Zitat von "mringhoff"Für die hinteren Lautsprecher muss unbedingt eine Verzögerung des Signals erfolgen (Delay). Für die meisten ist das selbstverständlich, wurde aber hier noch nicht erwähnt.
Damit der Schall von vorne und den Delayboxen gleichzeitig auf die hinteren Zuhörer eintrifft, muss man hier unbedingt das Signal entsprechend verzögern. Und wenn man hier noch etwas mehr verzögert als ausgerechnet, dann trifft der Schall von den vordere Lautsprechern um wenige ms zuerst ein, was den Eindruck erweckt, daß der Schall von vorne kommt.
Unter dem Strich erhöht das alles die Sprachverständlichkeit.
Und wie! Wenn mans richtig macht. Daher: Bitte daran NICHT sparen und einen geeigneten Prozessor zumieten, sofern nicht vorhanden.
Zitat von "ewok"Fazit: Wenige Mikros, gezielt eingesetzt, Abstand zu den Lautsprechern, Bühnendisziplin
Fehlende Bühnendisziplin ist ein elementarer Feedbackverursacher bzw. oftmals der Grund für mangelnde Sprachverständlichkeit.
Bei Theateraufführungen ist es aber leider nun mal so: Entweder die Darsteller haben entsprechende Erfahrungen und haben neben Stimmbildung und Sprachtechnik eine sichere Bühnenpräsenz (also kein Rumgezappel und Rumgehampel beim Sprechen, kontrollierte Kopfbewegungen usw.), oder diese Praxis fehlt.
Sofern nicht vorhanden, ist es schwierig sich technisch auf die Signalquellen, also die Sprecher einzurichten. Das betrifft Positionierung der Mikrofone und auch Pegelanpassung in den Eingängen des Mixers. Da kommt es häufig bei der Aufführung zu heftigen Überraschungen, die Akteure sind entweder gehemmt oder "unbändig", "unkontrolliert", oftmals abgelenkt und vergessen dann in den wichtigsten Momenten Positionsabsprachen, verpatzen Timings usw.
Daher: Auf alles vorbereitet sein, und viel Gain before Feedback reservieren, für den Worst Case.
Euer Hans