sind entweder gehemmt oder "unbändig", "unkontrolliert", oftmals abgelenkt und vergessen dann in den wichtigsten Momenten Positionsabsprachen, verpatzen Timings usw.

    Daher: Auf alles vorbereitet sein, und viel Gain before Feedback reservieren, für den Worst Case.

    Euer Hans

  • E-Guitar Miking on Stage - Expert Status

    • hans schuster
    • 19. September 2008 um 17:23
    Zitat von "donut"

    Es interessieren mich nicht die Bedenken und Beschränkungen, sondern die Lösungsansätze!

    Hm, wobei mir hier doch noch was produktives hierzu einfällt. Ich wills Dir ja nicht vollständig ausreden. Also:

    Cabinets hinter die Bühne, wenn es die Möglichkeit gibt, einen Extra Raum hierfür zu nutzen. Dann nach Gusto mikrofonieren, und wenn der Raum nicht zuviel Eigenakustik hat, könnte es mit dem Distanzmikro funktionieren.

    Probiert einfach mal verschiedene Varianten aus, schneidet das mit und hört es Euch gemeinsam hinterher an.

    Viel Erfolg beim Ausprobieren. Und Deinen ursprünglichen Ansatz würde ich ausserdem als erstes unter Livebedingungen testen, und wenn es nur für eine Nebenheraufnahme über Matrix ist, nur um mal zu sehen, wie es funktioniert und ob dieser Ansatz praxistauglich ist.

    Klar werden viele es Dir auszureden versuchen, - warum probierst Du es nicht einfach aus und überzeugst Dich vom "wirklichen" Leben :)

    Nimm das als Anstoß zu eigenen Experimenten und Erfahrungen. Es gibt eben Dinge, die können Dir andere, auch wenn es echte "Experten" sind, nicht unbedingt geben. Dann mach Du es doch selbst und belehr uns - zugegeben etwas "ungläubigen" - eines Besseren. Ich wäre sehr gespannt darauf, ehrlich.

    Gruß Hans

  • E-Guitar Miking on Stage - Expert Status

    • hans schuster
    • 19. September 2008 um 16:30
    Zitat von "donut"

    hallo Hans,
    Daß diese zusätzliche Distanzmikrophonierung nicht nur die Gitarre abnimmt, sondern anteilig auch andere Geräusche überträgt, ist zunächst Nebensache

    Und genau das ist es eben nicht. Und ich werde Dir gerne erklären, warum.

    Das erste, was hier vermutlich nicht funktionieren wird, ist es, der Gitarre mehr Breite zu verleihen. Dazu ist der Laufzeitunterschied viel zu hoch, bedenke- mehrere Meter!! Sicherlich, man kann das Delay im Kanal-EQ wieder korrigieren. Nun haben aber andere Signalquellen, die von der Bühne mit ins Distanzmikro einstreuen können, möglicherweise einen anderen Laufzeitunterschied, der dann zu Phasenauslöschungen führen wird.

    Passend zu dieser Thematik, leidvoll am eigenen Leib erfahren: Hast Du schonmal versucht, einen Chor auf einer lauten Bühne abzunehmen, und zwar mit Hilfe von Distanzmikrofonie? - Selbst bei einem großen und "lauten" Chor (also mind. 40, besser noch mehr Sänger) und bei einer relativ niedrigen Distanz von weit unter 2 Metern (Breite des Chores etwa 6-7m, 6 x MC 930 o.ä.) und einer sorgfältigen Mikrofonausrichtung, die Einstreuungen von Bühnenlärm von aussen entgegensteuern soll, ist selbst bei extremen Einsatz des Channel-EQ kaum möglich, den Bühnenlärm (Stil: Progressive Gospel, R&B) aus dem abgenommenen Signal rauszuhalten bzw. rauszufiltern. Auf gut deutsch: Da kommt viel Dreck mit rein, und ohne zusätzliche Back Vocals, die in ihre Mics direkt hineinsingen, ist es kaum möglich, einen halbwegs verwertbaren Choir-Sound hinzukriegen. Mit dem Backvocal Trick klappt es in der Regel ganz gut, 8 - 10 Vocalisten zusätzlich, und alles wird gut.

    Das ist ein Beispiel.

    Die Bühnenlautstärke einer R&R Bühne ist ungleich lauter, und ich kann Dir jetzt schon prophezeien: Den Dreck aus dem Signalweg wieder rauszubekommen, wird nicht einfach. Der Nutzen, den Du aus dieser Methode ziehst, wird vermutlich in keinem Verhältnis zu dem Einsatz stehen, den Du hier leisten musst, um Dein Signal sauber zu kriegen.

    Bedenke: Eine Livebühne ist keine optimale Arbeitssituation wie beispielsweise ein Aufnahmeraum in einem Studio.

    Gruß-
    Hans

  • Summen-EQ

    • hans schuster
    • 19. September 2008 um 14:50
    Zitat von "donut"


    Erst müssen die Basics stimmen, dann kann nach Geschmack gearbeitet werden. Das ist wie beim Kochen oder in der Automobilindustrie!

    AMEN dazu.

    Nicht ironisch gemeint!

    Hans

  • E-Guitar Miking on Stage - Expert Status

    • hans schuster
    • 19. September 2008 um 14:42

    Lieber Donut, nachdem Du in dem alten Mikrofonierungsthread nochmal diese Diskussion mit Betonung auf die Bühnenrandmikrofone angeregt hast, will ich nun doch auf den Part II Deiner Aufgabenstellung bezug nehmen:

    Zitat von "donut"

    and more ambient!

    Zitat von "donut"

    + Distanz Mikrofonierung am vorderen Bühnerand zwischen den Wedges!

    Fragen:

    1) Was bedeutet für Dich "ambient"?

    2) Welche Ambience ist für Dich wichtig? Was soll ausser das nahmikrofonierte (aus dem Cabinet) oder direkte Signal (aus dem Prozessor kommend) noch beigemischt werden, und zu welchem Zweck?

    3) Sind "phat" und "ambient" für Dich vereinbar? Inwiefern macht das für Dich Sinn?

    4) Wo hast Du die Idee mit der Distanzmikrofonierung im Blick auf E-Guitarrenabnahme in der Live-Situation her (gibt es Referenzen hierfür bzw. Erfahrungen von Deiner Seite), und warum sollten Sie am Bühnenrand zwischen den Wedges plaziert werden? Du hast ja schon in der Aufgabenstellung eine Reihe von technischen Problematiken angesprochen:

    Zitat von "donut"

    - Phase
    - Delay
    - Interferenzen
    - Übersprechen

    Warum sollte man sich sowas freiwillig aufhalsen?

    Gruß Hans

    Edith meint, die unhöfliche Formulierung "weiß der Geier wo Du das herhast" aus dem ersten Satz zu streichen und entschuldigt sich für diese Entgleisung.

  • E-Guitar Miking on Stage - Expert Status

    • hans schuster
    • 18. September 2008 um 21:23
    Zitat von "guma"

    ... und dann "Phatter" ??? ... kommt von Phatos ???? oder wie ???

    Auch ich komm langsam in die Jahre, aber das Wort haben mit meine Schüler erklärt. Phat = Fett

    Fett = Geiler Sound, saftig, "Wand", "Brett"

    Also hier auch mein Tipp: Nicht geizig mit Tiefmitten. Hierbei spielt Mic-Position eine entscheidende Rolle. Danach erst Kanal-EQ bemühen.

    Ich keine mittlerweile viele Bands, die anstatt 4x12"-Kabinett plus Mikrofonierung auf schnöden Line6-Pod umgestiegen sind und dann über den hauseigenen Stereo-DI direkt ins Pult gehen. Klingt höllisch gut. Nachteilig nur auf der Bühne, wenn der betreffende Gitarrist keinen potenten Wedge gestellt kriegt.

    Euer Hans

  • Pultvergleich

    • hans schuster
    • 18. September 2008 um 20:38
    Zitat von "djobi"

    das spirit war recht kompakt und hatte nette mute-gruppen.
    ansonsten würde ich aber auch zu A&H tendieren, oder ein SC Delta DLX
    Das DLX hat wenigstens einzelkanäle, also modularer aufbau.

    Das Delta DLX kann man schlecht mit dem Spirit 4 vergleichen, da liegen Welten dazwischen, was die Komponentenauswahl und Verarbeitung betrifft.

    Ich kenne die Spirits, haben noch 2 davon bei uns im Bestand. Vorteil: Für den Preis damals tolle Features ("wie die großen"), läßt sich trotz der kleineren PreAmps (im Vergleich zu den vergleichbaren Soundcraft Konsolen) dennoch toll drauf mischen, Sound ok, aber, und jetzt kommt der große Nachteil: Wenn sie in die Jahre kommen, fangen die Fader an zu kratzen, auch Probleme mit Jack-Buchsen (Insert, Line In), diverse Potis und Switches bekommen Kontaktprobleme. Und tausch mal ne Batterie Fader aus, das geht richtig ins Geld, auch wenn man es selber macht...

    Die GL3 kommt zwar auch in die Jahre, und fühlt sich schon etwas "altmodisch" an, wenn man darauf arbeitet, aber wenn sie nicht völlig abgerockt ist, wäre sie im Vergleich zum Spirit meiner Erfahrung nach die bessere Wahl.

    Das mein Sempf dazu.

    Euer Hans aus Riga

  • Summen-EQ

    • hans schuster
    • 15. September 2008 um 16:32
    Zitat von "mringhoff"

    hat er doch schon erzählt, auf Seite 5 weiter unten (10.09. um 2.06 Uhr)...
    allerdings als Dirk Meier :)

    ups, überlesen.

    Hab wohl Beiträge von Jan Meier gesucht und nicht gefunden ;)

    Dann nehme ich den letzten Absatz meines letzten Beitrages natürlich zurück.

    Hans

  • Summen-EQ

    • hans schuster
    • 15. September 2008 um 15:13
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen, daß die Zielsetzung (d.h. WAS will ich mit EQs erreichen ...) möglicherweise bei den Protagonisten unterschiedlich ist ?

    Verschiedene Zielsetzungen* erfordern ggf. verschiedene Strategien, diese zu erreichen.


    * .. der eine will, daß es unter gar keinen Umständen pfeifft - sch...egal, wie es klingt ... der andere will es möglichst "authentisch" ... alle anderen wollen einfach nur möglichst viel Bass (und etwas "Zisch") ... :D

    Stimmt. Ich kenne diesen einen- und diesen anderen, und auch alle jene, die nur Bass und Zisch bevorzugen, nur zu gut ;) Genauso vielfältig, wie wir hier das anhand des Erfahrungsaustausches der verschiedenen Threadteilnehmer sehen, erlebe ich die Vorgehensweisen verschiedener Tonis "draussen" bei der Arbeit. Wobei es da auch ein paar Extreme gibt. Ich erinnere mich nur allzu gerne an ein Chorkonzert mit Band in der größten Kathedrale des Baltikums (des Doms zu Riga), wo eine kleine Beschallungsbude zuerst Boxen aufstellte, dann Meßlaptop mit Smaart rausholte, Meßmikro ans FOH und dann ein ohrenbetäubendes Pink Noise auf die arme alte Kathedrale losließ. Die Balkendisco in Smaart sah beeindruckend aus...

    Um mal darauf zurückzukommen, was unser Threadvater, ich meine Threadstarter eigentlich hier wollte: Wie wir bei der Arbeit mit Summen-EQ vorgehen, für PA und Monitore, im Bezug auf Feedbackbegrenzung und Klang-Tunings, unter Ausser-acht-lassung der Messsysteme.

    Nun, jeder Bandmischer, den ich kenne, mich eingeschlossen, macht das in der Regel (*) so: Man trifft an einem fertig eingerichteten Frontplatz ein, nimmt sein SM-58, guckt mal, was so passiert, legt eine CD ein, um mal zu hören, wie das System spielt (ich hab da Sachen mit percussiven Elementen, um zu checken, ob es Laufzeitprobleme zwischen den verschiedenen Lautsprechergruppen gibt, ausserdem ein paar Tracks, mit deren Hilfe ich Raummoden und resonanztypische Frequenzüberhöhungen entlarven kann), und wenn die Jungs ihre Messarbeit, also die gesamte Arbeit eines Systemingenieurs im Vorfeld des Soundchecks, ordentlich erledigt haben, rühr ich in der Regel den EQ (völlig wurscht, ob nun Terzband-EQ im Rack oder Para-EQ oder Flex-15 im virtuellen Rack, wie auch immer sie heissen) nicht an, bis der Soundcheck erledigt ist und die Band ihre ersten Songs durch haben.

    (*) mit "in der Regel" meine ich "im Optimalfall"... ist leider allzuhäufig fern der Realität...

    Erst dann, wenn die Band mit ihrem Monitorsound zufrieden sind, erst dann, wenn alle Mikrofone an den Instrumenten fertig ausgerichtet sind und letzte Veränderungen an der Positionen der Wedges gemacht wurden, erst dann, wenn der Mix in der Front fertig ist, denke ich daran, Änderungen am Main-EQ zu machen. Ein Beispiel: Bei hohen Lautstärken oftmals wichtig, um den Klang gehörrichtig anzupassen. Man hat dann das Bedürfnis erst, wenn es beim Einsatz der Brass Section auffällig "harsch" klingt, oder die Vokalisten hauen gemeinsam richtig rein, kombiniert mit harten Gitarrenparts - wenn der Loudnessfaktor steigt und es auf die Ohren geht. Dann korrigiere ich ein bisschen am Main-EQ. Das ist nur ein Anwendungsfall.

    Was den Monitorsound betrifft: Egal, ob der vom Frontplatz gemacht wird oder ein Extra-Monitorplatz vorhanden ist - auch wenn hier die Vorarbeit ordentlich erledigt wurde, und die Band mit dem Soundcheck fertig und weg von der Bühne ist, kann man mal kurz antesten, ob es da gefährliche Frequenzen gibt, die man möglichweise durch den Einsatz eines EQs, ob nun Terzband oder parametrisch, prophylaktisch bekämpfen kann. Das ist aber eine Option, kein Muss - meiner bescheidenen Ansicht nach.

    Wenn beim Soundcheck alles gut verlaufen ist (hier kommt der EQ im Feedback-Fall schon mal zum Einsatz), und die Musiker glücklich sind (ach wär das doch nur immer so ;) ), lasse ich mir diese Option nur allzuhäufig offen, ohne davon gebrauch zu machen. Weniger ist hier mehr, gerade beim Monitor-EQing, glaubt mir!

    Überhaupt werden hier meiner Ansicht nach die meisten Fehler gemacht. Wer Monitore mit Hilfe von EQs vor dem Soundcheck aufwändig einpfeifft, ist angeschissen (bzw. eigentlich die Musiker), wenn man nach dem Eintreffen der Band die Position von Wedges oder Bass/Guitar-Amps grob verändert und man feststellen muss, dass man sich das zeitraubende Pfeiff-Tuning getrost hätte sparen können. - Wohlgemerkt, ich spreche hier nicht von Raumresonanzen, oder systemtypischen Einstellungen, die im Controller-Preset gespeichert sind.

    Und wenn man es nach dem Soundcheck macht, kann man möglicherweise durch einen zu beherzten Einsatz von Terz-Filtern jegliche notwendige Energie und Bissigkeit aus dem System nehmen, was den Musikern natürlich sofort bei Konzertbeginn negativ auffällt- die fühlen sich verloren und erleben den plötzlichen "ich-hör-nix"-Effekt, ruden mit den Armen herum und sind sprichwörtlich- angeschissen.

    Auch Klangtuning an potenzen Monitorsystemen finde ich bedenklich. Wenn man controllergesteuerte bi-amp Systeme verwendet, die bereits aufwendig calibriert wurden, und dann meint, mit seinen Lieblings-CDs mal eben die Schärfe unter beherzten Einsatz von parametrischen Filtern im Hi-Mid Bereich rauszunehmen, schiesst sich in der Regel ein Eigentor und tut den Musikern gar keinen Gefallen.

    Ich weiss, wovon ich spreche, hab das jahrelang von der Musiker-Perspektive aus als Leidtragender nur allzuhäufig miterlebt.

    Das war jetzt mal mein Senf dazu. Was mich auch noch interessiert, lieber Fredpapa Jan Meier: Wie machst Du das denn? Startest diesen Thread, erwartest von uns am Beteiligten eine eng an die Thread-Fragestellung gebundene Teilnahme (ist ja auch ok, entspricht auch meinen Erwartungen, obwohl so ein bisschen OT, auch wenn die Stimmung mal überhitzt, wie das sprichwörtliche Salz die Suppe zum schmecken bringt), aber hältst Dich insgesamt mit Deiner Meinung oder Deinen Erfahrungen zurück. Fass das nicht jetzt nicht als Kritik auf, sondern als schnödes Interesse :)

    Alles gute aus dem - leider wieder bitterkalten - Riga,
    Euer Hans

  • Eure Meinung zum Mischpult Peavey 24FX

    • hans schuster
    • 11. September 2008 um 12:15
    Zitat von "Tobias Kammerer"

    Hurra Hurra hurra

    Hab mir mal den folgenden Werbefilm (youtube hosted) angeguckt:

    http://www.peavey.com/pvtv/player3.cfm?whichVideo=11

    Auch, wenn man den Eindruck gewinnt, dass hier versucht wird, möglichst viele Fliegen mit einer (zu kleinen) Klappe zu schlagen, so kann man - von anderer Seite betrachtet - diese digitalen Features in einem zweckorientierten Arbeitsumfeld sehen. Sprich: Kleines mobiles Club-System, Kirchengemeinden, die etwas für unterwegs brauchen, Hochzeiten und Jubiläums-Combos, die sich selbst abmischen...

    Bin persönlich etwas Peavey-vorbelastet, die hatten in der Vergangenheit sehr kontroverse Eindrücke bei mir hinterlassen: fürchterliche PA-Boxen - filzbeklebte Doppel-15er-Bass- und 15/1er-Top-Kombinationen, die nichts ausser heisse Luft konnten, grausam klingend, - dann im Gegensatz dazu sehr brauchbare Amps (mit internen Crossover/Limiter-Lösungen), abgerundet von mittelmäßig ausgestattetene aber ebenfalls brauchbaren Kleinmixern.

    Ich hab Peavey bisher in die Alleinunterhalter- und Musikanten-PA-Schublade gesteckt, bin aber durchaus offen für konzeptionelle Kleinlösungen der pfiffigen Amis. Digital da, wo es Sinn macht, Rest analog; All-in-One-Konzepte, die man immer häufiger im Kleinbeschallungssegment antrifft.

    Ich bin sehr gespannt, was in den nächsten Jahren noch so auf uns zukommt.

    Mit Grüßen aus Riga-
    Hans

  • Hat jemand diese SC Europa für 3020.- bekommen?

    • hans schuster
    • 6. August 2008 um 11:09
    Zitat von "tonzwerg"

    also ich werde einfach mal abwarten, wie sich die analog-preise entwickeln. da ich neulich das vergnügen hatte, ne xl200 neben einer m7 stehen zu haben, konnte ich ziemlich genau den klanglichen unterschied ausmachen. fraacht net.

    Keine Angst, ich frag auch net, und werde keine neue Analog-Digital Diskussion vom Stapel reissen.

    Aber wo wir von diesen alten Schlachtschiffen reden... wir haben bei uns eine SC Vienna II als Hauspult (wir sind eine Kirche mit ca. 1000 Mitgliedern, bei uns hat Musik einen sehr hohen Stellenwert, kein Gottesdienst ohne R&B-Gospel-Lobpreis), und mein Tonkollege (der mittlerweile mehr im Studio arbeitet, während ich für den Lifemix zuständig bin), will das schöne Schiff gegen ein LS9 eintauschen. Argument: Recallfähigkeit, Dynamics in jedem Channel, Aufnahmefunktion auf USB.

    Ich tue mich damit schwer. Wenn man überlegt, was für Pre-Amps in der Vienna II drinstecken, Headroom und Gainreserve bis zum Abwinken, sehr klangneutral, dann Kanal-EQs, die höchst linear arbeiten, sehr griffig, und ansonsten ist das Pult dank regelmäßiger Wartung in einem noch sehr gutem Zustand.

    Ich gehöre nicht zu denen, die Mischpulten psychoakustische Eigenschaften zusprechen, und finde, das gute PreAmps nicht "klingen", sondern klangneutral verstärken sollen. Und ich komm auch mit nicht so "griffigen" Kanal-EQs klar, und kann auf Features wie VCA auch gerne verzichten. Aber die alte Vienna II gebe ich nicht kampflos her, und das manuelle Recallen bei Bandwechsel macht mir überhaupt nichts aus, Dynamics brauche ich nicht überall, und aufnehmen geht auch mit Audio Interface und Läppi.

    Da der Tisch nicht bei Ausseneinsätzen verwendet wird (da haben wir kleinere und leichtere Lösungen), bin ich nicht für einen Wechsel zu digital, auch wenn ich "draussen" oft und gerne digital arbeite (hpts. M7CL, hab meine eigenen Setups auf dem Stick dabei).

    Das mal so von meiner Seite her. Glückwunsch zur SC Europa, und auch wenn sie schwer und unhandlich beim Aufbau ist, umsomehr Freude hat man mit ihr bei der eigentlichen Arbeit, dem Mischen. Solange Kanäle, Fader, Potis, Schalter usw. zuverlässig arbeiten.

    Euer Hans aus Riga

  • PA Kanal-Belegung -> nach Instrumenten oder nach Musikern

    • hans schuster
    • 22. Juli 2008 um 22:19
    Zitat von "Hausmeister"

    na Links hinten ist eben

    xxxx
    xx
    x x
    x
    x


    Edit: mist sieht komisch aus ...

    OOOO
    OO
    O...O
    .........O
    .............O

    Alles anzeigen

    Wie süüß ;)

    Naja, das mit den Pfeilen geht ja noch, ist bei Monitorpositionen mitunter sinnvoll.

    Ich selbst hab das aber nicht so mit Symbolen. Der Hammer ist mir auf einem Festival ausserhalb von Riga (sozusagen in der lettischen Pampa) vor die Augen gekommen: Da hat einer sämtliche Instrumente auf das Tape unter den Kanalzügen draufgemalt, also wirklich alles- von der Kick bis zum Saxophon, kleine Symbole halt. Sah zum brüllen komisch aus, und irgendwie sehr... lächerlich. Der Höhepunkt dieses künstlerischen Werkes fand sich in dem Versuch, die Overheads proportional korrekt nachzuempfinden - was dem Hobby-Michelangelo gründlich misslungen ist.

    Ich hab für son Scheiss in der Regel gar keine Zeit, da wird hektisch durchbeschriftet (Ki, Sn, HH, T1, T2, T3 usw.)

    Zitat von "Hausmeister"

    und das mit den Fadern mach ich auch immer. 8)

    erster bunter ( meisst rot ) Fader ist der Bass somit ist klar wo die Drums aufhören und der Bass liegt.

    Dann die Git farbig ( meisst blau ) damit ich weiß wo ich schnell hingreifen muss wenn ein Solo kommt.

    Dann die Vox farbig wobei der Leadsänger meisst rot bekommt.

    Wenn Bläser dabei sind den ersten und letzen markieren damit klar ist wo die anfangen und aufhören.

    Somit muß ich nur ganz selten auf die Beschriftung gucken.

    Alles anzeigen

    Ich mach das exakt genauso, interessant. Manchmal, wenns unübersichtlich wird, hol ich mir die wichtigsten Sachen auf VCA-Gruppen, aber wenn ich mal ein Pult ohne VCA vor der Nase habe, dann sind bunte Regler das, was mir die Arbeit (v.a. im Halbdunklen) sehr erleichtert.

    Und ich habe bisher noch keinen Pultbesitzer gesehen, der das mißbilligt hat. Wozu sind denn die schönen bunten Faderkappen denn sonst da - damit ich Stereo-Inputs und Gruppen-Fader von normalen Inputs unterscheiden kann?!? --- Nööö! ;)

    Mit Schmunzeln über solche Threads, die so herrlich entspannend sinnfrei sind-

    Euer Hans

    P.S. Edith fand noch ein paar Korrekturen zum besseren Verständnis sinnvoll.

  • Shure PGX24/Beta58

    • hans schuster
    • 18. Juli 2008 um 16:55
    Zitat von "cen-music"

    irgendwie gefällt mir das Kunststoff-Feeling der PGX'e nicht sonderlich

    Mal eine Frage am Rande dieser Diskussion: Beim SLX ist ja auch einiges aus Kunststoff, speziell am Handsender die berüchtigte Kunststoff-Batterie-Kappe, die irgendwie jeder Hirnie nach lang-genug-rumfriemeln ans Brechen kriegt (also schlicht und ergreifend überdreht, bis das Kunststoffgewinde müde wird und einreisst).

    Sehr ärgerlich. Bei uns jetzt das 2. Funkset, das kaputtgedreht wurde. Und wenn man klebt, ob nun mit Superglue oder mit Isolierband drumrum, kriegt der nächste es ebenfalls wieder kaputt, in der Regel wird das dann schlimmer.

    Ist zwar OT, aber weiss jemand, was man hier machen kann? Unser Shure-Händler hier in Riga kann leider keinen Ersatz beschaffen.

    Nervig...

    Gruß-
    Hans

  • Wie sollte ein FOH zum Lernen aussehen ?

    • hans schuster
    • 16. Juli 2008 um 10:52
    Zitat von "guma"

    Es darf sich gerne jeder eingeladen fühlen, für andere Aspekte der Tonkutscherausbildung andere, eigene Threads aufzumachen, wenn ihm dieser hier zu langweilig ist.

    Garantiert nicht zu langweilig. Habe bisher interessiert mitgelesen. Wobei einige OT-Kommentare mir ein Schmunzeln abgerungen haben. OT ist das Salz in der Suppe, und genau wie beim Salz kann es natürlich auch zuviel des Guten sein, gell :wink:

    Daher zurück zum Thema: Mir ist das eine oder das andere recht, wenn ich jemanden am Pult anlerne. Denn: Ich fange nie mit dem Pult selbst an. Vorher kommen einige Grundlagen, theoretisch und praktisch... Mikrofone, Verkabelung, Signalanpassung, Signalverstärkung und -bearbeitung. Wenn man dann den Signalflow verstanden hat, ist es meiner Ansicht nach egal, ob man auf digital oder analog angelernt wird.

    Natürlich muss man das, was man vermittelt, visualisieren. Und ich gebe jedem recht, der sich bei einem Analogpult leichter tut. Aber ich hätte kein Problem damit, mit Hilfe von Power Point Charts den Signalfluß im Pult zu erklären und dann anschliessend mit einem Digipult weiterzumachen.

    Momentan stehen überall noch Anlalogpulte herum. Daher macht es für mich persönlich momentan mehr Sinn, damit zu arbeiten und anhand eines Kanalzuges zu erklären, was mit dem Signal im Pult passiert. Aber sollte es in, sagen wir, 15-20 Jahren mit Analog vorbei sein, soll mir das auch recht sein.

    Das obige bezieht sich natürlich auf meine persönliche Situation; wir sind eine Kirche, und ich lerne hier Jugendliche an, mit kleinen Beschallungssituationen zu arbeiten. In der Branche selbst geht es um viel mehr, und hier ist es in der momentanen Situation ein MUSS, sowohl auf Analog und auf Digital anständig ausgebildet zu werden und Praxis zu erwerben. Und da macht es meiner Ansicht nach mehr Sinn, mit Analog anzufangen.

    Ausserdem finde ich es fatal, wenn ein junger aufstrebender Toni bei seinem ersten "eigenen" Job Probleme damit hat, umfangreiches Outboard bei einem Analogpult zu verkabeln, weil er es sonst fast ausschliesslich mit kleinen Digitalkonsolen zu tun hatte. Und diese Probleme stellen sich nicht in Form von Verständnisproblemen, sondern in Form von Zeitproblemen dar. Und ich spreche hier aus eigener Erfahrung (war ja auch mal jung ;) )

    Grüße aus dem sonnigen Riga-
    Hans

  • unbedingt EQ´s mitnehmen!!!

    • hans schuster
    • 28. Juni 2008 um 23:59
    Zitat von "stepu"

    Hi Christoph,

    ist der Direct Out beim Venice denn Post-EQ?
    Ich meine die Mon- und Aux-Wege sind Pre-EQ von Werk aus...

    Er ist im Auslieferungszustand post-EQ. Macht also Sinn, das beim Umlöten(-lassen) des Aux-Abgriffs gleich mitzuerledigen. Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen...

    Zitat von "Christopher Hafer"

    Selbst so ein minderwertiger (bezogen auf den Q-Faktor...) EQ wie der des Venice ist allemal besser als gar kein MON-EQ - oder?
    Ich finde diesen Tip eigentlich recht nützlich um einzelne fehlende/defekte EQs zu substituieren, egal ob Venice oder XL4, Mongolei oder N.Y.C.

    Also, der nicht regelbare Q bei semipar. Mittenbändern macht den EQ nicht minderwertig.. aber bezogen auf den Einsatzzweck Monitor-EQ ist die Filtergüte bei solchen Klangregelungen natürlich viel zu groß. Ums mal in Zahlen auszudrücken: Da sind Güten zwischen 1 und 2 üblich, also Bandbreiten zwischen 2/3 bis 1 1/3 Oktaven etwa. Fürs Monitor-EQing finde ich Filtergüten zwischen 3 bis 5 sinnvoll und ratsam, also eine drittel bis halbe Oktave. Und diese schmalbandigen Korrekturen kann ich mit einem semipar. Filtern in der Regel gar nicht erreichen.

    Aber deswegen ist der Channel EQ vom Venice nicht minderwertig ;) Höchstens für diesen Zweck eben ungeeignet.

    Hat man hingegen Vollparametrik, wenn es auch "nur" für die beiden Mittenbänder, ist das ein heisser Tip.

    Gruß-
    Hans

  • unbedingt EQ´s mitnehmen!!!

    • hans schuster
    • 26. Juni 2008 um 11:21
    Zitat von "der Diak"

    Estland, Lettland, Belorussland, Ukraine Rumänien, ja, selbst in Bulgarien hat man mich mit grossen Augen angesehen, was ich denn wohl hätte. Sonst gehts ja auch ohne MonitorEq...

    Das klingt sehr verallgemeinert und unaussagekräftig. Ich selber lebe und arbeite in Lettland, ab und zu in anderen baltischen Staaten oder auch mal in Kaliningrad. Gut, in manchen Clubs ist die Beschallung eher unterdimensioniert. Z.B. abgerocktes LX7, uralte Handfunken, 2 Wege PA mit No-Directivity, aber dafür viel Wumm im Bass, 2 Monitorwege (hpts. für den DJ) ohne EQ.. auch schon gehabt.

    Aber ansonsten ist hier (fast) alles möglich. Hier werden auch Rider gelesen, von grossen Verleihern sorgfältig ausgeführt und Abweichungen zeitnah kommuniziert. Bühne, Monitoranlage und PA fertig verkabelt, eingemessen, Soundcheck-fertig übergeben an die Technikcrew der Gastband - das ist auch hier so gang und gäbe.

    Wobei es auch hier schwarze Schafe gibt (Billiganbieter, die es nicht mit allen Technikanforderungen so genau nehmen).

    Ich selbst arbeite als Haustechniker für eine Kirche, stehe am FOH, auch mal am Monitorpult, und habe viel mit Konzert- und Konferenzbeschallung in mittelgroßen Hallen zu tun. Wenn wir die Unterstützung eines PA-Verleihers benötigen, für eine mehrtägige Konferenz oder ein Open Air Konzert z.B., arbeiten wir mit einem der größten Verleiher zusammen, der zwar nicht billig ist, aber einen hervorragenden Service bietet.

    Im letzten Jahr war ich 2 x in Kaliningrad mit unserer Band. Das erste Mal haben wir mit einem kleinen Verleiher zusammengearbeitet, der sich gerade selbstständig gemacht und mit neuem Material eingedeckt hatte. Das war ein Krampf, musste alles selber machen (incl. Ausrichten und Einmessen der PA und der Monitoranlage), weil der gute Mann (sowie auch sein leicht angetrunkener Helfer) wenig Erfahrung damit hatte. Also, statt Aussschlafen im Hotel nach einer 10-stündigen Busfahrt war Nachtarbeit angesagt. Dann am frühen Morgen, als alles stand, knickte uns beim PA-Check der Strom ein, was die Controller zum Absturz führte (bemerkt durch regelmäßiges Aussetzen der Subs, die Tops haben fröhlich weitergespielt). Ich ins Hotel, 3 Stunden schlafen, vorher den PA-Menschen beauftragt, den Haustechniker aufzutreiben, um anständigen Starkstromanschluss zu besorgen- was anscheinend vorher vergessen wurde- die hatten die PA an den Lichtstrom der Halle angeschlossen!

    Aber dann mit "frischem" Strom klappte alles recht ordentlich.

    6 Monate später war ich wieder da, und der örtliche Veranstalter hat es sich diesmal nicht nehmen lassen, eine "richtige" Firma zu beauftragen, die den Rider anständig erfüllt hat, mit allen Sonderwünschen, die ich hatte. Es gab zwar ein paar kaputte Kabel im Siderack, und auch auf der Bühne, aber das war dann bis zum Veranstaltungsbeginn behoben.

    Man sieht hier: hüben wie "drüben im Westen" - es kommt immer darauf an, mit wem man zusammenarbeitet. Und die Aussage, dass man hier auf EQs im Monitorweg (bzw. anständige Controllersteuerung aktiv betriebener Monitore) verzichtet, lasse ich nicht gelten, weder in Russland, noch im Baltikum. Wir haben in unserer Kirche bspw. eine vom FOH aus gesteuerte Monitoranlage, 6 Wege, biamping mit hochwertigen Controllern. Alt, aber gut (JBL Array Series 4890 und 4891, wer sie noch kennt, gesteuert von DSC 260ern). Für größere Sachen ausserhalb nehmen wir unser Monitorpult (SM12) und mieten wir noch weitere Wedges und ein Rudel BSS Opals hinzu (für 2 x In Ear und 11 Monitorwege).

    Und wir sind "nur" eine Kirche ;)

    Mit leichtem Augenzwinkern aus Riga grüssend-
    Hans

  • Live-Sound Seminar 30.11.07 - 2.12.07 in Berlin (GUMA II)

    • hans schuster
    • 19. Dezember 2007 um 14:03
    Zitat von "Lisa F."

    [...]Mein Eindruck war aber, dass viele TN nicht viel oder nie im PA-Forum schreiben, sondern nur lesen, daher erwarte ich jetzt keine Flut an Seminar-Berichten.

    Das dachte ich mir auch schon... bin ja auch kein fleissiger Forum-Schreiber, dafür hab ich mich in meinen "jungen" Internettagen (als es nur das IRCnet und die BTX-Foren gab, aber noch kein Web) zu sehr ausgetobt, und das ausserdem in tlw. hirnrissigen Diskussionen. Ich war sogar mal im offiziellen Big Brother Channel im IRC *schäm* Mittlerweile pflege ich Kontakte selten im Internet, viel lieber im echten Leben.

    Zitat von "Lisa F."

    Die Band hätte ich geknickt, lieber mehr PA Praxis.

    War das nicht Praxis? Natürlich, der Aufbau und die Verkabelung haben sehr viel Zeit gekostet, aus meiner Sicht hätten wir das schneller haben können. - Ich finde es nur halt besser, wenn man das gelernte in einer "echten" Life-Situation, also mit Programm- und nicht Konservenbeschallung, anwenden und verifizieren kann.

    Und mal ehrlich- für ein Seminar eine Band zu bekommen, die bezahlbar ist, Zeit hat und ausserdem noch halbwegs musikalisch ist... und alles mit sich machen läßt (unsere Musiker hätten das nicht so gern, wenn während der Probe 18 Tontechniker auf der Bühne herumlaufen, die wären super genervt...). Ich bin ja auch Musiker, und würde mich persönlich wie ein Versuchsobjekt vorkommen bei einer solchen Veranstaltung.

    Natürlich hätte ich gerne noch mehr Input in Sachen PA-Praxis bekommen. Aber nach den 3 Tagen waren meine Batterien alle, und obs das dann noch gebracht hätte, weiss ich, was mich betrifft, nicht so wirklich.

    Hast Du denn einen "Mentor", also jemanden, der Dir ab und zu was zeigt, gewisse Tipps und Tricks, und Dich auch auf größere Veranstaltungen mitnimmt, sich dabei auf die Finger schauen lässt?

    Ich hatte das Vorrecht gehabt, für 8 Monate so jemanden hier zu haben. Er verlässt das Unternehmen zum Jahresende, aber die 8 Monate waren der größte Gewinn für mich. Sowas kann man nicht in einem zeitlich abgegrenzten Rahmen wie so ein Wochenendseminar lernen, auch wenns eine Woche dauern würde.

    Wir lernen eben nie aus. Das Leben ist ein Schule. Und mein bester Lehrer sind meine eigenen Fehler. Die Zuhörer bzw. Musiker mögen mir das verzeihen ;)

    Weihnachtliche Grüße aus Riga -

    Euer Hans

  • Live-Sound Seminar 30.11.07 - 2.12.07 in Berlin (GUMA II)

    • hans schuster
    • 19. Dezember 2007 um 00:09
    Zitat von "David Prösler"

    Hey, was mir grad einfällt...
    kann nichmal jemand die Bilder reinsetzen die gemacht wurden? :D

    *Aus der Versenkung auftauch* Jetzt kommen endlich die Bilder. Leider hab ich dafür keinen "echten" Webspace, nur beim GMX einen freigegebenen Ordner, in dem ich eine ZIP Datei mit den Fotos abgelegt habe. Hier ist der Link:

    http://www.gmx.de/mc/zvRKJC4Ej9BD22MH3Ve1PBwzKsKfUf

    Einfach draufklicken, dann auf "Mediacenter starten" und dann erscheint auch schon das ZIP-File, die man mit einem einfachen Klick dort downloaden kann.

    EDIT ADMIN: Ich hab's auch mal hier auf den Server gestellt:
    http://www.paforum.de/berichte/guma_2/guma_2.html

    Sorry, dass ich erst jetzt damit komme, habe ich es doch einigen schon viel früher versprochen. Aber bin erst gestern Nacht mit einer Reihe von Aufträgen fertig geworden, hatte im Anschluss daran das erste Mal seit langem richtig lange ausschlafen können, dann mit meinem Sohn gespielt, und da ich erst um 15:00 morgen (oder heute?!?) wieder Arbeitsbeginn habe, nun endlich Zeit und Musse gefunden, die vielen Bilder zu sortieren, verkleinern und hochzuladen. Und natürlich auch ein paar Takte zum Seminar zu schreiben.

    Zitat von "Arno"

    Dann schreibt doch einfach eine kleine Review. So schwer ist das doch nicht. Ich wäre auch sehr an einem Bericht interessiert.

    Ja, wegen den Berichtes geht es mir genauso wie David; der chronologische Ablauf des Seminars, selbst wenn er vom ursprünglichen Plan abgewichen sein sollte, interessiert hier IMHO keinen.

    Daher nur ein paar kleine Eindrücke, die bis heute bei mir hängengeblieben sind. Zum einen bewundere ich Gunthers Begeisterung und Hingabe für diese Arbeit. Zugegeben, das steckt an und hat mich ermutigt, mich weiter mit diesen Themen zu beschäftigen und ... Bücher zu kaufen. Auch wenn ich kein Theoretiker bin, - das Seminar hat die Angst vor der Theorie genommen, weil sie gar nicht so trocken ist wie bisher angenommen, und zum anderen - wenn man sie sinnvoll und gezielt einsetzt - viele Sachverhalte, die in der Praxis vorkommen, erklärt und dementsprechende Arbeitshilfen bietet. Daher war die Buchempfehlungsliste mit den Kommentaren genau das richtige für mich, damit ich nicht irgendwo ins offene Messer zu laufe und mir womöglich "versehentlich" ein praxisfernes und gar nicht anwendungsgerechtes Buch aufhalse.

    Bei den Themen "Directivity" (bei Boxen sowie auch bei Mikrophonen) und "Resonating Room" war mir vieles neu; ich habe den Blick für das wesentliche bei der Mikrofonie sowie auch bei der Raumbeschallung bekommen. Einiges, was ich aus der Praxis kannte, wurde mir durch Gunthers Erklärungen nun auch verständlich, und viele Irrtümer, die ich hatte, wurden schonungslos aufgedeckt (z.B. worauf es bei Delaylines ankommt).

    Der Praxisteil in dem Clubhaus war in meinen Augen vom Umfang und den Inhalten her sehr gut auf den Theorieblock abgestimmt, und obwohl uns die Zeit am Sonntag nachmittag davonlief, war er nicht zu kurz geraten. Die Band war super, zum Glück kein Reinfall (ich kenn da noch ganz andere Beispiele aus meiner Gegend hier), und selbst das PA-System, das mich anfangs überhaupt nicht überzeugen konnte, hat Rahmenbedingungen beim Einmessen der Anlage geschaffen, die sehr an die Realität herankommt: Nicht überall hat man es mit einem perfekt abgestimmtes PA-System in einem akustisch optimalen Raum mit (und jetzt muss ich etwas grinsen) mit gut getunten Drums zu tun, ganz im Gegenteil. Obwohl die Toms schon Hardcore waren, das muss ich ja sagen. Konnte man "Sau" reinschreiben, das würde dann auch mit dem Klang gut zusammenpassen ;)

    Und die PA-Boxen hätte mit einer anderen Baßunterstützung und v.a. Bi-Amping ganz anders aufgespielt, da bin ich mir sicher. Aber das ist ein anderes Thema.

    Ich hatte mich trotz den dichten Programms sehr wohlgefühlt in dieser PA-Forums Runde, hat Spaß gemacht. V.a. die Namen aus den Beiträgen mal mit Gesichtern in Verbindung zu bringen. Das Pizzaessen am Samstag blieb mir als sehr angenehm in Erinnerung, ebenso wie die Gespräche am Rande des Seminars mit vielen von Euch. Der Austausch ist im "echten" Leben ebenso wichtig wie im Netz. Und hat eine ganz andere Qualität.

    So, das wars fürs erste,
    bin ebenfalls auf andere Meinungen gespannt-

    Euer Hans

  • Drum-Mikro Vergleichstest

    • hans schuster
    • 10. Dezember 2007 um 16:23
    Zitat von "Marcel_GV"

    Der Rapidshare Link weiter oben tuts noch.
    Wenn Tageslimit erreicht, einfach mal Router/Modem neustarten, dann das nächte File laden.

    Gruß
    Marcel

    Vielen Dank, ist bereits auf meinem Rechner. War beim ersten Versuch nicht geduldig genug ;)

    Gruß
    Hans

  • Live-Sound Seminar 30.11.07 - 2.12.07 in Berlin (GUMA II)

    • hans schuster
    • 5. Dezember 2007 um 22:21
    Zitat von "fladdi"

    So... neugierig bin ich ja mal, wie war das treffen?

    Sind wahrscheinlich alle zu geschafft, um darüber was zu schreiben. Ich hatte es mir fest vorgenommen. Bin aber nach meinem Rückflug gleich in einen Haufen Arbeit gestürzt und muss noch einiges an Schlaf nachholen, mache es aber zum Wochenende hin. Dann werde ich auch die Bilder hochladen und für Euch zugänglich machen.

    Nur ganz kurz: Ich empfand es als Privileg, dabeigewesen zu sein. Eine tolle Möglichkeit, viel Input zu bekommen, neues dazuzulernen (und das nicht knapp) und sich von GUMAs Enthusiasmus anstecken zu lassen. Man spürt es ihm ab, dass er Life Sound mit echter Leidenschaft und Hingabe macht! Ausserdem habe ich richtig Lust bekommen, diversen Literaturempfehlungen zu folgen, um die für mich wichtigen Bereiche weiter zu vertiefen.

    Detaillierteres kommt noch, ich weiss, das klingt alles sehr allgemein.

    Sollen wir wieder einen neuen Nachlese-Fred aufmachen? Oder gibt es schon bereits einen?

    Grüße aus Riga-
    Hans

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